Unterrichtsmaterialien zum Thema "Leseförderung"

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Lessing: Emilia Galotti

Unterrichtseinheit

Eigentlich ist es ein Thema, das Jugendliche ansprechen sollte: Ein junger Mann verliebt sich in ein Mädchen, das eigentlich schon vergeben ist. Doch wenn die Lernenden hören, dass es dabei um einen Dramentext geht, schalten sie schon mal ab. Dank Weblog, abwechslungsreicher Arbeitsphasen und Filmeinsatz bleibt die erwartete Motivation bei der Arbeit mit "Emilia Galotti" in dieser Einheit erhalten.Dass Schülerinnen und Schüler eigene Texte konzipieren und als Aufsätze realisieren können, ist und bleibt ein zentrales Ziel des Deutschunterrichts. Die Reihe verfolgt dieses Ziel und nutzt vor allem die Textformen der Szenenanalyse, der Beschreibung des Aufbaus einer Szene, der Charakterisierung einer Figur und der Erörterung. Daneben steht die systematische Darstellung thematischer Untersuchungen in den Formen einer Gliederung, einer MindMap oder eines kurzen Aufsatzes. Ein Weblog im Internet unterstützt die unterrichtliche Arbeit. Eine DVD, die eine moderne Verfilmung des Stückes präsentiert, kommt zum Einsatz. Unterstützung durch ein Weblog In dieser Reihe wurde ein Weblog eingesetzt, um den Schülerinnen und Schülern längerfristige Planungen zu erklären, die Hausaufgaben (auch für Fehlende) eindeutig zu formulieren, Tipps zu geben, Methodenarbeitsblätter anzubieten und die Lösung einer Hausaufgabe mitzuteilen. Ein Weblog zwingt die Lehrkraft, über die schnelle Formulierung (im Stichwort an der Tafel oder auf dem OHP) hinaus exakt zu sagen, was gemeint ist. Aufbau der Einheit Die Reihe ist modular konzipiert, so dass einzelne Teile - je nach Lerngruppe - wegfallen oder ergänzt werden können, ohne dass dies die Progression stören würde. Der Ablauf der Reihe wird hier in 13 einzelnen Modulen vorgestellt, die Sie nacheinander oder einzeln zur Ergänzung Ihres eigenen Konzepts nutzen können. Ablauf der Reihe zu Emilia Galotti (Schritt 1 bis 4) Der erste Teil der Reihe dient der Annäherung an den Text und den Inhalt. Ablauf der Reihe zu Emilia Galotti (Schritt 5 bis 9) Dieser Teil widmet sich schwerpunktmäßig der (schriftlichen) Analyse des Dramas. Ablauf der Reihe zu Emilia Galotti (Schritt 10 bis 13) Der Schlussteil der Reihe unterstützt das weitergehende Verständnis des Dramas und zeigt Möglichkeiten der Filmarbeit auf. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen eine Ganzschrift lesen und ihrem literaturgeschichtlichen Hintergrund zuordnen. Interpretationsansätze recherchieren, nachvollziehen und präsentieren. eine Szenenanalyse schreiben. die Personen charakterisieren. Grundlagen des sprachlichen Handelns kennen lernen und für die Analyse nutzen. die Bedeutung von Perspektive und Perspektivität in einem Drama kennen lernen - besonders im Vergleich mit der verfilmten Fassung. ihre Analyse des Stückes erläutern. Ergebnisse eigener kreativer Arbeit präsentieren. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen ein Weblog zur Unterstützung des Unterrichts kennen und nutzen lernen. im Internet und in der Bibliothek fachliche Informationen suchen und finden. Teile der Verfilmung eigenverantwortlich auf der DVD konsultieren. Musik als ein unterstützendes mediales Element im Film erkennen. Thema Emilia Galotti - Dramenarbeit mit medialer Unterstützung Autor Norbert Tholen Fach Deutsch Zielgruppe Jahrgangsstufe 12 oder 13 Schulform gymnasiale Oberstufe Zeitaufwand etwa 8 Wochen im Grundkurs Technische Voraussetzungen zeitweise Internetzugang für die Lernenden, Beamer oder DVD-Player, digitale Kamera oder Video-Handys Textausgabe Die Seiten- und Zeilenangaben beziehen sich auf die Ausgabe von Reclam UB 45 (2001) ; ISBN 3-15-000045-9; 29/5-7 ist zu lesen: Seite 29, Zeile 5-7. Verfilmung Emilia, 2005, Farbe, 84 min, DVD. Die DVD mit vollem schulischen Vorführrecht ist für 42,- € erhältlich bei Lingua-Video.com . Das normale Vorgehen ist, einen Akt (Aufzug) nach dem anderen zu lesen und das Geschehen kurz zu besprechen. Es ist möglich, die Lektüre regelmäßig durch zwölf einfache Fragen zum Text zu überprüfen. Die Ergebnisse kann man in Noten ausdrücken: Dabei sind 10,5 Punkte noch sehr gut, bis 9 Punkte eine 2-, 7,5 Punkte 3-, 6 Punkte 4- und 3 Punkte 5-. Eine Lektüreliste zu führen, heißt: die Lektüre verlangsamen, bewusst lesen. Je nach Lerngruppe bietet es sich an, solche Listen zu erstellen. Das Ziel, die Entwicklung der dramatischen Situation zu reflektieren, bildet mit den beiden ersten Schritten eine Einheit: Das Geschehen soll verstanden werden. So bietet es sich an, dass die Lernenden - jeder und jede einzelne oder rotierend - im Weblog oder auf Papier die dramatische Situation am Ende eines jeden Aufzuges festhalten. Da "Emilia Galotti" in NRW in den kommenden Jahren zum Prüfungsstoff des Zentralabiturs gehört, sollten Schülerinnen und Schüler in NRW gezielt darauf vorbereit werden, das Stück in seinem weiteren gesellschaftlichen und literaturgeschichtlichen Kontext zu betrachten. Gesellschaftliche Aspekte Aufklärung, bürgerliches Trauerspiel, die bürgerliche Familie im 18. Jahrhundert sowie Adelskritik scheinen unerlässliche Aspekte zu sein. Literaturgeschichtliches Vielleicht kann man Lessings Leben und Werk, seine Dramentheorie sowie "Liebe und Leidenschaft" im 18. Jahrhundert als Themen streifen. Wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler sich in schulnahen Bibliotheken auskennen und dort die Hilfsmittel finden (Kindlers Literaturlexikon, Wörterbücher, Literaturgeschichte, Monografien, Kommentare), mit denen sie arbeiten können. Man kann an dieser Stelle die Prinzipien des Suchens in der Bibliothek und im Internet einüben, wobei die Einführung bei suchfibel.de (dort den zweiten Link "Die Kunst des Suchens" anklicken und durcharbeiten!) eine gute Hilfe ist. Das Verhältnis des Prinzen zu Marinelli (und der Aspekt der Adelskritik) ist ein zentraler Aspekt im Drama, wie sich auch aus den letzten Worten des Dramas ergibt (87/30-32). Nicht zuletzt aufgrund seiner Relevanz für die spätere Analyse eignet sich der Auftritt I 6 für eine exemplarische Szenenanalyse. Eine chronologisch-systematische Untersuchung, ein klassischer "Aufsatz" (unter der Forderung der "vier S": schauen, sammeln, sortieren, schreiben) wird auch in der Klausur gefordert. Die Spannungen in der bürgerlichen Familie Galotti (Vater versus Claudia und Emilia) bemerken und erarbeiten die Schülerinnen und Schüler in Aufzug 2 (insgesamt II, vor allem II 1.2.4.5 und in II 6, 29/5-7; später evtl. IV 8). Diese Spannungen sind ein Grund dafür, dass die Männer (Odoardo, Appiani) nicht über das Kirchenabenteuer Emilias informiert werden, was dazu beiträgt, dass der Überfall gelingen kann. Die patriarchalischen Moralvorstellungen Odoardos sind ebenso ein Grund dafür, dass Emilia sterben will (V 7, ihr spätes Bekenntnis 85/29 ff. - hätte sie ihre Verlobung auflösen sollen, auflösen können?); bereits in II 6 ist bei sorgfältiger Lektüre in Emilias Reden diese Spannung zu spüren. Allgemeine Informationen bietet der Artikel "Familie" in "Grundbegriffe der Soziologie", hrsg. von Bernhard Schäfers (6. Aufl. 2000; in der 8. Aufl., 2003, heißt der Artikel "Familie und familiale Lebensformen"). Die Bedeutung von Perspektive und Perspektivität können Schülerinnen und Schüler in diesem Drama am Beispiel des Kirchenabenteuers des Prinzen kennen lernen: Emilias Sicht in II 6 des Prinzen Sicht in III 3 (45/28 ff.; vgl. seine ironische Darstellung in III 1, 41/28 ff.) Orsinas Berichte in IV 5 (66/6 ff.) und in IV 7 (70/3 ff.) die Sicht der Eltern in IV 8 (72/5 ff.). Im Unterschied zu klassischen Gedichten und Erzählungen gibt es im Drama keine Zentralperspektive; der Autor meldet sich nur in Regieanweisungen zu Wort. Im nächsten Schritt wird die durchgängige Perspektivität als Bedingung dafür, dass Dramen nicht leicht zu verstehen sind, aufgegriffen. Das Arbeitsblatt "Figurenrede im Drama" sollte möglichst frühzeitig mit den Schülerinnen und Schülern erarbeitet und ihnen an die Hand gegeben werden. Wie weit das Konzept des sprachlichen Handelns und die Kenntnis etwa des Bühlerschen Organonmodells (dazu ist der Wiki-Artikel Kommunikationstheorie gut) vorausgesetzt werden können, hängt von der Lerngeschichte des Kurses ab - jetzt müssen sie präsent sein. Handlungsziele der Figuren Wesentlich für die Analyse ist es, dass man von den Handlungszielen der Figuren ausgeht, vor allem der Figur, welche das Gespräch herbeigeführt hat. Aber da ein Gespräch seine eigene Dynamik entfaltet, müssen Schülerinnen und Schüler auch darauf achten, wie es sich dann entwickelt. Sprechakttheorie An dieser Stelle kann Material 5 noch einmal zum Einsatz kommen (mit den Begriffen des Sprechaktes beziehungsweise des sprachlichen Handelns und einem erweiterten Kommunikationsmodell, in dem Äußerungen als Antworten begriffen werden). Sprachliche Wiedergabe von Textpassagen In der praktischen Arbeit ist es wichtig, verschiedene Möglichkeiten zu erproben, Passagen zu sprechen. Da ein Standbild nur eine Momentaufnahme ist, wird es der Dynamik eines Gesprächs kaum gerecht. Nun kann man das eigene Sprechen mit einer Realisierung in einem Film vergleichen. Ergänzende Arbeit mit dem Film Den Film soll man erst nach der grundsätzlichen Besprechung des Stücks anschauen. Die Beschäftigung mit dem Film dient (im weiteren Sinne) dem Verständnis des Lessing-Stücks. Für die ergänzende Arbeit mit dem Film sollten nicht mehr als sechs Stunden (zwei Wochen im Grundkurs) aufgewendet werden. In diesem Teil kann in Gruppen gearbeitet werden, die DVD wird von einer Gruppe zur anderen weitergereicht. Das "klappt" in der Zeit zwei- oder dreimal. Ansätze zur Filmarbeit Es kann hilfreich sein, eine Verfilmung daraufhin zu untersuchen, wie im Film im Vergleich zur eigenen sprachlichen Realisierung einer Szene gesprochen wird, welche weiteren Faktoren dort wirken (Kameraeinstellung und damit die Wahl der Perspektive, Beleuchtung, Musik und andere), die im Dramentext nicht vorkommen. Konkrete Arbeitsaufträge Diese grundsätzlichen Fragestellungen lassen sich - je nach Lerngruppe, technischen Möglichkeiten oder in Kleingruppen abwandelbar - weiter aufgliedern: Filmkritik Die Lernenden sollen eine Filmkritik unter der Fragestellung schreiben, ob der Film dem Stück gerecht wird (Gesamtkritik - kann oder soll von Auseinandersetzung mit anderen online recherchierten Kritiken begleitet werden). Ergänzend können Kritiken aus dem Internet konsultiert werden. Aspekt des Filmischen: Musik Die Lernenden untersuchen die Songs, klären ihre "Begründung" und ihre Funktion im Film. Besonderes Augenmerk gilt dem zweimal vorkommenden Song "Natürlich kann ich fliegen". Material 10 liefert die Start- und Endzeiten aller Musik-Sequenzen. Modernisierung I: vorausgehende Modernisierungen An dieser Stelle ist zu untersuchen, wie der Virginia-Stoff früher modernisiert wurde, beispielsweise in: Elisabeth Frenzel: Stoffe der Weltliteratur, "Virginia". Eventuell kann man auch Lucretia (verwandter Stoff: Ehefrau gibt nach und tötet sich später selbst) mit der Modernisierung im Film vergleichen oder diese der Geschichte des Virginia-Stoffs zuordnen. Modernisierung II: eigene Kreativität Nun können die Lernenden selbst eine Modernisierung vorschlagen (die Figurencharaktere umschreiben, den Gang der Handlung skizzieren, eventuell passende Songs aus den Charts suchen). Das Ergebnis kann als Video festgehalten werden. Ergebnispräsentation Von Beginn der Arbeit mit dem Film an muss transparent sein, wie die Ergebnisse dieser Sequenz präsentiert werden: als Vortrag mit einer unterstützenden Präsentation als Weblog-Eintrag mit einem kurzen unterstützenden Vortrag als (Film-)Vorführung mit eingespielter Musik (aufgenommen mit einer Digitalkamera oder sogar per Handy) Aufgreifen der Filmrezensionen Nachdem sich eine Gruppe mit Rezensionen zum Film beschäftigt hat, kann nun eine zeitgenössische Rezension des Dramas Thema werden. Neben begeisterten Kritiken gibt es auch negative Urteile. Rezension von Jakob Mauvillon (1772) Diese Rezension von Jakob Mauvillon ist eine gezielte Antwort auf eine erste begeisterte Rezension Eschenburgs. Mauvillon arbeitete mit Mirabeau zusammen und war den zeitgenössischen deutschen Dichtern gegenüber kritisch eingestellt. Eschenburg, Lessings Freund, schätzte wie dieser die englischen Dramatiker mehr als die französischen. Wenn man das weiß, sieht man die Polemik, die in Mauvillons Vermutung steckt, Lessing habe sich an Diderots "Hausvater" orientiert. Gräfin Orsinas Rolle im Stück hat zwei Seiten: Einmal ist sie als ausgemusterte Geliebte das Gegenbild Emilias (beziehungsweise das Bild eines künftigen Schicksal Emilias), zweitens steht sie als Gegnerin des Prinzen auf der Seite Odoardos - dieser Teil ihrer Rolle ist dramaturgisch überflüssig, weil der unschlüssige Odoardo (V) trotz Orsinas Wunsch auf die Tötung verzichten will (V 6). Je nach verbleibender Zeit kann eine MindMap zur Visualisierung erstellt und die Rolle der Orsina mehr oder weniger intensiv diskutiert werden. Bürgertum versus höfisches Leben In der Konfrontation der beiden Sphären Hof versus bürgerliche Familie liegt wohl der Kern des Dramas. Emilia zeigt mit ihrer Mutter Claudia eine Neigung zum höfischen Leben, während der Prinz auch bürgerlich ("dem Vater hat niemand einzureden", 75/4; vgl. die Analyse von I 6) denken kann. Emilia wird das Objekt der Begierde des Prinzen. Innerhalb der beiden "Blöcke" gibt es wieder Spannungen zwischen dem Prinzen und Marinelli wie auch zwischen Odoardo und Claudia. Die Prinzipien der Sphären sind am stärksten in Marinelli beziehungsweise Odoardo ausgeprägt. So ergibt sich folgende Konstellation: Marinelli / der Prinz - Emilia - Claudia / Odoardo. Die soziale Mischung als Konzept Zu Marinelli gehört der Berufsverbrecher Angelo, zu Odoardo (9/33 ff.) der "bürgerliche" Appiani (14/22 ff.; 25/4 f.; 25/32; III 2), ein Gegner Marinellis. Mauvillons Rezension (emilia_galotti_material11.rtf) ist sehr kritisch und daher als Impuls geeignet, um die Konzeption des Dramas zu diskutieren. Die Rollenverteilung im Film Ergänzend kann hier wieder auf den Film Rückbezug genommen werden: Die Berufe der Protagonisten in der heutigen Zeit bieten ebenfalls Diskussionsbedarf.

  • Deutsch
  • Sekundarstufe II

Kreativ-Workshop Kafka

Unterrichtseinheit

Franz Kafka steht wie kaum ein anderer Autor für einen individuellen, schwer in gängigen Mustern zu beschreibenden Schreibstil, der eine Distanz zum Erwartungs- und Erfahrungshorizont Jugendlicher aufweist. Diese Distanz ist Aufgabe und Chance zugleich.Die auf zehn Stunden angelegte Unterrichtseinheit dient der Heranführung von Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Oberstufe an das Schreiben Franz Kafkas. Die Lernenden üben sich in verschiedenen kreativ-produktiven Verfahren zu kurzen Texten Kafkas, um schließlich einen eigenen ?kafkaesken? Text zu produzieren, welcher auf einer Internetplattform präsentiert und diskutiert wird. Der Einsatz einer Internetplattform bietet hierbei nicht nur die Möglichkeit, die Texte zu präsentieren und zu diskutieren. Zudem kann sie als Forum für eine anhaltende Kommunikation zum Thema genutzt werden. Ferner können die Ergebnisse anderen Schülerinnen und Schülern der Oberstufe zur Verfügung gestellt werden - der Rahmen des Klassenverbands wird hierdurch gelockert. Heranführung an den Autor Franz Kafka Die Schülerinnen und Schüler nähern sich schrittweise über eigene Schreibversuche den Merkmalen "kafkaesken" Schreibens. Die anfängliche Distanz wird dabei durch kreative Aufgaben überbrückt, zugleich tritt Kafkas Stil über Differenzerfahrungen zu den eigenen Texten deutlicher hervor. Bei der Produktion eines eigenen "kafkaesken" Textes geht es nicht um eine Kopie Kafkas, sondern um die Entwicklung einer Sensibilität für Kafkas Schreibweise. Diese soll die Grundlage für eine weitergehende Beschäftigung mit dem Autor bilden. Ablauf der Unterrichtseinheit 1. und 2. Stunde: Begegnungen und Merkmale Kafkas Stils Die erste Begegnung mit dem Autor kann befremdlich wirken, sie stellt aber Beziehungen zu Kafka und seinem Werk her. 3. und 4. Stunde: Textuelle Handlungsebenen Der innere Monolog steht im Kern der Betrachtungen dieser beiden Stunden. 5. bis 7. Stunde: Vom Stil-Merkmal zum eigenen Text Über die Kenntnis einschlägiger Merkmale in Kafkas Schreibstil gelangen die Lernenden zum Schreiben eines eigenen kafka-ähnlichen Textes. 8. bis 10. Stunde: Digitale Ergebnissicherung Die per Hand geschriebenen Texte werden digitalisiert und über eine Website öffentlich präsentiert. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen einen eigenen kurzen Text im Stile Kafkas zur Präsentation und Diskussion erstellen und im Internet präsentieren. den eigenen Schreibprozess reflektieren und etwaige Probleme benennen. Medien- und Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen Grundkenntnisse in der Textverarbeitung mit MS-Word beziehungsweise OpenOffice erwerben. die Arbeit mit einer Internetplattform (Moodle oder lo-net²) kennen lernen und die Plattform als themenbezogenes Kommunikationsforum aktiv und konstruktiv nutzen. Thema Kreativ-Workshop Kafka Autor Jérôme Malow Fach Deutsch Zielgruppe Gymnasiale Oberstufe (Klasse 10-12) Referenzniveau DaF ab Referenzniveau B - Selbstständige Sprachverwendung Zeitraum 10 Unterrichtsstunden Medien MS-Word oder OpenOffice Technische Voraussetzungen Moodle- oder lo-net²-Zugang der Schule Verlaufsplan Verlaufsplan Einstieg Die Lehrkraft informiert über Thema, Methode und Leitziel der Einheit. Die Schülerinnen und Schüler begegnen dem Begriff "kafkaesk" und seiner Implikationen anhand der Präsentation (eines Screenshots) der Internetseite www.kafkaesk.de und des DUDEN-Eintrags "kafkaesk" in DUDEN, Band 5: Fremdwörterbuch. Erarbeitung Schülerinnen und Schüler erhalten den ersten Teil der kurzen Parabel "Ein Kommentar" / "Gib's auf"! Ergebnissicherung Die Schülerinnen und Schüler tragen ihre Ergebnisse vor. Sie vergleichen ihre Versionen mit dem Originalschluss von Kafka und erkennen erste Merkmale kafkaesken Schreibens ("dunkle" Atmosphäre, Motiv "Uhr", Offenheit von Zeit, Raum und Schluss). Einstieg Die Schülerinnen und Schüler rekapitulieren ein wichtiges Merkmal Kafkas Schreibens, das Motiv Uhr/Zeit, anhand einer bildlichen Darstellung von Salvador Dalí. moma.org: „Die zerrinnende Zeit“ Dalís Gemälde „Die zerrinnende Zeit“ wird den Lernenden als Impuls genutzt. Erarbeitung Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten weitere allgemeine Merkmale anhand von fünf Zitaten Kafkas zu seinem Schreiben aus seinen Tagebüchern oder Briefen. Vertiefung Die Lernenden schreiben einen Tagebucheintrag zum Anfang Ein Bild meiner Existenz gibt … und mithilfe der Angabe zweier Leitwörter (Stange, Ebene). Ergebnissicherung Die Schülerinnen und Schüler tragen ihre Vorschläge vor. Sie erkennen beim Vergleich mit dem Original ein weiteres Merkmal kafkaesken Schreibens (Darstellung innerer Vorgänge durch äußere Begebenheiten). Einstieg Die Schülerinnen und Schüler lesen Kafkas Text "Heimkehr" gemeinsam und benennen im Unterrichtsgespräch Gemeinsamkeiten mit "Ein Kommentar"/"Gib's auf". Erarbeitung Die Lernenden versuchen anschließend in Partnerarbeit, innere und äußere Handlung zu unterscheiden. Ergebnissicherung Die Schülerinnen und Schüler tragen die Ergebnisse der Teamarbeit vor und erkennen die Durchdringung von inneren und äußeren Abläufen. Vertiefung Zur Vertiefung fertigen die Schülerinnen und Schüler allein eine Skizze zur Position des "Ichs" aus der Vogelperspektive an (zwei Lernende an der Tafel) und erfahren hierbei die angelegte Widersprüchlichkeit des Textes. Einstieg, Erarbeitung und Ergebnissicherung Die Schülerinnen und Schüler rekapitulieren im Unterrichtsgespräch den Kernbefund der letzten Stunde (Durchdringung innerer und äußerer Handlung). Anhand eines Informationstextes erarbeiten sie die wichtigsten Aspekte des inneren Monologs und der erlebten Rede, sammeln und fixieren diese. Vertiefung Die Schülerinnen und Schüler schreiben einen inneren Monolog zu einem Bildimpuls (Foto von Felice Bauer). In Schülervortrag und Unterrichtsgespräch vergleichen und sichern sie die erzielten Ergebnisse. Erarbeitung Nach einer Wiederholung der bisherigen Erkenntnisse erstellen die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen je eine Übersichtsfolie zu den ermittelten Merkmalen kafkaesken Schreibens. Ergebnissicherung Die Lehrkraft sammelt die Ergebnisse der Gruppenarbeit ein und erstellt zur nächsten Stunde eine Zusammenfassung. Vorbereitung des Schreibauftrags Die Schülerinnen und Schüler schreiben Assoziationen zu einer von vier auf Folie präsentierten Skizzen Kafkas auf Kartons und heften diese an die Tafel ("Ideenbörse"). Die Besprechung der "Ideenbörse" schließt sich an: Dazu sammelt die Lehrkraft die Kartons am Ende der Stunde ein und fügt die "Ideenbörse" zur Zusammenfassung hinzu. Einstieg/Erarbeitung Nach einer kurzen Einstiegsphase (Ergebnis-Präsentation der Zusammenfassung der letzten Stunde) beginnen die Schülerinnen und Schüler mit dem Verfassen eines eigenen kafkaesken Textes zu einer Skizze ihrer Wahl. Einstieg und Erarbeitung Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren Schreibprozess und benennen Schwierigkeiten. Diese können als Antwort auf die Frage: "Kafka kopieren wollen, heißt…" formuliert werden. Je eine Schülerin oder ein Schüler pro Skizze trägt den eignenen Text vor. Vertiefung Die Schülerinnen und Schüler betätigen sich als Lektoren und schreiben eine Kritik zu einem anonymen Text eines Mitschülers oder einer Mitschülerin ("Schreibkonferenz"). Anschließend wenden sie sich wieder ihren eigenen Texten zu und gleichen diese zu Hause mit den kritischen Anmerkungen ab. Erarbeitung/Ergebnissicherung Die Schülerinnen und Schüler tippen ihre Texte am PC und lernen und festigen hierbei Grundaspekte der Textverarbeitung (Zeilennummerierung, Schriftart). Sie senden ihre Texte per E-Mail an die Lehrkraft, die die Texte zu Hause auf die Internetplattform stellt. So behält die Lehrperson den Überblick über Quantität und Qualität der eingereichten Manuskripte. Abschluss Die Lehrkraft erläutert Möglichkeiten der Internetplattform (Informations-, Austausch- und Diskussionsforum) und legt eventuell fehlende Zugänge für die Schülerinnen und Schüler an. Lernende und Lehrende arbeiten gemeinsam auf der Internetplattform und bereiten die selbst erstellten Texte als Website auf.

  • Deutsch
  • Sekundarstufe II

Lautmalerei und Wortstamm-Analyse mit PowerPoint

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit sollen die Schülerinnen und Schüler am Beispiel von lautmalenden Wörtern deren Wortstamm als Geräusch aussprechen. Dadurch wird sowohl die Lesekompetenz als auch das Hörverstehen der Kinder geschult.Als Medium zur Erarbeitung dient dabei eine einfach verständliche PowerPoint-Präsentation, die in drei Schritten für jedes Verb einen Beispielsatz vorgibt und nach dem Vorsprechen durch die Kinder das Geräusch-Morphem und die Infinitivform visualisiert. Weiterführend können die Kinder ihre Erkenntnisse auf einem Arbeitsblatt vertiefen und mit passenden Merkregeln sichern. Vorrangiges Ziel der Einheit ist die Definition onomatopoetischer Verben, sekundäres Ziel die Morphemanalyse.Die Lehrkraft entscheidet je nach Leistungsfähigkeit der Klasse, wie viele Verbbeispiele der PowerPoint-Präsentation den Kindern zur Erarbeitung präsentiert werden, denkbar ist auch eine Aufteilung auf mehrere Unterrichtsstunden. Die Verbbeispiele der Präsentation wurden bewusst "eindeutig" in der Lautmalerei ausgewählt - kreativ-phantasievolle Kinder, die dennoch andere Geräusche imitieren oder solche, die über den Wortstamm des Verbs hinausgehen, werden im Laufe der Übungen dennoch "das Prinzip" der Arbeitsfolien erkennen und mit steigendem "Gruppendruck" sicher in den Tenor der überwiegenden Äußerungen einstimmen. Ablauf des Unterrichts Die Umsetzung der PowerPoint-Präsentation via Beamer und die Arbeitsblätter mit vertiefenden Aufgabenstellungen werden hier erläutert. Die Schülerinnen und Schüler sollen lautmalende Verben im Satzzusammenhang lesen, indem sie einer PowerPoint-Präsentation folgen. Geräusche der lautmalenden Verben imitieren, indem sie den Wortstamm aussprechen. den Aufbau eines Verbs aus Wortstamm und Endung erkennen, indem sie die Wortart und ihre Zusammensetzung definieren. die Morphemanalyse üben, indem sie wiederholend den Wortstamm von Verben markieren. die Bedeutung lautmalender Verben erkennen, indem sie Bilder zu ausgewählten Beispielen malen und Beispielsätze zu weiteren onomatopoetischen Verben formulieren. Thema Lautmalerei und Wortstamm-Analyse mit PowerPoint Autorin Dr. Stefanie Schäfers Fach Deutsch Zielgruppe Klasse 1 bis 4 Zeitaufwand 4 Unterrichtsstunden Technische Voraussetzungen Lehrer-Computer mit Beamer zur Vorführung der PowerPoint-Präsentation, Overhead-Projektor Medien PowerPoint-Präsentation (siehe Download) Planung Verlaufsplan: Lautmalerei und Wortstamm-Analyse mit PowerPoint Die erste Folie dient der thematischen Orientierung der Lehrkraft, erst ab der zweiten Folie beginnt der Einstieg in die erste Unterrichtsstunde. Idealerweise sitzen die Schülerinnen und Schüler dabei im Halbkreis vor der Beamer-Präsentation und bekommen nun das Thema und den Arbeitsauftrag von Folie 2 bis Folie 5 vorgestellt: "Habt ihr Lust auf ein kleines Spiel? Wie gut kennt ihr Comics, also Zeichentrickgeschichten? Könnt ihr die Geräusche lesen, die darin stehen? Macht die nächsten Geräusche laut nach!" Wie auch im Folgenden bietet es sich an, die Kinder der Reihe nach abwechselnd laut vorlesen zu lassen, um sie bereits aktiv an der Präsentation teilhaben zu lassen. Beispiel: Der Frosch quakt Im Sinne einer didaktischen Reduktion werden die Worte zeilenweise einzeln eingeblendet (bis auf zwei Ausnahmen), auch wird das schwierige Kompositum "Zeichentrickgeschichten" in drei Teilen eingeblendet, um das Lesen zu erleichtern. Die sechste Folie kündigt ein Beispiel an, das vom Aufbau her allen nachfolgenden Beispielen entspricht. In der ersten Zeile steht der Beispielsatz, dessen letztes Wort das lautmalende Verb ist. Zur besseren Fokussierung wurde es farbig in rot markiert. Gemeinsames Vorlesen Die Lehrkraft kann je nach Lese- und Sprechgeschwindigkeit sowie nach Aufmerksamkeit der Klasse über den nächsten Mausklick selbst steuern, wann die Präsentation jeweils weiterarbeitet. Die erste Zeile kann der Reihe nach von einem oder zwei Kindern allein oder in Kombination vorgelesen werden. Als Zweites kommt der (Unter-Titel) des Geräusches, das die Schülerinnen und Schüler möglicherweise in aufgeweckten Klassen schon bei diesem Beispiel imitieren. Leichte Zuordung - leichtes Lesen Die Wortbeispiele wurden sämtlich so ausgesucht, dass die entsprechenden Wortstämme sich bei der Imitation der Geräusche auch in der Phonem-Graphem-Zuordnung leicht zuordnen lassen. Zur Erleichterung des Lesens orientiert sich die Schriftart der Präsentation an der Erstlese-Druckbuchstabenschrift, die die Lernenden so leichter erfassen können. Erfolgserlebnisse für alle Kinder Auch das Tu-Wort (siehe jeweils dritte Zeile der Folien) wird zunächst als Titel eingeblendet und soll danach im Plenum laut vorgelesen werden. Lernschwächere Schulkinder werden, in Anknüpfung an den Beispielsatz und die Geräusche, spätestens in diesem Schritt ein entsprechendes Erfolgserlebnis für sich verbuchen können. Je nach Leistungsbereitschaft und -fähigkeit der Mädchen und Jungen kann die Lehrkraft eine Pause oder Vertagung der Präsentation auf eine nachfolgende Unterrichtsstunde einplanen. Hierzu muss Arbeitsblatt 1 entsprechend getrennt beziehungsweise gekürzt werden. Arbeitsblatt 1 sichert das bis dahin Erarbeitete, erweitert und vertieft es in einer ersten Definition zum Wortstamm, seinen Endungen und den Begrifflichkeiten zum Verb und zur Konjugation. Idealerweise werden diese Kenntnisse bereits in Reflexionen der Folienbetrachtung erarbeitet. Die Definition zum Wortstamm ist einfach und sollte sich aus den Rückmeldungen der Kinder ergeben haben. Alternativ kann sie aus der Präsentation der Hausaufgabe hergeleitet werden. Hierbei können die Schülerinnen und Schüler ihre Bilder (Comics, Arbeitsblatt 2) offen auf ihren Plätzen auslegen und durch die ganze Klasse wandern, um alle Bilder zu besichtigen. Anstelle von Bildunterschriften sollen die Bilder mit ihren "Sprechblasen" als Kennzeichnung der Geräusche im Mittelpunkt stehen. Zur Kontrolle werden die Verben jedoch auch noch einmal unten auf dem Arbeitsblatt notiert. Die Verbbeispiele in Arbeitsblatt 3 und auf den Losen in Arbeitsbaltt 4 gehen über die Beispiele aus der Präsentation hinaus, weil ihre "Geräusche" nicht so eindeutig erschließbar sind. Im Sinne einer didaktischen Reduktion wurde dabei allerdings auch weiterhin nur die Wortart der Verben ausgesucht. Diese werden in fünf bis sechs weiteren Beispielen zu ganzen Sätzen formuliert. Die Zuteilung der Verben erfolgt über das Verlosen der ausgeschnittenen Verbkärtchen (Arbeitsblatt 4). Je nach Leistungsstärke der Klasse kann das Verlosen so oft wiederholt werden, bis alle Kinder in der Schreibphase genug "ausgelastet" sind. Erläuterung aller Verbbeispiele Die Verben können noch einmal alle einzeln über Overhead-Projektor auf Folie gezeigt werden, um im Plenum ihre Bedeutung zu erläutern oder Kinder, die schneller arbeiten, im Sinne einer Freiarbeit selbst zusätzliche Beispiele aussuchen und formulieren zu lassen. Denkbar ist auch eine Besprechung aller Verbbeispiele durch Auflegen einzelner Folienschnipsel und Vorlesen passender Satzbeispiele durch die Schülerinnen und Schüler, die diese Beispiele zur Erarbeitung als Los gezogen hatten. Wörterbuch-Arbeit In allen Phasen bietet es sich an, zur Arbeit mit dem Wörterbuch anzuregen, zum Beispiel um über die Unterscheidung von Silben und Endungen zu sprechen, falls bereits solche Nachfragen auftauchen.

  • Lesen und Schreiben
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Book Reviews: Rezensionen englischsprachiger Literatur

Unterrichtseinheit

Der Lehrplan (NRW) sieht für die Jahrgangsstufe 11 im Fach Englisch die Behandlung einer Ganzschrift vor. Oft stehen Lehrende und Lernende vor der Qual der (richtigen) Wahl, und nicht selten kommt es zu Interessenkonflikten. Dem Dilemma wurde in diesem nachahmenswerten Projekt entgegengewirkt.Schülerinnen und Schüler lasen selbstständig und ganz nach eigenem Interesse eine Lektüre und bewerteten diese für die anderen Kursteilnehmer. Um den Schülerinnen und Schülern bei der häuslichen Erarbeitung ihrer individuellen Analyse und der Vorbereitung ihrer Präsentation im Plenum zu unterstützen, beschäftigte sich der Kurs parallel gemeinsam mit der ausführlichen Analyse einer weiteren Ganzschrift (Nick Hornby: About a Boy).Dieses Projekt ist in der vorliegenden Form prinzipiell auf andere Fächer und die Sekundarstufe I übertragbar und eignet sich besonders dafür, das selbstständige (und über den Unterricht hinausgehende) Lesen und Bewerten fremdsprachlicher fiktionaler Literatur zu fördern und die Präsentationsfähigkeiten der Schülerinnen und Schüler weiter auszubauen. Von der Buchauswahl zur Website Ein Merkblatt und die gemeinsame Arbeit an einem Roman bereiteten die Lernenden auf ihre eigene Analyse und Rezension vor. Die Präsentation vor der Klasse wird ergänzt durch den Webauftritt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen einen authentischen Roman selbständig lesen, verstehen und eine begründete Bewertung des Inhalts beziehungsweise Gehalts vornehmen. die Ergebnisse ihrer Analyse adressatenbezogen und sachlogisch zusammenstellen und im Klassenplenum im freien Vortrag in der Zielsprache präsentieren. Buchrezensionen in der Zielsprache verstehen, bewerten und eine eigene Rezension ihres Romans schreiben. durch den Zugewinn an sprachlichen Ausdrucksmitteln ihre zielsprachliche Kompetenz erweitern und diese produktiv in der mündlichen und schriftlichen Präsentation anwenden. eigenverantwortliches und selbständiges Arbeiten einüben und Handlungskompetenz erwerben. sich mit den Lerninhalten aktiv auseinandersetzen und Wissen konstruktiv aufbauen. Lesestrategien wie skimming, scanning oder analytisches Lesen üben. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen traditionelle Medien und Neue Medien systematisch nutzen und effektive Navigationstechniken einüben. verschiedene Präsentationsformen kennen lernen, begründet auswählen und die Qualität der eigenen Präsentationen und der Präsentationen der Mitschüler evaluieren und diskutieren. Thema Anfertigung von Rezensionen moderner englischsprachiger Literatur Autorin Birgit Gee Fächer Englisch; dieses Projekt lässt sich auf andere Sprachen übertragen Zielgruppe Sek II; dieses Projekt lässt sich auf die Sek I übertragen Referenzniveau Referenzniveau B - Selbstständige Sprachverwendung Zeitraum halbjahrsbegleitend; nach der Erteilung des Arbeitsauftrags ca. 4 Wochen bis zu Beginn der ersten Präsentationen, anschließend ca. 15 Minuten pro Woche Medien ein PC mit Internetzugang, OHP, Beamer, evtl. eine Auswahlliste mit Lektürevorschlägen Buchauswahl Nachdem der Arbeitsauftrag zu Anfang des Schuljahres geklärt wurde, hatten die Schülerinnen und Schüler 14 Tage Zeit, sich einen Roman auszusuchen und ihre Wahl in der Liste einzutragen. Diese Liste wurde für alle Schülerinnen und Schüler fotokopiert und als verbindlich in Bezug auf Termin und ausgewählten Roman betrachtet. Einige Schülerinnen und Schüler änderten im Verlauf des Projekts den Termin ihrer Präsentation und die Wahl des Romans. Diese Änderungen wurden in Absprache mit dem Kurs geklärt. Lernen am gemeinsamen Beispiel Parallel zu der eigenständigen Romananalyse durch die Schülerinnen und Schüler erarbeitete der Kurs in den folgenden Wochen gemeinsam Nick Hornbys Roman About a Boy. Besonderer Wert wurde auf die Übertragbarkeit der Analyseverfahren gelegt, um die Schülerinnen und Schülern bei der selbständigen Analyse ihres Romans zu unterstützen. Fragen der Schülerinnen und Schüler in Bezug auf ihre eigenen Romane waren erwünscht und wurden konstruktiv in das Unterrichtsgeschehen eingebaut. Die Präsentationen... Nach 6 Wochen begannen die ersten Schülerpräsentationen. Um dem Problem der Langeweile durch "Berieselung" entgegenzuwirken, einigte sich der Kurs auf eine Präsentation pro Woche (zu Beginn einer Doppelstunde), so dass die Schülerinnen und Schülern ein Mal pro Woche ein (meist) interessanter Lektürevorschlag gemacht wurde. ...und deren Bewertung Die Schülerinnen und Schüler wurden in die Bewertung der Präsentationen mit einbezogen, indem immer drei bis fünf Kursteilnehmerinnen und Teilnehmern ein Evaluationsbogen zu Beginn der Präsentation ausgeteilt wurde. Die Schülerinnen und Schüler gewöhnten sich sehr schnell an diese Vorgehensweise und waren sich darüber einig, dass ihnen diese Form der Evaluation in der Vorbereitung und Durchführung ihrer eigenen Präsentationen geholfen habe. Ebenfalls wurden die Schülerinnen und Schüler nach der Präsentation zu einer Selbstevaluation ermutigt. Diese Form der Bewertung leistete einen wichtigen Beitrag für die Einschätzung der eigenen Leistung und für die von Lernenden und Lehrerin positiv empfundene Arbeitsatmosphäre. Die Publikation der Rezensionen Vor Ende des Projekts stellte sich die Frage, in welcher Form das Gesamtergebnis zu präsentieren sei. Verschiedene Möglichkeiten der Zusammenstellung aller Rezensionen wurden im Kurs diskutiert. Die Schülerinnen und Schüler äußerten sehr bald die Wunsch, mit ihren Rezensionen ein größeres Publikum zu erreichen und so einigte man sich auf die Zusammenstellung der Rezensionen auf einer gemeinsamen Internetseite, die auf der Schulhomepage des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums in Bonn zu finden ist: Projektbeschreibung Die Schülerinnen und Schüler erstellten selbstständig eine Projektbeschreibung, die sich ebenfalls auf dieser Homepage befindet. Insgesamt betrachtet arbeiteten die Schülerinnen und Schüler während des Projekts sehr eigenständig und zielstrebig. Schwierigkeiten konnten im gemeinsamen Gespräch etwa durch die Wahl eines anderen Romans beseitigt werden.

  • Englisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Der Fönig auf dem Klohmarft: ein etwas anderes Märchen

Unterrichtseinheit

Märchen fortsetzen, Geschichten schreiben – erfahrungsgemäß brechen viele Schülerinnen und Schüler bei diesen Vorhaben nicht in Jubel aus. Anders beim "Fönig", einem Märchen der besonderen Art, bei dem das Spiel mit der Sprache den speziellen Kick ausmacht.Im Reich des "Fönigs" (Originaltext von Walter Moers, siehe Hinweis weiter unten!) werden die Buchstaben "f" und "k" vertauscht. Eine besondere Herausforderung an die Geschichtenschreiber! Beim Umwandeln der Texte in "Fönig-Sprache" hilft der Computer mit seinen Funktionen. Die Veröffentlichung der Ergebnisse als multimediale Geschichte mit Sound schafft zusätzliche Anreize das Lesen der selbst erstellten Texte zu üben. Amüsant und anregend Die Einführungssätze der Fönig-Geschichte (Download siehe unten) von Walter Moers motivieren und interessieren die Schülerinnen und Schüler. Das Vertauschen der Buchstaben "f" und "k" lässt den Text lustig klingen, das Spiel mit der Sprache übt einen besonderen Reiz aus. Schnell ist der Nachahmungstrieb geweckt! Der Computer hilft Beim Erstellen eigener Fortsetzungsgeschichten zeigt sich, was der Computer kann: Die Kinder schreiben ganz "normale" Texte und vertauschen dann die Buchstaben mithilfe der Überarbeitungsfunktion "Suchen-Ersetzen". Das Ergebnis nehmen die Schülerinnen und Schüler mit Staunen, Freude und Spaß zur Kenntnis und die schwierigen Texte werden - nicht zuletzt im Hinblick auf die Veröffentlichung auf CD - ausdauernd geübt. Der etwas andere Aufsatzunterricht Kennenlernen des Originals, Schreiben eigener Geschichten, Umwandlung in "Fönig"-Sprache am Computer Präsentation auf CD-ROM Materialsammlung und -aufbereitung mit Mediator, Empfehlungen zur Unterrichtsorganisation und Aufgabenverteilung Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen in ihrer Lese- und Schreibfertigkeit gefördert werden. ihre sprachliche Kreativität weiterentwickeln. ihre Ausdrucksfähigkeit erweitern. das betonte Vorlesen üben. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen den Umgang mit dem Computer und mit einfachen Programmen lernen und festigen. die Überarbeitungsfunktion "Suchen-Ersetzen" im Textverarbeitungsprogramm kennen lernen und anwenden. Textseiten gestalten. kleine Programmierungen durchführen. Thema Der Fönig auf dem Klohmarft - ein etwas anderes Märchen Autorin Brigitte Umkehr Fächer Deutsch, Kunst Zielgruppe Drittes bis viertes Schuljahr Zeitraum Circa sieben Stunden zuzüglich Zeit für die PC-Arbeit in Kleingruppen Technische Voraussetzungen Computer, Aufnahmegerät (Mikrofon und PC beziehungsweise Minidiskplayer), Scanner, CD-Brenner Software Textverarbeitung, Grafiksoftware (zum Beispiel PicturePublisher), Mediator Pro (ab Version 6.0. Pro), Soundbearbeitung (zum Beispiel Freeware Audacity) Erforderliche Vorkenntnisse Texte schreiben/speichern, scannen, Basiswissen im Umgang mit Mediator, Soundbearbeitung (kann eventuell auch von der Lehrkraft übernommen werden) "Der Fönig" von Walter Moers (c) Eichborn AG, Frankfurt a.M., 2002, ISBN: 3-8218-2947-8 "Der Fönig" als Hörbuch (gesprochen von Dirk Bach), (c) Eichborn AG,Frankfurt a.M., 2002, ISBN: 3-8218-5222-4. Das Buch sowie das Hörbuch sind im Buchhandel erhältlich. "Der Fönig" ist kein Buch für Kinder! Die Geschichte von Walter Moers und die Illustrationen sind für Erwachsene. Noch bevor die Schülerinnen und Schüler mit der "Fönig"-Geschichte von Walter Moers bekannt gemacht werden, sammeln sie im Rechtschreibunterricht in Gruppenarbeit Wörter mit "f" und "k", notieren diese auf Plakaten oder Wortkarten und erstellen so einen Wortschatz für das anstehende Projekt. Einstieg in die Thematik Der Einstieg in das Märchen geschieht über ein Bild vom König. Erste Vermutungen werden angestellt. Nun lege ich die Hörbuch-CD mit der Geschichte "Der Fönig" von Walter Moers auf und spiele den Anfang vor. Natürlich wundern sich die Schülerinnen und Schüler über die komische Sprache, erkennen aber schnell die Ursache, die vertauschten Buchstaben "f" und "k". Verfassen der Geschichten - Der Fönig auf dem Klohmarft Die Geschichte wird weiter angehört und an der Stelle abgebrochen, als der König in der Zeitung vom Klohmarft (Flohmarkt) liest. Nun sind die Einfälle der Kinder gefragt! Nach einer Ideensammlung setzen die Schülerinnen und Schüler in Partner- beziehungsweise Gruppenarbeit die Geschichte in eigenen Versionen fort. Dabei versuchen sie möglichst viele der vorher erarbeiteten Wörter einzubauen. Vertauschen der Buchstaben Die fertigen Texte werden am Computer getippt (das kann aus Zeitgründen auch zu Hause oder vor/nach dem Unterricht erfolgen) und mithilfe der Überarbeitungsfunktion der Textverarbeitung in die "Fönig-Sprache" übersetzt. Dies geschieht in zwei Schritten: 1. Schritt: "f" wird durch "1" und "k" durch "2" ersetzt. 2. Schritt: "1" wird zu "k" und "2" zu "f". Hier ist ein gemeinsames Vorgehen mit Präsentation über einen Beamer sehr hilfreich. Die Kinder sind vom Ergebnis hellauf begeistert! Die umgewandelten Geschichten werden ausgedruckt, das Lesen und Vorlesen der besonders schwierigen Texte mit großem Eifer und Spaß geübt. Im Kunstunterricht malen die Kinder Bilder zu ihren Geschichten, um die geplante CD-ROM auch optisch ansprechend gestalten zu können. Selbstständiges Arbeiten der Gruppen Alle Ergebnisse - Texte, Sound und Illustrationen - müssen in digitalisierter Form vorliegen. Die Dateien werden von jeder Schülergruppe eigenverantwortlich in die Autorensoftware Mediator eingebunden. Die Mediator-erprobten Kinder meiner Klasse führen auch die nötigen Programmierungen wie zum Beispiel Seitenwechsel und Soundstart ein Eigenregie durch. Schülerexperten übernehmen die Verantwortung Hauptverantwortlich für das Gesamtprojekt ist eine kleine Schülergruppe (drei bis vier Kinder), die schon Sicherheit im Umgang mit dem Programm bewiesen hat. In meiner Klasse sind diese Schülerinnen und Schüler auch für die Rahmenseiten (Titel, Einführung, Projektbeschreibung, Schlussseite) verantwortlich und erstellen abschließend die CD-ROM. Eine Einführung in die Arbeit mit Mediator finden Sie im Workshop Mediator bei Lehrer-Online. Texte, Bilder, Sound in den Computer Für die Präsentation am Computer müssen alle Elemente unseres Projekts in digitalisierter Form zur Verfügung gestellt werden: Die flüssig gelesenen Texte werden mit dem Minidiskplayer aufgenommen und anschließend am Computer mit der Freeware "Audacity" in eine MP3-Sounddatei umgewandelt. Illustrationen werden eingescannt und in einen gemeinsamen Ordner gespeichert. Diese Aufgaben können sehr gut in Gruppenarbeit vor der Schule, während der Übungsphasen oder in Freistunden durchgeführt werden. Zusammenfassung mit dem Programm Mediator Im Autorenprogramm Mediator wird für jede Geschichte eine Seite angelegt. Für längere Texte können auch zwei Seiten verwendet werden. Jede Gruppe bindet ihre Bilder und die dazu gehörige Sounddatei in die Seite ein und speichert ihre Datei unter dem Namen der Geschichte. Erstellen der CD-ROM Die verantwortliche Schülergruppe fügt gegen Ende der Arbeit die einzelnen Mediatorseiten in die Hauptdatei ein, in der sie bereits Start- und Schlussseite und einen kurzen Projektbericht erstellt hat. Das fertige Mediatorprojekt wird von den "Experten" auf Fehler hin überprüft, zu einer selbst startenden CD umgewandelt und auf CD-ROM gebrannt.

  • Lesen und Schreiben
  • Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Wale - Die sanften Riesen der Meere

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit beschäftigt sich mit dem Thema "Wale und Delfine", die Kinder und Jugendliche seit jeher faszinieren. Das Projekt verknüpft den Umgang mit dem traditionellen und unverzichtbaren Medium Buch und den digitalen Medien.Die verschiedenen Teilaspekte des Projektes entsprechen alle den in den Rahmenplänen der Grundschule aufgeführten Lernzielen ab dem 4. Schuljahr. Ziel der Unterrichtseinheit ist es, Produkte zu erstellen, in denen die Arbeitsergebnisse festgehalten und für andere interessierte Personen publiziert werden.Wale und Delfine faszinieren Kinder und Jugendliche seit jeher auf eine besondere Weise. Daher versuche ich mit diesem Thema einerseits die magische Anziehungskraft, die von diesen Tieren ausgeht und die damit einhergehende große Motivation der Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Lernzielen aus den Fächern Deutsch, Biologie, Erdkunde, Musik und BK und andererseits mit einer anzubahnenden Medienkompetenz im Umgang mit Computer und Internet zu verknüpfen. Überblick Hier erhalten Sie einen allgemeinen Überblick über Inahlt, Sozialformen, Zielsetzung, Organisation und zeitlichen Ablauf dieses Unterrichtsprojekts. Vorüberlegungen Einordnung der Sachinformationen, die in diesem Unterrichtsprojekt vermittelt werden: Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten. Unterrichtsbeginn Zu Beginn des Projekts stellt die Lehrkraft den Kindern die Arbeitsmaterialen und die Organisationsabläufe vor. Außerdem werden gemeinsam Regeln festgesetzt. Arbeitsmaterialien und verwendete Medien Hier finden Sie eine Übersicht der benötigten Arbeitsmaterialien und Medien sowie der verwendeten Internetseiten. Arbeitsaufträge Sie finden hier alle Arbeitsblätter im RTF-Format einzeln oder im komprimierten ZIP-Archiv sowie Kurzbeschreibungen der 24 Stationen dieser Unterrichtseinheit. Ausklang und Reflexion Überlegungen zu Zeitmanagement, Projektpräsentation sowie zum Einsatz digitaler Medien und die damit verbundene Veränderung der Lehrerrolle. Lernziele Förderung und Stabilisierung der Lesebereitschaft und Persönlichkeitsentfaltung Förderung des Umweltbewusstseins, Umwelterziehung Anbahnung und Einüben sozialer Kompetenzen Anbahnung einer emotionalen Kompetenz Abfassung verschiedener Textarten Entdeckendes, sinnerschließendes und sinngerechtes Lesen Einüben der Medienkompetenz Bei diesem Unterrichtsprojekt sollen die Intentionen deutlich werden, die ich mit dem Einsatz des Computers und Internets im Grundschulunterricht verbinde. Im Zentrum des Unterrichts steht das Buch "Die sanften Riesen der Meere" von Nina Rauprich. Es ist eine spannende Geschichte, die viel Wissenswertes über Wale und ihre Lebensgewohnheiten vermittelt, die Gefahr ihrer Ausrottung verdeutlicht und nachdrücklich für ein weltweites Fangverbot eintritt. Meine Absicht ist es, Lernsituationen zu schaffen, bei denen einerseits möglichst viele Sinneskanäle und Lerntypen angesprochen werden, andererseits die Kinder möglichst selbständig und in unterschiedlichen Sozialformen kooperativ arbeiten sollen. Das Unterrichtsvorhaben sollte außerdem - im Sinne grundschulpädagogischer Grundsätze - fächerübergreifend sein. Es bezieht die Bereiche Deutsch, Biologie, Erdkunde, Musik und Bildnerisches Gestalten ein. Ziel der Unterrichtseinheit ist es, Produkte zu erstellen, in denen die Arbeitsergebnisse festgehalten und für andere interessierte Personen publiziert werden. So werden die Kinder im Verlauf der Unterrichtseinheit Projektmappen gestalten, die in der Schule ausgestellt werden. Organisiert wird der Unterricht durch einen Lernzirkel, der es im Gegensatz zum herkömmlichen Unterricht ermöglicht, den Computer und das Internet mit einzubeziehen. Es werden insgesamt 24 Lernstationen angeboten. An jeder Lernstation befinden sich drei gleiche Lernkarteikarten mit Arbeitsaufträgen, die ich speziell für dieses Unterrichtsvorhaben erstellt habe. Flexible Handhabung Alle Stationen sollen im Rahmen des Projektes bearbeitet werden, wobei den Schülerinnen und Schülern bei jedem Kapitel meist mehrere Arbeitsaufträge zur Verfügung stehen. Die Reihenfolge dieser ist frei wählbar. Zudem ist ein Ausweichen beim Bearbeiten der Aufträge auf das nächste oder vorangehende Kapitel möglich. Hierbei sind auch Aufgaben zum Internet eingebaut. Aufgrund der verschiedenen Aufträge mit unterschiedlichen Medien "entzerren" sich beim Lernen an Stationen die beliebten und begehrten Computerarbeitsplätze. Binnendifferenzierung Die Schulkinder bestimmen ihr Lesetempo und die Wahl der Aufträge selbst. So kann es sein, dass es Kinder gibt, die nach jedem Kapitel sofort die dazugehörigen Stationen bearbeiten oder die mehrere Kapitel des Buches hintereinander lesen, um sich dann erst den Aufgaben zu widmen. Individuelle Freiräume Die Lernstationenarbeit bietet den Kindern individuelle Freiräume, Stationen sowie Arbeitsaufträge auszuwählen, Lernpartner zu wählen und je nach persönlichen Leistungsfähigkeiten mit individuellem Tempo, unterschiedlicher Intensität und selbstgestalteten Verfahren zu lernen. Hausaufgaben werden in dieser Projektzeit individuell mit jedem Kind besprochen. Je nachdem an welcher Station oder an welchem Thema es gerade arbeitet, wird sich die Hausaufgabe daran anschließen. Oder ich bespreche mit dem Schülerinnen und Schülern eine vorbereitende Übung für die nächste Unterrichtsstunde. Der zeitliche Rahmen für die Durchführung des Projektes wird auf vier Wochen begrenzt. Im Sinne des fächerübergreifenden Unterrichts kann eine Zusammenarbeit mit den Fachkolleginnen und -kollegen zum Beispiel für Musik mit insgesamt sechs Stunden stattfinden. Insgesamt stehen 34 Stunden zur Verfügung. Die Aufteilung der Stunden gestaltet sich wie folgt: Deutsch: 12 Stunden Bildnerisches Gestalten: 8 Stunden Erdkunde: 4 Stunden Musik: 2 Stunden Biologie: 8 Stunden Die verschiedenen Teilaspekte des Projektes entsprechen alle den in den Rahmenplänen der Grundschule aufgeführten Lernzielen ab dem 4. Schuljahr. Im folgenden werde ich übergeordnete Lernziele dieses Unterrichtsprojekts benennen und auf die fächerübergreifenden Aspekte eingehen, die in Zusammenarbeit auch mit den Fachkollegen für Sachkunde, Musik und Erdkunde und Biologie realisiert werden. Im Erziehungs- und Bildungsauftrag für die Grundschule sind die Themen des Projektes in vieler Hinsicht verankert: Lesen fördert die persönliche Entfaltung der Schüler, die Lesebereitschaft wird durch den leicht lesbaren, anregend und spannend erzählten Text stabilisiert, die Schule soll den Kindern sinnvolle Möglichkeiten der Freizeitgestaltung aufzeigen, sie erfahren, wie sie Medien sinnvoll nutzen können. Das Thema des Buches soll in den Schülern ein Bewusstsein für die weltweite Gefährdung der Umwelt entstehen lassen. Durch das Schreiben von Protestbriefen werden die Schüler mobilisiert, Verhaltensweisen zu überdenken und sich aktiv für den Umweltschutz einzusetzen. Anbahnung und Einüben sozialer Kompetenzen wie Arbeiten im Team, Einhalten von Absprachen, Konfliktfähigkeit. Einüben der Medienkompetenz. Anbahnung einer emotionalen Kompetenz (Mitfühlen/Einfühlen) durch die Identifikation mit der Erzählfigur des vorliegenden Buches. In Erdkunde sollen die Kinder sich mit Hilfe von verschiedenstem Material auf der Erde orientieren und herausfinden, wo Madeira liegt, in welchem Teil der Meere Wale häufiger auftreten usw... In Biologie lernen die Schüler Säugetiere in ihrem Lebensraum und ihre spezifischen Eigenarten kennen. In Bildende Kunst steht das Anfertigen von Zeichnungen, Schaubildern und das Illustrieren der Walbücher im Vordergrund. In Deutsch wird die Lese- und Schreibfertigkeit, das Verfassen verschiedener Textarten und die Ausdrucksfähigkeit gefördert. In Musik erfahren die Schüler von den Gesängen der Wale; das Musikhören wird geschult. Im Hinblick auf sinnvolle Freizeitgestaltung wecke ich als Lehrerin die Freude am entdeckenden Lesen. Die Schülerinnen und Schüler begreifen die eigene Lebenswirklichkeit durch die Gegenüberstellung mit der jeweils dargestellten und lernen die Darstellungsweisen verschiedenartiger literarischer Texte kennen. Die Texterschließung vollzieht sich handlungs- und produktionsorientiert. Techniken der Informationsentnahme und -aufnahme sowie das sinnerschließende und sinngerechte Lesen werden geübt. Der Umgang mit Büchern schafft die Basis für eine literarische Mündigkeit, die die Persönlichkeit eines Menschen entscheidend mitprägt. Bücher vermitteln mit Sachbildern eine Vorstellung über andere Lebensräume und somit einen anderen Zugang zur Welt. Zuletzt wird durch den Einsatz von Computer und Internet eine Medienkompetenz, die 4. Kulturtechnik, angebahnt, geübt und gefestigt. Durch "learning by doing" erwerben die Schüler wichtige Einsichten, Erfahrungen und Kenntnisse im Umgang mit den digitalen Medien und der Peripheriegräte. Eröffnung Das Unterrichtsvorhaben wird im Stuhlkreis eröffnet. Dazu habe ich die vorhandenen Arbeitsmaterialien vorgestellt. Die zu bearbeitenden Themen und Aufträge sind auf ein DIN A 3 Blatt vergrößert und im Klassenraum aufgehängt. Arbeitsorganisation Zur Arbeitsorganisation erhält jedes Kind einen verkleinerten Übersichtsplan. Dieser Übersichtsplan kann zugleich als Inhaltsverzeichnis für das angedachte Walbuch genutzt werden und außerdem als "Laufzettel" für die verschiedenen Lernstationen. So haben die Kinder stets eine Übersicht, wie weit sie schon sind oder welcher Themenschwerpunkt noch aussteht. Feste Regeln Wichtig ist auch die gemeinsame Vereinbarung der Regeln, die im Umgang mit dem Material und für die Durchführung des Projektes notwendig sind. So kann die Arbeit an den Stationen beginnen. Dadurch dass die meisten Materialien mehrfach vorhanden sind, viele verschiedene Medien benutzt werden können und zahlreiche Arbeitsaufträge zur Verfügung stehen, gibt es kaum Drängeln oder unerwünschte Wartezeiten an einzelnen Stationen. Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit Die Kinder erfahren, dass sie alle in den Genuss kommen werden, am PC oder im Internet zu arbeiten. Je nach Bedürfnis oder nach der gestellten Aufgabe können sie immer wieder zwischen Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit wählen. Zwischendurch ziehen sie sich zurück, um Ergebnisse in ihren Walbüchern festzuhalten und diese schön und liebevoll zu gestalten und illustrieren. Lernkartei-Karten mit den ausgearbeiteten Arbeitsaufträgen circa 25 Sachbücher, Kinderbücher und Lexika Globus und Atlanten Klassensatz der Klassenlektüre Das Buch von Nina Rauprecht Textauszug "Moby Dick" von Melville CD mit den Walgesängen Walschablone 23 leere Walbücher für die Kinder Weltkarte DIN A 4 aus den Bergedorfer Kopiervorlagen, Erdkundemappe Welt die Abbildung: Größenvergleich von Delfin, Mensch und Walen Plakat mit Fotos, Texten und Abbildungen zu Delfinen aus dem Berliner Tagesspiegel Inhaltsübersicht in DIN A 3 Kinofilm: Der Film Laufzettel für die Kinder zusätzliches Material für das Ende des Lernzirkels für die "schnelleren" Schulkinder: die CD-ROM Wale und Delfine, weitere Bücher von der Schriftstellerin Nina Rauprich Kapitel 1 Station 1 - Infos sammeln und auswerten über die Insel Madeira - D, Ek, BK Station 2 - Vorleseübung - D Station 3 - Orte, Landschaften usw. im Atlas nachschlagen - Ek Kapitel 2 Station 4 - Walwörterbuch anlegen - D, Bio Station 5 - Unterscheidung von Zahnwalen und Bartenwalen - Bio, D Station 6 - Moby Dick, Textauszug lesen - D Station 7 - Zeichnung zum Längenvergleich übertragen - Bio, BK Kapitel 3 Station 8 - Personenbeschreibung anfertigen - D Station 9 - Entschuldigung entwerfen - D Kapitel 4 Station 10 - Sachfragen zum Text beantworten - D, Bio Station 11 - Sachtext über den Pottwal erstellen - D, Bio, BK Station 12 - Informationen über Walfang einholen, Sachtext verfassen - D, Bio Station 13 - Titel des Buches interpretieren - D Kapitel 5 Station 14 - Sich in Manuel hineinversetzen und seine Gefühlslage darstellen - D Kapitel 6 Station 15 - Arbeit am Text, pass. Gestaltung der Seite im Walbuch - D, BK, Bio Station 16 - Infos sammeln, Sachtext anfertigen, Steckbriefe von Delfinen - D, Bio, BK Kapitel 7 Station 17 - Arbeit am Text, Sachtext über Walart erstellen, Seite illustrieren - D, BK, Bio Station 18 - Gesänge der Wale erklären, anhören und in ein Bild umsetzen - D, BK, Bio, Mu Station 19 - Arbeit am Text, Stichpunkte erstellen zum Walschutz - D, Bio Kapitel 8 Station 20 - Arbeit am Text, Inhaltsangabe - D Kapitel 9 Station 21 - Arbeit am Text, Fragen beantworten - D, Bio Station 22 - Textstelle suchen und vervollständigen, weitere Beispiele - D, Bio Kapitel 10 Station 23 - Brief mit appellativem Charakter entwerfen - D, Bio Station 24 - Informationen sichten zur Kinderpetitionsaktion zur Rettung der Nordsee-Wale, Protestschreiben verfassen - D, Bio, BK Die Kinder wissen, dass die Bearbeitung der Themen innerhalb eines festgelegten zeitlichen Rahmens zu erledigen sind. Sie erhalten immer wieder von mir Hinweise auf die noch zur Verfügung stehende Zeit. Zum Ende des Lernzirkels hin wird bekannt gegeben, bis wann die Arbeitsaufträge bearbeitet bzw. ihre Walbücher fertig sein müssen. Hierbei kommt es in der Regel zu unterschiedlichen Abgabezeiten, so dass in der Planung bei einem Lernzirkel stets auch ein zusätzliches binnendifferenzierendes Angebot für die "schnellen" Schüler bedacht sein muss. Hier stelle ich den Schülern zur Vertiefung die CD-ROM "Wale-Quiz" und weitere Kinderliteratur von der Schriftstellerin Nina Rauprich zur Verfügung. Zum Abschluss des Projektes wird eine Präsentation und Ausstellung der Walbücher der Schüler in der Schule geplant mit der Intention, weitere Unterschriften für die Rettungsaktion zu sammeln. Die Rolle der Lehrkraft ist im Gegensatz zum herkömmlichen Unterricht, der oft frontal abläuft und in dem alle Schüler zur gleichen Zeit dasselbe tun müssen , insofern verändert, dass nach Einführung und Bereitstellung der Lernmaterialien die Schüler weitgehend selbständig, eigeninitiativ, kooperativ und binnendifferenziert an den Aufgaben arbeiten. Sie bewegen sich frei in der Klasse, besorgen sich ihre Arbeitsaufträge von den Stationen, lesen in der Kuschelecke, arbeiten am PC oder an ihren Walbüchern, kooperieren mit einem oder zwei Partnern, schreiben Texte, entwerfen Zeichnungen und so weiter. Bei Bedarf helfe ich mit Erklärungen; berate Schüler, wenn Fragen zur Gestaltung des Walbuches oder zum Ablauf der Arbeitsaufträge auftreten; unterstütze die Schüler bei Rechtschreibproblemen während des freien Schreibens; gebe Hinweise und Tipps zum Umgang mit dem Internet, dem Textverarbeitungsprogramm, dem sachgerechten Abspeichern von Texten, Grafiken; beobachte das Lern- und Arbeitsverhalten der Kinder; steuere gegebenenfalls gruppendynamische Prozesse; habe Zeit, schwächeren Schülern zusätzliche Unterstützung zukommen zu lassen usw. Einen Lernzirkel dieser Art vorzubereiten, kostet zunächst sehr viel Zeit und Arbeit und Vorbereitung. Doch wenn das Projekt eingeführt und vorgestellt, die Stationenarbeit erläutert und das Material bereitgestellt ist, dann zeigen sich auch die Früchte der Bemühungen dahingehend, dass sich die Selbständigkeit und Eigentätigkeit der Schüler zusehends verbessern und verändern und der Lehrer mehr in den Hintergrund mit den oben genannten anderen Aufgaben tritt. Im Mittelpunkt der Erzählung "Die sanften Riesen der Meere" von Nina Rauprich steht der 12jährige Manuel, der auf der portugiesischen Insel Madeira lebt.Das Dorf Canical, in dem er wohnt, liegt in einem Teil der Insel, der noch nicht für den Fremdenverkehr erschlossen ist. Die Menschen verdienen sich hier vorwiegend durch Wal- und Fischfang ihren Lebensunterhalt. Es gibt eine Art genossenschaftliche Walfangstation, der ein "Comandante" vorsteht und die das Lebenszentrum des Dorfes darstellt. Schon Manuels Großvater war Walfänger; nach einem Arbeitsunfall auf dem Boot, den er als Kampf gegen die Bestie heroisiert, wird er Invalide. Manuels Vater und der ältere Bruder Carlos üben denselben Beruf aus, und niemand zweifelt daran, dass Manuel sich später ebenfalls in diese Tradition einreihen wird. Manuel unternimmt an seinem 12. Geburtstag eine Paddelfahrt im Schlauchboot hinaus aufs Meer. Als plötzlich ein heftiger Sturm aufkommt, schlagen die Wellen das leichte Schlauchboot weg; Manuel muss schwimmen und hätte nie das rettende Ufer erreicht, wenn ihm nicht eine Delfinschule zu Hilfe gekommen wäre und ihn so lange über Wasser hielte, bis die Dorfbewohner auf seine Lage aufmerksam werden und ihn vollends an Land holen. Durch dieses Erlebnis verändert sich die Einstellung des Jungen gegenüber den Walen, die er bisher wie seine ganze Familie und alle im Dorf eben als eine "Sache" betrachtet hat, dazu da, gefangen und getötet zu werden. Zu der Zeit kommt eine junge deutsche Meeresbiologin ins Dorf, die, wie sich später herausstellt, der "Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere" angehört. Sie führt Gespräche mit dem Comandante ebenso wie mit dem Invaliden Luis-Alberto, der als eine Art Dolmetscher und Vermittler tätig ist. Offenbar hat sie bereits mit der Regierung der Insel wegen eines Walfang-Schutzgebiets verhandelt. Der Comandante seinerseits weiß, dass die Zahl der Wale viel zu stark zurückgeht, als dass der Walfang auf die Dauer die Lebensgrundlage für das Dorf bilden könnte. Deshalb unterstützt er den Plan eines Schutzgebietes, der den Dorfbewohnern neue Aufgaben und Erwerbsquellen in Aussicht stellt. Natürlich gibt es bewusstseinsmäßig noch gewaltige Barrieren zu überwinden. Die "Partei" von Petra, der Meeresbiologin, dem Comandante, von Luis-Alberto und Manuel jedoch kann die Dorfbewohner überzeugen. Die Erzählung endet mit der Ankunft des Regierungsbeamten, der den Vertrag mitbringt, erklärt und in Kraft setzt. Der "Internationale Tierschutzfonds" und die "Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere" haben einen beachtlichen Erfolg errungen. Und Manuel, der Junge, dem die Delfine das Leben gerettet haben, war dabei! Die geschilderte Situation und die Entstehung des Wal-Schutzgebiets um Madeira sind authentisch. Die Petra der Erzählung ist Petra Deimer aus Hamburg von der "Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere". Von ihr stammt auch das Vorwort zum Buch. In einem Nachwort ruft dementsprechend Nina Rauprich die Leser zur aktiven Mitarbeit bei den weiteren Bemühungen zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Wale auf. Manuel und die übrigen Personen der Erzählung sind fiktiv. "Die sanften Riesen der Meere" ist eine Erzählung mit authentischem Hintergrund, kein Bericht. Titel Die sanften Riesen der Meere Autorin Rauprich, Nina Verlag DTV ISBN 3-423-70217-6 Preis € 5,50 Ein Ausflug ins Kino mit dem Anschauen des Films "Daffy und der Wal" soll die Inhalte des Unterrichtsprojekts zusätzlich abrunden und den Kindern einen weiteren emotionalen Höhepunkt verschaffen. Dieser Film ist mit mehreren Preisen (Großer Preis der Erwachsenenjury, Großer Preis der Kinderjury, CIFEJ-Preis, Jugendfilmfestival Laon) ausgezeichnet und ergänzt hervorragend die Botschaften des Buches "Die sanften Riesen der Meere". Die rothaarige, aufgeweckte Daffy mit den wilden Locken lauscht stundenlang den fantastischen Gesängen der sanftmütigen Wale, die sich vor der Küste Nordkanadas tummeln. Ihre besten Freunde sind Elvar, ein quicklebendiger Delfin, und B-Moll, ein ganz besonderer Buckelwal. Das unbekümmerte Leben am Strand könnte für Daffy immer so weitergehen, doch die wunderbare Idylle ist bedroht. Großvater Hektor will die Bucht verkaufen, in der ein riesiges Spielkasino gebaut werden soll. Aber Daffy will auf keinen Fall ihre Bucht, das Meer und ihre besten Freunde im Stich lassen. Eine tiefe Ahnung sagt ihr, dass die Menschen und die Meeresriesen einander noch brauchen werden. Und tatsächlich hört sie schon bald verzweifelte Hilferufe aus den Tiefen des Meeres. B-Moll ist in Lebensgefahr, aber er kann sich auf Daffy verlassen! "Mit DAFFY UND DER WAL weckt Regisseur Jean-Claude Lord behutsam das Verantwortungsgefühl der Kinder, der Erwachsenen von morgen, für die Natur. Der Film versteigt sich nicht in depressive Zustandsbeschreibungen und angsteinflößende Zukunftsvisionen. Daffy ist ein normales, stets zu Streichen aufgelegtes junges Mädchen, das in Einklang mit der Natur lebt. In einer Welt der vergifteten Meere und der sterbenden Robben wird sie zum Inbegriff einer neuen Hoffnung."(Cinema) "In einem übertragenen Sinn aber steht Daffy vor allem für ein anderes Verständnis von der Natur. Und daran knüpft sich auch meine Hoffnung. Wenn die Kinder, heute unsere Zuschauer, ein bisschen von Daffys Liebe zur Natur mitbekommen, dann wird sich in der Zukunft doch einiges ändern." (Jean-Claude Lord) (Quelle: www.filmladen.de)

  • Lesen und Schreiben
  • Primarstufe

"Das Wunder von Bern" – Film, E-Book und Online-Quiz

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit stellt eine sprachlich niedrigschwellige Möglichkeit vor, "Das Wunder von Bern" im Unterricht zu behandeln. Film, Buch oder E-Book in leichter Sprache können verwendet werden. Teile der Unterrichtseinheit passen als Einzelmodule in Vertretungsstunden.Fußball verändert die Welt. So geschehen am 4. Juli 1954 in Bern, als die bislang unbeachtete deutsche Nationalmannschaft nach der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs auf friedliche Weise zeigte: "Wir sind wieder wer!". Im Kinofilm und im Buch zum Film "Das Wunder von Bern" werden vielschichtige Motive verarbeitet. So werden die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Nachkriegszeit vor dem Einsetzen des Wirtschaftswunders dargestellt. Die Belastungen einer Familie, deren Ernährer erst spät aus der Kriegsgefangenschaft entlassen wird, stehen dem Hoffnungsträger Sport und speziell dem Fußball gegenüber. Schließlich ist es der Sport, der die Familie wieder vereint und zugleich Deutschland ein Stück weit mit der Welt versöhnt. Die Unterrichtseinheit bringt diese Themen über Film, Buch und Quiz in den Unterricht - für die innere Differenzierung sowohl mit sprachlich altersgemäßen Texten als auch mit Material in leichter Sprache. Die drei Module der Unterrichtseinheit Der Fußball bietet für ausgewählte Einzelthemen Nachkriegszeit, Weltmeisterschaft und "Reisen" einen Einstieg in schülergerechte Unterrichtsstunden. Methodisch ansprechend werden die Medienformate Text, Video und Online-Quiz in drei Einzelstunden zum Einsatz gebracht. Arbeitsmaterialien, die als Ausdrucke oder digital zum Einsatz kommen können, begleiten die vorgeschlagenen drei Unterrichtsstunden, können aber auch jeweils einzeln zum Einsatz kommen. Ablauf Ablauf der Unterrichtseinheit "Das Wunder von Bern " Hier wird der Ablauf der Unterrichtseinheit "Das Wunder von Bern - Film, Buch und Online-Quiz" exemplarisch erläutert. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler gewinnen Einblick in die wirtschaftlichen und sozialen Probleme in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. erkennen die Bedeutung des Sports für private und internationale Aussöhnung. üben das Lesen und Verstehen von Sachtexten. erproben die Formulierung griffiger Definitionen und Erklärungen. erkennen Informationen in einem Text und ziehen diese zur Bearbeitung von Aufgaben heran. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Bilder. entwickeln Assoziationen zu Bildern. erproben den konstruktiven Umgang mit einer Website (Quiz). betrachten Film und Video konzentriert und entnehmen daraus Informationen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler helfen einander, um erkannte Lücken zu schließen oder Wissen durch Übung zu vertiefen. lernen, mit den verschiedenen Leistungsfähigkeiten der Mitschülerinnen und -schüler umzugehen. WM-Trophäe von 1954 Durch die Betrachtung der WM-Trophäe von 1954 wird in der ersten Stunde dieser Reihe das Interesse am Thema "Wunder von Bern" geweckt: Fußballweltmeisterschaften sind auch heute Medienereignisse von weltweiter Bedeutung, aber der Sieg von 1954 war eine der Grundlagen für den Wiederaufschwung in Deutschland. Dazu sind gewisse Einblicke in die wirtschaftlichen (Armut, Umweltverschmutzung im Ruhrgebiet) und sozialen (durch Krieg/Gefangenschaft zerrissene Familien, die Not Kriegsversehrter) Bedingungen der Zeit notwendig, um die Bedeutung einer gewonnenen Weltmeisterschaft einordnen zu können. Diese erfolgen über Arbeitsmaterial, das in leichter und lerneraltersgemäßer Sprache vorliegt. In der zweiten Stunde wird zunächst die Bedeutung des Fußballs in der heutigen Zeit im Gespräch erarbeitet. Eine Wortsammlung zum Thema Fußball, wie Material 3 anregt, kann unterstützen. Sodann arbeiten die Schülerinnen und Schüler mit einem informierenden Text über die entscheidenden letzten Minuten des Endspiels von 1954. Dabei geht es um richtiges Textverständnis (Lückentext) sowie um die Erarbeitung von Fachbegriffen durch Definitionen in Partnerarbeit. Die Datei liegt in zwei verschiedenen Sprachversionen vor, einmal in leichter Sprache. Das Endspiel Zum Abschluss wird die Darstellung des Endspiels im Film "Das Wunder von Bern" von Sönke Wortmann gezeigt und, sofern noch zeitlich möglich, kritisch besprochen. Unterbringung der Nationalmannschaft 1954 In den 50er-Jahren war das Reisen noch nicht so komfortabel wie heute. Dies zeigt der Schluss des Films "Das Wunder von Bern". Davon ausgehend werden mit einem informierenden Text die Bedingungen der Unterbringung der Nationalmannschaft 1954 erarbeitet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es im Ausland nach dem Zweiten Weltkrieg Vorbehalte gegen Deutschland und deren Vertreter gab, die zum Beispiel die Hotelunterbringung in der Schweiz problematisch erscheinen ließen. Durch den Blick auf eine Landkarte wird deutlich, dass die Nationalmannschaft zwischen Trainingslager und Austragungsort sowohl mit dem Zug als auch auf der Straße befördert werden konnte. Der Flughafen von Bern stand zwar zur Verfügung, aber An- und Rückreise erfolgten mit der Bahn. Abschluss: Der "Geist von Spiez" Den Abschluss der Stunde können Filmausschnitte bilden, in denen die Vorbereitung der Mannschaft im schweizerischen Ort Spiez gezeigt wird. Hier wird noch einmal der "Geist von Spiez" deutlich.

  • Deutsch
  • Sekundarstufe I

Eddie im Finale

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit zu der Lektüre "Eddie im Finale" bietet im Rahmen von Europa- oder Weltmeisterschaften eine gute Gelegenheit, das Thema Fußball mithilfe eines Buches aufzugreifen.Ist Fußball spannend? Oder einfach nur langweilig? Sind Ihre Schülerinnen und Schüler angesichts der bevorstehenden Weltmeisterschaft bereits dem Fußballfieber verfallen, so wie Eddies Familie im Buch? Die Arbeit mit der Ganzschrift kann Anlass zu Gesprächen und zur Auseinandersetzung mit dem Thema Fußball und darüber hinaus zu Themen wie Familie, geschlechtsspezifisches Rollenverhalten, Träume und Wünsche, Wahrheit und Lügen und vieles mehr geben. Zudem bietet es sich an, das Buch als Basis für ein Projekt, bei dem die Kinder Bücher rund um das Thema Fußball vorstellen, zu lesen. "Eddie im Finale" im Unterricht "Eddie im Finale" ist im Fußball-WM-Jahr eine geeignete Lektüre, das aktuelle Ereignis im Unterricht ab der zweiten Klasse aufzugreifen und gleichzeitig leseschwache Schülerinnen und Schüler und Kinder mit wenig Leseinteresse durch das beliebte Thema "Fußball" zum Lesen eines ganzen Buchs zu bewegen. Weil die Ich-Erzählerin Eddie ein Mädchen ist, das nicht viel vom Fußballspielen hält, wird die Geschichte auch bei den Mädchen auf besonderes Interesse stoßen. Das Thema Fußball steht zwar im Mittelpunkt der Geschichte von Zoran Drvenkar, das Buch bietet aber zudem viele Anknüpfungspunkte zu Themen, die nicht im direkten Zusammenhang mit der Sportart stehen, die aufgegriffen und im Unterricht behandelt werden können. Wochenplanarbeit Im Rahmen der Wochenplanarbeit können die Schülerinnen und Schüler Fragestellungen bearbeiten, dazu mithilfe verschiedener Medien recherchieren und Ergebnisse auf herkömmliche Weise und im Internet mit Primolo präsentieren. Weitere Informationen zum Inhalt des Buches finden Sie auf der Seite "Eddie im Finale - die Geschichte" zusammengefasst. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler werden im Sinn erfassenden Lesen gefördert und entwickeln Spaß am Lesen. lesen das Buch selbständig und verbessern ihre Lesetechnik und den Lesefluss. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich untereinander über den Inhalt des Buches aus. betrachten das Thema Fußball aus jungen- und mädchenspezifischer Sicht. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren im Internet nach Büchern rund um das Thema Fußball. stellen ein selbst ausgewähltes Buch in einem Projekt vor. "Alles Blödsinn!" Fußball ist albern, langweilig, aber vor allem anstrengend. Denn seit Eddies Eltern und ihr kleiner Bruder im Europameisterschafts-Fieber sind, nimmt niemand mehr Notiz von ihr. Schlimmer noch: Zum Essen gibt's nur noch Pizza und Popcorn, und Eddie fürchtet ernsthaft, am Ende der Meisterschaft verhungert zu sein. Als ihr Papa jubelnd nach Hause kommt, weil er vier Karten für das Europameisterschaftsendspiel plus Tickets für den Flug und Hotelübernachtung bekommen hat, vergeht Eddie wirklich jede Lust am Ball. Selbst die Aussicht auf ein versprochenes Frühstück mit der Nationalmannschaft kann sie nicht locken, denn schließlich ist alles, was mit Fußball zu tun hat, "Blödsinn". Das Elfmeter-Schießen Tatsächlich schafft es Eddie, ihre schlechte Laune fast bis zum Ende des Finales zu behalten. Es lässt sie zum Beispiel kalt, dass ihre Familie von der Nationalmannschaft am Flughafen empfangen wird und ein paar Spieler sogar mit ihr und ihrem kleinen Bruder bis tief in die Nacht Karten spielen. Es interessiert sie wenig, dass die Spieler deswegen am nächsten Tag verschlafen und beinahe zu spät zum Spiel kommen. Und es reißt sie überhaupt nicht vom Hocker, dass die deutsche Mannschaft schließlich nur noch ein einziges Elfmetertor vom Europameistertitel entfernt ist. Erst als die deutschen Spieler plötzlich Angst haben, den Ball ins Tor zu schießen, gibt sich Eddie einen Ruck und lässt einen halbherzigen Kommentar ab "Das mach ich doch mit links." Vom Fußballmuffel zum Fußballstar Wie durch ein Wunder werden ihre Worte über Lautsprecher übertragen und im ganzen Stadion gehört. Der Schiedsrichter fordert sie auf, aufs Spielfeld zu kommen und den alles entscheidenden Schuss zu wagen. Und Eddie ist zum ersten Mal emotional an einem Fußball-Spiel beteiligt: Sie hat Angst! Doch da sie auf keinen Fall so feige sein will wie die deutschen Fußballer, macht sie keinen Rückzieher. Stattdessen zieht sie die Schuhe aus, macht ihre sagenhafte, übergroße Monsterzehe mit dem Ball bekannt und überträgt ihr die ganze Verantwortung für den Schuss. Die Zehe lenkt zwar den Ball statt nach links direkt auf den verblüfften Torwart zu, der Ball landet aber samt Torwart im Netz, die deutsche Mannschaft hat gewonnen und Eddie wird zum gefeierten Fußballstar!

  • Lesen und Schreiben
  • Primarstufe, Sekundarstufe I