Geisteswissenschaften

Goethe: Die Leiden des jungen Werther

Veröffentlicht am 13.05.2002
  • Sekundarstufe II
  • je nach Vertiefung 27 Schulstunden
  • Unterrichtsplanung, Arbeitsblatt, Primärmaterial/Quelle, RechercheAuftrag, Didaktik/Methodik
  • 3 Arbeitsmaterialien

Goethes “Die Leiden des jungen Werther” gehören schon immer zum Kanon der Oberstufe. Der “Lehrplan Deutsch” empfiehlt diesen Roman für die 12/1, selbstverständlich kann man den Text auch in den Jahrgangsstufen 11 und 13 lesen.

Didaktisch-methodischer Kommentar

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Vermittelte Kompetenzen

Die Schülerinnen uns Schüler sollen

  • die verschiedenen Bedeutungsebenen des Briefromans verstehen.
  • bei der Erstellung ihrer Arbeitsergebnisse ihre Medienkompetenz erweitern.
  • ein kritisches Bewusstsein bei der Arbeit mit den neuen Medien entwickeln: Wo etwa liegen die Grenzen der interpretatorischen Möglichkeiten der neuen Medien im Unterschied zum literarischen Text?
  • erkennen, dass Goethes Roman bis in die Gegenwart hinein immer wieder auf je andere Weise modifiziert wird.
  • sich über Goethe, Ulrich Plenzdorf und Egon Günther im Internet informieren.
  • Informationen zur weitreichenden Rezeptionsgeschichte im Internet recherchieren.
  • Grundlagen der Filmanalyse erarbeiten.
  • verstehen, dass die Verfilmung von Plenzdorfs Roman die DDR-Gesellschaft kritisiert.
  • Goethes "Werther" mit der Verfilmung Egon Günthers vergleichen. Die Verschiebungen der Problemaspekte über einen Zeitraum von 200 Jahren sollen erarbeitet werden.

Die Schülerinnen uns Schüler sollen neben der interpretatorischen Lektüre des Textes die Möglichkeit nutzen, den Roman mit Hilfe von Internetrecherchen zu erschließen: So werden Informationen über den biografischen Hintergrund über das Internet eigenständig von den Schülerinnen uns Schülern ermittelt. Die Differenz zwischen der realen Person Goethe und der fiktionalen Person Werther kann im Internet anschaulich nachvollzogen werden. Außerdem soll die literarische Epoche des Sturm und Drang differenziert erörtert werden. Neben dem zeitgenössischen historisch-literarischen Kontext wird auch die Rezeptionsgeschichte ansatzweise thematisiert. Der "Lehrplan Deutsch" fordert auch die Auseinandersetzung mit audiovisuellen Medien, im Mittelpunkt steht deshalb die Verfilmung von Ulrich Plenzdorfs (damalige DDR) Roman "Die neuen Leiden des jungen W." (1973). Der DDR-Regisseur Egon Günther verfilmte den Text 1976.

Didaktisch-methodischer Kommentar

Die Analyse von literarischen Texten steht in der Regel im Mittelpunkt des Deutschunterrichts. Gerade Schülerinnen uns Schüler, die mit der analytischen Auseinandersetzung Probleme haben, können, legt man den Schwerpunkt auf die Arbeit mit dem Internet, motiviert werden. Dieser Umgang mit Literatur ist auch konstruktiv für die analytische Textarbeit; über die selbstständige Arbeit mit dem Computer können die Schülerinnen uns Schüler eine Sensibilität gegenüber der Machart eines Textes entwickeln, weil sie erkennen können, dass Texte durchkomponierte Strukturen besitzen. Der/die LehrerIn sollte während der Unterrichtseinheit im Hintergrund stehen, tritt lediglich als Berater in Aktion. Die Schülerinnen uns Schüler sollen die Arbeitsaufträge mithilfe des Internets selbstständig bearbeiten.


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Avatar Dr. Mario Leis

ist Lehrer für Deutsch und Philosophie am Berufskolleg an der Lindenstraße in Köln und Lehrbeauftragter an der Universität Bonn. Seine Homepage hat er mit dem Websitegenerator von lo-net erstellt.

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