Unterrichtsmaterialien zum Thema "Beschaffung"

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Entwicklung eines Bestellformulars im PDF-Format

Unterrichtseinheit

Ein elektronisches Bestellformular zu entwickeln gehört mittlerweile zu den Basisqualifikationen von kaufmännischen Auszubildenden. In der hier vorgestellten Unterrichtsstunde lernen sie, wie ein PDF-Formular entwickelt wird.Nachdem in der vorangehenden Stunde eine Dokumentvorlage auf der Grundlage von MS Word entwickelt worden ist, soll in der hier vorgestellten Stunde ein Bestellformular im PDF-Format angefertigt werden.Im Rahmen der didaktischen Planung des Bildungsgangs wurde für die Unterrichtsreihe Bürowirtschaft die Großhandelsunternehmung "INFOTEAM GmbH" als Modellbetrieb eingeführt, anhand dessen die Themenbereiche in realitätsnahe betriebliche Problem- und Entscheidungssituationen eingebunden sind. Somit orientiert sich der Aufbau der Unterrichtsreihe an Fragestellungen, die innerhalb durchgehender, Unterrichtseinheiten übergreifender Fallbeispiele auftreten. Um den Lernprozess zu unterstützen, werden die heutigen Lerninhalte anhand einer Handlungssituation erarbeitet, die sich auf die Notwendigkeit der Umwandlung eines auf MS Word-Basis entwickelten Bestellformulars in ein Betriebssystem- und anwenderprogrammunabhängiges Format bezieht. Die Arbeitsmaterialien Hier können Sie die im Download zusammengefassten Dateien einzeln öffnen und anschauen. Die Schülerinnen und Schüler sollen eine Dokumentenvorlage auf der Grundlage von MS Word unter Berücksichtigung der Einstellungsoptionen in eine PDF-Datei konvertieren im Hinblick auf die Entwicklung eines elektronischen Bestellformulars die Formularfelder für die Eintragungen "Unternehmen, Privatperson, Bestelldatum, Firma/Name, Kunden-Nr., Straße, Postleitzahl, Ort, Artikel-Nr./Artikelbezeichnung, Menge, Stückpreis und Gesamtpreis" in einer PDF-Datei erstellen in Bezug auf die einzelnen zu erstellenden Formularfelder die geeigneten Feldtypen auswählen sowie die bei der Erstellung zu beachtenden Besonderheiten erarbeiten die zur Verfügung gestellten Informationsmaterialen zur Lösung der Aufgabenstellungen problemorientiert auswerten und anwenden ihre Präsentationstechnik sowie ihre Medienkompetenz durch die Ergebnispräsentation mithilfe von Laptop und Beamer stärken Hier haben Sie die Möglichkeit, die im Download zusammengefassten Dateien einzeln zu öffnen und anzusehen.

  • Orga und Bürowirtschaft
  • Sekundarstufe II

Einkauf: Ermittlung einer optimalen Bestellmenge

Unterrichtseinheit

Beim Einkauf einer Ware werden bei Abnahme größerer Mengen bekanntlich Rabatte gewährt. Doch auch Lagerhaltungs- und Bestellkosten fallen ins Gewicht. Welche Menge gilt es also zu bestellen?Dass es unsinnig ist, riesige Mengen Kopierpapier und Radiergummis zu bestellen, führte schon "Herr Lohse" alias Loriot in "Pappa ante portas" vor. Dieser Filmausschnitt stellt daher einen ungewöhnlichen und amüsanten Einstieg in den Unterricht dar. Nachdem den Schülerinnen und Schülern die betriebswirtschaftliche Problemstellung vor Augen geführt wurde, heißt es, die Aufgabe angemessen lösen. Ein Tabellenkalkulationsprogramm wie MS Excel kann dabei helfen.Dies Unterrichtseinheit ist eingebunden in eine Unterrichtsreihe zu Microsoft Excel. Unterrichtliche Umsetzung Die Schülerinnen und Schüler sollen das vorliegende betriebswirtschaftliche Problem erkennen und nachvollziehen. erkennen, dass die Aufgabe mit Excel komfortabel und zeitlich effizient zu lösen ist. zur Lösung des Problems ein mathematisches Modell erstellen. eine Wertetabelle mit den ihnen bekannten Excel-Hilfen (Formeln, Zellbezüge, Zellen kopieren) erstellen. das numerische und graphische Ergebnis im Hinblick auf das Ausgangsproblem interpretieren und transferieren. für die Approximation der Lösung sensibilisiert werden. Im Rahmen der Unterrichtsreihe "Arbeiten mit Microsoft Excel" wurden im Vorfeld folgende Inhalte behandelt: eine allgemeine Einführung in Excel Zellformatierungen Zellbezüge statistische Funktionen (Minimum, Maximum) Wenn-Dann-Funktionen Grafiken Das Thema der hier vorgestellten Stunde gehört inhaltlich zur Kurzreihe "Erstellen von Grafiken" in der Reihe "Arbeiten mit Microsoft Excel". Der Schwerpunkt der Stunde liegt in der kaufmännischen Bestimmung der optimalen Bestellmenge Kopierpapier mithilfe von Excel. Dazu ist zunächst die mathematische Modellierung des gewählten betriebswirtschaftlichen Beispiels notwendig. Es müssen Formeln in Abhängigkeit der variablen Bestellmenge aufgestellt werden. Diese lassen sich in Excel zur Erstellung einer Wertetabelle nutzen. Die graphische Darstellung beinhaltet einen Transfer des vorangegangenen Unterrichtsinhalts. Abschließend soll der Schnittpunkt der Graphen (Lager- und Bestellkostenfunktion) als optimale Bestellmenge interpretiert werden. Dies graphische Ablesen, aus betriebswirtschaftlicher Sicht durchaus hinreichend, birgt aus mathematischer Sicht die Gefahr von Ungenauigkeiten, welhalb man ein exaktes Ergebnis berechnet. Der Unterrichtsinhalt der Stunde wird durch die didaktische Jahresplanung für die Unterstufe des Wirtschaftsgymnasiums (Nordrhein-Westfalen) legitimiert.

  • Orga und Bürowirtschaft
  • Sekundarstufe II

Quantitativer und qualitativer Angebotsvergleich

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Quantitativer und qualitativer Angebotsvergleich" werden betriebswirtschaftliche Inhalte und Inhalte aus dem Fach Rechnungswesen (Bezugskalkulation) unter Einsatz des Computerprogramms Excel aus bürowirtschaftlicher Sicht bearbeitet.Aus unterschiedlichen Angeboten das kostengünstigste herauszufiltern, gehört zu den Grundfertigkeiten kaufmännischen Handelns. Neben der rein mathematischen Auswahl darf jedoch die qualitative Analyse eines Angebots nicht zu kurz kommen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.Die BÜMÖ GmbH plant, die Einkaufsabteilung mit neuen Computern auszustatten. Vor dem Hintergrund dieser praxisnahen Ausgangssituation treffen die Lernenden eine begründete Entscheidung. Die Schülerinnen und Schüler planen ihre Vorgehensweise und bereiten die realistisch gestalteten Materialien zunächst rechnergestützt in Form eines quantitativen Angebotsvergleichs auf. Das Unterrichtsergebnis bildet die Grundlage für eine weitere Unterrichtsstunde, in der zur genaueren Entscheidungsfindung qualitative Aspekte berücksichtigt werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen eine begründete Entscheidung für ein Angebot treffen, indem sie quantitative und qualitative Aspekte bei der Auswahl heranziehen. erweitern ihre Fähigkeit, aus Textmaterial relevante Informationen herauszufiltern. übertragen die Textinformationen in die Eingabe- und Bearbeitungsfelder einer Tabelle. ermitteln den Bezugspreis für die gegebenen Angebote der Lieferanten anhand des Kalkulationsschemas. lernen zwischen wichtigen und unwichtigen Kriterien zu differenzieren und die Gewichtung in der Nutzwertanalyse vorzunehmen. erkennen den Vorteil, den der Einsatz von Tabellenkalkulationsprogrammen bietet.

  • Orga und Bürowirtschaft
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Nutzwertanalyse

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit lernen die Schülerinnen und Schüler, durch zunehmend offenere Aufgabenstellungen Alltagsentscheidungen eigenständig und begründet zu fällen. So erschließen sie sich in kleinen Schritten die Nutzwertanalyse auch für den persönlichen Gebrauch.Komplexe Probleme führen schnell zum "information overload" und dann zu willkürlichen Bauchentscheidungen. Deshalb lernen die Schülerinnen und Schüler in dieser Sequenz mithilfe der Nutzwertanalyse, die andernorts Punktbewertungsverfahren oder auch Scoring-Modell genannt wird, die vielen Informationen zu ordnen, sich über ihre Bedürfnisse und Präferenzen klar zu werden und sich anschließend systematisch, begründet und nachvollziehbar für eine von mehreren Alternativen zu entscheiden. Grundkenntnisse in Excel In der vorliegenden Reihe wird die Nutzwertanalyse mit Excel durchgeführt, um danach ohne großen Aufwand eine Sensitivitätsanalyse anschließen zu können. Deshalb ist es nötig, dass die Schülerinnen und Schüler über Grundkenntnisse in Excel verfügen. Um auch die Excel-Formeln im Plenum besprechen zu können, bietet sich für die Präsentation der Schülerergebnisse die Verwendung eines Beamers an. Einführung und Hintergrundinformationen Überblick und Methode Was ist eine Nutzwertanalyse und wie funktioniert sie? Hier erhalten Sie detaillierte einführende Erläuterungen. Vorteile und Kritik Bei der Berechnung von Nutzwerten müssen zahlreiche Kriterien beachtet und die einzelnen Analyseschritte kritisch hinterfragt werden. Sensitivitätsanalyse Eine weitere Möglichkeit, Nutzwertanalysen kritisch zu reflektieren, besteht darin, eine Sensitivitätsanalyse durchzuführen. Unterrichtsverlauf und Materialien Erste und zweite Nutzwertanalyse Am Beispiel von "Emilies Waschmaschine" und "Leonies Flachbildschirm" lernen die Schülerinnen und Schüler das konkrete Vorgehen bei einer Nutzwertanalyse kennen. Dritte bis fünfte Nutzwertanalyse Die Jugendlichen lernen, selbständig Kriterien zu bestimmen, zu gewichten und zu bewerten und führen eine Nutzwertanalyse für ein für sie geeignetes Handy durch. Die Schülerinnen und Schüler sollen eine Menge komplexer Handlungsalternativen analysieren und anschließend relevante Alternativen auswählen können. für die Menge der ausgewählten Alternativen relevante Entscheidungskriterien bestimmen können. diese Kriterien hinsichtlich ihrer Eignung bewerten und gewichten können. durch das Ermitteln von Nutzwerten eine begründete und nachvollziehbare Entscheidung fällen können. ihre Nutzwertanalysen kritisch reflektieren können. Thema Nutzwertanalyse Autor Markus Niederastroth Fächer Informatik, Informationswirtschaft, Organisationslehre, BWL und Methodenlehre Zielgruppe Höhere Handelsschule, Wirtschaftsgymnasium und Oberstufen anderer Vollzeitbildungsgänge der Sek I und Sek II Zeitumfang 10 Schulstunden Technische Voraussetzungen Computerraum Günther Seeber Forschungsfelder der Wirtschaftsdidaktik: Herausforderungen - Gegenstandsbereiche - Methoden Wochenschau-Verlag 2009, Seite 227 ff. Claudia Wildner Nutzwertanalyse. In: Retzmann, Thomas (Hrsg.): Methodentraining für den Ökonomieunterricht. Schwalbach/Taunus 2007, Seite 35 bis 50 Vorauswahl treffen Wenn eine komplexe Entscheidung ansteht, beispielsweise die Kaufentscheidung für ein hochpreisiges Produkt, treffen viele Menschen zunächst eine Vorauswahl, indem sie sich durch Produkttests renommierter Fachzeitschriften oder bei Freunden und Bekannten über geeignete Produktalternativen informieren lassen. Anschließend versuchen sie dann, aus der Menge dieser geeigneten Produktalternativen die für sie beste Alternative auszuwählen. Jede Alternative hat Vor- und Nachteile Doch das fällt ihnen in der Regel nicht leicht. Denn jede Alternative hat ihre Vor- und Nachteile: So schneidet beispielsweise Alternative A bei bestimmten technischen Kriterien besser ab, während Alternative B bei anderen technischen Kriterien die Nase vorn hat. Und Alternative C ist vielleicht - obwohl sie keine der anderen Alternativen technisch überragt - besonders attraktiv, weil sie im besonderen Maße den ästhetischen Vorstellungen des Entscheiders entspricht. Strukturiert Vorgehen Die Frage, welche der vielen geeigneten Alternativen für die Entscheider die beste ist, lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht beantworten. Eine Antwort können die Entscheider nur finden, indem sie die verschiedenen Alternativen vor dem Hintergrund ihrer persönlichen Präferenzen beurteilen. Dies erfordert ein sehr strukturiertes Vorgehen. Alternativenauswahl Bei der Suche nach relevanten Produktalternativen kann man den Lernenden empfehlen, zunächst auf den Rat von Expertinnen und Experten zu vertrauen. Anschließend suchen sie in dieser Vorauswahl nach Produktalternativen, die über für sie inakzeptable Eigenschaften verfügen. Produktalternativen, bei denen solche K.O.-Kriterien vorliegen, scheiden aus der weiteren Untersuchung aus. Zerlegung in Teilprobleme Weil die Entscheidung über die verbleibenden Produktalternativen immer noch zu komplex ist, wird das komplizierte, auf einen Schlag nicht beurteilbare Entscheidungsproblem nun in viele kleine, leichter beurteilbare Teilprobleme zerlegt. Dazu werden die Produktalternativen, die ja jede für sich genommen für die Entscheider ein Bündel wichtiger Eigenschaften darstellen, in eben diese Eigenschaften aufgeteilt. Man zerlegt die Produktalternativen in viele kleine, dem Entscheider wichtige Kriterien. Qualtitative und quantitative Kriterien Bei diesen Kriterien muss es sich übrigens nicht zwingend um quantitativ messbare Kriterien handeln. Auch qualitative Kriterien können in diese Analyse einfließen. So könnte man beispielsweise bei einer Vorliebe für die Farbe Blau dies als Kriterium in die Analyse einfließen lassen und später bei der Bewertung blaue Produkte hoch und andersfarbige niedrig bewerten. Tabelle erstellen Als Vorbereitung auf die Bewertung werden die Produktalternativen und die zu bewertenden Kriterien zunächst in einer Tabelle abgebildet. Die Produktalternativen stehen in der Kopfzeile, die Kriterien in der linken Spalte. Skalierung vornehmen Weiterhin muss vor der ersten Bewertung die Skalierung - also wie viele Bewertungspunkte vergeben werden dürfen - festgelegt werden. Jedoch scheiden sich die Geister bei der Frage, welche Skalierung am günstigsten ist. Manche Kolleginnen und Kollegen favorisieren maximal 10 Punkte, andere maximal 100 Punkte, und andere wiederum schwören auf eine ungerade maximale Punktzahl, damit man sich bei Themen, zu denen man keine Meinung hat, neutral in der Mitte verorten kann. Welche Skalierung wirklich die günstigste ist, wird im Endeffekt wohl von dem Problem und der entscheidenden Person abhängen. In dieser Reihe verwenden wir häufig das umgekehrte Notenschema und bewerten sehr schlecht geeignete Kriterien mit einem Punkt und sehr gut geeignete Kriterien mit sechs Punkten. Kriterien bewerten Beim Bewerten der Kriterien der einzelnen Alternativen orientiert man sich dann daran, wie gut das jeweilige Kriterium das angestrebte Ziel erreicht. So bekommt beispielsweise die Waschmaschine, die sehr schnell schleudert, dafür eine hohe Bewertung, weil die Wäsche so schneller trocken ist. Diese Bewertung trägt man dann in die Tabelle ein. Gewichtung Bei der Gewichtung orientiert man sich an seinem persönlichen Nutzen. Dabei wird der Gesamtnutzen aller Kriterien von 100 Prozent so auf die ausgewählten Kriterien verteilt, dass das Gewicht des einzelnen Kriteriums für den Gesamtnutzen erkennbar wird. Hier erklärt sich übrigens auch, warum die Nutzwertanalyse Nutzenwertanalyse heißt. Denn anders als beispielsweise bei der Stiftung Warentest, die sich bei ihren Untersuchungen an den Bedürfnissen eines Durchschnittsverbrauchers orientiert, gelingt es bei der Nutzwertanalyse, den persönlichen Nutzen zusätzlich in den Entscheidungsprozess einfließen zu lassen. In den Schülerdateien rechnen die Lernenden mit 1,0 statt 100 Prozent. Dies sollte es Klassen, die in Excel noch nicht so viel Übung haben, leichter machen. Ermittlung der Nutzwerte Die zuvor ermittelten Teilnutzen werden dann zu einem Gesamtnutzen zusammengeführt, indem man bei jeder Alternative die Gewichtungen mit den Bewertungen multipliziert und die Produkte addiert. Die Summe stellt dann den Gesamtnutzen der jeweiligen Alternative und die Alternative mit dem höchsten Gesamtnutzen die optimale Lösung dar. Komplexe Probleme werden systematisch strukturiert. Das Zielsystem ist sehr flexibel und kann leicht an die individuellen Präferenzen des Entscheiders angepasst werden. Neben quantitativen können auch qualitativen Größen berücksichtigt werden. Durch die Auswahl gemeinsamer Kriterien wird Unvergleichbares vergleichbar gemacht. Die Alternativen und ihre Kriterien sind direkt vergleichbar. Durch die Strukturierung der Nutzwertanalyse werden die ermittelten Nutzwerte auch für Dritte nachvollziehbar und überprüfbar. Durch die Berechnung von Nutzwerten entsteht bei Schülerinnen und Schülern schnell der Eindruck mathematischer Genauigkeit. Deshalb macht es Sinn, mit den Lernenden spätestens ab der dritten Nutzwertanalyse, in der Julia ihre berufliche Zukunft plant (Arbeitsblatt 3, siehe Dritte bis fünfte Nutzwertanalyse ), jeden einzelnen Analyseschritt kritisch zu hinterfragen und mit den Lernenden die verschiedenen Risiken zu erarbeiten. Auswahl der zu untersuchenden Alternativen Denn schon bei der Auswahl der zu untersuchenden Alternativen besteht die Gefahr, relevante Alternativen - in diesem Fall Ausbildungsberufe - nicht zu berücksichtigen. Diese wären dann für den weiteren Verlauf der Analyse verloren. Auswahl relevanter Kriterien Ebenso birgt die Auswahl relevanter Kriterien das Risiko, unwichtige Kriterien zu berücksichtigen oder wichtige Kriterien zu übersehen. Warum fließt beispielsweise der Ausbildungsort nicht in Julias Analyse ein? Ein Wechsel des Wohnortes, verbunden mit dem Verlassen von Familie und Freunden, ist für Julia bestimmt nicht unwichtig. Skalierung Auch die Skalierung könnte ungeeignet sein, wenn es mit ihr nicht möglich ist, die Ergebnisse ausreichend differenziert darzustellen. Hier stellt sich beispielsweise die Frage, ob eine Skalierung von eins bis sechs wirklich ausreicht. Bewertung Bei der anschließenden Bewertung besteht dann die Gefahr, den Grad der Zielerreichung falsch einzuschätzen. So erscheint es heute beispielsweise vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung sehr mutig, eine Einschätzung über die Jobaussichten nach der Ausbildung abzugeben. Gewichtung Bei der Gewichtung besteht die Gefahr, die eigenen Präferenzen nicht ausreichend zu berücksichtigen. Im Fall Julia könnte man sich beispielsweise die Frage stellen, ob das Interesse an den Fachinhalten nicht wesentlich stärker gewichtet werden sollte, als die Verdienstmöglichkeiten nach dem Abschluss. Was ist Julia wirklich wichtig: Geld oder Arbeitszufriedenheit? Auswirkungen Darüber hinaus muss bedacht werden, ob die zu analysierenden Alternativen Auswirkungen auf andere Bereiche haben. Sollte Julia sich beispielsweise für eine Ausbildung als Molkereifachfrau, Kanalsteurerin, Maßschneiderin oder Goldschmiedin entscheiden, dann muss ihr klar sein, dass sie später bei der Wahl ihres Wohnortes recht eingeschränkt sein wird, weil nicht überall Arbeitsplätze für diese Berufe angeboten werden. Knappe Ergebnisse prüfen Mit einer Sensitivitätsanalyse untersuchen wir Ergebnisse, die auf der Kippe stehen, bei denen also der Abstand von der optimalen Lösung zur zweitbesten Lösung sehr gering ist. Praktisch gehen wir dabei so vor, dass wir einfach eine Variable, in der Regel eine Bewertung oder Gewichtung, verändern und die Auswirkungen dieser Veränderung beobachten. Bewertungen sind subjektiv Legitim ist dieses Spielen mit einzelnen Bewertungen, weil eine Bewertung natürlich niemals absolut richtig ist. Sie stellt lediglich eine Schätzung des Zielerreichungsgrades des Kriteriums der zu beurteilenden Alternative dar. Ebenso bildet die Gewichtung natürlich niemals hunderprozentig die wahren Präferenzen des Entscheiders ab. Sie stellt lediglich eine Schätzung der eigenen Präferenzfunktion dar. Dies kann im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse nochmals reflektiert werden. Die Lernenden sollen sich vergegenwärtigen, dass Bewertungen und Gewichtungen subjektive Annahmen sind, die unter Unsicherheit getroffen werden. Entscheidungen sind wenig robust Anschließend erkennen die Schülerinnen und Schüler durch das Spielen in Excel, wie anfällig eine Nutzwertanalyse auf Veränderungen reagiert und wie wenig robust eine Entscheidung sein kann. Denn bei knappen Ergebnissen reicht es zumeist aus, eine Variable in die "entsprechende" Richtung zu verändern, um aus der besten Alternative die zweitbeste zu machen. Vorteile von Excel Darüber hinaus erfahren die Lernenden durch das Spielen in Excel einen der großen Vorteile dieses Programms. Nach einer Veränderung einer Variablen müssen sie nun nicht mehr alles umständlich auf Papier - gegebenenfalls sogar per Hand - neu durchrechnen. Denn wenn sie die Zellen vorher sinnvoll verknüpft haben, reicht es aus, nur wenige Zellen zu verändern, um ein neues Ergebnis zu erhalten. Schülerinnen und Schüler, die bislang nicht sinnvoll verknüpft haben, bedauern diesen Umstand spätestens hier und werden sich intrinsisch motiviert daran machen, das Versäumte nachzuholen. Recherche und Reflexion Die Schülerinnen und Schüler werden zunächst mündlich mit der Ausgangssituation der Ersten Nutzwertanalyse und dem Problem von Emilie (siehe Arbeitsblatt 1a) vertraut gemacht. Anschließend erhalten sie den Arbeitsauftrag, das Problem mithilfe einer Internetrecherche für Emilie zu lösen. Nach dieser Recherche werden dann die Ergebnisse und insbesondere die Wege, auf denen die Schülerinnen und Schüler zu ihren Ergebnissen gekommen sind, besprochen und problematisiert. Frage der Eignung Diese Reflexion wird von Fragen nach der Seriosität der von den Schülerinnen und Schülern verwendeten Quellen und der Eignung der von ihnen ausgewählten Waschmaschinen bestimmt: Warum wählt der eine Jugendliche dieses Gerät aus und ein anderer jenes? Welche Waschmaschine ist besser? An welchen Indikatoren machen die Lernenden die Eignung ihrer Kaufempfehlung fest? Inwieweit haben die Lernenden Emilies konkrete Situation berücksichtigt? Teurer ist nicht unbedingt besser Erstaunlicherweise hat die billigste Alternative für Emilie den größten Nutzen. Damit zeigt sich, dass die bei Schülerinnen und Schülern häufig anzutreffende Einschätzung, dass ein Produkt umso "besser" ist, je teurer es ist, mal wieder nicht zutrifft! Diskussion des Ergebnisses Nachdem die Schülerinnen und Schüler die Nutzwerte der einzelnen Alternativen ermittelt haben, kann mit ihnen thematisiert werden, warum die leistungsstärkste Waschmaschine den letzten Platz gemacht hat. Dabei sollte im Plenum erarbeitet werden, dass diese optimale Lösung ein Resultat von Emilies persönlichem Nutzen ist, der sich unter anderem in der Kriterienauswahl und der Gewichtung widerspiegelt. Mathematische Annäherung Um diese Erkenntnis greifbarer zu machen, kann man sich diesem Thema auch mathematisch nähern: Hätte Emilie bei der Auswahl der Kriterien beispielsweise das Fassungsvermögen in ihre Untersuchung miteinbezogen, dann hätten die Alternativen B und C natürlich vergleichsweise besser abgeschnitten. Gewichtung der Alternativen Aber auch die Gewichtung der Alternativen ist für das Ergebnis dieser Nutzwertanalyse bedeutsam. Durch die Gewichtung des Preises mit 50 Prozent hat dieses Kriterium einen überragenden Stellenwert gewonnen. Hätte Emilie anders gewichtet - beispielsweise den Preis mit 30 Prozent, die Umdrehungen mit 30 Prozent, den Wasserverbrauch mit 20 Prozent und den Stromverbrauch ebenfalls mit 20 Prozent - dann hätte Alternative A einen Nutzwert von 3, Alternative B einen Nutzwert von 4,1 und Alternative C einen Nutzwert von 3,4 erreicht. Damit wäre also Alternative B die optimale Lösung geworden und Emilie hätte sich auch in diesem Fall nicht für die leistungsstärkste Maschine, nämlich Alternative C, entschieden. Vorteile der Nutzwertanalyse Ergänzend zu der mathematischen Betrachtung können mit den Schülerinnen und Schülern nun die ersten theoretischen Grundlagen erarbeit werden. Erfahrungsgemäß macht es Sinn, bei dieser ersten Aufgabe kurz auf die Bedeutung des Nutzens und anschließend auf die Vorteile der Nutzwertanalyse einzugehen. Als Tafelbild könnten folgende Vorteile der Nutzwertanalyse festgehalten werden: Komplexe Probleme werden systematisch strukturiert. Das Zielsystem ist sehr flexibel. Flexible Anpassung an spezielle Erfordernisse. Durch die Auswahl gemeinsamer Kriterien wird Unvergleichbares vergleichbar gemacht. Direkte Vergleichbarkeit der Alternativen und deren Kriterien. Durch die Strukturierung der Nutzwertanalyse werden die ermittelten Nutzwerte auch für Dritte nachvollziehbar und überprüfbar. Fehlende Hintergrundinformationen Das Bewerten fällt vielen Schülerinnen und Schülern nicht leicht. Oft fehlen ihnen diverse Hintergrundinformationen. So wissen sie beispielsweise vielleicht nicht, wieviel eine kWh ist, wieviel Geld eine kWh kostet und wieviele kWh andere Flachbildschirme verbrauchen. Testergebnissen vertrauen Bei solchen Problemen kann man den Lernenden empfehlen, auf die Testergebnisse zu vertrauen, sich auf die durch die Tests deutlich gewordenen Unterschiede zu konzentrieren und (bei drei gegebenen Alternativen) mit sehr gut, mittel und schlecht zu bewerten. Damit können sie das Entscheidungsrisiko in der Regel ausreichend genau abbilden. Schließlich sind sie auch in der Realität nicht immer in der Lage - und häufig auch nicht Willens - sich sämtliches Hintergrundwissen ex ante zu erarbeiten. Was ist der Nutzen? Häufig machen sich Schülerinnen oder Schüler bei dieser Aufgabe über Leonies Kriterienauswahl oder ihre Gewichtung lustig. In der Regel können diese Computer-Spezialisten auch sehr genau darüber Auskunft geben, warum sie hier anders vorgehen würden. Diese Schülerbeiträge stellen nun einen wertvollen Impuls dar, um zu klären, was der Nutzen eigentlich ist, dass er sehr individuell ist und dass er die Tauglichkeit eines Gutes zur Befriedigung der Bedürfnisse der Entscheiderin oder des Entscheiders zum Ausdruck bringt. Dass Leonies Bedürfnisse von den Bedürfnissen der Beschwerdeführer in der Klasse abweichen, lässt sich schnell feststellen, indem man die jeweiligen Schülerinnen und Schüler fragt, wozu sie ihren Computer in der Regel benutzen und deren Antworten mit Leonies Auskünften vergleicht. Tafelbild Anschließend kann an der Tafel festgehalten werden, dass der Nutzen die Tauglichkeit eines Gutes zur Befriedigung der Bedürfnisse der Entscheiderin oder des Entscheiders zum Ausdruck bringt und die Größe des Nutzens davon abhängt, wer das Gut nutzen soll. wozu es genutzt werden soll. in welcher Situation das Gut genutzt werden soll. wann es genutzt werden soll. Hinweis zur Musterlösung In diesem Fall wurde vom Erstellen einer Musterlösung abgesehen, weil durch die Möglichkeit, unterschiedlich zu gewichten, unterschiedliche optimale Alternativen ermittelt werden können. Die Gewichtung fällt leichter, wenn man 1,0 (oder 100 Prozent) durch die Summe aller Kriterien teilt. Der Quotient gibt dann Auskunft über eine durchschnittliche Gewichtung. An dieser durchschnittlichen Gewichtung können sich die Schülerinnen und Schüler zunächst orientieren. Ist ihnen das Kriterium überdurchschnittlich wichtig, dann gewichten sie über diesem Durchschnitt, ansonsten darunter. Die Feinabstimmung bleibt ihnen aber auch bei dieser Methode nicht erspart. Schließlich muss die Summe aller Gewichtungen 1,0, also 100 Prozent, betragen. Nachdem der Begriff Nutzen und die Vorteile der Nutzwertanalyse in den vorangehenden Aufgaben erarbeitet worden sind, bietet sich diese Aufgabe nun dazu an, die Nachteile der Nutzwertanalyse zu thematisieren. Dabei kann in der Regel jeder Schritt Julias hinterfragt und kritisiert werden: Relevanz der Alternativen Denn schon bei der Auswahl der zu untersuchenden Alternativen besteht die Gefahr, relevante Alternativen - in diesem Falle alternative Ausbildungen - nicht zu berücksichtigen. Diese wären dann für den weiteren Verlauf der Analyse verloren, obwohl sie Julia vielleicht eher entsprechen würden. Ergänzend kann hier thematisiert werden, welche Alternativen die Schülerinnen und Schüler bei der Planung ihrer persönlichen, beruflichen Zukunft berücksichtigen. Gemeinsam kann man sich die Frage stellen, ob sie bei ihrer Alternativenauswahl wirklich alle relevanten Ausbildungsberufe und Studiengänge berücksichtigt haben. Wichtige Kriterien können übersehen werden Ebenso birgt die Auswahl relevanter Kriterien das Risiko, wichtige Kriterien zu übersehen. Warum fließt beispielsweise der Ausbildungsort nicht in Julias Analyse ein? Lange Fahrtzeiten oder ein Wechsel des Wohnortes, verbunden mit dem Verlassen von Familie und Freunden, sind für Julia bestimmt nicht unwichtig. Auch hier kann anschließend wieder darauf eingegangen werden, welche Kriterien die Schülerinnen und Schüler bei ihrer persönlichen Zukunftsplanung berücksichtigen. Haben sie wirklich an alles gedacht? Ungeeignete Skalierung Die Skalierung könnte ebenfalls ungeeignet sein, wenn es mit ihr nicht möglich wäre, die Ergebnisse ausreichend differenziert darzustellen. Hier bietet sich die Möglichkeit mit den Schülern zu erörtern, welche Skalierung ihnen am ehesten entspricht. Bewertung und Gewichtung Bei der anschließenden Bewertung besteht dann die Gefahr, den Zielerreichungsgrad aus Sicht des Bewertenden falsch auszudrücken. Bei der Gewichtung besteht die Gefahr, die eigenen Präferenzen nicht ausreichend zu berücksichtigen. Für die grobe Orientierung geeignet Durch die Erörterung all dieser Risken sollten die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass die Nutzwertanalyse - auch wenn sie mathematische Exaktheit vorgaukelt - eher zur groben Orientierung dient als zum Fällen von Entscheidungen, die auf der Kippe stehen. Im Anschluss an diese Aufgabe, könnte man die Schülerinnen und Schüler bitten, als Hausaufgabe eine Nutzwertanalyse zu ihrer eigenen berufliche Zukunft zu erstellen. Präsentation der Ergebnisse Bei der Präsentation dieser Ergebnisse sollten die Schülerinnen und Schüler gebeten werden, ihre Bewertungen und Gewichtungen ausführlich zu begründen. Anschließend können diese Begründungen dann im Plenum thematisiert werden. Ein geeignetes Handy auswählen In der fünften Stunde erhalten die Schülerinnen und Schüler den Auftrag, mittels einer Nutzwertanalyse ein für sie persönlich geeignetes Handy (alternativ einen MP3-Player oder ähnliches) auszuwählen. Dabei werden keine Alternativen, Bewertungen, Kriterien oder Gewichtungen vorgegeben. Allerdings wird vorausgesetzt, dass die Schülerinnen und Schüler über profunde Kenntnisse zu den technischen Daten des Untersuchungsgegenstandes verfügen. Reflexion Im Mittelpunkt der Reflexion können die Alternativen- und Kriterienauswahl stehen. Weiterhin kann darüber nachgedacht werden, ob es den Lernenden gelungen ist, ihre persönlichen Präferenzen in der Nutzwertanalyse zum Ausdruck zu bringen. Vergleich mit der Realität Abschließend kann dann verglichen werden, ob sie tatsächlich das Handy besitzen, das für sie den größten Nutzen hat, und gegebenenfalls nach Gründen für die Diskrepanz zwischen der realen Kaufentscheidung und dem Ergebnis der Nutzwertanalyse suchen. Hinweise zur Praxis Der Nutzwert der Alternative A wird folgendermaßen ermittelt: mit U A = Gesamtnutzen der Alternative A g k = Gewicht von Kriterium k b Ak = Bewertung (Teilnutzen) von Kriterium k für Alternative A n = Anzahl der Kriterien Daraus folgt (0,5 6) + (0,2 2) + (0,2 2) +(0,1 1) = 3. Der Nutzwert ist also 3. Bei den Alternativen B und C wird entsprechend vorgegangen. Bei der Berechnung der ersten Nutzwerte ist es sehr wichtig, darauf zu achten, dass die Schülerinnen und Schüler von Anfang an die Zellen sinnvoll verknüpfen. Nur so können später unkompliziert Sensitivitätsanalysen und andere Experimente durchgeführt werden.

  • Wirtschaftsinformatik
  • Sekundarstufe II

Podcast-Lernszenario "Lagerhaltung"

Unterrichtseinheit

Audio-Podcasts sind weit mehr als eine Informationsquelle für den Unterricht. Die folgende Unterrichtseinheit zeigt die innovative Erarbeitung eines betriebswirtschaftlichen Themenfeldes anhand von selbst produzierten Podcasts.In Form eines Selbstlernszenarios soll exemplarisch eine Einsatzmöglichkeit von Audio-Podcasts im BWL-Unterricht aufgezeigt werden. Dabei haben die Lernenden die Aufgabe, zu bestimmten Unterrichtsinhalten Podcasts zu erstellen, die dann Mitschülerinnen und Mitschülern zum Lernen zur Verfügung gestellt werden. Dadurch soll ihre Eigenaktivität erhöht, das autonome Lernen gefördert und gleichzeitig die Medienkompetenz erweitert werden, um sie aus einer ausschließlichen ?Konsumentenhaltung? zu befreien. Die Unterrichtseinheit setzt voraus, dass die Schülerinnen und Schüler mit der Aufnahmetechnik des Audioeditors, mit den unterschiedlichen Sendeformaten, sowie mit den rechtlichen Grundlagen zu Podcasts vertraut sind.Im Rahmen der Unterrichtseinheit entwickeln die Schülerinnen und Schüler ein auditives Lernszenario. Dies geschieht, indem sie Podcasts eigenständig erstellen und dadurch aktiv lernen. Das Lerntempo bestimmen die Lernenden dabei selbst. Die Lehrerin oder der Lehrer unterstützt beim selbständigen und kooperativen Lernen. Die Schülerinnen und Schüler werden vom Konsumenten zum Produzenten von Podcasts und nehmen Sprache als ein kreatives Gestaltungsinstrument wahr. Unterrichtsablauf Hier wird der Ablauf der Unterrichtsstunden inklusive des Einsatzes der Arbeitsmaterialien detailliert beschrieben. Fach-, Sozial- und Lernkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen beispielhaft lernen, wie sie mit Hilfe von Podcasts ein Unterrichtsthema selbständig erschließen können. Kenntnisse über Möglichkeiten der Lagerhaltung erwerben. Verantwortung für den Lernprozess anderer übernehmen, indem die erstellten Podcasts zum kooperativen Lernen genutzt werden. ihre auditive Wahrnehmung durch konzentriertes Zuhören verbessern. ihre Strukturierungsfähigkeit anhand von auditiven Beiträgen verbessern. Podcasts als Möglichkeit der Informationsaufnahme nutzen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen einen Audiobeitrag mit Hilfe von Audiosoftware erstellen und bearbeiten. Textinformationen adressaten- und mediengerecht versprachlichen. mit einem Audioeditor umgehen können. einen fachwissenschaftlichen Sachverhalt auf innovative und kreative Weise präsentieren können. Der Einstiegsfall ist durch die Anbindung an eine Zeitungsmeldung authentisch sowie problemorientiert und bietet dadurch ein erhöhtes Motivationspotential. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Problemsituation, aus der die einzelnen Themen für die Podcasts resultieren, darstellen. In der Anwendungsphase wird eine Lernumgebung nach konstruktivistischer Lerntheorie geschaffen, in der die Schülerinnen und Schüler selbständig und kooperativ arbeiten können. Das Selbstlernen soll nach der Erarbeitung der Aufnahmetechnik und der Auseinandersetzung mit Rechtsfragen sowie dem Kennenlernen von Sendeformen des Podcasts folgendermaßen ablaufen: Es werden Teams gebildet, die jeweils eines von sechs Themen (doppelt besetzt) bearbeiten. Jedes Schülerteam setzt einen Lerninhalt, der sich auf einen vorher festgelegten Abschnitt im Lehrbuch bezieht, in ein Podcast um und erstellt dazu Fragen und Antworten in einem Word-Dokument. Doppelter Nutzen der Podcast-Erstellung Der Einsatz des Computers im Unterricht bietet vielfache Möglichkeiten zum produktorientierten Lernen und gestaltet den Fachunterricht attraktiver. Zielsetzung der Produktorientierung in Form von selbst erstellten Podcasts ist es, einerseits konkrete Unterrichtsinhalte zu behandeln und andererseits ein Produkt zu erstellen, das in anderen Unterrichtssituationen weiter verwendet werden kann, beispielsweise durch Weitergabe des Podcasts an andere Klassen. Mit dieser Perspektive wird die Bereitschaft der Lernenden erhöht, sich für die Erstellung eines möglichst guten Podcasts anzustrengen. Die von den Schülerinnen und Schülern erstellten Beiträge sowie die dazugehörigen Fragen und Antworten werden von der Lehrerin oder dem Lehrer beurteilt. Die Rückmeldung über die Qualität erfolgt anhand feststehender Kriterien, die im Vorfeld mitgeteilt werden. Da jeder Lernende die einzelnen Podcasts für das autonome Lernen benötigt, ist es wichtig, Unklarheiten überarbeiten zu lassen. Um einen Lernerfolg sicherzustellen, sollte diesbezüglich Hilfestellung gegeben werden. Nach dem "Qualitätscheck" werden alle Podcasts den Lernenden zur Verfügung gestellt. Die Schülerinnen und Schüler können die Podcasts entweder auf einem Computer oder auf ihrem MP3-Player abspeichern. Sie hören sich nun die Podcasts an, beantworten die Fragen und vergleichen ihre Antworten mit den erstellten Musterlösungen. Die anfangs aufgeworfene Problemsituation wird anhand der gelernten Inhalte aus den Podcasts und den dazugehörigen Fragen gelöst.

  • Wirtschaftslehre
  • Sekundarstufe II

Der Kaufvertrag am Beispiel eBay

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit beschäftigt sich mit dem Kaufvertrag am Beispiel eBay. Viele bunte Websites locken die Besucherinnen und Besucher mit attraktiven Angeboten, die rund um die Uhr bezogen werden können. Kein Ladenschluss stört mehr die Einkaufslust und schwere Taschen müssen auch nicht mehr durch die Fußgängerzone geschleppt werden. Die bequeme Lieferung ins Haus ist nur einen Mausklick weit entfernt.Ein wahrer Senkrechtstarter unter den elektronischen Marktplätzen ist das Online-Auktionshaus eBay. Von Oktober bis Dezember 2002 wurden allein bei eBay Deutschland Waren im Wert von über einer Milliarde Euro verkauft. Weltweit ist eBay mittlerwele der größte und erfolgreichste Marktplatz im Internet. Dabei verkauft eBay die Waren nicht selbst, sondern funktioniert eher wie ein virtueller Flohmarkt. Nachdem vor einigen Wochen eine Unterrichtseinheit zum Thema Preisbildung am Beispiel eBay bei Lehrer-Online erschienen ist, soll jetzt der Kaufvertrag am Beispiel eBay Thema sein.In dieser Unterrichtseinheit lernen Schülerinnen und Schüler die Grundlagen des Vertragsrechtes, insbesondere des Kaufvertrages, am Beispiel des Online-Auktionshauses eBay kennen. Es werden drei Themenkomplexe aufgearbeitet.Die Schülerinnen und Schüler sollen die einzelnen Schritte bis zum Zustandekommen eines Kaufvertrages laut BGB benennen können. diese Schritte am Beispiel einer Online-Auktion bei eBay nachvollziehen. die Pflichten des Verkäufers und des Käufers aus dem Kaufvertrag kennen lernen. verstehen, dass Sachmangel, Lieferverzug, Zahlungsverzug und Annahmeverzug Formen der Pflichtverletzung darstellen. eine Leistungsstörung am Beispiel des Sachmangels analysieren. E-Commerce boomt Ein wahrer Senkrechtstarter unter den elektronischen Marktplätzen ist das Online-Auktionshaus eBay. Von Oktober bis Dezember 2002 wurden allein bei eBay Deutschland Waren im Wert von über einer Milliarde Euro verkauft. Weltweit ist eBay mittlerweile der größte und erfolgreichste Marktplatz im Internet. Dabei verkauft eBay die Waren nicht selbst, sondern funktioniert eher wie ein virtueller Flohmarkt. Die Aufgaben a und b lassen sich anhand der AGBs von eBay beantworten. Der Sachverhalt für Aufgabe a ist unter § 2 der AGBs geregelt. Die verbotenen Artikel sind in den AGBs unter § 5 geregelt. Alles, was Recht ist Wer im Internet Geschäfte machen will, muss aufpassen wie ein Luchs. Denn das explosionsartige Wachstum des Online-Shoppings hat für Käufer und Verkäufer gleichermaßen viele Risiken geschaffen. Ein Mausklick an der falschen Stelle kann verheerende Folgen habe, wenn dadurch tatsächlich ein rechtsverbindlicher Kaufvertrag zustande kommt, obwohl der Internet-Nutzer das gar nicht wollte. Zur Lösung der Aufgabe 2 benötigen die Schülerinnen und Schüler das BGB. Die Grafik "Verlauf einer Auktion bei eBay" skizziert die wesentlichen Schritte einer Auktion. Im Rahmen der Aufgabe 2 wird lediglich der obere Teil der Grafik (oberhalb der gestrichelten Linie) bearbeitet. Bei den eBay-Auktionen handelt es sich im juristischen Sinn nicht um eine Auktion. Dennoch findet der Begriff bei eBay sowie im allgemeinen Sprachgebrauch Anwendung. In der Unterrichtseinheit wird der Begriff "eBay-Auktion" so verwendet wie er auf den Seiten von eBay definiert ist. Probleme bei der Willenserklärung Susanne M. durchstöbert mal wieder die Seiten von eBay auf der Suche nach dem ultimativen Schnäppchen. Sie hat hier schon jede Menge Sachen günstig ersteigert. Auch heute hat sie wieder Glück: Sie findet für ihren geplanten Campingurlaub eine Taschenlampe vom Markenhersteller zu sehr günstigen Konditionen. Die Gebote liegen erst bei 25 Euro. Da die Auktion in vier Stunden ausläuft, bietet Susanne gleich mit und gibt als nächstes Gebot 26 Euro ein. Doch kaum hat sie das Gebot abgegeben, geht das Telefon, so dass sie erst ein-mal unterbrechen muss. Als Susanne M. zwei Stunden später wieder bei eBay hereinschaut, traut sie ihren Augen nicht: Ihr Gebot wird im Internet nicht mit 26 Euro, sondern mit 260 Euro angezeigt. Ihr muss ein Tippfehler unterlaufen sein. Die Schülerinnen und Schüler sollen im Rahmen einer eingegrenzten Recherche auf den Seiten von eBay gezielt nach der Information suchen, ob es ein Recht auf Rückzug des Gebotes gibt. Im Gegensatz zu der Aufgabe 1, bei der die Antworten bereits relativ leicht über die AGBs zu beantworten waren, müssen die Schülerinnen und Schüler hier etwas intensiver suchen und sich daher auch näher mit den eBay-Regeln auseinander setzen. Grundsätzlich ist die Information über die Rücknahme eines Gebotes über die eBay-Hilfe zu erreichen. Die konkrete Linkfolge ist wie folgt: Themen > Kaufen > Artikel kaufen > Rücknahme eines Gebotes oder direkt über http://pages.ebay.de/help/buy/bid-retract.html Diese Aufgabe dient auch dazu, das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler über Rechtsgeschäfte im Internet zu stärken. Denn das Beispiel zeigt sehr deutlich, dass die schöne bunte Netzwelt kein Spielplatz ist. Über einen Mausklick oder durch Unaufmerksamkeit können sehr schnell verbindliche Kaufverträge entstehen. Daher lohnt es sich, immer die nötige Sorgfalt walten zu lassen und die Regeln eines Internetangebots zu studieren, bevor man dort tätig wird. Die Pflichten des Verkäufers Die Pflicht des Verkäufers aus dem Kaufvertrag ist es, die gekaufte Sache zu übergeben und dem Käufer das Eigentum an der Sache zu verschaffen. Doch wie wird im Rechtsleben Eigentum übertragen? Bei der Übertragung des Eigentums handelt es sich um einen neuen Vertrag, einen so genannten Übereignungsvertrag (§929 BGB). Auch der Übereignungsvertrag kommt durch Antrag und Annahme, also durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen zwischen dem bisherigen Eigentümer und dem neuen Eigentümer zustande. Nach der Einigung über die Übereignung muss der Verkäufer die Sache noch übergeben. Die Übergabe ist kein Vertrag, sondern tatsächliches Handeln. Bei der Übergabe hat der Käufer eine Mitwirkungspflicht. Bei dem Übereignungsvertrag handelt es sich um ein Verfügungsgeschäft. Die Pflichten des Käufers Auch die Bezahlung des Gegenstandes ist ein Verfügungsgeschäft. Die Beteiligten schließen einen Übereignungsvertrag über die Übereignung des Geldes gemäß § 929 BGB. Hier werden wieder Grafik und Lösungsgrafik benötigt. Im Rahmen der Aufgabe 4 wird der untere Teil der Grafik (unterhalb der gestrichelten Linie) bearbeitet. Leistungsstörungen als Pflichtverletzungen Immer wieder kommt es vor, dass Käufer oder Verkäufer ihren Pflichten aus dem Kaufvertrag nicht oder nicht vollständig nachkommen. Die Pflichtverletzungen können darin bestehen, dass die gekaufte Sache fehlerhaft ist (Sachmangel). die Sache nicht geliefert wird oder nicht rechtzeitig geliefert wird (Lieferverzug). der Käufer nicht zahlt oder die vereinbarte Zahlungsfrist überschritten wird (Zahlungsverzug). der Käufer seiner Mitwirkungspflicht bei der Annahme der Sache nicht nachkommt, also die Sache nicht annimmt oder nicht rechtzeitig annimmt (Annahmeverzug). Die eBay-Diskussionsforen sind voll mit Beispielen für Leistungsstörungen beim Kaufvertrag. Es wird für die Schülerinnen und Schüler kein Problem sein, für jede der vier Leistungsstörungen in den Diskussionsforen ein Beispiel ausfindig zu machen. Sollten sich wider Erwarten nicht zu allen Leistungsstörungen Beispiele finden lassen, können die unten angeführten fiktiven Beiträge verwendet werden: Beispiel für Lieferverzug ... ich habe den geforderten Betrag bereits überwiesen. Der Verkäufer liefert nicht und reagiert auch nicht auf meine E-Mails. Was kann ich jetzt tun? Ist mein Geld weg? ... Beispiel für Zahlungsverzug ... habe teures Spielzeug versteigert, aber der Höchstbietende überweist den Kaufpreis nicht ... Beispiel für Annahmeverzug ... habe den Artikel als versichertes Paket versendet und es gestern zurück erhalten mit der Angabe, dass es nicht zugestellt werden konnte. Was soll ich jetzt tun? ... Beispiel für Sachmangel ... habe einen Auspuff ersteigert, der in der Auktion als "neu" und "originalverpackt" beschrieben wurde. Als ich ihn jetzt erhielt, stellt sich heraus, dass schon jemand daran herumgebastelt hatte ... Leistungsstörungen am Beispiel des Sachmangels Der Sachmangel ist im § 434 BGB eindeutig definiert. Hat die Sache einen erheblichen Mangel, hat der Käufer das Recht, Nacherfüllung zu verlangen. Der Käufer kann also fordern, dass entweder der Mangel behoben wird oder eine mangelfreie Sache geschickt wird. Sollten dadurch zusätzliche Kosten, zum Beispiel Porto, entstehen, so sind diese vom Verkäufer zu tragen. Doch was ist, wenn der Verkäufer der die Forderung des Käufers zur Nacherfüllung innerhalb einer angemessenen Frist ignoriert oder gar ablehnt? In dem Fall kann der Käufer vom Vertrag zurück treten oder Preisminderung verlangen. Der Käufer kann auch Schadensersatz verlangen sowie den Ersatz vergeblicher Aufwendungen. In der Regel erhalten die Hilfe suchenden Personen in den eBay-Diskussionforen auch qualifizierte (und juristisch einwandfreie) Tipps von erfahrenen Usern. Allerdings finden sich auch immer wieder unqualifizierte Beiträge in den Foren. Die Schülerinnen und Schüler sollen diese unqualifizierten Beiträge herausfiltern, indem sie die Tipps der User mit der Gesetzeslage abgleichen. In zweifelhaften Fällen können die Schüler auf der folgenden Seite nachschauen. http://www.auktionen-faq.de Hier sind für alle regelmäßig auftretenden Probleme bei Online-Auktionen die rechtlich einwandfreien Schritte in verständlicher Sprache aufgeführt. Grafik bei ebay-Kaufvertrag Sehr geehrte Damen und Herren, zunächst einmal vielen Dank für Ihre umfangreichen und meist gut verwendbaren Materialien. Bezüglich der Grafik beim ebay-Kaufvertrag glaube ich aber, dass die Darstellung rechtlich falsch ist. Laut § 10 AGB von ebay macht der Verkäufer den Antrag und die Gebote der Käufer sind Annahmeerklärungen. Ebenso urteilen die Gerichte. MfG Margit Hausmanninger Materialien Super Unterrichtsmaterial, bestens aufbereitet. Ing. Mag. Walter Eberl, M.S.

  • Wirtschaftslehre
  • Sekundarstufe II

Einführung in E-Commerce

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit bietet eine Einführung in das Thema E-Commerce. E-Procurement, E-Mall und Power-Shopping - diese Begriffe aus der Welt des E-Commerce finden zunehmend Eingang in die Betriebswirtschaftslehre. E-Commerce-Aspekte tangieren nahezu alle Fragestellungen des Unterrichts in Betriebswirtschaftslehre und Informationswirtschaft und sind als Unterrichtsthema in kaufmännischen Bildungsgängen heute unverzichtbar.Vielfach ist bei Schülerinnen und Schülern ein hohes Interesse zu erkennen, sich mit diesen Inhalten zu beschäftigen, jedoch mangelt es vielfach an fundierten Kenntnissen und kritischer Distanz. In dieser Unterrichtsreihe wird systematisch die notwendige Terminologie erarbeitet, das Beziehungsgefüge der Akteure im E-Commerce untersucht und exemplarisch das Anwendungsspektrum betrachtet. Die Reihe liefert die Basis für ein strukturiertes weiteres Arbeiten mit Schülerinnen und Schülern, wobei bildungsgangspezifische Ausrichtungen offen bleiben.Die Reihe ist für circa drei Doppelstunden angelegt. Dieser Beitrag umfasst Kommentare zu den einzelnen Unterrichtssequenzen und entsprechende Arbeitsblätter. Diese Reihe eignet sich mit Modifikationen für alle Schülerinnen und Schüler eines kaufmännischen Berufskollegs, da man sie jedem Niveau anpassen kann. Die Vorbereitungszeit für die Lehrerin oder den Lehrer ist gering (sofern er/sie sachkundig ist). Falls Sie sich in die Thematik selbst einarbeiten müssen, reicht es zunächst, wenn Sie selbst die Arbeitsschritte auf den Arbeitsblättern nachvollziehen.Die Schülerinnen und Schüler sollen durch eigene Internetrecherche ihre bisherigen Ansichten zu E-Commerce erweitern erkennen, dass Informationsrecherchen gemeinsame Vereinbarungen (Definitionen) ermöglichen und Diskussionen erleichtern erkennen, welche Motive Institutionen haben können, im Internet Informationen über E-Commerce zu publizieren die beteiligten Akteure in E-Commerce-Prozessen identifizieren und deren Interessen nachvollziehen können Anwendungen des E-Commerce abzuleiten und beschreiben zu können das Beziehungsgeflecht der Akteure in einer Beziehungsmatrix darstellen, um daraus typische Anwendungen des E-Commerce ableiten und beschreiben zu können erkennen, dass Geschäftsmodelle im E-Commerce nicht zwingend in Konkurrenz zu klassischen Geschäftsmodellen stehen, sondern diese zum Teil ergänzen können berufliche Bezüge herstellen, um sich zum Beispiel Anforderungen an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorzustellen Arbeitsschritt I Das Arbeitsblatt 1 soll helfen, den Schülern und Schülerinnen die Dimensionen von E-Commerce zu verdeutlichen. Ausgangspunkte sind ihre individuellen und intuitiven, z. T. unscharfen Vorstellungen von E-Commerce. Ein lockerer Gedankenaustausch zwischen ihnen soll dazu führen, ihre eigenen Ansichten und Auffassungen zum Thema zu sammeln und stichwortartig zu fixieren. Hier bringen sie ihr vermutlich unstrukturiertes und unreflektiertes Vorwissen ein, das nach Durchlaufen der nachfolgenden Unterrichtsphasen zu strukturierten Erkenntnissen führen soll. Die Kartenabfrage eignet sich hier besonders, um zu möglichst vielen Sichtweisen zu kommen. Die gesammelten Karten (an Pinnwand oder Tafel) können von den Schülern und Schülerinnen (gemeinsam mit dem Lehrer/der Lehrerin) in thematischen Clustern geordnet werden, woraus erste Definitionsversuche (Arbeitsdefinitionen) abgeleitet und festgehalten werden können. Ergebnis I Die Schüler und Schülerinnen haben eine oder mehrere Definitionen zu E-Commerce formuliert, die ausschließlich durch ihre eigenen Überlegungen entstanden sind. Tipp: Es ist damit zu rechnen, dass die Schüler und Schülerinnen an dieser Stelle E-Commerce lediglich als Prozess des virtuellen Einkaufs aus der Perspektive des Endverbrauchers definieren (Einkauf bei einem Online-Shop). Betriebswirtschaftliche Überlegungen aus der Sicht von Unternehmen, die E-Commerce betreiben, sind hier in der Regel nicht zu erwarten. Die Lehrkraft sollte hier abwarten und nicht intervenieren. In den nächsten Arbeitsschritten werden die Schüler und Schülerinnen schon erkennen, dass in E-Commerce-Prozesse auch andere Akteuere involviert sein können. Arbeitsschritt II In dieser Phase nutzen die Schüler und Schülerinnen das Internet als Informationsquelle. Über eine gezielte Internetrecherche finden sie zusätzliche Informationen zum Thema und nutzen sie. Diese Datenbasis wird aufbereitet und verdichtet, so dass am Ende der Doppelstunde die Klasse eine fachlich korrekte Erklärung für die Dimensionen, und einige typische Anwendungen von E-Commerce verfügbar hat. Die Antwort auf die Frage "Wer steht hinter dieser Web-Site?" soll dazu beitragen, die Validität der gefundenen Informationen zu bewerten. Der Lehrer/die Lehrerin sollte hierzu den Impuls geben, darüber nachzudenken, welche Interessen die Organisation durch das Betreiben der Website verfolgt. Die aufbereiteten Informationen (Definitionen und Stichworte zu E-Commerce) sind zu sammeln und ggf. zu diskutieren. Eine erweiterte Definition ist durch die Schüler und Schülerinnen zu formulieren, die als Arbeitsbasis für die folgenden Stunden genutzt werden kann (hierbei muss der Lehrer/die Lehrerin ggf. helfend intervenieren). Der Informationszugewinn für die Schüler und Schülerinnen, der durch die Recherche gewonnen wurde, ist durch einen Vergleich mit den Ergebnissen aus Arbeitsschritt 1 herauszustellen ("Unsere Definition wird immer präziser!"), um die Recherche zu bewerten (zu rechtfertigen). Insbesondere sollen hier aber auch (auf Basis der gesammelten Stichworte) die Akteure sowie typische Prozesse und Anwendungen im E-Commerce erkennbar werden. Ergebnis II Zum Stundenende wird eine möglichst weitgehende aber verständliche Definition für E-Commerce als Basis für künftiges Arbeiten vereinbart. Die Schüler und Schülerinnen erkennen durch diese Definition die verschiedenen Dimensionen des E-Commerce und kennen im Ansatz einige E-Commerce-Prozesse sowie die daran beteiligten Akteure. Die Schüler und Schülerinnen haben erkannt, dass durch zusätzliche Informationen (Internetrecherche) die Sichtweisen auf Phänomene vermehrt werden kann und dass gemeinsame begriffliche Strukturen zur Diskussion erforderlich sind. Wichtig: Die Pinnwand mit den gesammelten Ergebnissen sollte auch in den folgenden Stunden verfügbar sein! Arbeitsschritt III Die in der letzten Doppelstunde gewonnenen Erkenntnisse der Schüler und Schülerinnen werden in dieser Phase wiederholt, strukturiert und verdichtet. Hierzu ist Arbeitsblatt 2 zu verteilen. Dieses Arbeitsblatt dient der Sicherung des letzten Unterrichtsergebnisses und kann als künftige Arbeitsbasis verwendet werden. Nun haben die Schüler und Schülerinnen den Auftrag, herauszuarbeiten, welche Akteure beim E-Commerce beteiligt sind. Entscheidend ist hier, herauszustellen, dass bei E-Commerce-Prozessen immer zwei Akteure beteiligt sind. Diese Akteure können Endverbraucher (C=Customer) sein (intuitive Sichtweise, die zu Beginn der letzten Doppelstunde von den Schülern vertreten wurde) als auch Unternehmen (B=Business) und Institutionen der öffentlichen Verwaltung bzw. staatliche Organisationen (G=Government). Je nach Initiierung und Ablauf des E-Commerce-Prozesses können somit in einer Beziehungsmatrix die Akteure strukturiert werden. Diese Beziehungen bilden die Teilbereiche des E-Commerce. Somit kann z. B. ein E-Commerce-Prozess zwischen Unternehmen als B-to-B- (B2B-) Beziehung bezeichnet werden, analog B2C, B2G usw. (Vgl. Übersicht 1) Die Beziehungsmatrix wird als Arbeitsblatt ausgegeben und inhaltlich mit Erläuterungen und Beispielen gefüllt. Ergebnis III Die Schüler und Schülerinnen sind in der Lage, eindeutig Akteure des E-Commerce zu identifizieren und Beziehungen zwischen den Akteuren herzustellen. Sie ordnen die Beziehungen der gängigen Terminologie des E-Commerce zu und können typische Beispiele erläutern. Sie erkennen (zumindest in Ansätzen) das Potential von E-Commerce und sind fähig, Auswirkungen von E-Commerce aus der Sicht der jeweiligen Akteure zu skizzieren. Arbeitsschritt IV In dieser Stunde geht es darum, die Vielfalt der Geschäftsprozesse im E-Commerce aufzuzeigen. Es sollen typische Geschäftsmodelle in ihren prinzipiellen Strukturen erarbeitet werden und aus den Perspektiven der beteiligten Akteure hinsichtlich ihrer betriebswirtschaftlichen Bedeutung ansatzweise reflektiert werden. Hierzu sind alternative Wege denkbar. Z. B. könnte aus den bisherigen Arbeitsergebnissen eine Tabelle von Geschäftsmodellen abgeleitet werden. Hierzu sind aus dem Internet entsprechende Definitionen bzw. Erläuterungen und Beispiele zu recherchieren und in einer Übersicht (Arbeitsblatt 3) zu sammeln (ggf. arbeitsteilig). Als Quelle eignen sich z. B. www.www-kurs.de (hier "Glossar" aufrufen), www.ecin.de (Diese Seite ist den Schülern bereits aus der vorletzten Doppelstunde bekannt, hier "E-Know-how" aufrufen). Möglich ist auch, die Tabelle (Arbeitsblatt 3 bzw. Übersicht 2) vorzugeben und die Schüler und Schülerinnen arbeitsteilig eine betriebswirtschaftliche Würdigung der Geschäftsmodelle anfertigen zu lassen (Arbeitsauftrag: Versetzen Sie sich in die Lage der beteiligten Akteure und beurteilen Sie unter betriebwirtschaftlicher Perspektive Vor- und Nachteile sowie Kosten- und Nutzenpotentiale der Geschäftsmodelle!) Ergebnis IV Die Schüler und Schülerinnen sind in der Lage, typische Geschäftsmodelle des E-Commerce zu beschreiben (vgl. Arbeitsblatt 4) und die Interessen der beteiligten Akteure einzuschätzen. Sie erkennen, dass E-Commerce letztlich keine grundsätzlich neuen Geschäftsprozesse beinhaltet, sondern häufig konventionelle Geschäftsprozesse unter Nutzung der Infrastruktur des Internets modifizieren. Im Nachfolgenden sehen Sie in Auszügen die Arbeitsaufgaben für die Schülerinnen und Schüler. Wer zum ersten Mal den Begriff Electronic Commerce hört, verbindet damit bestimmte individuelle Vorstellungen. Auch Sie haben diesen Begriff sicher schon einmal gehört oder gelesen. Wir möchten heute herausarbeiten, was eigentlich E-Commerce genau ist und welche konkrete Bedeutung E-Commerce für uns bzw. für Unternehmen hat. Hierzu führen wir eine Kartenabfrage durch, um möglichst umfassende Ergebnisse zu erhalten. Machen Sie sich Gedanken über Ihre persönliche Vorstellung von E-Commerce und diskutieren Sie ca. 5 Minuten mit Ihrem Nachbarn (Partner) darüber. Schreiben Sie auf den ausgeteilten Karten jeweils ein Stichwort, das Sie spontan mit E-Commerce in Verbindung bringen und heften Sie die Karten an die Pinnwand. Studieren Sie gemeinsam die gesammelten Stichworte und leiten Sie daraus eine eigene Definition für E-Commerce ab. Arbeiten Sie gemeinsam mit Ihrem Partner. Ihre Definition sollte höchstens aus zwei Sätzen bestehen. Notieren Sie Ihre Definition auf einem gesonderten Blatt. E-Commerce ist bereits fester Bestandteil der betrieblichen Realität. Deshalb gibt es verschiedene Organisationen, die zu diesem Thema Informationen liefern. Aufgaben: Rufen Sie folgende Websites auf: Notieren Sie, welche Organisation hinter den Web-Sites steht. Suchen Sie in den Seiten nach verständlichen Definitionen von E-Commerce und Beispielen für E-Commerce-Prozesse und notieren Sie diese Definitionen und Beispiele (markieren und ausdrucken, Quelle angeben!). Führen Sie nun eine kurze Recherche mit einer Suchmaschine durch, geben Sie als Suchbegriffe ein: "e-commerce, definition" und dokumentieren Sie Ihr Ergebnis. Die Aktivitäten des E-Commerce sind, wie wir herausgefunden haben, höchst unterschiedlich und sehr vielschichtig. Um einen Überblick zu erhalten, ist eine Gliederung sinnvoll. Aufgabe: Durchforschen Sie die Stichwortsammlung und arbeiten Sie heraus, wer (Personen, Institutionen, Organisationen, Unternehmen) an den jeweiligen E-Commerce-Prozessen (E-Commerce-Anwendungen, -Nutzungen o. ä.) beteiligt ist. Wenn wir die bekannten E-Commerce-Prozesse nach den Beteiligten untersuchen, erkennen wir, dass bei allen E-Commerce-Prozessen mindestens zwei Akteure vorhanden sind. Aufgabe: Ordnen Sie die gesammelten E-Commerce-Anwendungen folgenden Akteuren zu: Unternehmen Endverbraucher, Bürger Behörden und staatliche Einrichtungen

  • Wirtschaftslehre
  • Sekundarstufe II