Erinnerung und Erinnerungskultur

  • Geschichte / Politik / SoWi
  • Sekundarstufe II
  • 4 Unterrichtsstunden
  • Ablaufplan, Arbeitsblatt
  • 7 Arbeitsmaterialien

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Erinnerung und Erinnerungskultur beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem gleichnamigen Forschungszweig. Sie lernen ein wissenschaftliches Modell kennen und erörtern die Frage, ob es besser ist, vergangenes Unrecht zu vergessen oder daran zu erinnern.

Beschreibung der Unterrichtseinheit

Erinnern scheint ein regelrechter Boom zu sein. Nicht nur, dass es unzählige Gedenktage gibt, auch in der Wissenschaft hat sich in den vergangenen Jahrzehnten ein ganz eigener, interdisziplinärer Forschungszweig herausgebildet. Obwohl Erinnern und die Aufarbeitung der Vergangenheit, auch in Hinblick auf die SED Diktatur, allgemeiner Konsens zu sein scheint, gibt es immer wieder Stimmen, die fordern die Vergangenheit ruhen zu lassen. Die Unterrichtseinheit führt die Schülerinnen und Schüler an den Themenkomplex Erinnerung und Erinnerungskultur heran. Sie erfahren mehr über die Vor- und Nachteile verschiedenen Formen im Umgang mit der Vergangenheit. So werden sie dazu befähigt, sich eine eigene, kritische Meinung zum Thema zu bilden.

Unterrichtsablauf

Inhalt
Sozial- / Aktionsform

Didaktisch-methodischer Kommentar

Das Thema

Das Thema Erinnerung und Erinnerungskultur ist ein wichtiges gesellschaftliches Thema. Auch wenn uns dies nicht immer bewusst ist, so hat der Umgang mit der Vergangenheit und die Erinnerung an diese doch Einfluss auf unsere Identität und die Politik unseres Landes. Hierfür zu sensibilisieren und auf die unterschiedlichen Mechanismen, die mit der Vergangenheitsbewältigung verbunden sind aufmerksam zu machen, ist unter anderem die Aufgabe des Politik- und Geschichtsunterrichtes.

Die Unterrichtseinheit ist so konzipiert, dass sich die Schülerinnen und Schüler das komplexe Thema Schritt für Schritt erarbeiten. Dabei werden lebensweltliche Bezüge genutzt und hinterfragt.

Vorkenntnisse

Aufgrund der schrittweisen Annäherung an das Thema sind auf Seiten der Schülerinnen und Schüler keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich. Zwingend notwendig ist jedoch die Grundkenntnis der jüngeren deutschen Geschichte.

Für Sie als Lehrkraft empfiehlt sich zusätzlich die Lektüre der angegebenen Texte aus dem Internet, die einen guten Überblick über das Thema geben.

Didaktische Analyse

Die vorliegende Unterrichtseinheit soll dazu beitragen, dass sich die Schülerinnen und Schüler aktiv mit dem Thema Erinnerung und Gedächtnis auseinandersetzen und sie zu einem kritischen Umgang mit diesem Thema befähigen.

Methoden Analyse

Indem die Schülerinnen und Schüler nicht nur mit schriftlichen Quellen arbeiten, sondern eigene Erfahrungen und Zeitzeugen hinzugezogen werden, gestaltet sich die Unterrichtseinheit lebendig und steigert das Interesse der Schülerinnen und Schüler am Thema.

Unterrichtsmaterialien "Erinnerung und Erinnerungskultur" zum Download (Word)

Vermittelte Kompetenzen

Sachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • lernen die Forschungstheorien zu Erinnerungskulturen kennen.
  • setzen sich kritisch mit dem Thema Vergangenheitsbewältigung auseinander.
  • lernen unterschiedliche Ansätze und Positionen kennen.

Methodenkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • arbeiten erhaltene Informationen auf.
  • vertiefen die Analyse von Zeitzeugeninterviews.
  • arbeiten mit unterschiedlichen Arten von Quellen.

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • beurteilen unterschiedliche Formen des Umgangs mit der Vergangenheit.
Dossier "Vertretungsstunden sind kein Hexenwerk"
Autorin
Portrait von Dr. Anja Joest Dr. Anja Joest

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Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Die Erstellung dieser Materialien wurde gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung.