Unterrichtsmaterialien zum Thema "Jugendmedienschutz"

  • Schulstufe
  • Klassenstufe
  • Schulform
  • Fach
  • Materialtyp
  • Quelle

Weiteres Unterrichtsmaterial finden Sie im Lehrer-Online-Shop.

16 Treffer zu "Jugendmedienschutz"
Sortierung nach Datum / Relevanz
Kacheln     Liste

Informationstechnische Grundbildung: Basiswissen Internet

Unterrichtseinheit

Dieses Unterrichtsmaterial vermittelt Grundlagen für eine sichere Internetnutzung. Sie umfassen Arbeitsblätter für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerhandreichungen mit Hinweisen zum Einsatz der Schülermaterialien im Unterricht.Die Materialien sind in zwei Teile gegliedert: Zum einen wird der sichere Umgang mit dem Internet thematisiert, zum anderen liegt der Schwerpunkt auf Qualitätskriterien von Internetquellen. Die Materialien wurden vom MINT EC e. V. in Zusammenarbeit mit dem Learning Lab der Universität Duisburg-Essen entwickelt. Der Verein MINT-EC ist eine Initiative zur Förderung mathematisch-naturwissenschaftlicher Gymnasien und zur Qualifizierung von MINT-Nachwuchskräften. Das Duisburg Learning Lab dient der Ausbildung von Studierenden im Bereich der Entwicklung mediengestützter Lernangebote.Die Schülerinnen und Schüler werden für Gefahren im Internet sensibilisiert und lernen, das WWW kompetent zu nutzen. entnehmen Internetseiten Informationen. beschäftigen sich mit Kriterien für die Qualität von Internetquellen. lösen in Partnerarbeit Aufgaben im Netz. Materialien zur Informationstechnischen Grundbildung Beiträge und Resultate aus den vielfältigen Aktivitäten des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC und seiner Netzwerkschulen werden in der Schriftenreihe "Materialien zur Informationstechnischen Grundbildung" zusammengeführt und veröffentlicht. In verschiedenen Themenclustern erarbeiten MINT-EC-Lehrkräfte und Schulleitungen Schul- und Unterrichtskonzepte, entwickeln diese weiter und nehmen dabei neue Impulse aus Wissenschaft und Forschung und aus aktuellen Herausforderungen der schulischen Praxis auf.

  • Informatik
  • Sekundarstufe I

Sicherer Umgang mit sozialen Medien

Unterrichtseinheit

In dieser Einheit werden den Lernenden wichtige Basis-Kompetenzen für den sicheren Umgang mit sozialen Medien vermittelt. Darüber hinaus stehen umfassende Hintergrundinformationen zum Thema zur Verfügung.Das Augenmerk in diesem Unterrichtsvorschlag liegt auf den möglichen Risiken, die soziale Medien bergen können. Dabei geht es nicht darum, soziale Medien gänzlich zu verdammen, vielmehr sollen die Schülerinnen und Schüler dazu befähigt werden, mit schwierigen Situationen souverän umgehen zu können. Nach einer Einführung in die Thematik werden einige praktische Beispiele angeführt, die die Jugendlichen sensibilisieren sollen. Vermittlung von Basis-Kompetenzen Zielsetzung dieser Einheit ist es, den Lernenden wichtige Basis-Kompetenzen für den sicheren Umgang mit sozialen Medien zu vermitteln. Die Schülerinnen und Schüler sollen für schwierige Situationen sensibilisiert werden und selbstständig geeignete Handlungsstrategien wählen können. Die Lernenden nutzen Texte und Schaubilder und arbeiten aktiv mit sozialen Medien. Für die Lehrkraft stehen ausführliche Hintergrundinformationen zur Verfügung. Ablauf der Unterrichtseinheit "Sicherer Umgang" Ablauf der Unterrichtseinheit "Sicherer Umgang" Auf dieser Seite sind relevante Hintergrundinformationen zum sicheren Umgang mit sozialen Medien für Sie zusammengestellt. Ergänzt werden diese durch konkrete Unterrichtsideen zum Thema. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wissen, aus welchen Informationen sich die digitale Identität zusammensetzt und entscheiden bewusst, was sie von sich im Internet preisgeben möchten. können das Internet sowie ihren eigenen Gebrauch auch aus einer kritischen Perspektive heraus betrachten (Entdecken eigener riskanter Verhaltensweisen). sind sich möglicher Gefahren und Risiken im Internet bewusst. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können sicher und reflektiert das Internet und soziale Netzwerke benutzen. erkennen die Macht, die das Internet über Inhalte (Text-, Video-, Bildmaterial) hat (Schnelligkeit der Verbreitung, fehlende Kontrolle). wissen, wie sie sich vor Gefahren und Risiken im Internet schützen können. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erlernen, was sie unternehmen können, wenn sie sich einer Gefahr ausgesetzt fühlen (Problemlöse-Kompetenz). sind in der Lage, nach Hilfe und Unterstützung zu fragen und wissen, bei wem sie diese bekommen. helfen sich auch gegenseitig bei Problemen im Bereich der Internetnutzung. Projekt "Learn to teach by social web" Diese Materialien wurden im Projekt "Learn to teach by social web" erarbeitet. Das Projekt gibt Lehrerinnen und Lehrern ein Curriculum an die Hand, mit dem sie sich auf die Lehre für und mit sozialen Medien vorbereiten können. Disclaimer Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben. Schaffung einer digitalen Identität Das Profil, welches sich Nutzerinnen und Nutzer in sozialen Netzwerken erstellen, nennt man auch "digitale Identität". Persönliche Daten, Bilder, Nachrichten, Statusmeldungen und vieles mehr beschreiben die Person auf einer digitalen Ebene. Fremde Menschen erfahren auf einen Blick eine ganze Menge über den Profilinhaber beziehungsweise die Profilinhaberin. Informationen sorgfältig auswählen Solch eine digitale Identität kann einige Vorteile mit sich bringen, wenn die Nutzerin oder der Nutzer die preisgegebenen Informationen sorgfältig auswählt. Für eine angemessene Auswahl dieser Informationen sollten auch die möglichen Risiken in Betracht gezogen werden. Durch welche Informationen die digitale Identität gebildet wird, zeigt das Arbeitsmaterial, das Sie hier herunterladen können. Einleitung Nach einer kurzen Einführung in die Thematik sollen nun die Gefahren und Risiken, die sich durch den Gebrauch ergeben können, näher beleuchtet werden. Ziel ist es, dass die Jugendlichen ein umfangreiches Wissen hinsichtlich der Thematik Schutz und Sicherheit im Internet erlangen und somit befähigt werden, eigenständig und souverän mit ihren Daten und ihrer Privatsphäre umgehen zu können. Unterschiedliche Wahrnehmung der Risiken im Internet Das folgende Schaubild stellt eine Übersicht der wahrgenommenen Gefahren und Risiken im Internet aus Sicht der Kinder und Jugendlichen sowie deren Eltern dar. So werden unter anderem inhaltsbezogene (Doppelachse: Oben) und kontaktbezogene (Doppelachse: Unten) Risiken angeführt sowie Gefahren, die durch das Verhalten anderer (Achse: Rechts) oder durch das eigene (Achse: Links) entstehen. Die Rolle der Lehrkraft Das Verhalten der Schülerinnen und Schüler im Internet sollte nicht kontrolliert werden, dies wäre ein wenig hilfreicher Ansatz. Klären Sie die Lernenden vielmehr über die Gefahren auf, machen Sie ihnen deutlich, wie wichtig der Schutz persönlicher Daten ist und vermitteln Sie ihnen die Fähigkeit, die eigene Internetnutzung kritisch betrachten zu können. Die folgenden Schaubilder können unterstützend eingesetzt werden. Aufgabenbeschreibung Machen Sie mit Ihren Schülerinnen und Schülern den Selbsttest. Schon mehrfach haben Lehrerinnen und Lehrer Fotos bei Facebook hochgeladen, mit der Bitte, bei diesen auf "Gefällt mir" zu klicken. Ihre Schülerinnen und Schüler werden überrascht sein, wie viele Personen das Foto teilen und wie weit es sich letztendlich verbreiten wird. Eine Lehrerin aus England startete den Versuch und nutzte dazu einen simplen Aufruf (Achtung: Der Artikel ist nur nach einer kostenlosen Registrierung komplett zu lesen). Falls die schulische Nutzung von Facebook in Ihrem Bundesland nicht gestattet ist, können Sie diesen Versuch auch zu Hause durchführen und den Lernenden lediglich das Ergebnis vorstellen. Sinn der Übung Ziel dieser Übung ist es, den Lernenden zu verdeutlichen, wie schnell ein Foto um die Welt geht. Darüber hinaus können Sie so Ihren Schülerinnen und Schülern vermitteln, dass ab dem Moment der Veröffentlichung jegliche Kontrolle über den eigenen Inhalt - sei es ein Foto, Video oder eine Textnachricht - verloren geht. Aufgabenbeschreibung Lesen Sie zusammen mit Ihren Schülerinnen und Schülern folgenden Artikel . Dieser thematisiert, wie die eigene Privatsphäre im Internet geschützt werden kann. Mithilfe dieses Textes als Grundlage können Sie nun gemeinsam mit Ihrer Klasse ein Musterprofil erstellen, anhand dessen deutlich wird, welche Daten man preisgeben sollte und welche nicht. Fordern Sie anschließend die Lernenden in Form einer Hausaufgabe dazu auf, ihre eigenen Profile zu überprüfen. Gefahren sozialer Netzwerke einfach erklärt Das folgende Video kann den Schülerinnen und Schülern bewusst machen, welche Reichweite soziale Netzwerke haben können. Abschließendes Zusammenstellen eines Posters zur Erinnerung Wenn Sie das Thema "Sicherheit und Schutz im Internet" mit Ihrer Klasse besprechen, können Sie sich alle in dieser Einheit genutzten Grafiken herunterladen und ausdrucken, um diese in der Klasse in Form eines großen Posters aufzuhängen. Somit haben Sie alle wichtigen Informationen sichtbar vereint. Konkrete Handlungsstrategien und Maßnahmen Abschließend ist zu sagen, dass es immer besser ist, Prävention anstelle von Intervention zu betreiben. Arbeiten Sie mit Eltern, Kolleginnen und Kollegen und den Lernenden zusammen. Gemeinsam können sich die Schülerinnen und Schüler auf unangenehme Situationen vorbereiten und ein geeignetes Handlungsmuster finden. Als Unterstützung zur Erarbeitung von gemeinsamen Handlungsstrategien kann diese Grafik weiterhelfen, welche sechs solcher Taktiken für den Schulbereich anführt. Ebenso können Sie das Schaubild mit verschiedenen Maßnahmen einsetzen. Weitere spannende Hinweise zum Thema Prävention finden Sie außerdem hier . SIC - EU-Länder Zentren für sicheres Internet Zusätzlich gibt es in allen EU-Ländern Zentren für sicheres Internet (SIC). Jedes dieser Zentren setzt sich aus vier Komponenten zusammen und bietet Ihnen darüber hinaus Informationsmaterial und Beratungsgespräche: 1. Zentrum zur Stärkung des Bewusstseins Nationale Zentren zur Stärkung des Bewusstseins zielen darauf ab, das Bewusstsein und das Verständnis für die Problematik der Sicherheit im Internet zu erhöhen. Sie leiten Kampagnen, um Kindern, Jugendlichen, Eltern, Betreuerinnen und Betreuern sowie Lehrkräften dabei zu helfen, sich möglicher Gefahren bewusster zu werden. Ihr Ziel ist es, Menschen durch Fertigkeiten, Wissen und Strategien dazu zu befähigen, eine Widerstandskraft zu entwickeln, um sich selbst im Internet zu schützen. 2. Beratungsstellen Beratungsstellen bieten Kindern, Jugendlichen und Eltern Informationen, Ratschläge und Hilfestellungen zum Umgang mit schädlichen Inhalten, Kontakten und Verhaltensweisen. Sie können über verschiedene Kanäle wie Telefon, E-Mail, Skype oder per Chat erreicht werden. 3. Telefondienst Über die Telefondienste können Menschen illegale Inhalte anonym melden. Diese Meldungen werden dann an den Anbieter der Dienstleitung im Internet, die Polizei oder den entsprechenden Telefondienst weitergeleitet. 4. Gremium der Jugendlichen Gremien ermöglichen es Jugendlichen, ihre Standpunkte zu äußern und Erfahrungen und Wissen in Bezug auf die Technologien und das Internet auszutauschen.

  • Informatik
  • Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Projekt "Handy-Führerschein"

Unterrichtseinheit

Das Handy hält inzwischen schon in der Grundschule Einzug ins Klassenzimmer. Kinder frühzeitig im verantwortlichen Umgang mit diesem mittlerweile allgegenwärtigen Medium zu schulen, ist Ziel dieses Unterrichtsprojekts.Mobile Kommunikation ist eine Schlüsseltechnologie, die unseren Alltag laufend verändert. Gerade in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen hat das Handy mittlerweile eine wichtige Funktion: Es beeinflusst, wie man miteinander kommuniziert, sich in der Freizeit zusammen findet und auch das Zugehörigkeitsgefühl zu einer Gruppe. Für den Unterricht bedeutet das: Lehrerinnen und Lehrer können das Medium nutzen, um Schülerinnen und Schüler schon im Grundschulalter für bestimmte Lerninhalte zu motivieren. Gleichzeitig kann mit anschaulichen Themen verdeutlicht werden, welche Möglichkeiten und Risiken mobile Kommunikation hat. Die so vermittelte Medienkompetenz soll frühzeitig zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Handy führen. Zielsetzung des Projekts Nach Ablauf des Projekts sollen die Schulkinder in der Lage sein, mobile Kommunikation zu verstehen, für sich sinnvoll und verantwortungsvoll zu nutzen und sich über die damit verbundenen gesellschaftlichen Anforderungen, Chancen, aber auch Risiken klar zu werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen aus ihrer Perspektive und aus ihren Bedürfnissen heraus an die Themen und Inhalte herangeführt werden, so dass ihre Medienrealität, ihr Medienalltag und ihre Medienerfahrungen für den Unterricht genutzt werden können. Organisation und Ablauf Insgesamt besteht das Projekt aus sechs Modulen: Fünf fachbezogene Unterrichtssequenzen vermitteln Inhalte rund um den Mobilfunk, darauf aufbauend werden in einer abschließenden, sechsten Unterrichtssequenz mittels Fragebogen Wissen und Ergebnisse gesichert und in Form eines "Handy-Führerscheins" dokumentiert. Die verschiedenen Unterrichtsmodule können zielgerichtet in einzelnen Fächern stundenweise bearbeitet werden. Auch ein umfangreicheres fächerübergreifendes Projekt ist denkbar. Handynutzung im Unterricht Diese Unterrichtseinheit kann ohne den Einsatz von echten Handys durchgeführt werden, denn mit den selbst gebastelten Handys aus dem Modul "Bedienungsanleitung" lassen sich alle Lerninhalte vermitteln (Ausnahme: Unterrichtssequenz "Mobilfunk-Übertragung"). Lehrkräfte können sich aber auch für den Einsatz der eigenen Handys der Kinder - sofern vorhanden - entscheiden, wodurch diese den Umgang mit dem Medium unmittelbar und unter Anleitung erlernen können. In diesem Fall fallen jedoch Kosten an! Lehrende sollten daher nach eigenem Ermessen und nach Absprache mit den Eltern entscheiden. Bedienungsanleitung Bei der Gestaltung eines eigenen Papp-Handys lernen die Schülerinnen und Schüler die wichtigsten Begriffe und Funktionen eines Handys kennen. Mobilfunk-Übertragung Durch handlungsorientierte Versuche gewinnen die Mädchen und Jungen erste Erkenntnisse zur Mobilfunk-Übertragung. Spielregeln im Umgang mit dem Handy Die Schulkinder lernen einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Handy im öffentlichen Raum, in Notfallsituationen und in Bezug auf die eigene Gesundheit. Handykosten Die Kinder lernen die Kosten mobiler Kommunikation in unterschiedlichen Situationen und bei verschiedenartigen Anwendungen kennen. SMS schreiben Die Mädchen und Jungen lernen die besonderen Eigenschaften der Kommunikation per SMS kennen und vergleichen diese mit anderen Kommunikationsformen. Lernzielkontrolle und Projektabschluss Mittels Multiple-Choice-Test werden die Erkenntnisse und das Wissen zum Handy und zur mobilen Kommunikation abgefragt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen die besonderen Eigenschaften der Kommunikationsform SMS kennen lernen und mit anderen Kommunikationsanlässen und -formen vergleichen. sich mit gesundheitlichen Aspekten des Mobilfunks auseinandersetzen. die Kosten mobiler Kommunikation in unterschiedlichen Situationen und bei verschiedenartigen Anwendungen (Telefonat, SMS) kennen lernen. das Gelernte in einer Handy-Führerschein-Prüfung dokumentieren. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen die technischen Grundlagen der mobilen Kommunikation verstehen. ein Mobilfunkgerät bedienen können und die Basis-Funktionen eines Handys verstehen lernen. Erkenntnisse gewinnen, die zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Handy führen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen sich in der Gruppe auseinandersetzen und das Medium Handy als Kommunikations-Instrument einschätzen lernen. Das Basteln eines Handys eignet sich als Einstieg in das Thema "mobile Kommunikation". Vermittelt werden sollen hierbei die Grundvoraussetzungen für das Telefonieren mit einem Handy: Die Kinder lernen die wichtigsten Komponenten eines Mobilfunkgeräts kennen, die man zum Telefonieren braucht und die zur Mobilfunkübertragung unbedingt notwendig sind. Durch das gebastelte Handy erhalten die Schülerinnen und Schüler einen eigenen Zugang zu einem Mobilfunkgerät und können so die technischen Begriffe in einer kreativen Umsetzung lernen. Mittels der Bastelvorlage können die Schülerinnen und Schüler sich ihr eigenes Handy gestalten - dabei lernen sie die wichtigsten Begriffe kennen. Als Bastelmaterial werden Pappe, Schere, Kleber und Buntstifte benötigt. Mit dem Papp-Handy können anschließend im Rollenspiel auch Gesprächsituationen und Kommunikationsanlässe geübt werden. Funkwelle und Funkzelle Handys brauchen zur Übertragung von Information keine Leitungen, sondern ein Mobilfunknetz. Zwei Begriffe sind von besonderer Bedeutung: Funkwelle und Funkzelle. Informationen werden per Funkwellen übertragen (physikalisch-elektromagnetische Welle), solange das Handy in einer Funkzelle ist. Das Wichtige an einer Funkzelle ist, dass sich in jeder eine Basisstation befindet, die die Funkwellen in digitale Signale übersetzt. Das Mobilfunknetz Zentrale eines Mobilfunknetzes ist die Vermittlungsstelle: Hier werden Informationen zwischen zwei Handys oder von Handys in das Festnetz vermittelt. Ein Handy kann also nur dann empfangen und senden, wenn es sich in einem Mobilfunknetz befindet - dies ist an der Balkenanzeige im Display jedes Handys abzulesen. Hat ein Handy keine Verbindung zu einem Mobilfunknetz, beispielsweise in einem Funkloch, so wird dies auf dem Display des Handys angezeigt. Wie verändert sich des Balken-Symbol auf dem Display des Handys an unterschiedlichen Orten? Was passiert, wenn sich an einem Ort, an dem das Handy nicht funktioniert, ein zweites Handy in unmittelbarer Nähe befindet? Holzkiste, Kunststoffdose oder Metallkasten - in welchem Behältnis klingelt das Handy, wenn man es anruft? Zum Gesamtverständnis wird mittels Arbeitsblatt anschaulich erklärt, welche Komponenten bei der mobilen Kommunikation per Handy notwendig sind. Begriffe wie Basisstation, Vermittlungsstelle, Funkwelle und Funkzelle werden in einen Zusammenhang gestellt. Mobilfunk-Übertragung Durch diese anschaulichen Versuchen erkennen die Schülerinnen und Schüler, dass ein Handy für die Übertragung von Informationen "etwas" benötigt. Dadurch wird die Neugier geweckt herauszufinden, wie die Mobilfunk-Übertragung funktioniert. Die Kinder können für ihre Versuche zu Expeditionen durch das Schulhaus angeregt werden, auch eine gemeinsame Exkursion in die Umgebung ist denkbar. Abschließend erfolgt die Dokumentation der Experimente in kurzen Versuchsprotokollen. Erfahrungsaustausch im Gesprächskreis Im Anschluss können die jeweiligen Teams ihre Erfahrungen den anderen Schulkindern der Klasse berichten. Im Gespräch werden Vermutungen oder Fragen diskutiert und zusammen mit der Lehrerin oder dem Lehrer geklärt. Auf einem Plakat oder mit einer Wandzeitung stellen die Schulkinder ihre Ergebnisse aus: Die aufgesuchten Orte werden mit einem Balkensymbol versehen, um so das Versuchsergebnis zu präsentieren. Eine Exkursion außerhalb der Schule lässt sich sogar mit Fotos dokumentieren, die zu den Arbeitsergebnissen gestellt werden können. Auf der Website "Polly und Fred" können die Kinder Übungsszenen eines Handykurses nachspielen. Sie entdecken dabei gemeinsam mit den Comicfiguren Polly und Fred die wichtigsten Funktionen eines Handys - so auch, wie eine Mobilfunk-Übertragung funktioniert. Die Website ergänzt die dazu gehörende Lernsoftware "Handy-Kurs mit Polly und Fred" . Polly und Fred Auf der Website zur Lernsoftware „Handy-Kurs mit Polly und Fred“ können Kinder Teile der Übungsszenen von der CD-ROM nachspielen. Zum Thema SAR-Wert Beim mobilen Telefonieren wirken hochfrequente elektromagnetische Felder (Funkwellen) auf den Körper ein. Die Energie dieser Felder wird im Gewebe absorbiert und in Wärme umgewandelt. Es gibt eine Maßeinheit, um die Absorption elektromagnetischer Felder im Körpergewebe zu messen, dies ist die Spezifische Absorptionsrate (SAR-Wert). Zum Schutz der Gesundheit wurde gesetzlich ein maximal erlaubter SAR-Grenzwert für Mobiltelefone festgelegt: Zwei Watt pro Kilogramm Körpergewebe. Wie hilft das Handy im Notfall? Wichtig ist neben dem nationalen Polizeinotruf 110 auch die Nummer 112, der internationale Notruf. Der Notruf 112 funktioniert in den Mobilfunknetzen weltweit. Er alarmiert Feuerwehr und Rettungsdienst. Man kann den Notruf von jedem Handy gebührenfrei absetzen, sogar ohne eingelegte SIM-Karte oder PIN-Code. Einzige Voraussetzung ist, dass das Handy eingeschaltet ist und Netzempfang hat. Wichtig ist darüber hinaus, den eigenen Standort benennen zu können. Rollenspiel Das Nachspielen bestimmter Situationen aus der Lebenswelt der Kinder schafft ein Bewusstsein dafür, wann man in der Öffentlichkeit das Handy benutzt, es besser ausstellt oder überhaupt nicht verwenden darf. Dies dient dem Beachten von Handy-Verboten, aber auch dem Erlernen von Rücksichtnahme Anderen gegenüber beim Telefonieren im öffentlichen Raum. Bilder malen Die Schülerinnen und Schüler entwerfen eigene Bilder, in denen sie bestimmte Situationen bezeichnen. Möglich ist auch das Entwerfen eines Plakats mit dem Handy-Verbotsschild, das im Gesprächskreis als Anstoß dienen kann. Gesprächskreis Die Mädchen und Jungen erzählen sich gegenseitig, wo sie ein Handy-Verbotsschild schon gesehen haben. Im Stuhlkreis diskutieren die Kinder über Situationen, in denen sie sich selbst vom Klingeln eines Handys gestört fühlen würden. Eine Notfallsitualion durchspielen Mit dem Papp-Handy üben die Schülerinnen und Schüler, wie man im Notfall Hilfe herbei telefoniert. Im Rahmen eines Rollenspiels überlegen sie sich eine Notfall-Situation, in der das Handy zum Einsatz kommen kann. Genaue Ortsangabe Die Lehrkraft weist die Kinder darauf hin, dass Hilfe nur bei einer genauen Ortsangabe erfolgen kann. Denn in Deutschland werden zwar mehr als die Hälfte aller Notrufe - über zehn Millionen pro Jahr - per Mobiltelefon getätigt. Aber nur jeder dritte Anrufer kennt den eigenen, genauen Standort. Keine Scherze! Außerdem sollte den Kindern erklärt werden, dass ein Notruf nicht "einfach nur zum Spaß" abgesetzt werden darf und dass man dafür strafrechtlich verfolgt werden kann. Betrifft dies Kinder, müssen die Eltern sich gegebenenfalls für die Vernachlässigung der Aufsichtspflicht verantworten. Grundwissen zum SAR-Wert Die Schülerinnen und Schüler sollen verstehen, dass das Handy beim Senden und Empfangen etwas "leisten" muss und dafür Funkwellen benötigt werden, die im Körper geringe Mengen von Wärme erzeugen. Die Lehrkraft erklärt, dass der SAR-Wert eines Handys Auskunft darüber gibt, wie hoch diese Erwärmung sein kann. Tipps für den Umgang mit dem Handy In Kleingruppen erarbeiten die Schülerinnen und Schüler Empfehlungen zum gesundheitsbewussten Umgang mit dem Handy, zum Beispiel: Auf einen guten Empfang achten: Dann telefonieren, wenn möglichst viele Balken im Display angezeigt werden. Möglichst kurz sprechen. Eine Freisprechanlage nutzen. Eine SMS schicken statt zu telefonieren. Anschließend tragen die Teams ihre Ergebnisse der ganzen Klasse vor. Interviews oder Umfrage Die Kinder können zu diesem Thema ("Was muss man beachten, um gesundheitsbewusst mit dem Handy zu telefonieren?") in Teams eine kleine Umfrage starten. Auf dem Schulhof (Befragung älterer Schülerinnen und Schüler mit Handys), zu Hause im Familienkreis oder auf der Straße sammeln sie Meinungen und tragen sie anschließend in der Klasse vor. Empfehlungen der deutschen Jugendämter zum Taschengeld: 2 bis 5 Jahre: 0,5 Euro wöchentlich maximal 6 bis 7 Jahre: 1,5 Euro wöchentlich, maximal 2 Euro 8 bis 9 Jahre: 2 Euro wöchentlich, maximal 2,5 Euro 10 bis 12 Jahre: 10 Euro monatlich 13 bis 15 Jahre: 20 Euro monatlich Rollenspiel Zur Verdeutlichung können die Beträge mit Spielgeld veranschaulicht werden. Zu Hause fragen Eine Übung zur Eigenrecherche besteht darin, die Kinder zu Hause nachfragen zu lassen, was ältere Geschwister oder Freunde an Kosten für ihre mobile Kommunikation aufwenden. Im Unterricht werden diese Kosten dann in Beziehung zu Beträgen gesetzt, die die Schülerinnen und Schüler kennen, wie beispielsweise Kosten für ein Comic-Heft, den Eintritt ins Schwimmbad oder einen Schokoriegel. Die Ergebnisse der Interviews zu Hause diskutieren die Kinder anschließend im Stuhlkreis. Mögliche Fragen sind: "Wie groß oder wie klein sind die Beträge?" "Findet ihr die Kosten fürs Telefonieren mit dem Handy hoch oder nicht so hoch?" "Was kann man tun, um diese Kosten im Griff zu behalten?" Die Kinder können zu diesem Thema in Teams eine kleine Umfrage starten: Im Klassenzimmer untereinander, auf dem Schulhof (Befragung älterer Schülerinnen und Schüler mit Handys) oder sogar auf der Straße. Mögliche Fragen sind: "Wie viel Taschengeld sollte man für das Handy ausgeben? "Haben Sie das Gefühl, Ihre Handykosten sind zu hoch?" "Wie kann man die Ausgaben kontrollieren?" Das Portal "Die Internauten" bietet unter anderem kindgerecht aufgearbeitete Informationen zum Thema "Kinder und Mobilfunk". Die Website ist ein Angebot der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM), des Deutschen Kinderhilfswerks und MSN Deutschland. Die Internauten Besonders das interaktive Comic-Spiel „Einsatz gegen das Handy-Monster“ sensibilisiert Kinder für Kosten rund ums Handy. Per Handy kann man Textnachrichten (SMS: Short Message Service) verschicken - mit einer Länge von 160 Zeichen. Die formalen Bestandteile eines Briefes finden sich auch in einer SMS wieder: Anrede, Mitteilung, Grußwort und Unterschrift. Im Unterschied zum Brief ist bei einer SMS der Informationsträger jedoch ausschließlich die digital übertragene und auf dem Mini-Display eines Handys lesbare Schrift. Eine persönliche Note - wie Handschrift oder Papier beim Brief oder der Tonfall bei einem Telefonat - fehlt bei der SMS. Trotzdem bietet die SMS mittlerweile eine eigene, unverwechselbare Textsorte, die wegen ihrer starken Verkürzung mehr enthält, als zunächst sichtbar erscheint. Sie ist daher auch für den Deutschunterricht zunehmend interessant. Schreiben üben Durch das Schreiben kurzer SMS-Texte lernen die Schülerinnen und Schüler den Umgang mit schriftlichen Mitteilungen und die Bestandteile eines "Briefs" (einer Nachricht) kennen. Rollenspiele Kommunikationsanlässe wie "etwas erzählen, eine Nachricht übermitteln, sich verabreden, Fragen stellen, Antworten geben, plaudern, anderen nahe sein" können auch Anlässe für eine SMS sein. Dies lässt sich im Rollenspiel, eventuell mit den gebastelten Papp-Handys, im Unterricht gut erarbeiten. Variante: Abkürzungen Die Kinder können sich Alternativen zu üblichen Grußworten (Begrüßung und Verabschiedung) ausdenken. Auch die Verwendung von Abkürzungen wie "LG" für "Liebe Grüße" oder ein Smiley für "Freude" kann geübt werden. Dialoge führen Im simulierten "Hin-und-her-Schicken" von SMS üben die Mädchen und Jungen, einen Dialog zu führen. Die Zeitverzögerung beim Schreiben ist hierbei durchaus hilfreich, da man sich dadurch darüber klar werden kann, was man sagen will und wie man Inhalte strukturiert. In Partner- oder Gruppenarbeit schreiben die Schülerinnen und Schüler jeweils Briefe, SMS oder E-Mails (am Computer - je nach Ausstattung an der Schule). Die Kinder berichten den anderen Teams, welche Erfahrungen sie mit der jeweiligen Kommunikationsform gemacht haben (Kürze des Textes, Versandform und -zeit, notwendige Voraussetzungen, Spaßfaktor et cetera). Die im Projektverlauf entstandenen Arbeitsergebnisse (Papp-Handy, Arbeitsblätter, Skizzen et cetera) sind die fachlichen Grundlagen für den Handy-Führerschein. Zum Erlangen des Handy-Führerscheins werden einzelne Inhalte abgefragt, die zuvor in den fünf fachbezogenen Unterrichtsmodulen gelernt wurden. Der Handy-Führerschein ist somit die zusammenführende Ergebnissicherung des Projekts. Die Schülerinnen und Schüler sichern sich selbst durch das Beantworten einfacher Fragen einen Nachweis ihrer Medienkompetenz in Sachen Handy. Multiple-Choice-Fragebogen Mittels Fragebogen beantworten die Kinder im Multiple-Choice-Verfahren jeweils eine Frage zu den vorangegangenen fünf Unterrichtsmodulen. Der Fragebogen kann in ausgedruckter Form als Test bearbeitet oder online am Computer ausgefüllt werden. Online werden die Fragen am Ende des Tests ausgewertet, für die analoge Auswertung gibt es ein Lösungsblatt für Lehrkräfte. Ein persönlich gestaltetes Dokument Nach "erfolgreicher Prüfung" erhalten die Schülerinnen und Schüler ihren Handy-Führerschein: Sie tragen selbst ihren Namen ein und können den Führerschein persönlich gestalten. Der Handy-Führerschein dokumentiert sichtbar ihre neu erworbenes Wissen. Eine eigene Projekt-Website erstellen Eine Klasse, die das Projekt "Handy-Führerschein" durchlaufen hat, kann gemeinsam mit ihrer Lehrkraft ihre Arbeitsbeispiele und -ergebnisse mit einer eigenen Website im Internet präsentieren. Ganz einfach geht das mit dem Homepage-Generator Primolo von Schulen ans Netz e. V. Für die Schülerinnen und Schüler ist dies eine gute Möglichkeit, sich dem Medium Internet anzunähern und ihre Projektergebnisse anderen zugänglich zu machen. Bilder der selbst gebastelten "Traum-Handys" Fotos und Texte der Umfragen und Interviews Ergebnisse der Handy-Experimente Foto-Dokumentation einer nachgespielten Notfallsituation oder anderer Rollenspiele Einzelne Handy-Führerscheine der Schülerinnen und Schüler Bredenkötter, Jens; Ring, Martin (2004): Benny Blu Handy - Telefone und Funklöcher. Regensburg: Kinderleicht Wissen Schubert, Ulli (2003): Leselöwen Handygeschichten. Bindlach: Loewe

  • Computer, Internet & Co.  / Sache und Technik
  • Primarstufe

Animals

Unterrichtseinheit

Kinder im Grundschulalter lieben Tiere und sind leicht für dieses Thema zu begeistern. Doch wie lauten die englischen Tiernamen?Bei dieser Unterrichtseinheit erweitern Schülerinnen und Schüler mit Hilfe eines englischen Kinderbuchs ihren Wortschatz zum Wortfeld "animals". Zudem werden einige wichtige Redemittel eingeführt und in einfachster Form szenisch und schriftlich umgesetzt. Beim Erstellen eines eigenen englischen Büchleins für die Klassenbücherei kommt auch der Computer zum Einsatz. Klingt anspruchsvoll? Ist aber ohne weiteres machbar, wenn man bei den konkreten Aufgabenstellungen bescheiden bleibt. Lehrplanthema "Tiere" Der Lehrplan Englisch in der Grundschule legt verbindliche Erfahrungsfelder für das dritte und vierte Schuljahr fest. In Nordrhein-Westfalen gehört die Einführung der Tiernamen zum Erfahrungsfeld "Eine Welt für alle". In dieser Unterrichtseinheit lernen die Schülerinnen und Schüler in einer elementaren Situation die englischen Tiernamen kennen und erweitern mit den Redemitteln ihre kommunikativen Kompetenzen. Erste Dialoge Mündlich ... und schriftlich: story telling regt zu Dialogen an und motiviert zur Texterstellung. Verlauf der Unterrichtseinheit Einstieg in die Thematik, Story Telling mit Flashcards und Post-Story Activities Buchgestaltung am Computer Arbeitsschritte und Praxistipps Fachbezogene Lernziele Die Schülerinnen und Schüler sollen die englischen Bezeichnungen für verschiedene Tiere kennen lernen. einen kurzen Dialog einüben. Ziele im Bereich Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen Malvorlagen mit Tieren aus dem Internet in einen Ordner herunterladen. die Schattenseiten der Internetnutzung kennen und damit umgehen lernen. die Malvorlagen mit einem Malprogramm bearbeiten (fakultativ). die Tierbilder in ein Textverarbeitungsdokument einfügen. Sprechblasen mit kurzen Texten einbauen. Thema Animals Autorin Irene Overlack Fach Englisch in der Grundschule Zielgruppe 3. Schuljahr Zeitraum zwei bis drei Stunden Technische Voraussetzungen Computer/Medienecke mit Internetanschluss in der Klasse/im Computerrraum; Drucker Buchausgabe Julia Donaldson und Axel Scheffler, Monkey Puzzle, Macmillan Children's Books, ISBN-Nr.: 0-333-72001-6 Planung Verlaufsplan Animals mündlich ... Der Einsatz authentischer Materialien - wie hier das englische Kinderbuch "Monkey Puzzle" - weckt das Interesse der Schülerinnen und Schüler und fördert die Freude am Sprachenlernen. Nach der Einführung der Geschichte durch die Lehrkraft (Story Telling) üben die Kinder kleine Dialoge ein, die in ein szenisches Spiel eingebettet sind. Damit erwerben und erproben sie elementare sprachliche Mittel. ... und schriftlich Durch den Umgang mit dem Buchtext wird gleichzeitig die Motivation für das Erstellen eines eigenen kleinen Buches geschaffen. Natürlich ist in der Grundschule die Fähigkeit gesprochene in geschriebene Sprache umzusetzen nur ganz eingeschränkt anwendbar. Dennoch kann auch unter solchen Voraussetzungen eine ansprechende Arbeit entstehen (Beispiel unter "Download"). Am Computer setzen die Kinder die Geschichte in ein eigenes Werk für die Klassenbücherei um. Dabei erwerben die Schülerinnen und Schüler neben Fremdsprachenkenntnissen auch Kompetenzen im Umgang mit dem neuen Medium. Sie lernen den Computer als Lernwerkzeug und als Mittel der Informationsbeschaffung (Internet, Lexikon ...) kennen. Aufhänger: Geliebtes und Bekanntes Am Tag vor Beginn der Unterrichtseinheit hatte ich die Kinder gebeten ihr Lieblingsstofftier mitzubringen. Nun werden die mitgebrachten Tiere vorgestellt und beschrieben. Dabei wird das bereits bekannte Wortmaterial wie etwa colours, body parts und Ähnliches reaktiviert. Schließlich erfolgt die Überleitung zur Hauptfigur des englischen Kinderbuchs "Monkey Puzzle". Das Buch von Julia Donaldson und Axel Scheffler erzählt die Geschichte eines kleinen Affen, der seine Mutter verloren hat. Einführung in die Story: weniger ist mehr Beim Einsatz eines fremdsprachigen Buches muss die Lehrkraft im Vorfeld entscheiden, welches Vokabular sie einführen will (hier beispielsweise Tiernamen, Größenadjektive, Körperteile...). Der gesamte Text wird die Kinder überfordern. Daher ist eine Reduktion auf ein Wortfeld anzuraten. Ich beschränke mich in dieser Unterrichtsreihe auf die Tiernamen, die bislang noch nicht eingeführt wurden. Story Telling mit Flashcards Statt den gesamten Buchtext vorzulesen erzähle ich die Geschichte frei in ganz einfachen Sätzen mit möglichst vielen Wiederholungen. Während ich die Handlung für die Kinder verständlich wiedergebe, hänge ich flashcards (Bildkarten) mit den einzelnen Tieren an die Tafel, die ich passend zum Buch vorbereitet habe. So werden die englischen Tiernamen (monkey, elephant, parrot, frog, snake, ...) eingeführt. Vorteil der Flashcards gegenüber dem Buch: Die Bilder haben ein größeres Format und sind für alle Kinder gut sichtbar. Verständniskontrolle Anschließend gebe ich die flashcards an die Schülerinnen und Schüler weiter und trage die Geschichte ein zweites Mal vor. Immer wenn der Name eines Tieres genannt wird, heben die Kinder das passende Bild hoch. Szenisches Spiel Dem Hören und Verstehen folgt das eigene Sprechen. Die Kinder führen einen kurzen Dialog als szenisches Spiel vor. Dabei wird folgender Text eingeübt: Butterfly: "Is this your mum?" Little monkey : "No, no, no, that's a ... (englischer Tiername)." Der Dialog wird mit verschiedenen Tieren durchgespielt und gefestigt. Ein Buch für die Klassenbücherei Mit diesen kurzen Sätzen, oft wiederholt und gut verinnerlicht, können wir uns jetzt sogar ans Schreiben wagen. Die Dialogübung wird zu einer Tiergeschichte zusammengefasst und von den Schülerinnen und Schüler am Computer in Form eines kleinen Buches für die Klassenbücherei gestaltet. Arbeitsteilung in Gruppen Die Kinder arbeiten in Zweier- oder Dreiergruppen. Mindestens ein Kind der Gruppe sollte grundlegende Kenntnisse im Umgang mit dem Computer, dem Internet und dem Textverarbeitungsprogramm haben. Jede Gruppe erstellt ein Blatt für das Buch. Im Vorfeld wird gemeinsam besprochen, wie das Blatt aussehen soll, damit ein einheitlicher Gesamteindruck entsteht. Die Schülerinnen und Schüler legen fest, welche Tiere sie auf ihrem Blatt darstellen werden. Die für die Gestaltung des Buches nötigen Arbeitsschritte können die Schülerinnen und Schüler selbstständig durchführen. Vorsicht beziehungsweise Aufsicht ist allerdings beim Herunterladen der Bilder aus dem Internet geboten. Das Bild auf den Computer Die Gruppen laden die benötigten Tierzeichnungen aus dem Internet in eine Datei. Ideal für den Schwarz-Weiß-Ausdruck sind Umrisszeichnungen, die später von den Kindern koloriert werden können. Solche Zeichnungen stehen beispielsweise auf der Internetseite All About Coloring zum freien Download zur Verfügung. Über die Links "Free Coloring Pages" und "Animals" gelangen die Kinder zu den Tierzeichnungen - vorausgesetzt, sie haben sich nicht von den blinkenden popups am oberen oder unteren Bildschirmrand vom rechten Pfad abbringen lassen. Popups mit Werbung aller Art findet man auch bei vergleichbaren anderen Angeboten. Als Lehrkraft haben Sie verschiedene Möglichkeiten mit diesem lästigen, aber leider inzwischen weit verbreiteten Phänomen umzugehen: Sie informieren die Kinder im Vorfeld über die Risiken der Internetnutzung und vereinbaren entsprechende Verhaltensregeln Sie entscheiden sich an dieser Stelle für gelenktes Vorgehen, am besten unter Einsatz des Beamers. Sie unterdrücken die popups durch entsprechende Browsereinstellungen (Nachteil: schränkt auch den Zugang zu gewünschten Inhalten ein.) Sie holen die Bilder selbst aus dem Netz und sammeln sie in einem Ordner. Die Kinder laden sie von dort in ihre Textverarbeitungsdatei. Sie arbeiten mit einer Bildersammlung auf CD-ROM. Das Bild ins Textverarbeitungsprogramm Mit dem Befehl "Einfügen - Grafik aus Datei" fügen die Kinder das Tierbild in das Textdokument ein. Die Bilder müssen verkleinert und eventuell verschoben werden. Manchmal muss eine Malvorlage in einem Grafikprogramm gedreht werden. Dabei brauchen die Kinder zum Teil Hilfe. Die Sprechblase zum Bild Die Tierbilder erhalten Sprechblasen, in die Redemittel eingefügt werden: "Is this your mum?" "No, no, no, that's a(n) ... (englischer Tiername)." Alles aufs Papier Die Schülerinnen und Schüler drucken ihr fertiges Blatt aus und stellen es in der Klasse vor. Abschließend wird die Gestaltung des Deck- und Abschlussblatts besprochen und von einer Schülergruppe am Computer ausgeführt.

  • Englisch
  • Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Medienwirkungstheorien und mediale Gewalt

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtsstunde zu Medienwirkungstheorien und medialer Gewalt lernen Schülerinnen und Schüler verschiedene Medienwirkungstheorien kennen, nehmen kritisch zu ihnen Stellung und beurteilen die Relevanz der Theorien in der sozialpädagogischen Praxis.Es gibt verschiedene Theorien zum Einfluss medial dargestellter Gewalt auf die Gewaltbereitschaft Jugendlicher. Helfen Sie bei der Entscheidung, wie viel Gewaltdarstellung in Medien Jugendlichen zugemutet werden kann? Die Theorie-Kenntnisse sowie Kenntnisse von Fallbeispielen aus der sozialpädagogischen Praxis, die in dieser Unterrichtsstunde erworben werden, vertiefen die Reflexion des persönlichen Verhaltens der Schülerinnen und Schüler beim Medienkonsum.Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten in arbeitsteiligen Zufallsgruppen den Inhalt der Medienwirkungstheorien, stellen sich die wesentlichen Aspekte der Theorien in Expertenrunden gegenseitig vor und nehmen kritisch zu ihnen Stellung. Des Weiteren bewerten sie, inwiefern Theorien eine Hilfe zur Beurteilung medialer Gewalt in der sozialpädagogischen Praxis sein können. Ablauf der Unterrichtseinheit "Medienwirkungstheorien und mediale Gewalt" Inhaltlich stehen in dieser Stunde die Medienwirkungstheorien im Mittelpunkt. Im Unterricht selbst kommen zudem verschiedene neue Medien zum Einsatz. Die Schülerinnen und Schüler lernen eine Medienwirkungstheorie vertieft und weitere Theorien zur Medienwirkung oberflächlich kennen. finden Pro- und Contra-Argumente zu den verschiedenen Medienwirkungstheorien und können diese begründet vortragen. erkennen die begrenzte Einsetzbarkeit der Medienwirkungstheorien in der sozialpädagogoischen Praxis. arbeiten in Zufallsgruppen ergebnisorientiert zusammen und präsentieren sich gegenseitig die Arbeitsergebnisse. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich zunächst in eine berufliche Handlungssituation hineinversetzen. Ein Vorgesetzter bittet sie zu beurteilen, ob ein Film für 16-jährige Jugendliche nicht zu viele Gewaltdarstellungen enthält. Als Anschauungsbeispiel wird ein Trailer eines mit Gewaltdarstellung werbenden Kinofilms per Beamer gezeigt. Der Trailer kann zuvor heruntergeladen oder aber online gezeigt werden. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Texte mit einem Überblick über Medienwirkungstheorien. Als Quelle eignet sich hier die Bundeszentrale für politische Bildung. Es empfiehlt sich, die folgenden Texte in Auszügen den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung zu stellen, sodass die Bewertungen durch die Lernenden selbst vorgenommen werden. In fünf Arbeitsgruppen erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler jeweils eine Medienwirkungstheorie. Sie erstellen Thesenblätter am Computer und nutzen den Rechner anschließend zur Präsentation ihrer Arbeitsergebnisse, die auch ausgedruckt werden können. Im Anschluss bilden sich fünf neue Gruppen, die jeweils einen Vertreter beziehungsweise eine Vertreterin der vorherigen Gruppen als Experten enthalten. Bei der Präsentation der einzelnen Medienwirkungstheorien muss herausgestellt werden, dass diese bei der Beurteilung eines Films nur eine sehr eingeschränkte Unterstützung bieten können. Bedeutender ist der Blick auf die Rezipienten des Films, also die Jugendlichen: Wie stehen sie zu Gewalt? Haben sie selber schon Gewalt erlebt? Können sie zwischen Fiktion und Realität trennen? Fazit der Lerngruppe könnte sein: Wir vertrauen auf die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (Film zulässig für Jugendliche ab 16 Jahren), sehen aber Probleme bei der Gewaltdarstellung, da sie laut Theorie bei manchen Jugendlichen die Gewaltbereitschaft erhöhen kann. Als Konsequenz würden sich die Schülerinnen und Schüler den Film mit ansehen und bestimmte Szenen im Hinblick auf ihre Wirkung auf die Zuschauer thematisieren.

  • Pädagogik
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe II

Sicher surfen im Internet

Unterrichtseinheit

Eine wachsende Zahl von Kindern darf zu Hause im Internet surfen oder online spielen. Neben den positiven Aspekten, die für das Medium sprechen, birgt es aber auch Gefahren, über die unsere Kinder informiert werden müssen, um adäquat mit ihnen umgehen zu können.Das fächerübergreifende Projekt warnt die Schülerinnen und Schüler mithilfe der Seite Internet-ABC nicht nur vor diesen Gefahren, sondern gibt ihnen auch Hilfestellung im Umgang damit. Die Grundschulkinder sollen im Internet gezielt Arbeitsaufträge recherchieren und zum Schluss ein interaktives Quiz lösen, für dessen erfolgreiche Durchführung sie eine Urkunde erwerben.Das Internet ist eine ideale Informationsquelle: schnell zugänglich und immer aktuell. Es ist aus dem Geschäfts- und auch aus dem Privatleben nicht mehr wegzudenken. Eine steigende Zahl der Haushalte informiert sich durch das Internet beispielsweise über Urlaubsorte, bucht Reisen und tätigt Einkäufe online. Auch für den Unterricht wird das Medium zunehmend interessant, denn es gibt mittlerweile unzählige Websites, die besonders im Sachunterricht Themen anschaulich und kindgerecht aufbereiten. Leider birgt es aber auch Gefahren, die selbst mit einer Sicherheitssoftware nicht ganz auszuschließen sind. Ziel der Unterrichtseinheit ist deshalb, über diese Gefahren zu informieren und Verhaltensregeln für den Umgang damit bereit zu stellen. Die entsprechenden Informationen können die Kinder auf der Seite www.internet-abc.de abrufen. Themenauswahl und zeitlicher Rahmen Eine Auswahl an Themen veranschaulicht das Angebot des "Internet-ABC". Hier finden Sie außerdem Tipps zur zeitlichen Organisation. Organisation des Unterrichts Die Vorbereitung des Unterrichts unter Einbeziehung der Kinder und eine gute Organisation erleichtert die Durchführung des Projekts. Arbeitsmaterial Hier finden Sie Anmerkungen zum Inhalt der elf Arbeitsblätter sowie alle Arbeitsblätter, das Deckblatt und die Urkunde "Internet-Experte" im PDF-Format. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen in den Fächern Sachunterricht, Deutsch und Mathematik Fächerspezifische Lernziele "Sicher surfen im Internet" erreichen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen aus Internetseiten Informationen entnehmen. ein interaktives Quiz durchführen. Sozialkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler sollen Absprachen zur Benutzung der Computer-Arbeitsplätze treffen. sich innerhalb der Arbeitsgruppe über die Reihenfolge der Aufgaben einigen. sich gegenseitig helfen. Thema Sicher surfen im Internet Autorin Margret Datz Fächer Sachunterricht, Deutsch, Mathematik Zielgruppe Drittes und viertes Schuljahr Zeitraum circa eine Woche Technische Voraussetzungen Computerraum / Medienecke mit Internetanschluss Erforderliche Vorkenntnisse Basiswissen im Umgang mit dem Computer, Erfahrungen im Bereich der offenen Unterrichtsformen Verlaufsplanung Verlaufsplan "Sicher surfen im Internet" Da die Homepage des Internet-ABC kürzlich im Zuge eines Relaunchs neu gestaltet und strukturiert wurde, ist es leider nicht mehr möglich, die Aufgaben dieser Unterrichtseinheit online zu bearbeiten. Statt dessen haben Sie jedoch die Möglichkeit, auf die Internet-ABC-CD mit Unterrichtsmaterialien zurückzugreifen, die sie entweder kostenlos bestellen oder herunterladen können: Hier können Sie die CD-ROM mit allen für diese Unterrichtseinheit benötigten Materialien kostenlos bestellen. Zum Thema "Sicher surfen im Internet" erfahren die Schülerinnen und Schüler im "Reiseführer durchs Netz" worauf sie beim Surfen im Internet achten müssen. Der Screenshot (Abbildung bitte anklicken) verdeutlicht humorvoll, dass die Kinder jederzeit kritisch hinterfagen sollen, wer sich beispielsweise hinter ihrem Chatpartner verbirgt. Was hat eine Stadt mit dem Internet gemeinsam? Gefahren im Internet Was ist erlaubt? Was ist verboten? Umgang mit persönlichen Daten Treffen von Fremden im Netz Bedrohungen und Beschimpfungen Partnerarbeit ist sinnvoll Organisation des Unterrichts und Zeitraum der Arbeit hängen wie immer unmittelbar von der Anzahl der vorhandenen Computer-Arbeitsplätze ab und davon, ob sie in einem Netzwerk gemeinsamen Zugang zum Internet haben. Sinnvoll hat sich auf jeden Fall Partnerarbeit erwiesen, da sich zum einen so die Zahl der auf einen Computer wartenden Kinder halbiert und zum anderen die Partner sich gegenseitig unterstützen können. Zusätzliches Arbeitsmaterial Als zusätzliches Angebot können im Bedarfsfall weitere Arbeitsblätter zur Verfügung gestellt werden, die die angesprochenen Themen vertiefen: Zum Beispiel Sachbücher zum Thema anschauen, weitere Übungen zur Bildung von Nomen mithilfe von Wortbausteinen (beispielsweise -nis, -keit), mit dem Partner handschriftlich einen Chat simulieren und weitere Sachaufgaben. Fächerübergreifend arbeiten Der fächerübergreifende Ansatz ermöglicht es zudem, den normalen Stundenplan für die Projektdauer teilweise außer Kraft zu setzen. Wichtig ist jedoch eine gemeinsame Einführung. Außerdem sollte ein tägliches Feedback stattfinden, bei dem exemplarisch einige Gruppensprecher über ihre Arbeit und etwaige Probleme berichten, für die dann gemeinsam Lösungswege gesucht werden. Vorwissen ist nicht erforderlich Die Kinder sollten an offene Unterrichtsformen gewöhnt sein. Kenntnisse im Umgang mit dem Internet sind nicht unbedingt nötig. Die Eingabe der Internetadresse in die Adresszeile des Browsers sollte erklärt werden, alternativ kann diese Adresse auch unter "Favoriten" (beziehungsweise Lesezeichen) gespeichert und den Kindern die Handhabung gezeigt werden. Sicherheitseinstellungen Je nachdem welche Sicherheitseinstellungen die jeweiligen Rechner haben, ist es möglich, dass beim Aufruf des interaktiven Quiz eine Sicherheitswarnung erscheint. Dies geschieht beispielsweise, wenn das Öffnen von Popups blockiert ist. Über den Menüpunkt "Extras", "Popupblocker deaktivieren" können Sie Popups zulassen. Weitere Informationen zu Popups und welche Einstellungen die Kinder schrittweise vornehmen müssen, wenn die Sicherheitswarnung erscheint, finden Sie im folgenden Download. Vorschläge der Kinder berücksichtigen Zur Organisation des Unterrichtsablaufs müssen Absprachen bezüglich der Computer-Nutzung getroffen werden, da nicht alle gleichzeitig am Rechner sitzen können. Dabei sollten Vorschläge der Kinder aufgegriffen werden, weil sie erfahrungsgemäß die Einhaltung eigener Vorschläge auch selbst überprüfen. Kriterien für die Partner- oder Gruppenbildung Außerdem ist festzulegen, ob die Arbeit als Partner- oder Gruppenarbeit erfolgen soll und eine entsprechende Einteilung vorzunehmen ist (freie Wahl, Zufallsprinzip durch Ziehen von Kärtchen oder vom Lehrer bestimmt). Bei dieser Einteilung hat sich eine Abwechslung von Projekt zu Projekt als sinnvoll erwiesen, weil sonst entweder immer die gleichen Kinder zusammenarbeiten (Freunde) oder beim Zufallsprinzip oft völlig ungleiche Paare gebildet werden. Einen Ausgleich kann dann die von der Lehrkraft bestimmte Einteilung gewähren. Einsatz der Arbeitsblätter Es ist ratsam, die Arbeitsblätter 2 bis 8 in chronologischer Reihenfolge zu bearbeiten. Die restlichen Aufgaben können die Kinder nach freier Wahl der Partner zeitunabhängig lösen, beispielsweise wenn sie auf einen Computer-Arbeitsplatz warten. Je nachdem wie viele Computer mit Internetzugang zur Verfügung stehen, können die Schülerinnen und Schüler zum Schluss zusätzlich das auf der ersten Seite des Reiseführers bereit gestellte Spiel online durchführen. Jedes Kind heftet seine fertigen Arbeitsblätter und gelösten Aufgaben in einem Hefter ab, der nach Abschluss des Projekts eingesammelt und vom Lehrer überprüft wird. Die Urkunde "Internet-Experte" kann ausgestellt werden, wenn das Quiz mit 100 Prozent richtigen Ergebnissen gelöst wurde. Für alle Arbeitsblätter, die sich auf Informationen von der Seite www.internet-abc.de beziehen, gilt, dass zunächst die entsprechende Internetseite aufmerksam gelesen werden muss. Arbeitsblatt 1: Sicherheit Das Brainstorming dient als Einstieg in das Thema. Die Kinder werden feststellen, dass man überall auf Sicherheit achten muss. Arbeitsblatt 2: Die Wegbeschreibung Hier bekommen die Kinder eine Schritt-für-Schritt-Anweisung für den Weg von der Eingangsseite zur Internet-Technik, da die entsprechenden Seiten nicht direkt über die Adresszeile des Browsers aufgerufen werden können. Diese Beschreibung können sie nach einer Arbeitsunterbrechung jeweils erneut benutzen. Jedes weitere Arbeitsblatt baut auf dieser Wegbeschreibung auf und erklärt eingangs, welche Nummern der Leiste des Reiseführers jeweils relevant sind. Arbeitsblatt 3: Das Internet - wie eine Stadt Die Seite vergleicht das Internet mit einer Stadt, in der man Spaß haben kann, wo aber auch Gefahren lauern. Durch eine Situation, wie sie bei einem Stadtbummel entstehen könnte, wird der Bezug zum Internet hergestellt. Auch dort sollen sie aufmerksam und vorsichtig sein. Diese Aufgabe muss unbedingt in einer Metaphase oder am Ende des Projekts gemeinsam besprochen werden. Die Geheimschrift ergibt folgende Wörter: Spielplätze, Stadtviertel, Menschen, Marktplätze, Geschäfte, Friedhöfe. Arbeitsblatt 4: Merkwürdige Sachen - was nun? Auf der Internetseite werden der Kiosk mit Zeitschriften und die Gruppe Rechtsradikaler vorgestellt, beides Situationen, die Kindern passieren können (Kiosk ganz bestimmt). Ähnliche Situationen treffen auch für das Internet zu. Auf der Internetseite wird der Begriff "Verleumdung" verwendet, der vielen Kindern nicht klar ist. Deshalb sollen sie ihn in einem Lexikon suchen und anschließend die Bedeutung richtig ankreuzen. Die letzte Aufgabe verdeutlicht den Kindern, wie sie sich im Internet verhalten sollen, wenn sie sich verirrt haben und auf Seiten stoßen, die verwirren und Angst machen: 1. Symbol "Eltern", Verb "zeigen"; 2. Symbol mit der Sprechblase, Verb "sprechen"; 3. Symbol "Zurück-Button", Verb "zurückgehen"; 4. Symbol "schließen" (Kreuzchen), Verb "schließen". Arbeitsblatt 5: Verbieten? Veröffentlichungen können nicht von vorneherein verboten werden, da jeder das Recht auf freie Meinungsäußerung hat. Jugend gefährdende Seiten können allerdings verboten und entfernt werden. Zumindest in Deutschland, wo es beim Jugendschutz eine Prüfstelle gibt, der man verdächtige Seiten melden kann. In der Gesamtheit gestaltet sich eine Prüfung und ein Verbot allerdings sehr kompliziert, da jedes Land seine eigenen Gesetze und andere Maßstäbe hat. Lösungen: 1. Kasten: Im Internet herrscht Meinungsfreiheit. 2. Kasten: Jeder auf der Welt kann im Internet rund um die Uhr veröffentlichen, was er will. 3. Kasten: Manche nutzen das aus und stellen unerlaubte Inhalte ins Netz, denn zunächst überprüft niemand, was veröffentlicht wird. 4. Kasten: Erst später, wenn kriminelle Seiten von Surfern entdeckt werden, kann etwas dagegen unternommen werden. Weltweites Problem: verschiedene Gesetze, verschiedene Sprachen. Die letzte Aufgabe vermittelt noch einmal eindringlich, dass man auf jeden Fall über seltsame Seiten sprechen soll. Im Unterrichtsgespräch müssen die Kinder darauf hingewiesen werden, dass sie weder Angst haben, noch sich schämen brauchen, sondern dass ein Gespräch mit Erwachsenen über solche Seiten sehr wichtig ist. Arbeitsblatt 6: Persönliche Daten im Internet Persönliche Daten von Kindern haben nichts im Internet zu suchen! Das begreifen die Kinder sehr schnell an dem Beispiel mit dem Schild um den Hals. Worträtsel: Menschen begegnet man im Internet durch E-Mails, Gästebücher, die eigene Homepage und Chats. Sechs wichtige Internet-Regeln für Surfprofis: 1. Verrate nicht deinen richtigen Namen; 2. Gib dir einen Spitznamen, einen Nicknamen; 3. Verrate nicht deine Adresse oder Telefonnummer; 4. Verrate auch nicht die Adresse und Telefonnummer deiner Freunde; 5. Dein Passwort ist dein Geheimnis. Verrate es niemandem; 6. Frag dich, ob du wirklich alles beantworten möchtest, was der andere von dir wissen will. Regeln für die eigene Homepage: Lückenwörter in der richtigen Reihenfolge: Homepage, Unerfreuliches, unverschämte, Erwachsenen, Eltern, Adresse, Telefonnummer. Arbeitsblatt 7: Fremde im Netz Auch hier wird wieder ausgegangen von einer Situation, wie sie im Alltag der Kinder geschehen kann. Dass sie nicht mitgehen, weggehen oder sogar um Hilfe rufen, ist allen Kindern klar. Im Internet kann man nicht sehen, wer schreibt, jeder kann sich als das ausgeben, was er möchte. Auf entsprechende Aufforderungen gibt es nur eine Reaktion: Nicht treffen! (Akzeptiert werden können hier auch die Antworten: den Eltern zeigen, mit einem Erwachsenen sprechen.) Die Ratschläge zu Treffen mit Internet-Bekanntschaften sollen von den Kindern nicht nur notiert, sondern auch umgeschrieben werden in die 1. Person Singular: 1. Ich verabrede mich nie mit jemandem aus dem Internet! Wenn ich unbedingt jemanden treffen möchte, frage ich meine Eltern vorher um Erlaubnis und nehme sie zu dem Treffen mit. 2. Ich verschicke keine Fotos von mir. 3. Im Zweifelsfall antworte ich auf merkwürdige, zweideutige oder beleidigende E-Mails oder Chat-Beiträge erst gar nicht! Arbeitsblatt 8: Verwirrende Erlebnisse im Internet Hier wird noch einmal dargelegt, warum es im Internet zu verwirrenden Erlebnissen kommen kann und wie die Kinder darauf reagieren sollen. Da man sein Gegenüber nicht sehen kann, und es weit weg am anderen Computer sitzt, fällt es einigen Leuten leicht, Dinge zu tun, vor denen sie sonst vielleicht Hemmungen hätten. Die Aussagen von Max sind richtig. E-Mail-Adresse: hotline@jugendschutz.net zur Meldung verdächtiger Seiten oder verwirrender Erlebnisse. Arbeitsblatt 9: Wortfamilie "sicher" Die alphabetische Ordnung ist abhängig von den Wörtern, die die Kinder selbst finden, deshalb kann hier keine Lösung angegeben werden. Arbeitsblatt 10: Nomen mit den Wortbausteinen -heit und -ung 1. Spalte: die Sicherheit, die Faulheit, die Schönheit, die Krankheit, die Gemeinheit, die Wahrheit, die Vornehmheit, die Gesundheit; 2. Spalte: die Wanderung, die Trennung, die Säuberung, die Werbung, die Fassung, die Wohnung, die Entdeckung. Arbeitsblatt 11: Redensarten-Domino Es gibt eine Reihe von Redensarten, denen die Wörter Sicherheit oder sicher zu Grunde liegen, die die Kinder hier spielerisch kennen lernen. 1. Programm 5,99 x 12 = 71,88 €. Das Abo ist günstiger. Drei Jahre: 71,88 x 3 = 215,64 €. 79 x 3= 337 €. 2. Programm 3,95 x 12 = 47,40 €. Das Abo ist günstiger. Drei Jahre: 47,40 x 3 = 142,20 €. 49,99 x 3 = 149,97 €. 3. Programm 7,98 x 12 = 93,36 €. Das Abo ist günstiger. Drei Jahre: 93,36 x 3 = 280,08 €. 99 x 3 = 297 €. Über den Link "Arbeitsblätter für Pädagogen" finden Sie weitere Unterrichtsmaterialien und Schüler-Arbeitsblätter. Sie navigieren hierzu über die Elternseite und klicken die Bibliothek an. Neben speziellen Informationen für die Eltern bietet die Seite eine extra Rubrik für Pädagogen.

  • Computer, Internet & Co.  / Sache und Technik
  • Primarstufe

Datenschutz: Telekom-Affäre, BKA-Gesetz, Daten-Striptease

Unterrichtseinheit

In den letzten Wochen rückten die Themen Datenschutz und -sicherheit immer wieder in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Dieser Basis-Artikel liefert Ihren Schülerinnen und Schülern nützliche Informationen und regt zu weiteren Recherchen an.Dieses Mal waren es nicht nur staatliche Maßnahmen oder Gesetzesvorhaben wie das umstrittene BKA-Gesetz, die die Datenschützer auf die Barrikaden riefen: Insbesondere die Abhöraffäre bei der Telekom ließ viele Experten daran zweifeln, ob personenbezogene Daten bei privaten Unternehmen ausreichend geschützt werden. Doch auch der freiwillige und unbekümmerte Daten-Striptease vieler Menschen in den sogenannten sozialen Netzwerken, also Webangeboten wie StudiVZ, beunruhigt die Datenschützer.Die Schülerinnen und Schüler sollen die Hintergründe der Diskussionen rund um Datenschutz und Datensicherheit verstehen. zum bewussten Umgang mit den eigenen Daten angeregt werden. eigene Angaben im Netz überdenken. Informationen, die sie für Diskussionen benötigen, online recherchieren. sich aktiv an der Diskussion zum BKA-Gesetz beteiligen. Thema Datenschutz 2008: Telekom-Affäre, BKA-Gesetz und freiwilliger Daten-Striptease Autor Michael Bornkessel Fach Politik, Sozialwissenschaften, IKT Zielgruppe Sek I und II, ab Klasse 8 Zeitaufwand je nach Intensität und Schwerpunktsetzung 2 bis 6 Stunden Medien je ein Computer mit Internetzugang für zwei Schülerinnen und Schüler Dieser Beitrag widmet sich auf den Unterseiten bestimmten Teilaspekten des Themas. Diese einzelnen Seiten können Sie nutzen, um den Lernenden Texte zu diesen Teilaspekten zur Verfügung zu stellen. Zudem bieten die Unterseiten Anregungen zur weiteren thematischen Recherche. Die Telekom-Affäre Ausgelöst wurde die aktuelle Diskussion durch Bekanntwerden der Tatsache, dass die Deutsche Telekom Telefon-Verbindungsdaten ausgewertet hat. Das BKA-Gesetz Diese Seite widmet sich der aktuellen Erweiterung des BKA-Gesetzes, das die Online-Durchsuchung regeln soll. StudiVZ und Co.: Öffentlicher Daten-Striptease Viele Jugendliche geben im Netz alles von sich selbst preis. Sie sollen durch diesen Text und entsprechende Recherchen zum kritischen Umgang sensibilisiert werden. Spähoperationen "Clipper" und "Rheingold" Ende Mai 2008 deckte "Der Spiegel" auf, dass die Deutsche Telekom in den Jahren 2005 und 2006 heimlich die Telefon-Verbindungsdaten ihrer Manager ausgewertet hat, um undichte Stellen in Vorstand und Aufsichtsrat aufzuspüren. Das Nachrichtenmagazin berichtete in seiner Ausgabe vom 26. Mai 2008, Ziel der Spähoperationen "Clipper", "Rheingold" und einiger anderer "Nebenprojekte" sei "die Auswertung mehrerer hunderttausend Festnetz- und Mobilfunk-Verbindungsdatensätze der wichtigsten über die Telekom berichtenden deutschen Journalisten und deren privaten Kontaktpersonen" gewesen. Vorstandschef René Obermann bestätigt Vorgang Der Vorstandvorsitzende der Deutschen Telekom, René Obermann, bestätigte, dass der Spiegel-Bericht der Wahrheit entspricht. In einer Pressemitteilung betonte er, dass keine Gespräche abgehört wurden - lediglich die Verbindungsdaten, also Angaben zu Uhrzeit, Länge und Teilnehmern von Gesprächen, seien rechtswidrig genutzt worden. "Ich bin über die Vorwürfe zutiefst erschüttert. Wir nehmen den Vorgang sehr ernst. Wir haben die Staatsanwaltschaft eingeschaltet und werden sie bei ihren Bemühungen um eine lückenlose Aufklärung unterstützen", sagte René Obermann. Neue Vorwürfe: Affäre weitet sich aus Doch damit nicht genug, "Der Spiegel" berichtete in den folgenden Tagen, dass die Telekom im Jahr 2005 eine Detektei beauftragt haben soll, einen Spion in die Redaktion des Wirtschaftsmagazins "Capital" einzuschleusen. Der "Financial Times Deutschland" liegen eigene Recherchen vor, nach denen die Telekom schon im Jahr 2000 den damaligen Chefreporter der Zeitung, Tasso Enzweiler, bespitzelt haben soll. Und zu allem Überfluss berichtet die "Wirtschaftswoche" am 20. Juni 2008, dass frühere Topmanager verdächtigt werden, Mitte der 1990er Jahre vermeintliche Hacker illegal abgehört zu haben. Aufklärung gefordert Politiker aller Parteien fordern eine lückenlose Aufklärung der Vorgänge. Auch der Bundestag beschäftigte sich am 4. Juni 2008 in einer Plenardebatte mit dem Thema. Dr. Jürgen Gehb, rechtspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, betonte, dass die möglicherweise massiven Gesetzesverstöße keinen Anlass geben, sie auch nur annähernd zu entschuldigen oder sogar zu rechtfertigen. Allerdings bestehe aus seiner Sicht auch kein Anlass zu hektischer Betriebsamkeit. "Dies ist nicht die Stunde des Gesetzgebers, sondern die Stunde der Strafverfolgungsbehörden", sagt Gehb. Deswegen sei es völlig fehl am Platz, nach weiteren Gesetzen zu rufen. Angriff auf die Menschenwürde und Verfassungsbruch Gisela Piltz, Innen- und Kommunalpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, mahnte, dass Datenmissbrauch kein Kavaliersdelikt sei: "Es ist ein Angriff auf die Menschenwürde, aus der sich das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung ableitet." Sie fühlte sich ganz persönlich an Stasimethoden erinnert, "und das nicht nur, weil dort offensichtlich Stasimitarbeiter eingesetzt waren". Petra Pau, stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion DIE LINKE, warnt, dass der Begriff "Affäre" den Sachverhalt verharmlose: "Nach Lage der Dinge geht es nämlich um Verfassungsbruch, und zwar mit Vorsatz und mindestens dreifach: Persönlichkeitsrechte wurden ausgehebelt, das Post- und Fernmeldegeheimnis wurde gebrochen, und die Pressefreiheit wurde attackiert." Dennoch sei der Telekom-Skandal ein Glücksfall. Denn er könne erhellen, "welche Gefahren lauern, wenn wir dem Datenschutz nicht endlich den Stellenwert einräumen, der ihm zukommt," so Pau. Die folgenden Arbeitsaufträge können als Anregungen für die unterrichtliche Weiterarbeit genutzt werden. Was verbirgt sich hinter den Spähoperationen "Clipper" und "Rheingold"? Welche Daten wurden anscheinend missbraucht? Sucht nach weiteren Hintergründen und aktuellen Entwicklungen im Internet. Wie positionieren sich die verschiedenen Parteien? Skizziert die Standpunkte von CDU/CSU, FDP sowie der Linkspartei anhand des Basistexts und recherchiert die Positionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Diskutiert die These: Die Telekom-Affäre hat der gesamten Branche massiv geschadet und das Vertrauen der Kunden nachhaltig erschüttert. Mehr Befugnisse für das Bundeskriminalamt Das "Gesetz über das Bundeskriminalamt und die Zusammenarbeit des Bundes und der Länder in kriminalpolizeilichen Angelegenheiten", kurz: BKA-Gesetz, sorgt bereits seit einiger Zeit für hitzige Debatten. Denn Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) will die Regelungen grundlegend reformieren und dabei dem Bundeskriminalamt (BKA) Befugnisse einräumen, die, so Kritiker, üblicherweise nur Geheimdiensten zustehen. Staat will fremde Festplatten heimlich überwachen Anfang Juni 2008 hat die Bundesregierung einen Entwurf verabschiedete, mit dem sich nun der Bundestag befassten muss. In der öffentlichen Diskussion steht insbesondere die sogenannte Online-Durchsuchung. Darunter versteht man, dass die Sicherheitsbehörden verdeckt auf den Computer einer verdächtigen Personen zugreifen und diesen dann online durchsuchen bzw. überwachen. Der neue Artikel 20k regelt diesen "verdeckten Eingriff in informationstechnische Systeme". Schäuble: Keine neuen Befugnisse für das BKA Im Rahmen der ersten Lesung des BKA-Gesetzes am 20. Juni 2008 betonte der Innenminister, dass Deutschland und Europa in das Fadenkreuz des Netzwerks des internationalen Terrorismus gerückt seien. Daher habe der Bundestag und Bundesrat im Jahr 2006 beschlossen, dem Bundeskriminalamt für die Abwehr der Gefahren des internationalen Terrorismus auch eine polizeiliche Gefahrenabwehrbefugnis zu übertragen. Dies werde durch die Neuregelung des BKA-Gesetzes nun umgesetzt. Das BKA erhalte keine neuen Befugnisse, vielmehr werde ihm nur neue Aufgaben übertragen, die bisher ausschließlich die Polizeien der Länder besaßen. "Wenn man dem Bundeskriminalamt die Aufgabe polizeilicher Gefahrenabwehr überträgt, dann muss man ihm dafür natürlich auch die gesetzlichen Instrumente zur Verfügung stellen, über die die Länderpolizeien seit 50 Jahren verfügen", so Schäuble. Opposition: Polizei wird Bundessache Wolfgang Wieland, Sprecher für Innere Sicherheit der grünen Fraktion, kritisierte, dass die Neuregelung ein Bundeskriminalamt schaffe, das alles könne, was auch das Bundesamt für Verfassungsschutz kann, aber keinerlei parlamentarischer Kontrolle unterliege: "Man bringt hier eine Monsterbehörde auf den Weg." Die Kompetenzen, die die Länderpolizeien in Ausnahmefällen zum Teil haben, sollen jetzt die "tägliche Arbeit des BKA werden". Das verändere die Polizeiarbeit grundsätzlich: "Polizei wird nicht mehr Ländersache, sondern Bundessache sein. Das schafft eine völlig neue Qualität von Polizeiarbeit", so Wieland. Ex-Innenminister will eventuell vor Bundesverfassungsgericht ziehen Gerhart Baum (FDP), ehemaliger Innenminister, hat bereits angekündigt, die Verfassungsmäßigkeit des BKA-Gesetzes überprüfen zu lassen, wenn der Bundestag die Regierungsvorlage unverändert verabschiedet. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk sagte er, dass insbesondere die Regelungen zum Schutz des Kernbereichs privater Lebensgestaltung unzureichend seien. Im Gesetz sei auch nicht ausgeschlossen, "dass die Online-Durchsuchung erfolgt, wenn klare Anhaltspunkte gegeben sind, dass sie den privaten Bereich ausschließlich betrifft", so Baum. Zudem gebe es "noch eine Fülle anderer Punkte", beispielsweise vermische der Gesetzentwurf die Kompetenz zwischen Bund und Ländern, "so dass am Ende nicht mehr ganz klar ist, wer eigentlich zuständig ist." Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat davor gewarnt, die Zweifel an wesentlichen Inhalten des BKA-Gesetzes zu ignorieren und es ohne Änderungen durchzusetzen. Einzelne Bestimmungen müssten verändert werden, wenn man nicht erneut beim Bundesverfassungsgericht scheitern wolle. Der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt erinnerte in einer Pressemitteilung daran, dass in den letzten Jahren mehr als ein Dutzend Sicherheitsgesetze vom Verfassungsgericht entweder korrigiert oder vollständig für nichtig erklärt wurden. Es sei zwar grundsätzlich richtig, auch dem BKA Kompetenzen zur Abwehr von Gefahren im Bereich der Terrorismusbekämpfung zu geben. "Aber der Schutz der Bürgerrechte hat im Zweifel Vorrang, deshalb müssen alle Vorschriften höchsten Ansprüchen genügen", so Wendt. Die folgenden Arbeitsaufträge können als Anregungen für die unterrichtliche Weiterarbeit genutzt werden. Was ist eine "Online-Durchsuchung"? Recherchiert den neuen Artikel 20k des BKA-Gesetzes im Internet und stellt seine Kernpunkte zusammen. Mit welchen Argumenten verteidigt Innenminister Schäuble das BKA-Gesetz? Findet ihr sie schlüssig? Warum will Gerhart Baum eventuell gegen die Neuregelung klagen? Schaut euch sein Interview mit dem Deutschlandfunk genau an und fasst seine anderen Bedenken in eigenen Worten zusammen. Nutzer protestieren Im Dezember 2007 traten einige StudiVZ-Nutzer in einen virtuellen Streik: Sie protestierten gegen neue "Allgemeine Geschäftsbedingungen" (AGB), die der neue Eigentümer des Angebots, die Holtzbrinck-Gruppe, den Nutzern aufzwängen wollte. Nur wer sich den neuen Bedingungen beuge und ihnen bis zum 9. Januar 2008 zustimme, könne die Plattform weiter nutzen, hieß es. Geldquelle personalisierte Werbung Kern der Änderungen war, dass man die Nutzer mit personalisierten Werbeangeboten versorgen - auch per SMS und Instant Messenger - und damit Geld verdienen wollte. Eine Weitergabe oder gar ein Verkauf der bei StudiVZ hinterlegten persönlichen Daten an Dritte sei aber nicht beabsichtigt, versicherte Unternehmenssprecher Dirk Hensen. Allerdings kam StudiVZ den Kritikern ein Stück entgegen und überarbeitete die AGB nochmals - jedoch blieb der Grundsatz erhalten, dass man seine Nutzerdaten für personalisierte Werbung zur Verfügung stellen muss. Arbeitgeber suchen nach persönlichen Infos über Bewerber Generell sollte man im Internet keine persönlichen Daten preis geben. Spätestens wenn man sich um einen Job bewirbt, kann sich ein allzu sorgloser Umgang bitter rächen: Denn immer mehr Arbeitgeber suchen im Internet nach Informationen über ihre Job-Bewerber. Eine bereits Ende 2006 durchgeführte Befragung des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater (BDU) und der "Wirtschaftswoche" unter 300 Entscheidungsträgern aus Personalberatungsgesellschaften ergab, dass damals 28 Prozent diese Möglichkeit genutzt haben. BDU-Sprecher Klaus Reiners: "Das reicht vom ganz normalen Googeln bis zur gezielten Suche in Karrierenetzwerken wie Xing oder in Blogs." Was im Netz steht, wird verwendet - in alle Ewigkeit Auch andere schöpfen aus diesen Quellen. So haben die BILD-Blog-Macher zwei Fälle dokumentiert, in denen Reporter der BILD-Zeitung Informationen und Bilder von verschiedenen Webseiten, unter anderem StudiVZ, genommen und diese in Artikeln verwendet haben. Dabei haben sie keinerlei Rücksicht auf Urheber- und Persönlichkeitsrechte genommen. Peter Schaar, Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, warnte in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung zudem davor, dass das Netz nichts vergesse: "Was einmal drin steht, bleibt auch dort, selbst wenn es an der ursprünglichen Stelle gelöscht wird." Die folgenden Arbeitsaufträge können als Anregungen für die unterrichtliche Weiterarbeit genutzt werden. Wogegen haben einige StudiVZ-Nutzer Ende 2007 protestiert? Warum haben sie sich so aufgeregt? In welchen "sozialen Netzwerken" seid ihr Mitglied? Kennt ihr die Datenschutzregeln? Sucht im Internet nach eurem Namen - welche Informationen könnt ihr über euch (oder eventuell eure Namensvetter) finden?

  • Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe II, Sekundarstufe I

"Stoppt Hass-Propaganda bei Facebook & Co."

Unterrichtseinheit

Hasspredigerinnen und Hassprediger verlagern ihre Aktivitäten zunehmend in die sozialen Netzwerke. Wie Jugendliche menschenverachtende Propaganda erkennen und mit welchen Mitteln sie sich selbst und andere davor schützen können, (unfreiwillig) Mittäterinnen oder Mittäter zu werden, vermittelt diese Unterrichtseinheit.Vegane Kochshows von Neonazis, religiöse Gesänge, die zum Dschihad aufrufen, Pseudo-Geldberatung: Hass-Propaganda kann sich insbesondere im Web 2.0 explosionsartig verbreiten. Verdeckt oder ganz offen werben extremistische Gruppen im usergenerierten Netz um Unterstützerinnen und Unterstützer. Innerhalb sozialer Netzwerke sind sie besser vor strafrechtlicher Verfolgung geschützt und zielen darauf ab, dass Userinnen und User ihre Botschaften weitertragen. Wer jedoch menschenverachtendes Gedankengut im Social Web mit anderen teilt, hilft mit, solche Inhalte zu verbreiten und gesellschaftsfähig zu machen. Die Schülerinnen und Schüler sollen im Verlauf der Unterrichtseinheit in die Lage versetzt werden, kriteriengeleitet Hass-Propaganda zu identifizieren, sich hiervon zu distanzieren und entsprechend zu handeln. Einführung Vorbemerkungen und Hintergrundinformationen Auf dieser Seite finden Sie einige hilfreiche Vorbemerkungen zur Durchführung der Unterrichtseinheit sowie eine kurze Vorstellung der Kampagne "Stoppt Hass-Propaganda!". Ablauf Ablauf der Unterrichtseinheit "Stoppt Hass-Propaganda!" Hier wird der Ablauf der Unterrichtseinheit mit den dazugehörigen Materialien kurz vorgestellt. Eine ausführliche Anleitung steht in Form eines Leitfadens als PDF-Dokument zur Verfügung. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler können zwischen freier Meinungsäußerung, Provokation, Propaganda, Volksverhetzung und Gewaltaufrufen differenzieren und kennen die wichtigsten Unterscheidungskriterien. kennen die gängigsten Methoden der propagandistischen Manipulation und sind in der Lage, auch versteckte Botschaften zu entschlüsseln. wissen, welche weltanschaulichen Gruppierungen im Netz mit extremistischen Inhalten operieren und welche Bevölkerungskreise bevorzugt Opfer oder Ziel menschenverachtender Ideologien sind. lernen ausgewählte Beispiele von Hass-Propaganda kennen. haben Einblick in die rechtlichen Grundlagen zum Thema Volksverhetzung sowie in die Verantwortlichkeit der Websitebetreiber für die Inhalte ihres Angebots. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage, anhand von gestalterischen, sprachlichen und inhaltlichen Kriterien Hass-Propaganda im Internet zu identifizieren. erkennen die Gefahren für sich selbst und andere, wenn sie persönliche Daten, "Likes" oder Kommentare auf Propagandaseiten im Netz hinterlassen und wissen, wie sie es verhindern können, ungewollt Mittäterin oder Mittäter in einem extremistischen Netzwerk zu werden. Sozial- und Handlungskompetenzen Die Schülerinnen und Schüler lernen, Verantwortung für die eigene Internetnutzung zu tragen, um entsprechend mit extremistischen Inhalten im Netz umzugehen. sind in der Lage, sich aufgrund ihres Wissens emotional gegen Propaganda zu wappnen und eine kritisch-rationale Distanz aufzubauen. wissen, an wen sie sich wenden müssen, um strafrechtlich relevante Inhalte zu melden oder Beratung und Hilfe einzuholen. werden motiviert zu handeln und aktiv gegen Hass-Propaganda, Extremismus und Menschenverachtung vorzugehen. Die Autorinnen übernehmen keine Verantwortung für die Inhalte externer Websites. Konzept Um Hass-Propaganda erkennen und sich davon distanzieren zu können, durchlaufen die Schülerinnen und Schüler folgende Schritte: Sensibilisierung für die Thematik: Beispiele und Erfahrungsaustausch Selbsteinschätzung: Besprechen der eigenen Handlungs- und Wahrnehmungsmuster Wissen um die rechtlichen Grundlagen über die Verbreitung von Hass-Propaganda Erkennen von Hass-Propaganda anhand einer Checkliste und der Analyse von Fallbeispielen Erkennen von Manipulationsversuchen Stärkung der eigenen Handlungskompetenz und -motivation zur Identifizierung von Propaganda und für einen verantwortungsvollen Umgang mit Propaganda Material In dieser Unterrichtseinheit kommen drei unterschiedliche Materialtypen zum Einsatz: Eine PowerPoint-Präsentation mit Informationen und Links zum Thema Hass-Propaganda, die mittels eines Beamers als Grundlage für die gemeinsame Erarbeitung im Plenum dient. Ein Leitfaden zur Nutzung der PowerPoint-Präsentation, in dem die Durchführung der Unterrichtseinheit Schritt für Schritt beschrieben wird. Materialbögen für die Schülerinnen und Schüler als Vorlage für Gruppenarbeiten oder als Anleitung für gemeinsame Analysen im Plenum. Außerschulische Bildungsarbeit Diese Unterrichtseinheit basiert auf Materialien, die für einen Workshop entwickelt wurden. Die Sequenz ist sowohl in schulischen als auch in außerschulischen Kontexten (Jugendbildungsarbeit) einsetzbar. Binnendifferenzierung Die vorgestellten Materialien, Fallbeispiele und Arbeitsaufträge sind für eine Doppelstunde/ein Blockseminar (2 x 45 Minuten) konzipiert. Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler der 7. bis 10. Klassen. Eine Differenzierung hinsichtlich der Altersstufe (Klassen 7/8, Klassen 9/10) kann bei den Beispielen zu Hass-Propaganda im Internet (ab Folie 15) erfolgen. Die Kampagne "Stoppt Hass-Propaganda!" Die Kampagne " Die Erben der Rose. Stoppt Hass-Propaganda! Erst prüfen, dann teilen. " war bundesweit die erste Kampagne gegen die Verbreitung von Hass-Propaganda in den sozialen Netzwerken. Nutzerinnen und Nutzer von Facebook, YouTube & Co. wurden im Rahmen der Kampagne dazu aufgefordert, sich nicht zum Handlanger massenhafter viraler Hetze machen zu lassen. Ziel: Die Nutzerinnen und Nutzer von sozialen Netzwerken sollen ein geschärftes Bewusstsein für den Umgang mit manipulativen Inhalten entwickeln. Die Kampagne wurde von Oktober bis Dezember 2014 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" gefördert. Träger der Kampagne war der Verein " Neues Potsdamer Toleranzedikt ". Kampagnenziel Der Verein "Neues Potsdamer Toleranzedikt" setzte mit der Durchführung der Kampagne "Die Erben der Rose. Stoppt Hass-Propaganda! Erst prüfen, dann teilen." ein Zeichen für mehr Wachsamkeit in den sozialen Netzwerken. Die Botschaft des Vereins lautet: statt Verboten und Zensur - kompetenter Umgang mit manipulativen Inhalten in den sozialen Netzwerken. Material PowerPoint-Präsentation, Folie 2 Video Zum Einstieg wird den Schülerinnen und Schülern das Video "Ködern mit der Kochshow: Vegane Neonazis" gezeigt, das sie für die Thematik sensibilisieren soll. Der Beitrag beschäftigt sich mit verdeckter Propaganda. Die Lehrkraft weist die Jugendlichen darauf hin, dass nicht immer eindeutig zu erkennen ist, was hinter einem Internetangebot steckt. Rechtsextreme nutzen vor allem das Internet, um junge Leute anzusprechen. Dabei greifen sie Trends auf, zum Beispiel vegane Kochshows. Ergebnissicherung Die Meinungen der Schülerinnen und Schüler zum Video werden von der Lehrkraft an der Tafel oder auf Moderationskarten festhalten. Material PowerPoint-Präsentation, Folien 3 bis 6 Was ist Hass-Propaganda und gegen wen richtet sie sich? Den Schülerinnen und Schülern wird nun eine Definition von (Hass-)Propaganda vorgestellt. Sie erfahren, wie sich Propaganda, freie Meinungsäußerung und journalistisch aufbereitete Informationen voneinander abgrenzen lassen und gegen welche Bevölkerungsgruppen oder Wertvorstellungen sich Hass-Propaganda bevorzugt richtet. Zentrale Fragen zum Thema Hass-Propaganda Warum wird Hass-Propaganda eingesetzt? Wer zieht Nutzen aus Hass-Propaganda? Mit welchen Mitteln wird Hass-Propaganda verbreitet? Material PowerPoint-Präsentation, Folie 8; Materialbogen 1 Übung: Hass-Propaganda abgrenzen In Anschluss an die Definition von Hass-Propaganda nehmen die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen eine erste Einschätzung von vorgegebenen Texten (Materialbogen 1) vor und wenden die gelernten Unterscheidungsmerkmale von Hass-Propaganda, freier Meinungsäußerung und journalistisch aufbereiteten Inhalten an. Material PowerPoint-Präsentation, Folien 9 bis 13 Hass-Propaganda kann strafbar sein Die Beschäftigung mit der Rechtslage führt den Schülerinnen und Schülern vor Augen, dass Hass-Propaganda nicht vom Grundrecht der freien Meinungsäußerung geschützt ist und unter Umständen strafrechtliche Konsequenzen kann. Durch die Verbreitung von Hass-Propaganda (zum Beispiel durch "Liken") können sich die Jugendlichen unter Umständen selbst strafbar machen. Umgekehrt haben sie die Möglichkeit, entsprechende Inhalte zur Anzeige zu bringen. Thematisiert werden: Artikel 3, Grundgesetz: Diskriminierungsverbot Artikel 5, Grundgesetz: Freie Meinungsäußerung § 130 Strafgesetzbuch (StGB): Volksverhetzung Material PowerPoint-Präsentation, Folien 14 bis 17; Materialbogen 3. Fallbeispiele Die Schülerinnen und Schüler analysieren Hass-Propaganda anhand von vier konkreten Beispielen (Folie 15: Folie 15 ist so konzipiert, dass Beispiel 1 dargestellt ist. Für die Beispiele 2 bis 4 sind entsprechend Folien zu erstellen). Hierbei erkennen sie, mit welchen Methoden Hasspredigerinnen und -prediger versuchen, Anhängerinnen und Anhänger zu gewinnen. Außerdem erhalten die Jugendlichen einen Eindruck davon, wie Bilder, Symbole, Musik und Texte eingesetzt werden, um bestimmte Personengruppen herabzuwürdigen, Opfer zu definieren oder die eigene Meinung zu heroisieren. (Aufgrund der Inhalte der Fallbeispiele wird auf eine eigenständige Internetrecherche der Schülerinnen und Schüler verzichtet. Die Autorinnen übernehmen keine Verantwortung für die Inhalte externer Websites.) Die Fallbeispiele greifen unterschiedliche Themen auf: Beispiel 1: Hass-Rap, Homophobie Beispiel 2: Islamismus, Aufruf zum Dschihad Beispiel 3: Fremdenfeindlichkeit/Rechtsextremismus Beispiel 4: Antifeminismus/Frauenhass Hass-Propaganda stoppen Die Schülerinnen und Schüler werden mit einem fiktiven Fall konfrontiert, bei dem eine Jugendliche von einer getarnten Hass-Propaganda-Seite von Extremisten geködert wird, ihre persönlichen Daten angibt und (unfreiwillig) zur Mittäterin wird, indem sie das Material verlinkt und mit "Gefällt mir" markiert (Folie 16). Das Beispiel dient als Vorbereitung zur zusammenfassenden Diskussion, wie Hass-Propaganda gestoppt werden kann. Material PowerPoint-Präsentation, Folien 18 und 19; Feedback-Bogen Feedback Zum Abschluss der Unterrichtseinheit wird eine Feedbackrunde im Plenum durchgeführt.

  • Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II