Unterrichtsmaterialien zum Thema "Handel"

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Grundsätze der Warenvorlage

Unterrichtseinheit

Die Warenvorlage ist ein entscheidender Moment des Verkaufsgesprächs, in dem es wichtige Grundsätze zu beachten gilt. Die Unterrichtseinheit ermöglicht die Einübung in Rollenspielen, deren Videoaufzeichnung im Anschluss analysiert wird.Für Auszubildende im Einzelhandel sind der Kundenkontakt und die Warenvorlage ein wichtiges Element der täglichen Arbeit. Zur Unterstützung ihrer betrieblichen Praxis sollen die theoretischen Grundlagen in Übungen umgesetzt und vertiefend analysiert werden. Die Warenvorlage bildet zusammen mit der Verkaufsargumentation den Mittelpunkt eines Verkaufsgesprächs. Dabei gilt es acht Grundsätze zu beachten, wozu zunächst die Wahl des richtigen Präsentationszeitpunktes und die Vorlage des richtigen Artikels zählen. Die Verkäuferinnen und Verkäufer müssen dazu die Kundenansprüche mit den Wareneigenschaften abwägen, um einen ansprechenden Sortimentsquerschnitt mit Vergleichsmöglichkeiten vorzulegen, ohne dabei mit einer zu hohen Anzahl an Artikeln zu überfordern. Eine Grundregel nennt die Vorlage von drei Artikeln als diesbezüglich angemessen, wobei der sachgemäße Umgang mit der Ware zu beachten ist. Zur häufig schwierigen Ermittlung der richtigen Preislage wird empfohlen, mit der mittleren Preislage zu beginnen und die Warenvorlage entsprechend der Kundenreaktionen zu verändern. Weitere wichtige Prinzipien beziehen sich darauf, möglichst viele Sinne des Kunden anzusprechen und eine sinnvolle Warenergänzung anzubieten. Der letzte Grundsatz gibt vor - zum Zwecke der Kundenbindung - mit betriebseigenen Serviceleistungen zu werben.Im Rahmen der zeitlichen Begrenzung auf eine Doppelstunde findet eine Reduktion auf vier Grundsätze statt: Die angemessene Anzahl der Waren, die richtige Preislage, die sinnesbezogene Warenvorlage und Perspektiven für weitere Verkäufe sollen dabei im Mittelpunkt stehen. Die weiteren Grundsätze können in den Folgestunden mit identischer Methodik und Medienwahl erarbeitet werden. Die Unterrichtstunde wird in einem Verkaufsraum stattfinden, der den Umgang mit realen Waren anbietet. Die Schülerinnen und Schüler führen die Rollenspiele in der "Verkaufsecke" vor, um das Prinzip der Exemplarität zu erfüllen. Unterrichtsablauf und Einsatz der Materialien Auf dieser Unterseite finden Sie Details zum Unterricht und dem Einsatz der Arbeitsmaterialien. Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre Kenntnisse über die einzelnen Phasen des Verkaufsgesprächs erweitern, indem sie die Warenvorlage szenisch darstellen. die beschriebenen Grundsätze in der Analyse der Videosequenzen erarbeiten und die beobachteten Grundsätze der Warenvorlage anwenden. in der Vorbereitung, Aufnahme und Wiedergabe den sachgemäßen Umgang mit digitaler Bildaufzeichnung üben. Thema Grundsätze der Warenvorlage Autor Perihan Selek Fach Kundenkommunikation und -services Zielgruppe Auszubildende: Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel, Verkäufer Zeitumfang eine Doppelstunde Technische Voraussetzungen Camcorder, Stativ, Beamer Im problemorientierten Einstiegsfall können die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass die Verkäuferin während der Warenvorlage die Kundin mit zu vielen Waren überfordert. Daraus ergibt sich die Einstiegsfrage: Wie viele Waren sollte man dem Kunden vorlegen? Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten in verschiedenen Gruppen Rollenspiele, die sie dann vor der Kamera aufführen. Die Rollenverteilung wird ihnen freigestellt. Die Partnergruppen 1A und 1B werden sich in ihren Rollenspielen auf die gleichen Grundsätze beziehen, legen dazu aber unterschiedliche Waren vor. Die Partnergruppen 2A und 2B gehen auf zwei andere Grundsätze ein und wenden diese anhand von verschiedenen Waren an. Jeder Lernende übernimmt eine Aufgabe: Regie, Kamera, Verkauf, Kundschaft oder Technik. Während der Aufnahme eines Rollenspiels haben die anderen Gruppen einen Beobachtungsauftrag. Die jeweils etwa 3-minütigen Rollenspiele arbeiten mit konkreten Rollenkarten, um die Akteure auf das Wesentliche der Gesprächssituation vorzubereiten. Anschließend werden mindestens zwei der aufgenommenen Rollenspiele über den Beamer gezeigt und bezüglich der Warenvorlage analysiert. Die Partnergruppe fungiert als Kontrollgruppe, die anderen beiden Gruppen versuchen aus dieser Videosequenz die zwei Grundsätze der Warenvorlage abzuleiten. Ein zweites Beobachten der Rollenspiele - während der Präsentation als Videosequenz - ermöglicht den Schülerinnen und Schülern die Grundsätze besser zu erkennen und diese zu internalisieren. Dies begründet den Mehrwert des Medieneinsatzes. Daraus werden fragend-entwickelnd vier Grundsätze der Warenvorlage abgeleitet und an der Tafel gesichert. Am Ende der Stunde wird auf den Einstiegsfall zurückgegriffen und eine Lösung des Problems erarbeitet.

  • Wirtschaftslehre
  • Sekundarstufe II

Nachhaltige Forstwirtschaft im tropischen Regenwald

Unterrichtseinheit

Tropenholz eignet sich aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit gegenüber Salzwasser sehr gut für den Buhnenbau und wird seit Jahren an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns eingesetzt. Doch ist der Einsatz solch wertvollen Holzes für diesen Zweck nicht verwerflich? Wird damit etwa die Zerstörung des tropischen Regenwaldes staatlich subventioniert?Diese Fragen führen zum Thema Nachhaltige Forstwirtschaft, die eine Zukunftsperspektive für den tropischen Regenwald Süd- und Mittelamerikas und der darin lebenden Menschen aufzeigt. ?Die beste Art, tropische Wälder zu schützen, ist, diese nachhaltig zu nutzen.? Mit diesem Motto wirbt die Schweizer Firma Precious Woods AG und bewirtschaftet gewinnbringend riesige Flächen in den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas nach den Prinzipien der nachhaltigen Forstwirtschaft. Der sonst recht abstrakte Begriff der Nachhaltigkeit kann mithilfe der ausführlichen Website von Precious Woods sehr anschaulich vermittelt werden. Gleichzeitig kann das verbreitete Vorurteil, dass die Nutzung von Tropenholz prinzipiell zur Zerstörung der Regenwälder beitrage und daher verwerflich sei, zumindest differenziert werden - es kommt eben auf die Art der Holzgewinnung an. Für die Schülerinnen und Schüler erwächst daraus die Einsicht, Nutzungssysteme genau zu analysieren und erst dann zu urteilen ? ein nicht zu unterschätzender Beitrag zu einer raumbezogenen Handlungskompetenz.Die Aktivitäten am Rechner erfordern lediglich Kenntnisse im Umgang mit dem Browser und einer Textverarbeitungssoftware. Inhaltlich sollen die Schülerinnen und Schüler bereits mit der Bedrohung der Regenwälder durch die Vernichtung riesiger Flächen vertraut sein. Die Unterrichtseinheit sollte daher den Abschluss der Behandlung des Themas tropischer Regenwälder bilden und die Frage beantworten, ob überhaupt tropische Regenwälder genutzt werden dürfen und wenn ja, wie dies erfolgen sollte. Für die Fragen des Klimaschutzes durch die nachhaltige Holznutzung sind entsprechende Kenntnisse der Kohlendioxidfixierung durch die Wälder aus der Biologie abzufragen oder selbst einzubringen. Didaktisches Konzept Hinweise zur Klärung des Begriffs Nachhaltigkeit sowie zur induktiven oder deduktiven Herangehensweise an das Thema. Unterrichtsverlauf und Arbeitsblätter Der Einstieg in Thematik erfolgt über Bildimpulse. Die Arbeitsblätter können Sie sich hier einzeln herunterladen. Die Schülerinnen und Schüler sollen den Begriff der Nachhaltigkeit erklären können. die Nutzung des Holzes im tropischen Regenwald unter den Bedingungen der nachhaltigen Forstwirtschaft kennen und am Beispiel erläutern können. ihre Diskurs- und Urteilsfähigkeit am Beispiel der Nutzung tropischer Hölzer entwickeln. die nachhaltige Forstwirtschaft als eine Möglichkeit zur Entwicklung des Raumes kennen und bewerten. die nachhaltige Nutzung von Holz als aktiven Umweltschutz begreifen. Thema Nachhaltige Forstwirtschaft im tropischen Regenwald Autor Jens Joachim Fach Geographie Zielgruppe Klasse 8 Zeitraum 1-2 Stunden Technische Voraussetzungen Ein Rechner pro Arbeitsgruppe (2-3 Lernende) mit Internetanschluss, idealerweise Beamer Die Beschäftigung mit dem Thema kann induktiv oder deduktiv erfolgen: Deduktiv Ausgehend vom Begriff der Nachhaltigkeit werden das konkrete Anwendungsbeispiel behandelt und daran die Komponenten untersucht. Induktiv Zunächst wird die nachhaltige Nutzung des tropischen Regenwaldes behandelt und danach im Sinne der Nachhaltigkeit verallgemeinert. Der didaktischen Form entsprechend muss der Einstieg gewählt werden. Beim induktiven Vorgehen wäre zur Motivation der Schülerinnen und Schüler zum Beispiel eine auf Gewinn orientierte Aktiengesellschaft und deren "Machenschaften" im tropischen Regenwald zu untersuchen. "Knalleffekt" wäre dann die Auflösung, dass diese AG auf die Entwicklung des Raumes sehr positiv wirkt. In jedem Fall soll der Vermittlung des Begriffes der Nachhaltigkeit viel Raum gegeben werden, da dieser sich durch den gesamten Geografieunterricht zieht. Weil auch in der Politik der Begriff der Nachhaltigkeit zunehmend inflationär verwendet wird, muss hier erst recht für eine klare Begriffsbildung gesorgt werden. Im Folgenden wird der deduktive Weg beschrieben. Am Anfang des Unterrichts steht der Begriff der Nachhaltigkeit. Er wird an die Fragestellung der nachhaltigen Nutzung des tropischen Regenwaldes gebunden. Wesentlich ist dabei, das der Begriff der Nachhaltigkeit nicht auf die Ökologie begrenzt bleibt. Der folgende "Leitsatz" aus dem Brundtland-Bericht von 1987 wird also um die ökonomischen und sozialen Belange erweitert: "Dauerhafte Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können." Es geht um die Verknüpfung von ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielen. Im Wesentlichen soll die Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Lebensverhältnisse mit der Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen in Einklang gebracht werden. Gleichzeitig stellt das Leitbild der Nachhaltigkeit hohe Anforderungen an die Privatwirtschaft - in wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Hinsicht. Die Stellung der Ökologie an der Spitze des Dreiecks in Abb. 1 verdeutlicht, dass die Ansprüche von Wirtschaft und Gesellschaft die Natur und deren Ressourcen benötigen und beeinflussen. Im Umkehrschluss gilt daher, dass sich die Bedürfnisse ohne Ressourcen nicht befriedigen lassen. Ein schonender Ressourcenverbrauch, ganz im Sinne des Leitsatzes aus dem Brundtland-Bericht, muss die notwendige Konsequenz sein. Der Schutz der tropischen Regenwälder ist ohne eine Berücksichtigung der wirtschaftlichen Perspektiven der dort lebenden Menschen nicht möglich - eine Vernachlässigung dieses Faktors muss zu weiterem Raubbau führen. Nachhaltige Alternativen sind gefragt! Ausgangspunkt für das Anwendungsbeispiel bildet die Gegenüberstellung eines Fotos der Ostseeküste mit Buhnen (Abb. 2) und eines Fotos aus dem tropischen Regenwald. (Das in der Unterrichtseinheit verwendete Regenwaldfoto können wir aus urheberrechtlichen Gründen nicht zum Download anbieten - über die Bildersuche bei Google werden Sie jedoch schnell fündig.) Die Schülerinnen und Schüler werden gefragt, was diese Fotos miteinander verbindet. Nach der Beantwortung kann der scheinbare Widerspruch noch mit der provokativen These zugespitzt werden, dass Mecklenburg-Vorpommern tropische Hölzer für den Küstenschutz verbaut und damit zur Vernichtung des Regenwaldes beitrage. Spätestens hier sind die Schülerinnen und Schüler motiviert, den Widerspruch zu lösen. In Anwendung der Kenntnisse von Arbeitsblatt 1 zu den Aspekten der Nachhaltigkeit können die Arbeitsblätter 2 und 3 von den Schülerinnen und Schülern selbstständig erarbeitet werden. Mit den entsprechenden Internetadressen stellt dies die konkrete Bezugnahme zu einem Beispiel dar. Eine arbeitsteilige Gruppenarbeit ist für eine effektive Zeitausnutzung sinnvoll. Anschließend werden die Ergebnisse vorgestellt (beziehungsweise miteinander verglichen). In dieser Phase muss auch deutlich werden, dass - gemessen am gesamten Bestand des Regenwaldes - nur eine verschwindend kleine Fläche nachhaltig genutzt wird und es daher noch ein gewaltiges Entwicklungspotenzial gibt. Die Frage des Klimaschutzes durch die nachhaltige Nutzung von Holz ist ein sehr schöner Nebeneffekt der Behandlung. Hier sollte der Maßstabswechsel zum heimischen Wald erfolgen, der auch auf dem Arbeitsblatt thematisiert wird (Arbeitsblatt 4).

  • Geographie
  • Sekundarstufe I

Einführung in E-Commerce

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit bietet eine Einführung in das Thema E-Commerce. E-Procurement, E-Mall und Power-Shopping - diese Begriffe aus der Welt des E-Commerce finden zunehmend Eingang in die Betriebswirtschaftslehre. E-Commerce-Aspekte tangieren nahezu alle Fragestellungen des Unterrichts in Betriebswirtschaftslehre und Informationswirtschaft und sind als Unterrichtsthema in kaufmännischen Bildungsgängen heute unverzichtbar.Vielfach ist bei Schülerinnen und Schülern ein hohes Interesse zu erkennen, sich mit diesen Inhalten zu beschäftigen, jedoch mangelt es vielfach an fundierten Kenntnissen und kritischer Distanz. In dieser Unterrichtsreihe wird systematisch die notwendige Terminologie erarbeitet, das Beziehungsgefüge der Akteure im E-Commerce untersucht und exemplarisch das Anwendungsspektrum betrachtet. Die Reihe liefert die Basis für ein strukturiertes weiteres Arbeiten mit Schülerinnen und Schülern, wobei bildungsgangspezifische Ausrichtungen offen bleiben.Die Reihe ist für circa drei Doppelstunden angelegt. Dieser Beitrag umfasst Kommentare zu den einzelnen Unterrichtssequenzen und entsprechende Arbeitsblätter. Diese Reihe eignet sich mit Modifikationen für alle Schülerinnen und Schüler eines kaufmännischen Berufskollegs, da man sie jedem Niveau anpassen kann. Die Vorbereitungszeit für die Lehrerin oder den Lehrer ist gering (sofern er/sie sachkundig ist). Falls Sie sich in die Thematik selbst einarbeiten müssen, reicht es zunächst, wenn Sie selbst die Arbeitsschritte auf den Arbeitsblättern nachvollziehen.Die Schülerinnen und Schüler sollen durch eigene Internetrecherche ihre bisherigen Ansichten zu E-Commerce erweitern erkennen, dass Informationsrecherchen gemeinsame Vereinbarungen (Definitionen) ermöglichen und Diskussionen erleichtern erkennen, welche Motive Institutionen haben können, im Internet Informationen über E-Commerce zu publizieren die beteiligten Akteure in E-Commerce-Prozessen identifizieren und deren Interessen nachvollziehen können Anwendungen des E-Commerce abzuleiten und beschreiben zu können das Beziehungsgeflecht der Akteure in einer Beziehungsmatrix darstellen, um daraus typische Anwendungen des E-Commerce ableiten und beschreiben zu können erkennen, dass Geschäftsmodelle im E-Commerce nicht zwingend in Konkurrenz zu klassischen Geschäftsmodellen stehen, sondern diese zum Teil ergänzen können berufliche Bezüge herstellen, um sich zum Beispiel Anforderungen an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorzustellen Arbeitsschritt I Das Arbeitsblatt 1 soll helfen, den Schülern und Schülerinnen die Dimensionen von E-Commerce zu verdeutlichen. Ausgangspunkte sind ihre individuellen und intuitiven, z. T. unscharfen Vorstellungen von E-Commerce. Ein lockerer Gedankenaustausch zwischen ihnen soll dazu führen, ihre eigenen Ansichten und Auffassungen zum Thema zu sammeln und stichwortartig zu fixieren. Hier bringen sie ihr vermutlich unstrukturiertes und unreflektiertes Vorwissen ein, das nach Durchlaufen der nachfolgenden Unterrichtsphasen zu strukturierten Erkenntnissen führen soll. Die Kartenabfrage eignet sich hier besonders, um zu möglichst vielen Sichtweisen zu kommen. Die gesammelten Karten (an Pinnwand oder Tafel) können von den Schülern und Schülerinnen (gemeinsam mit dem Lehrer/der Lehrerin) in thematischen Clustern geordnet werden, woraus erste Definitionsversuche (Arbeitsdefinitionen) abgeleitet und festgehalten werden können. Ergebnis I Die Schüler und Schülerinnen haben eine oder mehrere Definitionen zu E-Commerce formuliert, die ausschließlich durch ihre eigenen Überlegungen entstanden sind. Tipp: Es ist damit zu rechnen, dass die Schüler und Schülerinnen an dieser Stelle E-Commerce lediglich als Prozess des virtuellen Einkaufs aus der Perspektive des Endverbrauchers definieren (Einkauf bei einem Online-Shop). Betriebswirtschaftliche Überlegungen aus der Sicht von Unternehmen, die E-Commerce betreiben, sind hier in der Regel nicht zu erwarten. Die Lehrkraft sollte hier abwarten und nicht intervenieren. In den nächsten Arbeitsschritten werden die Schüler und Schülerinnen schon erkennen, dass in E-Commerce-Prozesse auch andere Akteuere involviert sein können. Arbeitsschritt II In dieser Phase nutzen die Schüler und Schülerinnen das Internet als Informationsquelle. Über eine gezielte Internetrecherche finden sie zusätzliche Informationen zum Thema und nutzen sie. Diese Datenbasis wird aufbereitet und verdichtet, so dass am Ende der Doppelstunde die Klasse eine fachlich korrekte Erklärung für die Dimensionen, und einige typische Anwendungen von E-Commerce verfügbar hat. Die Antwort auf die Frage "Wer steht hinter dieser Web-Site?" soll dazu beitragen, die Validität der gefundenen Informationen zu bewerten. Der Lehrer/die Lehrerin sollte hierzu den Impuls geben, darüber nachzudenken, welche Interessen die Organisation durch das Betreiben der Website verfolgt. Die aufbereiteten Informationen (Definitionen und Stichworte zu E-Commerce) sind zu sammeln und ggf. zu diskutieren. Eine erweiterte Definition ist durch die Schüler und Schülerinnen zu formulieren, die als Arbeitsbasis für die folgenden Stunden genutzt werden kann (hierbei muss der Lehrer/die Lehrerin ggf. helfend intervenieren). Der Informationszugewinn für die Schüler und Schülerinnen, der durch die Recherche gewonnen wurde, ist durch einen Vergleich mit den Ergebnissen aus Arbeitsschritt 1 herauszustellen ("Unsere Definition wird immer präziser!"), um die Recherche zu bewerten (zu rechtfertigen). Insbesondere sollen hier aber auch (auf Basis der gesammelten Stichworte) die Akteure sowie typische Prozesse und Anwendungen im E-Commerce erkennbar werden. Ergebnis II Zum Stundenende wird eine möglichst weitgehende aber verständliche Definition für E-Commerce als Basis für künftiges Arbeiten vereinbart. Die Schüler und Schülerinnen erkennen durch diese Definition die verschiedenen Dimensionen des E-Commerce und kennen im Ansatz einige E-Commerce-Prozesse sowie die daran beteiligten Akteure. Die Schüler und Schülerinnen haben erkannt, dass durch zusätzliche Informationen (Internetrecherche) die Sichtweisen auf Phänomene vermehrt werden kann und dass gemeinsame begriffliche Strukturen zur Diskussion erforderlich sind. Wichtig: Die Pinnwand mit den gesammelten Ergebnissen sollte auch in den folgenden Stunden verfügbar sein! Arbeitsschritt III Die in der letzten Doppelstunde gewonnenen Erkenntnisse der Schüler und Schülerinnen werden in dieser Phase wiederholt, strukturiert und verdichtet. Hierzu ist Arbeitsblatt 2 zu verteilen. Dieses Arbeitsblatt dient der Sicherung des letzten Unterrichtsergebnisses und kann als künftige Arbeitsbasis verwendet werden. Nun haben die Schüler und Schülerinnen den Auftrag, herauszuarbeiten, welche Akteure beim E-Commerce beteiligt sind. Entscheidend ist hier, herauszustellen, dass bei E-Commerce-Prozessen immer zwei Akteure beteiligt sind. Diese Akteure können Endverbraucher (C=Customer) sein (intuitive Sichtweise, die zu Beginn der letzten Doppelstunde von den Schülern vertreten wurde) als auch Unternehmen (B=Business) und Institutionen der öffentlichen Verwaltung bzw. staatliche Organisationen (G=Government). Je nach Initiierung und Ablauf des E-Commerce-Prozesses können somit in einer Beziehungsmatrix die Akteure strukturiert werden. Diese Beziehungen bilden die Teilbereiche des E-Commerce. Somit kann z. B. ein E-Commerce-Prozess zwischen Unternehmen als B-to-B- (B2B-) Beziehung bezeichnet werden, analog B2C, B2G usw. (Vgl. Übersicht 1) Die Beziehungsmatrix wird als Arbeitsblatt ausgegeben und inhaltlich mit Erläuterungen und Beispielen gefüllt. Ergebnis III Die Schüler und Schülerinnen sind in der Lage, eindeutig Akteure des E-Commerce zu identifizieren und Beziehungen zwischen den Akteuren herzustellen. Sie ordnen die Beziehungen der gängigen Terminologie des E-Commerce zu und können typische Beispiele erläutern. Sie erkennen (zumindest in Ansätzen) das Potential von E-Commerce und sind fähig, Auswirkungen von E-Commerce aus der Sicht der jeweiligen Akteure zu skizzieren. Arbeitsschritt IV In dieser Stunde geht es darum, die Vielfalt der Geschäftsprozesse im E-Commerce aufzuzeigen. Es sollen typische Geschäftsmodelle in ihren prinzipiellen Strukturen erarbeitet werden und aus den Perspektiven der beteiligten Akteure hinsichtlich ihrer betriebswirtschaftlichen Bedeutung ansatzweise reflektiert werden. Hierzu sind alternative Wege denkbar. Z. B. könnte aus den bisherigen Arbeitsergebnissen eine Tabelle von Geschäftsmodellen abgeleitet werden. Hierzu sind aus dem Internet entsprechende Definitionen bzw. Erläuterungen und Beispiele zu recherchieren und in einer Übersicht (Arbeitsblatt 3) zu sammeln (ggf. arbeitsteilig). Als Quelle eignen sich z. B. www.www-kurs.de (hier "Glossar" aufrufen), www.ecin.de (Diese Seite ist den Schülern bereits aus der vorletzten Doppelstunde bekannt, hier "E-Know-how" aufrufen). Möglich ist auch, die Tabelle (Arbeitsblatt 3 bzw. Übersicht 2) vorzugeben und die Schüler und Schülerinnen arbeitsteilig eine betriebswirtschaftliche Würdigung der Geschäftsmodelle anfertigen zu lassen (Arbeitsauftrag: Versetzen Sie sich in die Lage der beteiligten Akteure und beurteilen Sie unter betriebwirtschaftlicher Perspektive Vor- und Nachteile sowie Kosten- und Nutzenpotentiale der Geschäftsmodelle!) Ergebnis IV Die Schüler und Schülerinnen sind in der Lage, typische Geschäftsmodelle des E-Commerce zu beschreiben (vgl. Arbeitsblatt 4) und die Interessen der beteiligten Akteure einzuschätzen. Sie erkennen, dass E-Commerce letztlich keine grundsätzlich neuen Geschäftsprozesse beinhaltet, sondern häufig konventionelle Geschäftsprozesse unter Nutzung der Infrastruktur des Internets modifizieren. Im Nachfolgenden sehen Sie in Auszügen die Arbeitsaufgaben für die Schülerinnen und Schüler. Wer zum ersten Mal den Begriff Electronic Commerce hört, verbindet damit bestimmte individuelle Vorstellungen. Auch Sie haben diesen Begriff sicher schon einmal gehört oder gelesen. Wir möchten heute herausarbeiten, was eigentlich E-Commerce genau ist und welche konkrete Bedeutung E-Commerce für uns bzw. für Unternehmen hat. Hierzu führen wir eine Kartenabfrage durch, um möglichst umfassende Ergebnisse zu erhalten. Machen Sie sich Gedanken über Ihre persönliche Vorstellung von E-Commerce und diskutieren Sie ca. 5 Minuten mit Ihrem Nachbarn (Partner) darüber. Schreiben Sie auf den ausgeteilten Karten jeweils ein Stichwort, das Sie spontan mit E-Commerce in Verbindung bringen und heften Sie die Karten an die Pinnwand. Studieren Sie gemeinsam die gesammelten Stichworte und leiten Sie daraus eine eigene Definition für E-Commerce ab. Arbeiten Sie gemeinsam mit Ihrem Partner. Ihre Definition sollte höchstens aus zwei Sätzen bestehen. Notieren Sie Ihre Definition auf einem gesonderten Blatt. E-Commerce ist bereits fester Bestandteil der betrieblichen Realität. Deshalb gibt es verschiedene Organisationen, die zu diesem Thema Informationen liefern. Aufgaben: Rufen Sie folgende Websites auf: Notieren Sie, welche Organisation hinter den Web-Sites steht. Suchen Sie in den Seiten nach verständlichen Definitionen von E-Commerce und Beispielen für E-Commerce-Prozesse und notieren Sie diese Definitionen und Beispiele (markieren und ausdrucken, Quelle angeben!). Führen Sie nun eine kurze Recherche mit einer Suchmaschine durch, geben Sie als Suchbegriffe ein: "e-commerce, definition" und dokumentieren Sie Ihr Ergebnis. Die Aktivitäten des E-Commerce sind, wie wir herausgefunden haben, höchst unterschiedlich und sehr vielschichtig. Um einen Überblick zu erhalten, ist eine Gliederung sinnvoll. Aufgabe: Durchforschen Sie die Stichwortsammlung und arbeiten Sie heraus, wer (Personen, Institutionen, Organisationen, Unternehmen) an den jeweiligen E-Commerce-Prozessen (E-Commerce-Anwendungen, -Nutzungen o. ä.) beteiligt ist. Wenn wir die bekannten E-Commerce-Prozesse nach den Beteiligten untersuchen, erkennen wir, dass bei allen E-Commerce-Prozessen mindestens zwei Akteure vorhanden sind. Aufgabe: Ordnen Sie die gesammelten E-Commerce-Anwendungen folgenden Akteuren zu: Unternehmen Endverbraucher, Bürger Behörden und staatliche Einrichtungen

  • Wirtschaftslehre
  • Sekundarstufe II

E-Learning-Einheit Preispolitik

Unterrichtseinheit

Ein internetbasiertes Lernmodul zur Preispolitik, das nicht nur für den Präsenzunterricht in der Schule, sondern auch für die Heimarbeit der Schülerinnen und Schüler konzipiert ist, steht im Mittelpunkt dieser Unterrichtseinheit.Die Preispolitik ist ein Themenbereich des Marketing-Mixes, der wiederum ein Bestandteil des Gesamtthemas Marketing darstellt. Diese Lerneinheit ist eine selbstständige Fortsetzung der bereits veröffentlichten Lerneinheit "Marktforschung". Als zu vermarktender Gegenstand wurde wiederum der Schokoriegel gewählt. Auf interaktive Weise sollen die Schülerinnen und Schüler online zuhause und im Präsenzunterricht in festen Teams, die als eigene Unternehmen fungieren, die gestellten Aufgaben bearbeiten. In der Praxis hat sich bewährt, die Bearbeitung der Theorieteile online zuhause oder im Medienzentrum bearbeiten und den Praxisteil in den Präsenzunterricht zu verlagern, so lang noch keine komplette Verlagerung des Unterrichts auf Online-Sequenzen (sprich E-Learning) möglich ist.Ziel der Unterrichtseinheit ist das Abwägen der einzelnen Bestandteile der Preispolitik im Rahmen des Marketing-Mixes zur Preisgestaltung zwecks Einführung eines neuen Schokoriegels am Markt. Unterrichtsablauf Ziel der Unterrichtseinheit ist das Abwägen der einzelnen Bestandteile der Preispolitik im Rahmen des Marketing-Mixes zur Preisgestaltung zur Markteinführung eines neuen Schokoriegels am Markt. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Notwendigkeit des Zusammenspiels aller Bestandteile des Marketing-Mixes begreifen. sich aktiv mit der Preisgestaltung für die Markteinführung eines neuen Schokoriegels auseinander setzen. Verbindungen zu verwandten Themen der Preispolitik in der Volkswirtschaftslehre herstellen. verschiedene Preisstrategien kennen lernen und die für die Markteinführung des Schokoriegels beste Strategie auswählen. Thema Preispolitik als Bestandteil des Marketing-Mixes Autorin Anja Post Fach Betriebswirtschaftslehre Zielgruppe kaufmännisch orientierte Bildungsgänge Zeitraum circa 4 Unterrichtsstunden Technische Voraussetzungen Internetanschluss, PC im Unterricht und außerhalb der Schule zur Verfügung stehend. Der Umfang der Lerneinheit "Preispolitik" beträgt erfahrungsgemäß circa vier Unterrichtsstunden. Die Schülerinnen und Schüler teilen sich in Teams mit etwa drei Mitgliedern ein und agieren als Unternehmen mit eigenem Namen. Arbeitsplattform lo-net Bis zur nächsten Unterrichtsstunde sollen jeweils die Aufgaben in digitaler Form, zum Beispiel per E-Mail bei dem/der Lehrenden abgegeben worden sein. Als Basis kann eine Lernplattform wie lo-net dienen, die über die Kommunikationsinstrumente wie E-Mail, Chat und Forum hinaus noch die Möglichkeit des Dateiaustauschs bietet. Des weiteren kann der/die Lehrende über die Aufgabenverwaltung die Aktivitäten der Schülerinnen und Schüler überwachen. Selbstständiges Lernen Beim E-Learning liegt der Schwerpunkt nicht in der fachlichen Vermittlung des Lehr- und Lernstoffes seitens der/des Lehrenden, sondern in der eigenständigen und autodidaktischen Erarbeitung des Stoffes seitens der Schülerinnen und Schüler. Dies setzt eine gewisse eigenständige und eigenverantwortliche Arbeitsweise der Schülerinnen und Schüler voraus, die beispielsweise durch eine Projektarbeit im Vorfeld trainiert werden sollte.

  • Wirtschaftslehre
  • Sekundarstufe II

Das Selbstlernzentrum im Bildungsgang Handelsschule

Fachartikel

Am Paul-Julius-Reuter-Berufskolleg hat sich die Einführung eines Selbstlernzentrums (SLZ) besonders zur Förderung leistungsschwächerer Schülerinnen und Schüler am PC bewährt.Die Aufarbeitung der Ergebnisse von PISA hat unter anderem dazu geführt, dass sich in der aktuellen didaktischen Diskussion die Stimmen mehren, die auf die Notwendigkeit von gezieltem Training und vertiefenden Übungsphasen für den Lernerfolg hinweisen. Denn nur so können Schülerinnen und Schüler ein rasch abrufbares und langzeitig verfügbares Grundwissen erwerben, das ihnen die Lösung von komplexeren Anwendungs- und Transferaufgaben erst ermöglicht.

  • Fächerübergreifend
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

"SchnittStellen - zwischen Produktion, Handel und Konsum"

Fachartikel

Längst ist klar, dass die globale Wirtschaft besondere Anforderungen an einen nachhaltigen Konsum stellt. Dazu zählt ein verantwortungsvolles Kaufen von fairen und nachhaltigen Produkten, bei deren Herstellung Menschen fair behandelt und die Umwelt weniger belastet werden. Wie kann das gelingen in einer arbeitsteiligen Wirtschaft mit vielen Akteuren, mit komplexen Lieferketten, die sich um den gesamten Globus spannen?Die Materialien "SchnittStellen" setzt sich mit Liefer- und Wertschöpfungsketten auseinander, die in einer global ausgerichteten Wirtschaft eine zentrale Rolle spielen. Anhand dieses Schwerpunktes lassen sich zentrale Fragen des nachhaltigen Konsums, von Wirtschaftlichkeit und Sozial- und Umweltverträglichkeit darstellen. Als junge Verbraucherinnen und Verbraucher erfahren die Lernenden, dass in einer globalen Wirtschaft komplexe Lieferketten Unternehmen vor große ökonomische, ökologische und soziale Herausforderungen stellen. Sie verstehen auch, dass auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene die Politik gefordert ist, bessere Rahmenbedingungen zu schaffen und verbindliche Standards zu setzen. Ebenso erkennen sie, dass auch sie als aufgeklärte Konsumentinnen und Konsumenten Verantwortung übernehmen und Einfluss ausüben können und müssen, damit auf die Einhaltung von ökologischen und sozialen Standards entlang der Wertschöpfungsketten nachhaltig hingewirkt werden kann.

  • Fächerübergreifend