Unterrichtsmaterialien zum Thema "Absatz"

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Kreativitätstechniken

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Kreativitätstechniken werden die beiden Methoden "6-3-5-Methode" und "Morphologischer Kasten" erarbeitet. Mithilfe dieser Techniken suchen die Schülerinnen und Schüler Lösungen zu beispielhaften Problemstellungen.In vielen Unternehmen müssen neue Produktmodelle in immer schnelleren Zyklen entstehen, ob dies Handys, Automobile oder andere Markenprodukte sind. Wie aber kann man immer wieder kreative Prozesse in Gang bringen und die Ideenfindung bei Mitarbeitenden bündeln? Kreativ sein kann jeder Mensch. Das Erbringen kreativer Leistungen kann jedoch durch bestimmte Methoden, sogenannte Kreativitätstechniken, wesentlich erleichtert werden. Zwei dieser Techniken, die "6-3-5-Methode" und der "Morphologische Kasten", werden in der Unterrichtseinheit mit Beispielen vorgestellt. Übungsaufgaben und Vordrucke ermöglichen den Schülerinnen und Schülern den sofortigen Einsatz der Methoden.Zunächst wird die zunehmende Bedeutung der Kreativität an aktuellen Beispielen verdeutlicht werden. Beispiele: Handyhersteller müssen jedes Jahr neue Modelle mit neuen Funktionen auf den Markt bringen, um weiter bestehen zu können, während vor wenigen Jahrzehnten Telefonmodelle noch viele Jahre lang verkauft werden konnten. Ebenso verhält es sich mit PKW: Heute muss ein neues Modell nach spätestens 4 Jahren auf den Markt kommen, früher konnte ein Fahrzeugmodell ein Jahrzehnt lang verkauft werden. Diese stark verkürzten Produktlebenszeiten erfordern die ständige kreative Neuentwicklung von Produkten. Dann werden die Kreativitätstechniken "6-3-5-Methode" und "Morphologischer Kasten" anhand einer Powerpoint-Präsentation vorgestellt. Zu jeder Methode werden Informationsblätter und Beispiele auf Arbeitsblättern ausgegeben. Je nach Aufnahmefähigkeit der Schülerinnen und Schüler kann man entweder: nur eine Methode erklären, im Anschluss die Übungen durchführen und dann die zweite Methode erläutern und mit Übungen vertiefen. beide Methoden erläutern und die Übungen parallel (je eine Hälfte der Klasse testet eine Methode) oder nacheinander (alle testen zunächst die eine, dann die andere Methode) durchführen. Wenn eine Gruppe beide Methoden testet, sollte sie verschiedene Themen bearbeiten, da sonst ja bereits ein Ideenpool aus der Anwendung der ersten Methode besteht. Die Präsentation enthält jeweils eine Kurzfassung der Methode, eine Beschreibung des Ablaufs, ein Beispiel und eine Bewertung der Methode. Der Ablauf der 6-3-5-Methode wird durch eine schrittweise Simulation der Vorgänge beim Ausfüllen der Bögen visuell verdeutlicht. Die Pfeile im Beispiel zeigen Ideen, die aufeinander aufbauen. Dieses Entwickeln von Ideen auf der Basis von Impulsen anderer Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist ein zentraler Erfolgsfaktor der 6-3-5-Methode. Nach einer Fragerunde zu den Methoden probieren die Lernenden die Methoden selbst aus, um deren Stärken und Schwächen auch selbst kennenzulernen. Mithilfe eines ausgegebenen Vordrucks wird in Gruppen eine der zur Wahl stehenden Übungsaufgaben bearbeitet. Je nach zur Verfügung stehender Zeit können die Schülerinnen und Schüler nach Einteilung in Gruppen beide Methoden anwenden oder jeweils die Hälfte der Lernenden eine der Methoden. Die bearbeiteten Vordrucke werden an einer Pinnwand (oder der Tafel) als "Galerie" aufgehängt und können von allen nach Fertigstellung ihrer eigenen Aufgaben betrachtet werden. Dann berichten nacheinander alle Gruppen kurz von ihren Ergebnissen und ihren Erfahrungen mit der Methode. Die Diskussion der Erfahrungen ist hier besonders wichtig. Hier wird bei älteren Lernenden in der Regel deutlich, dass mit den Kreativitätstechniken im Vergleich zum "Nachdenken" ohne Methode deutlich mehr Ideen in gleicher Zeit gefunden werden können. Mehr Ideen bedeuten hier meist aber auch "bessere" Ideen. Es besteht auch die Möglichkeit, die Lösungen auf den Vordrucken zu bewerten, indem jedes Gruppenmitglied zum Beispiel drei Klebepunkte erhält, die es an den drei besten Lösungen befestigt. Die Lösung mit den meisten Punkten gilt dann als "beste Lösung".Die Schülerinnen und Schüler erklären die Kreativitätstechnik "6-3-5-Methode" und wenden sie an. erklären die Kreativitätstechnik "Morphologischer Kasten" und wenden sie an. nennen Vor- und Nachteile der Kreativitätstechniken. haben Spaß und Freude bei der Anwendung der Kreativitätstechniken.

  • Wirtschaftslehre
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

E-Learning-Einheit Preispolitik

Unterrichtseinheit

Ein internetbasiertes Lernmodul zur Preispolitik, das nicht nur für den Präsenzunterricht in der Schule, sondern auch für die Heimarbeit der Schülerinnen und Schüler konzipiert ist, steht im Mittelpunkt dieser Unterrichtseinheit.Die Preispolitik ist ein Themenbereich des Marketing-Mixes, der wiederum ein Bestandteil des Gesamtthemas Marketing darstellt. Diese Lerneinheit ist eine selbstständige Fortsetzung der bereits veröffentlichten Lerneinheit "Marktforschung". Als zu vermarktender Gegenstand wurde wiederum der Schokoriegel gewählt. Auf interaktive Weise sollen die Schülerinnen und Schüler online zuhause und im Präsenzunterricht in festen Teams, die als eigene Unternehmen fungieren, die gestellten Aufgaben bearbeiten. In der Praxis hat sich bewährt, die Bearbeitung der Theorieteile online zuhause oder im Medienzentrum bearbeiten und den Praxisteil in den Präsenzunterricht zu verlagern, so lang noch keine komplette Verlagerung des Unterrichts auf Online-Sequenzen (sprich E-Learning) möglich ist.Ziel der Unterrichtseinheit ist das Abwägen der einzelnen Bestandteile der Preispolitik im Rahmen des Marketing-Mixes zur Preisgestaltung zwecks Einführung eines neuen Schokoriegels am Markt. Unterrichtsablauf Ziel der Unterrichtseinheit ist das Abwägen der einzelnen Bestandteile der Preispolitik im Rahmen des Marketing-Mixes zur Preisgestaltung zur Markteinführung eines neuen Schokoriegels am Markt. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Notwendigkeit des Zusammenspiels aller Bestandteile des Marketing-Mixes begreifen. sich aktiv mit der Preisgestaltung für die Markteinführung eines neuen Schokoriegels auseinander setzen. Verbindungen zu verwandten Themen der Preispolitik in der Volkswirtschaftslehre herstellen. verschiedene Preisstrategien kennen lernen und die für die Markteinführung des Schokoriegels beste Strategie auswählen. Thema Preispolitik als Bestandteil des Marketing-Mixes Autorin Anja Post Fach Betriebswirtschaftslehre Zielgruppe kaufmännisch orientierte Bildungsgänge Zeitraum circa 4 Unterrichtsstunden Technische Voraussetzungen Internetanschluss, PC im Unterricht und außerhalb der Schule zur Verfügung stehend. Der Umfang der Lerneinheit "Preispolitik" beträgt erfahrungsgemäß circa vier Unterrichtsstunden. Die Schülerinnen und Schüler teilen sich in Teams mit etwa drei Mitgliedern ein und agieren als Unternehmen mit eigenem Namen. Arbeitsplattform lo-net Bis zur nächsten Unterrichtsstunde sollen jeweils die Aufgaben in digitaler Form, zum Beispiel per E-Mail bei dem/der Lehrenden abgegeben worden sein. Als Basis kann eine Lernplattform wie lo-net dienen, die über die Kommunikationsinstrumente wie E-Mail, Chat und Forum hinaus noch die Möglichkeit des Dateiaustauschs bietet. Des weiteren kann der/die Lehrende über die Aufgabenverwaltung die Aktivitäten der Schülerinnen und Schüler überwachen. Selbstständiges Lernen Beim E-Learning liegt der Schwerpunkt nicht in der fachlichen Vermittlung des Lehr- und Lernstoffes seitens der/des Lehrenden, sondern in der eigenständigen und autodidaktischen Erarbeitung des Stoffes seitens der Schülerinnen und Schüler. Dies setzt eine gewisse eigenständige und eigenverantwortliche Arbeitsweise der Schülerinnen und Schüler voraus, die beispielsweise durch eine Projektarbeit im Vorfeld trainiert werden sollte.

  • Wirtschaftslehre
  • Sekundarstufe II

Die Nachfragekurve

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit fokussiert den Verlauf einer Nachfragekurve am Beispiel einer fiktiven neuen App. Die Sequenz zeigt, wie Tablets im Wirtschaftsunterricht eingesetzt werden können.Die Schülerinnen und Schüler erstellen die Nachfragekurve eines fiktiven neuen Produkts (einer neuen App), indem Sie eine eigene Online-Umfrage zum Nachfrageverhalten in der Klasse erstellen, diese auswerten und digital präsentieren. Die Arbeitsmaterialien werden über Tablets zur Verfügung gestellt. In der Vertiefung erfolgt der Übertrag auf das Privatleben der Schülerinnen und Schüler; der Modellcharakter wird thematisiert und die makroökonomische Perspektive der Volkswirtschaftslehre eingebunden. Rollenspiel Die Schülerinnen und Schüler schlüpfen in die Rolle von Praktikanten der fiktiven Firma "App4Fun GmbH". Der Verkauf der neuen App "Karneval4Fun" läuft bisher nicht richtig an, daher wird nach Vorschlägen gesucht, woran dies liegen könnte. Die Idee: Es muss eine Lenkung in Richtung des Preises erfolgen. Die Schülerinnen und Schüler werden selbst in den Prozess der Erstellung einer Nachfragekurve einbezogen, indem Sie eine Online-Umfrage (zum Beispiel mit Doodle ) zum Preis der neuen App erstellen, an der sie selbst teilnehmen. In der Umfrage geben die Lernenden an, wie viel sie maximal für die App ausgeben würden (Staffelung: 0 Euro bis 4,50 Euro). Arbeiten mit Tablets Die Umfrage wird mediengestützt durchgeführt; die Teilnahme an der Umfrage ist die Hausaufgabe. Für die weitere Arbeit mit den Tablets wird die kostenlose App WPS-Office empfohlen. Der Einsatz von Tablet-Stiften erleichtert die Eingabe. Es empfiehlt sich, mit "WPS-Präsentation" zu arbeiten. Hierdurch ist eine Gliederung in sinnvolle Aufgaben-Abschnitte möglich, wobei dennoch der Gesamtzusammenhang übersichtlich einsehbar und eine Präsentation ohne aufwendige Einstellungen am Beamer möglich ist. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler entnehmen aus den Ergebnissen der Umfrage die erforderlichen Daten und addieren diese auf. stellen die Nachfragekurve aus den gewonnen Daten grafisch dar. erklären den Zusammenhang zwischen der Nachfrage und dem Preis (Gesetz der Nachfrage). beschreiben den Verlauf der Nachfragkurve. übertragen das Zusammenspiel von Nachfrage und Preis auf weitere Situationen. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler erlernen Fehlertoleranz im Umgang mit dem Tablet. nutzen das Tablet als Präsentationsmedium. sichern sachgerecht die erarbeiteten Ergebnisse in sinnvollen Datenstrukturen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler unterstützen sich gegenseitig bei der Lösung der Aufgabenstellung, indem sie in Partnerarbeit an den Tablets arbeiten.

  • Wirtschaftslehre
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe II

Das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Weihnachtsgeschäft informieren sich die Schülerinnen und Schüler durch gezielte Internet-Recherchen zu den Aufgaben des Einzelhandels und ihrer gesamtwirtschaftlichen Bedeutung.Auf das vierte Quartal freut sich der Handel spätestens im August: Wenn das berühmte Sommerloch für Ebbe in der Firmenkasse sorgt, hoffen alle auf das Weihnachtsgeschäft. Die Bedeutung des Weihnachtsgeschäftes ist für den Einzelhandel traditionell sehr groß. Oft macht das Weihnachtsgeschäft ein Fünftel des gesamten Jahresumsatzes aus. Besonders bedeutend ist das Weihnachtsgeschäft in den Branchen Spielwaren, Uhren und Schmuck sowie Bücher inklusive Zeitschriften und Schreibwaren. Wer dieses Geschäft nicht der Konkurrenz überlassen will, muss einen guten Riecher beweisen und die richtigen Produkte in seinem Sortiment zusammen stellen und entsprechend bewerben. Um im Weihnachtsgeschäft nicht plötzlich vor einem Engpass zu stehen, müssen die Händler ihre Lager rechtzeitig füllen und frühzeitig ordern.Die Aufgaben des Einzelhandels und seine gesamtwirtschaftliche Bedeutung werden mithilfe der Rechercheaufgaben erarbeitet. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Arbeitsaufgaben für die geleitete Recherche im Internet, die die Analyse von Grafiken und Statistiken beinhaltet. Aufgaben des Einzelhandels Jedes Handelsunternehmen erfüllt bestimmte Aufgaben, damit die Waren vom Hersteller zu den Konsumenten gelangen können. Diese Aufgaben werden in einem ersten Schritt zusammengestellt und erörtert. Gesamtwirtschaftliche Bedeutung des Einzelhandels Im zweiten Schritt wird die Bedeutung des Einzelhandels in der Gesamtwirtschaft und die spezielle Rolle des Weihnachtsgeschäfts beleuchtet. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen die Aufgaben des Einzelhandels kennen. können die gesamtwirtschaftliche Bedeutung des Einzelhandels in Deutschland einschätzen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler führen eine gezielte Internet-Recherche durch. Aufgaben des Einzelhandels Die Schülerinnen und Schüler sollen sich anhand der genannten Internetquellen mit den Aufgaben des Handels beschäftigen. Die sechs wichtigsten Aufgaben des Einzelhandels sollen die Lernenden anhand von sechs Begriffen benennen und in die Abbildung eintragen. Als zusätzliche Hilfe sind einige Begriffe angegeben, aus denen die Schülerinnen und Schüler die sechs Begriffe zu den Aufgaben des Handels auswählen sollen. Die Aufgaben des Handels sollen die Schülerinnen und Schüler mit eigenen Worten nun selbst kurz skizzieren. Dabei können sie einerseits auf die in den Internetquellen gegebenen Informationen zurückgreifen. Die Informationen des Textes reichen jedoch zur Beantwortung der Aufgabe nicht aus. Die Schülerinnen und Schüler müssen sich anknüpfend daran noch eigene Gedanken, machen, welche Funktion genau mit den Begriffen verbunden sind und welche Aspekte zu den einzelnen Aufgaben gehören. Die Erläuterungen sollten möglichst kurz und präzise formuliert werden und in die Kästen der Abbildung eingetragen werden. Die PPT-Datei enthält eine mögliche Lösung. Verhältnis von Handel und Herstellern Die Funktion des Handels soll im Rahmen der folgenden Aufgabe noch einmal von einer anderen Seite beleuchtet werden. Zu diesem Zweck sollen die Schülerinnen und Schüler sich einmal überlegen, welche Diskrepanzen zwischen Herstellern und Händlern zu überwinden wären, wenn es den Handel nicht gäbe. Die Diskrepanzen sind räumlicher Art Ort der Herstellung und die Orte des Verbrauchs stimmen nicht überein. zeitlicher Art Lagerhaltung wird beispielsweise notwendig, wenn der Verbrauch oder die Produktion saisonalen Schwankungen unterliegen. quantitativer Art Herstellung erfolgt oft in großen Mengen, während der Verbraucher kleine Mengen benötigt. qualitativer Art Vorstellungen der Verbraucher in Bezug auf Reifegrad, Mischungsverhältnis, Verpackung, Präsentation sind meist anders als es der Hersteller selbst anbieten kann. Diese Diskrepanzen zu überwinden ist die Gesamtaufgabe des Handels. Es macht die Produktivität des Handels aus und begründet damit auch seine Existenzberechtigung und die große Bedeutung, die er gesamtwirtschaftlich einnimmt. Internetrecherche Der Einzelhandel nimmt in Deutschland gesamtwirtschaftlich gesehen eine bedeutende Rolle ein. Die Schülerinnen und Schüler sollen im Rahmen einer kleinen Internetrallye Zahlen und Fakten zum Einzelhandel recherchieren, die diese Bedeutung unterstreichen. Die Recherche ist auf die Seiten des Hauptverbands des deutschen Einzelhandels beschränkt. Im ersten Teil der Aufgaben geht es zunächst um allgemeine Kennzahlen des Einzelhandels wie Umsatzgrößen und Beschäftigte im Einzelhandel. Im zweiten Teil der Aufgaben geht es speziell um die Bedeutung des Weihnachtsgeschäftes. Dabei wird eine aktuelle Pressemitteilung des Hauptverbands des deutschen Einzelhandels vom 23.11.2005 konsultiert und die zugehörigen Grafiken interpretiert. Anteil des Weihnachtsgeschäftes am Jahresumsatz Der Anteil des Weihnachtsumsatzes am Jahresumsatz beträgt durchschnittlich um die 20%, also circa ein Fünftel. Daran wird deutlich, wie stark das Wohlergehen der Branche von den Umsätzen vor Weihnachten abhängt. Abhängigkeit der Branche vom Weihnachtsgeschäft Zur Beantwortung dieser Frage müssen sich die Schülerinnen und Schüler in die Rubrik "Grafik" klicken und die Grafik "Weihnachtsgeschäft einzelner Branchen" anklicken. Besonders groß ist der Anteil des Weihnachtsumsatzes in der Branche Spielwaren (mit 36,1%). Des weiteren sind Uhren und Schmuck sowie Bücher und Zeitschriften die Branchen mit der höchsten Abhängigkeit vom Weihnachtsgeschäft. Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt Im Weihnachtsgeschäft 2005 werden über 125.000 Aushilfskräfte zusätzlich eingestellt. Dies hat einen entlastenden Einfluss auf den Arbeitsmarkt. Entwicklung in den letzten zehn Jahren Zur Beantwortung der Frage müssen die Schülerinnen und Schüler die Grafik "Weihnachtsgeschäft 2004" auswerten. Seit 1996 hat sich der Weihnachtsumsatz unterschiedlich entwickelt. Während es zwischen 1997 und 2001 eine Belebung gegeben hat, sinkt der Weihnachtsumsatz seit 4 Jahren in Folge. Auch für 2005 hat der Handel wenig Hoffnung auf eine Belebung. Nach Angaben des Hauptverbands des deutschen Einzelhandels wertet der Handel es bereits als Erfolg, wenn der Umsatz von 2004 wieder erreicht wird. Diese Entwicklung deckt sich auch mit der konjunkturellen Entwicklung. Während es Ende der 90er Jahre eine leichte konjunkturelle Erholung gab, hat sich die gesamtwirtschaftliche Lage seit 2001 von Jahr zu Jahr verschlechtert. Die Arbeitslosigkeit ist gestiegen, die Menschen müssen mehr Mittel für ihre private Altersvorsorge aufbringen und die Angst um den Arbeitsplatz lässt viele Menschen sparen. Weihnachtsgeschäft und Konjunktur Einerseits wird der Weihnachtsumsatz von der konjunkturellen Lage beeinflusst. Andererseits ist das Weihnachtsgeschäft für den Einzelhandel von so tragender Bedeutung, dass es wiederum selbst Einfluss auf die Konjunktur ausübt. Geht es der Volkswirtschaft insgesamt gut, lässt das auf ein gutes Geschäft vor Weihnachten hoffen: Zusätzliche Kräfte werden eingestellt und höhere Einkommen in der Branche erzielt. Eine Rezession wirkt sich negativ auf den Konsum aus. Ist die Stimmung in der Wirtschaft und beim Konsumenten ohnehin schon getrübt, so wirkt sich ein schlechtes Weihnachtsgeschäft zusätzlich negativ auf die Konjunktur aus. Im Extremfall müssen sogar Geschäfte, die im Weihnachtsgeschäft nicht den benötigten Umsatz gemacht haben, aus dem Markt ausscheiden und die Beschäftigten entlassen. Weihnachtsgeschäft und Konjunktur Einerseits wird der Weihnachtsumsatz von der konjunkturellen Lage beeinflusst. Andererseits ist das Weihnachtsgeschäft für den Einzelhandel von so tragender Bedeutung, dass es wiederum selbst Einfluss auf die Konjunktur ausübt. Geht es der Volkswirtschaft insgesamt gut, lässt das auf ein gutes Geschäft vor Weihnachten hoffen: Zusätzliche Kräfte werden eingestellt und höhere Einkommen in der Branche erzielt. Eine Rezession wirkt sich negativ auf den Konsum aus. Ist die Stimmung in der Wirtschaft und beim Konsumenten ohnehin schon getrübt, so wirkt sich ein schlechtes Weihnachtsgeschäft zusätzlich negativ auf die Konjunktur aus. Im Extremfall müssen sogar Geschäfte, die im Weihnachtsgeschäft nicht den benötigten Umsatz gemacht haben, aus dem Markt ausscheiden und die Beschäftigten entlassen.

  • Wirtschaftslehre
  • Sekundarstufe II

Der Kaufvertrag am Beispiel eBay

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit beschäftigt sich mit dem Kaufvertrag am Beispiel eBay. Viele bunte Websites locken die Besucherinnen und Besucher mit attraktiven Angeboten, die rund um die Uhr bezogen werden können. Kein Ladenschluss stört mehr die Einkaufslust und schwere Taschen müssen auch nicht mehr durch die Fußgängerzone geschleppt werden. Die bequeme Lieferung ins Haus ist nur einen Mausklick weit entfernt.Ein wahrer Senkrechtstarter unter den elektronischen Marktplätzen ist das Online-Auktionshaus eBay. Von Oktober bis Dezember 2002 wurden allein bei eBay Deutschland Waren im Wert von über einer Milliarde Euro verkauft. Weltweit ist eBay mittlerwele der größte und erfolgreichste Marktplatz im Internet. Dabei verkauft eBay die Waren nicht selbst, sondern funktioniert eher wie ein virtueller Flohmarkt. Nachdem vor einigen Wochen eine Unterrichtseinheit zum Thema Preisbildung am Beispiel eBay bei Lehrer-Online erschienen ist, soll jetzt der Kaufvertrag am Beispiel eBay Thema sein.In dieser Unterrichtseinheit lernen Schülerinnen und Schüler die Grundlagen des Vertragsrechtes, insbesondere des Kaufvertrages, am Beispiel des Online-Auktionshauses eBay kennen. Es werden drei Themenkomplexe aufgearbeitet.Die Schülerinnen und Schüler sollen die einzelnen Schritte bis zum Zustandekommen eines Kaufvertrages laut BGB benennen können. diese Schritte am Beispiel einer Online-Auktion bei eBay nachvollziehen. die Pflichten des Verkäufers und des Käufers aus dem Kaufvertrag kennen lernen. verstehen, dass Sachmangel, Lieferverzug, Zahlungsverzug und Annahmeverzug Formen der Pflichtverletzung darstellen. eine Leistungsstörung am Beispiel des Sachmangels analysieren. E-Commerce boomt Ein wahrer Senkrechtstarter unter den elektronischen Marktplätzen ist das Online-Auktionshaus eBay. Von Oktober bis Dezember 2002 wurden allein bei eBay Deutschland Waren im Wert von über einer Milliarde Euro verkauft. Weltweit ist eBay mittlerweile der größte und erfolgreichste Marktplatz im Internet. Dabei verkauft eBay die Waren nicht selbst, sondern funktioniert eher wie ein virtueller Flohmarkt. Die Aufgaben a und b lassen sich anhand der AGBs von eBay beantworten. Der Sachverhalt für Aufgabe a ist unter § 2 der AGBs geregelt. Die verbotenen Artikel sind in den AGBs unter § 5 geregelt. Alles, was Recht ist Wer im Internet Geschäfte machen will, muss aufpassen wie ein Luchs. Denn das explosionsartige Wachstum des Online-Shoppings hat für Käufer und Verkäufer gleichermaßen viele Risiken geschaffen. Ein Mausklick an der falschen Stelle kann verheerende Folgen habe, wenn dadurch tatsächlich ein rechtsverbindlicher Kaufvertrag zustande kommt, obwohl der Internet-Nutzer das gar nicht wollte. Zur Lösung der Aufgabe 2 benötigen die Schülerinnen und Schüler das BGB. Die Grafik "Verlauf einer Auktion bei eBay" skizziert die wesentlichen Schritte einer Auktion. Im Rahmen der Aufgabe 2 wird lediglich der obere Teil der Grafik (oberhalb der gestrichelten Linie) bearbeitet. Bei den eBay-Auktionen handelt es sich im juristischen Sinn nicht um eine Auktion. Dennoch findet der Begriff bei eBay sowie im allgemeinen Sprachgebrauch Anwendung. In der Unterrichtseinheit wird der Begriff "eBay-Auktion" so verwendet wie er auf den Seiten von eBay definiert ist. Probleme bei der Willenserklärung Susanne M. durchstöbert mal wieder die Seiten von eBay auf der Suche nach dem ultimativen Schnäppchen. Sie hat hier schon jede Menge Sachen günstig ersteigert. Auch heute hat sie wieder Glück: Sie findet für ihren geplanten Campingurlaub eine Taschenlampe vom Markenhersteller zu sehr günstigen Konditionen. Die Gebote liegen erst bei 25 Euro. Da die Auktion in vier Stunden ausläuft, bietet Susanne gleich mit und gibt als nächstes Gebot 26 Euro ein. Doch kaum hat sie das Gebot abgegeben, geht das Telefon, so dass sie erst ein-mal unterbrechen muss. Als Susanne M. zwei Stunden später wieder bei eBay hereinschaut, traut sie ihren Augen nicht: Ihr Gebot wird im Internet nicht mit 26 Euro, sondern mit 260 Euro angezeigt. Ihr muss ein Tippfehler unterlaufen sein. Die Schülerinnen und Schüler sollen im Rahmen einer eingegrenzten Recherche auf den Seiten von eBay gezielt nach der Information suchen, ob es ein Recht auf Rückzug des Gebotes gibt. Im Gegensatz zu der Aufgabe 1, bei der die Antworten bereits relativ leicht über die AGBs zu beantworten waren, müssen die Schülerinnen und Schüler hier etwas intensiver suchen und sich daher auch näher mit den eBay-Regeln auseinander setzen. Grundsätzlich ist die Information über die Rücknahme eines Gebotes über die eBay-Hilfe zu erreichen. Die konkrete Linkfolge ist wie folgt: Themen > Kaufen > Artikel kaufen > Rücknahme eines Gebotes oder direkt über http://pages.ebay.de/help/buy/bid-retract.html Diese Aufgabe dient auch dazu, das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler über Rechtsgeschäfte im Internet zu stärken. Denn das Beispiel zeigt sehr deutlich, dass die schöne bunte Netzwelt kein Spielplatz ist. Über einen Mausklick oder durch Unaufmerksamkeit können sehr schnell verbindliche Kaufverträge entstehen. Daher lohnt es sich, immer die nötige Sorgfalt walten zu lassen und die Regeln eines Internetangebots zu studieren, bevor man dort tätig wird. Die Pflichten des Verkäufers Die Pflicht des Verkäufers aus dem Kaufvertrag ist es, die gekaufte Sache zu übergeben und dem Käufer das Eigentum an der Sache zu verschaffen. Doch wie wird im Rechtsleben Eigentum übertragen? Bei der Übertragung des Eigentums handelt es sich um einen neuen Vertrag, einen so genannten Übereignungsvertrag (§929 BGB). Auch der Übereignungsvertrag kommt durch Antrag und Annahme, also durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen zwischen dem bisherigen Eigentümer und dem neuen Eigentümer zustande. Nach der Einigung über die Übereignung muss der Verkäufer die Sache noch übergeben. Die Übergabe ist kein Vertrag, sondern tatsächliches Handeln. Bei der Übergabe hat der Käufer eine Mitwirkungspflicht. Bei dem Übereignungsvertrag handelt es sich um ein Verfügungsgeschäft. Die Pflichten des Käufers Auch die Bezahlung des Gegenstandes ist ein Verfügungsgeschäft. Die Beteiligten schließen einen Übereignungsvertrag über die Übereignung des Geldes gemäß § 929 BGB. Hier werden wieder Grafik und Lösungsgrafik benötigt. Im Rahmen der Aufgabe 4 wird der untere Teil der Grafik (unterhalb der gestrichelten Linie) bearbeitet. Leistungsstörungen als Pflichtverletzungen Immer wieder kommt es vor, dass Käufer oder Verkäufer ihren Pflichten aus dem Kaufvertrag nicht oder nicht vollständig nachkommen. Die Pflichtverletzungen können darin bestehen, dass die gekaufte Sache fehlerhaft ist (Sachmangel). die Sache nicht geliefert wird oder nicht rechtzeitig geliefert wird (Lieferverzug). der Käufer nicht zahlt oder die vereinbarte Zahlungsfrist überschritten wird (Zahlungsverzug). der Käufer seiner Mitwirkungspflicht bei der Annahme der Sache nicht nachkommt, also die Sache nicht annimmt oder nicht rechtzeitig annimmt (Annahmeverzug). Die eBay-Diskussionsforen sind voll mit Beispielen für Leistungsstörungen beim Kaufvertrag. Es wird für die Schülerinnen und Schüler kein Problem sein, für jede der vier Leistungsstörungen in den Diskussionsforen ein Beispiel ausfindig zu machen. Sollten sich wider Erwarten nicht zu allen Leistungsstörungen Beispiele finden lassen, können die unten angeführten fiktiven Beiträge verwendet werden: Beispiel für Lieferverzug ... ich habe den geforderten Betrag bereits überwiesen. Der Verkäufer liefert nicht und reagiert auch nicht auf meine E-Mails. Was kann ich jetzt tun? Ist mein Geld weg? ... Beispiel für Zahlungsverzug ... habe teures Spielzeug versteigert, aber der Höchstbietende überweist den Kaufpreis nicht ... Beispiel für Annahmeverzug ... habe den Artikel als versichertes Paket versendet und es gestern zurück erhalten mit der Angabe, dass es nicht zugestellt werden konnte. Was soll ich jetzt tun? ... Beispiel für Sachmangel ... habe einen Auspuff ersteigert, der in der Auktion als "neu" und "originalverpackt" beschrieben wurde. Als ich ihn jetzt erhielt, stellt sich heraus, dass schon jemand daran herumgebastelt hatte ... Leistungsstörungen am Beispiel des Sachmangels Der Sachmangel ist im § 434 BGB eindeutig definiert. Hat die Sache einen erheblichen Mangel, hat der Käufer das Recht, Nacherfüllung zu verlangen. Der Käufer kann also fordern, dass entweder der Mangel behoben wird oder eine mangelfreie Sache geschickt wird. Sollten dadurch zusätzliche Kosten, zum Beispiel Porto, entstehen, so sind diese vom Verkäufer zu tragen. Doch was ist, wenn der Verkäufer der die Forderung des Käufers zur Nacherfüllung innerhalb einer angemessenen Frist ignoriert oder gar ablehnt? In dem Fall kann der Käufer vom Vertrag zurück treten oder Preisminderung verlangen. Der Käufer kann auch Schadensersatz verlangen sowie den Ersatz vergeblicher Aufwendungen. In der Regel erhalten die Hilfe suchenden Personen in den eBay-Diskussionforen auch qualifizierte (und juristisch einwandfreie) Tipps von erfahrenen Usern. Allerdings finden sich auch immer wieder unqualifizierte Beiträge in den Foren. Die Schülerinnen und Schüler sollen diese unqualifizierten Beiträge herausfiltern, indem sie die Tipps der User mit der Gesetzeslage abgleichen. In zweifelhaften Fällen können die Schüler auf der folgenden Seite nachschauen. http://www.auktionen-faq.de Hier sind für alle regelmäßig auftretenden Probleme bei Online-Auktionen die rechtlich einwandfreien Schritte in verständlicher Sprache aufgeführt. Grafik bei ebay-Kaufvertrag Sehr geehrte Damen und Herren, zunächst einmal vielen Dank für Ihre umfangreichen und meist gut verwendbaren Materialien. Bezüglich der Grafik beim ebay-Kaufvertrag glaube ich aber, dass die Darstellung rechtlich falsch ist. Laut § 10 AGB von ebay macht der Verkäufer den Antrag und die Gebote der Käufer sind Annahmeerklärungen. Ebenso urteilen die Gerichte. MfG Margit Hausmanninger Materialien Super Unterrichtsmaterial, bestens aufbereitet. Ing. Mag. Walter Eberl, M.S.

  • Wirtschaftslehre
  • Sekundarstufe II

Einführung in E-Commerce

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit bietet eine Einführung in das Thema E-Commerce. E-Procurement, E-Mall und Power-Shopping - diese Begriffe aus der Welt des E-Commerce finden zunehmend Eingang in die Betriebswirtschaftslehre. E-Commerce-Aspekte tangieren nahezu alle Fragestellungen des Unterrichts in Betriebswirtschaftslehre und Informationswirtschaft und sind als Unterrichtsthema in kaufmännischen Bildungsgängen heute unverzichtbar.Vielfach ist bei Schülerinnen und Schülern ein hohes Interesse zu erkennen, sich mit diesen Inhalten zu beschäftigen, jedoch mangelt es vielfach an fundierten Kenntnissen und kritischer Distanz. In dieser Unterrichtsreihe wird systematisch die notwendige Terminologie erarbeitet, das Beziehungsgefüge der Akteure im E-Commerce untersucht und exemplarisch das Anwendungsspektrum betrachtet. Die Reihe liefert die Basis für ein strukturiertes weiteres Arbeiten mit Schülerinnen und Schülern, wobei bildungsgangspezifische Ausrichtungen offen bleiben.Die Reihe ist für circa drei Doppelstunden angelegt. Dieser Beitrag umfasst Kommentare zu den einzelnen Unterrichtssequenzen und entsprechende Arbeitsblätter. Diese Reihe eignet sich mit Modifikationen für alle Schülerinnen und Schüler eines kaufmännischen Berufskollegs, da man sie jedem Niveau anpassen kann. Die Vorbereitungszeit für die Lehrerin oder den Lehrer ist gering (sofern er/sie sachkundig ist). Falls Sie sich in die Thematik selbst einarbeiten müssen, reicht es zunächst, wenn Sie selbst die Arbeitsschritte auf den Arbeitsblättern nachvollziehen.Die Schülerinnen und Schüler sollen durch eigene Internetrecherche ihre bisherigen Ansichten zu E-Commerce erweitern erkennen, dass Informationsrecherchen gemeinsame Vereinbarungen (Definitionen) ermöglichen und Diskussionen erleichtern erkennen, welche Motive Institutionen haben können, im Internet Informationen über E-Commerce zu publizieren die beteiligten Akteure in E-Commerce-Prozessen identifizieren und deren Interessen nachvollziehen können Anwendungen des E-Commerce abzuleiten und beschreiben zu können das Beziehungsgeflecht der Akteure in einer Beziehungsmatrix darstellen, um daraus typische Anwendungen des E-Commerce ableiten und beschreiben zu können erkennen, dass Geschäftsmodelle im E-Commerce nicht zwingend in Konkurrenz zu klassischen Geschäftsmodellen stehen, sondern diese zum Teil ergänzen können berufliche Bezüge herstellen, um sich zum Beispiel Anforderungen an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorzustellen Arbeitsschritt I Das Arbeitsblatt 1 soll helfen, den Schülern und Schülerinnen die Dimensionen von E-Commerce zu verdeutlichen. Ausgangspunkte sind ihre individuellen und intuitiven, z. T. unscharfen Vorstellungen von E-Commerce. Ein lockerer Gedankenaustausch zwischen ihnen soll dazu führen, ihre eigenen Ansichten und Auffassungen zum Thema zu sammeln und stichwortartig zu fixieren. Hier bringen sie ihr vermutlich unstrukturiertes und unreflektiertes Vorwissen ein, das nach Durchlaufen der nachfolgenden Unterrichtsphasen zu strukturierten Erkenntnissen führen soll. Die Kartenabfrage eignet sich hier besonders, um zu möglichst vielen Sichtweisen zu kommen. Die gesammelten Karten (an Pinnwand oder Tafel) können von den Schülern und Schülerinnen (gemeinsam mit dem Lehrer/der Lehrerin) in thematischen Clustern geordnet werden, woraus erste Definitionsversuche (Arbeitsdefinitionen) abgeleitet und festgehalten werden können. Ergebnis I Die Schüler und Schülerinnen haben eine oder mehrere Definitionen zu E-Commerce formuliert, die ausschließlich durch ihre eigenen Überlegungen entstanden sind. Tipp: Es ist damit zu rechnen, dass die Schüler und Schülerinnen an dieser Stelle E-Commerce lediglich als Prozess des virtuellen Einkaufs aus der Perspektive des Endverbrauchers definieren (Einkauf bei einem Online-Shop). Betriebswirtschaftliche Überlegungen aus der Sicht von Unternehmen, die E-Commerce betreiben, sind hier in der Regel nicht zu erwarten. Die Lehrkraft sollte hier abwarten und nicht intervenieren. In den nächsten Arbeitsschritten werden die Schüler und Schülerinnen schon erkennen, dass in E-Commerce-Prozesse auch andere Akteuere involviert sein können. Arbeitsschritt II In dieser Phase nutzen die Schüler und Schülerinnen das Internet als Informationsquelle. Über eine gezielte Internetrecherche finden sie zusätzliche Informationen zum Thema und nutzen sie. Diese Datenbasis wird aufbereitet und verdichtet, so dass am Ende der Doppelstunde die Klasse eine fachlich korrekte Erklärung für die Dimensionen, und einige typische Anwendungen von E-Commerce verfügbar hat. Die Antwort auf die Frage "Wer steht hinter dieser Web-Site?" soll dazu beitragen, die Validität der gefundenen Informationen zu bewerten. Der Lehrer/die Lehrerin sollte hierzu den Impuls geben, darüber nachzudenken, welche Interessen die Organisation durch das Betreiben der Website verfolgt. Die aufbereiteten Informationen (Definitionen und Stichworte zu E-Commerce) sind zu sammeln und ggf. zu diskutieren. Eine erweiterte Definition ist durch die Schüler und Schülerinnen zu formulieren, die als Arbeitsbasis für die folgenden Stunden genutzt werden kann (hierbei muss der Lehrer/die Lehrerin ggf. helfend intervenieren). Der Informationszugewinn für die Schüler und Schülerinnen, der durch die Recherche gewonnen wurde, ist durch einen Vergleich mit den Ergebnissen aus Arbeitsschritt 1 herauszustellen ("Unsere Definition wird immer präziser!"), um die Recherche zu bewerten (zu rechtfertigen). Insbesondere sollen hier aber auch (auf Basis der gesammelten Stichworte) die Akteure sowie typische Prozesse und Anwendungen im E-Commerce erkennbar werden. Ergebnis II Zum Stundenende wird eine möglichst weitgehende aber verständliche Definition für E-Commerce als Basis für künftiges Arbeiten vereinbart. Die Schüler und Schülerinnen erkennen durch diese Definition die verschiedenen Dimensionen des E-Commerce und kennen im Ansatz einige E-Commerce-Prozesse sowie die daran beteiligten Akteure. Die Schüler und Schülerinnen haben erkannt, dass durch zusätzliche Informationen (Internetrecherche) die Sichtweisen auf Phänomene vermehrt werden kann und dass gemeinsame begriffliche Strukturen zur Diskussion erforderlich sind. Wichtig: Die Pinnwand mit den gesammelten Ergebnissen sollte auch in den folgenden Stunden verfügbar sein! Arbeitsschritt III Die in der letzten Doppelstunde gewonnenen Erkenntnisse der Schüler und Schülerinnen werden in dieser Phase wiederholt, strukturiert und verdichtet. Hierzu ist Arbeitsblatt 2 zu verteilen. Dieses Arbeitsblatt dient der Sicherung des letzten Unterrichtsergebnisses und kann als künftige Arbeitsbasis verwendet werden. Nun haben die Schüler und Schülerinnen den Auftrag, herauszuarbeiten, welche Akteure beim E-Commerce beteiligt sind. Entscheidend ist hier, herauszustellen, dass bei E-Commerce-Prozessen immer zwei Akteure beteiligt sind. Diese Akteure können Endverbraucher (C=Customer) sein (intuitive Sichtweise, die zu Beginn der letzten Doppelstunde von den Schülern vertreten wurde) als auch Unternehmen (B=Business) und Institutionen der öffentlichen Verwaltung bzw. staatliche Organisationen (G=Government). Je nach Initiierung und Ablauf des E-Commerce-Prozesses können somit in einer Beziehungsmatrix die Akteure strukturiert werden. Diese Beziehungen bilden die Teilbereiche des E-Commerce. Somit kann z. B. ein E-Commerce-Prozess zwischen Unternehmen als B-to-B- (B2B-) Beziehung bezeichnet werden, analog B2C, B2G usw. (Vgl. Übersicht 1) Die Beziehungsmatrix wird als Arbeitsblatt ausgegeben und inhaltlich mit Erläuterungen und Beispielen gefüllt. Ergebnis III Die Schüler und Schülerinnen sind in der Lage, eindeutig Akteure des E-Commerce zu identifizieren und Beziehungen zwischen den Akteuren herzustellen. Sie ordnen die Beziehungen der gängigen Terminologie des E-Commerce zu und können typische Beispiele erläutern. Sie erkennen (zumindest in Ansätzen) das Potential von E-Commerce und sind fähig, Auswirkungen von E-Commerce aus der Sicht der jeweiligen Akteure zu skizzieren. Arbeitsschritt IV In dieser Stunde geht es darum, die Vielfalt der Geschäftsprozesse im E-Commerce aufzuzeigen. Es sollen typische Geschäftsmodelle in ihren prinzipiellen Strukturen erarbeitet werden und aus den Perspektiven der beteiligten Akteure hinsichtlich ihrer betriebswirtschaftlichen Bedeutung ansatzweise reflektiert werden. Hierzu sind alternative Wege denkbar. Z. B. könnte aus den bisherigen Arbeitsergebnissen eine Tabelle von Geschäftsmodellen abgeleitet werden. Hierzu sind aus dem Internet entsprechende Definitionen bzw. Erläuterungen und Beispiele zu recherchieren und in einer Übersicht (Arbeitsblatt 3) zu sammeln (ggf. arbeitsteilig). Als Quelle eignen sich z. B. www.www-kurs.de (hier "Glossar" aufrufen), www.ecin.de (Diese Seite ist den Schülern bereits aus der vorletzten Doppelstunde bekannt, hier "E-Know-how" aufrufen). Möglich ist auch, die Tabelle (Arbeitsblatt 3 bzw. Übersicht 2) vorzugeben und die Schüler und Schülerinnen arbeitsteilig eine betriebswirtschaftliche Würdigung der Geschäftsmodelle anfertigen zu lassen (Arbeitsauftrag: Versetzen Sie sich in die Lage der beteiligten Akteure und beurteilen Sie unter betriebwirtschaftlicher Perspektive Vor- und Nachteile sowie Kosten- und Nutzenpotentiale der Geschäftsmodelle!) Ergebnis IV Die Schüler und Schülerinnen sind in der Lage, typische Geschäftsmodelle des E-Commerce zu beschreiben (vgl. Arbeitsblatt 4) und die Interessen der beteiligten Akteure einzuschätzen. Sie erkennen, dass E-Commerce letztlich keine grundsätzlich neuen Geschäftsprozesse beinhaltet, sondern häufig konventionelle Geschäftsprozesse unter Nutzung der Infrastruktur des Internets modifizieren. Im Nachfolgenden sehen Sie in Auszügen die Arbeitsaufgaben für die Schülerinnen und Schüler. Wer zum ersten Mal den Begriff Electronic Commerce hört, verbindet damit bestimmte individuelle Vorstellungen. Auch Sie haben diesen Begriff sicher schon einmal gehört oder gelesen. Wir möchten heute herausarbeiten, was eigentlich E-Commerce genau ist und welche konkrete Bedeutung E-Commerce für uns bzw. für Unternehmen hat. Hierzu führen wir eine Kartenabfrage durch, um möglichst umfassende Ergebnisse zu erhalten. Machen Sie sich Gedanken über Ihre persönliche Vorstellung von E-Commerce und diskutieren Sie ca. 5 Minuten mit Ihrem Nachbarn (Partner) darüber. Schreiben Sie auf den ausgeteilten Karten jeweils ein Stichwort, das Sie spontan mit E-Commerce in Verbindung bringen und heften Sie die Karten an die Pinnwand. Studieren Sie gemeinsam die gesammelten Stichworte und leiten Sie daraus eine eigene Definition für E-Commerce ab. Arbeiten Sie gemeinsam mit Ihrem Partner. Ihre Definition sollte höchstens aus zwei Sätzen bestehen. Notieren Sie Ihre Definition auf einem gesonderten Blatt. E-Commerce ist bereits fester Bestandteil der betrieblichen Realität. Deshalb gibt es verschiedene Organisationen, die zu diesem Thema Informationen liefern. Aufgaben: Rufen Sie folgende Websites auf: Notieren Sie, welche Organisation hinter den Web-Sites steht. Suchen Sie in den Seiten nach verständlichen Definitionen von E-Commerce und Beispielen für E-Commerce-Prozesse und notieren Sie diese Definitionen und Beispiele (markieren und ausdrucken, Quelle angeben!). Führen Sie nun eine kurze Recherche mit einer Suchmaschine durch, geben Sie als Suchbegriffe ein: "e-commerce, definition" und dokumentieren Sie Ihr Ergebnis. Die Aktivitäten des E-Commerce sind, wie wir herausgefunden haben, höchst unterschiedlich und sehr vielschichtig. Um einen Überblick zu erhalten, ist eine Gliederung sinnvoll. Aufgabe: Durchforschen Sie die Stichwortsammlung und arbeiten Sie heraus, wer (Personen, Institutionen, Organisationen, Unternehmen) an den jeweiligen E-Commerce-Prozessen (E-Commerce-Anwendungen, -Nutzungen o. ä.) beteiligt ist. Wenn wir die bekannten E-Commerce-Prozesse nach den Beteiligten untersuchen, erkennen wir, dass bei allen E-Commerce-Prozessen mindestens zwei Akteure vorhanden sind. Aufgabe: Ordnen Sie die gesammelten E-Commerce-Anwendungen folgenden Akteuren zu: Unternehmen Endverbraucher, Bürger Behörden und staatliche Einrichtungen

  • Wirtschaftslehre
  • Sekundarstufe II

Online-Buchhandel

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit zum Thema Online-Buchhandel beschäftigt sich mit dem starken Konkurrenzdruck im Handel, der von einer Einkaufsstätte eine ausgeprägte Kundenorientierung verlangt. Je individueller Marketingmaßnahmen auf den Kunden zugeschnitten sind, desto größer ist die Chance durch gezielte Maßnahmen den Kunden in seinen konkreten Wünschen anzusprechen und sein Kaufverhalten zu beeinflussen.Das Internet ermöglicht es, den Informationsfluss zwischen Handel und Kunde in beide Richtungen zu individualisieren. Aufgrund der technischen Gegebenheiten des Internet können nicht nur Präferenzen und Kaufgewohnheiten des Kunden aufgezeichnet werden, sondern der Kunde kann auch individuell angesprochen und sein Kaufverhalten durch gezielte Information/ Werbung beeinflusst werden. Um dieses Thema geht es in der hier vorgestellten Unterrichtsreihe. Problematisierung Kundenorientierung ist erst möglich, wenn die Einkaufsstätte etwas über die Kaufgewohnheiten, Wünsche und Kundenpräferenzen weiß. Kundenindividuelles Marketing Anhand eines Schaubildes werden unterschiedliche Marketingformen erarbeitet. Die gelenkte Internetrecherche dient dazu, Begriff, Funktionsweise und die Rolle des Internet beim kundenindividuellen Marketing herauszuarbeiten. Beispiel Amazon Im Anschluss soll der Online-Shop Amazon im Hinblick auf dessen Instrumente für kundenindividuelles Marketing analysiert werden. Exkurs In einer Zusatzaufgabe beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Frage, warum Amazon so erfolgreich ist. Online versus Offline Schließlich werden traditioneller Buchhandel und Online-Buchhandel gegenüber gestellt. Die Schülerinnen und Schüler sollen den Einfluss des Internets auf Vertriebswege und Marketingkonzeptionen kennen lernen. die Informationsbeziehung zwischen Handel und Verbraucher erarbeiten. den Begriff und die Bedeutung eines kundenindividuellen Marketings (One-to-one-Marketing) erarbeiten. die konkreten Möglichkeiten des E-Commerce für die Gestaltung kundenindividuellen Marketings erkennen. Informationsfluss zwischen Handel und Kunde Der starke Konkurrenzdruck im Handel verlangt von einer Einkaufsstätte eine ausgeprägte Kundenorientierung. Diese ist aber erst dann möglich, wenn der Verkäufer etwas über die Kaufgewohnheiten, Wünsche und Kundenpräferenzen weiß. Auch muss sie wissen, wie sie den Kunden eventuell beeinflussen kann, um werbende Maßnahmen überhaupt sinnvoll planen zu können. Für eine Einkaufsstätte im traditionellen Handel ist es mitunter jedoch gar nicht leicht, an diese Informationen über den Kunden zu kommen. Im traditionellen Handel gibt es daher oft ein Informationsproblem zwischen Handel und Verbraucher, das eine individuelle Kundenansprache und -orientierung erschwert. Darstellung im Rollenspiel Diese Ausgangsproblematik sollte den Schülerinnen und Schülern zu Beginn der Unterrichtseinheit nahe gebracht werden. Möglich wäre hier der Einstieg über ein Rollenspiel, in dem eine typische Situation aus dem traditionellen Handel nachgespielt wird, in der der Informationsfluss zwischen Handel und Verbraucher nur schleppend verläuft. Das Informationsproblem zwischen Handel und Verbraucher könnte im Anschluss an das Rollenspiel anhand des Schaubildes noch einmal in allgemeiner Form dargestellt werden. Informationsfluss - Marketing ist nicht gleich Marketing Je individueller Marketingmaßnahmen auf den Kunden zugeschnitten sind, desto geringer ist das im Rollenspiel erarbeitete Informationsdefizit und desto größer ist die Chance, durch gezielte Maßnahmen den Kunden in seinen konkreten Wünschen anzusprechen und sein Kaufverhalten zu beeinflussen. Um das Informationsdefizit abzubauen, müssen Informationen über die Kunden gesammelt und ausgewertet werden. Das Internet bietet hier gegenüber dem traditionellen Handel einige zusätzliche Möglichkeiten, die die Schüler und Schülerinnen anhand einer gelenkten Internetrecherche erarbeiten sollen. Das Internet ermöglicht es, den Informationsfluss zwischen Handel und Kunde in beide Richtungen zu individualisieren. Aufgrund der technischen Gegebenheiten des Internets können nicht nur Präferenzen und Kaufgewohnheiten des Kunden aufgezeichnet werden, sondern der Kunde kann auch individuell angesprochen und sein Kaufverhalten durch gezielte Information oder Werbung beeinflusst werden. Schaubild und Internetrecherche Anhand eines Schaubildes und einer gelenkten Internetrecherche sollen diese Schritte erarbeitet werden. Schaubild Zur Arbeit mit der Grafik empfiehlt es sich, die Unterschiede der genannten Marketingformen anhand von konkreten Beispielen zu verdeutlichen und dabei zu erörtern, inwieweit die jeweilige Form das in der Ausgangslage aufgeworfene Informationsproblem zwischen Handel und Verbraucher verringern kann. Beispiele Undifferenziertes Massenmarketing entspräche beispielsweise einer Postwurfsendung an alle Haushalte. Differenziertes Massenmarketing besteht zum Beispiel in Postwurfsendungen an Haushalte, die bestimmte Kriterien erfüllen, beispielsweise an alle Haushalte mit Kindern. Segmentorientiertes Marketing: Wenn zum Beispiel das Marktsegment der Jugendlichen zwischen 12 und 16 angesprochen werden soll, wäre eine Anzeige in einer Zeitschrift wie Bravo ein Beispiel für segmentorientiertes Marketing. Nischenorientiertes Marketing wäre dann der Fall, wenn in einem bestimmten Szene-Magazin eine Anzeige geschaltet würde, um speziell in der Szene Werbung zu machen. Kundenindividuelles Marketing ist die direkte Ansprache eines einzelnen Kunden, in der auf seine Vorlieben und Wünsche eingegangen wird. One-to-One-Marketing Gelenkte Internetrecherche Anhand von zwei Internetquellen sollen Begriff, Funktionsweise und die Rolle des Internets beim kundenindividuellen Marketing herausgearbeitet werden. Dabei taucht immer wieder ein Synonym für kundenindividuelles Marketing auf "One-to-One-Marketing". Dieser Begriff sollte, wenn er nicht sofort von den Schülerinnen und Schülern adaptiert wird, geklärt werden. Die ersten beiden Quellen sind relativ kurz und prägnant, während die dritte Quelle sehr anschaulich geschrieben, dafür aber auch sehr ausführlich ist. Alle wichtigen Informationen für die Unterrichtseinheit finden sich jedoch im ersten Drittel der Quelle. Im Anschluss an die Auswertung der Quellen kann ein kleiner Exkurs zur Schulung der Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler gemacht werden, indem sie sich kritisch mit Autoren und Anbietern der jeweiligen Internetquellen auseinandersetzen. Amazons Instrumente für kundenindividuelles Marketing Der dritte Lernschritt beinhaltet die Analyse des Online-Shops Amazon.de im Hinblick auf dessen Instrumente für kundenindividuelles Marketing. Amazon.de ist der deutsche Ableger des weltweiten Online-Shops Amazon. Amazon wurde ursprünglich als reiner Online-Versand für Bücher, Videos und Musik gegründet. Innerhalb kürzester Zeit ist Amazon zum weltgrößten Online-Shop avanciert. Ein explosionsartiges Wachstum hat mittlerweile zu weltweit über 25 Millionen Kunden geführt. Die Profitabilität dieses Systems ließ jedoch lange auf sich warten. Den ersten operativen Gewinn erwirtschaftete Amazon im 4. Quartal 2001. Analyse der einzelnen Funktionen Amazon gilt als der Vorreiter bei der Nutzung der technischen Möglichkeiten des Internet für kundenindividuelles Marketing. Als Beispiele seien hier Rezensionen, persönliche Kaufvorschläge oder der Wunschzettel genannt. Sämtliche Funktionen, die auch von den Schülerinnen und Schülern untersucht werden sollen, dienen auf unterschiedliche Weise der Stärkung der Kundenzufriedenheit und eröffnen Möglichkeiten, den Kunden individuell anzusprechen, Cross-Selling-Potenziale zu fördern und den Informationsaustausch zwischen Unternehmen und Kunden zu verbessern. Damit hat sich Amazon sehr konsequent mit allen Geschäftsprozessen auf die Wünsche und Gewohnheiten seiner Kunden ausgerichtet. Eine Tabelle (siehe Download) dient den Schülerinnen und Schülern zur Strukturierung ihrer Analyse, mit welchen Instrumenten Amazon kundenindividuelles Marketing betreibt. Warum ist gerade Amazon so erfolgreich? E-Commerce-Systeme wie zum Beispiel Amazon bieten aufgrund ihrer technischen Möglichkeiten Ansatzpunkte für eine Verringerung des Informationsproblems zwischen Handel und Verbraucher. Doch nicht alle Online-Shops nutzen die technischen Möglichkeiten des Internets in der gleichen Weise wie Amazon. Die Online-Buchshops, die es auf einen relativ großen Bekanntheitsgrad gebracht haben, werden auch diejenigen Anbieter sein, die ähnlich wie Amazon eine hohe Kundenorientierung und Individualisierung anbieten. Einige wenige Anbieter werden die Schülerinnen und Schüler aus dem Gedächtnis nennen können. Es gibt jedoch noch eine Vielzahl weiterer Anbieter im Internet. Die Namen von mindestens zehn Anbietern sollen im Wege einer freien Recherche herausgefunden werden und verglichen werden, inwieweit hier die technischen Möglichkeiten des Internets für kundenindividuelles Marketing ausgeschöpft werden. Recherche im Internet Die Schülerinnen und Schüler können über eine Volltext-Suchmaschine wie Google oder Altavista oder über eine katalogbasierte Suchmaschine wie Yahoo oder Web.de nach entsprechenden Angeboten im Internet suchen. Vielleicht wählen die Schülerinnen und Schüler auch einen dritten Weg. Experimentieren und Ausprobieren unterschiedlicher Wege durch das Internet sollte bei dieser überschaubaren Aufgabe im Vordergrund stehen. Es bietet sich hier an, Schnelligkeit zu belohnen, zum Beispiel indem man diese Aufgabe in Form eines Wettbewerbs gestaltet, um ein zielgerichtetes Vorgehen zu fördern. Unterschiedliche Kundenbedürfnisse Im Anschluss an die Analyse des kundenindividuellen Marketings im E-Commerce sollten die Schülerinnen und Schüler die Beziehung zwischen Online- und Offline-Handel kritisch reflektieren, denn der traditionelle Buchhandel ist natürlich nicht tot. Im Gegenteil, für viele Menschen bietet der traditionelle Buchladen um die Ecke einige bedeutende Vorteile. Die persönliche Beratung durch einen Menschen ist für viele Kunden immer noch befriedigender als eine noch so gute virtuelle Präsentation. Noch bedeutender mag die Tatsache sein, dass man ein Buch im Buchhandel auch tatsächlich in die Hand nehmen kann. Durch die Einrichtung von Leseecken oder Literaturtreffs bzw. -cafés kann der Buchhandel diesen Aspekt noch zusätzlich unterstreichen. Um sich gegenüber der Online-Konkurrenz zu behaupten, könnte der traditionelle Buchhandel eine Art kulturelle Strategie verfolgen, indem er die kulturellen Bedürfnisse der Kunden anspricht, z. B. durch Themenabende, Autorenlesungen, Fachvorträge und Buchbesprechungen. Auf diese Weise könnte er den Erlebniswert eines Buchkaufes oder von Literatur insgesamt erhöhen. Statt Entweder-oder ein Sowohl-als-auch Kundenindividuelle Ansprache könnte der traditionelle Buchhandel durch Informationsterminals und die Einrichtung von Online-Diensten erreichen. Insofern geht es bei dem Vergleich zwischen Online-Buchhandel und traditionellem Buchhandel nicht um ein Entweder-oder, sondern um ein Sowohl-als-auch. Jede der beiden Formen bietet verschiedene Vor- und Nachteile. Die Kooperation, die der Online-Anbieter Buch.de jüngst mit der Buchhandelskette Thalia/Phönix eingegangen ist, deutet darauf hin, dass sich beide Vertriebsformen langfristig ergänzen werden.

  • Wirtschaftslehre
  • Sekundarstufe II

Grundsätze der Warenvorlage

Unterrichtseinheit

Die Warenvorlage ist ein entscheidender Moment des Verkaufsgesprächs, in dem es wichtige Grundsätze zu beachten gilt. Die Unterrichtseinheit ermöglicht die Einübung in Rollenspielen, deren Videoaufzeichnung im Anschluss analysiert wird.Für Auszubildende im Einzelhandel sind der Kundenkontakt und die Warenvorlage ein wichtiges Element der täglichen Arbeit. Zur Unterstützung ihrer betrieblichen Praxis sollen die theoretischen Grundlagen in Übungen umgesetzt und vertiefend analysiert werden. Die Warenvorlage bildet zusammen mit der Verkaufsargumentation den Mittelpunkt eines Verkaufsgesprächs. Dabei gilt es acht Grundsätze zu beachten, wozu zunächst die Wahl des richtigen Präsentationszeitpunktes und die Vorlage des richtigen Artikels zählen. Die Verkäuferinnen und Verkäufer müssen dazu die Kundenansprüche mit den Wareneigenschaften abwägen, um einen ansprechenden Sortimentsquerschnitt mit Vergleichsmöglichkeiten vorzulegen, ohne dabei mit einer zu hohen Anzahl an Artikeln zu überfordern. Eine Grundregel nennt die Vorlage von drei Artikeln als diesbezüglich angemessen, wobei der sachgemäße Umgang mit der Ware zu beachten ist. Zur häufig schwierigen Ermittlung der richtigen Preislage wird empfohlen, mit der mittleren Preislage zu beginnen und die Warenvorlage entsprechend der Kundenreaktionen zu verändern. Weitere wichtige Prinzipien beziehen sich darauf, möglichst viele Sinne des Kunden anzusprechen und eine sinnvolle Warenergänzung anzubieten. Der letzte Grundsatz gibt vor - zum Zwecke der Kundenbindung - mit betriebseigenen Serviceleistungen zu werben.Im Rahmen der zeitlichen Begrenzung auf eine Doppelstunde findet eine Reduktion auf vier Grundsätze statt: Die angemessene Anzahl der Waren, die richtige Preislage, die sinnesbezogene Warenvorlage und Perspektiven für weitere Verkäufe sollen dabei im Mittelpunkt stehen. Die weiteren Grundsätze können in den Folgestunden mit identischer Methodik und Medienwahl erarbeitet werden. Die Unterrichtstunde wird in einem Verkaufsraum stattfinden, der den Umgang mit realen Waren anbietet. Die Schülerinnen und Schüler führen die Rollenspiele in der "Verkaufsecke" vor, um das Prinzip der Exemplarität zu erfüllen. Unterrichtsablauf und Einsatz der Materialien Auf dieser Unterseite finden Sie Details zum Unterricht und dem Einsatz der Arbeitsmaterialien. Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre Kenntnisse über die einzelnen Phasen des Verkaufsgesprächs erweitern, indem sie die Warenvorlage szenisch darstellen. die beschriebenen Grundsätze in der Analyse der Videosequenzen erarbeiten und die beobachteten Grundsätze der Warenvorlage anwenden. in der Vorbereitung, Aufnahme und Wiedergabe den sachgemäßen Umgang mit digitaler Bildaufzeichnung üben. Thema Grundsätze der Warenvorlage Autor Perihan Selek Fach Kundenkommunikation und -services Zielgruppe Auszubildende: Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel, Verkäufer Zeitumfang eine Doppelstunde Technische Voraussetzungen Camcorder, Stativ, Beamer Im problemorientierten Einstiegsfall können die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass die Verkäuferin während der Warenvorlage die Kundin mit zu vielen Waren überfordert. Daraus ergibt sich die Einstiegsfrage: Wie viele Waren sollte man dem Kunden vorlegen? Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten in verschiedenen Gruppen Rollenspiele, die sie dann vor der Kamera aufführen. Die Rollenverteilung wird ihnen freigestellt. Die Partnergruppen 1A und 1B werden sich in ihren Rollenspielen auf die gleichen Grundsätze beziehen, legen dazu aber unterschiedliche Waren vor. Die Partnergruppen 2A und 2B gehen auf zwei andere Grundsätze ein und wenden diese anhand von verschiedenen Waren an. Jeder Lernende übernimmt eine Aufgabe: Regie, Kamera, Verkauf, Kundschaft oder Technik. Während der Aufnahme eines Rollenspiels haben die anderen Gruppen einen Beobachtungsauftrag. Die jeweils etwa 3-minütigen Rollenspiele arbeiten mit konkreten Rollenkarten, um die Akteure auf das Wesentliche der Gesprächssituation vorzubereiten. Anschließend werden mindestens zwei der aufgenommenen Rollenspiele über den Beamer gezeigt und bezüglich der Warenvorlage analysiert. Die Partnergruppe fungiert als Kontrollgruppe, die anderen beiden Gruppen versuchen aus dieser Videosequenz die zwei Grundsätze der Warenvorlage abzuleiten. Ein zweites Beobachten der Rollenspiele - während der Präsentation als Videosequenz - ermöglicht den Schülerinnen und Schülern die Grundsätze besser zu erkennen und diese zu internalisieren. Dies begründet den Mehrwert des Medieneinsatzes. Daraus werden fragend-entwickelnd vier Grundsätze der Warenvorlage abgeleitet und an der Tafel gesichert. Am Ende der Stunde wird auf den Einstiegsfall zurückgegriffen und eine Lösung des Problems erarbeitet.

  • Wirtschaftslehre
  • Sekundarstufe II

Einkauf: Mangelhafte Lieferung

Unterrichtseinheit

Im Rahmen der Ausbildung zur Industriekauffrau / zum Industriekaufmann werden die Schülerinnen und Schüler in der Abteilung Einkauf eingesetzt. Hier werden sie auch mit Erfüllungsstörungen des Kaufvertrags konfrontiert.Nach einer mangelhaften Lieferung sollen sie sich als Auszubildende um die Wahrung der Rechte des Käufers kümmern und anschließend den betrieblichen Handlungsprozess dokumentieren. Die Erarbeitung einer internen Prozessdokumentation "Mangelhafte Lieferung" mittels MS Project ermöglicht eine einfache und schnelle Visualisierung des Handlungsprozesses. Die gewählte Form hat einen hohen Praxisbezug, da Prozessdokumentationen aufgrund der Komplexität und der Notwendigkeit zur Weiterentwicklung beziehungsweise Änderung häufig nur elektronisch zur Verfügung stehen.Die hier vorgestellte Unterrichtseinheit ist in folgenden Kontext eingebunden: Einführung in rechtliche Grundlagen des Einkaufsprozesses Erarbeitung von Rechten des Käufers sowie Handlungsprozessen bei der Erfüllungsstörung "Mangelhafte Lieferung" anhand einer Problemsituation und Umsetzung in eine innerbetriebliche Prozessdokumentation mittels MS Project Vertiefung der Erfüllungsstörung "Mangelhafte Lieferung", insbesondere Verjährungsfristen Erarbeitung von Handlungsprozessen bei der Erfüllungsstörung "Nichteinhaltung des Liefertermins" Erarbeitung von Handlungsprozessen bei der Erfüllungsstörung "Nicht-Rechtzeitig-Zahlung" Didaktische Entscheidungen und Reduzierungen Der Unterrichtseinstieg erfolgt exemplarisch anhand einer Fallsituation, welche das Interesse weckt und in die Thematik einführt. Die Fälle sind bewusst so konstruiert, dass die Erarbeitung auf Grundlage von drei verschiedenen Mängelarten getroffen wird. Die Schülerinnen und Schüler kennen die Mängelarten der mangelhaften Lieferung. kennen die vorrangigen und nachrangigen Rechte des Käufers bei Mängeln laut BGB. verbessern die Fähigkeit, Gesetzestexte zu lesen und zu interpretieren. können die Erfüllungsstörung "mangelhafte Lieferung" in den gesamten Handlungsprozess "Erledigung eines Kundenauftrages" einordnen. lernen Handlungsprozesse im Fall einer "mangelhaften Lieferung" kennen. lernen MS Project als Instrument zur Prozessdokumentation und Visualisierung kennen. erkennen weitere Einsatzmöglichkeiten von MS Project. Einstieg - Problemsituation In der Rolle eines Auszubildenden in der Einkaufsabteilung eines Möbelunternehmens werden die Schülerinnen und Schüler mit einer mangelhaften Lieferung konfrontiert. Erarbeitung In der Partnerarbeit erarbeiten die Schülerinnen und Schüler selbstständig die Mängelarten und die Rechte des Käufers. Aufgrund der Komplexität des Themas und der Schwierigkeiten der Schülerinnen und Schüler beim Verständnis der entsprechenden Gesetze werden die Gesetzestexte nur auszugsweise als Informationsgrundlage zur Verfügung gestellt. Die Partnerarbeit dient als zusätzliche Hilfestellung beim Verständnis der Gesetzestexte. Überleitung - Anbindung an Beschaffungsprozesse Die anschließende Anwendung der erworbenen Kenntnisse auf die Fallsituation fördert die Entscheidungskompetenz der Schülerinnen und Schüler. Auf eine Erarbeitung einer in diesem Zusammenhang notwendigen Entscheidungsmatrix (unter Berücksichtigung von betriebswirtschaftlichen Auswirkungen) wird aus Zeit- und Komplexitätsgründen verzichtet. Stattdessen liegt der Schwerpunkt auf der inhaltlichen Anbindung an die bereits erarbeiteten Beschaffungsprozesse, so dass die Erfüllungsstörung "mangelhafte Lieferung" kurz in den Gesamtzusammenhang gestellt wird. Interne Prozessdokumentation mit MS Project Die Erarbeitung einer internen Prozessdokumentation "Mangelhafte Lieferung" hat exemplarischen Charakter. Die Umsetzung mittels MS Project ermöglicht eine einfache und schnelle Visualisierung des Handlungsprozesses und stellt in dieser Hinsicht einen Vorteil gegenüber einer schriftlichen Lösung dar. Die gewählte Form hat aber auch einen höheren Praxisbezug, da Prozessdokumentationen aufgrund der Komplexität und der Notwendigkeit zur Weiterentwicklung beziehungsweise Änderung häufig nur elektronisch zur Verfügung stehen. Da MS Project für die Schülerinnen und Schüler unbekannt ist, wird eine Kurzübersicht über die einfachen Eingabemöglichkeiten im Arbeitsblatt zur Verfügung gestellt. Vertiefende Darstellungs- und Nutzungsmöglichkeiten- zum Beispiel Setzung von Milestones, Erstellung von Teilprozessen - sollten erst in einer der folgenden Unterrichtsstunden thematisiert werden. Methodenreflexion und Sicherung Nach der Ergebnispräsentation wird der Einsatz der Software im Blitzlicht abgefragt und weitere Anwendungsmöglichkeiten für MS Project genannt, wie zum Beispiel Projektplanung, Arbeitszeitplanung, Hausbau oder Fertigungsplanung. käuferrechte bei mängellieferung bitte stellen Sie sicher, dass die schülerInnen wissen, dass der VERKÄUFER zunächst das recht hat, ersatzlieferung oder nachbesserung zu wählen (änderung des schuldrechtes in 2002). Bachmann

  • Wirtschaftslehre
  • Sekundarstufe II