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Frauentag: Schnee von gestern?

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Frauentag" setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit aktuellen Benachteiligungsfeldern von Frauen in unserer Gesellschaft auseinander und vergleichen diese mit dem frühen 20. Jahrhundert. Sie formulieren Ziele für die Gleichberechtigung von Frauen heute in Deutschland und Österreich.Zu Beginn werden die Schülerinnen und Schüler mittels eines Plakats in das Jahr 1928 zurückgeführt. Dort versuchen sie politisch soziale Gründe zu finden, warum Frauen mit dem Frauentag auf ihre Probleme aufmerksam machten. Ausgehend davon wenden sie sich dann der Gegenwart zu und überlegen, ob es auch heute noch Benachteiligungsfelder für Frauen in unserer Gesellschaft gibt. Das Thema "Frauentag" im Unterricht Jedes Jahr am 8. März findet der internationale Frauentag statt. Es bietet sich deshalb an, einmal die Bedeutung dieses Tages im 21. Jahrhundert im Unterricht zu diskutieren. Didaktische Analyse 1911 fand der Frauentag zum ersten Mal statt. 1917 war er ein Auftakt zur Februar-Revolution in Russland. Während des Nazi-Faschismus war der Frauentag verboten und wurde durch die Einführung des "Muttertags" ersetzt. Statt Gleichberechtigung sollten die Frauen in die Mutterrolle zurückgedrängt werden. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Frauentag wieder als Tag, der auf die Probleme und vor allem die Benachteiligung von Frauen aufmerksam machen soll, etabliert. Methodische Analyse Für die Unterrichtseinheit wird kein spezielles technisches Equipment benötigt. Um auch länderspezifischen Unterschieden gerecht zu werden, verweist das Arbeitsblatt 4 auf einen abschließenden Vergleich zur aktuellen Situation von Frauen in Österreich. Obwohl diese nicht wirklich voneinander abweichen und die gleichen Problemfelder beschreiben, scheint die jeweilige Referenz auf Deutschland und Österreich bei diesem Thema sehr wichtig. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler analysieren ein historisches, politisches Plakat. diskutieren aktuelle Benachteiligungsfelder von Frauen in unserer Gesellschaft. setzen sich mit der Benachteiligung von Frauen früher und heute auseinander. formulieren Ziele für die Gleichberechtigung von Frauen heute in Deutschland und Österreich. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen die Lebenssituation von 1928 kennen und vergleichen sie mit der aktuellen. diskutieren und vertreten ihre Meinung in Kleingruppen und schließlich in einer Plenumsrunde.

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Internetrallye Exilliteratur

Unterrichtseinheit

In diesem Unterrichtsprojekt zum Thema "Flucht und Exil" erforschen die Schülerinnen und Schüler durch eine Internetrallye die Exilliteratur als Strömung der deutschen Literatur von 1933 bis 1945. Die Lernenden verschaffen sich mithilfe ausgewählter Suchbegriffe einen Überblick über Autorinnen und Autoren, Titel und Themen des deutschen Exilromans.Der Roman bildet nach 1933 durch alle Phasen hinweg die bedeutendste literarische Gattung der Exilliteratur. Im Vergleich zu Exillyrik und Exildrama hatte er noch die besten Chancen übersetzt, gedruckt und von einem breiten Publikum gelesen zu werden, was für die Autoren von existenzieller Bedeutung war. Die Werke reflektieren nicht nur die politische Entwicklung in Deutschland während des Nationalsozialismus und die Gefährdungen des Einzelnen in dieser Zeit, sondern auch die jeweilige persönliche Situation der Autorinnen und Autoren, ihre politische Grundhaltung, die besonderen Bedingungen des Exils sowie die besondere materielle Lage der Schriftsteller. Die besondere Situation der Exil-Schriftsteller Obwohl die Exilautoren aufgrund ihrer ideologischen, politischen und auch literarischen Einstellungen grundsätzlich keine einheitliche Gruppe darstellten, so waren sie doch alle durch die persönlichen Erfahrungen mit der Diktatur und dem Terror in ihrer Heimat sowie durch das Gefühl des Fremdseins und die auch im Exil immer noch vorhandene Gefahr durch das deutsche NS-Regime geeint. Somit wächst im Exil das Bedürfnis, als Vorbilder moralischer Integrität Zeichen des Widerstands zu setzen. Man wollte das "bessere Deutschland" literarisch gestalten und mit dichterischen Mitteln den politischen Kampf gegen den Nationalsozialismus und Faschismus nachdrücklich unterstützen. Internetrecherche als Zugang zum Thema Die Exilprosa ist trotz des eingegrenzten Zeitraums von 1933 bis 1945 und der vergleichsweise übersichtlichen Produktion der Schriftsteller für die Schülerinnen und Schüler ein weitgehend unbekanntes, wenig übersichtliches Themenfeld. Entsprechend groß sind die Möglichkeiten, die sich einer angeleiteten Internetrecherche bieten. Allerdings kann der Bezug zu einzelnen Werken über das Kennenlernen hinaus erst durch eine vertiefende Lektüre hergestellt werden. Ablauf Ablauf der Unterrichtseinheit "Internetrallye Exilliteratur" Die einzelnen Arbeitssschritte des Unterrichtsvorschlags werden auf der folgenden Unterseite vorgestellt. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler lernen berühmte Beispiele aus der Exilprosa kennen. werden für die eigene Lektüre verschiedener Romane aus dem Zeitraum der deutschsprachigen Exilliteratur gewonnen. ordnen die Stationen/Phasen des Exils anhand der Romane zu. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler lernen, eine Internet-Suchmaschine effektiv zu bedienen. lernen, nützliche Suchwörter für die Recherche im Internet aus einer vorgegebenen Frage zu entnehmen. erarbeiten durch die Recherche auch weitere Hintergründe und Informationen zum Thema. erstellen eine eigene Internetrallye und veröffentlichen diese. Einen ersten Überblick verschaffen soll eine "virtuelle Reise" durch die Romane der Exilliteraten zwischen 1933 und 1945. Neben Angaben zu Titeln oder Autoren sollen die Schülerinnen und Schüler besondere Inhalte einiger Romane recherchieren. Die ersten Aufgaben geben bezüglich der relevanten Suchwörter noch Hilfen. Bei den weiteren Aufgaben wurde auf diese Hilfe verzichtet, damit die Jugendlichen lernen, selbst relevante Begriffe heraus zu finden. Im weiteren Verlauf werden die Aufgabenstellungen immer schwieriger. Dadurch wird es für die Schülerinnen und Schüler erforderlich, sich vertiefend mit dem Umgang mit einer Suchmaschine im Internet auseinanderzusetzen. In einem weiteren Schritt werden die Schülerinnen und Schüler aufgefordert, die ihnen nun zum Teil auch inhaltlich bekannten Romane in die bekannte Einteilung der Exilprosa einzuordnen. Möglicherweise ist an dieser Stelle eine weitere vertiefende Recherche notwendig. Anhand des vorliegenden Arbeitsblattes lassen sich weitere, eventuell im Unterricht behandelte Beispiele für Exilprosa einordnen. Auf diese Weise erhalten die Jugendlichen einen Überblick über "Stationen des Exils im Spiegel der Literatur". Lassen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler am besten selbst eine Internetrallye zum Thema anfertigen, um so eine vertiefende Auseinandersetzung mit dem Thema zu fördern.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Geschichte / Früher & Heute
  • Primarstufe

Linksextremistischer Antifaschismus

Kopiervorlage

In diesem Arbeitsmaterial erarbeiten die Schülerinnen und Schüler den Unterschied zwischen demokratischem und linksextremistischem Antifaschismus. Darüber hinaus erhalten sie einen historischen Überblick über die Ursprünge des Faschismusbegriffs und über die heutige Auffassung.Das Arbeitsmaterial ist eine Erweiterung zur Behandlung des Plakats "Antifaschismus – Bist du etwa nicht gegen Nazis?!" im Unterricht. Zum Einstieg definieren die Schülerinnen und Schüler den Faschismusbegriff in seiner ursprünglichen und heutigen Auffassung und zeichnen faschistische Herrschaften in Europa nach. Sie werten die ihnen zur Verfügung gestellten Daten zu faschistischen Herrschaften in Europa aus. Mithilfe der erworbenen Kenntnisse erarbeiten die Schülerinnen und Schüler anhand der Think-Pair-Share Methode den Unterschied zwischen linksextremistischem und demokratischem Antifaschismus und die Instrumentalisierung des Begriffs durch die linksextremistische Szene. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler definieren den Begriff Faschismus. unterscheiden zwischen linksextremistischem und demokratischem Antifaschismus, indem sie die Merkmale der Begriffsentfremdung erläutern, diese dem demokratischen Verständnis gegenüberstellen und sich mit dem Manipulationscharakter auseinandersetzen. erkennen den Widerspruch zwischen linksextremistischem antisemitistischem Handeln und linksextremistischen antifaschistischen Forderungen, indem sie auf Grundlage des Textauszuges diskutieren. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verbessern ihre Kooperationsfähigkeit in der Pair-und-Share Phase, wodurch sich der Reichtum an Lösungsideen erhöht. unterstützen sich gegenseitig bei Problemen (Kooperations- und Teamfähigkeit). lernen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ausreden zu lassen und sie zu akzeptieren (Rücksichtnahme und Solidarität).

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Anne Frank online

Unterrichtseinheit

Das Tagebuch der Anne Frank ist eines der eindrücklichsten Schriftwerke der Zeit des Nationalsozialismus und macht das junge jüdische Mädchen nicht nur zu einer der wichtigsten und bekanntesten Personen der deutschen Geschichte, sondern ihre Tagebucheinträge zu einem zentralen Gegenstand des Deutsch- und Geschichtsunterricht in der Schule. Das im Amsterdamer Versteck geschriebene Tagebuch der Anne Frank ist das bekannteste Dokument eines Holocaust-Opfers und längst zur Schullektüre geworden. Bei der Analyse im Unterricht lassen sich Lektüre und Internet-Recherche gut verbinden. Neue Zugänge zum Schicksal der Anne Frank und zu ihrem Tagebuch ermöglichen unter anderem der Schülerwettbewerb "Ein Buch für Anne Frank" oder die interaktive Ausstellung "Ein Mädchen aus Deutschland". Gerade in der Einstiegsphase kann die Fülle an Internet-Angeboten zum Thema leicht verwirrend wirken. Umso wichtiger ist es, die Auswahl zu ordnen und auf einige wichtige Seiten zu beschränken. Dabei bieten sich vor allem die biografisch konzipierten Seiten (darunter auch eine illustrierte Version der "Anne Frank Story") für Referate oder Facharbeiten an. Museen und Ausstellungen informieren über Aktivitäten und liefern Hintergrundinformationen zum zeitgeschichtlichen Kontext. Viele Seiten lassen sich natürlich bestens für die selbstständige Vorbereitung eines Schulausfluges (in Gruppenarbeit) zu den verschiedenen Anne-Frank-Stätten (Amsterdam, Frankfurt am Main, Berlin) nutzen. Lohnend ist auch ein Blick auf die Seiten der zahlreichen Anne-Frank-Schulen in Deutschland, die oftmals ganz in der Nähe eigene Aktivitäten zum Thema durchführen. Die folgende Liste verschafft einen ersten Überblick über Internetseiten zum Thema, die als Ergänzung im Deutsch- oder Geschichtsunterricht genutzt werden können. Eine Literaturkartei mit Arbeitsblättern zum Tagebuch kann in Verbindung mit der CD-ROM genutzt werden: Uta Hartwig (1999). Literatur-Kartei. Anne Frank Tagebuch . Mühlheim: Verlag an der Ruhr. ISBN 3-86072-406-1 (inklusive Taschenbuch).

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Geschichte / Früher & Heute
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Das "Anne Frank Haus" auf CD-ROM

Unterrichtseinheit

Der Besuch des Hauses in der Prinsengracht gehört zum Standardprogramm eines Schulausfluges nach Amsterdam. Stressfreier und nicht weniger informativ gestaltet sich ein virtueller Rundgang durch das Museum mit der interaktiven Website "Online Anne Frank Haus. Besuch aus der ganzen Welt". Das im Amsterdamer Versteck geschriebene Tagebuch der Anne Frank ist das bekannteste Dokument eines Holocaust-Opfers und längst zur Schullektüre geworden. In mühevoller Kleinarbeit wurde das Anne-Frank-Haus für den Rundgang so rekonstruiert, wie es zu Annes Zeit aussah. Die zusätzlichen Angebote wie ein Videotagebuch, eine Ansicht des Hinterhauses in Virtual Reality oder Anne Franks Lebensgeschichte in zwanzig Sprachen machen die interaktive Website zu einer ebenso anschaulichen wie lehrreichen Ergänzung im Geschichts- oder Deutschunterricht. Die Macher der Website zeigen eine vorbildhafte Liebe zum Detail. Auf dem Rundgang durch die Räume des Hauses werden alle Punkte mit den entsprechenden Textstellen aus dem Tagebuch verknüpft. Neben dem virtuellen Rundgang bietet die Website noch eine Menge Optionen, mit denen sich der jeweilige Lebensbereich der Anne Frank anschaulich erschließen lässt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten den Auftrag, auf Grundlage der Website einzelne Präsentationen in Arbeitsgruppen zu erarbeiten. Die Auswahl der Themen kann individuell in jeder Gruppe erfolgen, da das Programm ein Fülle an Möglichkeiten bereithält. Die Präsentation sollte im Plenum mithilfe des multimedialen Materials geschehen, sodass Texte, Bilder oder Tondokumente von den Schülerinnen und Schülern eigenständig in den Vortrag eingebaut werden. Mögliche Themen für die Präsentation sind: der Alltag der Versteckten: Ein Tagesablauf, die Sicherheitsproblematik, die Versorgung: Geld, Nahrung, Hygiene, die Beziehungen der Versteckten untereinander und zu den Helfern. Die Schülerinnen und Schüler sollen dabei lernen, aus der Fülle des zur Verfügung gestellten Materials auszuwählen und dieses produktiv bei einer Präsentation einzusetzen. Darüber hinaus wird die Lektüre des Tagebuchs durch die Erarbeitung der Situation, in der sich Anne Frank beim Verfassen befand, gefestigt und ergänzt. Fächerverbindendes Lernen: Deutsch und Geschichte Das Tagebuch der Anne Frank bietet sich bestens für fächerverbindendes Lernen in den Fächern Deutsch und Geschichte/Politik an. Die Website kann dabei parallel zum Buch vorteilhaft als Arbeitsgrundlage eingesetzt werden. Anhand der sorgfältig erstellten Zeitleisten lassen sich die Arbeitsthemen in zwei Bereiche gliedern: Die Lerngruppe Deutsch wählt diejenigen Tagebucheinträge aus, die sich zeitgeschichtlich verorten lassen, während die Lerngruppe Geschichte dazu die Hintergrundinformationen liefert. Zusammen können im Anschluss daran die Folgen der allgemeinen Geschehnisse für Anne Frank und die anderen Versteckten erarbeitet werden. Weitere Verwendungsmöglichkeiten Aufgrund ihrer Materialfülle bietet die Website eine Vielzahl an weiteren Verwendungsmöglichkeiten für den Unterricht: Kurzreferate: Antisemitismus, Judenverfolgung, die Nazis in den Niederlanden und weitere Themen Vergleich der Medien Buch und Website: Vor- und Nachteile Internetrecherche über das Leben der Anne Frank und die Wirkung ihres Tagebuchs Die Vorbereitung eines Schulbesuchs des realen Anne-Frank-Hauses in Amsterdam

  • Geschichte / Früher & Heute / Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Täter, Opfer oder beides? Suizid eines jüdischen SS-Manns

Unterrichtseinheit

1933 erschoss sich der Klinikarzt und SS-Mann Walter Müller aus dem schwäbischen Waiblingen – weil er Jude war. Der Fall beschäftigt jetzt die Kleinstadt. Es wird darüber gestritten, ob das Grab von Walter Müller weiterhin gepflegt werden soll oder nicht."Es ist eine Tragödie im klassischen Sinne" - so beschreibt der Stadthistoriker von Waiblingen, Hans Schultheiß, den Fall Walter Müller. Dessen Tragödie ist rasch beschrieben: Er war überzeugter Nationalsozialist, SS-Mann und Jude. Im Juni 1933, nachdem den Behörden seine "jüdische Abstammung" bekannt wurde, nahm sich Walter Müller das Leben. Das Arbeitsblatt und die Materialien, die hier zum Download bereit stehen, eignen sich für eine kurze Unterrichtssequenz zum Nationalsozialismus. Das Fallbeispiel Walter Müller und damit verknüpft die Entscheidungsfrage, wie mit seinem Grab umgegangen werden soll, bietet einen problemorientierten und gegenwartsbezogenen Zugang zur Frage nach der Erinnerung an Täter und Opfer des Nationalsozialismus.Als Methode, um die voraussichtlich kontroverse Diskussion zu führen, eignet sich ein Entscheidungsspiel. Als Einstieg wird der Abschiedsbrief Müllers an seine Frau vorgelesen und die Schülerinnen und Schüler mutmaßen, was Walter Müller zu seinem Schritt bewogen haben mag. Anschließend werden die Schüler über die aktuelle Debatte in Waiblingen und die Frage nach dem Umgang mit Walter Müllers Grab informiert. Danach bearbeiten die Lernenden in Einzelarbeit das Arbeitsblatt und verfassen mittels der Materialien und eventuell einer Internetrecherche ihr "Gutachten" der Schülerinnen und Schüler . Dafür benötigen sie ein bis zwei Unterrichtsstunden. In der folgenden Unterrichtsstunde wird mit der ganzen Lerngruppe eine Debatte über das Erinnern an Walter Müller und den Umgang mit seinem Grab geführt. Wichtig ist dabei, dass die Schüler in drei Gruppen umgesetzt werden. In einen Teil des Klassenzimmers setzen sich alle Schülerinnen und Schüler, die sich bei Aufgabe 1 für a (Grab einebnen) entschieden haben, in eine andere Ecke alle Schüler, die für b (Grab sich selbst überlassen) gestimmt haben, sowie in eine dritte Ecke diejenigen mit der Antwort c. Sie kennen somit den Standpunkt ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler und von nun an kann die Debatte über Meldekette geführt werden. Am Schluss der Debatte wird nachgefragt, ob jemand seinen Standpunkt im Laufe der Diskussion verändert hat.Die Schülerinnen und Schüler sollen anhand der aktuellen Debatte über Walter Müller die Frage nach Täterschaft und Schuld im Dritten Reich problematisieren und darauf aufmerksam werden, dass Auseinandersetzung mit Geschichte immer auch die Gegenwart beeinflusst. üben sich durch die Methode des Entscheidungsspiels darin, einen Standpunkt zu beziehen und in der Debatte zu vertreten. lernen, durch das Verfassen des Gutachtens aus Perspektive eines unabhängigen Historikers einen Standpunkt argumentativ schlüssig darzulegen. Thema Täter, Opfer oder beides? Suizid eines jüdischen SS-Manns Autor Dr. Christoph Pallaske Fach Geschichte Zielgruppe Sekundarstufe II, gegebenenfalls Jahrgangsstufe 9 und 10 Zeitumfang zwei bis drei Unterrichtsstunden

  • Geschichte / Früher & Heute
  • Sekundarstufe II
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