Tipp der Redaktion

Fächerübergreifend

Schule der Zukunft
Tipp der Redaktion

Fächerübergreifend

In einem Interview klärt Berufsschullehrer und Lehrkräftefortbilder Dr. Jens Soemers darüber auf, wie zukunftsorientierter Unterricht aussehen kann.

Tipp der Redaktion

Stop-Motion-Filmabenteuer gestalten

Aufnahme eines Handys, mit dem ein Stop-Motion-Film erstellt wird
Tipp der Redaktion

Stop-Motion-Filmabenteuer gestalten

In dieser Unterrichtsreihe zum Thema Stop-Motion-Filme arbeiten die Lernenden in Animations-Filmteams und erwecken ihre eigenen Zeichnungen zum Leben.

Tipp der Redaktion

Überfischung und Verschmutzung stoppen

Fischerboot wirft Netze aus
Tipp der Redaktion

Überfischung und Verschmutzung stoppen

In dieser Unterrichtseinheit zum UN-Nachhaltigkeitsziel 14 "Ozeane, Meere und Meeresressourcen nachhaltig erhalten und nutzen" erkunden die Lernenden eigenständig die Bedrohungen der Weltmeere und…

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Pinkoa – kostenloser Lern-Timer mit Koala

Tool-Tipp

Schwierigkeiten, beim Lernen fokussiert zu bleiben? Bedarf nach einem kleinen Helfer, der die Zeit stoppt? Mit Koa ist die Konzentration beim Lernen kein Problem mehr - denn der süße pinke Koala behält im Blick, wie lange schon gelernt wurde, und spielt sogar bei Bedarf ruhige Hintergrundmusik. Für erfolgreiches Lernen, bei dem die Pausen auch nicht vergessen werden.

  • Fächerübergreifend

Rechtsform, Aufbauorganisation und Unternehmensführung

Unterrichtseinheit

Welche Rechtsform passt zu einem Unternehmen und wie lassen sich betriebliche Abläufe sinnvoll organisieren? In dieser Unterrichtseinheit erarbeiten sich die Lernenden eigenständig Grundlagen zu Rechtsformen, Aufbauorganisation und Unternehmensführung. In konkurrierenden Gruppen recherchieren sie, entwickeln gemeinsame Konzepte und präsentieren ihre Ergebnisse. Die Unterrichtseinheit vermittelt grundlegende Kenntnisse über betriebliche Entscheidungen hinsichtlich der Rechtsform, Aufbauorganisation und Unternehmensführung. In konkurrierenden Gruppen erschließen sich die Schülerinnen und Schüler verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten eines Unternehmens mithilfe schulischer Lernmaterialien und digitaler Informationsquellen. Dabei verteilen sie Aufgaben eigenverantwortlich, bewerten Informationen hinsichtlich ihrer Verlässlichkeit und Aktualität und erarbeiten unter zeitlichen Vorgaben ein gemeinsames Konzept. Die Gruppen bereiten ihre Ergebnisse auf, präsentieren diese und diskutieren unterschiedliche Lösungsansätze im Klassenverband. Neben wirtschaftlichen Fachkenntnissen werden insbesondere die Teamfähigkeit, die selbstständige Informationsbeschaffung, die kritische Bewertung digitaler und gegebenenfalls KI-generierter Inhalte sowie die Anwendung einer Entscheidungsmatrix gefördert. Die Unterrichtseinheit basiert auf einem schülerorientierten und handlungsorientierten Lernkonzept, das die eigenverantwortliche Erarbeitung wirtschaftlicher Inhalte in den Mittelpunkt stellt. Die Lernenden arbeiten in zwei oder vier Gruppen, wobei bei vier Gruppen jeweils zwei Teams konkurrierend dieselben Aufgaben bearbeiten. Diese Organisationsform soll die Motivation fördern und die Teamfähigkeit als zentrale Schlüsselqualifikation stärken. Der bewusst knapp bemessene Zeitrahmen fordert die Schülerinnen und Schüler dazu auf, Teilaufgaben selbstständig zu übernehmen, ihre Ergebnisse innerhalb der Gruppe abzustimmen und gemeinsam ein tragfähiges Konzept zu entwickeln. Die Recherche mithilfe schulischer Lernmaterialien und geeigneter digitaler Informationsquellen unterstützt den Aufbau fachlicher Kenntnisse und fördert zugleich die Informations- und Medienkompetenz. Dabei setzen sich die Lernenden kritisch mit der Aktualität, Glaubwürdigkeit und Qualität digitaler Informationen auseinander. Auch der Umgang mit KI-generierten Inhalten kann aufgegriffen werden, indem Informationen auf ihre Nachvollziehbarkeit und Richtigkeit überprüft werden. Die Anwendung einer Entscheidungsmatrix ermöglicht es, wirtschaftliche Handlungsalternativen systematisch zu vergleichen und begründet zu bewerten. Die Lehrkraft übernimmt während der Arbeitsphasen vorwiegend eine beratende und unterstützende Funktion. Sie begleitet die Erstellung verbindlicher Arbeitspläne, unterstützt bei der Auswahl geeigneter Informationsquellen und regt zur kritischen Reflexion der Rechercheergebnisse an. Technisch versierte Lernende können zusätzlich unterstützende Aufgaben übernehmen. Die abschließenden Präsentationen und Diskussionen dienen der Ergebnissicherung, dem Vergleich unterschiedlicher Lösungsansätze und der Klärung offener Verständnisfragen. Durch die eigenverantwortliche Aufgabenverteilung wird zudem eine transparente individuelle Leistungsbewertung innerhalb der Gruppenarbeit unterstützt. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler … unterscheiden grundlegende Rechtsformen von Unternehmen und erläutern deren Merkmale hinsichtlich Haftung, Kapitalbedarf und Geschäftsführung. analysieren verschiedene Formen der betrieblichen Aufbauorganisation und beschreiben deren Bedeutung für Aufgabenverteilung, Zuständigkeiten und Entscheidungswege. bewerten betriebliche Handlungsalternativen mithilfe einer Entscheidungsmatrix und begründen ihre Entscheidungen anhand wirtschaftlicher Kriterien. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler … recherchieren selbstständig Informationen zu Rechtsformen, Unternehmensorganisation und Unternehmensführung mithilfe digitaler Medien. prüfen digitale Informationsquellen hinsichtlich ihrer Glaubwürdigkeit, Aktualität und fachlichen Relevanz. bereiten ihre Recherche- und Arbeitsergebnisse mithilfe digitaler Präsentationsmedien strukturiert und adressatengerecht auf. Sozialkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler … arbeiten in Gruppen kooperativ zusammen, übernehmen Verantwortung für vereinbarte Aufgaben und tragen zur gemeinsamen Zielerreichung bei. diskutieren unterschiedliche wirtschaftliche Handlungsoptionen sachlich, respektieren andere Standpunkte und entwickeln gemeinsam begründete Entscheidungen. präsentieren ihre Arbeitsergebnisse verständlich im Klassenverband und gehen konstruktiv auf Fragen und Rückmeldungen ein. Gruppenarbeit Je nach Kursgröße werden zwei oder vier (dann je zwei konkurrierende) Gruppen gebildet. Durchgeführt wurde die Lerneinheit in einem Leistungskurs mit 19 SchülerInnen, deshalb wurden vier Gruppen gebildet. Die Form der konkurrierenden Gruppenarbeit wurde gewählt, um die zu Beginn der 12. Jahrgangsstufe relativ hohe Motivation aufrecht zu erhalten und von Anfang an Teamfähigkeit als wesentliche Schlüsselqualifikation einzuüben. Zeitrahmen und Benotung Der Zeitrahmen wurde bewusst knapp gehalten, da dies die SchülerInnen dazu zwingt, einzelne Teilaspekte des Themas alleine eigenverantwortlich zu erarbeiten und unter Zeitdruck ein gemeinsames Konzept zu erstellen. Als angenehmer Nebeneffekt stellte sich heraus, dass dadurch die Benotung, die ja eine Einzelbenotung sein muss, wesentlich einfacher und für die SchülerInnen transparenter wurde. Zeitbedarf eine Stunde Einführung, eine bis zwei Stunden Internetrecherche, zwei Stunden für die Koordination der Teilaspekte und eine (bei zwei Gruppen) oder zwei Stunden (bei vier Gruppen) zur Präsentation und Diskussion Ablauforganisation Da die Gruppenergebnisse präsentiert werden müssen, ist der Zeitaufwand für die Lehrkraft (keine Arbeitsblätter, kein Tafelbild) sehr gering. Die sehr gute Aufbereitung der Inhalte in den Lehrbüchern und den Internetquellen ermöglicht eine schnelle und problemlose Aneignung durch die SchülerInnen, Verständnisprobleme können im Zuge der anschließenden Diskussion beseitigt werden. Während der gesamten Lernsequenz tritt die Lehrkraft in den Hintergrund und gibt bei Bedarf Hilfestellung, unterstützt die Aufstellung eines verbindlichen Arbeitsplans, gibt gegebenenfalls Link-Tipps und regt zum Nachdenken über die Verbindlichkeit gefundener Websites an. Übertragung technischer Aufgaben an SchülerInnen Geringe Kenntnisse der Lehrkraft im Hinblick auf Excel oder Internet stehen der Durchführung der Lerneinheit nicht im Wege, da in der Regel ein(e) oder mehrere SchülerInnen über ausreichende Fähigkeiten verfügen. Bei Bedarf sind diese Fachkräfte von der Gruppenarbeit freizustellen und übernehmen die Aufgabe einer "Stabsstelle". Rückblick Selbstverständlich können alle mit dem Einsatz von Technik verbundenen Probleme auftreten. Die Ergebnispräsentation verlief durchweg zufriedenstellend, teilweise sehr gut. Bei einer kürzlich durchgeführten Evaluation bezeichneten auch die SchülerInnen von sich aus diese Unterrichtseinheit als gelungen, beklagten jedoch den (gewollten) Zeitdruck.

  • Wirtschaft
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Gewalt auf dem Schulweg: Schule darf mit Entlassung drohen

Fall des Monats

Ein Streit unter Schülerinnen und Schülern eskaliert auf dem Heimweg. Die Schule droht einem 15-Jährigen daraufhin mit der Entlassung. Doch darf sie derart hart reagieren, wenn sich der Vorfall außerhalb des Schulgeländes ereignet hat? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Verwaltungsgericht Bayreuth. Streitigkeiten zwischen Schülerinnen und Schülern enden nicht immer mit dem Unterricht. Auch auf dem Heimweg, an der Bushaltestelle oder im Schulbus können Konflikte eskalieren. Für Lehrkräfte und Schulleitungen stellt sich dann die Frage, ob und wie sie auf Vorfälle reagieren dürfen, die außerhalb des Schulgeländes stattfinden. Besonders schwierig wird es, wenn die Beteiligten unterschiedliche Versionen des Geschehens schildern oder ein Schüler oder eine Schülerin bereits mehrfach durch aggressives Verhalten aufgefallen ist. Schulen dürfen auch auf gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Mitschülerinnen und Mitschülern außerhalb des Schulgeländes mit schwerwiegenden Ordnungsmaßnahmen reagieren. Voraussetzung ist, dass der Vorfall einen engen Bezug zum schulischen Zusammenleben hat und die Schule den Sachverhalt ausreichend aufgeklärt hat. Bei wiederholtem gewalttätigem Verhalten kann auch die Androhung der Entlassung von der Schule gerechtfertigt sein. Dies entschied das Verwaltungsgericht Bayreuth am 30. Mai 2022 (AZ: B 3 K 20.1418), wie das Rechtsportal anwaltauskunft.de mitteilt. Das Gericht bestätigte sowohl die Androhung der Entlassung als auch einen zuvor ausgesprochenen verschärften Verweis. Streit im Schulbus endet mit körperlicher Gewalt Im Mittelpunkt des Verfahrens stand ein damals 15-jähriger Schüler, der bereits mehrfach wegen Auseinandersetzungen mit Mitschülerinnen und Mitschülern schulische Ordnungsmaßnahmen erhalten hatte. Im Jahr 2019 hatte er zwei schriftliche Verweise bekommen. In einem Fall hatte er einem Mitschüler den Stuhl weggezogen, sodass dieser stürzte und mit dem Kopf auf den Boden aufschlug. In einem weiteren Fall hatte er einen Mitschüler nach einem zunächst verbalen Streit geschubst und ihm in den Bauch geschlagen. Im Januar 2020 folgte ein verschärfter Verweis, weil der Schüler Mitschülerinnen und Mitschüler beleidigt, geschubst, gegen eine Wand gedrückt oder ihnen Gewalt angedroht haben sollte. Im September 2020 kam es erneut zu einem Konflikt. Ausgangspunkt war eine Auseinandersetzung im Englischunterricht, nachdem sich ein Mitschüler über einen Fehler des Jugendlichen lustig gemacht hatte. Der Streit setzte sich während des Schultages fort. Schließlich drohte der Schüler seinem Mitschüler mit einem Messer. Nach seiner eigenen Darstellung hatte er sich bedroht gefühlt und wollte einen körperlichen Angriff verhindern. Er behauptete zudem, bei dem Messer habe es sich um einen Bestandteil eines Essbestecks gehandelt. Die Schule verhängte daraufhin einen weiteren verschärften Verweis Wenig später kam es auf dem Heimweg nach Unterrichtsschluss zu einem weiteren Vorfall. Mehrere Schülerinnen und Schüler waren gemeinsam mit dem Bus unterwegs. Bereits während der Fahrt entwickelte sich ein verbaler Streit zwischen dem späteren Kläger und seinen Begleiterinnen und Begleitern auf der einen sowie einem anderen Mitschüler auf der anderen Seite. Nach dem Aussteigen eskalierte die Auseinandersetzung. Nach den Feststellungen der Schule lief der Jugendliche dem Mitschüler hinterher, schubste ihn von hinten, nahm ihn in den Schwitzkasten und brachte ihn zu Boden. Der beschuldigte Schüler schilderte den Vorfall anders. Er behauptete, der Mitschüler habe ihn zunächst angerempelt und anschließend mit einem Gitarrenkoffer gegen die Wange geschlagen. Er habe den anderen lediglich zu Boden gedrückt, um einen weiteren Schlag abzuwehren. Wie muss eine Schule Gewaltvorwürfe aufklären? Die Schulleitung befragte mehrere Schülerinnen und Schüler, die den Vorfall beobachtet hatten. Dabei ergaben sich unterschiedliche Darstellungen, insbesondere zu der Frage, ob der Mitschüler den Jugendlichen zuvor mit dem Gitarrenkoffer geschlagen hatte. Eine Schülerin, die den Vorfall nach eigenen Angaben vollständig beobachtet hatte, schilderte den körperlichen Angriff als vom späteren Kläger ausgehend. Ihre Aussagen blieben auch bei erneuter Befragung widerspruchsfrei. Zwei weitere Schüler bestätigten im Wesentlichen ihre Darstellung. Ob der Jugendliche seinen bereits am Boden liegenden Mitschüler zusätzlich geschlagen hatte, ließ sich dagegen nicht zuverlässig klären. Diesen Vorwurf berücksichtigte die Schule deshalb nicht zu seinen Lasten. Auch der angegriffene Mitschüler wurde angesprochen. Er verweigerte gegenüber dem Schulleiter allerdings eine Aussage. Die Eltern des beschuldigten Schülers erhielten Gelegenheit, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Außerdem wurden eine Beratungslehrkraft, eine Vertrauenslehrkraft und die Elternbeiratsvorsitzende in das Verfahren einbezogen. Am 26. November 2020 beschloss der Disziplinarausschuss der Schule mit sieben zu zwei Stimmen, dem Jugendlichen die Entlassung von der Schule anzudrohen. Der entsprechende Bescheid erging am 30. November 2020. Der Schüler wehrte sich gerichtlich gegen diese Entscheidung. Er hielt die Ermittlungen für einseitig und unvollständig. Außerdem sei die Maßnahme unverhältnismäßig. Zugleich verlangte er die Feststellung, dass der verschärfte Verweis vom September 2020 rechtswidrig gewesen sei. Dürfen Schulen Vorfälle außerhalb des Schulgeländes bestrafen? Das Verwaltungsgericht Bayreuth wies die Klage ab. Nach Auffassung der Richter durfte die Schule den Vorfall auf dem Heimweg als schulbezogenes Fehlverhalten behandeln. Entscheidend sei nicht allein, wo und wann sich ein Vorfall ereigne. Vielmehr komme es darauf an, ob ein enger räumlicher, zeitlicher oder personeller Zusammenhang mit der Schule bestehe. Ein solcher Zusammenhang lag hier vor. Sowohl der Angreifer als auch der betroffene Jugendliche besuchten dieselbe Schule. Auch die meisten Zeugen waren Mitschülerinnen und Mitschüler. Hinzu kam, dass sich die Auseinandersetzung unmittelbar auf dem Heimweg nach Unterrichtsschluss ereignet hatte. Die Schüler begegneten sich weiterhin täglich in der Schule. Der Konflikt wirkte sich damit auf das schulische Zusammenleben aus. Das Gericht betonte, dass der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule nicht an der Grundstücksgrenze ende. Schulen müssten auch dann reagieren können, wenn das Verhalten ihrer Schülerinnen und Schüler außerhalb des Schulgeländes den Schulfrieden gefährde. Das bedeutet allerdings nicht, dass jedes außerschulische Fehlverhalten eine schulische Ordnungsmaßnahme rechtfertigt. Erforderlich bleibt ein hinreichender Bezug zur Schule. Zeugenaussagen müssen sorgfältig geprüft werden Auch die Sachverhaltsaufklärung durch die Schulleitung hielt der gerichtlichen Überprüfung stand. Die Schule hatte die Aussagen der beteiligten Schülerinnen und Schüler dokumentiert, Widersprüche aufgegriffen und Nachfragen gestellt. Insbesondere war sie dem Vorwurf nachgegangen, der Jugendliche sei zunächst mit einem Gitarrenkoffer geschlagen worden. Dass die Zeugen unterschiedliche Angaben gemacht hatten, führte nach Auffassung des Gerichts nicht dazu, dass der gesamte Vorfall ungeklärt geblieben war. Die Schule durfte die Aussagen auf ihre Glaubwürdigkeit prüfen und dabei insbesondere die widerspruchsfreie Schilderung einer Schülerin berücksichtigen. Auch die fehlende Aussage des angegriffenen Mitschülers stellte keinen Ermittlungsfehler dar. Die Schulleitung hatte versucht, ihn zu befragen. Sie konnte ihn jedoch nicht zu einer Aussage zwingen. Für das Gericht war außerdem wesentlich, dass die Schule unbewiesene Vorwürfe nicht zulasten des Jugendlichen berücksichtigt hatte. So war die Frage, ob er seinen Mitschüler am Boden zusätzlich geschlagen hatte, ausdrücklich offengeblieben. Die Richter sahen deshalb keine Anhaltspunkte für eine einseitige Sachverhaltsaufklärung. Wann ist die Androhung der Schulentlassung verhältnismäßig? Die Androhung der Entlassung gehört nach bayerischem Schulrecht zu den schwerwiegendsten Ordnungsmaßnahmen, die eine Schule selbst verhängen kann. Sie soll den betroffenen Schülerinnen und Schülern deutlich machen, dass eine Fortsetzung des Verhaltens den weiteren Verbleib an der Schule gefährdet. Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts war diese Maßnahme im konkreten Fall angemessen. Der Jugendliche war bereits mehrfach durch körperliche Auseinandersetzungen und Drohungen gegenüber Mitschülerinnen und Mitschülern aufgefallen. Frühere Verweise und verschärfte Verweise hatten nicht zu einer ausreichenden Verhaltensänderung geführt. Die Schule durfte deshalb davon ausgehen, dass eine deutlichere Reaktion erforderlich war, um ihren Erziehungsauftrag zu erfüllen und die Rechte anderer Schüler zu schützen. Die Richter stellten zugleich klar, dass die Schule bei der Auswahl ihrer Ordnungsmaßnahmen einen pädagogischen Entscheidungsspielraum besitzt. Sie muss nicht sämtliche gesetzlich vorgesehenen Maßnahmen in einer bestimmten Reihenfolge ausschöpfen. Allerdings müssen die Maßnahmen geeignet, erforderlich und angemessen sein. Die Gerichte überprüfen, ob die Schule diese Grenzen eingehalten und alle wesentlichen Umstände berücksichtigt hat. Sie ersetzen aber nicht die pädagogische Bewertung des zuständigen schulischen Gremiums durch eine eigene. Auch die Drohung mit einem Messer rechtfertigte den Verweis Das Verwaltungsgericht bestätigte außerdem den verschärften Verweis vom September 2020. Der Schüler hatte eingeräumt, einem Mitschüler gegenüber erklärt zu haben, dass er ein Messer habe und dieser bei einem Angriff mit Konsequenzen rechnen müsse. Selbst wenn der Mitschüler zuvor mit körperlicher Gewalt gedroht haben sollte, war die Reaktion nach Auffassung des Gerichts unangemessen. Die Androhung eines Messerangriffs schaffe eine erhebliche Bedrohungslage. Dabei komme es nicht entscheidend darauf an, ob der Schüler tatsächlich ein Messer bei sich gehabt habe oder ob es sich bei einem zuvor mitgebrachten Gegenstand um Essbesteck gehandelt habe. Auch die spätere Versöhnung der Beteiligten änderte nichts an der Berechtigung der schulischen Maßnahme. Die Drohung war von anderen Schülerinnen und Schülern wahrgenommen worden und hatte damit Auswirkungen auf die Schulgemeinschaft. Was bedeutet das Urteil für Lehrkräfte und Schulleitungen? Die Entscheidung verdeutlicht, unter welchen Voraussetzungen Schulen auch auf Gewaltvorfälle außerhalb des Unterrichts reagieren können. Für die schulische Praxis kommt es insbesondere darauf an, den Zusammenhang zum Schulbetrieb festzustellen und den zugrunde liegenden Sachverhalt nachvollziehbar zu dokumentieren. Dabei müssen die Aussagen der Beteiligten und möglicher Zeugen berücksichtigt werden. Widersprüche sind aufzuklären, soweit dies möglich ist. Vorwürfe, die sich nicht hinreichend belegen lassen, dürfen nicht zulasten der betroffenen Schülerinnen und Schüler in die Entscheidung einfließen. Bei der Wahl einer Ordnungsmaßnahme dürfen Schulen auch frühere vergleichbare Vorfälle und bereits erfolglos gebliebene erzieherische Maßnahmen berücksichtigen. Ebenso müssen sie entlastende Umstände in ihre Entscheidung einbeziehen. Das Urteil zeigt damit auch, dass die Androhung einer Schulentlassung nicht erst nach einem Gewaltvorfall auf dem Schulgelände in Betracht kommt. Entscheidend sind der schulische Zusammenhang, die Schwere des Fehlverhaltens, dessen Vorgeschichte und die Verhältnismäßigkeit der Maßnahme. Informationen: www.anwaltauskunft.de

  • Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Blind ist nicht blöd! – Blindheit verstehen und Vorurteile hinterfragen

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Behinderung werden die Schülerinnen und Schüler für Vorurteile und verletzendes Verhalten sensibilisiert, womit blinde Personen im Alltag häufig konfrontiert werden. Wie erleben blinde und sehbehinderte Menschen ihren Alltag? Mit welchen Vorurteilen werden sie konfrontiert, und wie lässt sich ein respektvolles und selbstverständliches Miteinander gestalten? In dieser Unterrichtseinheit setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Lebensrealitäten blinder und sehbehinderter Menschen auseinander. Anhand von Filmausschnitten, Erfahrungsberichten, praktischen Übungen und digitalen Recherchen hinterfragen sie verbreitete Vorstellungen über Blindheit und reflektieren ihr eigenes Verhalten. Dabei erfahren sie, dass eine Sehbehinderung nichts über die Fähigkeiten, die Intelligenz oder die Selbstständigkeit eines Menschen aussagt. Die Lernenden beschäftigen sich mit unterschiedlichen Formen der Sehbeeinträchtigung, lernen die Brailleschrift kennen und erkunden Möglichkeiten der Orientierung und Kommunikation. Darüber hinaus entwickeln sie Ideen, wie sie Barrieren im Alltag erkennen, Unterstützung respektvoll anbieten und zu einem inklusiven Miteinander beitragen können. Blinde und sehbehinderte Menschen begegnen im Alltag nicht nur räumlichen und technischen Barrieren, sondern auch Vorurteilen, Unsicherheiten und unpassenden Hilfsangeboten. Die Unterrichtseinheit greift diese Herausforderungen auf und bietet Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I die Möglichkeit, eigene Vorstellungen kritisch zu hinterfragen und unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen. Im Mittelpunkt steht ein handlungsorientierter und reflektierter Zugang zum Thema Blindheit und Sehbehinderung. Durch die Auseinandersetzung mit Erfahrungsberichten, Filmmaterial und digitalen Informationsangeboten erweitern die Lernenden ihr Wissen über unterschiedliche Lebensrealitäten. Praktische Übungen und Simulationen können ergänzend dazu beitragen, die Bedeutung des Sehens und anderer Sinneswahrnehmungen bewusster wahrzunehmen. Dabei ist eine anschließende Reflexion besonders wichtig: Solche Übungen vermitteln lediglich einzelne Eindrücke und können die tatsächlichen Erfahrungen blinder Menschen nicht vollständig abbilden. Die Schülerinnen und Schüler lernen außerdem die Brailleschrift und ausgewählte Hilfsmittel kennen. Auf dieser Grundlage erarbeiten sie Möglichkeiten, im Alltag respektvoll zu kommunizieren, individuelle Bedürfnisse zu berücksichtigen und Unterstützung anzubieten, ohne die Selbstbestimmung anderer einzuschränken. Die Unterrichtseinheit eignet sich insbesondere für den Religions- und Ethikunterricht und bietet Anknüpfungspunkte zu den Themen Menschenwürde, Vielfalt, gesellschaftliche Teilhabe und Inklusion. Die einzelnen Materialien lassen sich flexibel einsetzen und an unterschiedliche Lerngruppen anpassen. Die Arbeitsblätter können sowohl ausgedruckt als auch digital bereitgestellt werden. Bei der digitalen Bearbeitung lassen sich die enthaltenen Links direkt aufrufen. Eine ausführliche Beschreibung des Unterrichtsverlaufs steht im Downloadbereich zur Verfügung. Die Neufassung bleibt eng an den vorhandenen Unterrichtsmaterialien und verändert nicht das ursprüngliche Konzept. Gleichzeitig rückt sie Selbstbestimmung, Barrierefreiheit, Perspektivwechsel und Inklusion stärker in den Mittelpunkt. Insbesondere wurden veraltete oder defizitorientierte Formulierungen ersetzt. Auch der Einsatz von Blindheitssimulationen wird didaktisch differenzierter eingeordnet, ohne die entsprechenden Arbeitsmaterialien auszuschließen. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler … erläutern die Lebensrealitäten blinder und sehbehinderter Menschen. beschreiben die Bedeutung der Brailleschrift und ausgewählter Hilfsmittel. erkennen Barrieren und entwickeln Ideen für ein inklusives Miteinander. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler … entnehmen Filmen und digitalen Angeboten relevante Informationen. hinterfragen mediale Darstellungen und mögliche Vorurteile. nutzen digitale Materialien zur Erschließung des Themas Barrierefreiheit. Sozialkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler … entwickeln Verständnis für die Perspektiven blinder und sehbehinderter Menschen. reflektieren eigene Vorurteile und fördern einen respektvollen Umgang. bieten angemessene Unterstützung unter Wahrung der Selbstbestimmung an. Am Schluss der thematischen Arbeit sollten die Ergebnisse und Erkenntnisse noch einmal gesammelt und gesichtet werden. Folgende Möglichkeiten der Präsentation bieten sich an: Plakate oder Poster entwerfen zum Thema "Blind ist nicht blöd!" (oder ähnlichen, selbst erdachten Slogans) Homepage zum Thema erstellen mit Infos, Tipps und Geschichten Linkliste Das Angebot an Websites und Linklisten zu dem Thema ist äußerst umfangreich, es sei hier nur eine gut strukturierte Site empfohlen, die auf jeden Fall weiter führt: BFS-NRW e.V. Linkliste vom Bund zur Förderung Sehbehinderter Landesverband NRW e.V. Inhalt Der Film erzählt von der Liebe zweier Blinder, die auf den ersten Blick keine Chance hat. Der erfolgreiche Theaterregisseur Jakob wird in der Folge eines Autounfalls blind und reagiert mit Wut und Verzweiflung. Lilly, von Geburt an blind, soll ihm helfen, sich zurecht zu finden. Jakob vertraut ihr nur zögernd, schließlich starten sie aber gemeinsam einen abenteuerlichen Trip, der ihnen auch die Augen füreinander öffnen wird. Rezeption und Diskussion Um die Rezeption des Films in gewisser Weise zu steuern, bietet sich Arbeitsblatt 1 an. Eine klassisch-schulische Einstiegsalternative, besonders für jüngere Schülerinnen und Schüler, ist "blind spielen". Es wird sozusagen ein Mobilitätstraining für Blinde simuliert. Dabei können Vertrauen, das Hineinversetzen in andere, akustische und taktile Wahrnehmungen sowie vieles andere mehr konkret erfahren und geübt werden. Insofern wird direkt auf das Thema vorbereitet, hinzu kommt der Motivationseffekt durch das Bewegungsspiel. Die kleinen Verunsicherungsspiele, die die Schülerinnen und Schüler mithilfe der Linkverweise auf Arbeitsblatt 3 besuchen, führen logischerweise zum nächsten Schritt, dem Sehtest. Der Sehtest, auf den Arbeitsblatt 4 verweist, wird am besten in Partnerarbeit durchgeführt, damit die geforderten zwei Meter Abstand und das gleichzeitige Hantieren mit der Maus möglich sind. Für den Sehtest wird anfangs ein 10-€-Schein gebraucht. Erworbene Blindheit kann schleichend kommen. Oft führen Augenkrankheiten auch nicht zur vollständigen Erblindung, sondern zur partiellen Sehbehinderung. Mit dem Sehbehinderungssimulator, zu dem Arbeitsblatt 5 führt, können die Schülerinnen und Schüler die Gesichtsfeldeinschränkung nachempfinden. Im Anschluss an die Online-Phase sollten die Erfahrungen unbedingt im Klassenplenum besprochen und die Konsequenzen von Sehbehinderungen (Alltagsleben, Straßenverkehr) deutlich gemacht werden. Es müsste anhand von Arbeitsblatt 6 deutlich werden, wie sehr einerseits der Alltag durch die Sehbehinderung geprägt ist, dass aber andererseits in vielerlei Hinsicht auch "normale" Tätigkeiten und Aktivitäten des Lebens möglich sind. In der Internet-Arbeit mithilfe von Arbeitsblatt 7 können die Schülerinnen und Schüler versuchen, ein wenig Braille-Schrift zu lernen. Natürlich können zentrale Tipps einfach ausgedruckt und in der Klasse besprochen werden. Möglich wäre aber auch (vor allem, wenn die Module 1 bis 5 schon durchgeführt wurden) zunächst die Schülerinnen und Schüler in Gruppenarbeit selbst Tipps entwickeln zu lassen. Ein interessantes Helfer-Angebot könnte noch anschließend diskutiert werden. Nicht nur, aber besonders für Schulen, die gemeinsamen Unterricht für behinderte und nicht-behinderte Kinder anbieten, könnte dieses Modul sinnvoll sein, weil es um die konkrete Schulsituation geht. Mithilfe von Arbeitsblatt 9 bereiten die Schülerinnen und Schüler den Empfang einer blinden Schülerin vor und formulieren Vorabinformationen für Lehrende und Lernende.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I

Fridays for Future: Schule schwänzen und demonstrieren für das Klima

Unterrichtseinheit
14,99 €

In der Unterrichtseinheit werden die Freitagsdemonstrationen vieler Schülerinnen und Schüler thematisiert. Die Lernenden gehen der Frage nach, ob der Einsatz für den Klimaschutz während der Unterrichtszeit trotz Verstoß gegen die Schulpflicht moralisch zu rechtfertigen ist und definieren den Begriff "Gerechtigkeit". Die Unterrichtseinheit greift die Frage auf, ob Schülerinnen und Schüler während der Unterrichtszeit für den Klimaschutz demonstrieren sollten. Die Lernenden setzen sich mit dem Verhältnis von Recht und Moral auseinander und entwickeln auf Grundlage von Informationen zum Klimawandel und Texten zum Begriff der Gerechtigkeit ein begründetes Urteil. Fünf Arbeitsblätter führen von der Auseinandersetzung mit den Freitagsdemonstrationen über Schulpflicht und Bildungsauftrag bis zu den naturwissenschaftlichen Hintergründen des Klimawandels. Dazu gehören ein Interview mit einem Geowissenschaftler und Texte zu Gerechtigkeit, Eigentum und gesellschaftlichen Machtverhältnissen. Eine optionale Aufgabe lädt dazu ein, eigene Vorstellungen von einer gerechten Gesellschaft zu entwickeln. Die Unterrichtseinheit ist für die Sekundarstufen I und II sowie die berufliche Bildung ausgewiesen. Sie eignet sich für den Einsatz in Ethik, Deutsch und Politik; das Interview zum Klimawandel lässt sich auch im Geographieunterricht aufgreifen. Die Materialien sind auf zwei bis vier Unterrichtsstunden angelegt und verbinden Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit mit gemeinsamen Diskussionen. Die Freitagsdemonstrationen von Fridays for Future bieten einen konkreten Anlass, über Klimaschutz, Schulpflicht und zivilgesellschaftliches Engagement zu sprechen. Im Zentrum der Unterrichtseinheit steht die Frage, wie sich die rechtliche Zulässigkeit einer Handlung von ihrer moralischen Rechtfertigung unterscheidet. Zur Klärung des Begriffs können Sie ergänzend das Lehrer-Online-Material " Was ist Moral? " heranziehen. Beginnen Sie mit der Frage, welche Informationen für eine Beurteilung der Demonstrationen nötig sind. Anschließend untersuchen die Lernenden anhand der Arbeitsblätter das Verhältnis von Schulpflicht, staatlichem Bildungsauftrag und moralischer Verantwortung. Das Interview zum Klimawandel erweitert die Diskussion um naturwissenschaftliche Informationen. In der abschließenden Erörterung können die Lernenden ihre Argumente abwägen und ein eigenes Urteil nachvollziehbar begründen. Da das Thema unterschiedliche politische und persönliche Positionen berühren kann, empfiehlt sich eine klare Gesprächsstruktur: Die Diskussion sollte sich auf Argumente und Belege beziehen, nicht auf die Bewertung einzelner Lernender. Statt die Klasse lediglich über "Recht oder Unrecht" abstimmen zu lassen, können Sie die Lernenden auffordern, die zugrunde liegenden Maßstäbe offenzulegen und Gegenargumente einzubeziehen. Für die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Argumentationsweisen zum Klimawandel bietet sich ergänzend die Unterrichtseinheit " Wie argumentieren Klimaleugnerinnen und -leugner? " an. Hinweise zur Förderung der Medienkompetenz können die Recherche und kritische Prüfung von Artikeln und Videobeiträgen unterstützen. Prüfen Sie vor dem Einsatz, ob die verwendeten Informationen zum Klimawandel und die Hinweise zu schulrechtlichen Fragen noch aktuell und für Ihr Bundesland passend sind. Für eine kürzere Unterrichtszeit können Sie die optionale Vertiefungsaufgabe weglassen und die Diskussion auf die Unterscheidung zwischen Recht und Moral konzentrieren. Als Leistungsnachweis eignet sich beispielsweise eine schriftliche Stellungnahme, in der die Lernenden ihre Position mit Informationen aus den Materialien begründen und Gegenargumente berücksichtigen. Bewertet wird dabei die Qualität der Begründung, nicht die vertretene politische Position. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden zwischen Legitimität und Legalität. erkennen Gesetze als gesellschaftliche Instrumente. informieren sich in Blick auf problematische Urteile mit weit reichenden Konsequenzen gründlich zu informieren. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler trainieren ihr Textverständnis und wenden Lesestrategien gezielt an. recherchieren im Internet. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kooperieren in Kleingruppen. bearbeiten ein emotionales Thema sachlich.

  • Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Anouilh: Antigone

Unterrichtseinheit
14,99 €

Jean Anouilh, ein Dichter der Moderne, hat die antike Tragödie des Sophokles neu gestaltet. Es bietet sich daher an, in einem Vergleich der beiden Versionen desselben Stoffes die jeweils typischen Merkmale der Epoche herauszuarbeiten. Die Einheit geht davon aus, dass das Drama Sophokles: Antigone bereits im Unterricht behandelt wurde. Inhaltliche Überschneidungen wurden nach Möglichkeit vermieden, lassen sich manchmal jedoch nicht umgehen. Wenn mit Anouilhs Version ohne vorherige Behandlung des sophokleischen Textes gearbeitet wird, kann auf Teile der Unterrichtseinheit zu jener Version zurückgegriffen werden. Der Dramenfassung Anouilhs lassen sich noch viele weitere Aspekte abgewinnen. Die vorliegende Unterrichtseinheit strebt jedoch keine vollständige Behandlung an, sondern gibt Anregungen, mit deren Hilfe zu weiteren Untersuchungen und unterrichtlichen Bearbeitungen übergeleitet werden kann. Neben dem inhaltlichen Ziel, dass die Lernenden Stoff und dramatischen Aufbau des Werkes kennen und analysieren lernen, verfolgt diese Unterrichtseinheit auch Ziele aus dem Bereich der Medienkompetenz. So werden die Schülerinnen und Schüler hier dazu angeleitet, in Dateien am PC mit einem Textverarbeitungsprogramm zu arbeiten. Zudem sollen sie zu den Themen der Kurzvorträge im Internet nach Informationen suchen und die Vorträge gegebenenfalls auch multimedial aufbereiten. Die Schülerinnen und Schüler sollen Ursprung und Wiederaufgreifen des Tragödienstoffs kennen lernen. durch Gegenwartsbezüge ein tieferes Verständnis des Inhalts erlangen. Kurzvorträge zu Teilthemen und -aspekten mithilfe von Computer und Internet vorbereiten und halten. in einer Datei Aufgaben mithilfe eines Textverarbeitungsprogramms bearbeiten.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe I

Impressionismus: Farbe, Licht, Revolution

Unterrichtseinheit
14,99 €

Monets "Seerosen" werden heute in der ganzen Welt in Form von Kalendern, Briefpapier oder Kunstdrucken vermarktet. Ende des 19. Jahrhunderts jedoch wurden die Impressionisten als "wild gewordene Kleckser" beschimpft und sorgten mit ihren Bildern für Skandale. Die Unterrichtseinheit beleuchtet die Anfänge des Impressionismus. Das Ende der Neuzeit und der Beginn der Moderne machten die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer spannenden und facettenreichen Epoche, die in den Bildwelten der Impressionisten lebendig wird. Die Schülerinnen und Schüler recherchieren im Internet, lernen impressionistische Denkweisen und Arbeitstechniken kennen, experimentieren mit digitalen und klassischen künstlerischen Mitteln. Ausgewählte Werke des Impressionismus werden mit PowerPoint präsentiert und vor der Klasse analysiert. Die Schwerpunkte der Unterrichtseinheit zum Impressionismus liegen auf der Vermittlung des Themenkomplexes "Licht, Farbe und Revolution" mit neuen Medien. Gerade im visuell orientierten Fach Kunstpädagogik erleichtern die Bildbetrachtung am Bildschirm beziehungsweise über den Beamer oder eine PowerPoint-Präsentation die detaillierte und vergleichende Bildbetrachtung. Fachwissen und Kenntnisse aus dem Bereich der Medienkompetenz werden zeitgleich vermittelt. Die modular aufgebaute Einheit lässt sich als Ganzes oder aber in Teilsequenzen in den Unterricht integrieren. Inhaltliche Ziele Die Schülerinnen und Schüler sollen sich über die Anfänge des Impressionismus sowie seine Malerinnen und Maler informieren. beim Vergleich verschiedener Werke die Merkmale der impressionistischen Maltechnik erarbeiten. die Unterschiede zu anderen bekannten Kunststilen benennen. erkennen, inwieweit der Impressionismus im 19. Jahrhundert eine Revolution der Kunstgeschichte darstellte. die impressionistische Maltechnik anwenden. ein exemplarisch ausgewähltes Werk per Rollenspiel analysieren. Ziele aus dem Bereich Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen Informations- und Bildrecherchen im Internet unternehmen. digitale Bildbearbeitung als schöpferischen Prozess kennen lernen. Text und Bild für eine digitale Präsentation (zum Beispiel PowerPoint) layouten. Thema Impressionismus: Farbe, Licht, Revolution Autorin Tanja Hoffmann Fach Kunst Zielgruppe Klasse 9-11 (Realschule, Gymnasium, FOS Gestaltung) Zeitumfang circa 12 Stunden (es ist auch möglich, nur einzelne Module zu übernehmen) Verlaufsplan Verlaufsplan: Impressionismus Medien Computer mit Internetzugang (mindestens 1 Computer pro Kleingruppe), Beamer, Präsentationssoftware (zum Beispiel PowerPoint), Scanner, Software für digitale Bildbearbeitung, Fotoapparat, Malblock, Pinsel und Farben Vorkenntnisse Basiswissen in der Internetrecherche, der digitalen Bildverarbeitung und der Erstellung von Präsentationen (zum Beispiel mit PowerPoint) Im Internet gibt es viele Informationen zu Monet, Manet, Renoir und Degas, deutlich weniger dagegen zu den Impressionistinnen Berthe Morisot und Mary Cassat. Hier eine Auswahl der empfohlenen Werke und eine Übersicht der wichtigsten Informationen zu den Malerinnen und Malern Edouard Manet (1832-1883) Edouard Manet war der provokativste und revolutionärste Künstler unter den Impressionisten. Das Pariser Kunstpublikum traute seinen Augen nicht, als Manet seine ersten impressionistischen Bilder der Öffentlichkeit zeigte. Die Bilder waren ein regelrechter Skandal, denn Manet interessierte sich nicht für die Malerei der zu seiner Zeit hoch geschätzten und berühmten Künstler. Er wollte einen neuen, eigenen Malstil entwickeln und die neue Welt der Moderne darstellen. Frühstück im Grünen (1862/63) Claude Monet (1840-1926) Claude Monet fand schon mit 23 Jahren sein großes Thema: Licht, Farbe und Atmosphäre. 63 Jahre lang setzte er sich intensiv mit diesem Thema auseinander. Die Seerosenbilder, die in den letzten Jahren seines Lebens entstanden, gehören zu seinen Meisterwerken. Die Formate waren teilweise exorbitant: Manche Seerosenbilder sind über vier Meter lang. Als Claude Monet auf der ersten Impressionistenausstellung 1874 sein Bild "Impressions: soleil levant" ausstellte, verspottete und verhöhnte ihn das Pariser Kunstpublikum. Die Kritiker nahmen den Titel des Bildes als Schimpfwort auf: Sie sagten, eine Impression, also ein ungefähres Gefühl, ein vager Eindruck von einem Sonnenuntergang sei zu sehen, kein tatsächlicher Sonnenuntergang. Dies war die Geburtstunde der Impressionisten. Selbstporträt (1886) Impression: Soleil levant (1873) Berthe Morisot (1841-1895) Berthe Morisot stammte aus sehr guten Verhältnissen. Ihr Vater war Mitglied des kaiserlichen Rechnungshofs und so lebte sie in Paris in einem herrschaftlichen Haus mit großem Garten. Sie bekam schon als junges Mädchen auf eigenen Wunsch Mal- und Zeichenunterricht bei dem berühmten Maler Camille Corot, der ihr Talent erkannte, förderte und Berthe mit anderen Künstlern bekannt machte. So lernte sie Edouard Manet kennen und heiratete dessen Bruder. Morisot und Manet waren so familiär verbunden und ohnehin sehr gut befreundet. Berthe Morisot lernte über Manet die anderen Impressionisten kennen und schloss sich dem engen Kreis an. Ihre Bilder geben einen lebhaften Einblick in die Privatsphäre der Pariser Gesellschaft. Aber auch auf den Alltag der einfachen Landbevölkerung richtete Berthe Morisot ihren künstlerischen Blick. Manet: Berthe Morisot (1872) Pierre-Auguste Renoir (1841-1919) Pierre-Auguste Renoir wuchs mitten im Herzen von Paris auf und gehörte der einfachen Mittelschicht an. Er konnte sich zwar ein Studium an der Kunstakademie leisten, musste aber sehr bescheiden leben, um sich sein Leben finanzieren zu können. 1862 wurde er an der Kunstakademie aufgenommen und lernte dort Claude Monet kennen, mit dem ihm gleich eine Freundschaft verband. Renoir gehörte auch zum engen Kreis der Impressionisten. Seit den 1870er Jahren konnte er durch seine Bildverkäufe gut leben. Der neue Pariser Bahnhof Saint-Lazare war nur eine halbe Stunde von Renoirs Lieblingsort Chatôu entfernt. Dort traf er sich mit den Freunden aus Paris im Restaurant Fournaise. Ruderbootverleihe, Segelclubs und Tanzveranstaltungen lockten auch die Pariser High Society an das schöne und romantische Seineufer. Frédéric Bazille: Porträt von Pierre-Auguste Renoir (1867) Edgar Degas (1834-1917) Edgar Degas wurde als ältester Sohn eines wohlhabenden Bankiers in Paris geboren und begannt auf Drängen seiner Eltern ein Jurastudium, obwohl seine große Leidenschaft der Kunst galt. Er kopierte die Alten Meister im Louvre, brach schließlich das Jurastudium ab und begann ein Studium an der Kunsthochschule. Mit der gleichen Einmaligkeit, mit der Claude Monet sich mit dem Phänomen Licht und Farbe beschäftigte, arbeitete Edgar Degas am Thema "Figur und Bewegung". In Opernhäusern, Ballettschulen und auf Pferderennplätzen schulte er sein Auge und skizzierte spontan die Bewegungsabläufe, die sich dort abspielten. Präzise und mit einer scharfen Beobachtungsgabe zeichnete und malte er die Figuren in Bewegung. Der Stern (1876-77) Marie Cassatt (1845-1926) Marie Cassatt war die Tochter eines reichen Bankiers aus den USA. Die Familie reiste viel, und so besuchte Cassatt schon als Kind viele Museen in Europa und Amerika. Sie malte und nahm Zeichen- und Malunterricht. Mit 18 Jahren besuchte sie die Kunsthochschule in Pennsylvania, USA. Als sie 30 Jahre alt war, siedelte ihre Familie nach Paris über und wurde mit ihren Gemälden zum offiziellen Salon im Industriepalast zugelassen. Degas wurde dort auf die junge Künstlerin aufmerksam und führte sie in die junge Kunstszene um Manet ein. Selbstporträt (1878) The Tea (circa 1880)

  • Kunst / Kultur
  • Sekundarstufe I

Der Richter und sein Henker: ein Krimi im modernen Literatur-Unterricht

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit zum Roman "Der Richter und sein Henker" von Friedrich Dürrenmatt lernen die Schülerinnen und Schüler den Autor und seinen berühmten Krimi näher kennen. Sie erarbeiten eigenverantwortlich, handlungsorientiert und interaktiv die Gattung Kriminalroman, die Biografie des Autors, Schauplätze des Romans, die Rezeption des Textes sowie seine Transformation in andere Medien. Beim Stichwort Krimi denken die Schülerinnen und Schüler vermutlich nicht an den Deutschunterricht. Krimis liest man privat, sie gehören zu den Büchern unter der Bettdecke und nicht zu den Werken auf der Schulbank! Friedrich Dürrenmatts Roman "Der Richter und sein Henker" jedoch schafft es als moderner Klassiker immer wieder auf die Liste der verbindlichen Schullektüren. Dieses Unterrichtsmaterial für die Sekundarstufen I und II motiviert die Lernenden zur Auseinandersetzung mit dem Text im Literaturunterricht und ermöglicht ihnen unterschiedliche Zugänge. Mit Internetrecherchen kann die Interpretation des Romans vorbereitet, vertieft und erweitert werden: Die Lernenden informieren sich über die Gattung Kriminalroman, lernen die Biografie Dürrenmatts kennen, erkunden die Schauplätze des Romans, entdecken die Rezeption des Texts sowie seine Transformation in andere Medien wie Film, Theater und Comic. Durch die Auseinandersetzung mit Quizfragen und Erklärvideos kommt der Förderung von Lesekompetenz und Medienkompetenz eine große Bedeutung zu. Dieser Unterrichtsvorschlag versteht sich nicht als klassische Sequenz von Stunden. Die Arbeitsblätter und Arbeitsaufträge können vielmehr flexibel zur Erarbeitung der Themenschwerpunkte eingesetzt werden: zum Beispiel zur Vorbereitung der Lektüre, als begleitende Arbeitsphasen, arbeitsteilig und in Gruppen, als Hausaufgaben oder als Basis für Kurzreferate. Das Thema "Der Richter und sein Henker" im Unterricht Wer Dürrenmatts Kriminalroman im Unterricht "behandelt", hat sicherlich nicht nur den Roman gelesen, sondern sich auch mit Sekundärliteratur "schlau" gemacht. Auch die Schülerinnen und Schüler werden das tun und sich spätestens vor der Klausur eine Lektürehilfe besorgen, um das Werk besser zu verstehen und einordnen zu können, seine Entstehungsgeschichte und die Biographie des Autors kennenzulernen. Als Lehrkraft sind Sie darüber hinaus sicher mit weiteren Werken Dürrenmatts vertraut, zählen sie doch seit Jahren zu den – auch bei Lernenden! – beliebten Lektüren. Was auch immer Sie bereits gelesen und vielleicht unterrichtet haben: Dürrenmatts zentraler, immer wieder aktueller Themenkomplex um Recht und Gerechtigkeit, Zufall und Berechenbarkeit ist Ihnen auf jeden Fall schon begegnet. Didaktische Analyse Die Arbeitsblätter sind als Angebot konzipiert, sich mit dem Text und seinen vielfältigen Kontexten näher zu befassen. Es geht um das Genre Krimi (Geschichte der Kriminalliteratur, berühmte Autorinnen und Autoren, typische Figuren), um den Autor Dürrenmatt, seine Lebensgeschichte und sein Lebenswerk (virtueller Museumsbesuch im Centre Dürrenmatt Neuchâtel), um eine virtuelle Tour zu den Orten des Geschehens, um den historischen Hintergrund der Handlung und um die zentralen Themen von Dürrenmatts Werk: Recht und Gerechtigkeit in der undurchschaubaren Welt der Moderne. Schließlich können die Lernenden den Wirkungen des Romans nachgehen, indem sie seine Rezeption und Transformation in andere Medien untersuchen. Alle Arbeitsaufträge setzen auf ein hohes Maß an Selbstständigkeit der Lernenden und folgen dem Prinzip eines handlungsorientierten Literaturunterrichts. Für die wichtige Rückbindung an den Text werden Angebote gemacht, die die Lehrkraft im Unterricht aufgreifen kann. Methodische Analyse Die eingesetzten Methoden aktivieren die Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise. Ausgangspunkt der Erarbeitung sind stets konkret formulierte Arbeitsaufträge, die mithilfe ausgewählter Internetquellen ausgeführt werden. Ergebnisse sollen meist handschriftlich gesichert werden, um jederzeit auch ohne digitale Medien verfügbar zu sein. Wo immer es sinnvoll und möglich ist, wird zu Teamarbeit, auch in Arbeitsteilung, aufgefordert. Wie bei allen Unterrichtsvorhaben, in denen Computer, Tablet oder Smartphone und Internet eine wichtige Rolle spielen, gilt auch hier: Die Plenumsphasen sind sorgfältig zu planen und zu gestalten. Genauso wie im "normalen" Unterricht mit dem Schulbuch oder einer Lektüre beginnt jede Stunde beziehungsweise Doppelstunde mit einem Einstieg, der alle "mit ins Boot" holt, bevor die Arbeit mit den Medien beginnt. Längere Arbeitsphasen können unterbrochen werden, um den Zwischenstand des Arbeitsfortschritts abzurufen und gegebenenfalls das weitere Vorgehen zu besprechen. Für den gemeinsamen Abschluss empfehlen sich kurze Rückmeldemethoden, mit denen der Lernzuwachs eingeschätzt wird wie zum Beispiel Daumen-Probe, Ampel-Feedback, Zielscheibe. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen Leben und Werk von Friedrich Dürrenmatt kennen. erarbeiten sich Hintergrundwissen zum Kriminalroman "Der Richter und sein Henker". verfeinern ihre Lesekompetenz, indem sie sich mit Quizfragen und Erklärvideos kritisch auseinandersetzen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler führen angeleitete Internetrecherchen durch. beurteilen digitale Lernangebote wie Lesequiz und Erklärvideos. erkunden und beurteilen mediale Transformationen des Romans. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten konzentriert in Teams zusammen. tauschen Lerninhalte und Ergebnisse in Kleingruppen aus. präsentieren Lernergebnisse im Plenum.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Aggregatzustände und Phasenübergänge

Kopiervorlage

Das Arbeitsblatt für das Fach Chemie der Klasse 7–8 behandelt die Aggregatzustände fest, flüssig und gas-förmig sowie die Phasenübergänge. Die Lernenden ordnen Stoffe Zuständen zu und erklären Zustandsänderungen mithilfe des Teilchenmodells. An Beispielen aus dem Badezimmer und einer Heizungsanlage wenden sie ihr Wissen auf Alltag und SHK-Handwerk an. Das Arbeitsblatt führt Lernende der Sekundarstufe I in die Aggregatzustände fest, flüssig und gasförmig sowie in die Übergänge zwischen ihnen ein. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie lassen sich die unterschiedlichen Zustände von Stoffen und ihre Veränderungen erklären – und wo begegnet uns dieses Wissen im Alltag und im Lernfeld des SHK-Handwerks? Die Lernenden ordnen zunächst Stoffe ihrem Aggregatzustand bei Raumtemperatur zu und ergänzen anschließend eine Übersicht zu den Phasenübergängen. Beispiele aus dem Badezimmer helfen ihnen, Zustandsänderungen von Wasser in ihrer Lebenswelt zu entdecken. Ein Informationstext führt in das Teilchenmodell ein: Die Schülerinnen und Schüler fassen zentrale Aussagen zusammen und beschreiben mithilfe einer Simulation, wie Teilchen sich in den verschiedenen Zuständen verhalten und angeordnet sind. Zum Abschluss übertragen sie das Gelernte auf eine Heizungsanlage zu Hause. Sie recherchieren, welche Heizungsart dort vorhanden ist, und befragen eine SHK-Fachkraft oder andere Expertinnen und Experten zu den auftretenden Aggregatzuständen. Damit wird deutlich, dass naturwissenschaftliche Grundlagen auch in der beruflichen Praxis relevant sind: Fachkräfte im Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk planen und installieren unter anderem Heizungs- und Klimaanlagen, in denen Stoffe und ihre Zustandsänderungen eine Rolle spielen. Das Arbeitsblatt verbindet so fachliches Lernen in Chemie mit Beobachtungen aus dem Alltag und einem konkreten Einblick in das SHK-Handwerk. Es eignet sich besonders, um das Teilchenmodell und Phasenübergänge zu wiederholen und den Bezug zwischen naturwissenschaftlichem Wissen und beruflichen Tätigkeiten sichtbar zu machen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler ordnen Stoffe den Aggregatzuständen bei Raumtemperatur zu und benennen Phasenübergänge. erklären Zustandsänderungen mithilfe des Teilchenmodells. wenden fachliche Kenntnisse auf Beispiele aus Badezimmer und Heizungsanlage an. Medienkompetenz (möglichst Orientierung an der KMK-Strategie Bildung in der digitalen Welt ) Die Schülerinnen und Schüler entnehmen Informationen aus einem Erklärvideo und einem Informationstext. fassen zentrale Informationen stichpunktartig zusammen und beschreiben Beobachtungen aus einer Simulation. recherchieren die Heizungsart im eigenen Zuhause und bereiten Fragen an Fachleute vor. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen digitale Informations- und Lernangebote zielgerichtet, um fachliche Inhalte zu erschließen und ihre Beobachtungen zu überprüfen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler formulieren Fragen an eine SHK-Fachkraft oder andere Expertinnen und Experten und tauschen sich über ihre Ergebnisse aus.

  • Chemie / Natur & Umwelt
  • Sekundarstufe I

Kunst unter Verdacht: Vom Expressionismus zur NS-Kunst

Unterrichtseinheit
14,99 €

Wassily Kandinsky, Ernst Ludwig Kirchner, Arno Breker oder Leni Riefenstahl sind nur einige der Kunstschaffenden, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler in dieser Unterrichtseinheit beschäftigen. "Kunst unter Verdacht" steht im Mittelpunkt dieser Unterrichtseinheit für die gymnasiale Oberstufe. In jeder der sechs einzelnen Einheiten werden Künstler vorgestellt, die früher oder später unter Verdacht gerieten - die einen als "Entartete Künstler" wie Kandinsky oder Kirchner, die anderen als Propagandakünstler wie Leni Riefenstahl oder Arno Breker. Auch heute arbeiten Künstlerinnen und Künstler mit diesen verdächtigen Bildern aus unserem Langzeitgedächtnis - und stehen dem ersten Augenschein nach ebenfalls unter Verdacht. Modularer Aufbau Die einzelnen Phasen der Unterrichtseinheit bauen aufeinander auf, lassen sich aber auch modular einsetzen. Die Phasen 1 und 2 behandeln vor allem Grundideen des Expressionismus, die Phasen 3 und 4 die Staatskunst während des NS-Regimes und die so genannte "Entartete Kunst". In der Phase 5 werden die gewonnenen Ergebnisse vertiefend betrachtet. Eine Exkursion ins Museum kann vor oder während der Unterrichtseinheit durchgeführt werden. Vorbereitung Bereitstellung eines Computers mit breitbandigem Internetzugang, Beamer, Scanner, Digitalkamera, Videorekorder, Drucker, Fotokopiergerät für die Lehrkraft. Zugang zu PowerPoint, Acrobat Reader, Word, Bildbearbeitungsprogramm für die Schülerinnen und Schüler. Es sollten Vorkenntnisse zu Basiswissen in der Internetrecherche, der digitalen Bildverarbeitung und der Erstellung von Präsentationen (zum Beispiel mit PowerPoint) vorliegen. Inhaltliche Ziele Die Schülerinnen und Schüler lernen Werke des Expressionismus und der NS-Kunst kennen, analysieren und vergleichen und setzen sich mit dieser kritisch auseinander. lernen manipulative Prozesse zu erkennen und den kritischen Umgang mit Medienbildern. vergleichen Werke aus der zeitgenössischen Kunst mit Videostills (Standbildern) von Propagandafilmen. lernen den Lernort Museum kennen (fakultativ). Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler sammeln Bilder und Textdokumente zu Künstlerinnen und Künstlern, archivieren und werten aus. lernen den künstlerisch-gestalterischen Umgang mit digitalen Medien. vervollständigen interaktive Arbeitsblätter mit Texten, Computergrafiken oder eigenen Werken. Weiterführende Medien Literatur Schuster, Peter-Klaus (1998). Nationalsozialismus und "Entartete Kunst" : die "Kunststadt" München 1937. München: Prestel. Film Chaplin, Charlie (1940): Der Große Diktator. Glozer, Laszlo (1987): Entartete Kunst? Bilanz eines Bildersturms. Murnau, Friedrich Wilhelm (1922): Nosferatu . Riefenstahl, Leni (1936): Olympia Teil II. Fest der Schönheit.

  • Geschichte / Früher & Heute / Kunst / Kultur
  • Sekundarstufe II

Wärme und Temperatur

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für das Fach Physik der Klasse 7 behandelt Wärme, Temperatur und Temperaturskalen. Die Lernenden vergleichen Celsius-, Kelvin- und Fahrenheitsskala, messen die Abkühlung von heißem Wasser und untersuchen, wie sich Stoffe bei Temperaturänderungen ausdehnen. Sie erklären Phänomene an Warmwassergeräten und Thermostatventilen und halten ihre Versuche in einem Protokollbogen fest. Die Unterrichtseinheit bearbeitet entsprechend des Hessischen Lehrplans für das Fach Physik die Inhalte im Themenfeld “Wärmelehre“. Die Unterrichtseinheit bettet Beispiele und Anwendungen aus dem Sanitär-, Heizungs-, Klimahandwerk in das physikalische Themenfeld der Thermodynamik ein. In der ersten Doppelstunde wird zunächst anhand eines Experiments zum subjektiven Temperaturempfinden das Thermometer als Instrument zur Temperaturmessung eingeführt. Die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene Thermometer und Temperaturskalen kennen und üben den Umgang mit dem Thermometer im Experiment. Die Auswertung des Experimentes erfolgt angeleitet in Form eines Temperatur-Zeit-Diagramms. Anknüpfend an das Sanitär-, Heizungs-, Klimahandwerk wenden die Schülerinnen und Schüler ihr in der ersten Doppelstunde erworbenes Wissen an, indem sie Thermometer und Temperaturmessungen an der heimischen Heizungsanlage entdecken und beschreiben. In der zweiten Doppelstunde wird anhand verschiedener Freihand-Experimente das Verhalten verschiedener Körper bei Wärmezufuhr zunächst experimentell untersucht, protokolliert und anhand dessen wesentliche Kenntnisse zur Volumenänderung von festen Körpern, Flüssigkeiten und Gasen bei Temperaturänderungen erworben und formuliert. Die im Experiment erworbenen Kenntnisse werden anschließend auf verschiedene Beispiele aus dem Heizungsbereich angewendet. Die in der Unterrichtseinheit enthaltenen Themenbereiche Wärme, Temperatur und Temperaturmessungen begegnen den Schülerinnen und Schülern in ihrem Alltag. Physikalische Inhalte werden in einen für die Lernenden sinnvollen Kontext, in diesem Fall schwerpunktmäßig aus dem Sanitär-, Heizungs- und Klimabereich, eingebettet. Dadurch kann die Unterrichtseinheit das Interesse der Schülerinnen und Schüler wecken, da sie ihnen ermöglicht, physikalische Phänomene in ihrem täglichen Leben zu erkennen und besser zu verstehen. Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler erhalten an verschiedenen Stellen hingegen die Möglichkeit, über zusätzliche Aufgaben und Denkanstöße Inhalte zu erarbeiten, die eine Transferleistung erfordern. Im Bereich der Temperaturmessung in der ersten Doppelstunde ist es außerdem denkbar, besonders interessierte oder leistungsstarke Schülerinnen und Schüler als Referat oder Zusatzleistung das Thema “Kalibrierung eines Flüssigkeitsthermometers“ selbstständig vorbereiten zu lassen. In der Unterrichtseinheit werden verschiedene Methoden der Wissensvermittlung wie beispielsweise Einzel- und Gruppenarbeit und die Arbeit im Plenum angewandt, um eine Aktivierung aller Lerntypen zu erreichen. Das experimentelle Arbeiten als besondere naturwissenschaftliche Methode wird in dieser Einheit verstärkt angewandt und geübt. Im Bereich der Kommunikation üben die Schülerinnen und Schüler das Erschließen und Aufbereiten von Informationen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden zwischen Wärmeempfinden und Temperatur kennen das Thermometer als Instrument zur Temperaturmessung beschreiben die Auswirkungen von Temperaturänderungen auf Festkörper, Flüssigkeiten und Gase Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen vorgegebene Internetquellen für die Recherche weiterführender Informationen können digitale Werkzeuge bedarfsgerecht einsetzen können Informationen aus einem Text aufgabengeleitet entnehmen und wiedergeben Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verbessern ihre Fähigkeiten ihre Erkenntnisse adressatengerecht zu präsentieren verbessern durch verschiedene Formen der Gruppenarbeit ihre Teamkompetenzen

  • Physik / Astronomie
  • Sekundarstufe I

Knallgasreaktion und Reaktionsenthalpie

Kopiervorlage

Das Arbeitsblatt für das Fach Chemie der Klasse 12–13 behandelt die Knallgasreaktion als Redoxreaktion und die dabei freiwerdende Energie. Die Lernenden stellen Reaktions- und Teilgleichungen auf, berechnen Stoffmenge und Reaktionsenthalpie und vergleichen die Berechnung mit molarem Gasvolumen und idealem Gasgesetz. Anschließend vergleichen sie die Knallgasprobe mit der Brennstoffzelle und beurteilen die Nutzung von Wasserstoff als Energieträger für Fahrzeuge. Das Arbeitsblatt verbindet grundlegende Inhalte der Chemie mit einem Beispiel aus dem Lernfeld des Kraftfahrzeughandwerks. Ausgehend von einer Lehrerdemonstration mit Wasserstoff und Sauerstoff untersuchen die Lernenden die Knallgasreaktion. Sie beschreiben ihre Beobachtungen, formulieren die ausgeglichene Reaktionsgleichung, ordnen die Reaktion als Redoxreaktion ein und stellen die Teilgleichungen auf. Anschließend berechnen sie zunächst mithilfe des molaren Gasvolumens die Stoffmenge des Wasserstoffs und setzen sich mit der Reaktionsenthalpie sowie der dabei freiwerdenden Energie auseinander. In einer Vertiefung wenden die Lernenden das ideale Gasgesetz auf die konkreten Versuchsbedingungen bei 22 °C und 1013 hPa an. Sie vergleichen beide Berechnungswege und beurteilen, weshalb im schulischen Experiment häufig das molare Gasvolumen als Näherung verwendet wird. Der zentrale Transfer führt von der explosionsartigen Energiefreisetzung der Knallgasprobe zur kontrollierten elektrochemischen Umsetzung in der Brennstoffzelle. Die Lernenden vergleichen beide Prozesse anhand von Ausgangsstoffen, Produkten, Reaktionsablauf, Energieumwandlung und Nutzbarkeit. Dabei wird deutlich, dass Wasserstoffautos nicht mit einer Explosion angetrieben werden, sondern die chemische Energie in einer Brennstoffzelle in elektrische Energie umwandeln. Der Bezug zum Kraftfahrzeughandwerk entsteht durch die Betrachtung von Wasserstofffahrzeugen und Brennstoffzellen sowie durch den Hinweis auf die besonderen Qualifikations- und Sicherheitsanforderungen in Kfz-Werkstätten. Das Arbeitsblatt eignet sich besonders für den Chemieunterricht der Sekundarstufe II, etwa im Kontext von Redoxreaktionen, Thermochemie, idealem Gasgesetz, Elektromobilität und nachhaltigen Antriebstechnologien. Es bietet außerdem Anlässe, Chancen und Grenzen von Wasserstoff als Energieträger begründet zu bewerten. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Beobachtungen bei der Knallgasreaktion und formulieren die ausgeglichene Reaktionsgleichung. ordnen die Knallgasreaktion als Redoxreaktion ein und stellen die zugehörigen Teilgleichungen auf. berechnen Stoffmengen und Reaktionsenergie mithilfe des molaren Gasvolumens sowie des idealen Gasgesetzes. erklären die Funktion einer Wasserstoff-Sauerstoff-Brennstoffzelle und vergleichen sie mit der Knallgasprobe. beurteilen Chancen und Grenzen von Wasserstoff als Energieträger für Fahrzeuge. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler werten ein Demonstrationsexperiment systematisch aus und leiten daraus Reaktionsgleichungen ab. vergleichen zwei mathematische Modelle und erklären Abweichungen zwischen Näherungs- und genauerer Berechnung. strukturieren einen Sachvergleich mithilfe einer Tabelle und begründen ein eigenes Urteil. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten bei der Auswertung und Recherche kooperativ zusammen und verständigen sich über gemeinsame Ergebnisse. präsentieren ihre Lösungswege, gehen konstruktiv auf andere Einschätzungen ein und diskutieren Sicherheits- und Nachhaltigkeitsfragen sachbezogen.

  • Chemie / Natur & Umwelt
  • Sekundarstufe II

Unterrichtsmaterial und News für die Sekundarstufen

In diesem Schulstufenportal finden Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II kostenlose und kostenpflichtige Arbeitsblätter, Kopiervorlagen, Unterrichtsmaterialien und interaktive Übungen mit Lösungsvorschlägen zum Download und für den direkten Einsatz im Fach- und fächerübergreifenden Unterricht sowie in Vertretungsstunden. Ob für das Fach Deutsch, Mathematik, Kunst, Sport, oder Englisch: Dieser Schulstufenbereich bietet Lehrerinnen und Lehrern jede Menge lehrplanorientierter Unterrichtsideen, Bildungsnachrichten sowie Tipps zu Apps und Tools für ihren Unterricht. 

Nutzen Sie unsere Suche mit ihren zahlreichen Filterfunktionen, um einfach und schnell lehrplanrelevante Arbeitsmaterialien für Ihren Unterricht zu finden.

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