Unterrichtsmaterialien zum Thema "Kinderrechte"

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Kinderalltag in Afrika

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Kinderalltag in Afrika" lernen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Informationsquellen kennen, um sich mit dem Leben von Kindern in anderen Teilen der Welt zu beschäftigen.In diesem Unterrichtsentwurf geht es darum, verschiedene Informationsquellen über Kinderalltag in anderen Ländern kennen zu lernen und zu nutzen. Dabei wird exemplarisch Afrika untersucht. Die Schülerinnen und Schüler recherchieren Internetquellen, Kinderbücher, Filme und Berichte über das Leben von Mädchen und Jungen in Afrika. Sie erhalten Hilfen, wie sie diese Quellen für ihre Fragestellung nutzen können. Die Auseinandersetzung mit den Lebensbedingungen in Afrika soll mit der eigenen Situation bei uns in Deutschland in Beziehung gesetzt werden.Im Mittelpunkt dieses Unterrichtsprojekts steht die kritische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Informationsquellen zum Thema Kinderalltag in Afrika. Durch den modularen Aufbau der Themen sind verschiedene Schwerpunktsetzungen möglich. Allgemeine Hinweise zur Projektarbeit "Kinderalltag in Afrika" Auf dieser Seite finden Sie allgemeine Informationen zu wichtigen Aspekten für die Projektarbeit. Themen zur Erarbeitung Die Themenvorschläge und Arbeitsaufträge können je nach Lerngruppe und Stundenumfang variiert werden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene Aspekte des Alltags von Kindern in Afrika kennen. erfahren, dass Jungen und Mädchen unterschiedliche Lebensbedingungen haben. erarbeiten sich ein differenziertes Bild des Lebens in Afrika, jenseits der Klischees von Unterentwicklung. setzen die eigenen Lebensbedingungen mit denen der Kinder in Afrika in Beziehung. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen das Internet als Medium zur Recherche ein. lernen Online-Auftritte von Hilfsorganisationen kennen und bewerten diese. lesen Informationen aus dem Internet kritisch, werten sie aus und bereiten sie für einen Kurzvortrag auf. setzen sich mit Jugendbüchern und Filmen auseinander und beurteilen die vermittelte Botschaft kritisch. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen den eigenen mit dem Alltag von Kindern anderer Teile der Welt in Verbindung. arbeiten in Gruppen zusammen. Wegen der Vielschichtigkeit eignet sich das Thema Kinderalltag in Afrika gut für eine Projektwoche. Ideal wäre es, fächerverbindend mit Kolleginnen und Kollegen zu arbeiten und gegebenenfalls eine gemeinsame Präsentation der Ergebnisse an das Ende der Projektarbeit zu stellen. Aber auch für den regulären Unterricht in Sozialwissenschaften, Politik, Geographie, Deutsch oder Religion bietet sich das Thema an. Durch die längerfristige selbstständige Arbeit in Kleingruppen können die Schülerinnen und Schüler ihre Sozial- und Planungskompetenz ausbauen. In diesem Unterrichtsentwurf geht es darum, sich anhand verschiedener Informationsquellen mit dem Kinderalltag in anderen Ländern und Kontinenten auseinander zu setzen. Dabei wird exemplarisch Afrika untersucht, die Klasse könnte jedoch auch das Leben von Kindern in Asien oder Lateinamerika in den Blick nehmen, wenn zum Beispiel durch eine Schulpartnerschaft das Interesse auf einen anderen Kontinent gerichtet ist. Wenige Adaptionen würden in diesem Fall ausreichen. Globales Lernen bedeutet immer auch, den eigenen Alltag zu reflektieren und die Situation von Kindern in Deutschland kritisch zu sehen, als Basis für das Kennenlernen des Lebens in anderen Teilen der Welt. Folgende Elemente können beispielsweise als Einstieg in das Thema "Kinderalltag bei uns und anderswo" dienen: Internetrecherche zum Thema "Kinder in Deutschland und anderswo" Fiktiver Brief an ein Kind in Afrika: Wie leben Kinder in Deutschland? Interview zum Thema "Der Alltag von Jungen und Mädchen in früheren Zeiten" Entsprechende Arbeitsmaterialien finden Sie im Unterrichtsentwurf "Kinderalltag in Deutschland - heute und früher", der im Zusammenhang mit der vorliegenden Unterrichtseinheit konzipiert wurde. Kinderalltag in Deutschland - heute und früher Diese Einheit ist ebenfalls von Frau Riepe und ähnlich modular aufgebaut. Informationen der Hilfsorganisationen Die verschiedenen Hilfswerke - wie Unicef oder die Welthungerhilfe - unterstützen Projekte in anderen Teilen der Welt, sie informieren aber auch über das Leben von Männern, Frauen und Kindern in den Projektländern. Besonders ergiebig für die Arbeit ist die Website von terre des hommes, die sich direkt an Schülerinnen und Schüler wendet und über Projekte sowie Lebensläufe von Kindern informiert. Die Hilfswerke verfügen auch über Printmedien, die gegen einen geringen Beitrag oder kostenlos angefragt werden können. Rechercheauftrag Die Schülerinnen und Schüler recherchieren im Internet anhand verschiedener Fragestellungen, was die verschiedenen Hilfsorganisationen über den Kinderalltag in Afrika schreiben. Kinder- und Jugendbücher über den Alltag in einem afrikanischen Land Im Internet lässt sich die Buchempfehlungsliste der "Guck mal übern Tellerrand"-Aktion herunterladen, die auch als Broschüre bei der Deutschen Welthungerhilfe bestellt werden kann. Es bietet sich an, bei einem Besuch der Stadtbücherei oder der Schülerbücherei zu klären, welche Bücher über den Alltag in Afrika vorhanden sind. Ansonsten kann eine Bücherkiste bei der Gesellschaft zur Förderung der Literatur in Frankfurt ausgeliehen werden. Entsprechende Quellenangaben finden Sie in den externen Links auf der Startseite der Unterrichtseinheit "Kinderalltag in Afrika". Auswahl und Vorstellung eines Buches Die Schülerinnen und Schüler erhalten den Auftrag, Bücher zum Thema im Internet zu recherchieren. Daraufhin klären sie, ob die ausgewählten Bücher in der Schul- oder Stadtbücherei ausgeliehen werden können. Falls die Lehrkraft eine Bücherkiste zum Thema bestellt hat, können sie sich dort die Bücher ansehen. Die einzelnen Schülerinnen und Schüler wählen sie eines der Bücher aus, lesen es und stellen es - nach vorgegebenen Kriterien und Fragestellungen - in der Klasse vor. Geeignetes Filmmaterial Filme für den Einsatz im Unterricht können beispielsweise beim EZEF (Evangelisches Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit) oder bei der Fachstelle "Filme für eine Welt" ausgeliehen werden. Entsprechende Quellenangaben finden Sie in den externen Links auf der Startseite der Unterrichtseinheit "Kinderalltag in Afrika". Leitfragen zur Auswertung von Filmen und anderen Medien Ein Film, der vom Leben in Afrika erzählt, wird anhand von Leitfragen ausgewertet. Ein entsprechendes Arbeitsblatt enthält Fragen, die für die Auswertung von Filmen, Romanen und Berichten hilfreich sind. "Sag mir, wie ist Afrika?" Ein Mädchen und ein Junge berichten von ihrem Alltag in Guinea. Die Berichte stammen aus den Unterrichtmaterialien "Sag mir, wie ist Afrika? - Didaktisches Material für die Grundschule", erschienen im Peter Hammer Verlag. Steckbriefe erstellen Die Schülerinnen und Schüler wählen sich eine Person aus und erstellen einen Steckbrief mit folgenden Angaben. Anschließend stellen sie die Ergebnisse gegenüber, um die unterschiedlichen Lebensbedingungen von Jungen und Mädchen herauszuarbeiten. Welches sind die besonderen Eigenschaften dieses Jungen/dieses Mädchens? Welche Aufgaben müssen sie erfüllen? Was mögen sie gerne? Was können sie gar nicht leiden? Wie wohnen Kinder in Afrika? Auf einem weiteren - optionalen - Arbeitsblatt setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Wohnbedingungen in Afrika und Deutschland auseinander. Ausstellung Nachdem die Schülerinnen und Schüler verschiedene Informationsquellen über den Kinderalltag in Afrika recherchiert und ausgewertet haben, werden die Ergebnisse der gesamten Klasse oder der Schulöffentlichkeit präsentiert. Dazu kann eine kleine Ausstellung entstehen, beispielweise auf einer Wandzeitung mit Informationen zum Tagesablauf eines Kindes in Afrika, Fotos aus Materialheften und Zeitschriften sowie den Ergebnissen der Recherche und der Medienauswertung. Gegenüberstellung: Kinderalltag in Deutschland Ergänzt werden können diese Informationen durch die Beschreibung des Tagesablaufs eines Jungen oder eines Mädchens in Deutschland, durch Hinweise auf die Situation von Kindern in Deutschland, auf eigene Probleme, Chancen, Wünsche der Schülerinnen und Schüler.

  • Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I

Der Kurzfilm "Quiero ser" im Spanischunterricht

Unterrichtseinheit

Seit seiner Erstausstrahlung im März 2001 hat sich der 35-minütige Kurzfilm "Quiero ser" von Florian Gallenberger zu einem didaktischen Renner für den Spanisch-Unterricht entwickelt. Die deutsch-mexikanische Koproduktion wurde mit zahlreichen Filmpreisen (unter anderem mit dem Oscar für den "besten fiktionalen Kurzfilm") ausgezeichnet."Quiero ser" lässt sich hervorragend im Rahmen einer Unterrichtseinheit zum Thema "Straßenkinder in Lateinamerika" einsetzen, da der Film zahlreiche Ansatzpunkte für eine vertiefende Auseinandersetzung mit dem Leben von Kindern und Jugendlichen in den Ballungszentren und Armenvierteln des Subkontinents bietet. Hier einige Vorschläge für die Behandlung im Unterricht.Der Beitrag soll zeigen, wie der sehenswerte Kurzfilm im Spanischunterricht eingesetzt werden kann. Die als Download verfügbaren Arbeitsblätter enthalten Aufgabenvorschläge, die zum einen der thematischen Einstimmung und Vorentlastung dienen und zum anderen die inhaltliche Analyse des Werks, aber auch die persönliche Beurteilung der beiden Hauptfiguren zum Ziel haben. Darüber hinaus werden zwei weitere Arbeitsblätter bereitgestellt, die zur Hörverstehensschulung und zur Internetrecherche eingesetzt werden können. Ablauf der Unterrichtseinheit "Quiero ser" Die Unterrichtseinheit zum Kurzfilm "Quiero ser" gliedert sich in vier Phasen. Inhaltliche Ziele Die Schülerinnen und Schüler sollen eine Szene aus dem Film beschreiben. Vermutungen über den Inhalt des Films anstellen (Hypothesenbildung). die Gedanken eines Straßenkindes formulieren (Perspektivwechsel). einen kurzen Lückentext zur ersten Hälfte des Films vervollständigen (Leseverstehen). Verständnisfragen zum Inhalt des Films beantworten. die beiden Hauptfiguren des Films charakterisieren. das Verhalten des Protagonisten Juan beurteilen und kommentieren. Vermutungen über die heutigen Lebensverhältnisse Juans anstellen. "online" den Text eines Liedes aus dem Film vervollständigen (Hörverstehen). einen Zusammenhang zwischen der Kindheit des Sängers Juan Gabriel und dem Schicksal der im Film gezeigten Straßenkinder herstellen (Perspektivwechsel). Ziele aus dem Bereich der Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen Informationen zum Film aus dem Internet entnehmen und die Ergebnisse präsentieren. aus einem Internetartikel die wichtigsten Informationen zur Kindheit des mexikanischen Sängers Juan Gabriel herausfiltern. das Internet als Quelle für Audio- und Textmaterial nutzen lernen. Das Bild Für die Einstimmung und die Vorentlastung eignet sich ein Standbild, also eine Szene aus dem Film, in besonderer Weise. Sofern die Schülerinnen und Schüler bereits mit dem thematischen Vokabular vertraut sind, können sie dieses anhand des Fotos reaktivieren. Es zeigt den Protagonisten Juan, der nachdenklich an einem Imbiss-Stand sitzt und von einer besseren Zukunft träumt. Der Arbeitsauftrag Die Lernenden sollen sich dem Film nun in drei Schritten annähern. Zunächst haben sie den Auftrag, das Bild in zwei bis drei Sätzen zu beschreiben. Dann werden sie aufgefordert, Vermutungen über den Inhalt des Films anzustellen, indem sie die Wahl des Titels zu erklären versuchen. Und schließlich sollen sie sich in die Lage dieses Straßenjungen hineinversetzen und überlegen, woran er gerade denkt oder wovon er gerade träumt. Interneteinsatz Den zweiten Abschnitt dieser Vorbereitungsphase bildet eine kurze Internetrecherche zu den wichtigsten produktionstechnischen Daten zu "Quiero ser". Da der Film in Mexiko-Stadt gedreht wurde, fand seine Auszeichnung bei den "Academy Awards 2001" auch in der spanischsprachigen Presse ein breites Echo. Lückentext Die Lektüre dieses Internetartikels soll die Schülerinnen und Schüler darüber hinaus in die Lage versetzen, einen kurzen Lückentext zu vervollständigen, der die erste Hälfte der Handlung zusammenfasst (sinopsis). Hier sind selbstverständlich verschiedene Lösungen zu akzeptieren. Die eigentliche Präsentation des Films kann auf unterschiedliche Arten und Weisen erfolgen. Jedes der Verfahren hat seine Vor- und Nachteile. Eine Wertung wird an dieser Stelle nicht vorgenommen. Der Film im Ganzen Der Film wird in seiner ganzen Länge ohne Unterbrechung gezeigt. Die Auswertung mit Verständnis-, Analyse- und Kommentarfragen erfolgt im Anschluss (siehe Phase 3). Der Film in Sequenzen Die Vorführung wird an einer oder mehreren Stellen unterbrochen. Die Schülerinnen und Schüler resümieren das bisher Gezeigte und/oder stellen Hypothesen über den Fortgang der Handlung an. Sequenzen als Stummfilm Teile des Films werden ohne Ton gezeigt. Die Schülerinnen und Schüler sollen das Gesehene in Worte fassen (etwa eigene Texte zu Dialogszenen erstellen). Comprensión Zunächst sollen die Lernenden einige Fragen zum Global- und zum Detailverständnis beantworten, damit der Handlungsrahmen der Geschichte gemeinsam abgesteckt werden kann. Análisis Im darauf folgenden Analyseteil steht die Gegenüberstellung der sehr unterschiedlichen Wesenszüge der beiden Brüder im Mittelpunkt des Interesses. Hier gilt es, die Verhaltensweisen und Handlungsmuster der Hauptdarsteller zu deuten und zu einer Gesamtaussage in Bezug auf das jeweilige Charakterbild zu gelangen. Comentario/creatividad Die Kommentar-Aufgaben sollen schließlich die Sichtweise der Schülerinnen und Schüler in die Behandlung des Films einbeziehen und unterschiedliche Interpretationsansätze und Wertungen offen legen. Die vierte Phase dieser Unterrichtseinheit zu "Quiero ser" kann selbstverständlich entfallen, da sie für eine erschöpfende Behandlung des Films nicht zwingend notwendig ist. Sie bietet jedoch die Möglichkeit, zusätzliche Fertigkeiten der Lernenden zu schulen und birgt aufgrund des verstärkten Einsatzes der neuen Medien einen besonderen Reiz. Das Lied "Se me olvidó otra vez" des bekannten mexikanischen Sängers Juan Gabriel spielt in diesem Kurzfilm insofern eine wichtige Rolle, als es das Bindeglied zwischen Vergangenheit und Gegenwart darstellt. Zum einen gehört es zum Repertoire jener Lieder, die die beiden Brüder anfangs gemeinsam singen, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen (siehe Zusammenfassung des Inhalts). Zum anderen verdeutlicht die Tatsache, dass Jorge (am Ende des Films) auch nach all den Jahren immer noch dieses Lied singt, wie wenig er sich seit der Trennung von Juan weiterentwickelt hat. Er bewegt sich nach wie vor in derselben Monotonie des Alltags und scheint sich schon seit langem in sein Schicksal gefügt zu haben. Hörverstehensübung Der Titel "Se me olvidó otra vez" gehört ohne Zweifel zu jenen Liedern, die man getrost zum musikalischen Gemeingut des spanischsprachigen Raums zählen kann. Der recht einfache Text bietet sich für eine Hörverstehensübung nach dem klassischen Muster an. In diesem Fall wird das Stück nicht von Tonband oder CD vorgetragen, sondern die Lernenden sollen alleine oder zu zweit auf die angegebene Homepage gehen und dort das Lied (in diesem Fall handelt es sich um eine Coverversion) über einen der gängigen Media-Player abspielen. Dies hat den Vorteil, dass sie sich den Song ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend anhören und gegebenenfalls unterbrechen können. Da Juan Gabriel eine ähnlich schwere Kindheit hatte wie die beiden Hauptfiguren aus "Quiero ser", liegt es nahe, eine Verbindung zwischen der Biografie dieses Sängers und dem Thema des Films herzustellen. Zu diesem Zweck sollen die Schülerinnen und Schüler zunächst eine Internetrecherche zu den ersten Lebensjahren Juan Gabriels durchführen und so seine Kindheit in groben Zügen wiedergeben. Darauf aufbauend sollen sie schließlich überlegen, wie dieser Kurzfilm auf ihn wirken mag und wie seine Stellungnahme gegenüber dem Regisseur des Werks ausfallen könnte. Angetrieben von dem Traum, eines Tages der Armut und dem Elend zumindest ein Stück weit zu entfliehen, legen sie jeden Abend einen Teil ihrer Einnahmen beiseite, um so bald wie möglich die Lizenz für den Verkauf von Luftballons bezahlen zu können. Als jedoch Jorge, der Ältere der beiden, aus der Schatulle mit dem ersparten Geld einen beträchtlichen Betrag entwendet, um ein Mädchen auszuführen, in das er sich verliebt hat, kommt es zum Bruch zwischen den Brüdern. Juan verzeiht seinem Bruder den Diebstahl nicht und beschließt, sich fortan alleine durchs Leben zu schlagen. Jahre später kehrt er als gemachter Mann an den Ort der gemeinsamen Jugend zurück. Zwar begegnet er seinem Bruder, der nach wie vor das trostlose Dasein eines Straßensängers fristet, doch gibt er sich ihm nicht zu erkennen. Und so kreuzen sich zwei Lebenswege, die denselben Ausgangspunkt hatten und die kaum unterschiedlicher hätten verlaufen können, ohne Folgen. Zunächst einmal ist der ausgezeichnete Artikel zu erwähnen, den Marita Lüning aus Bremen für die Zeitschrift Hispanorama verfasst hat: Marita Lüning "Quiero ser" - ein beeindruckender Film, nicht nur im Spanischunterricht, in: Hispanorama 95, Februar 2002, S. 34-36. Welch hoher didaktischer Gebrauchswert diesem Werk auch seitens der Lehrbuchverlage zugesprochen wird, lässt sich an der Tatsache ablesen, dass dem Film in der Neuauflage des Lehrwerks Encuentros 1 eine Teillektion gewidmet wird. Die Beiträge enthalten eine Vielzahl von Anregungen und Arbeitsaufträgen, die direkt für die Bearbeitung von "Quiero ser" genutzt werden können. Encuentros 1, Nueva edición, Unidad 9B, Cornelsen, Berlin 2003, S. 136-137 im Lehrbuch und S. 83 im Übungsheft. Begeistert Von der Zusammenstellung der Unterrichtseinheit bin ich begeistert. Ich arbeite gerade in einer 11 (Neubeginner in Klasse 9, 3. Fremdsprache) an diesem Thema - in der letzten Lektion von Linea Uno wird der Bereich "gamines" thematisiert. Auf der Basis der Textsammlung im Projekt "Gamines" bei Lehrer-Online habe ich das Projekt "Ninos de la calle" gestartet. Die Bearbeitung der drei Texte in Anlehnung an die Vorschläge lief hervorragend. Danke für das Material. Daher werde ich die Unterrichtseinheit "Quiero ser" nach aufmerksamer Lektüre dieser UE-Anregungen und den wirklich gut aufbereiteten Materialien jetzt so durchführen wie vorgeschlagen. Ich bin sicher, dass es ein Erfolg werden wird. Hartmut Petersen

  • Spanisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Gamines: Straßenkinder in Lateinamerika

Unterrichtseinheit

In der Unterrichtseinheit "Gamines: Straßenkinder in Lateinamerika" zur Förderung der interkulturellen Kompetenz reflektieren die Lernenden die Lebensbedingungen der Kinder in den südamerikanischen Ländern und werden zum sprachlichen Handeln angeregt.Heimatlosigkeit ist ein Zustand, den sich die behütete Jugend in unserer Wohlstandsgesellschaft sicher schwer vorstellen kann. Doch gerade aus diesem Kontrast kann sich ein ertragreiches Unterrichtsgespräch ergeben. Die Behandlung des Themas "Straßenkinder in Lateinamerika" ist aus mehreren Gründen empfehlenswert. Einerseits bietet das Thema landeskundliche Anknüpfungspunkte, andererseits können sich Schülerinnen und Schüler ein Bild von den Lebensumständen vieler ihrer Altersgenossen in einem Land der Zielsprache machen.Der interkulturelle Ansatz wird in fast allen Lehrplänen vom Fremdsprachenunterricht gefordert. Darüber hinaus werden in der hier vorgestellten Unterrichtseinheit "Gamines: Straßenkinder in Lateinamerika" unterschiedliche sprachliche Aktivitäten von den Schülerinnen und Schülern umgesetzt. Ablauf der Unterrichtsreihe "Gamines" Im Rahmen dieser Unterrichtseinheit lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur die soziale Realität der Straßenkinder in Lateinamerika kennen. Sie bekommen auch einen Einblick in die unterschiedlichen Bemühungen von Hilfsorganisationen. Die Schülerinnen und Schüler bekommen einen Einblick in die Lebenswirklichkeit eines Teils der Jugendlichen in Hispanoamerika und vergleichen diese mit ihrer eigenen. beschreiben visuelle Impulse versprachlichen und Bilder. erarbeiten und festigen themenspezifisches Vokabular. lesen kurze Texte und können den Inhalt wiedergeben. bauen ihre Lesekompetenz aus und wenden Lesestrategien an. entnehmen authentischem Material auf Webseiten Informationen. erstellen aus den gewonnenen Informationen eigene Texte. spontane Stellungnahmen zu Bildern Bildbeschreibung Textlektüre und -verständnis Internetrecherche und Ergebnispräsentation mündliche Präsentation der Unterrichtsergebnisse Den emotionalen Zugang erfahren die Schülerinnen und Schüler über das Bildmaterial von Straßenkindern (Arbeitsblatt 1). Bildbeschreibung, Kommunikation in der Klasse und die Auseinandersetzung mit dem "schwierigen" Leben auf der Straße ermöglichen den Einstieg in das Thema und das Wortfeld. Daran schließt sich eine vorbereitende Internetrecherche zum Thema Gamines in Lateinamerika an (Arbeitsblatt 2). Fakten und Gründe für das Leben auf der Straße werden im Netz gesammelt. Die Textarbeit zum Thema "Niños de la calle" dient der Förderung von Lesekompetenz (Arbeitsblatt 3). Eine Sicherung des Textverständnisses erfolgt über die Beantwortung von Fragen. Organizaciones que ayudan a los niños de la calle Die Textarbeit zum Thema "Organizaciones que ayudan a los niños de la calle" leitet zur Textproduktion über. Der Text kann auch als Beispiel für einen Vorschlag zur mündlichen Prüfung gesehen werden. Der Text Auf der Grundlage des umfangreichen Textes (700 Wörter) soll eine zusammenhängende Darstellung der Problematik der Straßenkinder in Lateinamerika erarbeitet werden (Arbeitsblatt 4). Der Text ist leicht verständlich, lexikalische Hilfen sind nicht notwendig. Es handelt sich um ein Interview mit Oscar Olívar. Er arbeitet für die Hilfsorganisation CEDIC (Centro de Desarrollo Integral Comunitario). Oscar Olívar berichtet von seiner Arbeit mit den Straßenkindern. Tipp Vor der Textarbeit könnte eine (Haus-)Aufgabe stehen. Die Schülerinnen und Schüler suchen im Internet nach Informationen über die Hilfsorganisation CEDIC und fassen diese als kurze Präsentation zusammen. Declaración: Derechos del Niño Die Schülerinnen und Schüler sollen aus der Gegenüberstellung der Rechte für Kinder mit der Lebenswirklichkeit lateinamerikanischer Straßenkinder Möglichkeiten zur Hilfe ableiten und formulieren (Arbeitsblatt 5).

  • Spanisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Child labour - ein webbasiertes Unterrichtsprojekt

Unterrichtseinheit

In diesem webbasierten Unterrichtsprojekt zum Thema Kinderarbeit arbeiten die Schülerinnen und Schüler selbstgesteuert in Teams und lernen autonom mit Medienunterstützung. Dabei deckt sie zudem Kernkompetenzen für die Klasse 8 gemäß dem Kernlehrplan Englisch für NRW ab.Im Rahmen einer kleinen Projektarbeit nähern sich Zweierteams aus Schülerinnen und Schülern dem Thema "Child labour" handlungsorientiert an. Ergebnis der gemeinsamen Arbeit am Computer ist zum einen ein Dossier, das Informationen und Linkverweise in die Klassengemeinschaft bringt. Zum anderen erstellen die Lernenden gemeinsam eine Liste neuer Vokabeln, die später individuell geübt werden.Der Kernlehrplan Englisch beschreibt in NRW die Kompetenzen, über die Schülerinnen und Schüler am Ende einer Einheit in ihrer Schullaufbahn verfügen sollten. Bezug zum Kernlehrplan Englisch in NRW Diese Einheit bedient die Erwartungen am Ende der Klasse 8 gemäß dem Kernlehrplan für Nordrhein-Westfalen. Ablauf der Unterrichtssequenz und Materialien Die Unterrichtssequenz ist so konzipiert, dass Zweierteams selbstgesteuert am Computer arbeiten. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erwerben und vertiefen landeskundliche und historisch-politische Kenntnisse zum Thema "Child labour". erweitern ihren dafür notwendigen themenbezogenen Wortschatz. suchen themenbezogene Informationen, verarbeiten diese und präsentieren sie sprachlich angemessen. entwerfen mögliche Problemlösungen und versprachlichen sie in angemessener Weise. versprachlichen hypothetische Aussagen in der Zielsprache durch Benutzung von if-clauses type II. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erlernen Techniken der zielgerichteten Internetrecherche in der Zielsprache. üben Techniken der themenbezogenen Textproduktion erlernen und vertiefend ein. organisieren ein gemeinsames Arbeitsvorhaben, führen es durch und reflektieren es kritisch. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben Grundkenntnisse im Umgang mit Textverarbeitungsprogrammen vertiefend ein. erkennen und nutzen das Internet als Medium der Informationsbeschaffung. lernen arbeitsökonomische Suchstrategien kennen und nutzen sie. setzen sich mit authentischen Texten auseinander. verarbeiten Informationen sachgerecht und arbeiten sie auf. nutzen das Online-Wörterbuch leo.org und die englische Version der Suchmachine Google zur Wortschatzerweiterung und Überprüfung der Idiomatik. präsentieren die verarbeiteten Informationen in Form eines Dossiers. Inhalt: Kompetenzerwartungen Der Kernlehrplan formuliert Kompetenzerwartungen, die am Ende der drei Einheiten des Kernlehrplans (Klasse 5 und 6; Klasse 7 und 8; Klasse 9 und 10) erreicht werden sollen. Einige dieser Kompetenzerwartungen am Ende der Klasse 8 sollen durch das vorliegende Unterrichtsprojekt erfüllt werden. Kompetenzerwartung Orientierungswissen Das Thema dieses Unterrichtsprojekts orientiert sich an der Kompetenzerwartung "Orientierungswissen", in der die Beschäftigung mit historischen Aspekten einer Region in Großbritannien und die Behandlung des Themas "Child labour" gefordert werden (KLP Englisch, S. 31). Kompetenzerwartung Methodische Kompetenzen Die Kompetenzerwartung "Methodische Kompetenzen" fordert im Bereich Umgang mit Texten und Medien, dass die Schülerinnen und Schüler im Anwendungsbereich media literacy/IT eine "einfache Internetrecherche zu einem Thema und ein kleines Dossier erstellen" können (KLP Englisch, S. 33f.). Die Vermittlung und Einübung der dazu notwendigen Techniken und Fertigkeiten sind zentraler Gegenstand dieses Unterrichtprojekts. Textform Dossier Die Textform des Dossiers, die vom Kernlehrplan Englisch eingefordert wird, bedarf einer genauen inhaltlichen Füllung, die für die vorliegende Unterrichtsreihe vorgenommen wurde. Kompetenzerwartung Wortschatz Die Kompetenzerwartung "Wortschatz" fordert von den Schülerinnen und Schülern, dass sie über einen "funktionalen und thematisch erweiterten Grundwortschatz" verfügen (KLP Englisch, S. 32), und dies gilt in Bezug auf "das fachmethodische Arbeiten mit Texten und Medien". Im vorliegenden Unterrichtsprojekt wird diese Kompetenzerwartung dadurch berücksichtigt, dass die Schülerinnen und Schüler den Umgang mit dem Online-Wörterbuch leo.org lernen, um ihren themenbezogenen Wortschatz zu erweitern und durch die Benutzung der englischen Version der Suchmaschine Google bei der Erstellung des Dossiers die idiomatische Korrektheit ihrer sprachlichen Äußerungen überprüfen lernen. Die Resultate dieser Arbeit sollen Eingang finden in Wortschatzlisten, die der gesamten Klasse zur Verfügung gestellt werden. Die Methode der Projektarbeit Das vorliegende Unterrichtsprojekt mit der in ihr praktizierten Methode der Projektarbeit orientiert sich schließlich auch an der Forderung des Kernlehrplans, dass die Schülerinnen und Schüler "Projekte durchführen und die Ergebnisse mit unterschiedlichen Hilfen (...) und in verschiedenen Präsentationsformen (...) vorstellen" können (KLP Englisch, S. 35). Grundlagen erarbeiten Die Lernenden erhalten den Link zu einem Grundlagentext zum Thema "Child labour". Diesen Text können sie online oder auf Papier lesen. Die Fragen auf dem Arbeitsblatt überprüfen das Textverständnis. Hausaufgabe Als Hausaufgabe bekommen die Schülerinnen und Schüler den folgenden Arbeitsauftrag: "List up at least 4 aspects of the text about child labour that you would like to learn more about". Auf der Basis der Ergebnisse aus den Hausaufgaben werden Themenvorschläge für die Internetrecherche generiert. Solche Themen können sein: Fields and kind of work Countries in which child labour can be found What products are produced by children? How do I know? Conditions of child labour Differences between boys and girls Institutions and organizations that offer help (e.g. UNICEF) Health risks Child labour in the First World Start der Partnerarbeit Die Schülerinnen und Schüler finden sich in Zweierteams zusammen und wählen aus den Themenvorschlägen einen aus, zu dem sie im Netz recherchieren möchten. Dann einigen Sie sich mit der Klasse auf einen Zeitrahmen. Zu klären ist beispielsweise, ob auch am Nachmittag online gearbeitet werden kann. Einführung in das Ablagesystem einer Internetrecherche Ein Arbeitsblatt mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Thema Ablagesystem begleitet die Teams bei der Organisation ihrer Arbeit. Einführung in Suchstrategien und Hilfsmittel für eine Internetrecherche Die folgenden Materialien können Ihren Schülerinnen und Schülern - je nach ihren Vorerfahrungen bei der Internetarbeit - die Arbeit erleichtern. Leitfragen Als nächster Schritt folgt nun die Entwicklung von Leitfragen zu verschiedenen Aspekten des Themas "Child labour". Dann kann die eigentliche Internetrecherche beginnen. Als Leitfragen sind möglich: How do children become involved in child labour? What are the working conditions, risks and consequences that these children have to face? How much money do these children earn a day/a month? Who are their employers? How do the state authorities react to child labour? What could be done if people wanted to change this problem? Informationssuche und Informationsverarbeitung Nun erhalten die Lernenden eine unkommentierte Liste erfolgversprechender URLs, die sie für die ersten Schritte der Recherche nutzen können, in Form eines RTF-Dokuments. Aus den Ergebnissen der Recherchen erstellen die Lernenden ein Dossier. Was das genau ist und welche Anforderungen an diese Ergebnispräsentation geknüpft sind, erläutert ihnen ein weiteres Dokument. Dieses kann wieder als Datei zur Verfügung gestellt werden. Fertigstellung und Präsentation der Dossiers Eine letzte Kontrolle der Dossiers führen die Lernteams selbst durch - mithilfe einer Google-Suche. Dann werden die Dossiers der Klasse vorgestellt. Dies kann mithilfe des Beamers erfolgen. Zusammenstellung der Wortschatzlisten Aus den Begriffen, die die Lernenden als neue Vokabeln erkannt haben, werden Wortschatzlisten zusammengestellt. Diese Wortschatzlisten bekommen alle Schülerinnen und Schüler. Um diese Lerninhalte nachhaltig zu sichern, können Vokabelprogramme oder Vokabaltrainer empfohlen werden, mit denen die Lernenden neue Begriffe sammeln und diese üben können. phase6 - Lernprogramm fürs Langzeitgedächtnis Dieses Lernprogramm für den Computer funktioniert nach der Karteikastenmethode. leo.org - Vokabeltrainer Für die Nutzung dieses Online-Vokabaltrainers müssen sich die Schülerinnen und Schüler anmelden.

  • Englisch
  • Sekundarstufe I

Kinderalltag in Deutschland - heute und früher

Unterrichtseinheit

In diesem Unterrichtsentwurf zum Thema "Kinderalltag in Deutschland" sollen die Schülerinnen und Schüler ihre eigene Lebenssituation reflektieren und mit der anderer Kinder in Beziehung setzen. Wie leben Kinder in Deutschland? Was ist heute anders als in früheren Zeiten? Welche Alltagssorgen haben Jungen und Mädchen, welche Spiele spielen sie, was ist ihnen wichtig?Ob ich ein Junge oder ein Mädchen bin, heute lebe oder vor fünfzig Jahren, hier wohne oder in einem afrikanischen Land, all das hat entscheidende Auswirkungen auf meinen Alltag. Internetquellen mit Berichten aus früheren Zeiten werden zur Auseinandersetzung mit dieser Frage herangezogen, die Schülerinnen und Schüler erhalten Anregungen und Arbeitshinweise zur Gestaltung eines Interviews mit älteren Menschen und zur Analyse der heutigen Lebensbedingungen von Kindern. Dabei geht es darum, den eigenen Alltag zu beschreiben und die Rahmenbedingungen dieses Alltags zu reflektieren.Im Mittelpunkt des Unterrichtsprojekts steht die kritische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Informationsquellen, vor allem der Internetrecherche, zum Thema Kinderalltag früher und heute. Das Thema eignet sich als fächerübergreifendes Projekt zum Beispiel in Kombination mit Religion, Geschichte und Deutsch. Die Schwerpunkte des Zugangs zum Thema können variieren. Allgemeine Hinweise zur Projektarbeit Auf dieser Seite finden Sie allgemeine Informationen zu wichtigen Aspekten für die Projektarbeit. Themen zur Erarbeitung Die Themenvorschläge und Arbeitsaufträge können je nach Schwerpunktsetzung, Lerngruppe und Stundenumfang variiert werden. Gender-Analyse nach der 3-R-Methode Für die realistische Betrachtung der unterschiedlichen Lebensbedingungen von Jungen und Mädchen ist die 3-R-Methode der Gender-Analyse hilfreich. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nehmen den eigenen Alltag bewusst wahr. reflektieren die verschiedenen Lebensbedingungen von Kindern in Deutschland. betrachten die unterschiedlichen Jungen- und Mädchenwelten. erforschen den Kinderalltag in früheren Zeiten. erfahren am Beispiel der Nachkriegszeit den Einfluss von äußeren Rahmenbedingungen auf das Leben von Kindern. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen das Internet als Medium zur Recherche ein. lernen Möglichkeiten des Internet-Projektes LeMO/kollektives Gedächtnis kennen. Das Thema Kinderalltag eignet sich gut für eine Projektwoche, vor allem, wenn verschiedene Aspekte miteinander verknüpft werden: Kinderalltag in Deutschland Mein persönlicher Alltag Typisch Junge - typisch Mädchen Kinderalltag in früheren Zeiten Kinderalltag in Afrika (oder anderen Ländern/Kontinenten) Ideal wäre es, fächerverbindend mit Kolleginnen und Kollegen aus den Bereichen Geschichte, Politik oder Deutsch zu arbeiten und eine gemeinsame Präsentation der Ergebnisse am Ende der Projektarbeit zu planen. Natürlich ist es auch möglich, einzelne Arbeitsblätter auszuwählen und im Fachunterricht in Sozialwissenschaften, Politik oder Religion/Ethik einzusetzen. Im Sinne des Globalen Lernens weitet es den Horizont der Schülerinnen und Schüler, wenn Sie die Auseinandersetzung mit dem Alltag von Kindern in anderen Teilen der Welt in dieses Thema integrieren. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Unterrichtseinheit wurde eine Unterrichtseinheit zum Thema "Kinderalltag in Afrika" konzipiert, die viele Anregungen für die weiterführende Bearbeitung bietet. Kinderalltag in Afrika Diese Einheit ist ebenfalls von Frau Riepe und ähnlich modular aufgebaut. Internetrecherche Was wird im Internet über den Alltag von Kindern berichtet? In welchen Zusammenhängen und Problemstellungen wird berichtet? Google (oder andere Suchmaschinen wie Blinde Kuh) zeichnen einen überraschenden Ausschnitt aus dem Kinderalltag. Die Artikel reizen zum Nachfragen und Weiterrecherchieren (auch in den Internetarchiven der großen Zeitungen). Wie passen die Berichte zum eigenen Alltag Ihrer Schülerinnen und Schüler? Zur Annäherung an diese Frage lernen die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Methoden kennen: Interviews mit Erwachsenen Ein Interview-Leitfaden und Handlungsanweisungen zur Durchführung von Interviews sollen dazu anregen, verschiedene Menschen nach ihrer Kindheit zu fragen. Das können die Eltern sein, Nachbarn oder Bekannte der Familie. Die Genderaspekte werden in den Fragen explizit berücksichtigt und sind ein wichtiger Punkt bei der Auswertung der Gespräche. Bei der Befragung der Personen soll immer auch die Perspektive des anderen Geschlechts erschlossen werden. Frauen berichten zum Beispiel von ihrer Kindheit und erzählen gleichzeitig was ihre von denen der Jungen unterschieden hat. Ein alter Bilderbogen mit Kinderspielen vor hundert Jahren Anhand der Zeichnungen eines alten Bilderbogens werden Jungen- und Mädchenspiele analysiert. Die Ergebnisse sind ein guter Einstieg für die Frage nach den heutigen Spielen von Jungen und Mädchen und der Sensibilisierung für die damit verbundenen gesellschaftlichen Zuschreibungen. Ein Brief nach Westafrika Wie sieht eigentlich mein Alltag aus? Schule, Familie, Wohnung, Freunde - mein Zimmer, Freizeitaktivitäten, Engagement im Verein, Haustiere - mein Tagesablauf, meine Träume und Probleme? "Bei mir ist alles ganz normal, was gibt es da schon zu erzählen ..." Wer sich vorstellt, das alles einem fremden Jungen oder Mädchen zu schreiben, findet die Frage nach dem eigenen Alltag gar nicht mehr banal. Anonymisierte Briefe Ein Gespräch über die unterschiedlichen Lebensverhältnisse der Kinder in der Klasse erfordert eine sensible Gesprächsführung, um niemanden bloßzustellen. Die Arbeit mit anonymisierten Briefen kann in diesem Zusammenhang Schutz bieten und trotzdem die Frage nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden im Leben von Kindern in Deutschland beleuchten. Berichte von Jungen und Mädchen aus Afrika Die Texte von Sidi Touré und Fatoumata Diallo können ein Einstieg sein, um unterschiedliche Lebenssituationen in den Blick zu bekommen. Sie sind auch Bestandteil des Unterrichtsentwurfs zum Kinderalltag in Afrika. Hier sollen sie in Beziehung gesetzt werden zu den eigenen Briefen der Schülerinnen und Schüler. Die Berichte stammen aus den Unterrichtmaterialien "Sag mir, wie ist Afrika? - Didaktisches Material für die Grundschule", erschienen im Peter Hammer Verlag. Bei der Betrachtung der unterschiedlichen Lebensbedingungen von Jungen und Mädchen kann die Beleuchtung nach der 3-R-Methode (Repräsentation, Ressourcen und Realität) der Gender-Analyse hilfreich sein. In dieser Unterrichtseinheit steht der qualitative Aspekt, nämlich die Analyse der Realität, im Vordergrund. 3-R-Methode Weiterführende Informationen als PDF-Download zur Gender-Analyse mit der 3-R-Methode finden Sie im Themenschwerpunkt "Genderaspekte im Unterricht". Die Auseinandersetzung mit dem Alltags von Kindern schließt den Blick auf den Genderaspekt als Querschnittsthema mit ein: Was ist anders, wenn ich ein Junge beziehungsweise ein Mädchen bin? Welche Spiele haben Jungen und Mädchen früher gespielt? Gab es unterschiedliche Geschlechterrollen? Wie ist das Rollenverhältnis heute? Wie wird in Geschichtsbüchern aus früheren Zeiten berichtet? Ist das Verhältnis der Berichte über Jungen und Mädchen gleich verteilt? Auch in den Arbeitsblättern wird der Blick auf die Unterschiede gelenkt wie sie früher und heute bestehen. Beim Interview der Schülerinnen und Schüler mit älteren Menschen soll bei den Fragen auf unterschiedliche Rollenbilder eingegangen werden. Wie erzählen Frauen über die Geschichte der Männer und wie die Männer über die Geschichte der Frauen? Die Personen sollten auch gefragt werden, was sich aus Ihrer Sicht bezüglich der Rollenverhältnisse heute verändert hat? In der Klasse werden diese Aussagen mit den Schülerinnen und Schülern reflektiert und mit Darstellungen zum Beispiel in Geschichtsbüchern oder Filmen verglichen.

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I

La Haine

Unterrichtseinheit

Der Regisseur Mathieu Kassovitz zeigt in diesem Film 24 Stunden aus dem Leben von drei jungen Männern aus der "Cité", einer trostlosen Betontrabantenstadt an der Peripherie von Paris.Hier konzentrieren sich sozial schwache Gruppen, die wegen der niedrigen Mieten in diese Wohnghettos abgedrängt wurden: Arbeiter, Kinderreiche, Immigranten, Araber, Farbige. Die Bilder, in schwarz-weiß aufgenommen, machen die grauen Vorstädte in der Pariser Umgebung noch beklemmender. In dieser Unterrichtsreihe für die Sekundarstufe II lernen die Schülerinnen und Schüler den Film "La Haine" durch eine DVD kennen. Sie nutzen das Internet, um Hintergründe zu verstehen und zu reflektieren. Der Film La Haine eignet sich zur Arbeit im Französischunterricht der Sekundarstufe II, da er auf bedrückende Weise Gesellschaftskritik äußert und zur Auseinandersetzung mit eigenen Wertvorstellungen auffordert. Der Mangel an Zukunftsperspektiven, das trostlose Leben in der Banlieue und die Darstellung von gewalttätigen Übergriffen der Polizei provozieren und schockieren. Der Film liefert eine außergewöhnlich wirklichkeitsgetreue Darstellung der Lebenssituation der französischen Jugend in den Stadtrandgebieten von Paris. La Haine behandelt das in Frankreich sehr aktuelle und schwerwiegende Problem, das von Chirac mit "fracture sociale" ("sozialer Bruch") umschrieben wird. Inhalt des Filmes "La Haine" Hier können Sie eine kurze inhaltliche Zusammenfassung und Kurzinformationen zum Film einsehen. Vorüberlegungen Es bietet sich an, diese Unterrichtseinheit im Rahmen des Themas "L'immigration/les immigrés en France" durchzunehmen, da die Problematik der zweiten und dritten Generation der Kinder von Einwanderern eindringlich geschildert wird. Eine DVD im Fremdsprachenunterricht? Die unterschiedlich anwählbaren Sprachausstattungen einer DVD bieten besondere Vorteile für die Arbeit im Unterricht. Hier erhalten Sie weitere Informationen. Arbeitsaufträge Die Online-Arbeit zum Film - Fiche de travail 1-3 Die Arbeitsaufträge rund um den Film La Haine werden hier in eine unterrichtliche Progression eingeordnet. Die Schülerinnen und Schüler sollen Internetrecherchen unter Anleitung durchführen und dabei Informationen recherchieren. sich mit einem französischen Film nicht nur sprachlich auseinandersetzen. das Leben in den Pariser Banlieue kennen lernen. ihren Wortschatz in den Bereichen Film und Kino sowie Banlieue erweitern. das Medium Film und das Medium Bild als non-verbale Kommunikationsträger kennen lernen. lernen, sich zu komplexen Themen in der Fremdsprache zu äußern, Stellung zu nehmen und zu argumentieren. Zeit totschlagen und herumhängen Hubert, Vinz und Saïd leben in einer Pariser Banlieue. Sie sind jung und stammen aus der zweiten bzw. dritten Generation außereuropäischer Einwanderer. Vinz ist Jude, Hubert ist Afrikaner und Saïd Araber. Sie gehen nicht in die Schule und haben keine Arbeit. Das ist jedoch nichts Außergewöhnliches in der Banlieue. Hubert, Vinz und Saïd schlagen die Tage tot, und weil das mehr Spaß macht, tun sie es zusammen. Straßenschlachten und eine verlorene Dienstwaffe Der Film schildert einen Tag - 24 Stunden - im Leben der drei Hauptdarsteller. In der Nacht hat es Straßenschlachten zwischen Jugendlichen und der Polizei gegeben. Ein Junge ist dabei festgenommen und beim Verhör schwer verletzt worden. Ein Polizist hat während der Ausschreitungen seine Dienstwaffe verloren. Vinz hat die verloren gegangene Waffe des Zivilfahnders gefunden und schwört, im Falle von Abdels Tod mit dieser Waffe einen Polizisten zu erschießen. Polizisten, Skinheads und ein Toter Die Stimmung in der Banlieue ist aggressiv und gereizt. Immer wieder entlädt sie sich in Auseinandersetzungen zwischen den Jugendlichen und der Polizei. Am Abend nehmen die drei Protagonisten den Vorstadtzug nach Paris. Sie wollen Geld eintreiben und herumstreichen. Doch verläuft der Abend anders als geplant. Sie bekommen das Geld nicht und fallen der Polizei in die Hände. Dort werden sie Opfer eines brutalen Verhörs. Zweimal stoßen sie mit Skinheads zusammen. Die letzte Bahn verpassen sie und müssen die Nacht bis zur nächsten Bahn in Paris verbringen. Dann erfahren sie vor einer großen Monitorwand, dass der verletzte Junge gestorben ist. Vinz dreht beinahe durch. Schließlich gibt es einen Toten. Und dann zielen ein Junge und ein Polizist mit den Waffen aufeinander ... ...das wäre jetzt aber richtig gemein, wenn wir Ihnen den Ausgang des Filmes verraten würden, oder? Bezugsquellen der DVD "La Haine" Die DVD "La Haine" ist über den Buchhandel, Online Shops (Amazon, fnac) oder Lingua Video zu beziehen. Letztgenannte Organisation bietet eine sehr gute Auswahl an Originalvideos und DVDs für den Fremdsprachenunterricht an. Verschiedene Sprachausgaben Die CD verfügt über eine hervorragende Ausstattung. Neben zusätzlichen Szenen gibt es einen Kurzfilm des Regisseurs als "Bonbon". Es lassen sich die Sprachen Französisch, Deutsch und Englisch auswählen, bei den Untertiteln kann man zwischen mehr als 10 Sprachen wählen, darunter natürlich Französisch, Deutsch, Englisch und Spanisch. Dieses Ausstattungsmerkmal ist der entscheidende Vorteil gegenüber einem Video. Bei Bedarf kann eine Szene auf Französisch ohne Untertitel gezeigt werde, ein französischer Untertitel kann als Verstehenshilfe eingeblendet werden, oder aber gleich die deutsche Übersetzung. Jugendslang der Banlieues Bei der Kombination von Audiosprache und Untertitel sind Ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Das ist bei diesem Film um so wichtiger, als dass die gesprochene Sprache der Jugendlichen in der Banlieue fast unverständlich für unsere SprachlernerInnen ist. Voll krass! Im Übrigen bieten sich hier hervorragende Anknüpfungspunkte zur Weiterarbeit mit französischer Umgangssprache: Argot (Slang der französischen Jugend) und Verlan (Wortverdrehung im Argot) der Banlieues spiegeln die Identität dieser Vorstadtkinder wieder, und von ihren Sprachschöpfungen machen sie auch reichlich Gebrauch. Szenen des Film können in Sekunden gefunden werden, da die DVD in Kapitel unterteilt ist und "bookmarks" zulässt, mit denen man den Film in individuelle Szenen einteilen kann. Sprachenauswahl und Untertitelung Zusätzliche Szenen - meist ein "Making of" Manchmal zusätzliche Kameraeinstellungen: wenn vorgesehen, kann während der Wiedergabe der Film aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden Zur Vorführung der DVD können ein handelsübliches DVD-Gerät und ein Fernseher verwendet werden. Noch eindrucksvoller aber ist die Projektion über den PC. Dazu brauchen Sie ein DVD Laufwerk (heute schon Standard), eine DVD Player-Software (meist vorinstalliert) und gute Surroundboxen. Mit dieser Ausstattung können sie auf ihrem PC in bester Qualität einen Film ansehen. Wenn sie dann noch einen Datenprojektor an den PC anschließen, erleben Sie echte Kinoatmosphäre. An dieser Stelle kann die in der Unterrichteinheit "Claude Chabrol" vorgestellte Activités avant le visionnement du film von Dr. Manfred Overmann erfolgen: Quand avez-vous été pour la dernière fois au cinéma? Quel film avez-vous vu? Quel était le thème du film? Est-ce que le film vous a plu / déplu? Dites pourquoi. Conseilleriez ou déconseilleriez-vous ce film? Diriez-vous que vous êtes cinéphile? Lisez-vous des critiques sur les nouveaux films qui sortent? Vous laissez-vous conseiller par vos amis? Fiche de travail 1 Zur Sensibilisierung dienen auch die ersten Fragen auf dem ersten Arbeitsblatt. Die Schülerinnen und Schüler sollten bereits auf das Thema des Film "La Haine" eingestimmt werden. Neugier und Spannung können so schon vor der Filmvorführung erzeugt werden. Fiche de travail 2 Das zweite Arbeitsblatt begleitet die Schülerinnen und Schüler während des Films. Fiche de travail 3 In dieser Phase begeben sich die Schülerinnen und Schüler ins Internet. Einschlägige Websites zum Film helfen ihnen, die zentralen Aussagen zu reflektieren.

  • Französisch
  • Sekundarstufe II

Kinderarbeit in England

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtssequenz zum Thema Kinderarbeit für den Englisch- oder bilingualen Geschichtsunterricht erfahren die Schülerinnen und Schüler, welches Ausmaß und welche Folgen die Kinderarbeit einst hatte und auch noch heute in manchen Ländern haben kann.Die Industrialisierung veränderte das Alltagsleben derer, die dann in den Fabriken ihr Brot verdienen mussten, grundlegend. Das Gewinnstreben und der Wettbewerb, insbesondere aber auch das Überangebot an Arbeitskräften, hielten den Lohn der Fabrikarbeiter niedrig. Wenn nur der Mann in der Familie Geld verdiente, genügte dies häufig nicht, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Um Ernährung, Miete und Kleidung bezahlen zu können, mussten Frauen und Kinder ebenfalls arbeiten. In Deutschland per Gesetz seit 1839 (Preußen) verboten, scheint Kinderarbeit auf den ersten Blick ein rein historisches Phänomen zu sein und sich deutlich vom Ferienjob oder dem Jobben neben der Schule her zu unterscheiden. Doch auch heute noch gehört Kinderarbeit in vielen Ländern zum Alltag. Internet-Recherche: Fakten zur Kinderarbeit In einem ersten Teil recherchieren die Schülerinnen und Schüler, welche Tätigkeiten Kinder in den Fabriken zu verrichten hatten, welche gesundheitlichen Schäden deswegen auftraten, wie lange Kinder täglich arbeiten mussten und wie hoch der Anteil der Kinder an der Arbeiterschaft war. So erschließen sie die historische Dimension und üben dabei auch den Umgang mit Tabellen und Grafiken sowie der entsprechenden Software. Verfassen einer Petition aus Sicht eines Unternehmers Im nächsten Schritt sollen die Lernenden handlungsorientiert eine Petition gegen die Kinderarbeit verfassen, bei der sie nicht aus der Sicht eines betroffenen Kindes, sondern aus der des Unternehmers argumentieren sollen. Durch diesen Perspektivenwechsel soll deutlich werden, dass soziale Verbesserungen durchaus auch im Sinne der Fabrikbesitzer sein konnten. Freie Recherchearbeit: Gesetzliche Regeln In den nächsten, dieses Mal freien Rechercheschritten finden die Schülerinnen und Schüler heraus, wann von staatlicher Seite die Kinderarbeit verboten wurde und wie die gesetzlichen Regeln heute lauten. Diskussion: Warum gibt es auch heute noch Kinderarbeit? Im letzten Teil der Unterrichtssequenz erfahren die Lernenden dann, dass Kinderarbeit kein rein historisches Phänomen ist, sondern auch heute aus ähnlichen Gründen wie im 19. Jahrhundert existiert und ähnlich schlimme Folgen für die Betroffenen hat. Als Abschluss kann eine Diskussion im Klassenverband initiiert werden, die der Frage nachgeht, warum es in bestimmten Ländern heute noch Kinderarbeit gibt.Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der historischen Dimension der Kinderarbeit in England auseinander. lernen die Umstände kennen, unter denen Kinder in den frühen Fabriken arbeiten mussten. lernen die Folgen dieser schweren und inhumanen Arbeit kennen. erfahren, dass es auch heute noch viele Länder gibt, in denen Kinderarbeit zum Alltag gehört. eruieren die Gründe für heutige Kinderarbeit und vergleichen sie mit denen während der industriellen Revolution. erweitern ihren englischen Wortschatz und vertiefen ihre Sprachkenntnisse. schulen ihre Methodenkompetenz bei der Nutzung digitaler Medien.

  • Geschichte / Religion / Ethik
  • Sekundarstufe II

Kinderarbeit im 19. Jahrhundert

Unterrichtseinheit

Dieser Unterrichtsentwurf gibt Impulse, wie Lehrkräfte das Thema "Kinderarbeit im 19. Jahrhundert" im Geschichtsunterricht behandeln können.Diese Unterrichtsanregung verfolgt das Ziel, Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I für den nicht einfachen Sachverhalt der Kinderarbeit historisch zu sensibilisieren. Die deutsche Sozialstaatlichkeit Am Thema der Kinderarbeit lassen sich die positiven Errungenschaften deutscher Sozialstaatlichkeit gut demonstrieren: Durch eine Reihe von Gesetzen und Verboten trug der Sozialstaat im Verlauf des 20. Jahrhunderts dafür Sorge, Kinder und Jugendliche vor Arbeits- und Beschäftigungsverhältnissen zu schützen. Davon konnte im Zentraleuropa des 18. und 19. Jahrhunderts - und kann in zahlreichen Ländern der Dritten Welt bis zum heutigen Tag - nicht die Rede sein. Die Ausbeutung von Minderjährigen als Arbeitskräfte hat an ihrer tagespolitischen Aktualität nichts verloren. "Doppelcharakter" der Kinderarbeit Aus historischer Perspektive gilt es, Schülerinnen und Schülern jedoch auch zu vermitteln, Kinderarbeit - speziell vor der einsetzenden Industrialisierung - nicht per se als etwas Schlechtes zu betrachten. Dass Kinder in die Lebens- und Arbeitswelt der Erwachsenen fest eingebunden waren, galt vor allem in agrarisch geprägten Gesellschaften bis weit in das 20. Jahrhundert als gelebte Normalität. Dieser "Doppelcharakter", dem auch das Thema der Kinderarbeit innewohnt, sollte im problemorientierten Geschichtsunterricht dem Klassenverband - schon in der Sekundarstufe I - aufgezeigt werden.Die Schülerinnen und Schüler sollen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem Kindheitsalltag im 19. Jahrhundert und ihrem eigenen erkennen und reflektieren. Hierzu kann der folgende detaillierte - und didaktisch-methodisch kommentierte - Unterrichtsverlauf dienen. Einstieg Die Hinführung zum Unterrichtsthema "Kinderarbeit im 19. Jahrhundert" kann durch einen "stummen Impuls" erfolgen. Mithilfe eines Computers und eines Beamers werden vier, maximal fünf Bilddokumente, die allesamt unterschiedliche Formen und Wahrnehmungen von Kinderarbeit aus dem 19. Jahrhundert abbilden, an die Wand projiziert. Die oftmals dominante Präsenz der Lehrkraft soll durch diesen Unterrichtseinstieg in den Hintergrund treten. Durch die Beschreibungen der bildlichen Darstellungen rücken die Schülerinnen und Schüler stärker in den Mittelpunkt des Unterrichtsgeschehens. Die Lehrkraft nimmt dabei eher die Rolle eines Moderators beziehungsweise einer Moderatorin ein, der / die durch wenige, doch gezielte Fragestellungen die Beschreibungs- und Analysefähigkeiten des Klassenverbandes schulen soll. Historisches Bewusstsein für die Thematik der Kinderarbeit soll bei den Schülerinnen und Schülern gefördert werden, indem die Lehrkraft nach der Beschreibung der Bilder auf die gegenwärtige Situation einiger Kinder in der Klasse eingeht. Erarbeitung Schon im Geschichtsunterricht der Sekundarstufe I sollte die Arbeit mit methodisch aufbereitetem und möglichst authentischem Quellenmaterial einen zentralen Platz in der Schulstunde einnehmen. Bei der Auswahl der Quellentexte, die sich um den Gegenstand der Kinderarbeit im 19. Jahrhundert drehen, sollte ein Aspekt unbedingt beachtet werden: Die Texte sollten von der Lehrkraft kontrastiv ausgewählt werden. Als mögliche Inhalte bieten sich Kindheitserinnerungen sowie Darstellungen über das Leben und Arbeiten von Kindern auf dem Land, in Manufakturen oder in Fabriken an. Dadurch wird der Lerngruppe schon in den ersten Jahren des Geschichtsunterrichts multiperspektivisches Denken angeeignet. Somit werden den Schülerinnen und Schülern historische Sachverhalte der Kinderarbeit aus unterschiedlichen Perspektiven und Positionen vor Augen geführt. In den Klassen 7 und 8 empfiehlt es sich, die Arbeitsaufträge bei der Quellenauswertung recht kurz und präzise zu gestalten. Eine Möglichkeit wäre - wie im tabellarischen Verlaufsplan angegeben - die Schülerinnen und Schüler Steckbriefe erstellen zu lassen, um die wesentlichen Informationen über die in den Schriftquellen dargestellte Arbeit von Kindern gebündelt zu erhalten. Den Steckbrief könnte man nach folgenden Stichpunkten gliedern: Alter - Geschlecht - Beziehung zur Familie/Familienmitgliedern - Arbeitstätigkeiten. Auswertung und Diskussion In der Auswertungs- und Diskussionsphase, in der die Schülerinnen und Schüler den Inhalt der einzelnen Quellen mündlich wiedergeben, sollte der Fokus verstärkt auf die Gegenwart und das Alltagsleben der Schulkinder gerichtet werden. Wenn es dem Klassenverband gelingt, Unterschiede (oder gar Gemeinsamkeiten) zwischen dem Kindheitsalltag im 19. Jahrhundert und dem eigenen zu erkennen und zu reflektieren, wird historisches Denken angeeignet und historisches Bewusstsein konstruiert. Ergebnissicherung Durch einen Tafelanschrieb über die verschiedenen Arbeitsbedingungen von Kindern im 19. Jahrhundert (in tabellarischer Form oder in Stichpunkten) werden die Arbeitsergebnisse der Quellenarbeit abgesichert. Hausaufgabe Nachdem die Schülerinnen und Schüler erkannt haben, dass es im langen 19. Jahrhundert unterschiedliche Formen der Kinderarbeit gab - und diese in der Gegenwart in vielen Teilen der Welt in den unterschiedlichsten Formen noch immer präsent sind, empfiehlt es sich, für das Thema "Kinderarbeit" das gleichnamige Kapitel XIII. aus dem Schülerheft "Sozialgeschichte Band I" (Seiten 34 bis 37) durchzuarbeiten. Auf den letzten Seiten des Heftes sind separate Arbeitsblätter zu den einzelnen Kapiteln entworfen worden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wissen, dass es unterschiedliche Formen der Kinderarbeit gab - und noch immer gibt. erfahren, dass Kinder im 19. Jahrhundert durch die Industrialisierung als Arbeitskräfte in Fabriken ausgebeutet wurden und schutzbedürftig waren. wissen, dass Kinder in die Lebens- und Arbeitswelt der Erwachsenen fest eingebunden waren: Sie hatten im Haushalt oder beim Kochen zu helfen, mussten Tiere hüten und sie hatten Garten- und Feldarbeiten zu erledigen. wissen, dass Arbeit und Fleiß als wichtige Tugenden, Faulheit und Untätigkeit hingegen als "Schande" betrachtet wurden. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben und bewerten eigenständig Bilddokumente aus dem Internet. bearbeiten in der Gruppe Texte und schulen dadurch ihre Auffassungsgabe und ihr Textverständnis. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beantworten in Gruppenarbeit Fragen zu einer Geschichtsquelle. sprechen frei vor der Klasse.

  • Geschichte / Früher & Heute / Religion / Ethik / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I