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Poetry Slams: Die moderne Form der Poesie

Tool-Tipp

Eine altertümliche Sprache und Autorinnen oder Autoren, die längst gestorben sind – oft ist es schwierig, Jugendliche für Literatur zu begeistern. Mit Poetry Slams wird Poesie nahbar gemacht, denn bei diesen Veranstaltungen tragen junge Künstlerinnen und Künstler ihre eigenen Texte vor. Erfahren Sie in unserem Fundstück der Woche Wissenswertes rund um diese moderne Art der Poesie.

  • Deutsch / Kunst

Regenwald-Lyrik – wie Sprache die Welt verändert

Unterrichtseinheit

In dieser Einheit lernen die Schülerinnen und Schüler in zahlreichen Aufgabenstellungen Aspekte der Lyrik, wie beispielsweise Reimschemata einmal anders kennen. Sie vergleichen verschiedene Formen der Lyrik miteinander, suchen und finden Lyrik im Alltag und dichten schließlich selber: Mit eigenen Gedichten, Raps, Slam-Poetry-Texten oder Werbeslogans verleihen sie ihrer Meinung zu aktuellen Umweltthemen Ausdruck. Jugendliche und Kinder demonstrieren bei Fridays for Future für eine bessere Zukunft und mehr Nachhaltigkeit. Umweltthemen sind allgegenwärtig. Hier setzt die Unterrichtseinheit "Regenwald-Lyrik – wie Sprache die Welt verändert" für den Deutschunterricht von OroVerde an. Die Thematik " Regenwald-Lyrik " ist in insgesamt vier Einheiten eingeteilt. Beispielhaft wird die erste Einheit " Lyrik zum Anfassen " als Einstieg präsentiert. Ziel dieser Einheit ist es, dass Schülerinnen und Schüler die Lyrik als Stilrichtung kennenlernen und zudem erfahren, wer Zielgruppe der Lyrik ist. Dabei wird auch auf den geschichtlichen Hintergrund eingegangen. Verschiedene bekannte Vertreterinnen und Vertreter werden dabei vorgestellt. Durch das Erstellen japanischer Haikus haben die Lernenden zudem die Möglichkeit, selbst ein kurzes lyrisches Werk zu erstellen. Bei der Umsetzung helfen die Arbeitsblätter (siehe Downloads). Ergänzend dazu bietet der Auszug aus dem Lehrer-Heft weitere Anregungen für die Durchführung der Einheit. Die Unterrichtseinheit "Regenwald-Lyrik – wie Sprache die Welt verändert" holt Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen in den Deutschunterricht und ermöglicht damit einen aktuellen und alltagsnahen Sprachunterricht. Das Materialpaket bietet Schülerinnen und Schüler neben dem Einstieg "Lyrik zum Anfassen" noch drei weitere Einheiten, die zum Dichten anregen und mündet in einem Lyrik Wettbewerb , bei dem die selbstgedichtete Lyrik kreativ aufbereitet und präsentiert werden kann. Zudem werden die Fragen behandelt, wie wir Lyrik eigentlich wahrnehmen und wie sie heute gestaltet sein muss, damit wir sie besser wahrnehmen können. Themen der Umwelt und Nachhaltigkeit können mit aktuellen Ereignissen verknüpft in den Deutschunterricht einfließen. Sie dienen als Fundament, um auf kreative Weise selbst zu dichten. Zudem wird die Möglichkeit geboten, moderne Ausdrucksformen der Dichtung kennenzulernen. Mit der Einheit wird eine kreative Bearbeitung von Gedichten ermöglicht und ein Grundstein zur eigenständigen Erstellung von "Regenwald-Lyrik" in all ihren Formen gelegt. Spezielle Vorkenntnisse bei den Schülerinnen und Schülern sind für diese Unterrichtseinheit nicht erforderlich. Zur Bearbeitung der Einheit empfiehlt es sich jedoch vorab Gedichte mit Umweltbezug zu recherchieren, die die Schülerinnen und Schüler anschließend zur Gestaltung nutzen können. Über die japanischen Haikus haben die Lernenden zudem die Möglichkeit, eigenständig ein erstes lyrisches Werk zu erstellen. Dabei erkennen sie, dass es viele verschiedene Formen der Lyrik gibt. Durch die Methode der Interlinearkommentare werden die Schülerinnen und Schüler außerdem zur Auseinandersetzung mit dem Inhalt und der äußeren Form eines Gedichts angeregt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verknüpfen Lyrik mit Themen der Umwelt und Nachhaltigkeit. lernen moderne und auf den Regenwald bezogene Ausdrucksformen der Lyrik kennen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten anhand von Gruppenarbeiten komplexe Themenbereiche. lernen ihre Meinungen und Standpunkte mit Sprache zum Ausdruck zu bringen. erarbeiten kooperativ lyrische Texte. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler präsentieren Arbeitsergebnisse zielgruppengerecht mit geeigneten Medien und Darstellungsformen.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe I

Mikroplastik in der Antarktis – Handlungsmöglichkeiten und Upcycling

Unterrichtseinheit

Ausgehend von der Frage nach der Entstehung von Mikroplastik und seinen Gefahren in aquatischen Ökosystemen entwickeln die Schülerinnen und Schüler Handlungsmöglichkeiten zur Vermeidung von Mikroplastik im Alltag und führen verschiedene Upcycling-Projekte durch. Die vorgestellte Unterrichtseinheit ist konzipiert nach dem Unterrichtskonzept des Deeper Learnings nach Anne Sliwka und Britta Klopsch. Daher ist die Unterrichtseinheit auch nach den drei Phasen des Deeper Learningmodells aufgebaut. Weitere Informationen bietet das Workbook für Lehrkräfte: Deeper Learning gestalten (Beigel, Klopsch & Slwika, 2023) der Deutschen Telekom Stiftung, das am Ende der Einheit verlinkt ist und kostenlos zur Verfügung steht. Die Schülerinnen und Schüler sollen fachliches Wissen aufbauen und Handlungsmöglichkeiten ko-kreativ und ko-konstruktiv entwickeln, wobei explizit die Aneignung und Vertiefung von fachlichen Inhalten als zentrales Ziel der Unterrichtseinheit definiert wird. Übergeordnetes Ziel ist das Erlernen der 4Ks und der 21st Century Skills sowie die Entwicklung in Co-Agency von Mastery, Kreativität und Identität. Wie gelangt Mikroplastik in das Meer der Antarktis? Mit Hilfe unterschiedlicher Nachrichtenmeldungen wird diese Frage bei den Schülerinnen und Schülern aufgeworfen. Dies löst wiederum die Frage aus, was Mikroplastik überhaupt ist, wie es entsteht und welche Gefahren von ihm ausgehen. Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Phase I (Instruktions- und Aneignungsphase) . Dazu erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Vielzahl von Lernmaterialien in einer vorbereiteten Lernumgebung, die auch digital zur Verfügung stehen. Es geht darum die Problematik von Mikroplastik zu verstehen und fachwissenschaftlich korrekt wiedergeben zu können. In der Phase II (Ko-Konstruktion und Ko-Kreation) erarbeiten die Schülerinnen und Schüler authentische Lernprodukte wie Lernplakate, Sketchnotes oder Gedichte für einen Poetry Slam, in denen sie ihr neuerworbenes Wissen zu Mikroplastik darstellen und Handlungsmöglichkeiten zur Vermeidung von Mikroplastik aufzeigen. Die Lernprodukte sollen andere für die Problemlage sensibilisieren und Mitmachangebote zum Upcycling gestalten. Der Höhepunkt ist die Präsentation in der Phase III (Authentische Leistung) . Die Schülerinnen und Schüler teilen ihr Wissen mit der Schulgemeinschaft und werden aktiv, indem sie einen Ausstellungsraum gestalten und die Mitmachangebote mit anderen durchführen. In dem Materialpaket sind folgende Materialien enthalten: Material I: Mit Hilfe der zur Verfügung stehenden Materialien die Problematik von Mikroplastik verstehen Material II: Anregungen, Hilfestellungen und Checklisten für die Erstellung eines authentischen Lernproduktes Material III: Anregungen, Hilfestellungen und Checklisten für die Gestaltung eines Mitmachangebotes zum Upcycling Material IV: Checkliste zur Präsentation der authentischen Lernleistung Material V: Zusatzmaterial zu den in der Lerneinheit behandelten SDGs, Bildung für nachhaltige Entwicklung und außerschulischen Lernorten Je nachdem, wie die Schwerpunkte gesetzt werden, kann die Unterrichtseinheit mit Modifikationen und einer Anpassung des Schwierigkeitsgrades auch in der Sekundarstufe II eingesetzt werden. Relevanz des Themas Die Verschmutzung der Meere mit Plastik und der Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt ist ein aktuelles Thema, das den Schülerinnen und Schülern bereits aus ihrem Alltag bekannt ist. Es betrifft sie und ihre Familien, da wir alle zum Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt beitragen. Schülerinnen und Schülern ist dies häufig bewusst und sie setzen sich aktiv für Klima- und Umweltschutz ein. Vorkenntnisse Die Unterrichtseinheit ist so konzipiert, dass den Schülerinnen und Schülern die notwendigen fachlichen Kenntnisse in der Aneignungs- und Instruktionsphase vermittelt werden. Schülerinnen und Schüler, die bereits Vorwissen im Bereich der Problematik von Mikroplastik haben, können diese Phase schneller abschließen beziehungsweise sich intensiver mit weiteren Informationen auseinandersetzen, die über die Basisinformationen hinausgehen. Didaktisch-methodische Analyse Die Lerneinheit hat ihre Verankerung im Fach Biologie als Leitfach, mit den Themengebieten Ökologie und Angepasstheit von Lebewesen. Allerdings ist sie in ihrer Konzeption darauf angelegt, dass sie ein fächerverbindendes Projekt ist. Das Fach Deutsch trägt Lesestrategien für Sachtexte und Textproduktionsmethoden bei. Aus dem Blickwinkel des Fächerverbundes Wirtschaft/Politik geht es um die Frage nach der wirtschaftlichen Nutzung der Meere (Fischerei, Rohstoffabbau, Tourismus, et cetera) und den politischen Maßnahmen zum Schutz der Meere (Einrichtung von Meeresschutzgebieten, Verbot von Plastikprodukten, Mikroplastik in Kosmetika et cetera). In Phase I sammeln die Schülerinnen und Schüler bedeutungsvolle Erfahrungen und bauen ein solides Wissensfundament auf, das sie in Phase II weiterentwickeln. Dabei gibt es sowohl Lehrkraftvorträge als auch die Diskussion im Plenum. In Einzel- und Gruppenarbeit werden altersgemäße Bildungsmedien ausgewertet und angeleitete Internetrecherchen mit speziellen Suchmaschinen für Kinder durchgeführt. Differenzierungsmöglichkeiten sind insofern gegeben, dass die Schülerinnen und Schüler bei der Recherche selbst das Niveau ihrer Informationsquellen wählen können. Zum Beispiel neben den Nachrichtenmeldungen für Erwachsene auch die Logo-Kindernachrichten. In Phase II trägt das Fach Kunst dazu bei kreativ an der Umsetzung der Lernprodukte zu arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten kollaborativ und kreativ, kommunizieren ihre Arbeitsergebnisse und hinterfragen die gesammelten Informationen nach der Analyse kritisch. Die selbstgewählten Teams sind verantwortlich für ihren Lernweg nach dem Prinzip des "Voice & Choice". Sie wählen das Lernprodukt aus, das sie erstellen möchten. Auf ihrem Lernweg üben sie das Recherchieren und erweitern ihr methodisches Know-how. Die Phase II wird durch ein formatives Feedback der Lehrkraft zu ihrem Lernweg und den entstehenden Produkten begleitet. Die Präsentation der authentischen Lernprodukte und die Moderation der Mitmachangebote vor der Schulgemeinschaft – Schülerinnen und Schüler, Lehrkräften und Eltern – fördert zum einen die Kommunikationskompetenz und zum anderen das Selbstbewusstsein, ihr Können zu präsentieren und Handlungsoptionen an andere weiterzugeben. Bei der Bewertung der authentischen Leistungen werden mehrere Komponenten miteinbezogen. Die Lehrkräfte berücksichtigen die individuellen Lernprozesse, die Lernprodukte wie auch die Präsentation vor der Schulgemeinschaft und die Arbeit in den Teams bei der Bewertung. Außerschulischer Lernort Bei einer Unterrichtseinheit mit Deeper Learning bietet sich auch die Nutzung außerschulischer Lernorte an. Bei der Durchführung mit unseren Schülerinnen und Schülern haben wir beispielsweise den Aquazoo in Düsseldorf besucht. Bei dem Besuch wurde in Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der Museumspädagogik das biologische Fachkonzept der Anpassung von Lebewesen an das Leben in der Antarktis bearbeitet und an vielen Exponaten durch Primärerfahrungen erarbeitet. Zudem wurden mit den Schülerinnen und Schülern die Gefahren durch Plastikverschmutzungen im Meer erarbeitet. Einige Exponate im Aquazoo machen auf die Gefährdung der Weltmeere durch Plastikmüll aufmerksam. Die Einheit kann aber selbstverständlich auch ohne einen außerschulischen Lernort durchgeführt werden. Potentiale von außerschulischen Lernorten aus fachdidaktischer Sicht Der Besuch des Aquazoos geht über die Möglichkeiten des Unterrichtes hinaus, sowohl aus räumlicher als auch zeitlicher Perspektive. Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit der Begegnung mit Lebewesen und biologischen Phänomenen (bedeutungsvolle Erfahrungen). Diese gewonnenen Eindrücke sind sinnlich, kognitiv und handlungsorientiert. Studien zeigen positive Effekte auf die Wissensvermittlung und auf affektive Dimensionen (Interesse am Unterricht, soziales Gruppenverhalten, Einstellungen zum Naturschutz) durch den Besuch eines außerschulischen Lernortes. Es werden Möglichkeiten der Förderung von Schülerinnen und Schülern geschaffen, die weniger leistungsfähig im Biologieunterricht sind. Vgl. Mayer, J. (2008). Außerschulischer Unterricht. in: Gropengießer, H. & Kattmann, U. (2008). Fachdidaktik Biologie, Köln: Aulis (8. Aufl.). Fachbezogene Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler gliedern neu erworbene biologische Konzepte in vorhandenes Wissen ein und hinterfragen Alltagsvorstellungen. entnehmen nach Anleitung biologische Informationen und Daten aus analogen und digitalen Medienangeboten (Fachtexte, Filme, Tabellen, Diagramme, Abbildungen, Schemata), geben deren Kernaussagen wieder und notieren die Quelle. stellen Präsentationen zu eingegrenzten biologischen Sachverhalten, Überlegungen und Arbeitsergebnisse – auch mithilfe digitaler Medien – bildungssprachlich angemessen und unter Verwendung einfacher Elemente der Fachsprache in geeigneten Darstellungsformen (Redebeitrag, kurze kontinuierliche und diskontinuierliche Texte) sachgerecht vor. benennen Bewertungskriterien und Handlungsoptionen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler führen Informationsrecherchen zielgerichtet durch und wenden dabei Suchstrategien an. filtern und strukturieren themenrelevante Informationen und Daten aus Medienangeboten, wandeln diese um und arbeiten sie auf. 21st Century Skills Die Schülerinnen und Schüler arbeiten ko-konstruktiv und ko-kreativ bei der Erstellung ihrer Lernprodukte. hinterfragen die von ihnen bearbeiteten Materialien kritisch und bewerten die Qualität der Informationen. kommunizieren ihre Arbeitsergebnisse sach- und adressatengerecht in ihren Gruppen und vor der Schulgemeinschaft.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Kunst / Kultur / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I
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