Die "spukhafte Fernwirkung“ in Physik und Literatur

Veröffentlicht am 15.01.2005
  • Deutsch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
  • 1 Unterrichtsstunde
  • Arbeitsblatt, Primärmaterial, Didaktik/Methodik, Ablaufplan
  • 2 Arbeitsmaterialien

Naturphilosophische Diskussionen können sich über Jahrhunderte erstrecken und hinterlassen dabei ihre Spuren in der Literatur, so zum Beispiel die Fernwirkung in Goethes scherzhafter Ballade "Wirkung in die Ferne". Die Schülerinnen und Schüler setzen sich in diesem Unterrichtsvorschlag mit den Haltungen von Newton, Schelling und Einstein zu diesem Thema auseinander.

Beschreibung der Unterrichtseinheit

Der direkte Einfluss physikalischer Vorstellungen auf literarische Werke ist eher selten zu beobachten. Die großen Umwälzungen im neuzeitlichen Denken machten jedoch auch vor der Philosophie und der Kunst nicht Halt, sondern schlugen sich namentlich in der Aufklärung, aber auch in späteren Epochen immer wieder in einzelnen literarischen Werken nieder. Zu der naturphilosophischen Diskussion um die Fernwirkung (kurz erklärt in einem Wikipedia-Artikel), die zur Goethezeit Dichter und Denker bewegte und den Dichterfürsten Goethe zu einem scherzhaften Gedicht veranlasste, leistete Albert Einstein im 20. Jahrhundert einen weiteren Beitrag, ohne die Diskussion damit endgültig abzuschließen. In der hier vorgestellten Unterrichtsanregung geht es nicht um eine erschöpfende Analyse der Ballade Wirkung in die Ferne von Johann Wolfgang von Goethe, sondern um den Beitrag, den dieser Text zu einer naturphilosophischen Diskussion lieferte, dessen Gegenstand Einstein als "spukhaft" bezeichnete.

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Avatar Günther Neumann

Günther Neumann ist seit 1998 bayerischer Landesbeauftragter für den Computereinsatz im Deutschunterricht. Er unterrichtet seit 1986 am Ludwigsgymnasium Straubing Deutsch und katholische Religionslehre.

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