Unterrichtsmaterialien zum Thema "Geographie"

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139 Treffer zu "Geographie"
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Tsunamis – Entstehung, Verlauf und Folgen

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zu Tsunamis untersuchen die Lernenden die Entstehung und die Fortbewegung eines Tsunami mithilfe von Flash-Animationen und recherchieren im Internet nach möglichen Schutzmaßnahmen.Der Tsunami des Jahres 2004 im Indischen Ozean zählt zu den verheerendsten Naturkatastrophen der vergangenen Jahrzehnte und sollte den allermeisten Schülerinnen und Schülern ein Begriff sein. Für die Behandlung von Tsunamis im Unterricht bietet sich neben dem Einsatz von Animationen zur Entstehung und zum Verlauf von Tsunamis die Betrachtung von Luft- und Satellitenbildern vom Dezember 2004 an, um das Ausmaß der Zerstörung durch die Naturgewalt zu verdeutlichen. Die hier vorgestellte Unterrichtseinheit wurde in einer achten Klasse an einem Gymnasium durchgeführt. Das Thema kann aber auch für den Einsatz in der Oberstufe aufbereitet werden (Katastrophen, Krisen und Konflikte: Risikogebiete der Erde). Ablauf der Unterrichtseinheit "Tsunamis" Hinweise zum Ablauf der Unterrichtseinheit "Tsunamis - Entstehung, Verlauf und Folgen" stehen Ihnen auf dieser Seite zur Verfügung. Die Schülerinnen und Schüler verstehen, wie ein Tsunami entsteht und können dies wiedergeben. können einschätzen, welche Regionen und Länder der Erde besonders tsunamigefährdet sind. sind über Präventiv- und Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit Tsunamis informiert. Einstieg in die Unterrichtsstunde zu Tsunamis Als Einstieg können einige Bilder des Tsunamis aus dem Jahr 2004 dienen, um das Interesse der Schülerinnen und Schüler zu wecken und erste Fragen aufzuwerfen. Zudem kann die Lehrkraft einige Fakten kurz darstellen. Anschließend wird die betroffene Region anhand einer Karte aus dem Internet geographisch eingeordnet. Recherche-Aufgabe: Ursachen von Tsunamis Nach einer kurzen Wiederholung der Plattentektonik haben die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe, die Platten anzugeben, die durch ihre Bewegungen das Seebeben ausgelöst haben: die Indisch-Australische Platte und die Chinesische Platte. Um die Frage zu beantworten, bieten sich beispielweise eine Internetrecherche oder der Einsatz von Atlanten beziehungsweise Online-Karten an. Bearbeiten des Online-Arbeitsblatts zu Tsunamis Die Voraussetzungen und der Verlauf eines Tsunami werden durch diese Flash-Animation veranschaulicht. Die Aufgabenstellungen erhalten die Schülerinnen und Schüler über das Online-Arbeitsblatt, das auch den Link zur Flash-Animation beinhaltet. Dieses steht alternativ auch als Word-Datei mit Hyperlinks zur Verfügung. Der Erklärungstext zu der Animation ist englischsprachig. Diese Hürde wird jedoch durch die Angabe der wesentlichen Vokabeln entschärft. Zudem steht den Lernenden im Online-Arbeitsblatt ein Link zu einem Online-Wörterbuch zur Verfügung. Internetrecherche und Ergebnissicherung Zur Ergebnissicherung können die Schülerinnen und Schüler in Partner- oder Gruppenarbeit eine kurze PowerPoint-Präsentation oder ein Plakat erstellen. Am Beispiel Japans informieren sie sich über Möglichkeiten, sich gegen Tsunamis zu schützen. Dabei recherchieren die Lernenden selbstständig im Internet. Die Ergebnisse der Recherche werden dann in einzelnen Schülervorträgen präsentiert und im Unterrichtsgespräch erörtert.

  • Geographie
  • Sekundarstufe I

Haiti – Katastrophenhilfe aus dem All

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zu Naturkatastrophen interpretieren die Lernenden Satellitenbilder zu den Folgen des Erdbebens in Haiti im Januar 2010. Dabei wenden sie mithilfe des virtuellen Globus Google Earth Methoden der Fernerkundung zur Beurteilung der Schäden an. Die Materialien sind auf Deutsch und auf Englisch verfügbar und somit auch im englisch-bilingualen Unterricht einsetzbar.Anfang des Jahres 2010 hat sich mit dem Erdbeben in Haiti die verheerendste Naturkatastrophe seit dem Tsunami im Indischen Ozean 2004 ereignet. Eine Vielzahl an ortsfremden Rettungskräften und Hilfsorganisationen waren bei der Bewältigung der Katastrophe im Einsatz. Um Aussagen über die Folgen des Ereignisses machen zu können und den Hilfskräften möglichst aktuelle und präzise Informationen in Form von Karten und Koordinaten geben zu können, bietet sich der Einsatz von Fernerkundungsdaten an. Indem die Schülerinnen und Schüler mit Google Earth Pro die Lage vor Ort analysieren, können sie Schäden kartieren und geeignete Schadenskategorien erstellen. Die Unterrichtseinheit ist im Rahmen des Projekts "Fernerkundung in Schulen" (FIS) am Geographischen Institut der Universität Bonn entstanden. FIS beschäftigt sich mit den Möglichkeiten zur Einbindung des vielfältigen Wirtschafts- und Forschungszweiges der Satellitenfernerkundung in den naturwissenschaftlichen Unterricht der Sekundarstufen I und II.Ziel der Unterrichtseinheit "Haiti – Katastrophenhilfe aus dem All" ist es, mithilfe des virtuellen Globus Google Earth eine Kartierung der Erdbebenfolgen in einem kleinen Gebiet der Hauptstadt Haitis, Port-au-Prince durchzuführen. Dabei sollen Veränderungen, die sich in dem Gebiet zwischen zwei Zeitpunkten ergeben haben, analysiert werden. Dieses Vorgehen simuliert auf kleiner Ebene und mit ähnlichen Werkzeugen die Arbeitsweise von Zivil- und Katastrophenschutzeinrichtungen. Darüber hinaus ist die Gewinnung von Informationen aus Multimedia-Angeboten und aus internetbasierten Geoinformationsdiensten ein wichtiger Aspekt. Technische Hinweise und Unterrichtsverlauf Mithilfe der Anwendung Google Earth Pro führen die Lernenden eine Kartierung der Erdbebenfolgen in einem kleinen Gebiet der Hauptstadt Haitis durch. Die Schülerinnen und Schüler können die Schäden der Erdbeben in Haiti ermitteln und einschätzen. können durch einen visuellen Vergleich Unterschiede zwischen Bildern benennen. nehmen eine Kartierung der Schäden vor. machen eigene gestalterische Vorschläge zur Klassifizierung von Schadenskategorien. beherrschen die Grundfunktionen von Google Earth. Einweisung in Google Earth (Pro) Zunächst machen sich die Schülerinnen und Schüler ein Bild von der geographischen Lage, der Größe und der Umgebung Haitis. Dies können sie, indem sie erste Erfahrungen mit den Grundfunktionen des Programms sammeln. Die wichtigsten Funktionen sind intuitiv verständlich und darüber hinaus im Tutorial anschaulich erklärt. In einem Gruppengespräch setzen sich die Schülerinnen und Schüler in die Lage eines Helferteams hinein und machen sich gemeinsam Gedanken zur Erstellung einer Karte. Die Lehrkraft stellt daraufhin die Aufgabe vor und teilt den Teams jeweils ein Untersuchungsgebiet mit vier Teilgebieten zu. Dabei kann ein Untersuchungsgebiet auch mehrmals vergeben werden. Haben sich die Lernenden orientiert und sich ein Bild über die Schäden im Untersuchungsgebiet gemacht, kann mit der Kartierung der Schäden begonnen werden. Hierzu sollen die vorgegebenen vier Teilgebiete von jeder Gruppe sinnvoll in Kategorien unterschiedlichen Schadensausmaßes eingeteilt werden. Eine sinnvolle Kategorisierung und deren Darstellung soll durch die Schülerinnen und Schüler entwickelt und umgesetzt werden. Besprechung und Ergebnissicherung In der Sicherungsphase sollen Beobachtungen, Vorgehensweisen und Probleme der einzelnen Gruppen vorgestellt und besprochen werden. Es bietet sich an, über den Nutzen der Fernerkundung, das Vorgehen beim Erstellen einer kartographischen Darstellung und Kategorisierung zu diskutieren. Eine weitergehende Frage ist, was mit den Kategorien passiert, wenn man das Untersuchungsgebiet auf alle Gebiete erweitert. Straßen Analog zur Kategorisierung der Gebäudeschäden kann auch der Zustand der Straßen des jeweiligen Untersuchungsgebietes analysiert und bewertet werden. Dabei ist es sinnvoll, mithilfe der Zeitfunktion auf den Zeitpunkt unmittelbar nach dem Erdbeben zu wechseln (13. Januar 2010). Zu diesem Zeitpunkt sind die Schäden und Blockaden der Straßen noch stärker vorhanden. Klickt man auf das Uhrsymbol, wird ein Schieberegler mit einer Zeitskala eingeblendet. Bei dieser Aufgabe erstellen die Schülerinnen und Schüler selbst Vektordaten, indem sie mit der Funktion "Pfad" die Straßen selbst kartieren. Erdbebensicherheit Um die Anfälligkeit verschiedener Gebäude für Erdbeben zu untersuchen, können beispielsweise die Hafengebäude im Nord-Westen der Stadt zu verschiedenen Zeitpunkten (04. März 2008 / 27.07.2010) betrachtet werden. Diese Vorgehensweise erlaubt Spekulationen über das Alter der Gebäude und deren Bauweise.

  • Geographie / Jahreszeiten
  • Sekundarstufe I

Tornados – die stärksten Stürme der Welt

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit befasst sich mit Tornados, die als exogene Kraft das Leben von Menschen auf der ganzen Welt beeinflusst. Die Entstehung von Tornados sowie Schäden, die durch Tornados entstehen können, werden näher beleuchtet.Tornados, im Amerikanischen auch Twister genannt, geraten von Jahr zu Jahr wieder in die Schlagzeilen – beispielsweise immer dann, wenn in den USA die Tornadosaison beginnt (im Mittleren Westen von März bis Mai, im Südosten besonders im Winter). Obwohl Tornados, ebenso wie Blizzards und Hurrikans, zu den klimatischen Besonderheiten Nordamerikas gehören, kommen sie auch in Europa nicht selten vor. Diese Unterrichtseinheit thematisiert die beeindruckende exogene Kraft aus verschiedenen Perspektiven. Die windigen Naturgewalten haben Auswirkungen auf das Leben von Menschen weltweit. Vor allem im Zentrum der USA zählen sie zu den am häufigsten auftretenden Naturgefahren. Da man die schnellen Wirbelstürme mit den heutigen Messmethoden der Klimatologie weder sicher vorhersagen kann, noch abschätzen kann, wohin sie ziehen, stellen sie ein besonders großes Risiko dar. Wie eine Fräse schneiden sich die Tornados durch die Landschaft und hinterlassen oftmals Verwüstungen, Zerstörungen und Leid. In Deutschland schaffen es nur wenige Wirbelstürme in die Schlagzeilen. Auch wenn selten darüber berichtet wird, treten auch bei uns jedes Jahr rund 40 bestätigte Tornados sowie über 200 Verdachtsfälle auf. Bekannte Fälle der letzten Jahre sind beispielsweise der Tornado in Viersen am Niederrhein 2018 oder der Tornado, der 2015 die Stadt Bützow in der Nähe von Rostock zu großen Teilen verwüstete. Da die Topographie von Europa die Entstehung von Trichterwolken nicht im Geringsten so sehr begünstigt wie die von Nordamerika, wo die Gebirge in nord-südlicher Richtung streichen, sind die Stürme bei uns dennoch meist deutlich schwächer und mit weniger verheerenden Folgen verbunden. Ziel dieser Unterrichtseinheit ist es, die Schülerinnen und Schüler über das Phänomen Tornado aufzuklären. Mithilfe der Arbeitsmaterialien lernen sie sowohl die Entstehung von Tornados als auch deren Vorkommen zu erklären. Darüber hinaus befassen sie sich anhand der Fujita-Skala, mit der Tornados klassifiziert werden, mit den Schäden, die diese Naturgewalten verursachen können. Abschließend wird darauf eingegangen, auf welche Weise sich Menschen vor Tornados schützen können.Die Unterrichtseinheit kann je nach Leistungsniveau der Lernenden am Ende der Sekundarstufe I oder zu Beginn der Sekundarstufe II durchgeführt werden. Davon abhängig, ob die Schülerinnen und Schüler bereits Berührung mit Grundbegriffen der Klimatologie oder der atmosphärischen Zirkulation hatten, kann darauf stärker oder weniger stark eingegangen werden. Das beeindruckende Bildmaterial, das zu Beginn der Unterrichtseinheit gezeigt wird, soll das Interesse der Lernenden wecken. Besonders schülerbezogen ist das Video zum Tornado in Viersen, das aufgrund der räumlichen Nähe zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler alle Lernenden motiviert. Durch die Medienpräsenz der Tornados in den USA bringen die meisten vermutlich sogar Vorwissen mit, an das die Lehrkraft anknüpfen kann. Die Arbeitsblätter, die zur Erarbeitung eingesetzt werden, arbeiten mit verschiedenen Medien, die von den Lernenden genutzt und ausgewertet werden sollen. Auch der Wechsel von Einzel- und Partnerarbeit gestaltet die Unterrichtseinheit abwechslungsreich. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen Tornados als typisch nordamerikanische, aber auch in Deutschland auftretende Naturgefahr kennen. können die Entstehung eines Tornados erklären. erläutern, wieso die Wirbelstürme in den USA begünstigt auftreten. können die Zerstörungskraft von Tornados anhand der Fujita-Skala einordnen. kennen Maßnahmen, die zum Schutz vor Tornados ergriffen werden sollten. diskutieren, ob Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor Tornados getroffen werden können. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen das Internet als Informationsmedium zu Tornados in Deutschland. werten Texten, Skizzen und Karten zur Informationsgewinnung aus. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern über ihre Arbeitsergebnisse aus. lösen Aufgaben in Partnerarbeit. diskutieren sowohl mit Partnerin oder Partner als auch im Plenum.

  • Geographie
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Den HDI und seine Aussagekraft mit WebGIS untersuchen

Unterrichtseinheit

Ob nun die Weltbank, die UNO oder andere Organisationen – sie alle versuchen die Welt zu kategorisieren. Dabei werden unterschiedliche Systeme verwendet. Während die Weltbank lediglich die Wirtschaftsleistung als Abgrenzungskriterium verwendet, hat die UNO den Human Development Index (HDI) eingeführt, um neben wirtschaftlichen auch soziale Daten in die Bewertung einzubeziehen.In der Unterrichtseinheit soll der HDI untersucht werden. Dabei geht es um die Aussagekraft der Indikatoren, um die Schärfe der Abgrenzung von Ländern unterschiedlichen Entwicklungsstandes und die Vergleichbarkeit von Ländern mit gleichem Entwicklungsstand. Für diese Untersuchungen wird das WebGIS Sachsen eingesetzt. Den Schülerinnen und Schülern soll verdeutlicht werden, dass dieser Index trotz des Einbeziehens mehrerer Daten den Entwicklungsstand eines Landes nur bedingt abbildet. Die Individualität eines Landes wird dadurch nicht abgebildet, genauso wie auch regionale Disparitäten aufgrund der Durchschnittswerte nicht abgebildet werden können. Hier müssen sich daher weitere Untersuchungen anschließen.Die Nutzung von WebGIS setzt sich zunehmend durch. In immer mehr Lehr- und Rahmenplänen der Bundesländer sind dafür auch verpflichtende Anweisungen gegeben. Die spezifischen Möglichkeiten eines WebGIS eröffnen für die Recherche und Analyse eine Vielzahl von Optionen, die mit herkömmlichen Mitteln, wie Atlas oder reiner Internet-Recherche, nur bedingt machbar sind. Technische Hinweise und Unterrichtsverlauf Hier finden Sie technische Hinweise zur Nutzung von WebGIS Sachsen und Vorschläge, wie Sie das Tool im Unterricht nutzen können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen die Vorteile des HDI gegenüber der alleinigen Betrachtung der Wirtschaftsleistung eines Landes herausarbeiten. anhand des HDI regionale Disparitäten erkennen und räumlich beschreiben können. anhand von Abfragen Grenzwerte und deren "Schärfe" ermitteln. Länder mit gleichem HDI vergleichen. die Aussagekraft des HDI kritisch bewerten. die Notwendigkeit der konkreten Untersuchung eines Landes erkennen. Medienkompetentz Die Schülerinnen und Schüler sollen die Arbeit am Computer als kommunikative und interaktive Gruppenarbeit verstehen. das WebGIS Sachsen als Informationsquelle nutzen. Systemvoraussetzungen Als Systemvoraussetzungen reichen ein aktueller Browser sowie das Zulassen von Java Script und Popups. Letzteres kann browserseitig auf die website "www.sn.schule.de" eingeschränkt werden. Vor der Arbeit mit einer Schülergruppe sollte unbedingt die Performance des Systems im Computer-Raum getestet werden. Im allgemeinen sollte es damit keine Schwierigkeiten geben, Probleme sind dem Autor nur von Räumen mit W-LAN bekannt. Funktionen des WebGIS-Dienstes kennen lernen Damit die Lernenden eine differenziertere Skalierung mithilfe des WebGIS Sachsen selbstständig durchführen können, müssen vorher wesentliche Eigenschaften des Karteneditors gemeinsam oder selbstständig mit der Online-Hilfe des WebGIS-Dienstes erarbeitet werden. Dies kann auch zuhause erfolgen. Abb. 1 (zum Vergrößern bitte anklicken) zeigt eine Kurzanleitung des WebGIS Sachsen. Diese Kurzanleitung kann auch als PDF-Dokument heruntergeladen werden (siehe Download auf der Startseite dieses Artikels): Besonderheiten des Abfragemanagers Zur Arbeit mit dem Abfragemanager ist zu beachten, dass bei Abfragen nach Zahlen diese nicht in Anführungszeichen stehen dürfen. Manche Browser setzen diese automatisch, was dann per Hand korrigiert werden muss. Werden hingegen Länder verglichen, ist das Setzen der Anführungszeichen notwendig. Aktualität der Daten Alle Werte auf den Arbeitsblättern sowie der Lösungen sind der Fortschreibung unterlegen. Insofern kann nicht garantiert werden, dass zum Beispiel der Iran und Armenien auch in Zukunft noch den gleichen HDI Wert haben. Organisatorische Hinweise Da die Zielgruppe zwischen der achten und elften Klasse liegt, muss auf den Arbeitsblättern die persönliche Ansprache in den Fragestellungen geprüft und gegebenenfalls verändert werden. Die Arbeit an der Karte kann aufgrund der serverseitigen Speichermöglichkeit auch als Hausaufgabe gegeben werden. Sicherung des Ausgangsniveaus Bevor die Schülerinnen und Schüler die Arbeitsblätter bearbeiten, sollten inhaltlich der HDI und die damit verbundene erweiterte Aussagekraft gegenüber dem Einzelindikator Wirtschaftsleistung erarbeitet sein. Zur Sicherung des Ausgangsniveaus wird daher auf dem Arbeitsblatt in der ersten Aufgabe nach den Kriterien und der Abgrenzung des HDI gefragt. Nutzung des Karteneditors Im weiteren Verlauf wird per Mouseklick die thematische Karte zum HDI genutzt. Die grobe Einteilung der UN kann mithilfe des Karteneditors verfeinert werden. Hier wird dies am Beispiel Asiens verlangt, da in der UN-Einteilung lediglich zwei Entwicklungsstände angezeigt werden. Die sich ergebenden Aussagen sind auf dem Lösungsblatt vermerkt. Deutlich wird zum Beispiel eine Differenzierung zwischen Süd- und Ostasien. Mögliche Gruppenaufteilung Es können auch gruppenweise unterschiedliche Kontinente bearbeitet und dann in der Klasse verglichen werden. Hierfür müssten die selbst erstellten Karten entweder serverseitig gespeichert oder nach Nutzung des Druckbefehls in eine lokale Anwendung kopiert werden. Anzuzeigende Indikatoren auswählen Für die Untersuchung der Grenzwerte der Länder mit einem HDI unter 0,5 sollte der Übersichtlichkeit halber vorher mit der Indikatorauswahl die Auswahl der anzuzeigenden Indikatoren auf Landname, HDI, Lebenserwartung, Alphabeten und BNE eingestellt sein. In den jeweiligen Wertetabellen (siehe Abb. 3, zum Vergrößern bitte anklicken) können die gesuchten Daten dann wesentlich schneller, weil übersichtlicher, ermittelt werden. Grenzen der Klassifizierung Der Vergleich mit Deutschland erleichtert die Einschätzung. Diese Daten sind mit dem Identify-Werkzeug leicht zu ermitteln. Die sich anschließende Abfrage lautet HDI > 0,5 AND Lebenserwartung < 59,8 und ergibt als Ergebnis die Länder, deren Einwohner eine Lebenserwartung unter dem oberen Grenzwert derer der unterentwickelten Länder haben. Für die Schülerinnen und Schüler wird deutlich, dass aufgrund der Indexberechnung die Grenzen nicht "starr" sein können, sondern dass durch die Einbeziehung der anderen Teilindizes "Defizite" ausgeglichen werden können. Ländervergleich verdeutlicht Defizite des HDI Diese Erkenntnis wird durch den Ländervergleich verstärkt. Deutliche Unterschiede zwischen dem Iran und Armenien führen nach Berechnung dennoch zum gleichen HDI. In der abschließenden Betrachtung zur Aussagekraft sollten die Verbesserungen gegenüber einem Einzelindikator, aber auch die Grenzen in der Vergleichbarkeit aufgezeigt werden.

  • Geographie
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Bevölkerungsentwicklung in China und Indien mit Excel

Unterrichtseinheit

Wie entwickeln sich die Einwohnerzahlen in den nächsten Jahrzehnten? Welchen Einfluss haben kleine Änderungen des Wachstumsfaktors? Und wie manifestieren sich die Entwicklungen in den Bevölkerungsstrukturen? Der Einsatz von Excel erspart Schülerinnen und Schülern erheblichen Rechenaufwand und schafft somit Freiräume für notwendige Diskussionen.Die Behandlung Chinas und Indiens gehört zum Standard jeder Geografieausbildung in Deutschland. Die beiden Länder mit Kontinentgröße stellen gut ein Drittel der Weltbevölkerung. Insofern kommt der Entwicklung ihrer Bevölkerungszahlen in Zukunft im Zusammenhang mit der Bewältigung nationaler, aber auch globaler Probleme (wie zum Beispiel Ressourcenverbrauch, Umweltschutz, Ernährungssicherheit, Migrantenströme), eine besondere Bedeutung zu. Änderungen der Wachstumsfaktoren können mit Excel simuliert und zum Beispiel zur Darstellung der Folgen der Familienplanung genutzt werden. Verbunden mit der Analyse von Bevölkerungspyramiden der jeweils untersuchten Länder lassen sich Voraussagen treffen und mögliche Probleme qualifiziert ableiten.Die Verwendung eines Tabellenkalkulationsprogramms gehört heute zum Standard der informatischen Bildung in den Schulen. Daran anknüpfend können sinnvolle Anwendungen gestaltet und im Unterricht genutzt werden. Dadurch wird den Schülerinnen und Schülern gezeigt, wie durch die Automatisierung komplizierter Rechenvorgänge effektiv gearbeitet werden kann. In diesem Sinne sollte der Einsatz von Excel im Fachunterricht Mittel zum Unterrichtszweck sein und nicht umgekehrt. Die Diskussion um die Ursachen und die Folgen der Bevölkerungsentwicklung bildet demnach den Schwerpunkt der Unterrichtseinheit - auch wenn diese Aspekte hier nicht in einem ausführlichen fachlichen Kommentar zur Darstellung kommen. Voraussetzungen, Informationen zu den Excel-Tabellen Die Excel-Arbeitsmappe enthält die Tabellen "Ländervergleich" und "Wachstumsraten". Die Simulationen gehen von konstanten Wachstumsfaktoren aus, Migrationseffekte werden nicht berücksichtigt. Unterrichtsverlauf und Einsatz der Arbeitsmaterialien Zunächst untersuchen die Schülerinnen und Schüler das Bevölkerungswachstum in verschiedenen Ländern. Der Einfluss des Wachstumsfaktors auf die Bevölkerungsentwicklung wird analysiert und Maßnahmen gegen das Wachstum werden diskutiert. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen anhand aktueller Bevölkerungszahlen und Wachstumsfaktoren die Bevölkerungsentwicklung Chinas und Indiens für die nächsten Jahrzehnte beschreiben und miteinander vergleichen. die Ursachen von Unterschieden zwischen China und Indien beschreiben und mögliche Folgen diskutieren. Änderungen in der Bevölkerungsentwicklung durch Simulationen mit verschiedenen Wachstumsfaktoren erkennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen die Arbeit am Computer als kommunikative und interaktive Gruppenarbeit verstehen. Simulationen mithilfe eines Tabellenkalkulationsprogramms durchführen. sich kritisch mit der Aussagekraft von Bevölkerungszahlen auseinander setzen. Thema Bevölkerungsentwicklung in China und Indien Autor Jens Joachim Fach Geografie Zielgruppe ab Klasse 7 Zeitraum 1-2 Stunden (möglichst eine Doppelstunde) Technische Voraussetzung ein Rechner pro Arbeitsgruppe (2-3 Lernende), Internetanschluss, Beamer Software Excel Die prinzipiellen Funktionalitäten eines Tabellenkalkulationsprogramms sollten den Schülerinnen und Schülern bereits bekannt sein. Zudem sollten sie wissen, wie der Wachstumsfaktor ermittelt wird und was er aussagt. Kenntnisse zum exponentialen Wachstum sind nicht zwingend erforderlich - durch die Grafen wird ohnehin deutlich, dass trotz gleichbleibendem Wachstumsfaktor die Bevölkerung immer schneller wächst. Hilfreich sind Vorkenntnisse zum Lesen von Bevölkerungspyramiden und deren Interpretation. Was die Excel-Tabellen können Die Excel-Arbeitsmappe umfasst zwei Tabellenblätter, mit denen unterschiedliche Aufgabenstellungen bearbeitet werden können: Ländervergleich Die Tabelle "Ländervergleich" erlaubt es, die Bevölkerungsentwicklung von bis zu drei Ländern miteinander zu vergleichen. In die gelb unterlegten Felder werden die Daten eingegeben, mit denen man arbeiten möchte (aktuelle Bevölkerungszahlen, Jahr, Wachstumsrate - die Daten dazu finden sich im Internet; siehe "Internetadressen" auf der Startseite des Artikels). Ein entsprechendes Diagramm wird dann automatisch erzeugt. Wachstumsraten Die Tabelle "Wachstumsraten" ermöglicht die Untersuchung der Bevölkerungsentwicklung eines Landes oder der Welt mit bis zu drei verschiedenen Wachstumsraten. Die mathematische Grundlage der Darstellung von Wachstumsprozessen mit Excel sind Berechnungen von Exponentialfunktionen, welche die Schülerinnen und Schüler auch im Mathematikunterricht kennen lernen und mit einem Taschenrechner selbst berechnen könnten. Um aktuelle Manipulationen an den Formeln der Excel-Arbeitsmappe zu vermeiden, sind die Tabellenblätter mit einem Kennwort ("bevoelkerung") geschützt. Per Link gelangen die Schülerinnen und Schüler direkt von den Tabellen auf die Webseiten des U.S. Census Bureau und können Bevölkerungspyramiden online abrufen. Was die Excel-Tabellen nicht können Für die Bewertung der Zahlen und Grafen muss den Schülerinnen und Schülern bewusst sein, dass die hier vorgestellten Simulationen stets von einem konstanten Wachstumsfaktor ausgehen. Dass sich dieser im Laufe der Jahre verändert, wird in den Simulationen nicht berücksichtigt. Für informatisch geschulte Schülerinnen und Schüler wäre es zum Beispiel eine Programmier-Herausforderung, den Zuwachs unter der Voraussetzung zu berechnen, dass sich der Wachstumsfaktor jährlich um einen definierten Betrag verringert. Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Bevölkerungsentwicklung, die Migration, wird ebenfalls völlig vernachlässigt. Simulation und Diskussion der Bevölkerungsentwicklung Ausgangspunkt der Stunde ist die Fragestellung nach der Bevölkerungsentwicklung von China und Indien für die nächsten Jahrzehnte. Dabei kommt der Excel-Arbeitsmappe (Tabelle "Ländervergleich") mit dem Ländervergleich zum Einsatz. China und Indien sowie die USA als "Kontrastprogramm" sind hier schon mit dem Stand des Jahres 2003 eingetragen. An die Auswertung der Grafen schließt sich die Fragestellung nach den Ursachen und Folgen dieser starken Zunahme an (Arbeitsblätter 1 und 2). Aus Gründen der Überschaubarkeit wird hier auf eine ausführlich Darstellung der Thematik bewusst verzichtet. Für die Illustration des Problems der Versorgung mit Arbeitsplätzen und Bildung können hier Bevölkerungspyramiden hinzugezogen werden. In den Excel-Tabellenblättern ist ein entsprechender Link aktiv geschaltet. Als kleine Zusatzaufgabe könnten die Schülerinnen und Schüler aufgefordert werden, das Jahr zu ermitteln, in dem - nach dem aktuellen Wachstumsfaktor - die Bevölkerung Indiens die von China übersteigen würde. Maßnahmen gegen das Bevölkerungswachstum Im weiteren Unterrichtsverlauf sollten die Strategien der Regierungen gegen das Bevölkerungswachstum beleuchtet werden. Dabei gilt es deutlich zu machen, dass China und Indien zum Teil sehr unterschiedliche Wege gehen. In China sind Verstöße gegen die "Ein-Kind-Politik" mit drastischen Geldstrafen verbunden. Der Zwang zur Familienplanung hat dort eine Mäßigung im Bevölkerungsanstieg und ein Absinken des Wachstumsfaktors zur Folge. In Indien versucht man, die Lebenslage durch die Möglichkeit der Subsistenz zu verbessern. Durch die Freiwilligkeit der Familienplanung steigt das Wachstum jedoch nach wie vor stark an. Beiden Ländern gemeinsam sind eine aktive Familienpolitik und Aufklärungskampagnen. Inhaltlich sollte im Unterricht auf die Rolle des Wachstumsfaktors hingearbeitet werden, um die Stunde mit der Tabelle "Wachstumsraten" fortsetzen zu können. Simulationen mit unterschiedlichen Wachstumsfaktoren Anhand aktueller und selbst gewählter Wachstumsfaktoren können nun Simulationen gestartet werden (Arbeitsblätter 3 und 4). Durch die erzeugten Grafiken wird deutlich, dass bereits Änderungen im Zehntelbereich der Wachstumsfaktoren relevante Veränderungen bei großen Bevölkerungen hervorrufen. Will man wissen, in welchem Jahr bei gleichbleibendem Wachstum eine bestimmte Bevölkerungszahl erreicht wird, kann dies nach Eingabe der Zahl für jede Wachstumsrate berechnet werden. So lässt sich zum Beispiel die Verdopplungszeit einer Bevölkerung bestimmen. Auch in dieser Unterrichtsphase soll der Schwerpunkt auf der Diskussion der Simulationsergebnisse liegen. Zum Abschluss der Unterrichtseinheit kann eine Simulation zur Entwicklung der Weltbevölkerung oder - um auch einmal ganz andere Tendenzen aufzuzeigen - eine Simulation der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland gestartet werden.

  • Geographie
  • Sekundarstufe I