Unterrichtsmaterialien zum Thema "Halogene"

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Reaktionsgleichung für die NaCl-Synthese

Unterrichtseinheit

Mithilfe einer interaktiven Anwendung werden Modelldarstellungen zur Reaktion von Natrium mit Chlor dynamisch entwickelt.Das hier vorgestellte und methodisch vielseitig einsetzbare Programm dient als "Zeichenbrett", auf dem Reaktionsgleichungen mit Atom-, Ionen- und Molekülmodellen dargestellt werden können. Am Präsentationsrechner des Fachraums können einzelne Schülerinnen und Schüler (oder die Lehrkraft) damit Modelldarstellungen zur Reaktion von Natrium mit Chlor per Beamer vorstellen beziehungsweise im Rahmen des Unterrichtsgesprächs entwickeln. Alternativ dazu können die Lernenden im Computerraum in Partner- oder Kleingruppenarbeit eine Präsentation zur Aufstellung der Reaktionsgleichung erarbeiten und anschließend ihren Mitschülerinnen und Mitschülern vorstellen. Technische Möglichkeiten und Einsatz im Unterricht Die Funktionen der interaktiven Folien werden per Screenshot vorgestellt und ihre verschiedenen Einsatzmöglichkeiten im Unterricht skizziert. Die Schülerinnen und Schüler sollen das Aufstellen einer Reaktionsgleichung mit verschiedenen Modellen entwickeln (Kugelmodell, Schalenmodell). durch die Modellvielseitigkeit die Vorgänge bei der Reaktion von Natrium mit Chlor verstehen und gegebenenfalls ihren Mitschülern im Rahmen einer computergestützten Präsentation erläutern. Thema Reaktionsgleichung für die NaCl-Synthese Autor Dr. Ralf-Peter Schmitz Fach Chemie Zielgruppe Klasse 9 (2. Jahr Chemieunterricht) Zeitraum 1 Stunde Technische Voraussetzungen Minimum: Präsentationsrechner mit Beamer Arbeitsfläche und Werkzeuge Die interaktive Folie startet mit einer leeren Arbeitsfläche und der Symbolpalette (Abb. 1, Platzhalter bitte anklicken). Diese enthält unter anderem chemische Buchstabensymbole ohne und mit Valenzelektronen (Lewis-Schreibweise), Kugelsymbole und Schalenmodelle für Atome und Ionen sowie ein Texteingabefeld. Darstellung im Kugelmodell Per Klick auf ein gewünschtes Symbol erscheint dieses am unteren Rand der Arbeitsfläche. Durch Mouse-over-Effekte erscheinen die Option "Bewegen" oder die Icons für die Vergrößerung und Verkleinerung der gewählten Bausteine. Abb. 2 zeigt die Arbeitsfläche mit Kugelmodell-Symbolen und einem Textfeld; über dem großen Chlorid-Ion werden das Icon für die Verkleinerung des Ions und seine aktuelle Größe in Prozent angezeigt. Ausführliche Hinweise zur Bedienung aller Programmfunktionen finden Sie in dem Info-PDF zu der Animation auf der Website "Chemie interaktiv" (siehe Internetadresse). Darstellung im Schalenmodell Alle Bausteine und Symbole können durch Ziehen in den Papierkorb (rechts unten) von der Zeichenfläche wieder entfernt werden. Neben der Verwendung der Zeichen und Symbole kann zur Veranschaulichung der Vorgänge im Schalenmodell auch eine kleine Animation auf die Arbeitsfläche geholt und abgespielt werden, die den Elektronenübergang und die Bildung der Ionen visualisiert (Abb. 3, Platzhalter bitte anklicken). Computergestützter Unterricht - ohne Computerraum Die Flash-Folie zur Aufstellung einer Reaktionsgleichung wurde für die Unterstützung des Unterrichtsgesprächs konzipiert. Ihr Einsatz zeigt einen Weg des computerunterstützten Unterrichts auf, der auch ohne den Gang in den Computerraum möglich ist. Erforderlich ist lediglich ein Präsentationsrechner mit Beamer, der in vielen Fachräumen zur Verfügung steht. Da die Animation auf der Website "Chemie interaktiv" auch zum Download bereit liegt, ist ein Internetanschluss nicht erforderlich. Partnerarbeit im Computerraum Alternativ zur Verwendung der interaktiven Folie als "digitale Tafel" können mit dem Computereinsatz vertraute Klassen die Aufgabe zur Erstellung der Reaktionsgleichung im Rechnerraum selbstständig und kooperativ in Partner- oder Kleingruppenarbeit bewältigen. Die Lehrerin oder der Lehrer tritt dabei in den Hintergrund und greift nur unterstützend beziehungsweise Impuls gebend ein. Die Ergebnisse werden dann per Ausdruck gesichert und von einzelnen Gruppen der Klasse per Beamer vorgestellt. Die Konzipierung und die Präsentation der Darstellungen beleben den Unterricht und fördern die Kreativität und das Verständnis der Schülerinnen und Schüler für chemische Abläufe. Hausarbeit Da die interaktive Folie online frei zugänglich ist, können die Lernenden auch am heimischen Rechner damit arbeiten und so zum Beispiel im Rahmen einer Hausarbeit eine Beamer-Präsentation für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler vorbereiten, die der Wiederholung der Ergebnisse der letzten Stunde dient. Die Phasen der Präsentation können in Ausdrucken dokumentiert und im Arbeitsheft oder Lerntagebuch eingeklebt werden.

  • Chemie
  • Sekundarstufe I

Flash-Animation zur Chlorknallgasreaktion

Unterrichtseinheit

Können virtuelle Experimente Schüler- und Demonstrationsversuche im Chemie-Unterricht ersetzen? Natürlich nicht. Sie können jedoch eine sinnvolle Ergänzung und Abwechslung darstellen. Vor allem dann, wenn Reaktionen durchzuführen sind, bei denen es zur Sache geht. Zum Beispiel bei der Chlorknallgasreaktion.Die Chemiedidaktik der Bergischen Universität Wuppertal bietet eine virtuelle Darstellung von Chlorwasserstoff als dynamische und interaktive Flash-Animation an. Die Chlorknallgasreaktion wird mit zwei Einheiten beschrieben: Der ?Interaktive virtuelle Versuch? simuliert die Phänomenologie eines realen Versuchs, während die ?Molekulare Deutung der Reaktion? die Chemie des Vorgangs auf Teilchenebene darstellt. Das Modul ist als kurze Lern- und Aktionsseite konzipiert, das nicht nur zur Nacharbeit oder Vorbereitung von Unterrichtsinhalten dienen, sondern auch in der Unterrichtsphase zum Einsatz kommen soll. Alle Darstellungen sind übersichtlich und ansprechend. Ihre Funktionalität erschließt sich intuitiv. Die für das Abspielen, Anhalten und für den Neustart der Animationen verwendeten Logos sind etabliert und selbsterklärend.Die Chemiedidaktik der Bergischen Universität Wuppertal bietet eine virtuelle Darstellung von Chlorwasserstoff als dynamische und interaktive Flash-Animation an. Die Chlorknallgasreaktion wird mit zwei Einheiten beschrieben: Der "Interaktive virtuelle Versuch" simuliert die Phänomenologie eines realen Versuchs, während die "Molekulare Deutung der Reaktion" die Chemie des Vorgangs auf Teilchenebene darstellt. Das Modul ist als kurze Lern- und Aktionsseite konzipiert, das nicht nur zur Nacharbeit oder Vorbereitung von Unterrichtsinhalten dienen, sondern auch in der Unterrichtsphase zum Einsatz kommen soll. Alle Darstellungen sind übersichtlich und ansprechend. Ihre Funktionalität erschließt sich intuitiv. Die für das Abspielen, Anhalten und für den Neustart der Animationen verwendeten Logos sind etabliert und selbsterklärend. Lichtblitz und Kettenreaktion Rechts davon steht der Bunsenbrenner und neben diesem eine Glasapparatur, mit der Magnesium in die Flamme des Gasbrenners geblasen werden kann. Der Begriff "Magnesiumpulver" erscheint beim Anfassen des grauen Materials. Sie greifen mit der Maus intuitiv zum Streichholz - nicht so voreilig! Ein Fenster öffnet sich und weist Sie darauf hin, dass zuerst die Gaszufuhr des Brenners geöffnet werden muss. Der Schalter befindet sich an der weißen Box unterhalb des roten Blasebalgs. Fassen Sie nun das Streichholz mit der Maus an. Es entzündet sich beim Anheben von selbst. Halten Sie es über den Bunsenbrenner - die blaue Gasflamme erscheint. Mit einem Mausklick lassen Sie das Streichholz wieder los. Nun befördern Sie das Magnesiumpulver mithilfe des roten Gummiballs in die Brennerflamme. Der Lichtblitz löst die Kettenreaktion aus. Die "Chlorknallgasreaktion" verläuft so heftig, dass der Deckel vom Reaktionsgefäß geschleudert wird. HCl-Gas entweicht dem Zylinder - also das Gefäß schnell mit der Glasscheibe abdecken! Hier begegnet Ihnen erneut das Reaktionsgefäß - nun jedoch mit visualisierten Wasserstoff- und Chlormolekülen. Lösen Sie mit der Maus den Lichtblitz aus: Ein Photon spaltet ein Chloratom und setzt die Kettenreaktion in Gang. Der Deckel fliegt erneut durch die Luft und ein Teil des gebildeten Chlorwasserstoffs entweicht. Während der exothermen Gesamtreaktion wird der Verlauf ihrer Energiebilanz dargestellt. Schließlich können Sie die "Teilreaktionen" betrachten (Start-, Folge- und Kettenabbruchreaktionen), wobei jeweils nur die Edukte dargestellt werden.

  • Chemie
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Der Aufbau von Kochsalzkristallen

Unterrichtseinheit

Die hier vorgestellte Flash-Folie unterstützt das Unterrichtsgespräch zu den Themen Aufbau eines Salzkristalls und Ionenbindung (Beamerpräsentation).Die in die Folie eingebundenen Aufgabenstellungen und Informationen können von den Lernenden auch in Partnerarbeit im Computerraum oder am heimischen Rechner bearbeitet und genutzt werden. Der Aufbau von Salzkristallen wird auf zwei Ebenen betrachtet: Zum einen werden die Eigenschaften realer Kochsalzkristalle anhand eines Fotos ausgemessen und berechnet (Größe und Masse der Kristalle, Anzahl der Teilchen in einem Kristall), zum anderen wird der Kristallaufbau mithilfe eines Teilchenmodells betrachtet (Anordnung der Ionen, geometrische Eigenschaften).Die Flash-Folie steht auch in einer englischsprachigen Version zur Verfügung und ist daher für den Einsatz im bilingualen Unterricht geeignet. Im Menü ist eine Vokabelliste mit den einschlägigen Begriffen stets präsent. Im Zusammenhang mit der Untersuchung von Kristallstrukturen bietet sich auch der Einsatz dreidimensionaler, am Bildschirm frei drehbarer Kristallmodelle an (als Beamerpräsentation oder im Rahmen einer Partnerarbeit im Computerraum). Inhalte und Funktionen der Flash-Folie Kochsalzkristalle unter dem Binokular und im Teilchenmodell - Screenshots veranschaulichen die Funktionen der Materialien. Interaktive 3D-Modelle Schülerinnen und Schüler können mit so genannten Molekülbetrachtern die NaCl-Struktur - und den Aufbau komplexerer Kristalle - am Bildschirm (fast) im wörtlichen Sinn "begreifen". Die Schülerinnen und Schüler sollen anhand der Gegenüberstellung von Realobjekt und Teilchenmodell den Aufbau von Kochsalzkristallen kennenlernen. den Aufbau des Ionengitters (Koordination) erläutern und den Zusammenhalt der Stoffteilchen als Ionenbindung (Ladungsbezug) erklären können. Wenn Sie die Flash-Folie in Ihrem Browser starten, sehen Sie zunächst ein Foto von Salzkristallen unter dem Mikroskop sowie das Teilchenmodell eines Kristalls (Abb. 1, Platzhalter bitte anklicken). Den "Trennbalken" zwischen den beiden Ansichten können Sie bei gedrückter linker Maustaste "anfassen" und nach links und rechts verschieben, so dass Sie wahlweise mit dem Foto oder dem Kristallmodell arbeiten können. Die Abbildung der Folie zeigt handelsübliche Kochsalzkristalle bei 20-facher Vergrößerung. Die Schülerinnen und Schüler sollen das Aussehen der Kristalle beschreiben. Dabei werden die Würfelform, aber auch unterschiedliche Größen sowie Abweichungen von der Würfelform genannt. Mithilfe der beiden verschiebbaren Maßstäbe (jeweils 1 Millimeter) können die Würfel vermessen werden. Damit sind Volumen- und Massenbestimmungen (bei bekannter Dichte) möglich. Über die Buttons können Aufgabenstellungen und Informationen aufgerufen werden (Abb. 2). Die Schülerinnen und Schüler können die Masse der Kristalle bestimmen. die Stoffmenge n in mol berechnen. ausrechnen, wie viele NaCl-Formeleinheiten sich auf einer Kante eines Durchschnittskristalls befinden. Der rechte Teil der Folie zeigt das Modell eines Kochsalzkristalls als dichte Kugelpackung. Den Schülerinnen und Schülern wird deutlich, dass die Stoffteilchen (Ionen) dicht nebeneinander liegen. Aufgrund der gegebenen Größe der Ionen ergibt sich für die NaCl-Elementarzelle die charakteristische Würfelform der Kristalle. Über die verschiedenen Buttons lassen sich nun einige Manipulationen am Kugelmodell vornehmen oder Informationen aufrufen. So kann zum Beispiel die "dichte Kugelpackung" in ein "Kugelstäbchen-Modell" umgewandelt oder die Koordination der Chlorid- oder Natrium-Ionen darstellt werden (Abb. 3). Jmol und Chime Mithilfe von kostenfrei zur Verfügung stehenden Molekülbetrachtern können 3D-Kristallstrukturen am Bildschirm mit dem Cursor (bei gedrückter linker Maustaste) "angefasst", gedreht und gewendet werden. Die beiden wichtigsten Molekülbetrachtern sind Jmol und Chime. Um an das Chime-Plugin-zu gelangen, müssen Sie sich zunächst auf der Symyx-Homepage (ehemals MDL) registrieren lassen. Im Gegensatz zu Chime ist Jmol eine Open-Source-Anwendung und plattformunabhängig. Zur Nutzung von Jmol-Anwendungen ist lediglich das Plugin Java Runtime Environment erforderlich. Kristallaufbau am Bildschirm "begreifen" Abb. 4 zeigt einen Screenshot mit einem Ausschnitt aus dem Gitter eines NaCl-Kristalls, dargstellt mit Jmol. Durch einen Klick mit der rechten Maustaste kann das Jmol-Menü aufgerufen und zwischen verschiedenen Darstellungen gewechselt werden. Schülerinnen und Schüler können mit diesem Werkzeug die NaCl-Struktur - oder den Aufbau anderer Kristalle - am Bildschirm "begreifen". Alternativ kann man sich auf die Präsentation der 3D-Modelle per Beamer beschränken.

  • Chemie
  • Sekundarstufe I

Animation chemischer Vorgänge - die Ionenbindung

Unterrichtseinheit

Schülerinnen und Schüler erstellen zur Festigung und Anwendung der im Unterricht erworbenen Kenntnisse zum Thema Ionenbindung eine kleine Animation.Im Fach Chemie bietet der Einsatz von Animationen nicht nur eine willkommene Abwechslung zum herkömmlichen Unterricht - die zahlreichen Animationen chemischer Vorgänge, die im Internet angeboten werden, beleben die Stunden und fördern die Kreativität und das Verständnis der Schülerinnen und Schüler für chemische Abläufe. Dieser Artikel führt am Beispiel der Ionenbindung von Natriumchlorid in die Arbeit mit solchen Animationen ein und zeigt, wie Sie für den Einsatz im Unterricht oder mit Schülerinnen und Schülern gemeinsam kurze Trickfilm-Clips selbst erstellen können. Erforderlich sind lediglich ein Zeichenprogramm und ein GIF-Animator - beides kann kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden - oder das Präsentationsprogramm PowerPoint. Technische Möglichkeiten der Animation Allgemeine Informationen zu animierten GIF- und PowerPoint-Dateien, Flash-Filmen (SWF) und Java-Applets sowie den jeweils erforderlichen Plugins. Einsatzmöglichkeiten im Unterricht Allgemeine Informationen zu geeigneten Themenfeldern für den Einsatz von Trickfilmen und den didaktischen Varianten. Schülerinnen und Schüler erstellen eigene Animationen Die Herstellung einer eigenen Animation dient der Festigung und Anwendung erworbener Kenntnisse zum Thema Ionenbindung. Der hier beschriebene Unterrichtsverlauf hat sich als sinnvoll erweisen. Einsatz fertiger Animationen Hinweise zum Einsatz gebrauchsfertiger Animationen aus dem Netz am Beispiel der Untersuchung einer nucleophilen Addition (Animation und Arbeitsblatt). Die Schülerinnen und Schüler sollen erlangtes Wissen zur Ionenbindung von Natriumchlorid anwenden. eine Trickfilmsequenz im Team planen, ein "chemisches Drehbuch" entwerfen und am Computer umsetzen. das Donator-Akzeptor-Prinzip sowie das Struktur-Eigenschafts-Prinzip in einem Trickfilm kreativ und fachlich korrekt wiedergeben. Thema Ionenbindung von Natriumchlorid - Animation chemischer Vorgänge Autor Holger Schickor Fach Chemie Zielgruppe Klasse 10 (Ionenbindung), zur Vorbereitungsarbeit mit den Programmen und zur Wiederholung auch im An-fangsunterricht der Sek II Zeitraum 4 bis 6 Stunden technische Voraussetzungen Ein Rechner pro Arbeitsgruppe (ideal: 2 Lernende) Software Grafikprogramm (zum Beispiel GIMP, MS Paint), GIF-Animator, PowerPoint oder Macromedia Flash Animierte GIF(Graphics Interchange Format)- und PowerPoint-Dateien lassen sich relativ schnell mit Schülerinnen und Schülern im Unterricht erstellen. Hier reicht schon die Standardausrüstung von Windows-Rechnern aus. Ein Zeichenprogramm wie MS Paint (Windows-Zubehör) oder das Bildbearbeitungsprogramm GIMP leisten bei Erstellung von Trickfilmbildern gute Dienste. Die selbst erstellten GIF-Bilder werden - wie in einem Daumenkino - hintereinander gelegt und mit einem GIF-Animator in das AVI-Videoformat überführt. Zeigedauer und Abfolge der Bilder lassen sich einstellen. Die Dateien im AVI-Format können dann mit dem Windows Media Player mit den bekannten Funktionen eines Kassettenrecorders abgespielt werden (Play, Vor, Pause, ... ). Die Erstellung animierter PPT-Dateien verläuft analog zu der animierter GIFs, nur werden die fertigen Bilder in PowerPoint (Bestandteil des MS Office-Paketes) animiert. Die fertige PowerPoint-Animation lässt sich durch Pfeiltasten oder über die rechte Maustaste bedienen. Inhaltlich gleiche PowerPoint-Dateien sind wesentlich größer als entsprechende GIF-Dateien. PowerPoint im Betrieb Dieser Artikel im Bereich Berufsbildung von Lehrer-Online beschreibt die wichtigsten Funktionen des Programms. Zur Erstellung von Flash-Animationen im SWF-Format benötigen Sie die professionelle Software Macromedia Flash, die nicht ganz billig ist. ( Macromedia-Flash MX 2004 gibt es für knapp 695 €. Frühere Versionen, Flash 4 oder Flash 5, reichen jedoch völlig aus und sind bei ebay regelmäßig für weniger als 50 € zu ergattern.) Mit dieser Software stellen auch Profis Trickfilme für das Internet her. In Flash kann man so genannte Vektorgrafiken erstellen. Eine Vektorgrafik ist aus Linien, Kurven und Flächen aufgebaut, die mit Vektoren mathematisch genau beschrieben sind. Dies sorgt für kleine Dateigrößen und dafür, dass nachträgliche Änderungen an den Objekten problemlos möglich sind. Mit dem Programm lässt sich fast alles machen, sogar eine Vertonung der Clips ist möglich. In einem Flash-Clip lassen sich auch interaktive Buttons integrieren. Die Einarbeitung in Flash verlangt viel Arbeit und Geduld. Die Arbeitsschritte zur Erstellung von Trickfilmsequenzen beruhen auf dem Einordnen gezeichneter Bilder und dem Anlegen von auszuführenden Bewegungen von Objekten und Schriften - vereinfacht ausgedrückt eine Art "Folien-Zeige-Verdeck-Technik". Der Aufwand zur Erstellung von Flash-Animationen ist groß und sprengt den Rahmen des normalen Unterrichts. Ebenso dürfte das Erstellen von Java-Applets wegen der erforderlichen Kenntnisse in Javascript im Unterricht nur bedingt möglich sein. Mit kostenloser Software können virtuelle Moleküle gebastelt und unter Nutzung der Chemie-Programmiersprache RasMol und dem Browser-Plugin Chime zu interaktivem "Leben" erweckt werden - eine spannende Art und Weise, Moleküle zu erkunden und zu begreifen. Ausführliche Informationen dazu finden Sie in den folgenden Lehrer-Online-Artikeln: Interaktive 3D-Moleküle ? ChemSketch, Chime, RasMol Ein dreidimensionales Glycerinmolekül wird mit einfachen Mitteln am Computer erzeugt und zu virtuellem Leben erweckt (Sek II). Für den Einsatz der Animationen im Unterricht müssen die Zusatzprogramme, die für das Abspielen der Animationen erforderlich sind, auf den Rechnern verfügbar sein. Flash-Objekte benötigen einen kostenlosen Flash-Player. Beim Einsatz von Java- Applets muss Java im Internet-Browser aktiv und eine entsprechende kostenlose Java-Abspielumgebung vorhanden sein. Für die Betrachtung von PPT-Animationen benötigen Sie das Programm PowerPoint des MS Office-Paketes, das Abspielen von AVI-Videos erfordert den kostenlosen Windows Media-Player. Die Themenfelder für den sinnvollen Einsatz selbst produzierter oder bereits vorhandener Trickfilmsequenzen sind vielfältig. Vor allem dynamische Sachverhalte lassen sich sehr gut und anschaulich in Form von Animationen aufbereiten: Bindungsbildungen, zum Beispiel Ionenbildung Darstellung von Lösungsvorgängen, zum Beispiel Hydratation sämtliche chemische Reaktionen, insbesondere die Reaktionsmechanismen der organischen Chemie Kreisprozesse (erscheinen animiert zum Teil verständlicher und wirklichkeitsnäher), zum Beispiel Ozonauf - und abbauprozesse sowie deren Beeinflussung durch FCKWs elektrochemische Prozesse (Elektrolyse) biochemische Prozesse, zum Beispiel Transportvorgänge an Biomembranen, Enzymhemmungen, Fotosynthese Ablauf industrieller Verfahren, zum Beispiel die Ammoniaksynthese Wenn die Lehrkraft die Videoclips selbst produziert, kann der Leistungsstand der Klasse optimal berücksichtigt werden. Grundsätzlich lassen sich zwei Arten von Trickfilmen produzieren: Vollversion im Sinne einer Lösungsversion Sie ist didaktisch so aufbereitet, dass den Schülerinnen und Schülern alle wichtigen Informationen geboten werden. Die Einsatzmöglichkeiten im Unterricht sind Phasen der Wiederholung, der Festigung oder der Sachinformation bei schwierigen Sachverhalten. Arbeitsversion Hierin liegt die Stärke des Trickfilmeinsatzes! Die Arbeitsversion ist didaktisch so aufbereitet, dass sie der Lerngruppe nicht zu viel vorwegnimmt. Die Schülerinnen und Schüler müssen die modellhafte Darstellung erfassen, deuten und durch genaues Beobachten Zusammenhänge entdecken. Hier ist eine große Interaktion in Arbeitsgruppen möglich: Teilergebnisse werden festgehalten, Beobachtungen ausgetauscht, es wird gestritten, die Aufmerksamkeit auf Teilprobleme konzentriert, die Bilder werden beeinflusst - "vor" , "zurück", "Pause" , "Play" - mit der Animation kann also intensiv gearbeitet werden! Der hier beschriebene Unterrichtsverlauf hat sich als sinnvoll erweisen. Drehbuchentwurf Die Schülerinnen und Schüler entwerfen ein Drehbuch zur Ionenbildung. Dies soll in schriftlicher Form erfolgen, damit die Lehrkraft frühzeitig die fachliche Richtigkeit kontrollieren kann. Einführung in die Nutzung des Grafikprogramms Diese Phase gestaltet sich je nach Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler verschieden. In der Regel sind Vorkenntnisse vorhanden. Funktionen wie das Einsetzen von Zeichenelementen, Kopieren, Ausschneiden, Verschieben und Abspeichern sollten auf jeden Fall besprochen werden. Einführung in die Handhabung eines GIF-Animators oder von PowerPoint Hier muss klar werden, dass die Einzelbilder daumenkinoartig weiterverarbeitet werden. Da die Schülergruppen für die Erstellung der Einzelbilder unterschiedlich viel Zeit benötigen, bietet es sich an, die nacheinander fertig werdenden Gruppen einzeln in die Arbeit mit dem GIF-Animator beziehungsweise mit PowerPoint einzuweisen, zum Beispiel in Form einer kleinen Workshopecke "So wird ein Trickfilm zusammengesetzt". Bereits angelernte Gruppen können den nachfolgenden bei der Handhabung der Programme helfen. Reflexion Zum Abschluss der Unterrichtseinheit sollte die Leistungsfähigkeit der selbst erstellten Animation kritisch hinterfragt und die Eignung zum Wissenserwerb für andere Schülerinnen und Schüler durch Erstellung eines kleinen Kontrollfragebogens zur Ionenbindung reflektiert werden. Wenn Sie Trickfilme für Ihre Schülerinnen und Schüler selbst erstellen, hat dies den großen Vorteil, dass Sie die Animation optimal an die Vorraussetzungen Ihrer Lerngruppe anpassen können. Zusätze, Hinweise, Tipps oder ähnliches, lassen sich unkompliziert integrieren oder auch wieder entfernen. Die Clips können auch an spezielle Unterrichtsphasen angepasst werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen ausreichend Zeit bekommen, sich mit der Animation zu beschäftigen, sich in ihrem Team aktiv darüber auszutauschen und Problemstellungen gezielt bearbeiten zu können. Der folgende Link und das Arbeitsblatt zeigen, wie die Aufgabenstellung zu einer Animation (Flash) der nucleophilen Addition (Aldolreaktion) aussehen könnte. Nucleophile Addition: Aldol-Reaktion Die Aldol-Addition ist ein Beispiel von zahlreichen Animationen biologischer und chemischer Vorgänge auf der Website des Autors. Unter den hier zum Download angebotenen Materialen bilden die Angaben zur Erstellung der animierten GIFs den Schwerpunkt, weil diese Trickfilm-Variante im Unterricht mit den Schülerinnen und Schülern am leichtesten umzusetzen ist. Kennt man sich mit Flash jedoch (etwas) aus, möchte man mit nichts anderem mehr arbeiten! Deshalb wird in einer kurzen Anleitung zumindest angedeutet, wie das Programm Macromedia Flash am Beispiel der Elektronenbewegung vom Natrium- zum Chlor-Atom funktioniert. Vollständige Filme Zur Verdeutlichung der verschiedenen Techniken wird die Aufbereitung des Themas Ionenbindung am Beispiel von Natriumchlorid hier in verschiedenen Versionen zum Download angeboten. Teilsequenzen Die Trickfilmteilsequenz, deren Erstellung für einen ersten Eindruck der Arbeit mit Macromedia Flash beschrieben wurde (Elektronenbewegung vom Natrium-zum Chlor-Atom), können Sie hier herunterladen:

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