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Gospel-Weihnachts-Flashmob: Wer hilft, wird überrascht

Tool-Tipp

Alle Jahre wieder zur Weihnachtszeit verbreiten sich zahlreiche mal mehr mal weniger mitreißende Flashmobs in den Sozialen Medien. Über einen besonders rührenden aus Bremen berichten wir in diesem Fundstück.

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Alkohol und Drogen im Straßenverkehr

Unterrichtseinheit

Mithilfe dieses Lernmoduls erarbeiten die Schülerinnen und Schüler die Risiken von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. Unfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss Abfeiern, tanzen und trinken – und wie kommt man dann nach Hause? Gerade Jugendliche und junge Erwachsene unterschätzen die Gefahren von Alkohol und Drogen und halten sich nach dem Genuss von Rauschmitteln für fitter als sie wirklich sind. Wenn sie dann mit ihrem Fahrrad, Moped oder Auto losfahren, begehen sie unter Umständen nicht nur eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat, sondern gehen ein lebensgefährliches Risiko ein. Die Altersgruppe der 18- bis 21-Jährigen verursacht die meisten Unfälle unter dem Einfluss von Alkohol und anderen Rauschmitteln. Sie verunglücken besonders häufig am Wochenende und in ländlichen Gebieten, wo Busse und Bahnen nachts nicht fahren. Doch Geld fürs Taxi ist knapp und überhaupt will man nicht als "verklemmter Spießer" gelten. Oft ist es der Konformitätsdruck im Freundeskreis, der Jugendliche zum Trinken animiert: Wer "sich die Kante gibt", gewinnt Ansehen, "Apfelsafttrinker" gelten als Spaßbremsen. Die Unterrichtseinheit Dieses Lernmodul zur Mobilitäts- und Verkehrserziehung möchte Jugendliche ermuntern, die eigene Überzeugung zu vertreten und sich dafür einzusetzen, akzeptierte Werte und Normen im Umfeld zu etablieren, mit denen sie sich sicher und regelkonform am Straßenverkehr beteiligen. In Rollenspielen erproben die Schülerinnen und Schüler eigene Verhaltensmuster im Umgang mit berauschenden Stoffen und diskutieren, welche Regeln in ihrem Freundeskreis oder ihrer Peergroup gelten sollten, um Verantwortung füreinander zu übernehmen. Der Fokus dieses Lernmoduls liegt auf der Selbstevaluation und der Frage, wie man sich gegen einen Konformitätsdruck behaupten kann. Weiterhin wird gemeinsam ein Verhaltenskodex entwickelt, der verhindern soll, dass man sich selbst oder Dritte in Gefahr bringt. Ergänzend zu den selbstreflexiven Unterrichtsmethoden erarbeiten die Schülerinnen und Schüler Hintergrundinformationen zu Rechtsfragen, Unfallstatistiken oder der Wirkung von Alkohol auf den menschlichen Körper. Diese Fachkompetenzen werden in einem Begleitfilm angesprochen und zusätzlich durch ein Aufgabenblatt mit Quizcharakter vertieft, bei dem die Schülerinnen und Schüler anhand von Recherchematerialien die Antworten eigenständig ermitteln und berechnen. Das Quiz eignet sich für die Erarbeitung in Kleingruppen. Selbstreflexion und Fachkompetenzen Dieses Lernmodul legt den Schwerpunkt auf eine selbstreflexive Analyse der eigenen Handlungsmuster im Umgang mit Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. Insofern stehen ergebnisoffene Aufgaben zur Selbstevaluation, Rollenspiele und Diskussionen über unterschiedliche Handlungsweisen der Personen sowie der Einfluss von Peergroups im Vordergrund der Unterrichtseinheit. Die Schülerinnen und Schüler werden zu einem Perspektivwechsel ermuntert, um Konflikte im Umgang mit Alkohol und Drogen darzustellen und kritisch zu bewerten. Darüber hinaus können sie eigene Verhaltensweisen reflektieren und neue Verhaltensweisen einüben. Durch gemeinsame Analysen und Diskussionen vertiefen die Schülerinnen und Schüler ihre Vorstellungen gemeinsamer Normen und Verhaltenskriterien im Umgang mit Alkohol und Drogen im Straßenverkehr und legen eine gemeinsame Basis für einen Wertekonsens innerhalb ihrer Peergroup. Indem sie Strategien erörtern, wie sie sich innerhalb einer Gruppe behaupten können und selbstbestimmt Regeln für einen Verhaltenskodex festlegen, festigen sie die gemeinsame Basis für einen verantwortungsvollen Umgang miteinander und im Straßenverkehr. Inhaltliche Schwerpunkte 1. Selbstevaluation mithilfe eines Fragebogens zum eigenen Alkoholkonsum und den persönlichen Motiven, berauschende Substanzen zu nehmen 2. Selbstbestimmung und Fremdbestimmung: Rollenspiele und Diskussionen zu Gruppenzwang, Peergroups, Beeinflussung und Selbstbehauptung: Wie soll ich in Konfliktsituationen handeln? Welche Alternativen gibt es? Wie kann ich für mich selbst und andere Verantwortung übernehmen? Wie kann ich Werte/Verhaltensnormen im Freundeskreis beeinflussen und positive Impulse setzen? 3. Rechtliche Aspekte rund um Drogen/Alkohol im Straßenverkehr (Promillegrenze, Kann-Bestimmungen bei auffälligem Fahrverhalten für motorisierte Verkehrsteilnehmer, Radfahrer und Fußgänger) 4. Daten und Fakten zu Unfallstatistiken mit Alkohol- oder Drogenbeteiligung 5. Medizinisch-physiologische Aspekte von Alkohol/Drogen (Berechnung des Blutalkoholgehalts/die Promillegehalts, Alkoholabbau, physische und psychische Auswirkungen von Alkohol/Drogen) 6. Lösungsmöglichkeiten, Handlungsalternativen und Verhaltensnormen (praktische Vorschläge, um beispielsweise nach einer Party nach Hause zu kommen, Verhaltenskodex für den Freundeskreis/Peergroup, persönliches Feedback) Unterrichtsablauf und Materialien Auf den folgenden Seiten finden Sie genauere Informationen zum Ablauf und zu den Materialien des Lernmoduls. Hinweise zur Umsetzung des Lernmoduls Hier finden Sie Vorschläge für eine Anpassung der modularen Lernbausteine zum Thema "Alkohol und Drogen im Straßenverkehr" an den zeitlichen Rahmen, Möglichkeiten zur Binnendifferenzierung sowie Anmerkungen zur Feedbackrunde und Evaluation. Einstieg in das Lernmodul Hinweise zur Besprechung des Fragebogens zur Selbstevaluation sowie Tipps zum Einsatz des Films "Alkohol und Drogen im Straßenverkehr" können Sie hier nachlesen. Erarbeitungsphase Nützliche Hinweise zur Erarbeitungsphase der Unterrichtseinheit "Alkohol und Drogen im Straßenverkehr" finden Sie hier. Wir haben für Sie Tipps zur Umsetzung der Rollenspiele, Leitfragen für ein anschließendes Unterrichtsgespräch sowie Anmerkungen zur Gruppenarbeit für die Vermittlung der Fachkompetenzen zusammengestellt. Ergebnissicherung Aus dem bisher gewonnenen Wissen, den Gesprächen und den eigenen Schlussfolgerungen entwickeln die Schülerinnen und Schüler einen Verhaltenskodex für den Umgang mit Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler sind über Eckdaten der Rechtslage zu Alkohol und Drogen im Straßenverkehr informiert. interpretieren Studien und Unfallstatistiken zu Alkohol und Drogen im Straßenverkehr und beziehen ihr Wissen auf die eigene Lebenswirklichkeit. sind über die Auswirkung von Alkohol und Drogen auf die Kontrolle und Wahrnehmungsfähigkeit des Körpers informiert, wie zum Beispiel Berechnung des Alkoholgehaltes im Blut, Restalkohol am folgenden Morgen, Wahrnehmungs- und Reaktionsstörungen als Folge des Alkoholkonsums. Medien- und Methodenkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler nutzen die Methode des Rollenspiels, um typische Alltagssituationen, Probleme und Konflikte rund um Alkohol und Drogen nachzuvollziehen. Sie erörtern Einstellungen und Verhaltensweisen als Ansatzpunkte für Verhaltensänderungen. erarbeiten Fachkompetenzen anhand eines Aufgabenblattes in Quizform, das sie eigenständig mithilfe des vorliegenden Recherchematerials lösen können. nutzen audiovisuelle Medien als Informationsquelle. Sozial- und Personalkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren Umgang mit Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. rekapitulieren Situationen aus ihrer Lebenswirklichkeit und erörtern Handlungsoptionen. überlegen, welche Rolle Konformitätsdruck und die Werte und Normen der Peergroup im Umgang mit Alkohol und Drogen spielen und erörtern Strategien, wie sie verantwortungsvolles und regelkonformes Handeln als akzeptierte Grundhaltung im Freundeskreis stärken können. erkennen und analysieren soziale Prozesse anhand von Rollenspielen. diskutieren über Lösungen und Entscheidungen, um Situationen im Straßenverkehr zu vermeiden, in denen sie selbst gefährdet sind und andere gefährden könnten. üben in Rollenspielen unterschiedliche Handlungsoptionen ein, die das Selbstbewusstsein stärken. entwickeln Handlungskompetenz, um begründete eigene Entscheidungen im Umgang mit Alkohol und Drogen zu fällen. Dieses Lernmodul ist so konzipiert, dass einzelne Bausteine herausgegriffen werden können, um es an den Zeitrahmen und das Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler anzupassen. Beispielsweise ist es nicht zwingend notwendig, beide selbstreflexiven Elemente - den Fragebogen zum Einstieg und die Rollenspiele – zu kombinieren. Im Rahmen von Projekttagen bietet es sich an, jeweils eine persönliche Selbstevaluation und die Rollenspiele als Gemeinschaftsaufgabe zu kombinieren, bei einem engeren Zeitrahmen kann man durchaus auswählen. Auch ist es möglich, auf die Erarbeitung der Fachkompetenzen in Gruppenarbeit zu verzichten, da der Begleitfilm als Einstieg in die Thematik bereits eine Wissensgrundlage schafft. Hier können die Lehrkräfte das Lernmodul sowohl an einen engeren Zeitrahmen als auch an schwächere Lerngruppen anpassen, da die Aufgaben zu den Daten und Fakten die größten kognitiven Kompetenzen erfordern. Das Aufgabenblatt zur Vermittlung der Fachkompetenzen besteht aus einem Block mit Basisaufgaben und ist auf die Sekundarstufe I ausgerichtet. Weiterführende Aufgaben für lernstärkere Gruppen, bei denen die Schülerinnen und Schüler eigenständige Berechnungen vornehmen, ergänzen die Basisaufgaben. Somit besteht die Möglichkeit, das Lernmodul an die Ansprüche und Möglichkeiten unterschiedlicher Schulformen und Klassenstufen anzupassen oder sie altersübergreifend an einem Projekttag anzubieten. Die Rollenspiele und Unterrichtsgespräche sowie der Begleitfilm sind altersübergreifend und in den Sekundarstufen I und II nutzbar. Dort, wo Drogen und Alkohol explizit in Zusammenhang mit dem Steuern von Autos angesprochen werden, kann immer auch ein Transfer zu Fahrrad/Moped beziehungsweise zur Rolle des Beifahrers erfolgen. Es werden aber auch Fußgänger als Teilnehmer im Straßenverkehr thematisiert; somit ist ein weiterer altersunabhängiger Aspekt gegeben. Die Rollenspiele sind ergebnisoffen gestaltet: Es wird kein erwünschtes Verhalten (suggestiv) vorgegeben. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Handlungsoptionen im gegenseitigen Austausch, somit wird Raum gegeben für kontroverse Diskussionen und individuelle Sichtweisen. Selbstreflexion zum Umgang mit Drogen/Alkohol im Straßenverkehr Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit ihrem persönlichen Umgang mit Alkohol und Drogen auseinander: Konsummenge, Motivation, Einstellung des Freundeskreises gegenüber Alkohol und Drogen und auch Gefahrenmomente, die die Schülerinnen und Schüler schon einmal erlebt haben, bei denen Alkohol oder Drogen im Spiel waren. Ein Fokus wird auf den Einfluss des Freundeskreises für das eigene Trinkverhalten gesetzt. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich dabei mit der Frage auseinander, inwiefern sie auf Partys unter Druck stehen, sich zu berauschen, um nicht als "uncoole Spießer" dazustehen. Indem sie sich bewusst machen, welche Mechanismen und Motive hinter ihrem Verhalten stecken, wird ein Grundstein zur kritischen Bewertung und eventuell zur Verhaltensänderung oder zu einer Diskussion über den Wertekonsens innerhalb des Freundeskreises gelegt. Da der Fragebogen von den Schülerinnen und Schülern zum Teil sehr persönliche Angaben erfordert, sollte im anschließenden Unterrichtsgespräch niemand aufgefordert werden, seine Antworten öffentlich zu machen. Hier sollte es den Schülerinnen und Schülern überlassen bleiben, zu entscheiden, wie weit sie sich einbringen möchten. Dennoch sollte insbesondere der Aspekt Gruppenzwang oder Konformitätsdruck im anschließenden Unterrichtsgespräch thematisiert werden. Beispiele für Lehrplananbindung Sachsen Fachober-schule Sek II Klasse 11/12 Biologie Drogen und Sucht / Werteorientierung: Ursachen von Suchtverhalten, Motive, Dispositionen Baden-Württemberg Werkrealschule Sek I Kasse 7/8/9 Wirtschaft-Arbeit-Gesundheit Kenntnis über verschiedene Süchte und ihre Risiken, Wissen um Möglichkeiten und Bedeutung präventiven Verhaltens Bayern Gymnasium Sek I Kasse 9 Biologie Physische, psychische und soziale Folgen der Einnahme von Suchtmitteln Sachsen Gymnasium Sek I Klasse 8 Ethik Entstehung von Abhängigkeiten, Drogensucht, aggressives Verhalten gegen sich und andere "Das Gesetz der Straße - Teil 2: Alkohol und Drogen" Der circa achtminütige Film "Das Gesetz der Straße – Teil 2: Alkohol und Drogen" vermittelt fachliche Grundlagen für das Lernmodul und setzt Impulse für selbstreflexive Unterrichtsgespräche. Thematisiert werden die Straight-Edge-Bewegung der Punkszene der 1980er Jahre sowie die Wirkung von Alkohol und Drogen auf Körper und Psyche. Dabei zieht das Video einen Transfer vom Alkohol- und Drogenkonsum allgemein auf die Gefahren, denen man sich aussetzt, wenn man in diesem Zustand aktiv am Straßenverkehr teilnimmt. Der Beobachtungsbogen zum Film unterstützt die Schülerinnen und Schüler dabei, wesentliche Informationen festzuhalten, indem sie Fragen zum Film schriftlich fixieren. Es bietet sich an, hierfür den Film gegebenenfalls mehrmals abzuspielen, damit alle Fragen und Antworten erfasst werden können. Die Schülerinnen und Schüler verarbeiten ihre Eindrücke zum Video in einem anschließenden Unterrichtsgespräch. Beispiele für Lehrplananbindung Baden-Württemberg Gymnasium Sek I Klasse 7/8 Biologie Gesundheitliche Gefahren, die mit Drogenkonsum verbunden sind an Beispielen beschreiben und erläutern Baden-Württemberg Gymnasium Sek I Klasse 10 Chemie Gefahren des Alkohols als Suchtmittel erläutern. Probleme der Gesundheit nennen, eventuelle Folgen von Alkoholmissbrauch für Verkehr und Mitmenschen angeben Bayern Gymnasium Sek II Klasse 12 Biologie Prinzip der Erregungsübertragung: erregende und hemmende Synapsen, Wirkung von Nervengiften, Medikamenten und Suchtmitteln Reflexion durch Rollenspiele Im Materialblatt werden zwei Rollenspiele vorgeschlagen, die die Schülerinnen und Schüler im Unterricht oder während des Projekttages durchspielen und diskutieren. Indem sie Situationen aus ihrer Lebenswirklichkeit nachspielen und Handlungsoptionen variieren, reflektieren sie ihre Selbsteinschätzung und Fremdwahrnehmung. Beide Szenarien sind bewusst ergebnisoffen gehalten: Der Entscheidungsspielraum der einzelnen Charaktere ist variabel und die Bewertung der Reaktionen lässt einen relativ großen Interpretationsspielraum. Die Rollenspiele können interessanter und spannender gestaltet werden, wenn die Schülerinnen und Schüler nicht im Vorfeld darüber informiert werden, welche Überzeugungen/Verhaltensmuster die Rollenkarten den anderen Mitspielerinnen und Mitspielern zuschreiben. Auf diese Weise müssen sie ihre Motive deutlicher kommunizieren und begründen, was auch die Spontanität des Spiels fördert. Szenario 1: "Lagerfeuer am Strand" Ein/e neue/r Schüler/in feiert zum ersten Mal mit der Clique – und wird prompt mit einem Alkoholspiel als Aufnahmeritual konfrontiert, obwohl er/sie keinen Alkohol mag. Dieses Rollenspiel setzt den Fokus auf gruppendynamische Prozesse und Konformitätsdruck in Bezug auf Alkohol und Drogen. Das Szenario behandelt dabei bewusst keine Situation mit unmittelbarem Bezug zum Straßenverkehr, da sonst fast unausweichlich "richtiges" und "falsches" Verhalten suggeriert und vorausgesetzt wird. Der Transfer zum Aspekt Straßenverkehr lässt sich jedoch im anschließenden Unterrichtsgespräch leicht herstellen. Neben den Rollenkarten, die bestimmte Charaktere und Grundeinstellungen vorgeben, können sich auch weitere Schülerinnen und Schüler beteiligen, die ohne Charakterzuschreibungen sich selbst in der Situation spielen und frei entscheiden können, ob und wie sie sich in die Konfliktsituation einbringen wollen. Szenario 2: Wahrheit oder Freundschaft oder etwas dazwischen? Louis/Louisa ist nachts in ein parkendes Auto hineingefahren. Da er/sie alkoholisiert war, fragt er/sie seinen/ihren Freund/in Stephan/Stephanie, der/die ganz in der Nähe wohnt, ob er/sie den Unfall auf die eigene Kappe nimmt. Dieses Szenario stellt insbesondere die Figur Stephan/Stephanie vor eine schwierige Entscheidung: Soll er/sie den Kumpel unterstützen, den Unfall auf sich nehmen und dadurch erreichen, dass Louis/Louisa straffrei bleibt? Oder wäre Louis/Louisa langfristig eher geholfen, wenn er/sie einmal die Konsequenzen für alkoholisierte Autofahrten trägt? Was bedeutet „Freundschaft“, was „Verantwortung übernehmen“ in einer solchen Situation? Und wie kann es danach weitergehen? Leitfragen für die anschließenden Unterrichtsgespräche Wie stark ist der Konformitätsdruck, dem ich unterliege? Wie stark ist der Konformitätsdruck, den ich, bewusst oder unbewusst, auf andere ausübe? Welche Werte und Normen herrschen innerhalb der eigenen Peergroup und wie kann ich positiv hierauf Einfluss nehmen? Welche Strategien kann ich anwenden, um mich gegen die Erwartungshaltung der Gruppe zu behaupten, wenn diese gegen meine eigene Überzeugung ist? Was bedeutet Solidarität und Zusammenhalt konkret? Wie kann man untereinander ein Regelwerk etablieren, das von der Mehrheit anerkannt und aktiv vertreten wird, und das gleichzeitig einen gefahrlosen Umgang mit Alkohol und Drogen insbesondere im Straßenverkehr propagiert? Beispiele für Lehrplananbindung Bayern Realschule Sek I Klasse 7/9 Ev. Religion/Ethik Das positive und negative Potenzial von Konflikten wahrnehmen, zum Beispiel anhand von aktuellen Auseinandersetzungen, Rollenspielen, auch anhand von Beispielen aus dem Straßenverkehr; verantwortlich mit eigenem und fremdem Leben umgehen, Beispiele aus dem Lebensbereich der Jugendlichen wie Gesundheit, Sucht, Verkehr Bayern Realschule Sek I Klasse 7 Biologie Wahrnehmungsfähigkeit und Verkehrssicherheit; Leben in Gemeinschaften: Ursprung und Notwendigkeit von Regeln, Konfliktbewältigung Bayern Gymnasium Sek I Klasse 6 Ethik Freiheit im Widerstreit der Interessen: Einsicht in Grenzen der persönlichen Freiheit und Bereitschaft zur Selbstbegrenzung; Kompromissbereitschaft als Ausdruck der Anerkennung der Freiheit des anderen; Bewusstwerden eigener Wertvorstellungen; Bedeutung von Solidarität, Toleranz und Freundschaft; Bedürfnisse, Rechte und Pflichten in der Gemeinschaft Daten und Fakten zu Alkohol und Drogen im Straßenverkehr Diese Unterrichtsphase dient der Erarbeitung von Hintergrundwissen zum Thema Alkohol/Drogen im Straßenverkehr. Die Schülerinnen und Schüler bilden Kleingruppen oder arbeiten in Partnerarbeit und lösen Fragen im Quizstil: Unfallstatistiken auch nach demografischen Gefährdungsgruppen differenziert physiologische und psychologische Auswirkungen von Alkohol und Drogen auf den Körper Berechnungen des Blutalkoholgehalts und der Abbaugeschwindigkeit von Alkohol im Körper kritische Bewertung von Promille-Apps Es werden Basisaufgaben und weiterführende Aufgaben angeboten, die eine Differenzierung nach Zeitplan, Alter, Lernstärke und Schulform gestatten. Die Basisaufgaben sind auf die Sekundarstufe I ausgerichtet. Die weiterführenden Aufgaben erfordern unter anderem auch (mathematische) Kenntnisse auf dem Lernniveau der Sekundarstufe I. Beispiele für Lehrplananbindung Baden-Württemberg Gymnasium Sek I Klasse 10 Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde (GWG) strafrechtliche Altersgrenzen weltweit, Verkehrsdelikte Baden-Württemberg Realschule Sek I Klasse 8 Erdkunde-Wirtschaftskunde-Gemeinschaftskunde Leben in einem Rechtsstaat: Straßenverkehrsrecht Nordrhein-Westfalen Gymnasium Sek II Recht Rechtliche Regelungsstrukturen; Rechtslage im Straßenverkehr Sachsen Gymnasium Sek II Physik Werteorientierung, Verkehrsphysik: Einblick gewinnen in Probleme des Straßenverkehrs sowie in die Hauptursachen für Unfälle In einem gemeinsamen Brainstorming sammeln die Schülerinnen und Schüler Ideen und Lösungen für die bisher erarbeiteten Problemfelder. Sie zeigen dabei Verhaltensalternativen auf, die sie selbst vor gefährlichen Situationen durch Alkohol/Drogen im Straßenverkehr schützen, wie zum Beispiel Fahrgemeinschaften bilden oder ein Taxi teilen. Ein zentraler Aspekt ist die Frage, wie man einen Regelkodex im Freundeskreis oder der Peergroup schaffen kann, damit man sich gegenseitig davor schützt, durch Alkohol oder Drogen im Straßenverkehr in Gefahr zu geraten und andere zu gefährden. Die Lösungsansätze werden zunächst in Form einer Mindmap festgehalten und von jeder Schülerin/jedem Schüler bewertet. Anschließend erarbeiten die Gruppen einen Verhaltenskodex für ihr soziales Umfeld. Hierbei wird wahrscheinlich auch deutlich werden, dass es nicht immer eindeutige Verhaltensnormen gibt und kontroverse Auffassungen bestehen. Wie kann man durchsetzen, dass es in der eigenen Peergroup zu einer Regelakzeptanz und zu einem Verhaltenskonsens kommt? Wie macht man Freunden klar, dass man sich selbst und andere in Lebensgefahr bringt, wenn man berauscht fährt? Wie schützt man sich selbst gegen Konformitätsdruck der Gruppe? Ziel ist es, nicht nur fertige Lösungen anzubieten, sondern auch Denkanstöße zu geben und offene Fragen zu diskutieren.

  • Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Augen auf! Ablenkung im Straßenverkehr

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit werden die Schülerinnen und Schüler für die Gefahren sensibilisiert, die durch Ablenkung im Straßenverkehr entstehen. Illusion Multitasking Rasch noch eine SMS tippen, schnell einen Happs vom Frühstücksbrötchen: das geht doch nebenbei beim Überqueren der Straße oder beim Fahren. Oder etwa nicht? Es geht nicht: Multitasking hat sich als eine Illusion erwiesen. Das menschliche Gehirn ist nicht in der Lage, mehrere Tätigkeiten gleichzeitig zu bewältigen. Wer im Straßenverkehr nicht aufpasst, steigert somit sein Unfallrisiko um ein Vielfaches. Etwa 30 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden entstehen in Ablenkungssituationen, etwa, weil Fahrer ihr Navi programmieren, sich mit Beifahrern streiten, oder Smombies ("Smartphone-Zombies") orientierungslos über die Kreuzung schlurfen. Dabei sind Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 17 und 24 Jahren die am meisten gefährdete Risikogruppe. Die Unterrichtseinheit Mithilfe von Multitasking-Experimenten und einem Begleitfilm erfahren die Schülerinnen und Schüler in dieser Unterrichtseinheit, wie stark Ablenkung ihre Leistungsfähigkeit einschränkt und ziehen daraus Rückschlüsse auf Ablenkungssituationen im Straßenverkehr, denen sie im Alltag als aktiv Beteiligte (Fußgänger, Fahrradfahrer, Motorisierte oder Mitfahrer) begegnen. In vier Lernstationen erarbeiten die Schülerinnen und Schüler theoretische Grundlagen zu Multitasking, Unfallstatistiken sowie zur Rechtslage und reflektieren ihr Problembewusstsein. Das abschließende Videoprojekt gibt den Schülerinnen und Schülern Raum, das Thema Ablenkung im Straßenverkehr kreativ umzusetzen und eigene Impulse zu setzen. Das Lernmodul eignet sich für Projekttage, einzelne Bausteine können auch in den Fachunterricht integriert werden.Dieser Beitrag zur Mobilitäts- und Verkehrserziehung unterstützt die Schülerinnen und Schüler beim Aufbau von Kompetenzen, um sich am Straßenverkehr vielseitig und sicher zu beteiligen. Sie erwerben Regelwissen, verkehrsspezifische und verkehrsrechtliche Kenntnisse und entwickeln Handlungskompetenz, indem sie einen Leitfaden für eine Verhaltensänderung erstellen. Ausgehend von Aufmerksamkeitsexperimenten in der Einstiegsphase erproben und messen die Schülerinnen und Schüler, wie stark Ablenkung ihre Konzentration bei der Lösung von einfachen Aufgaben beeinträchtigt. Die Fachkompetenzen in diesem Lernmodul werden in Form von thematisch gegliederten Lernstationen vermittelt, in denen die Schülerinnen und Schüler eigenständig Hintergrundinformationen erarbeiten. Als Fazit diskutieren die Schülerinnen und Schüler Lösungswege, um Ablenkungssituationen im Verkehr zu vermeiden und erstellen einen Katalog mit entsprechenden Ratschlägen. Zum Abschluss der Lerneinheit drehen die Schülerinnen und Schüler einen Videoclip, indem sie ihre eigene Botschaft zum Thema künstlerisch umsetzen. Inhaltliche Schwerpunkte 1. Mythos Multitasking, Experimente und Forschungsergebnisse ("Die Psychologen") 2. Problembewusstsein in der Bevölkerung ("Die Sozialwissenschaftler") 3. Daten und Fakten aus Unfallstatistiken ("Die Faktenchecker") 4. Gesetzeslage zur Ablenkung im Straßenverkehr ("Die Juristen") 5. Lösungsmöglichkeiten und Handlungsalternativen (Ergebnissicherung) Unterrichtsablauf und Materialien Auf den folgenden Seiten finden Sie genauere Informationen zum Ablauf und zu den Materialien des Lernmoduls. Hinweise zur Umsetzung des Lernmoduls Hier finden Sie Vorschläge für eine Anpassung der modularen Lernbausteine an den zeitlichen Rahmen, Möglichkeiten zur Binnendifferenzierung sowie Anmerkungen zum Stationenlernen und zum Videoprojekt. Einstieg in das Lernmodul Tipps für die Anpassung der Multitasking-Experimente an den Zeitrahmen und die technischen Voraussetzungen können Sie hier nachlesen. Erarbeitungsphase Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Partnerarbeit oder Kleingruppen. Sie lösen eigenständig Fragebögen im Quiz-Stil mithilfe von Info-Materialien. Ergebnissicherung Die Schülerinnen und Schüler entwickeln Ratschläge für eine möglichst ablenkungsfreie Teilnahme im Straßenverkehr und drehen einen Videoclip "Mythos Multitasking im Straßenverkehr". Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler sind über die Gefahren durch Ablenkung im Straßenverkehr informiert und haben entsprechende Eckdaten zu Unfallstatistiken, Risikogruppen und Ablenkungssituationen recherchiert. gewinnen einen Überblick über die rechtliche Regelung zur Handynutzung als motorisierte Fahrer, Radfahrer und Fußgänger. sind über Forschungsergebnisse aus der Psychologie und Gehirnforschung zum Thema Multitasking informiert und wissen, dass das menschliche Gehirn nicht mehrere Aufgaben gleichzeitig ohne Leistungsverlust bewältigen kann. Medien- und Methodenkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler haben ein Verhaltensexperiment zum Thema Multitasking geplant, durchgeführt und dokumentiert, ihre Erwartungshaltung zum Ausgang des Experiments mit den tatsächlichen Resultaten verglichen und die Ergebnisse des Versuchs auf reale Situationen im Straßenverkehr bezogen. nutzen audiovisuelle Medien als Informationsquelle, indem sie hieraus ein Grundverständnis zum Thema Ablenkung, Aufmerksamkeitsillusion und Multitasking ziehen. sind mit der Unterrichtsmethode des Stationenlernens als Technik der Wissensvertiefung vertraut. haben einen Videoclip zum Thema erstellt und hierfür ein Drehbuch verfasst, den Dreh organisiert und mithilfe von Videoschnitt-Apps nachbearbeitet. Sozial- und Personalkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler haben in Gruppenarbeit ein kreatives Videoprojekt geplant und umgesetzt. diskutieren Lösungsansätze und Entscheidungen für ein verantwortungsvolles Handeln im Straßenverkehr, um Situationen zu vermeiden, in denen sie selbst gefährdet sind und andere gefährden könnten. haben sich mit Gefahrensituationen aus ihrer Lebenswirklichkeit auseinandergesetzt und Handlungsoptionen erörtert. reflektieren kritisch ihre Selbsteinschätzung, indem sie ihre Multitasking-Fähigkeiten im Experiment messen. erwerben Handlungskompetenz, indem sie Rückschlüsse aus dem gewonnenen Wissen für das eigene Verhalten im Straßenverkehr ziehen. Stationenlernen als Form des offenen Unterrichts bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, aktiv und selbständig Wissen zu erwerben. Dies unterstützt auch den Projektcharakter der Unterrichtseinheit, um das Thema in außerunterrichtlichen Projekttagen umzusetzen. Die Schülerinnen und Schüler beantworten Fragebögen, rekapitulieren Situationen aus ihrer eigenen Erfahrungswelt und lösen Quizfragen, die sie mit wenigen weiterführenden Materialien überprüfen können. Auf diese Weise befinden sich alle Schülerinnen und Schüler auf einem gleichen Wissens- und Reflektionsstand, eine Präsentationsphase entfällt somit. Es bietet sich an, das Stationenlernen in Kleingruppen durchzuführen, damit sich die Schülerinnen und Schüler gegenseitig helfen und austauschen können. Modularer Aufbau Dieses Lernmodul ist so konzipiert, dass einzelne Bausteine herausgegriffen werden können, um es an den Zeitrahmen und das Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler anzupassen. Es ist nicht notwendig, alle Lernstationen anzubieten, hier kann man eine inhaltliche Auswahl treffen. Auch ist es möglich, auf das Multitasking-Experiment zu verzichten und stattdessen den Begleitfilm als alleinigen Einstieg in die Thematik anzubieten. Das Videoprojekt als kreative Verarbeitung der Thematik ist nicht zwingend erforderlich, um die Lerninhalte zu vermitteln. Bei engem Zeitrahmen kann man daher das Lernmodul nach der Besprechung der Lernstationen und der Herausarbeitung von Verhaltensregeln beenden. Begleitfilm Der Film zum Lernmodul kommt in mehreren Unterrichtsphasen zum Einsatz: Als Einstieg führt der Clip auf unterhaltsame Weise in die Thematik ein und bietet Hintergrundinformationen als Grundlage für erste gemeinsame Unterrichtsgespräche. Einzelne Sequenzen aus dem Film kommen bei den Lernstationen zum Einsatz. Binnendifferenzierung Die Lernstationen enthalten neben den Basisaufgaben auch weiterführende Arbeitsanregungen, die für lernstärkere Gruppen eingesetzt werden können. Somit besteht die Möglichkeit, das Lernmodul an die Ansprüche und Möglichkeiten unterschiedlicher Schulformen und Klassenstufen anzupassen. Ein selbstgedrehtes Video motiviert die Schülerinnen und Schüler, ihre persönlichen Einsichten, Gefühle und Kommentare individuell und ergebnisoffen zu verarbeiten. Sie können dabei sowohl Lerninhalte als auch persönliche Interpretationsansätze aufgreifen und in freier Form umsetzen. Da Ablenkung im Straßenverkehr ein Thema ist, das alle angeht, leisten die Schülerinnen und Schüler Aufklärungsarbeit, wenn sie ihre Clips veröffentlichen. Sie treten somit als Multiplikatoren in einem Präventionsprojekt auf, beispielsweise in Form einer Ausstellung. Die Lehrkraft nimmt im Videoprojekt die Rolle eines Moderators ein, der die Gruppen bei der Konzeption, beim Schreiben des Drehbuchs und beim Dreh des Videos beratend begleitet. Ein Arbeitsblatt mit Tipps zur Umsetzung und ein Konzeptformular unterstützen die Schülerinnen und Schüler bei der Planung ihres Projektes. Differenzierung: Anpassung der Experimente an den Zeitrahmen Für diesen Einstieg werden mehrere Experimente angeboten, die je nach Zeitplan oder den technischen beziehungsweise örtlichen Gegebenheiten ausgewählt und miteinander kombiniert werden können. Die vorgeschlagenen Geschicklichkeitsspiele (offline oder auf dem Smartphone) mit einfachen Ablenkungsszenarien eignen sich besonders für den Einsatz im regulären Unterricht, wie zum Beispiel Mikado spielen und nebenbei etwas essen oder sich unterhalten. Andere Versuchsaufbauten, die im Pausenhof stattfinden oder den Einsatz eines Computers oder einer Konsole voraussetzen, können gut im Rahmen eines Projekttages angeboten werden, da sie etwas aufwändiger bei der Vorbereitung und Durchführung sind. Einbeziehung von Computerspielen Wenn Computerspiele als Grundlage für ein Multitasking-Experiment gewählt werden, sollte im Vorfeld geklärt werden, ob die notwendigen technischen Gegebenheiten zur Verfügung stehen (Computer, WLAN, Konsole, Joystick etc.). Insbesondere, wenn einzelnen Schülerinnen und Schülern Spiele, wie beispielsweise Fahrsimulationen, zur Verfügung stehen, muss die Software auf Urheberrecht, Jugendschutz und Virensicherheit geprüft werden. Transfer der Experimente auf die Lebenswirklichkeit Indem die Schülerinnen und Schüler ihre Reaktions- und Leistungsfähigkeiten im praktischen Versuch dokumentieren und ihre Erwartungshaltung zum Ausgang des Versuchs mit der Realität abgleichen, können sie ein Fazit ziehen und das Experiment auf alltägliche Situationen im Straßenverkehr übertragen und Fragestellungen für das folgende Unterrichtsgespräch entwickeln: Hätte ich eine vergleichbare Situation im wirklichen Leben noch kontrollieren können? Welche Auswirkungen hätte dies auf mich und andere? Beispiele für Lehrplananbindung Baden- Württemberg Gymnasium Sek I Klasse 5/6 Sport Anwendung grundlegender Techniken im Umgang mit Fahr-, Roll- oder Gleitgeräten, verantwortungsbewusste Teilnahme am Straßenverkehr Nordrhein- Westfalen Gesamtschule Sek I Physik Angemessenheit des eigenen Verhaltens im Straßenverkehr (u. a. Sicherheitsabstände, Einhalten von Geschwindigkeitsvorschriften und Anschnallpflicht, Energieeffizienz) reflektieren und beurteilen. Sachsen Gymnasium Sek II Physik Werteorientierung, Verkehrsphysik, Wahlpflicht 1: Einblick gewinnen in Probleme des Straßenverkehrs sowie in die Hauptursachen für Unfälle "Das Gesetz der Straße – Folge 1: Ablenkung" Wie lückenhaft unsere Wahrnehmung ist, wenn wir nicht konzentriert sind, zeigt der circa sechsminütige Film "Das Gesetz der Straße – Folge 1: Ablenkung" , das Experimente zur Unaufmerksamkeitsblindheit rekapituliert. Durch versteckte Tests im Film können die Schülerinnen und Schüler nachvollziehen, dass ihr Gehirn nur eingeschränkt Informationen verarbeiten kann. Mithilfe eines Beobachtungsbogens halten die Schülerinnen und Schüler wichtige Inhalte und Kernaussagen des Clips schriftlich fest und stellen Bezüge zu ihrer Lebenswirklichkeit her. Beispiele für Lehrplananbindung Bayern Realschule Sek I Klasse 7 Biologie Wahrnehmungsfähigkeit und Verkehrssicherheit: subjektive Wahrnehmung als das Zusammenwirken von Sinnesorgan und Gehirn, Ursprung und Notwendigkeit von Regeln Stationenlernen zu Ablenkung im Straßenverkehr Die Schülerinnen und Schüler werden zunächst mit der Aufgabenstellung und der Erwartungshaltung beim Stationenlernen vertraut gemacht. Ein Laufzettel gibt ihnen einen Überblick über die Aufgaben und Inhalte der Lernstationen. Als Kontrolle für die Lehrkraft gibt es zu den einzelnen Fragenbögen ein Lösungsblatt zum Abgleich. Die Stationen können auf unterschiedliche Weise angeboten werden. a) Die verlinkten Internetseiten mit Hintergrundinformationen zur Lösung der Fragen werden ausgedruckt und bilden zusammen mit dem Aufgabenblatt eine haptische Lernstation. b) Den Lernenden wird ein Computerzugang gestellt, über den sie die Links aufrufen können. c) Falls es einen WLAN-Zugang für die Schülerinnen und Schüler gibt und die Handynutzung erlaubt ist, können sie mithilfe von QR-Codes die Rechercheseiten über ihr eigenes Smartphone aufrufen. Variationen Falls der Zeitrahmen eng ist, bietet es sich an, Schwerpunkte zu setzen und nur einen Teil der angebotenen vier Stationen bearbeiten zu lassen. Einige Fragenbögen enthalten weiterführende Anregungen und Arbeitsaufträge für lernstarke Klassen oder für eine Ausweitung der Lernstationen im Rahmen eines Projekttages. Beispiele für Lehrplananbindung Nordrhein- Westfalen Gesamt- schule Sek I Klassen 7 bis 10 Physik die Angemessenheit des eigenen Verhaltens im Straßenverkehr reflektieren und beurteilen Baden- Württemberg Realschule Sek I Klasse 7/8 Erdkunde, Wirtschafts- und Gemeinschafts- kunde Leben in einem Rechtsstaat: Straßenverkehrsrecht Sachsen Gymnasium Sek II Klasse 11 Physik Sicherheit im Straßenverkehr Reaktionszeit; Werteorientierung, Einblick gewinnen in Probleme des Straßenverkehrs sowie in die Hauptursachen für Unfälle Sachsen Mittelschule Sek I Klasse 10 Ethik Anwenden der Begriffe Freiheit, Verantwortung und Gewissen auf ethische Entscheidungssituationen; Begriffliches Arbeiten: Verkehrsregeln Sachsen Mittelschule Hauptschule Sek I Klasse 9 Physik Zusammenhang von Geschwindigkeit, Zeit und Beschleunigung, Übertragen der Kenntnisse auf reale Bewegungsabläufe; Computersimulation und -animation, Videoanalyse; Lebensweltbezug; Fahrzeuge, Faustregeln zum Straßenverkehr Baden- Württemberg Realschule Sek I Klasse 8 Erdkunde, Wirtschafts- und Gemeinschafts- kunde Leben in einem Rechtsstaat: Straßenverkehrsrecht Bayern Realschule Sek I Klasse 8 Ethik über Unfallverhütungs- maßnahmen im Bereich der Schule diskutieren Plenum: Fazit ziehen, Lösungsansätze aufzeigen und Verhaltensnormen erörtern In einem gemeinsamen Brainstorming gewinnen die Schülerinnen und Schüler Lösungen und Handlungsempfehlungen für die bisher erarbeiteten Problemfelder. Sie zeigen dabei Verhaltensalternativen auf, die sie selbst vor gefährlichen Situationen schützen, wie zum Beispiel Freisprechanlagen, Stummschaltung von Smartphones auch als Radfahrer, den Beifahrer zu bitten, sich konstruktiv zu verhalten etc. Es bietet sich an, die Lösungsansätze schriftlich als Tafelbild, Mindmap oder in Form eines Flyers festzuhalten und zu kategorisieren (zum Beispiel technische Lösungen, eigenes Verhalten, Umgang mit dem Smartphone im Verkehr oder eine Kategorisierung nach Risikogruppen wie Fußgänger, Fahrradfahrer, motorisierter Fahrer und Beifahrer). Hierbei wird wahrscheinlich auch deutlich werden, dass es nicht immer eindeutige Verhaltensnormen gibt und kontroverse Auffassungen bestehen. Wie kann man durchsetzen, dass es in der eigenen Peergroup zu einer Regelakzeptanz und zu einem Verhaltenskonsens kommt? Wie macht man Freunden klar, dass man nicht immer sofort auf eine Nachricht reagieren kann? Daher sollte man nicht nur fertige Lösungen anbieten, sondern auch offene Denkanstöße und Fragen diskutieren. Projekt: Erstellung eines Videoclips Insbesondere im Rahmen von Projekttagen bildet ein kreativ-künstlerisches Projekt einen motivierenden Abschluss des Lernmoduls. Die Schülerinnen und Schüler werden aufgerufen, ihre eigene Botschaft zum Thema "Mythos Multitasking im Straßenverkehr" als Video in freier Form festzuhalten. Ein Arbeitsblatt gibt ihnen hierzu Hilfestellung. Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren Schritt für Schritt ihre Umsetzungsideen, über Exposé, Drehbucherstellung, Requisiten, Drehorte, Mitspielerinnen und Mitspieler sowie Nachbearbeitung des Films. Zur Nachbereitung werden ihnen Links zu Tutorials an die Hand gegeben, mit denen sie lernen, die Videos auf dem Smartphone mithilfe von Videoschnitt-Apps zu bearbeiten. Die Videoerstellung wird vermutlich am besten als Hausaufgabe außerunterrichtlich umgesetzt. Wenn das Video während eines Projekttages erstellt werden soll, bietet es sich an, die Vorbereitungen für den Dreh im Voraus zu regeln. Alternativ kann man die Vorbereitungsphase mit Exposé und Drehbucherstellung überspringen, womit die Schülerinnen und Schüler dann eher spontan "aus dem Bauch heraus" einen Clip mit der Handykamera drehen. Am Ende des Lernmoduls "Ablenkung im Straßenverkehr" stehen eine Präsentation sowie eine Feedbackrunde zu den Schülervideos.

  • Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Cartoon der Woche: In die Zukunft gedacht

Cartoon

Es gibt viele Möglichkeiten, was nach dem Tod mit dem menschlichen Körper geschieht. Ob Schneemänner wohl dieselben Möglichkeiten haben?

  • Fächerübergreifend

Junge Klassik: Ihre Jingle-Bells-Comic-Band

Tool-Tipp

Ob Sie "O du fröhliche" tatsächlich fröhlich stimmt oder Ihnen eher in den Ohren wehtut - vor Weihnachtsliedern gibt es in der Weihnachtszeit kein Entkommen. Auch nicht in unserem Fundstück.

  • Jahreszeiten
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