Aufarbeitung der Vergangenheit – Gedenkstätten, Gedenktage und Museen als Erinnerungsorte

  • Geschichte / Politik / SoWi
  • Sekundarstufe II
  • 3 bis 4 Unterrichtsstunden
  • Ablaufplan, Didaktik/Methodik, Arbeitsblatt
  • 4 Arbeitsmaterialien

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Erinnerungsorte setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Konzept Erinnerungsorte von Pierre Nora auseinander, hinterfragen kritisch die Rolle der Geschichtspolitik und analysieren verschiedene Erinnerungsorte hinsichtlich ihrer Konzeption.

Beschreibung der Unterrichtseinheit

Um Erinnerungsorte wie beispielsweise Gedenkstätten werden häufig heftige Diskurse geführt, meist geht es dabei darum, wem wieviel gedacht wird. Betrachtet man Erinnerungsorte und ihre Konzeption in unterschiedlichen Regimen, so wird deutlich, dass die Geschichtspolitik einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Ausgestaltung und Bedeutung von Erinnerungsorten hat.

Die Unterrichtseinheit führt die Schülerinnen und Schüler an das Konzept der Erinnerungsorte heran und sie werden für die Mechanismen der Geschichtspolitik sensibilisiert. Indem sie sich intensiv mit einem Erinnerungsort auseinandersetzen, vertiefen sie nicht nur ihr Wissen über die jüngere deutsche Geschichte, sondern bekommen auch einen Einblick in die Konzeption von Erinnerungsorten.

Unterrichtsablauf

Inhalt
Sozial- / Aktionsform

Didaktisch-methodischer Kommentar

Das Thema "Erinnerungsorte" im Unterricht

Erinnerungsorte spielen in der Erinnerungskultur eine wichtige Rolle. Sie sind Orte des individuellen und gemeinschaftlichen Gedenkens. Allerdings sind viele dieser Orte durchaus umstritten, Streitpunkt ist dabei meist die sogenannte "Konkurrenz der Opfer". Erinnerungsorte sind jedoch nicht nur Gedenkorte, sie spiegeln immer auch das Geschichtsbewusstsein der Zeit wieder. Die Schülerinnen und Schüler sollten daher in der Lage sein, Erinnerungsorte und ihre Konzeption kritisch zu betrachten und zu hinterfragen. Diese Fähigkeit kann am besten im Politik- und Geschichtsunterricht vermittelt werden. Die Unterrichtseinheit orientiert sich hierbei an der Lebens- und Erlebniswelt der Jugendlichen und enthält zahlreiche handlungsorientierte Aufgaben.

Vorkenntnisse

Spezielle Vorkenntnisse sind weder von Seiten der Schülerinnen und Schüler noch der Lehrerinnen und Lehrer erforderlich, da ausreichend Materialien zur Verfügung gestellt werden, die über die Hintergründe zu den jeweiligen Erinnerungsorten informieren.

Didaktisch-methodische Analyse

Die vorliegende Unterrichtseinheit soll dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler sich aktiv mit Erinnerungsorten und ihrer Konzeption auseinandersetzen und das dort vermittelte Geschichtsbild kritisch betrachten.

Indem sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit den Materialien auseinandersetzen, erweitern sie ihre historischen Kenntnisse und entwickeln Kompetenzen in der Erarbeitung, Darstellung und Analyse von Fachtexten und Quellen. 

Unterrichtsmaterial "Erinnerungsorte" zum Download (Word)

Vermittelte Kompetenzen

Sachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • lernen das Konzept Erinnerungsorte kennen.
  • setzen sich mit der Geschichtspolitik auseinander.
  • lernen verschiedene Erinnerungsorte kennen.

Methodenkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • arbeiten mit Quellen unterschiedlicher Art.
  • lernen, sich ein Thema im Team zu erarbeiten.

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • hinterfragen Gedenkstättenkonzepte kritisch.
  • lernen Erinnerungsorte hinsichtlich der dahinterstehenden Geschichtspolitik zu bewerten.

Dossier "Vertretungsstunden sind kein Hexenwerk"
Autorin
Portrait von Dr. Anja Joest Dr. Anja Joest

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Bundesstiftung Aufarbeitung

Dieser Beitrag wurde gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.