Selbstachtung und Würde: Respekt vor sich und anderen lernen

Unterrichtseinheit

In der Unterrichtseinheit "Selbstachtung und Würde: Respekt vor sich und anderen lernen" erkennen die Lernenden ausgehend von Immanuel Kant und Gerald Hüther die Achtung vor sich selbst als lebensnotwendige Kompetenz und grenzen die Würde eines Menschen von Mitläufertum und Ignoranz ab.

  • Religion / Ethik
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe II, Sekundarstufe I, Erwachsenenbildung
  • 4 Unterrichtsstunden
  • Arbeitsblatt, entdeckendes Lernen, Experiment, Übung, Ablaufplan, Diskussion, kooperatives Lernen
  • 6 Arbeitsmaterialien

Beschreibung der Unterrichtseinheit

Das Thema Selbstachtung ist für die Jugendlichen zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit sowie der Entwicklung eines starken Selbstwertgefühls ebenso wichtig wie Respekt gegenüber anderen. Eng verbunden ist damit die Menschenwürde, die im Unterricht in Ethik oder Philosophie vor dem theoretischen Hintergrund mit Immanuel Kants Kategorischem Imperativ näher erläutert werden kann. Ausgehend von Kant ist Selbstachtung Grundlage sittlicher Reife und wird so auch von dem Neurobiologen Gerald Hüther verstanden. Sein Bestseller "Würde"  ergänzt Kants philosophische Gedanken anhand moderner Hirnforschung.

Auf der Grundlage eines konkreten Beispiels aus der Schule, das bei der Bewertung einer Leistung Ungerechtigkeit suggeriert, unterscheiden die Lernenden in dieser Unterrichtseinheit Affekte und Werte als Handlungsgrundlagen. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten, in welchem Rahmen Affekte ihre Berechtigung haben und Vernunft zur Gewährleistung von Moralität einer Handlung angebracht ist.

Unterrichtsablauf

Inhalt
Sozial- / Aktionsform

Didaktisch-methodischer Kommentar

Das Thema "Selbstachtung und Würde" im Unterricht

Themen wie die Würde des Menschen spielen im Zusammenhang der Menschenrechte eine große Rolle. Im Unterricht der Sekundarstufe gehört die "Menschheitszweckformel" von Kants kategorischem Imperativ zum Bildungsstandard im Gymnasium. In diesen Rahmen fügt sich die vorliegende Unterrichtseinheit ein.

Dass es "würdevoll" ist, wenn Menschen reflektieren, bevor sie handeln, sich selbst und andere nicht benutzen, ist heute wieder - wie beispielsweise das Buch "Würde" von Gerald Hüther zeigt - ein aktuelles Thema.

Vorkenntnisse

Die durchführende Lehrkraft sollte mit Kants Grundlegung zur Metaphysik der Sitten vertraut sein und Erfahrung im Erläutern des "Kategorischen Imperativs" haben. Die Schülerinnen und Schüler sollten den Begriff "Person" behandelt haben und sich grob in Kants Denkwelt auskennen.

Didaktische Analyse

Mit diesem Unterrichtsmaterial können die Lernenden erkennen, dass Gefühle zwar auf Bedürfnisse aufmerksam machen, aber nicht unbedingt Handlungsgrundlagen sein können, wenn andere Menschen von diesen betroffen sind. Menschliche Würde ist das Ergebnis von der Achtung vor Gefühl und Vernunft.

Viele Jugendliche sind heute auch angesichts der Verführung durch Medien und Werbung wenig geübt in Impulskontrolle. Zudem erleben sie, wie selten Politik- und Wirtschaftsgrößen "würdevoll" handeln. Die Diskrepanz zwischen "ethischem Ideal" und erlebtem Alltag kann überfordern.

Methodische Analyse

In dieser Einheit nähern sich die Lernenden dem Thema in Gruppenarbeit und einem Rollenspiel. Beides kann zumindest zeitlich begrenzt aus der "ethischen Isolation" herausführen und die Entscheidung für Würde oder Profit bewusster machen. Darüber hinaus hilft die Methode des Brainwritings dabei, sich ganz persönlich mit den entsprechenden Werten auseinanderzusetzen.

Dem Prinzip der Schüleraktivierung wird in besonderer Weise Rechnung getragen, da ein Beispiel aus der Lebenswelt der Lernenden vergleichend herangezogen wird. Eine PowerPoint-Präsentation kann den Schülerinnen und Schülern bei der Erarbeitung der philosophischen Fragestellungen helfen.

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Vermittelte Kompetenzen

Fachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erarbeiten den Unterschied von Gefühl und Vernunft in Bezug auf Handlungen.
  • lernen die Begrifflichkeit und den Denkansatz von Immanuel Kant kennen.
  • leisten den Transfer auf eine moderne Theorie.

Medienkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • können Texte aufbereiten und sich dazu Hilfe holen.

Sozialkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • folgen einem Lehrervortrag.
  • arbeiten ergebnisorientiert in Kleingruppen.

Autorin

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Yasmin Rosengarten

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