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Eddie im Finale

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit zu der Lektüre "Eddie im Finale" bietet im Rahmen von Europa- oder Weltmeisterschaften eine gute Gelegenheit, das Thema Fußball mithilfe eines Buches aufzugreifen. Ist Fußball spannend? Oder einfach nur langweilig? Sind Ihre Schülerinnen und Schüler angesichts der bevorstehenden Weltmeisterschaft bereits dem Fußballfieber verfallen, so wie Eddies Familie im Buch? Die Arbeit mit der Ganzschrift kann Anlass zu Gesprächen und zur Auseinandersetzung mit dem Thema Fußball und darüber hinaus zu Themen wie Familie, geschlechtsspezifisches Rollenverhalten, Träume und Wünsche, Wahrheit und Lügen und vieles mehr geben. Zudem bietet es sich an, das Buch als Basis für ein Projekt, bei dem die Kinder Bücher rund um das Thema Fußball vorstellen, zu lesen. "Eddie im Finale" im Unterricht "Eddie im Finale" ist im Fußball-WM-Jahr eine geeignete Lektüre, das aktuelle Ereignis im Unterricht ab der zweiten Klasse aufzugreifen und gleichzeitig leseschwache Schülerinnen und Schüler und Kinder mit wenig Leseinteresse durch das beliebte Thema "Fußball" zum Lesen eines ganzen Buchs zu bewegen. Weil die Ich-Erzählerin Eddie ein Mädchen ist, das nicht viel vom Fußballspielen hält, wird die Geschichte auch bei den Mädchen auf besonderes Interesse stoßen. Das Thema Fußball steht zwar im Mittelpunkt der Geschichte von Zoran Drvenkar, das Buch bietet aber zudem viele Anknüpfungspunkte zu Themen, die nicht im direkten Zusammenhang mit der Sportart stehen, die aufgegriffen und im Unterricht behandelt werden können. Wochenplanarbeit Im Rahmen der Wochenplanarbeit können die Schülerinnen und Schüler Fragestellungen bearbeiten, dazu mithilfe verschiedener Medien recherchieren und Ergebnisse auf herkömmliche Weise und im Internet als Blogbeitrag oder Webseite präsentieren. Weitere Informationen zum Inhalt des Buches finden Sie auf der Seite "Eddie im Finale - die Geschichte" zusammengefasst. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler werden im Sinn erfassenden Lesen gefördert und entwickeln Spaß am Lesen. lesen das Buch selbständig und verbessern ihre Lesetechnik und den Lesefluss. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich untereinander über den Inhalt des Buches aus. betrachten das Thema Fußball aus jungen- und mädchenspezifischer Sicht. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren im Internet nach Büchern rund um das Thema Fußball. stellen ein selbst ausgewähltes Buch in einem Projekt vor. "Alles Blödsinn!" Fußball ist albern, langweilig, aber vor allem anstrengend. Denn seit Eddies Eltern und ihr kleiner Bruder im Europameisterschafts-Fieber sind, nimmt niemand mehr Notiz von ihr. Schlimmer noch: Zum Essen gibt's nur noch Pizza und Popcorn, und Eddie fürchtet ernsthaft, am Ende der Meisterschaft verhungert zu sein. Als ihr Papa jubelnd nach Hause kommt, weil er vier Karten für das Europameisterschaftsendspiel plus Tickets für den Flug und Hotelübernachtung bekommen hat, vergeht Eddie wirklich jede Lust am Ball. Selbst die Aussicht auf ein versprochenes Frühstück mit der Nationalmannschaft kann sie nicht locken, denn schließlich ist alles, was mit Fußball zu tun hat, "Blödsinn". Das Elfmeter-Schießen Tatsächlich schafft es Eddie, ihre schlechte Laune fast bis zum Ende des Finales zu behalten. Es lässt sie zum Beispiel kalt, dass ihre Familie von der Nationalmannschaft am Flughafen empfangen wird und ein paar Spieler sogar mit ihr und ihrem kleinen Bruder bis tief in die Nacht Karten spielen. Es interessiert sie wenig, dass die Spieler deswegen am nächsten Tag verschlafen und beinahe zu spät zum Spiel kommen. Und es reißt sie überhaupt nicht vom Hocker, dass die deutsche Mannschaft schließlich nur noch ein einziges Elfmetertor vom Europameistertitel entfernt ist. Erst als die deutschen Spieler plötzlich Angst haben, den Ball ins Tor zu schießen, gibt sich Eddie einen Ruck und lässt einen halbherzigen Kommentar ab "Das mach ich doch mit links." Vom Fußballmuffel zum Fußballstar Wie durch ein Wunder werden ihre Worte über Lautsprecher übertragen und im ganzen Stadion gehört. Der Schiedsrichter fordert sie auf, aufs Spielfeld zu kommen und den alles entscheidenden Schuss zu wagen. Und Eddie ist zum ersten Mal emotional an einem Fußball-Spiel beteiligt: Sie hat Angst! Doch da sie auf keinen Fall so feige sein will wie die deutschen Fußballer, macht sie keinen Rückzieher. Stattdessen zieht sie die Schuhe aus, macht ihre sagenhafte, übergroße Monsterzehe mit dem Ball bekannt und überträgt ihr die ganze Verantwortung für den Schuss. Die Zehe lenkt zwar den Ball statt nach links direkt auf den verblüfften Torwart zu, der Ball landet aber samt Torwart im Netz, die deutsche Mannschaft hat gewonnen und Eddie wird zum gefeierten Fußballstar!

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Composez la meilleure équipe de France

Unterrichtseinheit
14,99 €

In der Unterrichtseinheit für das Fach Französisch für die Sekundarstufe I und Sekundarstufe II stellen Ihre Lernenden mithilfe von Internetrecherche und Gruppenpuzzle eine französische Fußball-Nationalmannschaft zusammen und begründen Auswahl sowie Positionen. In dieser Unterrichtseinheit für den Französischunterricht unterstützen Ihre Lernenden in einer Simulation den Nationaltrainer Didier Deschamps dabei, die „beste Elf“ auszuwählen und die Positionen auf dem Spielfeld zu besetzen. Dafür recherchieren die Lernenden Informationen zu französischen Fußballspielern im Internet, strukturieren Ergebnisse und diskutieren ihre Auswahl in arbeitsteiliger Gruppenarbeit. Zu Beginn klären die Lernenden mithilfe eines Einstiegs und eines Selbstreflexionsbogens Erwartungen, Vorwissen und persönliche Lernziele. Anschließend wird ein Wortfeld zum Thema Fußball aufgebaut, sodass zentrale Redemittel für Beschreibungen, Vergleiche und Begründungen verfügbar sind. Darauf aufbauend erarbeiten die Lernenden Kriterien für eine erfolgreiche Mannschaft als Grundlage für spätere Entscheidungen. Im Rechercheteil sammeln die Lernenden zunächst mögliche Kandidaten und sichern die Ergebnisse, wahlweise auch mithilfe einer vorgegebenen Recherchehilfe, falls eine freie Internetrecherche reduziert werden soll. In Expertengruppen (zum Beispiel nach Positionen wie Torwart, Abwehr, Mittelfeld und Angriff) erstellen die Lernenden Spielerporträts, wählen Favoriten und bereiten kurze Präsentationen vor. Ein lernwegbegleitender diagnostischer Schreibauftrag mit Feedback unterstützt die sprachlich-kommunikativen Kompetenzen gezielt, bevor die Gruppen im Gruppenpuzzle neu zusammengesetzt werden. Den Abschluss bildet eine simulierte Pressekonferenz: Ein „Trainerteam“ präsentiert die Mannschaftsaufstellung, Journalistinnen und Journalisten stellen kritische Fragen, und Entscheidungen werden begründet. Die Einheit ist auf vier Unterrichtsstunden angelegt und enthält einen Ablaufplan sowie mehrere Arbeitsblätter und Zusatzmaterialien. Die Einheit verbindet lebensweltnahe Interessen (Sport, Medien, Populärkultur) mit landeskundlichem Lernen: Die Auseinandersetzung mit der französischen Nationalmannschaft („équipe tricolore“) eröffnet Gesprächsanlässe zu öffentlicher Wahrnehmung, Rollenbildern, Erfolgserzählungen und nationaler Identität. Gleichzeitig wird die Sprachhandlung klar fokussiert: Informationen recherchieren, auswerten, präsentieren, vergleichen und begründet entscheiden. Methodisch ist der Aufbau schlüssig, weil Wortschatzarbeit und Kriterienentwicklung vor der Recherche platziert sind: Lernende verfügen dadurch über sprachliche Mittel und fachliche Maßstäbe, bevor sie Auswahlentscheidungen treffen. Das Gruppenpuzzle fördert Verbindlichkeit, da jede Person Expertise für eine Position entwickelt und diese in die neue Gruppe einbringt. Der diagnostische Zwischenschritt (Schreibauftrag mit Rückmeldung) stabilisiert die Qualität der Präsentationen und macht Lernfortschritte sichtbar. Für die Umsetzung empfiehlt sich, die Recherchephase klar zu rahmen (Zeitfenster, verpflichtende Quellen, Kriterien für verlässliche Informationen), damit Suchergebnisse vergleichbar werden und die Diskussion nicht in Einzelmeinungen stehen bleibt. Die optionale Recherchehilfe bietet eine pragmatische Alternative, wenn Geräte, Zeit oder Internetzugang begrenzt sind. Für heterogene Lerngruppen können Sie die Anzahl der zu recherchierenden Spieler je nach Leistungsniveau staffeln und Satzbausteine für Begründungen bereitstellen; die Einheit sieht hierfür bereits unterschiedliche Anforderungen (Mindest-, Regel- und Expertenstandard) vor. Als mögliche Stolperstelle zeigt sich, dass sportliche Vorerfahrungen stark variieren können. Das lässt sich auffangen, indem Sie Auswahlkriterien explizit machen (zum Beispiel Teamharmonie, Positionsprofil, Stärken) und die Bewertung an überprüfbare Informationen binden. Die Abschluss-Pressekonferenz eignet sich zudem für formative Leistungsbewertung, etwa über Kriterien wie sprachliche Angemessenheit, Nutzung von Belegen aus der Recherche, argumentative Stringenz und kooperative Gesprächsführung. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren Informationen zu französischen Fußballspielern in Einzelarbeit, Partnerarbeit oder Gruppenarbeit und halten Ergebnisse strukturiert fest. beschreiben Spielpositionen und Spielerprofile (zum Beispiel Torwart, Abwehr, Mittelfeld, Angriff) fach- und sprachangemessen. erläutern Auswahlkriterien für eine erfolgreiche Mannschaft und wenden diese auf recherchierte Kandidaten an. vergleichen Spielerprofile mithilfe ausgewählter Kriterien und treffen begründete Entscheidungen für eine Mannschaftsaufstellung. präsentieren Rechercheergebnisse in der Gruppe und stellen ausgewählte Spieler sowie die Teamaufstellung nachvollziehbar vor. begründen Entscheidungen in einer simulierten Pressekonferenz und reagieren auf Rückfragen argumentativ. reflektieren den eigenen Lernstand im Verlauf der Einheit und nutzen Rückmeldungen zur Überarbeitung von Texten oder Präsentationen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren zielgerichtet im Internet und nutzen geeignete Webseiten, um Informationen zu Spielern und Teams zu finden. prüfen und vergleichen Informationen aus unterschiedlichen Quellen und leiten daraus nutzbare Fakten für Präsentationen ab. dokumentieren Rechercheergebnisse so, dass sie in Gruppenarbeitsphasen weitergegeben und genutzt werden können. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Expertengruppen und gemischten Gruppen zielorientiert zusammen und übernehmen Rollen im Gruppenpuzzle. diskutieren Entscheidungen respektvoll, hören einander zu und begründen eigene Positionen nachvollziehbar. treffen in der Gruppe gemeinsame Entscheidungen und reflektieren den Arbeitsprozess (zum Beispiel mithilfe von Reflexionsbögen). geben Feedback zu Texten oder Präsentationen und nutzen Rückmeldungen zur Verbesserung.

  • Französisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Fußball-Kinder

Kopiervorlage

Fußball ist bei Groß und Klein eine beliebte Sportart. Dabei geht es um weit mehr, als "nur" einen Ball zu kicken – Fußball fördert Kondition und Koordination sowie soziale Kompetenzen. Dieses Unterrichtsmaterial für die Grundschule geht auf Wortschatz sowie Ablauf und Regeln rund um Fußball ein. Dabei wird auch das Miteinander in der Sportart aufgegriffen. Fußball gehört zu den beliebtesten Sportarten, viele Menschen interessieren sich dafür. Dabei spielen weder Alter noch Herkunft oder Wohnort eine Rolle, der Sport scheint alle zu vereinen. Die Geschichte dieser internationalen Ballsportart reicht weit in die Vergangenheit zurück. Das Interesse daran ist ungebrochen – sei es als Freizeitsport oder Hobby, zu Welt- oder Europmeisterschaften sowie anderen Turnieren. Diese Materialien greifen das Thema Fußball auf und bieten die Möglichkeit, im Unterricht vielseitig eingesetzt zu werden. Ein vielseitiger und anspruchsvoller Mannschaftssport Beim Fußball werden nicht nur motorische Fähigkeiten gefördert, sondern auch kognitive Fertigkeiten und die Koordination. Außerdem entwickeln Mitspielerinnen und Mitspieler in diesem Mannschaftssport zahlreiche soziale Kompetenzen, beispielsweise Toleranz und Teamfähigkeit. Viele Kinder kennen diese Sportart, auch wenn sie keine Fußball-Fans sind, und spielen vielleicht sogar selbst in einem Verein oder haben schon einmal eine Meisterschaft verfolgen können. Das Thema im Unterricht Das Thema knüpft an die Lebenswelt der Lernenden an und das Material vermittelt anhand kurzer, einfacher Sätze und authentischen Fotos Wissenswertes aus dem Bereich "Sport und Bewegung". Den Rahmen bildet ein Fußballspiel, bei dem Mädchen und Jungen sowie ihre Trainerin Einblicke in Spiel und Miteinander geben. Dabei erweitern die Lernenden auf anschauliche Art und Weise zum einen ihren themenspezifischen Wortschatz, zum Beispiel Trikot, Torwart, Stutzen und Fußballschuhe, und lernen typische Ausdrücke wie "der Ball ist im Aus" und "toll/gut/nicht gehalten" kennen. Zum anderen erfahren sie Wissenswertes über Spielablauf (wie viele Mitspielerinnen und Mitspieler gibt es auf dem Spielfeld?) und Regeln (Foul, Elfmeter, Rote Karte). Im Fokus des Arbeitsmaterials steht außerdem das Miteinander im Sport. Dieser Aspekt kann im Unterricht vertieft werden. Da dementsprechend das Thema inhaltlich geöffnet wird, können auch verstärkt Schülerinnen und Schüler angesprochen werden, die ein weniger ausgeprägtes Interesse am Fußballsport teilen. Denkbar wäre, Aspekte wie einen toleranten Umgang und ein gelungenes Miteinander aufzugreifen. Die Schülerinnen und Schüler könnten diesbezüglich in den Austausch gehen und diskutieren. Auch bietet sich an, im Anschluss weitere Sportarten zu thematisieren und den Unterricht interessengeleitet zu gestalten. Dieses Material kann je nach Schulstufe und Lerngruppe vielseitig im Unterricht eingesetzt werden und bietet eine Reihe an Anknüpfungspunkten.

  • Sport / Bewegung
  • Primarstufe

Harpastum est globosum – Fußball-Latein international

Unterrichtseinheit
14,99 €

"König Fußball regiert die Welt" – so heißt es in einem Lied, das die deutsche Fußball-Nationalmannschaft einst in den Siebzigern sang. Nach wie vor hat diese Sportart nichts von ihrer Attraktivität eingebüßt und erfreut sich weltweit – als football, soccer, fout etc. – großen Zuspruchs. In dieser Unterrichtseinheit gehen die Schülerinnen und Schüler auf Spurensuche zum Thema Fußball und erkunden, woher die Idee zur beliebten Ballsportart stammt und ob es bereits einen Vorläufer in der Antike gab. Didaktische Alternativen öffnen das Thema für fächerübergreifendes Arbeiten. Internationale Großereignisse wie WM, EM oder Olympische Spiele sind ideale Gelegenheiten, die spannende Spurensuche nach den antiken Ursprüngen des Fußballs auch im Latein-Unterricht zu thematisieren. Zudem bieten sportlich orientierte Lektionstexte (zum Beispiel Gladiatorenkämpfe, Circusspiele ) interessante Anknüpfungspunkte für fächerübergreifende multilinguale Unterrichtssequenzen und Projekte. Bereits in der Antike waren Ballspiele bekannt. Sie erfreuten sich nach dem Zeugnis literarischer Quellen großer Beliebtheit. Den Archäologen ist es jedoch aufgrund der minimalen antiken Regelangaben nur in einigen Fällen möglich, diese Spiele zu benennen und zu rekonstruieren. Die ältesten Überlieferungen von Formen fußballartiger Spiele, die eher Geschicklichkeitswettbewerben oder Kampfspielen beziehungsweise Ringkämpfen mit dem Ball ähnelten, stammen aus China, den Hochkulturen Mittelamerikas (Olmeken und Azteken) und aus Japan. Auf europäischen Fußballspuren Wie die außereuropäischen Ballspiele, so zeigen auch die griechisch-römischen Fußballvarianten nur geringe Ähnlichkeit mit dem modernen Fußballspiel. Die Griechen kannten antiken Quellen zufolge vor allem folgende Mannschafts- und Ballspiele: Sphairomachia Platon umschreibt diese Ballsportart, die vor allem in Sparta sehr populär war, als vormilitärische Übung. Spielfeld war die Rennbahn, auf der die Akteure zur Begeisterung des Publikums um den Ballbesitz kämpften und sich auch prügelten. Der Sieger wurde mit dem Ehrentitel "sphaireis" ausgezeichnet. Episkyros (Phaininda) Etwa 2000 v. Chr. entwickelten die Griechen ein weiteres Ballspiel, das Episkyros oder Phaininda genannt wurde. Es wurde hauptsächlich von Männern gespielt. Das Spielfeld, auf dem mit Gips ( "skyros" ) eine Mittellinie gezogen wurde, weist bereits Übereinstimmungen mit dem heutigen Fußballfeld auf. Römischer Fußball? Wahrscheinlich ausgehend vom griechischen Phaininda entwickelten und betrieben die Römer etwa 200 v. Chr. ein als "Harpastum" ( "Raffballspiel", "Spiel mit dem kleinen Ball") bekanntes Ballspiel, das 700 bis 800 Jahre lang populär war. Es war ein rohes, aber durchaus anspruchsvolles Spiel, bei dem Schnelligkeit, Technik und Intelligenz von Bedeutung waren. Die Römer benutzten ein rechteckiges Spielfeld, das durch Grundlinien begrenzt und eine Mittellinie halbiert war. Es war etwas kleiner als ein heutiges Fußballfeld. Unterlage waren Gras oder Sand/Asche. Gespielt wurde mit einem kleinen, harten Ball von etwa 8 Inch Durchmesser, der aus Leder beziehungsweise Tierfell hergestellt und mit Schwämmen ausgestopft war. Beim Harpastum kämpften zwei Mannschaften mit jeweils fünf bis zwölf Spielern um den Sieg. Einige antike Berichte deuten gar Hunderte von Spielern auf beiden Seiten an. Das römische Harpastum wurde von Julius Caesar und seinen Generälen als eine Art Militärtraining zur Verbesserung der körperlichen Fitness und Kampfbereitschaft der römischen Armee genutzt. Im Zuge der römischen Expansion verbreitete sich die Sportart mit den römischen Legionären in Europa und erreichte auch die Britischen Inseln. Nachfolger des Römerspiels Nach dem Untergang des Römischen Reiches existierte die römische Ballsportart in einigen Gegenden weiter beziehungsweise wurde durch Einfluss neuer Spielideen weiterentwickelt. Die Ballspiele, die sich in England ( folk football ), Italien ( "Calcio" – "Fußtritt"), Frankreich ( "Soule"/"Choule" ) und Deutschland herausbildeten, gehen möglicherweise auf das Harpastum der Römer zurück. Fußball in der Neuzeit Im 19. Jahrhundert entwickelten sich aus den Vorläufern der Antike und des Mittelalters allmählich zwei verschiedene Sportarten heraus: Fußball und Rugby . 1883 kam es zu der uns als WM-System geläufigen Fußball-Aufstellung: ein Torwart, zwei Verteidiger, drei Läufer und fünf Stürmer. 1904 wurde der internationale Fußballverband, die FIFA, bereits vier Jahre zuvor der Deutsche Fußballband (DFB) gegründet. Seit 1908 sind Fußballturniere Bestandteil der Olympischen Sommerspiele. Die erste Fußball-Weltmeisterschaft wurde im Jahr 1930 ausgetragen. Mag auch auf den ersten Blick das Thema Fußball nicht so recht zu den traditionell mit dem Fach Latein verbundenen Lerninhalten passen, so bietet gerade die scheinbare Diskrepanz einen reizvollen Ansatzpunkt für eine zeitgemäße motivierende Unterrichtseinheit im Kontext der Lehrbucharbeit der Spracherlernungsphase oder während der Lektüre. Die neueren Lateinlehrwerke eröffnen hierzu vielfältige Anknüpfungsmöglichkeiten. Ausgehend von sportlich orientierten Lesestücken (zum Beispiel zu den Thermen, Gladiatorenkämpfen, Circusspielen ), dazu passenden Abbildungen und Informationstexten tragen einzelne, variabel einsetz- und an die jeweilige Lerngruppe adaptierbare Unterrichtsbausteine zu einer bei Schülerinnen und Schülern aller Altersstufen sehr beliebten Aktualisierung der Sportthematik bei. Didaktische Alternativen Dem Einsatz diverser Medien, Übungs- und Sozialformen stehen bei der praktischen Umsetzung einer Unterrichtseinheit oder eines Projekts mit sportlicher Schwerpunktsetzung im Latein-Unterricht alle Variationen offen. Überaus empfehlenswert ist zudem mit Blick auf den internationalen, völkerverbinden Charakter des Sports die Integration multilingualer Elemente. Fußball-Glossar in lateinischem Gewand Ein sehr motivierender Einstieg in eine lateinische "Fußball-Stunde" kann das Sammeln von deutschen Fachbegriffen aus der Fußballwelt sein, die es in die lateinische Sprache zu übertragen gilt. Wörter wie "Verteidiger" ( defensor) oder "Tor" ( porta) stellen dabei zum Beispiel keinerlei Schwierigkeit dar, da sie von den Lernenden aufgrund des klassischen Lehrbuchvokabulars abgeleitet werden können. Schwierigere Fachausdrücke wie "Abseits" bieten Raum für kreative Wortschöpfungen seitens der Lernenden. Multilingulaes Fußball-Latein Ausgehend von einem multilingualen Glossar wichtiger Fußball-Fachbegriffe kann die sprachverbindende Rolle der "Mutter Latein" eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden. "Römer-Fußball" in historischen Quellen Das römische Harpastum-Spiel beziehungsweise dessen griechischen Vorbilder sind bei antiken Autoren mehrfach bezeugt. Martial-Epigramme bieten sich zum Beispiel als Original-Lektüre, die längere Abhandlung des Gladiatoren-Arztes Galenus über "Die Übung mit dem kleinen Ball" und ein Athenaios-Text hingegen auch für Übersetzungslektüre an. Die Lernenden gewinnen hierbei wertvolle Informationen zum historischen Kontext des Fußballspiels und rekonstruieren im Sinne experimenteller Archäologie aus Puzzlestückchen antike Ballspielregeln. Internet-Fußball-Rallye Ein tabellarischer Vergleich des römischen Harpastum , des modernen Fußballs und des Rugbys unter Internet-Einsatz ist zur Vertiefung und Aktualisierung der Thematik sehr empfehlenswert. Fußball und Musik Musik als völkerverbindendes Element zeigt sich im sportlichen Bereich vor allem in den Nationalhymnen der gegnerischen Mannschaften. Ein reizvoller multilingualer Textvergleich der Hymnen ausgewählter Fußballnationen hält idealerweise in Kooperation mit dem Musik-Unterricht auch die Integration textpragmatischer und metaphorischer Interpretationsschwerpunkte bereit. Fußballquiz Eine deutsches oder alternativ für Fortgeschrittene ein lateinisches Quiz ist als Appetithäppchen zum Stundeneinstieg oder als zusammenfassende Lernkontrolle am Ende der Fußball-Einheit denkbar. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihren Wortschatz durch eigene lateinische und multilinguale Wortschöpfungen zu Fußball-Begriffen beziehungsweise durch Einsatz von Online-Wörterbüchern. lernen die Vorgeschichte und die antiken Vorläufer des modernen Fußballs kennen, insbesondere das Harpastum-Spiel. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler führen eine Internet-Rallye beim Vergleich des römischen Harpastum, des modernen Fußballs und des Rugbys durch. lernen durch Internet-Recherche Nationalhymnen in romanischen Sprachen kennen und entdecken die Verwandtschaft zur "Mutter Latein". Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erleben den völkerverbindenden Charakter des Sports in der Geschichte beziehungsweise in der Moderne am Beispiel des Fußballs oder fußballähnlicher Spiele. entdecken den sozialen Charakter des Harpastum und ähnlicher Spiele in einem multilingualen Sportprojekt. Fächer verbinden Krönung und Abschluss einer vom Fußball inspirierten, multimedial konzipierten Unterrichtseinheit im Lateinunterricht ist ein, durch bereits erwähnte Bausteine sukzessive vorbereitetes fächerübergreifendes Projekt. Es kann auch moderne Fremdsprachen, die Fächer Sport, Geschichte, Musik, Kunst und Informatik einbeziehen. Den einzelnen fachspezifischen Aspekten kann dabei wie folgt Rechnung getragen werden. Übertragen der Namen der Teilnehmer der WM-Endrunde ins Lateinische und in moderne Fremdsprachen Erstellen von Fußball-Glossaren in den jeweiligen Sprachen Gestalten lateinischer oder multilingualer Spieler-Steckbriefe Untersuchen von Kontinuanten des Lateinischen in den Nationalhymnen der Fußballnationen und erschließen von deren Inhalt lateinische/multilinguale Fangesänge Learning by doing: Nachstellen eines römischen Harpastum-Spiels nach den zuvor besprochenen Regeln im Sinne experimenteller Archäologie Vergleichen von Text und Melodie ausgewählter Nationalhymnen der teilnehmenden Länder Integrieren von ins Lateinische oder in moderne Fremdsprachen übertragenen modernen Fangesänge und Anfeuerungsrufen Identifizieren und Basteln von Landesflaggen oder Geo-Thumbs der WM-Teilnehmer Kreieren von Kostümen der Harpastum-Mannschaften Einsatz von Computer und Internet zur Recherche Präsentation der Arbeitsergebnisse bzw. Kommunikation der Arbeitsgruppen untereinander Erstellen einer multilingualen Fußball-Homepage, integriert in die Schulhomepage Drehen eines Spiel- oder Dokumentarfilms zur Entstehung des Fußballs und der möglichen Vorläufer des Fußballs bei Griechen und Römern (unter Einsatz einer digitaler Videokamera, Bildbearbeitungs-/ Schneide-Software etwa von Pinnacle)

  • Latein
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
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