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Bleiben oder gehen? Deutsch-jüdische Migrationsbiografien

Unterrichtseinheit / Interaktives

Die Lernenden setzen sich anhand der exemplarischen Biografien von Löb "Levi" Strauss (19. Jahrhundert) und Albert Einstein (20. Jahrhundert) mit Bedingungen von Migration (Migrationstheorie), Inklusion und Exklusion, Stereotypen und der Vielfalt jüdischer Identität auseinander. Migration ist der "Normalfall der Geschichte" (Klaus Bade), aber sie stellt die Reaktion auf völlig unterschiedliche Situationen dar: Freiwilligkeit und Zwang sowie Push- und Pull-Faktoren bestimmen Aus- und Einwanderung. Armut und Obrigkeitsstaat veranlassten vor allem im 19. Jahrhundert Hunderttausende Deutsche zur Auswanderung; für Jüdinnen und Juden in Deutschland galten zusätzlich Benachteiligungen in Staat und Gesellschaft. Von Einschränkungen und Vorurteilen hebt sich die Entfaltung der Persönlichkeit in einer freien Gesellschaft in Lebensgeschichten wie der von Löb "Levi" Strauss (1829-1902) ab: In San Francisco (USA) entwickelte sich Strauss durch harte Arbeit, Erfindergeist und eine soziale Einstellung zu einem verantwortungsbewussten, angesehenen Bürger. Albert Einstein (1879–1955) findet zwar als Jahrhundert-Physiker Anerkennung, aber dieser Erfolg wird ihm als assimilierten Juden am rechten Rand der Gesellschaft geneidet. Seine Ausbürgerung 1933 markiert zweierlei: einen Wendepunkt in der deutschen Geschichte hin zu Exklusion, Kulturverlust und Barbarei, und für Einstein schon in der Weimarer Republik eine Rückbesinnung auf aktive Solidarität mit Verfolgten und dem Aufbau jüdischer Institutionen: Der Agnostiker Einstein wird Zionist. Die Unterrichtseinheit ist Bestandteil der virtuellen Ausstellung "Gemeinsame Geschichte(n) – deutsch-jüdische Lebenswege" Das Thema "Bleiben oder gehen? Deutsch-jüdische Migrationsbiografien" im Unterricht Der Titel dieser Unterrichtseinheit vereint auf den ersten Blick Widersprüche: Der Migrationsbegriff ist offener als Flucht, die immer Zwang impliziert, und der Hoffnung auf Erfolg steht auch immer das Risiko des Scheiterns gegenüber. Diese Ambivalenzen sollen mit der vorliegenden Unterrichtseinheit aus der Perspektive zweier erfolgreicher Migranten offengelegt werden. Der Lernweg beginnt jeweils empathisch mit der Perspektive von Migrantinnen und Migranten. Sie werden jedoch nicht in eine Opferrolle gedrängt, sondern als aktiv Handelnde sichtbar, die mit Energie, Solidarität und beruflichem Erfolg positive Zeichen setzen. Die Darstellung aktiver Lebensgestaltung und der Perspektivwechsel sind didaktische Elemente, die verbreiteten Stereotypen entgegenwirken. Vorkenntnisse Beide Biografien, die von Levi Strauss und von Albert Einstein, werden in der virtuellen Ausstellung in schlüssiger Form selbsterklärend dargestellt. Die Lernenden können sie in einfacher Weise allein erarbeiten, unter anderem anhand interaktiver Übungen. Für eine vertiefte Arbeit zu Strauss sollten die Lernenden über eine gewisse Kenntnis der autoritären Herrschaftspraxis in den deutschen Obrigkeitsstaaten des 19. Jahrhunderts verfügen. Zu Albert Einstein sollten die Ereignisse in Deutschland bis etwa 1935, zumindest aber die Weimarer Republik eine allgemeine Orientierung bieten. Methodische Hinweise Im Sinne problemorientierten Unterrichts werden in den Einstiegen jeder Stunde mit einem Bildimpuls Fragen geweckt, die gesammelt, zu einer historischen Leitfrage gebündelt und in der Erarbeitung einer Beantwortung nähergebracht werden. Die digitalen Übungen regen individuelle Erarbeitungen und klare Strukturierung des Lernstoffes sowie Selbstüberprüfungen an. Auswertungen und Vertiefungen führen zu Stellungnahmen, die auf ein tolerantes, an Vielfalt orientiertes Weltbild hinweisen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren Daten zu Migrationsprozessen. ordnen die Biografien von Löb "Levi" Strauss und Albert Einstein in ihre jeweiligen historischen Kontexte ein. arbeiten unterschiedliche Perspektiven heraus und nehmen dazu Stellung. analysieren, reflektieren und interpretieren Migrationsprozesse aus der Perspektive betroffener historischer Personen (historisches Sach- und Werturteil). Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erheben aus digitalen Medien strukturiert Informationen (historische Sachanalyse). handeln problemlösend, indem sie Informationen aus analogen und digitalen Quellen historisch einordnen (Sachurteil) und präsentieren. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kooperieren in Lerntandems und Kleingruppen, um Daten auszuwerten und zu präsentieren. entwickeln Empathie zu historischen Personen, ihrer Abhängigkeit von oppressiven historischen Bedingungen und ihrer Entfaltung von Verhaltensspielräumen. nehmen solidarisch Stellung für die jüdische Minderheit und können das mit Grund- und Bürgerrechten begründen. Der Zeitungsartikel "Wie ich Zionist w urde" von Albert Einstein ist die Bearbeitungsgrundlage zum Schreiben des Essays.

  • Geschichte / Früher & Heute
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Lobkärtchen für die Grundschule

Kopiervorlage
2,99 €

Mit diesen Lobkärtchen können Sie Schülerinnen und Schüler für gute (schulische) Leistungen oder ihr Verhalten belohnen und zusätzlich motivieren. Das Lob ist altersgerecht formuliert auf einzelnen optisch ansprechend gestalteten Karten. Erkennen Sie damit den Lernfortschritt mit lobenden Worten an und bestärken Sie Ihre Lernenden somit positiv im Schulalltag. Für die Lernentwicklung ist positive Bestärkung essentiell und das Loben von richtigem Verhalten gilt als pädagogisch wertvoll. Genau an dieser Stelle greift das Arbeitsmaterial. Die speziell für Grundschulkinder konzipierten Lobkärtchen können ausgedruckt, ausgeschnitten und bei vielen Gelegenheiten an die Schülerinnen und Schüler verteilt werden. Die Lobkärtchen bieten eine Vielzahl an altersgerechten Formulierungen, sodass für jede Situation ein passendes Lob vorhanden ist. Die Gestaltung der Kärtchen ist dabei besonders motivierend. Die unterschiedlichen Formulierungen und Designs ermöglichen es, den Kindern individuelles Lob zukommen zu lassen. Dadurch wird die Bedeutung von "Weiter so! oder "Ich bin stolz auf dich!" zusätzlich enorm gesteigert. Überraschen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler also hin und wieder mit einem Kärtchen - sei es nach einer besonders gelungenen Hausarbeit, aufgrund einer ordentlichen Schrift oder der wertvollen Unterstützung eines Mitschülers. Hier finden Sie passende Lobkärtchen für die Sekundarstufe .

  • Fächerübergreifend
  • Primarstufe

Lobkärtchen für die Sekundarstufe

Kopiervorlage
4,99 €

Mit diesen ansprechend gestalteten Lobkärtchen können Sie Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe für gute schulische Leistungen oder ihr besonderes (Arbeits-)Verhalten loben. Fachübergreifende und fremdsprachliche Formulierungen für Englisch, Spanisch und Französisch motivieren die Lernenden zum weiteren Engagement in der Schule. Für die Lernentwicklung und die Motivation in der Schule ist positive Bestärkung essentiell. Dieses Unterrichtsmaterial ermöglicht es, Lehrerinnen und Lehrer ihre Lernenden spontan zwischendurch zu loben, Anerkennung auszudrücken und Lernfortschritt deutlich zu machen. Die für die Sekundarstufe ausgelegten Lobkärtchen können ganz einfach ausgedruckt, ausgeschnitten und gezielt verteilt werden, wenn die Schülerinnen und Schüler eine gute Leistung oder Engagement im oder auch neben dem Unterricht gezeigt haben. Es gibt sowohl fachübergreifende Formulierungen als auch fremdsprachliche Kärtchen für den Unterricht in Englisch, Französisch und Spanisch. Die unterschiedliche Gestaltung der Kärtchen ist altersgerecht und ansprechend für die Sekundarstufen I und II. Für jede Unterrichtssituation gibt es ein passendes Lob, mit dem Sie durch Layout und anerkennende Worte motivieren und zum weiteren Arbeiten anregen können, damit Leistung und (Arbeits-)Verhalten der Lernenden auch entsprechende Wertschätzung finden. Legen Sie doch schön gestaltete Anerkennungen wie "Awesome", "Continue ainsi!", "¡Buen trabajo!" oder "Bleib dabei!" nach der nächsten Hausaufgabenkontrolle in das ein oder andere Heft und überraschen Sie die Lernenden damit. Mega! ;-) Hier finden Sie passende Lobkärtchen für die Grundschule .

  • Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Polarlichter - Mythen & Fakten rund ums "Himmelsfeuer"

Unterrichtseinheit

Bei der Beschäftigung mit der Aurora wird man schnell feststellen, dass die Naturerscheinung etwas Magisches hat, das alle Schülerinnen und Schüler in ihren Bann zieht - auch wenn im Unterricht die Video- oder Fotokonserve aus dem Internet die reale Begegnung ersetzen muss. "Es scheint als eine große, aus der Ferne gesehene Flamme von einem starken Feuer; von derselben schießen, dem Anschein nach in die Luft hinauf scharfe Spitzen von ungleicher Höhe und sehr unbeständig, so dass bald die eine, bald die andere höher ist, und so schwebt dieses Licht wie eine leuchtende Lobe" (Norwegischer Königsspiegel, 1250). Eines haben alle Beobachter von Polarlichtern - sei es in der Antike, dem Mittelalter oder in der Neuzeit - gemeinsam: Sie sind fasziniert und beeindruckt zu gleich. Die Magie der Naturerscheinung in das Klassenzimmer zu transferieren ist natürlich schwieriger, als den Funken bei einer realen Begegnung überspringen zu lassen. Dennoch kann über die multimediale Begegnung der Schülerinnen und Schüler mit diesem kosmischen Spektakel die Faszination geweckt werden. Es bedarf dabei keiner großen didaktischen Kunststücke, um eine Klasse zur unterrichtlichen Auseinandersetzung mit der Thematik zu motivieren. Allein die Magie der Aurora leistet hier große didaktische Dienste. Das Thema Polarlichter bietet diverse Anknüpfungspunkte für den Unterricht: Bei der Behandlung der Polarregionen (Geographie) sowie der der Entstehung des Erdmagnetfeldes (Physik) kann der "Motivations-Joker" gezogen werden. Auch die Physik der Sonne (Sonnenaktivität, Sonnenwind) kann direkt zum Polarlicht führen. Da das Weltraumteleskop Hubble auch auf anderen Planeten (Jupiter, Saturn) Polarlichter beobachtet und davon eindrucksvolle Bilder geschossen hat, sollten auch das "außerirdische" Polarlicht betrachtet werden. Hinweise zum Unterrichtsverlauf und Materialien Nordlicht-Videos und historische Texte bieten ideale Einstiegsmöglichkeiten in die Thematik. In der Erarbeitungs- und Festigungsphase kommen Arbeitsblätter zum Einsatz. Die Schülerinnen und Schüler sollen Erklärungsversuche vergangener Kulturen nachvollziehen und bewerten können. eigene (mythische, nicht naturwissenschaftliche) Konzepte zur Erklärung der Himmelsbeobachtung entwickeln können. in der Lage sein, das (naturwissenschaftliche) Grundprinzip der Entstehung von Polarlichtern erklären zu können. die unterschiedlichen Farben von Polarlichtern begründen können. Thema Polarlichter - Mythen & Fakten rund um das "Himmelsfeuer" Autor Raimund Ditter Fach Geographie (Astronomie, Physik) Zielgruppe Klasse 8-10 Zeitraum 2-4 Stunden Technische Voraussetzungen Präsentationsrechner mit Beamer, Player für das Abspielen der Aurora-Videos Texte und Bilder zur "leuchtenden Lobe" Zur Einstimmung eignet sich das Eingangszitat aus dem "Norwegischen Königsspiegel" aus dem Jahr 1250 (siehe Startseite der Unterrichtseinheit). In diesem Zusammenhang können die Schülerinnen und Schüler gefragt werden, was der Autor hier wohl zu Gesicht bekommen hat beziehungsweise welche Erscheinung er beschreiben könnte. Alternativ kann mit einem Brainstorming zu dem theatralischen Begriff "Himmelsfeuer" begonnen werden. In beiden Fällen sollte, um eine naturwissenschaftliche Fragehaltung bei den Lernenden zu wecken, die Präsentation eines solchen "schwebenden Lichtes" in Form einer Videosequenz über den Beamer erfolgen. Im Internet finden sich zahlreiche geeignete Film- und Fotomaterialien. Vermutungen der Lernenden Nach der Darbietung der Filmsequenz steht die Frage nach der Entstehung dieser Himmelserscheinung im Zentrum des Unterrichts. Zu Beginn der Erarbeitungsphase bietet es sich an, Vermutungen der Schülerinnen und Schüler einzuholen. Im Sinne eines konstruktivistischen Vorgehens sollte diese Annahmen frei geäußert und noch nicht bewertet werden. Erklärungsversuche aus Antike und dem Mittelalter Die Lernenden werden sehr rasch unterschiedlichste Erklärungsmodelle anbieten - hier bietet es sich an, ihnen Erklärungsversuche aus der Antike und aus dem Mittelalter vorzustellen (aurora_1_mythen.pdf). Im Anschluss daran ist es sinnvoll, diese Erklärungsversuche von den Lernenden bewerten zulassen, um sie gegebenenfalls zu falsifizieren. Fantasie spielen lassen Um das Geheimnis der Aurora naturwissenschaftlich zu lüften, erhalten die Schülerinnen und Schüler das zweite Arbeitsblatt (aurora_2_entstehung.pdf) mit dem entsprechenden Informationstext. Zur Illustration wird eine NASA-Grafik verwendet (Abb. 1). Als weitere multimediale Informationsquelle bietet sich einer der oben genannten Unterrichtsfilme oder der auf dem Arbeitsblatt angegebene Link zum Alpha-Centauri Film "Nordlicht" an. Im Anschluss an die Informationssichtung bearbeiten die Lernenden in Einzel- oder Partnerarbeit das dritte Arbeitsblatt (aurora_3_entstehung.pdf). Zur Ergebniskontrolle bietet es sich an, das dritte Arbeitsblatt per Overhead-Projektor oder Beamer zu projizieren, um dann mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam die Ergebnisse zu vergleichen und aufgeworfene Fragen zu beantworten. Das vierte Arbeitsblatt (aurora_4_farben.pdf) dient schließlich der Vertiefung und thematisiert die unterschiedliche Farbgebung der Polarlichter sowie deren Farbübergänge. Hier besteht die Möglichkeit, die Lernenden Polarlichter aus Bildergalerien im Internet heraussuchen und erklären zu lassen. Lassen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler auf jeden Fall auch aus der ungewohnten Orbit-Perspektive einen Blick auf die irdische Aurora werfen. Erwähnenswert (und zeigenswert) sind auch Aurora-Erscheinungen anderer Planeten (siehe Links und Medien zum Thema ). So konnte das Weltraumteleskop Hubble die Dynamik von Saturns Aurora einfangen. Auch auf Jupiter beobachtete das Weltraumteleskop Aurora-Erscheinungen. Antarctica Fenster zum Universum - Das Geheimnis der Aurora Mediennummer VHS: SWR 4285927 (deutschsprachig) Antarctica Window of the universe - The mystery of the aurora Mediennummer DVD: SWR 4681804 (englischsprachig)

  • Geographie / Jahreszeiten / Physik / Astronomie
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Kopiervorlage: Hausaufgaben-Gutscheine

Kopiervorlage
1,99 €

Diese Kopiervorlagen für Hausaufgaben-Gutscheine eignen sich fächerübergreifend für die Primarstufe und Sekundarstufe I, um Schülerinnen und Schüler zum Geburtstag, zu Weihnachten oder als Anerkennung für gute Leistungen und besonderes Engagement zu belohnen. Die Kopiervorlagen für Hausaufgaben-Gutscheine unterstützen Lehrkräfte dabei, Schülerinnen und Schülern im Schulalltag eine kleine Freude zu machen und besondere Leistungen sichtbar anzuerkennen. Die Gutscheine können zu unterschiedlichen Anlässen eingesetzt werden, etwa als Geburtstagsgeschenk, zu Weihnachten oder als Belohnung für besondere Anstrengungen, gute Leistungen oder vorbildliches Verhalten im Klassenverband. Das Material ist fächerübergreifend angelegt und richtet sich an die Primarstufe und Sekundarstufe I . Die Vorlagen greifen die motivierende Idee "Einmal keine Hausaufgaben machen" auf und bieten Lehrkräften eine unkomplizierte Möglichkeit, Anerkennung wertschätzend und alltagsnah zu gestalten. Je nach Altersgruppe, Anlass und Geschmack können verschiedene Designs ausgewählt werden, darunter ein Gutschein als kleiner Brief, eine Geschenk-Vorlage, eine Variante mit roter Schleife sowie eine Gestaltung in Anlehnung an einen Tafelanschrieb. Die Vorlagen stehen als PDF und Word-Dateien zur Verfügung und können ausgedruckt sowie mit dem Namen der jeweiligen Schülerin oder des jeweiligen Schülers versehen werden. Das Material eignet sich besonders für Klassenleitungen, Fachlehrkräfte und pädagogische Fachkräfte, die positive Rückmeldungen niedrigschwellig in den Unterrichtsalltag integrieren möchten. Die Hausaufgaben-Gutscheine können zur Stärkung einer wertschätzenden Lernkultur beitragen, indem sie Engagement, Zuverlässigkeit oder soziales Verhalten konkret würdigen. Zugleich bleiben sie flexibel einsetzbar: als spontanes Lob, als vorbereitete Aufmerksamkeit zu besonderen Tagen oder als Element eines transparenten Belohnungssystems. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Anlässe, bei denen besondere Leistungen, Anstrengungen oder vorbildliches Verhalten gewürdigt werden können. erkennen die Bedeutung von Hausaufgaben als Bestandteil schulischer Lern- und Übungsprozesse. reflektieren den Zusammenhang zwischen Engagement, Verantwortung und Anerkennung im Schulalltag. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler nutzen analoge oder digitale Kopiervorlagen zielgerichtet für einen konkreten schulischen Anlass. gestalten personalisierte Gutscheine, indem sie Namen und gegebenenfalls Anlass passend eintragen. wählen aus verschiedenen Vorlagenformaten und Designs eine adressatengerechte Gestaltung aus. Sozialkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler wertschätzen besondere Anstrengungen, gute Leistungen und positives Verhalten innerhalb der Lerngruppe. reflektieren Anerkennung als Bestandteil eines respektvollen und motivierenden Klassenklimas. entwickeln ein Bewusstsein dafür, dass Lob und kleine Gesten Gemeinschaft und Motivation stärken können.

  • Fächerübergreifend
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Willkommensklasse für Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine: Landeskunde – ein erster Blick auf…

Unterrichtseinheit
14,99 €

Diese Unterrichtseinheit zielt darauf ab, geflüchteten Jugendlichen aus der Ukraine in Willkommensklassen an weiterführenden Schulen erste landeskundliche Einblicke in das Aufnahmeland Deutschland zu bieten – von geographischen Fakten und landschaftlichen Eindrücken über Wetter und Klima bis hin zu kulturellen Aspekten. Durch die Beschäftigung mit Sachthemen entstehen wertvolle Gesprächsanlässe, die zur Erweiterung des Wortschatzes, des Lese- und Hörverstehens sowie des Ausdrucksvermögens beitragen.Bildliche Impulse spielen bei dieser Einheit eine entscheidende Rolle. Sie sind verknüpft mit kurzen, einfachen Textpassagen sowie kompakten Aufgabenstellungen. Zentrale Wörter und Textbausteine sind ins Ukrainische sowie auch ins Russische übersetzt , sodass die Schülerinnen und Schüler je nach ihrer Muttersprache eine direkte Übersetzungshilfe erhalten. Diese steht in Klammern direkt hinter der entsprechenden deutschen Formulierung. In Verbindung mit visuellen Eindrücken sind die deutschen Wörter besonders gut lernbar. Auf der inhaltlichen Ebene bieten die eingeplanten Themen dieser Unterrichtseinheit natürlich nur punktuelle und tendenziell grobe Einblicke in die deutsche Landeskunde. Es geht um erste Eindrücke von einem Land, das den meisten ukrainischen Jugendlichen wahrscheinlich noch ziemlich fremd ist. An das hier erarbeitete Basiswissen können sie später – auf einem fortgeschrittenen Sprachniveau – zur Vertiefung anknüpfen. Für den Erwerb der deutschen Sprache leistet die vorliegende Einheit eine wichtige Unterstützung des reinen Sprachunterrichts. Die Verbindung mit inhaltlichen Schwerpunkten lässt die Sprachvermittlung dabei weniger "trocken" wirken und lockert den Schulalltag in einer Willkommensklasse somit erheblich auf. Selbst wenn der inhaltliche und sprachliche Lernzuwachs am Ende der Unterrichtseinheit bescheiden erscheinen mag: Es handelt sich um die berühmten "ersten Schritte", mit denen jeder lange Weg beginnt.Bei den Materialien dieser Unterrichtseinheit sind Bildelemente von zentraler Bedeutung . Sie sind kombiniert mit kurzen deutschen Texten mit einfachem Satzbau und Übersetzungshilfen ins Ukrainische und Russische , welche die Lernenden auch in den kompakt formulierten Aufgabenstellungen finden. Die Heterogenität der Schülerinnen und Schüler – die sich gegenseitig kaum kennen, eine unterschiedliche Lernmotivation mitbringen und vor allem in verschiedener Weise mit ihrer persönlichen Belastungssituation umgehen – erfordert ein Höchstmaß an Binnendifferenzierung . Gegebenenfalls bietet es sich, weitere Vokabelhilfen an die Hand zu geben, um verschiedenen Sprachniveaustufen gerecht zu werden. Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler daher individuell entscheiden, ob sie die Aufgaben einzeln beziehungsweise in Paararbeit oder in kleinen Gruppen bearbeiten. Gehen Sie während der Arbeitszeit durch die Klasse und verschaffen Sie sich einen Eindruck vom Zeit-bedarf der Lernenden, sodass Sie die auswertende Besprechung zu einem realistischen Zeitpunkt beginnen können. Es empfiehlt sich, den Schülerinnen und Schülern während der Aufgabenbearbeitung die Nutzung ihrer Smartphones als weitere Übersetzungshilfe zu gestatten. Dies gilt bei Bedarf auch für die Auswertungsphase. Achten Sie auf eine intensive Besprechung der Aufgaben . Trainieren Sie dabei die Aussprache der Schülerinnen und Schüler, notieren Sie Schlüsselwörter an der Tafel und sparen Sie nicht mit motivierendem Lob . Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten grundlegende Einblicke in folgende landeskundliche Themenbereiche: Wesentliche geographische Aspekte Deutschlands Landschaftsformen Wetter und Klima Sehenswürdigkeiten Traditionen und Feiertage Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten (bei Bedarf) in kooperativen Sozialformen. präsentieren Arbeitsergebnisse im Plenum. Sprachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihren deutschen Wortschatz. trainieren ihre Lesekompetenz. optimieren ihre Aussprache.

  • DaF / DaZ
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Wenn-Funktionen in der Tabellenkalkulation

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zur Wenn-Funktion in der Tabellenkalkulation erlernen die Schülerinnen und Schüler anhand eines Fallbeispiels, wie verschiedene Fälle in Abhängigkeit einer Bedingung dargestellt werden können.Die Unterrichtseinheit "Wenn-Funktionen in der Tabellenkalkulation" bietet sich für die Durchführung in kaufmännischen Berufsschulklassen, in der Höheren Handelsschule und im Wirtschaftsgymnasium an. Nachdem die Schülerinnen und Schüler Grundlagen der Tabellenkalkulation mit Excel gelernt haben, wird im Unterricht mit der Wenn-Funktion die Berücksichtigung verschiedener Fälle innerhalb einer Formel erarbeitet. Mithilfe der einfachen Wenn-Funktion werden die Schülerinnen und Schüler in Abhängigkeit einer Bedingung zwei verschiedene Fälle unterscheiden. Aufbauend darauf werden sie mittels der verschachtelten Wenn-Funktion lernen, drei oder mehr Fälle zu berücksichtigen. Die Unterrichtseinheit baut auf dem Fallbeispiel auf, dass ein Unternehmen, die Paletto GmbH, seinen Kunden unter bestimmten Bedingungen Rabatte in unterschiedlicher Höhe gewährt. Die Rabattberechnung wird sukzessive verfeinert.Die Unterrichtseinheit "Wenn-Funktionen in der Tabellenkalkulation" dient dazu, die vorab erworbenen Kenntnisse im Bereich der Tabellenkalkulation zu erweitern und auf eine kaufmännische Problemstellung anzuwenden, die an Inhalte des Betriebswirtschaftslehre- beziehungsweise Rechnungswesenunterrichts anknüpft. Unterrichtsablauf "Wenn-Funktionen in der Tabellenkalkulation" Aufgabenbearbeitung am PC Zur Erarbeitung werden strukturierte Arbeitsblätter eingesetzt, da die Lerninhalte der Stunde zu komplex sind, als dass die Schülerinnen und Schüler die Problemlösung ohne eine schrittweise Anleitung bewältigen könnten. Zugleich schafft die Erarbeitung über Arbeitsblätter aber auch den für einen nachhaltigen Lerneffekt benötigten Freiraum, möglichst viel selbstständig am Computer auszuprobieren. Verbalisierung der Lerninhalte Um die Problemstellung, den jeweiligen Mengenrabatt mittels einer Wenn-Funktion zu ermitteln, lösen zu können, dient das fragend-entwickelnde Unterrichtsgespräch, da ein Teil der Schülerinnen und Schüler überfordert wäre, wenn sie die Wenn-Funktion und die mit ihr verbundene Auswahlstruktur nur unter Verwendung einer schriftlich fixierten Arbeitsanweisung eigenständig erarbeiten sollten. Die sprachliche Formulierung der Lösungsansätze lässt die Sachverhalte für die Schülerinnen und Schülern anschaulicher und nachvollziehbarer erscheinen. Ergebnispräsentation Die Präsentation der Ergebnisse der Einzel-/Partnerarbeit erfolgt unter Einsatz eines Beamers. Diese methodische Vorgehensweise garantiert für alle Schülerinnen und Schüler eine sehr anschauliche Präsentation, da sie die Lösung an der Leinwand direkt nachvollziehen können. Wiederholung in Heimarbeit Die Zusammenfassung und Verbalisierung der Einzel-/Partnerarbeitsergebnisse am white board soll den leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern insofern eine zusätzliche Hilfe sein, dass sie zu Hause die Thematik mittels ihrer schriftlichen Aufzeichnungen wiederholen können. Vertiefende Übungen Unter Reduktionsaspekten ist die Aufgabe so konstruiert, dass die Frage der Kopierfähigkeit der erarbeiteten Wenn-Funktionen nicht zwingend thematisiert werden muss, wenngleich absolute Zellbezüge (zum Beispiel bei der Bestellmenge) im Hinblick auf eventuell später zu vollziehende Änderungen innerhalb der Abrechnungstabelle sinnvoll erscheinen mögen. Eine Integration dieser Aspekte sollte in den nächsten Unterrichtsstunden im Rahmen vertiefender Übungsaufgaben erfolgen. Mehrfach verschachtelte Wenn-Funktion Die als didaktische Reserve gekennzeichnete Aufgabenstellung zur mehrfach verschachtelten Wenn-Funktion wird - je nach Leistungsstärke der Lerngruppe - entweder in derselben oder in der nachfolgenden Unterrichtseinheit eingesetzt.Die Schülerinnen und Schüler entwerfen anhand einer Ausgangssituation aus der Berufspraxis eine übersichtliche Tabelle mit Hilfe des Tabellenkalkulationsprogramms Excel. lernen die einfache Wenn-Funktion als Instrument für die Bearbeitung von zweiseitigen Auswahlentscheidungen kennen. erarbeiten die Syntax der einfachen Wenn-Funktion unter besonderer Berücksichtigung der Benutzung von Zelladressen zur Formulierung der Auswahlentscheidung. wenden die Wenn-Funktion zur Lösung einer berufnahen Problemstellung an. erkennen die verschachtelte Wenn-Funktion als Instrument für die Bearbeitung von komplexeren (mindestens dreiseitigen) Auswahlentscheidungen. ergänzen die vorhandene Abrechnungstabelle aufgrund einer vorgegebenen Fallsituation um zusätzliche Zeilen erweitern und um eine mehrfach verschachtelte Wenn-Funktion. setzen die verschachtelte Wenn-Funktion im Rahmen eines praxisnahen Fallbeispiels zur Problemlösung ein. Zur Erarbeitung werden strukturierte Arbeitsblätter eingesetzt, da die Lerninhalte der Stunde zu komplex sind, als dass die Schülerinnen und Schüler die Problemlösung ohne eine schrittweise Anleitung bewältigen könnten. Zugleich schafft die Erarbeitung über Arbeitsblätter aber auch den für einen nachhaltigen Lerneffekt benötigten Freiraum, möglichst viel selbstständig am Computer auszuprobieren. Um die Problemstellung, den jeweiligen Mengenrabatt mittels einer Wenn-Funktion zu ermitteln, lösen zu können, dient das fragend-entwickelnde Unterrichtsgespräch, da ein Teil der Schülerinnen und Schüler überfordert wäre, wenn sie die Wenn-Funktion und die mit ihr verbundene Auswahlstruktur nur unter Verwendung einer schriftlich fixierten Arbeitsanweisung eigenständig erarbeiten sollten. Die sprachliche Formulierung der Lösungsansätze lässt die Sachverhalte für die Schülerinnen und Schülern anschaulicher und nachvollziehbarer erscheinen. Die Präsentation der Ergebnisse der Einzel-/Partnerarbeit erfolgt unter Einsatz eines Beamers. Diese methodische Vorgehensweise garantiert für alle Schülerinnen und Schüler eine sehr anschauliche Präsentation, da sie die Lösung an der Leinwand direkt nachvollziehen können. Die Zusammenfassung und Verbalisierung der Einzel-/Partnerarbeitsergebnisse am white board soll den leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern insofern eine zusätzliche Hilfe sein, dass sie zu Hause die Thematik mittels ihrer schriftlichen Aufzeichnungen wiederholen können. Unter Reduktionsaspekten ist die Aufgabe so konstruiert, dass die Frage der Kopierfähigkeit der erarbeiteten Wenn-Funktionen nicht zwingend thematisiert werden muss, wenngleich absolute Zellbezüge (zum Beispiel bei der Bestellmenge) im Hinblick auf eventuell später zu vollziehende Änderungen innerhalb der Abrechnungstabelle sinnvoll erscheinen mögen. Eine Integration dieser Aspekte sollte in den nächsten Unterrichtsstunden im Rahmen vertiefender Übungsaufgaben erfolgen. Die als didaktische Reserve gekennzeichnete Aufgabenstellung zur mehrfach verschachtelten Wenn-Funktion wird - je nach Leistungsstärke der Lerngruppe - entweder in derselben oder in der nachfolgenden Unterrichtseinheit eingesetzt. Sigi Jakob - 20.06.07 Ich möchte hier ein ganz dickes Lob für die Autoren der Unterrichtseinheit "Wenn-Funktionen in der Tabellenkalkulation "aussprechen. Diese Einheit ist vorbildlich strukturiert, praxisbezogen und sofort umsetzbar - und dann auch noch die Lösungsblätter - da können alle Schulbücher eingepackt bleiben ;-) - ein Service auf dem "Silbertablett". Ich hoffe, dass möglichst viele Kollegen dies Einheiten nutzen werden, als moodle Admin unserer Schule stelle ich solche "Fundstellen" immer gleich ins Forum des "Lehrerzimmers". Die Arbeit von Lehrer online ist großartig!!!!!! Schöne Grüße aus Mannheim

  • Informatik / Wirtschaftsinformatik / Computer, Internet & Co.
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe II

Faire rire en français sur Internet: Sketch-Analyse im Blog

Unterrichtseinheit
14,99 €

In der Unterrichtseinheit für das Fach Französisch für die Sekundarstufe I und Sekundarstufe II stellen Ihre Lernenden mithilfe von Internetrecherche und Gruppenpuzzle eine französische Fußball-Nationalmannschaft zusammen und begründen Auswahl sowie Positionen. In dieser Unterrichtseinheit arbeiten die Lernenden mit frankophonen Sketchen aus dem Internet und entwickeln Verständnishilfen, die sie in einem gemeinsamen Blog veröffentlichen. Im Zentrum stehen Hörverstehen, die sprachliche Erschließung (unter anderem mithilfe von Transkripten) sowie die Frage, warum bestimmte Stellen komisch wirken. Die Einheit ist als mehrwöchiges Unterrichtsprojekt angelegt und verbindet Medienrecherche, Schreibphasen und produktorientiertes Arbeiten. Die Lernenden wählen Sketche aus, sehen diese wiederholt, sichern Inhalte und erstellen didaktische Hilfen, die anderen beim Verstehen helfen. Dadurch entsteht ein sichtbares Produkt, das auch über die Lerngruppe hinaus genutzt werden kann. Zu Beginn führt die Lehrkraft exemplarisch in die Didaktisierung eines Sketches ein und stellt passende Lernhilfen bereit, damit Kriterien und Vorgehensweisen klar werden. Anschließend erschließen die Lernenden schrittweise einen Sketch, etwa über Vorentlastung, Lückentextarbeit mit einem Teiltranskript, gezielte Hörverstehensaufgaben und eine Auswertung zentraler Pointen. Daran anknüpfend erweitern die Lernenden ihren Blick auf Humor, indem sie Analysezugänge kennenlernen, die helfen, komische Wirkung sprachlich zu beschreiben. In der selbstständigen Projektphase recherchieren die Lernenden geeignete Sketche, erstellen ein Didaktisierungskonzept, reichen Entwürfe zur Rückmeldung ein und überarbeiten ihre Texte. Die Veröffentlichung im Blog bündelt die Ergebnisse, dokumentiert Lernwege und bietet eine klare Struktur für Präsentation und Austausch. Technische Voraussetzung ist ein schulischer Zugang zu einem Videodienst sowie eine unkomplizierte Bloglösung, die von der Lehrkraft, der Lerngruppe oder gemeinsam betreut werden kann. Sketche sind motivierende, authentische Höranlässe, bieten aber zugleich hohe Hürden durch Sprechtempo, Umgangssprache, kulturelle Anspielungen und situative Komik. Die Einheit reagiert darauf mit einem didaktisch sinnvollen Doppelfokus: Erstens wird Hörverstehen systematisch gefördert, zweitens werden Lernende befähigt, Verstehensprozesse zu reflektieren und für andere aufzubereiten. Der Blog als Produkt verstärkt den Anspruch, verständlich zu schreiben, Belege zu sichern und Erklärungen adressatengerecht zu formulieren. Methodisch lohnt es sich, den Einstieg stark zu rahmen: Wenn die Lehrkraft an einem Beispiel transparent macht, welche Arten von Hilfen funktionieren (zum Beispiel Vorentlastung, Wortschatz- und Kontextstützen, Strukturierung der Handlung, Klärung von Rollen, Markierung zentraler Pointen), gewinnen Lernende Orientierung für die eigene Arbeit. Die Kombination aus wiederholtem Sehen, Arbeit mit Transkripten und klaren Höraufträgen ist besonders wirksam, weil sie Unsicherheit reduziert und die Aufmerksamkeit auf sprachliche Signale lenkt. Für die Projektphase ist eine klare Aufgabenarchitektur entscheidend: vereinbarte Qualitätskriterien für Blogbeiträge, verbindliche Zwischentermine (Konzept, Rohfassung, überarbeitete Fassung) und kurze Feedbackschleifen. So bleibt das Projekt im Zeitrahmen, und die Beiträge werden sprachlich sowie didaktisch belastbar. Eine sinnvolle Differenzierung gelingt über die Komplexität des Sketches, den Grad der Transkriptstütze und den Umfang der eigenen Erklärtexte. Typische Stolperstellen liegen in der Auswahl der Sketche und in der Verbindlichkeit der häuslichen Sicht- und Kommentierphasen. Hilfreich sind hier klare Auswahlkriterien (Sprachanteil, Verständlichkeit, verfügbare Transkripte, kulturelle Zugänglichkeit) und Alternativen, falls Lernende Sketche wählen, die didaktisch nicht zum Kompetenzziel passen. Für die Blogkommunikation empfiehlt sich zudem, Kommentaraufträge inhaltlich zu fokussieren, damit Rückmeldungen nicht bei allgemeinem Lob stehen bleiben, sondern konkrete Hinweise zu Verständlichkeit, Hilfen und Analyse geben. Für Leistungsbewertung eignet sich ein Kriterienraster, das Produkt und Prozess zusammenführt, zum Beispiel: Qualität der Hörverstehenshilfen, Nachvollziehbarkeit der Inhaltserschließung, sprachliche Korrektheit und Angemessenheit, Analyse der komischen Wirkung mit Belegen, Überarbeitung auf Basis von Feedback sowie Kooperationsbeiträge im Projekt. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler erschließen frankophone Sketche aus dem Internet mithilfe geeigneter Hörstrategien und wiederholten Hörens oder Sehens. entnehmen Transkripten und Hörtexten zentrale Informationen, sichern Handlung, Figurenkonstellationen und zentrale Aussagen. identifizieren komische Stellen und beschreiben nachvollziehbar, wodurch die komische Wirkung entsteht. nutzen Wortschatz- und Kontextarbeit, um Verständnisbarrieren (zum Beispiel Anspielungen, Register, Sprechtempo) zu überwinden. verfassen adressatengerechte Verständnishilfen und Erklärtexte auf Französisch, die anderen Lernenden das Verstehen erleichtern. überarbeiten Texte auf Basis von Rückmeldungen und verbessern dabei sprachliche Richtigkeit sowie Verständlichkeit. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler recherchieren gezielt geeignete Sketche und Hintergrundinformationen auf Webseiten und Videoplattformen und wählen Material nach nachvollziehbaren Kriterien aus. strukturieren Rechercheergebnisse und dokumentieren Quellen so, dass sie für die Erstellung von Verständnishilfen nutzbar bleiben. nutzen eine Blogumgebung, um Texte zu veröffentlichen, Inhalte zu formatieren und Beiträge sinnvoll zu verlinken. beachten grundlegende Regeln zu Urheberrecht, Datenschutz und verantwortungsbewusster Veröffentlichung im schulischen Kontext. Sozialkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler planen Arbeitsschritte im Projekt, halten Absprachen ein und übernehmen Verantwortung für Teilaufgaben. geben konstruktives Feedback zu Entwürfen und nutzen Rückmeldungen zur Überarbeitung eigener Texte. arbeiten kooperativ an einem gemeinsamen Produkt und treffen Entscheidungen zu Struktur, Qualität und Verständlichkeit der Beiträge. reflektieren Lernfortschritte, Schwierigkeiten und erfolgreiche Strategien im Umgang mit authentischen Hörtexten. Literaturhinweise Arnsdorf, Dieter/Majari, Chris/Steiner, Stefanie (1999) "Die Neuen Medien - eine Herausforderung für die Fremdsprachendidaktik?", in: Fremdsprache Deutsch, 21:2, 48-51. Bonaparte, Marie (1979), Freud, Sigmund (1905) Le mot d'esprit et ses rapports avec l'inconscient. Übersetzung, Paris: Gallimard. Freud, Sigmund (1905) Le mot d'esprit et ses rapports avec l'inconscient. Übersetzung von Marie Bonaparte, Paris 1979: Gallimard. Gruschka, Andreas (2002) Didaktik - Das Kreuz mit der Vermittlung. Elf Einsprüche gegen den didaktischen Betrieb, Wetzlar: Büchse der Pandora. Gruschka, Andreas (2003) Kritische Pädagogik nach Adorno, Vortrag auf der Arbeitstagung "Die Lebendigkeit der kritischen Gesellschaftstheorie" aus Anlass des 100. Geburtstages von Theodor W. Adorno, 4.-6. Juli 2003, Frankfurt: Johann Wolfgang Goethe-Universität. Moser, Heinz (2000) Abenteuer Internet. Lernen mit WebQuests, Zürich: Auer. Volgt, Gabriele (2004) "Grußworte", in: Ermert, Karl/Brinkmann, Annette/Lieber, Gabriele (Hg.), Ästhetische Erziehung und neue Medien. Zwischenbilanz zum BLK-Programm "Kulturelle Bildung im Medienzeitalter", Wolfenbütteler Akademie-Texte (17), Wolfenbüttel.

  • Französisch
  • Sekundarstufe II

Inklusiver Unterricht: Das Vorstellungsgespräch

Unterrichtseinheit

Ein Bewerbungsgespräch stellt eine wichtige Bewährungsprobe dar, der sich die meisten Schülerinnen und Schüler und Auszubildenden voraussichtlich mehrmals im Berufsleben stellen müssen. In dieser Unterrichtssequenz werden die Lernenden auf ein solches Job-Interview vorbereitet und üben in einem Rollenspiel Strategien ein, wie sie sich einem potenziellen Arbeitgeber vorteilhaft und überzeugend präsentieren können. Die Arbeitsblätter sind für den inklusiven Unterricht in der beruflichen Bildung und der Berufsorientierung konzipiert. Die abgestuften Schwierigkeitsgrade berücksichtigen körperliche, geistige und sprachliche Förderbedarfe sowie geringe Deutschkenntnisse. Die Arbeitsblätter in dieser Unterrichtssequenz enthalten Basisbausteine für die Vorbereitung und Durchführung eines Vorstellungsgespräches: Körperhaltung und innere Einstellung trainieren Informationen über einen Betrieb einholen die eigenen Interessen und Fähigkeiten erkunden angemessene Bekleidung wählen allgemeine Verhaltensnormen bei einem Bewerbungsgespräch kennenlernen Vorstellungsgespräch als Rollenspiel simulieren Die Arbeitsblätter und Materialien wurden dabei so konzipiert, dass die Inhalte durch abgestufte Schwierigkeitsgrade und Variationen bei der Umsetzung von Lernenden mit unterschiedlichen Förderbedarfen oder geringen Deutschkenntnissen bewältigt werden können. Je nach Grad der Einschränkung können leichte, mittlere und anspruchsvollere Aufgaben herangezogen werden, schriftliche Aufträge durch mündliche Besprechung ersetzt oder theoretische kognitive Inhalte in Form von Rollenspielen praktisch erprobt werden. Ein weiterer Schwerpunkt der Unterrichtssequenz ist die Vermittlung von interkultureller Kompetenz, indem Lernende mit Migrationshintergrund aufgerufen werden, unterschiedliche Verhaltensnormen in ihren Kulturen im Vergleich zu Standards in Deutschland in der Lerngruppe zu diskutieren. Die hier vorgestellten Unterrichtsinhalte sollen Lernende auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten, indem sie einzelne Aspekte für die Vorbereitung und für den Verlauf des Bewerbungsgespräches sowohl praktisch als auch theoretisch einüben. Die Bausteine sind frei kombinierbar, je nach Leistungsfähigkeit und Förderbedarf können Lehrkräfte einzelne Aufgaben auswählen und je nach Behinderung oder sprachlichen Defiziten an die Lerngruppe anpassen. Die Lernwege entsprechen schwerpunktmäßig der Methode des sozialen Lernens, bei der die Lernenden durch Rollenspiele ihr Sozialverhalten in einer Bewerbungssituation erproben und sich anschließend intensiv über ihre Beobachtungen, Gefühle und Eindrücke austauschen. Dadurch, dass die Lernergebnisse wie Einsichten in Verhaltensnormen und selbstreflektierende Selbst- und Fremdbeobachtung fast vollständig im Unterrichtsgespräch gemeinsam erarbeitetet werden, wird die Kommunikations- und Kritikfähigkeit der Schülerinnen und Schüler gefördert. Die wesentlichen Lernziele dieser Unterrichtseinheit können dabei fast vollständig mündlich erarbeitet werden. Mögliche Anpassungen bei verschiedenen Förderbedarfen Sehbehinderung Vergrößerung der Abbildungen oder des ganzen Arbeitsblattes; Einsatz von Leselupen, oder Einsatz von Software für Sehbehinderte und Blinde oder mündliche Beschreibung/Vorlesen dargestellter Bilder/Texte durch Lernpartner. Geistige Behinderung Verzicht auf schriftliche Bearbeitung, stattdessen ausführliche Besprechung und/oder simulatives Lernen; gegebenenfalls Hinzuziehung eines Lernpartners, der Texte vorliest. Sprachliche Defizite Genaue Klärung der Aufgabenstellung, gegebenenfalls Hinzuziehung eines Lernpartners, der übersetzen kann. Da es sich bei einem Bewerbungsgespräch um eine Gesprächssituation handelt, auf die die Lernenden vorbereitet werden, sollte ein Vokabelheft oder eine Kartei mit Satzbausteinen angelegt werden. Medieneinsatz Falls die einzelnen Rollenspiele eher ausführlich besprochen werden sollen, bietet es sich an, diese als Video aufzunehmen. So können konkrete Situationen, die den Lernenden aufgefallen sind, noch einmal abgespielt und somit ins Bewusstsein gerufen werden. Indem wichtige Fehler oder auch vorbildhaftes Verhalten bei einem Vorstellungsgespräch wiederholt vorgeführt werden, vertieft sich der Lerneffekt und das Erinnerungsvermögen - insbesondere bei Lernenden mit schriftlichen oder sprachlichen Defiziten, aber auch bei einer verkürzten Aufmerksamkeitsspanne der Lernenden. Unterrichtsablauf und Materialien Auf den folgenden Seiten finden Sie genauere Informationen sowie mehrere Möglichkeiten, die einzelnen Arbeitsblätter an den Förderbedarf Ihrer Klasse anzupassen. Ich und mein Gegenüber: Meine Körperhaltung – Meine Einstellung Die Schülerinnen und Schüler lernen anhand von Beispielen die angemessene Körperhaltung im Bewerbungsgespräch kennen. Informationen über den Betrieb einholen Dieses Arbeitsblatt fokussiert das Sammeln von Informationen als Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch. Was ich kann – wofür ich mich interessiere Was finde ich spannend, wo liegen meine Stärken? Vor einem Bewerbungsgespräch ist es sinnvoll, sich diese Fragen selbst zu stellen. Vorbereitung des Vorstellungsgesprächs: Was ziehe ich an? Die Kleiderwahl spielt bei einem Vorstellungsgespräch eine wichtige Rolle. Anhand von Beispielen setzen die Lernenden sich mit dem Thema auseinander. Quiz: richtiges Verhalten beim Vorstellungsgespräch Dieses Quiz testet das Wissen der Schülerinnen und Schüler zum Thema "Verhalten im Vorstellungsgespräch" und gibt hilfreiche Tipps. Rollenspiel: Das Vorstellungsgespräch In einem Rollenspiel setzen die Schülerinnen und Schüler das Gelernte in die Praxis um und simulieren ein Vorstellungsgespräch. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler gewinnen einen Überblick über wichtige Verhaltensregeln, Umgangsformen und passende Bekleidung für ein Vorstellungsgespräch in unserem Kulturkreis. lernen, Informationen über einen potenziellen Arbeitgeber stickpunktartig zu notieren. üben ein, wie man Informationen zu einem Betrieb über die Homepage des Unternehmens einholen kann. werden über typische Fragen von Personalverantwortlichen in Vorstellungsgesprächen informiert und trainieren, wie man darauf angemessen und authentisch antwortet beziehungsweise reagiert. Medien- und Methodenkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler nutzen Rollenspiele, um eine schwierige und belastende Situation in der Lebenswirklichkeit leichter bewältigen zu können. arbeiten mit Kameraaufzeichnungen, um Gesprächssimulationen aufzuzeichnen und detailliert zu besprechen (fakultativ). lernen als Beobachter von Gesprächssituationen, ihre Eindrücke Stichpunktartig zu notieren. Sozialkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler setzen sich selbstreflexiv mit ihren eigenen Stärken, Fähigkeiten und Interessen auseinander. üben in Rollenspielen Verhaltensmuster ein, die im Vorstellungsgespräch, aber auch im Berufsleben allgemein vorteilhaft sind. schulen in Rollenspielen Selbst- und Fremdbeobachtungsfähigkeiten indem sie lernen, sich selbst und ihre Wirkung auf andere einzuschätzen. beobachten und analysieren intensiv Gesprächssituationen und ziehen daraus Rückschlüsse für eigene Handlungsmuster. trainieren als Zuschauer oder Teilnehmer der simulierten Vorstellungsgespräche, wie man konstruktiv Kritik übt oder Lob ausspricht. stärken ihre interkulturelle Kompetenz im Austausch über unterschiedliche Verhaltensregeln und Gesprächsführungen in anderen Kulturen. Die Fotos von sitzenden Bewerbern dienen als gemeinsame Grundlage, um sich auf ein Vorstellungsgespräch einzustellen. Dabei geht es nicht nur um die korrekte Körperhaltung, sondern generell darum, welche Wertschätzung man seinem Gegenüber schenkt, wie man sich vorteilhaft präsentiert und wie man mittels der Körperhaltung eine für beide Seiten angenehme Gesprächsatmosphäre schafft. Es wird davon ausgegangen, dass die Schülerinnen und Schüler im Verlauf des Unterrichtsgespräches gemeinsam herausfinden, welche Sitzpositionen angemessen sind, und welche nicht. Signale wie "offen", "freundlich" oder "aufmerksam" sollten dabei erkannt werden. Hierbei kann es allerdings kulturell bedingt zu unterschiedlichen Einschätzungen kommen. Beispielsweise gilt es in asiatischen Ländern als unhöflich, wenn man mit der Fußspitze auf jemanden zeigt, im arabischen Raum werden Frauen angehalten, ihre Beine nicht übereinanderzuschlagen. In einer simulierten Gesprächssituation sollen die Lernenden die unterschiedlichen Körperhaltungen ausprobieren. Alle Schülerinnen und Schüler sollten dabei mindestens einmal die Rolle des Bewerbers und des Interviewers einnehmen, um einen Perspektivwechsel vorzunehmen. So fühlen sie selbst, ob ihre innere Motivation beispielsweise bei einer "Lümmelhaltung" nachlässt, oder wie sie verwirrt werden und den Faden verlieren, wenn sich das Gegenüber die ganze Zeit sich mit dem Smartphone beschäftigt. Sehbehinderung Bei starker Sehbehinderung kann ein sehender Lernpartner die dargestellte Körperhaltung einnehmen, die dann abgetastet wird. Geistige Behinderung Die Aufgaben 1 und 2, "Einkreisen des passenden Bildes", sollten möglich sein, auf die Beschriftung der Bilder durch die Adjektive kann verzichtet werden, stattdessen mündlicher Austausch, wie das Foto auf einen wirkt, beziehungsweise Übergang zu Aufgabe 5: Nachstellen der Sitzpositionen in einem Alltagsgespräch. Sprachliche Defizite Hier kann die schriftliche Übung (Aufgabe 3) ausgelassen werden, empfehlenswert ist jedoch eine Übersetzung und schriftliches Festhalten der Adjektive. In einem Vorstellungsgespräch wird von einem Bewerber erwartet, grundlegend über den Betrieb informiert zu sein. Wer über den potenziellen Arbeitgeber Bescheid weiß, kann seine Antworten und Fragen treffender den Gegebenheiten anpassen und sich vorteilhafter präsentieren. Als Übung dient ein fiktives Ausbildungsangebot einer Schreinerei. Die Lernenden notieren die Kerninformationen über den Betrieb auf einen Merkzettel und üben somit ein, wichtige Informationen schriftlich festzuhalten. In einem gemeinsamen Unterrichtsgespräch können die Schülerinnen und Schüler sich weitere Fragen überlegen, die sie als Bewerber dem Betrieb stellen möchten. Variation: Schülerinnen und Schüler, die Grundlagen einer Internetrecherche und die entsprechende Medien-, Lese- und Schreibkompetenz besitzen, können im Anschluss die Übung mit einem realen Unternehmen - beispielsweise im eigenen Umfeld - wiederholen, indem Sie Informationen zum Betrieb auf der Homepage einholen (Aufgabe 4). Sehbehinderung Vorlesen des Textes durch einen Lernpartner, Sehhilfen, Sprachsoftware Geistige Behinderung Arbeitsblatt 2 stellt die höchsten sprachlichen Anforderungen in dieser Unterrichtseinheit und kann für stark Lernbehinderte auch ausgelassen werden. Alternativ bietet es sich an, die fiktive Stellenausschreibung von einem Lernpartner vorlesen zu lassen und gemeinsam die Kerninformation herauszufiltern. (Aufgabe 2.) Sprachliche Defizite Falls die notwendige Medienkompetenz vorhanden ist, kann eine ausländische Unternehmenswebsite in der Heimatsprache untersucht werden. Der ausgefüllte Merkzettel sollte jedoch anschließend übersetzt werden, um sich Schritt für Schritt den notwendigen Basiswortschatz für das Vorstellungsgespräch zu erarbeiten. (Aufgabe 4.) Kernpunkt eines Bewerbungsgespräches ist eine überzeugende Präsentation der eigenen Interessen und Fähigkeiten. In diesem Arbeitsblatt werden die Lernenden dazu ermuntert, sich ihre Pluspunkte für den Job nochmals vor Augen zu führen und zu notieren: Schulfächer, in denen sie gut sind, handwerkliches Geschick, soziale Kompetenzen oder Erfahrungen und Kenntnisse, die für den Beruf relevant sind wie Praktika, Ehrenamt oder Hobbies. Bei diesem Schritt wird davon ausgegangen, dass der Bewerber als Voraussetzung für das Vorstellungsgespräch bereits eine Bewerbungsmappe mit Lebenslauf verfasst hat, daher geht es darum, nochmals die wichtigsten Punkte zu rekapitulieren. Sehbehinderung Vorlesen des Textes durch einen Lernpartner, Sehhilfen oder Sprachsoftware Geistige Behinderung Zusammen mit einem Lernpartner können wichtige Eckdaten aus dem Lebenslauf mündlich besprochen und eingeübt werden, damit sie bei einem realen Gespräch präsent sind. Sprachliche Defizite Da es sich um Kernpunkte eines Bewerbungsgespräches handelt, sollte dieser Schritt auch für Bewerberinnen und Bewerber mit geringen Deutschkenntnissen nicht ausgelassen werden. Es bietet sich an, die Aufgabenstellung in der Muttersprache des Lernenden abzufassen und später zu übersetzen, damit die sprachlichen Textbausteine gelernt werden können. Diese Frage dient der Vorbereitung eines Vorstellungsgespräches. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen selbst, welche Kleidung angemessen ist und welche nicht. In diesem Unterrichtsbaustein beschäftigen sich die Lernenden mit Fotos von jeweils sechs Männern und Frauen, die in unterschiedlichen Stilen gekleidet sind. Nur jeweils zwei männliche und zwei weibliche Personen sind dabei für eine Bewerbungssituation angemessen bekleidet. Die Lernenden sind aufgerufen, die Fotos zu betrachten und sich auszutauschen, um ihre Entscheidung für die passende Kleidung zu begründen. Erwartungsgemäß entstehen dabei lebhafte Debatten: Was ist falsch an Blaumann und Schutzhelm, wenn man sich für ein Handwerk bewirbt? Warum geht der Strandlook gar nicht? Und wieso fällt der Typ im Muskelshirt unangenehm auf? Hier entsteht auch Raum für einen kulturellen Austausch, da Bekleidungsvorschriften in unterschiedlichen Kulturen abweichend wahrgenommen werden. Als Hausaufgabe werden die Lernenden aufgerufen, sich aus ihrem eigenen Fundus für ein Vorstellungsgespräch einzukleiden und ein Selfie zu machen. In der darauffolgenden Stunde werden die Fotos besprochen. Zum Erlernen einer sozialen Kompetenz gehört hierbei auch einzuüben, etwaige Kritik konstruktiv und nicht beleidigend vorzubringen und sich gegenseitig Tipps zu geben. Sehbehinderung Vergrößerung der Fotos, Sehhilfen, mündliche Beschreibung des Kleidungsstils durch einen Lernpartner Geistige Behinderung Die Auswahl des angemessenen Kleidungsstils sowie das Umkreisen des entsprechenden Fotos sollten möglich sein. Die schriftlichen Notizen können wegfallen. Die betreffenden Schülerinnen und Schüler sollten anschließend beim mündlichen Austausch intensiv einbezogen und nach ihren Eindrücken befragt werden. Sprachliche Defizite Genaue Klärung der Aufgabenstellung Typische Do's und Dont's beim Bewerbungsgespräch werden in diesem Unterrichtsbaustein vorgestellt und besprochen. Das Arbeitsblatt ist als Quiz aufgebaut, bei dem die Lernenden ankreuzen, ob eine Aussage über ein Verhalten im Vorstellungsgespräch angemessen ist oder nicht: Was tun, wenn der Bus Verspätung hat? Soll/darf man seinem Gegenüber in die Augen schauen? Wieviel Emotionen sind erlaubt? In einem weiteren Schritt begründen die Lernenden ihre Einschätzung, nachdem sie sich ausgetauscht haben. Dieses Quiz kann sowohl mündlich als auch schriftlich umgesetzt werden, als Ganzes oder in Teilen, im Plenum, in Einzel- oder Partnerarbeit. Es bietet sich ebenfalls als Ergänzung zum simulierten Vorstellungsgespräch an (Arbeitsblatt 6). Hierbei werden die einzelnen Fragen von der Lehrkraft immer dann aufgegriffen, wenn eine ähnliche Situation bei den Rollenspielen auftaucht und geklärt werden sollte. Da das Quiz relativ umfangreich ist, bietet es sich an, es nicht als Ganzes, sondern in Teilabschnitten durchzunehmen: "Vor dem Vorstellungsgespräch", "Bei der Begrüßung", "Während des Gesprächs" und "Bei der Verabschiedung". Die Lösungsvorschläge zum Quiz dienen der Orientierung. Es kann durchaus sein, dass die Lerngruppe abweichende Begründungen entwickelt. Auch dieser Unterrichtsbaustein bietet viel Raum für interkulturellen Austausch und Diskussionen. So gilt es in vielen asiatischen Ländern als unhöflich, jemandem direkt in die Augen zu schauen. In Deutschland wechselt man im Vergleich zu vielen anderen Kulturen nach der Begrüßung schneller von der persönlichen auf die sachliche Ebene. Auch das richtige Maß zwischen Selbstsicherheit und Arroganz, Zurückhaltung und Unterwürfigkeit wird in vielen Kulturen völlig anders bewertet. Als Variation kann das Quiz in Gruppenarbeit als Wettbewerb umgesetzt werden. Hierbei sollte allerdings auf eine gute Mischung der Gruppen geachtet werden, damit sich Defizite und unterschiedlicher Förderbedarf weitgehend ausgleichen und keine Gruppe benachteiligt ist. Sehbehinderung Vorlesen des Textes durch einen Lernpartner, Sehhilfen oder Sprachsoftware Geistige Behinderung Die schriftliche Begründung kann ausgelassen werden. Für diese Gruppe von Lernenden eignet sich die Variante der Gruppenarbeit, sofern sie von den übrigen Gruppenmitgliedern intensiv in die Entscheidungsfindung eingebunden werden. Einzelne Situationen, die das Quiz aufgreift, können auch vorgespielt werden. Es bietet sich an, das Quiz in kleinere Einheiten zu unterteilen, da es relativ umfangreich ist und eine hohe Aufmerksamkeitsspanne erfordert. Sprachliche Defizite Genaue Klärung der Aufgabenstellung. Hilfreich ist eine Unterstützung bei der schriftlichen Formulierung der Begründung, damit "richtiges" Verhalten nicht nur auswendig gelernt, sondern auch verstanden werden kann. Nachdem die unterschiedlichen Bausteine zur Vorbereitung eines Vorstellungsgespräches im Unterricht behandelt wurden, sollten die Schülerinnen und Schüler das notwendige Rüstzeug besitzen, um ein Vorstellungsgespräch als Rollenspiel durchzuführen. Hierfür übernimmt einer die Rolle des Bewerbers und einer die Rolle des Personalverantwortlichen. Vorgegeben sind typische Fragen, die im Verlauf eines Vorstellungsgesprächs üblicherweise gestellt werden. Der Rest der Lerngruppe begleitet das Rollenspiel als aufmerksame Zuhörer, die auf einem Beobachtungsbogen ihre Eindrücke, Fragen oder Anregungen notieren und im Anschluss an das Gespräch die "Schauspieler" mit konstruktiver Kritik, Lob und Verbesserungsvorschlägen begleiten. Es erfordert einige Zeit, bis alle in der Lerngruppe zumindest einmal als Bewerberin oder Bewerber auftreten, die Gesprächssituation sollte jedoch idealerweise mehrfach durchgespielt werden, um den Bewerbern die Möglichkeit zu geben, an Verbesserungen ihres Auftritts zu arbeiten und besonders gelungene Aspekte zu verfestigen. Hier bietet es sich an, dass Arbeitsgruppen weiter an den Rollenspielen arbeiten und sich dabei gegenseitig unterstützen, beispielsweise als Hausaufgabe. Die Rollenspiele können auch als Video aufgenommen werden, um auf diese Weise einzelne Situationen (kritisches ebenso wie geschicktes Verhalten) im Gesprächsverlauf gezielt ansteuern zu können und im Unterricht zu besprechen. Sehbehinderung Nur die Rolle des Personalverantwortlichen erfordert Lesekompetenz, in der Rolle des Bewerbers ist kein Sehvermögen erforderlich. Geistige Behinderung Die schriftlichen Notizen können wegfallen. Im Vorfeld der Simulation empfiehlt es sich, die Ergebnisse insbesondere aus Arbeitsblatt 3 "Was ich kann – wofür ich mich interessiere" mehrmals in Form von Satzaussagen für das Gespräch einzuüben. Sprachliche Defizite Bei starken sprachlichen Schwierigkeiten ist es wichtig, dass die vorbereitenden Unterrichtsbausteine (Arbeitsblatt 1 bis 5) bereits intensiv erarbeitet wurden und ein Vokabular beziehungsweise ganze Sätze eingeübt werden. Die Bewerberin oder der Bewerber sollte in der Lage sein, Kernelemente des Gespräches in deutscher Sprache zu führen (zum Beispiel Begrüßung, Verabschiedung, Interessen und Fähigkeiten). Falls die Lernenden detailliertere Antworten nur in ihrer Muttersprache ausdrücken können, diese aber in Deutsch einüben möchten, bietet es sich an, die Antworten schriftlich festzuhalten, sie zu übersetzen und die deutsche Entsprechung zu lernen.

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