Unterrichtsmaterialien zum Thema "Bürosoftware"

  • Schulstufe
  • Klassenstufe
  • Schulform
  • Fach
  • Materialtyp
  • Quelle 6
    zurücksetzen

Weiteres Unterrichtsmaterial finden Sie im Lehrer-Online-Shop.

7 Treffer zu "Bürosoftware"
Sortierung nach Datum / Relevanz
Kacheln     Liste

Märchen: Lesekompetenz trainieren mit kreativen Übungen

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Märchen" trainieren die Schülerinnen und Schüler ihre Lesekompetenz. Märchentexte motivieren viele Kindern zum Lesen. Mit kreativen, internetbasierten Übungen lassen sich gleichzeitig das sinnentnehmende Lesen und der Umgang mit einem Autorenprogramm üben.Wer eine interessante Lektüre mit spielerischen Elementen verbindet, schafft eine gute Basis, seine Klasse für Übungs- und Lernphasen zu motivieren. In dieser Unterrichtseinheit lesen die Schülerinnen und Schüler ein Märchen zum Einstieg und überprüfen ihr Textverständnis mit einer Hot Potatoes-Übung. Anschließend entwerfen sie eigene Rätsel zu verschiedenen Märchentexten - und trainieren ganz nebenbei das sinnentnehmende Lesen, das Schreiben von kurzen Texten, aber auch den Umgang mit einem Autorenprogramm. Die Besonderheit: Mit den arbeitsteilig erstellten Rätseln üben anschließend die Mitschüler.Der hessische Lehrplan für das Fach Deutsch in der Klassenstufe 5 sieht verbindlich vor, die Schülerinnen und Schüler mit neuen Medien vertraut zu machen. Sie sollen lernen, am Computer Texte zu schreiben und zu überarbeiten. Gerade im Deutschunterricht, besonders in den Bereichen Lese- und Schreibkompetenz, bietet der computergestützte Unterricht viel Potenzial: Der Umgang mit neuen Medien erleichtert den selbst organisierten, individuellen Lernprozess mit individuellem Lerntempo. Übungen am Computer münden zudem in überprüfbare Ergebnisse und geben den Schülerinnen und Schülern eine gezielte Rückmeldung. In der Klassenstufe 5 reicht es allerdings aus, Grundkenntnisse im Umgang mit dem Computer zu vermitteln, so dass die Klasse die benötigten Programme (in diesem Fall Word und Hot Potatoes) selbstständig bedienen kann. Informationen zu Hot Potatoes Für interaktive Übungen wie Kreuzworträtsel ist das Autorenprogramm ideal. Anmerkungen zur Unterrichtsplanung der Unterrichtseinheit "Märchen" Hier finden Sie allgemeine Informationen zur Unterrichtsplanung und zur Lerngruppe. Kreative Übungen zur Unterrichtseinheit "Märchen" Nach einem ersten Beispiel erstellt die Klasse eigene Rätselübungen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben das sinnentnehmende Lesen. überprüfen ihre Lesekompetenz anhand von Kreuzworträtsel-Übungen. entwickeln Fragestellungen zu einem ausgewählten Märchen und erstellen daraus eigene Rätsel-Übungen. schreiben eigene Märchen am PC, überarbeiten diese und fassen sie in einem Klassenmärchenbuch zusammen (fakultativ zum Abschluss der Sequenz). Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen Grundfunktionen der Freeware "Hot Potatoes" kennen und üben den Umgang mit dem Programm. entwerfen eigene Hot Potatoes-Übungen und setzen diese mit dem Programm um. lernen Funktionen des Textverarbeitungsprogramms "Word" kennen und schreiben kreativ eigene Texte am PC. Hot Potatoes ist ein Autorenprogramm mit sechs unterschiedlichen Modulen zur Erstellung interaktiver webbasierter Übungen. Das Programm benötigt den Netscape Navigator oder Internet Explorer für Windows oder Macintosh. Hot Potatoes wird als Freeware für nicht-kommerzielle Unterrichtsanwendungen von Half-Baked-Software angeboten. Man muss sich allerdings registrieren lassen und erhält eine Registriernummer. Im Menu "Hilfe" kann diese Registriernummer eingetragen werden. Das Programm ist schnell erlernt - es sind keinerlei Programmierkenntnisse nötig. Auch Schülerinnen und Schüler können eigenständig mit dem Programm arbeiten. Verschiedene Aufgabentypen Das Programm erstellt die Übungen automatisch als Web-Seiten. Die graphische und sprachliche Gestaltung der Übungsseiten lassen sich je nach Fach und Altersstufe der Lerngruppe variieren. Eingefügt werden können auch ein Timer, Begleittexte, Grafiken, Sound- und Videodateien und vieles mehr. Insgesamt stehen sechs Module zur Verfügung: JQuiz: Quizfragen JMix: Schüttel-Übungen: Vertauschung von Satzteilen / Wörtern / Buchstaben JCross: Kreuzworträtsel JMatch: Zuordnung von Texten, Bildern oder Sounds zu dazugehörenden Lösungen JCloze: Lückentextübungen Masher: Zusammenstellung von Hot Potatoes Übungen zu einer Einheit Informationen zum Download Der Download ist problemlos unter der unten genannten Adresse möglich. Klicken Sie dabei auf der Hot-Potatoes-Homepage das "Register" an und machen Sie die verlangten Angaben. Binnen weniger Sekunden erhalten Sie dann per E-Mail den Registrierungscode. Zum Registrieren ist es erforderlich, nach der Installation eines der Hot Potatoes-Programme zu starten, im Menü "Hilfe" auf Registrieren zu klicken und den von Halfbaked erhaltenen Benutzernamen und das Kennwort einzugeben. Nur dann sind alle Funktionen uneingeschränkt nutzbar. Die einzelnen Schritte können Sie auch auf dem folgenden Info-Blatt (siehe Download) nachlesen. web.uvic.ca/hrd/hotpot/ Hier geht es zum Programm-Download (circa 10 MB) auf der Hot Potatoes Homepage. Textsorte "Märchen" ist bekannt Die Schülerinnen und Schüler haben die Textsorte "Märchen" im Vorfeld dieser Einheit bereits kennen gelernt, Handlungsstruktur und Märchenmotive untersucht und analysiert sowie ein Märchen szenisch dargestellt. In dieser Unterrichtseinheit sollen sie ausgehend von einem exemplarischen Beispiel den Computer als Medium und Werkzeug kennen lernen und produktiv mit ihm umgehen. Dazu bietet neben dem eigenständigen Schreiben mit einem Textverarbeitungsprogramm die kostenlose Software "Hot Potatoes" gute Voraussetzungen. Sie ist einfach zu bedienen und ermöglicht ein eigenverantwortliches Arbeiten der Schülerinnen und Schüler. Die kreative Phase, in der eigene Übungen erstellt und ein eigenes Märchen geschrieben wird, soll dann mit einem realen Produkt abschließen. Binnendifferenzierung Innerhalb der Klasse, in der die Unterrichtseinheit durchgeführt wurde, waren große Leistungsunterschiede festzustellen. Es bot sich daher an, den Unterricht differenziert zu gestalten und am jeweiligen Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler auszurichten. Die interaktiven Übungen am Computer sind hierfür aus den bereits genannten Gründen gut geeignet. Texte und Rätsel variieren im Umfang Durch den unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad der Märchen und den selbst zu wählenden Umfang des Kreuzworträtsels konnten alle Mitglieder der Klasse nach ihrem individuellen Lerntempo und Lernvermögen arbeiten. Durch die Aussicht, dass die Mitschüler im Anschluss die selbst produzierte Übung bearbeiten sollten, waren sie zusätzlich motiviert und haben mehr auf Sorgfalt geachtet als bei herkömmlichen Übungen. Partnerarbeit Die Methode der Partnerarbeit bot sich für die Lerngruppe aus zwei Gründen an: Zum einen gab es nicht für jede Person einen eigenen Computer, so dass ohnehin einige Schüler zu zweit arbeiten müssten. Zum anderen waren die Schülerinnen und Schüler durchweg noch sehr ungeübt im Umgang mit dem PC (Computerunterricht wird ihnen erst ab Klassenstufe 7 erteilt) und konnten sich so besser gegenseitig unterstützen. Generell kamen sie mit den Funktionsweisen des Programms "Hot Potatoes" aber gut zurecht und alle Zweiergruppen konnten ihre Aufgabe technisch gut bewältigen. Individuelle Korrekturphasen Auffallend war, dass die Schülerinnen und Schüler beim Erstellen der Übungen und beim Schreiben ihres Märchens große Probleme mit Rechtschreibung, Zeichensetzung und dem richtigen Formulieren von Fragen hatten - ein allgemeines Problem dieser Klasse. Um die Motivation nicht zu dämpfen, fand die Korrekturphase der Rätsel nicht im Klassenverband, sondern individuell mit jeder Zweiergruppe statt. Sie verteilte sich auf mehrere Stunden. Sternentaler per PowerPoint Am Anfang der Stunde steht ein Bild zum Märchen "Sterntaler", das als stummer Impuls per Beamer gezeigt wird. Es dient als Einstimmung und Motivation auf das Märchen, das anschließend abschnittsweise ebenfalls über Beamer präsentiert und von den Schülerinnen und Schülern vorgelesen wird. Die Klasse übt dabei das betonte Vorlesen(Dauer des Einstiegs: circa zehn Minuten). Märchentexte mit ähnlicher Länge, aber unterschiedlich komplexer Handlung Anschließend sollen die Schülerinnen und Schüler in Partnerarbeit eine ähnliche Übung für ihre Mitschüler erstellen. Dazu finden sie in ihrem Ordner ein kurzes Märchen. Jedes Schülerpaar erhält ein Märchen, so dass insgesamt zehn Märchentexte entsprechend bearbeitet werden. Alle sind möglichst kurz (zwischen 150 und 250 Wörter), so dass die Bearbeitung möglichst in einer Stunde abgeschlossen werden kann. Zur Auswahl stehen "Der goldene Schlüssel", "Rätselmärchen", "Die Wassernixe", "Der undankbare Sohn", "Der süße Brei", "Der alte Großvater und der Enkel", "Die drei Faulen" (alle von den Brüdern Grimm), die russischen Volksmärchen "Das Häschen Prahlhans" Die Verteilung der Texte auf die einzelnen Schülerpaare kann differenziert durch die Lehrkraft erfolgen und sollte sich dann am Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler orientieren. Während der Inhalt des Märchens "Das Rübchen" zum Beispiel relativ einfach erfasst werden kann, ist die Handlung in "Die drei Wünsche" oder in der "Wassernixe" deutlich komplexer. Ausgewählte Märchen Alle Märchentexte als Arbeitsblätter finden Sie auf dieser Unterseite im Überblick. Die Klasse entwirft eigene Rätsel Anschließend sollen die Teams zu ihrem Märchen ein Hot-Potatoes-Kreuzworträtsel erstellen, das ihre Mitschüler später bearbeiten. Alle Anweisungen finden sie noch einmal auf einem Arbeitsblatt (siehe Download). Auch wenn der Klasse im Vorfeld bereits die Grundfunktionen des Programms erklärt wurden, ist nicht davon auszugehen, dass alle problemlos damit umgehen können. Vielmehr kann es in der Anfangsphase notwendig sein, dass die Lehrkraft verstärkt Hilfestellungen gibt. Diese Arbeitsphase ist höchst differenziert angelegt. Flexible Zeiteinteilung ermöglichen Sobald ein Schülerpaar mit der Bearbeitung fertig ist, wird das "Produkt" eingesammelt und den anderen Schülern zur Bearbeitung zur Verfügung gestellt. Sollte ein Paar erheblich schneller als die anderen fertig werden, kann es zusätzlich eine allgemeine Übung (ein mit Hot-Potatoes erstellter Lückentext, siehe Download) zur Bearbeitung erhalten. Sollten einige Schülerinnen und Schüler die Aufgabe nicht in der eingeplanten Zeit von circa 20 Minuten beenden, können sie in der Folgestunde weiter daran arbeiten. In jedem Fall sollten am Ende der Stunde mögliche Probleme und Schwierigkeiten kurz reflektiert werden. Ein Beispiel für eine Schülerarbeit, ein Rätsel zum Märchen "Die Wassernixe", finden Sie zur Ansicht (siehe Download-Datei). Märchensammlung entsteht Als Erweiterung und Sicherung ist zum Abschluss der Sequenz eine Übung zum kreativen Schreiben möglich. Nachdem die Schülerinnen und Schüler verschiedene Hot-Potatoes-Übungen erstellt und bearbeitet haben, können sie in Partnerarbeit ein eigenes Märchen erfinden und ihren Text am PC schreiben. Typische Elemente des Märchens sollen sie dabei aktiv in einen eigenen Text einarbeiten, wobei der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind. Als Orientierung dienen die gelesenen Märchentexte, an deren Länge sich die Schülerinnen und Schüler ungefähr orientieren sollten. Die Lerngruppe, in der diese Unterrichtseinheit durchgeführt wurde, war bei dieser Übung hoch motiviert und hat über das übliche Maß hinaus gearbeitet. Die einzelnen Textdateien wurden ausgedruckt, vervielfältigt und jeweils in einem Ordner zusammengestellt, so dass die Klasse stolz ihr eigenes "Märchenbuch" aufschlagen konnte. Alle Texte im Word-Format können Sie bearbeiten und bei Bedarf individuell an Ihre Lerngruppe anpassen. Auf der Startseite der Unterrichtseinheit finden Sie die gesamten Arbeitsmaterialien komprimiert als Download-Datei.

  • Deutsch
  • Sekundarstufe I, Primarstufe

Martin Walser - ein umstrittener Schriftsteller

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtsreihe wird der Gegenwartsschriftsteller Martin Walser unter die Lupe genommen. Die – beabsichtigten oder ungewollten – Skandale durch seine Veröffentlichungen und seine Reden bieten in vielerlei Hinsicht Anlass, über unsere Sprache, ihre Wirkung, ihre Geschichte und ihre mediale Inszenierung nachzudenken.Martin Walser gilt als streitbarer Schriftsteller, der insbesondere durch seine Friedenspreisrede 1998 und durch die Publicity zu seinem Buch ?Tod eines Kritikers? 2002 in die Schlagzeilen geraten ist. Die Meinungen über ihn sind geteilt und ebenso streitbar wie er selbst: Zeugen seine Äußerungen und literarischen Werke von einem politisch motivierten Antisemitismus oder lässt sich vielmehr eine verkaufsfördernde Marketingstrategie ausmachen, die den Schriftsteller Walser publikumswirksam in Szene setzt? Diese Reihe ermöglicht den Lernenden eine neue Herangehensweise an den Autor, indem sie die medienunterstützte Wirkung auf sein Publikum erfahren und zudem in eine realitätsnahe Reflexion über die Entwicklung und Wirkung von Sprache eintauchen. Der Computer gibt ihnen die Gelegenheit, vom Rezipienten eines literarischen Werkes zu dessen Partizipienten zu werden.Diese Unterrichtsreihe ist eine Art Forschungsprojekt, in dessen Mittelpunkt die Auseinandersetzung mit der Wirkung und medialen Inszenierung von Sprache steht. Durch produktionsorientiertes Arbeiten - insbesondere mit Computer und Internet - haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die Bedeutung des Schreibens und die Konsequenzen einer öffentlich gemachten Meinung realitätsnah zu erfahren. Martin Walser im Unterricht Viele Gründe sprechen für die Beschäftigung mit Martin Walser im Rahmen eines handlungs- und ergebnisorientierten Unterrichtsprojekts. Allgemeine Hinweise zur Unterrichtsreihe Diese Seite enthält allgemeine Informationen zur Gestaltung der Unterrichtsreihe und weitere Möglichkeiten zur Anbindung der Thematik. Ablauf der Unterrichtsreihe Hier finden Sie eine Übersicht über die einzelnen Unterrichtsmodule, die nach den jeweiligen Anforderungen der konkreten Unterrichtssituation umgestellt oder angepasst werden können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler stellen das literarische Schaffen Walsers in einen zeitbezogenen Kontext. fertigen ein Gesellschaftsporträt Deutschlands von 1955 bis zur Gegenwart an. erarbeiten die Friedenspreisrede von Martin Walser und ordnen sie in ihren Kontext ein. erarbeiten Wortfelder und Wortfamilien zu thematisch passenden Begriffen. finden rhetorische Mittel in einem Text, hinterfragen ihre Funktionalität und Wirkung und wenden selbst literarische Gestaltungsmittel an. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten und präsentieren eine PR-Strategie für Walsers Buch "Tod eines Kritikers" in einer Simulation. schreiben selbst eine Rede (als Antwort auf die Walser-Rede). lesen einen längeren Text kursorisch und entwickeln eigene Strukturierungshilfen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler suchen im Internet gezielt nach Informationen. setzen Word als Hilfsmittel bei der Textarbeit. setzen einen längeren Sachtext in einen optisch ansprechenden Hypertext um. verfassen eigene Reden und Stellungnahmen am PC und machen der Klasse zugänglich. kreieren in Word oder FrontPage eine eigene PR-Kampagne für eine Buchveröffentlichung. Erschwerter Zugang Wenn Schülerinnen und Schüler sich mit Martin Walser beschäftigen (müssen), dann meist im Zusammenhang mit der Novelle "Ein fliehendes Pferd". Die Begeisterung für den Menschen und Schriftsteller selbst hält sich in Grenzen, die Beschäftigung mit Walser als Person beschränkt sich oftmals auf ein Referat über seine Biografie, bei dessen Präsentation die Schülerinnen und Schüler bei den Worten "Ich erzähl' euch jetzt mal was über Martin Walser" schon abschalten. Spiegelung des "Durchschnittsmenschen" Gerade der Schriftsteller Walser eignet sich jedoch gut dazu, mit den Schülerinnen und Schülern ein Spiegelbild-Porträt zwischen seinem literarischen Schaffen und der Entwicklung der Gesellschaft aufzustellen. Die Figur des Helmut Halm, die heutigen Lernenden nur ein müdes Gähnen entlockt - keine Spur eines Skandals oder einer Anrüchigkeit - war zu ihrer Zeit sehr umstritten, nahm sie doch den "Otto Normalverbraucher" der 1970er Jahre sehr kritisch und süffisant unter die Lupe. Da half damals auch alles Autobiografische nicht mehr. Diese Spiegelung des Durchschnittsmenschen der Gesellschaft - die auch schon in "Ehen in Phillipsburg" zu erkennen ist - zieht sich durch Walsers Schaffenswerk. Skandale als gesellschaftliches Phänomen Für Schülerinnen und Schüler kann Martin Walser dann spannend werden, wenn sie diese Linie zu Ende zeichnen: Die Friedenspreisrede von 1998, die zu ihrer Zeit für großes Aufsehen sorgte, tat dies, weil die Gesellschaft durch die Holocaust-Mahnmaldebatte, durch die Anschläge von Mölln und Solingen (wieder) eine neue Empfindlichkeit gegenüber dem Thema "Umgang mit der Vergangenheit" entwickelte. Spannendes "Dokument der Langeweile" Der nächste Skandal - hausgemacht oder unbeabsichtigt - ging einher mit dem Erscheinen des Buches "Tod eines Kritikers". Der Wind, den die Presse im Vorfeld um dieses Buch machte - Vorwürfe des Antisemitismus sind noch die harmlosesten, "ein Dokument des Hasses" das gängigere Schlagwort - war nicht annähernd geeignet, die Langeweile, die viele Leserinnen und Leser bei der Lektüre des Buches ergriff, wegzublasen. Aber die Lektüre unter dem Gesichtspunkt, die Vorwürfe gegenüber dem vermeintlichen Inhalt des Buches, zu bestätigen oder zu entkräften, macht auch dieses "Dokument der Langeweile" interessant. Wirkung von Sprache erfahren Gerade die Arbeit mit dem Computer, die Möglichkeit der Veröffentlichung der eigenen Meinung im Internet und die Arbeit mit einem Textverarbeitungsprogramm ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, nicht nur als Rezipienten am Text zu arbeiten, sondern aktiv am Schaffensprozess von Literatur teilzuhaben. Die eigene Meinung erhält eine viel höhere Gewichtung, wenn die Möglichkeit der Veröffentlichung gegeben ist. Gleichzeitig zeigt sie aber auch die Bedeutung des geschriebenen Wortes und die Konsequenzen einer öffentlich gemachten eigenen Meinung, so dass die Schülerinnen und Schüler über diesen medienkundlichen Aspekt die Wirkung von Sprache selbst erfahren. Unabhängiger Einsatz der Module Die vorgestellte Unterrichtsreihe besteht im Wesentlichen aus zwei Modulen. Das erste befasst sich mit der Friedenspreisrede von Martin Walser aus dem Jahr 1998. Diese Rede kann auch abgekoppelt vom nachfolgenden Modul behandelt werden. Sie kann dann nicht nur in der Sekundarstufe II, sondern auch in einer zehnten Klasse eingesetzt werden. Ebenso kann auch die Behandlung des Buches "Tod eines Kritikers" als unabhängiges Modul ohne die Friedenspreisrede behandelt werden. Blick über den Tellerrand Das Interessante an den beiden genannten Modulen ist, dass die Schülerinnen und Schüler einen Autor von mehreren Seiten betrachten können. Sie blicken "über den Tellerrand" eines Werkes, einer politischen Rede hinaus und können wie in einem Forschungsprojekt den Autor mit einem Großteil seines Werkes kennen lernen. Die Schülerinnen und Schüler können zudem sehr selbstständig arbeiten, denn im Netz finden sie zu den unterschiedlichsten Themen gute Informationen. Sie erfahren sich als Partizipienten an einem literarischen Werk, wenn sie selbst die Möglichkeit zur Veröffentlichung erhalten. Offener thematischer Einstieg Der Einstieg in die Thematik wurde hier absichtlich offen gelassen. Alltägliche Geschehnisse, andere Politikerreden, Eröffnungen von Gedenkstätten und Ähnliches ermöglichen einen sehr viel aktuelleren Einstieg in das Thema als eine vorgegebene Struktur. Zudem können auch die Voraussetzungen, die die Schülerinnen und Schüler aus dem bisherigen Unterricht mitbringen, stark variieren. So wählt eine Lehrkraft, die im Vorfeld ein anderes Walser-Buch behandelt hat, einen anderen Einstieg als die Lehrkraft, die im Unterricht "politische Reden" thematisiert. Neben der geschilderten Möglichkeit der Reihengestaltung kann die Thematik noch in anderen Zusammenhängen unterrichtet werden. Projekt: Nachdenken über Deutschland Die Friedenspreisrede von Martin Walser ist ein Bestandteil dieser Reihe und dient als Ausgangspunkt für Überlegungen, wie mit der NS-Vergangenheit angemessen umgegangen werden kann. Neben dieser Rede können beispielsweise die Reden von Martin Hohmann, Auszüge aus der Holocaust-Mahnmal-Debatte und auch Auszüge aus dem Historikerstreit der 1980er Jahre thematisiert werden. Die Zusammenarbeit mit dem Geschichtsunterricht und dem Politik/SoWi-Unterricht bietet sich an. Politische Reden als literarische Gattung Die Friedenspreisrede Martin Walsers wird eingebettet in die Auseinandersetzung mit politischen Reden unterschiedlichster Art als Beispiel für die Rede als literarische Gattung der Darstellung von Selbst- und Fremdwahrnehmung. Hier bietet sich die Zusammenarbeit mit dem Pädagogik-Unterricht an. Politische Reden: Was macht eine Rede zur "Rede des Jahres"? Das Institut für Allgemeine Rhetorik an der Universität Tübingen kürt jährlich die "Rede des Jahres". Auf dieser Seite finden sich neben den Texten der jeweiligen Reden auch die Begründungen der Juroren. Sprachwissenschaftlich können die Schülerinnen und Schüler hier erforschen, was eine Rede auszeichnet, wie sie sprachlich und inhaltlich aufgebaut sein sollte, welche Gemeinsamkeiten die Reden des Jahres haben. Die Möglichkeit des Verfassens eigener Reden oder des Erstellens eines Kriterienkatalogs, mit dem Reden beurteilt werden können, bietet sich an. Hiermit kann besonders methodisches Arbeiten geschult und vertieft werden. Uni Tübingen: Walsers "Friedenspreisrede" als Rede des Jahres 1998 Umgang mit der eigenen Vergangenheit in Literatur und Film Die Diskussionen und der Film "Der Untergang" selbst sind Bestandteile dieses Unterrichtsvorhabens, ebenso wie Bücher wie "Die Welle" oder "Jugend ohne Gott". Im Mittelpunkt stehen dabei die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit in Deutschland und die Möglichkeiten der literarischen Verarbeitung. Die Zusammenarbeit zum Beispiel mit dem Kunstunterricht (Vergangenheitsbewältigung in der Kunst) ist hier möglich. Literatur im Spiegel der Öffentlichkeit Der Fokus liegt hier auf der Veröffentlichung des Buches "Tod eines Kritikers". Ausgehend von diesem Beispiel werden exemplarisch die Veröffentlichungen verschiedener literarischer Werke sowie die im Vorfeld erschienenen Pressemeinungen betrachtet. Es bietet sich hierbei an, auch auf Mitschnitte beispielsweise des "Literarischen Quartett" zurückzugreifen und die dort erfolgten Buchbesprechungen mit eigenen oder anderen Eindrücken zu vergleichen. Bei Fernsehmitschnitten ist jedoch darauf zu achten, dass es sich nicht um private Aufnahmen handelt (diese sind urheberrechtlich problematisch), sondern diese direkt vom Sender zu beziehen (zum Beispiel: ZDF-Mediathek, Online-Sendungen). Martin Walser - ein umstrittener Schriftsteller Unterrichtsmodule Das Unterrichtskonzept enthält hervorragend aufbereitetes Material und viele Anregungen zur Umsetzung im Unterricht. Vor allem durch die Modulstruktur ist es möglich, die Ideen an die eigene Lerngruppe und deren Bedürfnisse anzupassen. Auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön an Svenja Engemann. Marcel Thimm, 22.05.2007 Der Text der Rede ist sehr lang; als Word-Dokument umfasst er sieben Seiten. Auch eine mögliche Kürzung verringert den Umfang nur um eine Seite, wenn man vermeiden will, mit der Kürzung auch gleichzeitig eine Interpretation vorzunehmen. Dennoch bieten sich mehrere Alternativen der ersten Annäherung an. Martin Walser - Friedenspreisrede 1998 (pdf) Den Text der Rede finden Sie zum Beispiel hier. Variante 1: Gekürzte Fassung Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine gekürzte Fassung. Beispielsweise kann der Teil der Rede gestrichen, der die Inhaftierung Rainer Rupps thematisiert. Diese Kürzung ist problematisch wie jede andere auch. Auf diese Art bleibt das Diskussionswürdige und Streitbare hinsichtlich des Vorwurfs "Antisemitismus" bestehen, worauf sich die Entgegnungen von Bubis, von Dohnanyi und Wiesel beziehen. Selbstverständlich können auch andere Kürzungen vorgenommen werden, etwa die Verweise auf die Literaten des 19. Jahrhunderts. Variante 2: Originalfassung Wenn die Schülerinnen und Schüler mit der Originalrede arbeiten, sollten sie mehrere Tage Zeit zur ersten Bearbeitung und Lektüre haben. Der Arbeitsauftrag könnte dann lauten, die Rede in Sinnabschnitte einzuteilen, thematische ähnliche Abschnitte zusammenzufassen oder zusammenzuschreiben (mithilfe von Word). Variante 3: Auszüge der Rede in Gruppenarbeit und Gruppenpuzzle Eine dritte Variante wäre, den Schülerinnen und Schülern arbeitsteilig bestimmte Abschnitte der Rede an die Hand zu geben. Die Rede kann hierfür in Teilabschnitte untergliedert werden (der Vorschlag enthält sieben Abschnitte). Die Schülerinnen und Schüler erhalten in Gruppen jeweils einen der Abschnitte (mit Titel und Verfasser der Rede) mit dem Arbeitsauftrag, den Inhalt des Abschnittes mit eigenen Worten kurz wiederzugeben und Schlüsselbegriffe/Schlagworte herauszuschreiben. Diese Variante bietet sich auch für weniger leistungsstarke Kurse an, weil die gesamte Rede arbeitsteilig und im Gruppenpuzzle aufgearbeitet werden kann. Die Arbeitsaufträge 6 und 7 sollten erst dann verteilt werden, wenn die Schülerinnen und Schüler selbst erarbeitet haben, dass ihnen Ausschnitte aus derselben Rede vorliegen. Nach der Bearbeitung von Punkt 6 sollten eine oder zwei der Gruppen die von ihnen zusammengesetzte Rede im Plenum präsentieren. Erscheint das zu zeitaufwändig, können die Schülerinnen und Schüler die Redeausschnitte in Word bearbeiten und im Gruppenpuzzle zusammensetzen. Über den PC können dann die Gruppen die bearbeiteten Reden (Reihenfolge, Schlüsselbegriffe) mitlesen und verfolgen. Ein Ziel der Präsentation ist auch hier, dass die Schülerinnen und Schüler im Kurs Schlüsselbegriffe und Schlagworte der Rede erarbeiten. Bei der Durchführung der Reihe in einem Oberstufenkurs wurde deutlich, dass eine Abgrenzung der Begriffe Schlagwort und Schlüsselbegriff sinnvoll ist. Je nachdem, wie diese Begriffe bislang im Unterricht verwendet wurden, ist es sinnvoll, im Vorfeld zu klären, was die Schülerinnen und Schüler unter Schlagwort und Schlüsselbegriff verstehen und entsprechend die Formulierung in der Aufgabenstellung zu ändern. Schlagwort Mit "Schlagwort" verbinden die Schülerinnen und Schüler solche Begriffe, die besonders augenfällig sind, die eine bestimmte Reaktion beim Leser auslösen; sie müssen aber nicht zwangsläufig den Inhalt der Rede widerspiegeln. Schlagworte spiegeln auch oft den Eindruck des Lesenden zum Text wieder, müssen diesem aber nicht direkt entnommen sein. Die Konnotation bei "Schlagwort" ist emotional. Schlüsselbegriff "Schlüsselbegriffe" dagegen werden direkt dem Text, der Rede entnommen, sie dienen der Strukturierung eines Textes. Ihre Benennung erfolgt nach sachlichen Kriterien des Textverständnisses. Assoziationsübungen Die Schülerinnen und Schüler sammeln zunächst ihre Assoziationen zu den Begriffen "Mond" und "Vergangenheit" (zum Beispiel in Form einer Mindmap). Anschließend verfahren sie genauso mit den herausgearbeiteten Schlüsselbegriffen aus der Walser-Rede. Die Übungen "Mond" und "Vergangenheit" können auch gemeinsam mit dem Kurs durchgeführt werden. Als Arbeitsblatt bieten sie sich als mögliche Hausaufgabe an. Wenn Sie die Schülerinnen und Schüler sowohl nach Schlüsselbegriffen als auch nach Schlagworten haben suchen lassen, sollten jetzt auch getrennt voneinander Mindmaps zu den jeweiligen Begriffen erstellt werden. "Mindjet MindManager" ist ein Programm zur schnellen und einfachen Erstellung von Mindmaps am Computer. Über die folgende Adresse besteht die Möglichkeit, das Programm Mindjet MindManager zur Erstellung von Mindmaps für Schulen downzuloaden. Einen Link zur detaillierten Beschreibung des Programms finden Sie auf der Startseite dieses Beitrags unter "Zusatzinformationen". cotec.de: Mindjet MindManager Auf dieser Seite kann eine kostenlose Schullizenz angefordert und anschließend das Programm MindManager heruntergeladen werden. Zum Schreiben anregen Wenn Ihnen die Zeit zur Verfügung steht und die Schülerinnen und Schüler die Motivation zum eigenen Schreiben mitbringen, sollte dieser Schritt in jedem Fall durchgeführt werden. Denn die Schülerinnen und Schüler haben hier die Möglichkeit, vom Rezipienten zum Partizipienten der Rede zu werden. Anderenfalls kann dieser Schritt auch übersprungen werden und die Schülerinnen und Schüler können direkt im Netz nach den Entgegnungen auf die Walser-Rede recherchieren. Schlüsselbegriffe und Konnotationen als Grundlage Als Grundgerüst für das Verfassen einer Gegenrede oder eines offenen Briefes können die Schlüsselbegriffe und Konnotationen dienen, die zuvor von den Schülerinnen und Schülern erarbeitet wurden. Die Beschäftigung mit den Schlüsselbegriffen und den damit verbundenen Konnotationen dürfte bereits zu einigen Diskussionen geführt haben, etwa über die Angemessenheit der Wortwahl oder die emotionale Aufladung einiger Begriffe. Die von den Schülerinnen und Schülern verfassten Texte können von den Mitschülerinnen und Mitschülern gelesen und bearbeitet werden. von den Mitlernenden rezensiert werden. mit den Entgegnungen von Bubis, Wiesel, von Dohnanyi oder anderen verglichen werden. Bestandteile einer Homepage zu Martin Walser werden. im Intranet der Schule veröffentlicht werden. im Internet, beispielsweise über lo-net, veröffentlicht werden. Anschluss an aktuelle Debatten (Fertigstellung des Holocaust-Mahnmals) bieten. Grundlage sein für eine eigene literarische Auseinandersetzung mit dem Thema "Umgang mit der eigenen Geschichte und Vergangenheit". für eine verfremdende Umformung in eine andere literarische Form (Gedicht, Kurzgeschichte, Parabel oder Ähnliches) durch einen anderen Schüler oder eine andere Schülerin herangezogen werden. Dieses Modul bietet auch die Möglichkeit zur Öffnung für fächerverbindendes Arbeiten oder als Vorbereitung auf einen Projekttag/eine Lesung zum Thema. Entgegnungen im Internet recherchieren und als Hypertext verfassen Die Schülerinnen und Schüler recherchieren im Internet Entgegnungen auf die Walser-Rede und erarbeiten die Reden von Bubis und von Dohnanyi sowie den offenen Brief von Wiesel. Anschließend gestalten sie eine der Entgegnungen als Hypertext, um grundlegende Aspekte der Erstellung und Gestaltung von Hypertexten kennen zu lernen. Alternativer Einstieg in die Unterrichtsreihe Dieser Baustein kann auch als Einstieg in die Reihe genutzt werden. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten in drei Gruppen unterteilt die Reaktionen von Ellie Wiesel, Klaus von Dohnanyi und Ignatz Bubis und überlegen dann gemeinsam (über Schlüsselbegriffe), welche Rede diesen Entgegnungen zugrunde liegen könnte. Auch hier kann man sie zunächst selbst diese Rede verfassen lassen und ihnen dann den Originaltext von Walser reichen. Im Mittelpunkt steht auch hier die Methode der Wortfeld-Forschung und Bestimmung von Schlüsselbegriffen. Fächerübergreifendes Arbeiten Dieser Baustein kann als Ausgangspunkt genutzt werden, um von Martin Walser zum Thema "Umgang mit der Vergangenheit" überzuleiten und thematisch die Verbindung zum Geschichtsunterricht oder Politikunterricht herzustellen. Die Lernenden recherchieren im Internet Informationen zu Leben und Werk Martin Walsers und verfassen einen entsprechenden Zeitungsartikel oder Hypertext. Alternative zur Bearbeitung der Biografie Wenn Sie bereits eine Lektüre von Martin Walser im Unterricht behandelt haben, erübrigt sich die nochmalige Erarbeitung seiner Biografie. Dieser Baustein kann insofern verändert werden, als Sie dann den zeitgeschichtlichen Kontext der Friedenspreisrede von den Schülerinnen und Schülern erarbeiten lassen können. Einstieg in die Unterrichtsreihe Sie können in die Reihe auch mit diesem Baustein einsteigen und den Schwerpunkt zunächst auf das Buch "Tod eines Kritikers" legen. Dieser Einstieg kann dafür genutzt werden, einen literarischen und gesellschaftskritischen Vergleich mit der gegebenenfalls schon gelesenen Lektüre von Martin Walser herzustellen. Wahl der Lektüre Ferner kann dieser Baustein genutzt werden, um die Schülerinnen und Schüler eine Lektüre von Martin Walser auswählen zu lassen. Die Friedenspreisrede kann optional im Vorfeld als "erster Kontakt" mit Martin Walser genutzt werden. Die Bausteine "Reaktionen auf die Rede" und "Auseinandersetzung mit Leben und Werk Walsers" können auch zusammengefasst und von den Schülerinnen und Schülern in Gruppen arbeitsteilig erarbeitet und dann präsentiert werden. Wenn die Schülerinnen und Schüler Hypertexte erstellen, können sie damit eine eigene Homepage zu Martin Walser einrichten. Sorgfältige Planung Dieser Arbeitsschritt muss sehr sorgsam geplant werden, damit sich das Thema des Unterrichts nicht verschiebt und die Schülerinnen und Schüler allgemein etwas zu "Werbung" erarbeiten. Das AIDA-Prinzip Die Schülerinnen und Schüler sollen ihrer Kampagne das AIDA-Prinzip zugrunde legen. AIDA ist eine Abkürzung für die wichtigsten Aspekte, die eine Werbung enthalten soll: Attention, Interest, Desire, Action. Die folgenden Links mit näheren Erläuterungen zu AIDA finden die Gruppen auch auf ihren Arbeitsblättern. Teleunterricht.de: AIDA-Prinzip Auf dieser Seite finden Sie konkrete Beispiele, mit welchen Mitteln die einzelnen Aspekte von AIDA umgesetzt werden können. Im nächsten Arbeitsschritt recherchieren die Schülerinnen und Schüler im Internet Reaktionen der Presse und der Öffentlichkeit auf das Buch, die sie anschließend in einer Collage zusammenstellen. Sie vergleichen die öffentlichen Reaktionen mit ihrer eigenen PR-Kampagne. Proben der Situation "Talkshow" Eine intensive Vorbereitung des Rollenspiels ist wichtig. Vorbereitung meint hierbei nicht nur die inhaltliche, die durch die Unterrichtsmodule ohnehin erfolgt, sondern vor allem eine methodische. Je nachdem, wie gut die Schülerinnen und Schüler mit der Methode Rollenspiel vertraut sind, ist es notwendig, die nachzuspielende Situation "Talkshow" in Modellen schon kennen gelernt zu haben. Dies kann zum Beispiel dadurch geschehen, dass eine Hausaufgabe "fiktives Interview mit Martin Walser oder Ignatz Bubis" nicht nur vorgelesen, sondern von zwei Schülerinnen oder Schülern vorgespielt wird. Eine Abend-Talkshow ansehen Des Weiteren sollten die Schülerinnen und Schüler zumindest einmal die Hausaufgabe erhalten, sich zu Hause eine Talkshow anzusehen, und zwar eine aus dem Abendprogramm. Abstand ist zu nehmen von den einschlägigen Sendungen auf den privaten Sendern im Nachmittagsprogramm. Vielleicht passt auch das Thema einer Abend-Talkshow (beispielsweise einer Polit-Talkshow) zum Unterrichtsthema. Rollen festlegen Die Prominenten, in deren Rolle die Schülerinnen und Schüler schlüpfen, sollten ihnen in jedem Fall aus dem bisherigen Unterricht bekannt sein. Neben den "beteiligten Akteuren" wie Walser selbst oder Ignatz Bubis können auch diejenigen Personen, die das Buch rezensiert oder die Rede kommentiert haben, als Talkgäste auftreten. Wichtig ist, dass sich die Lehrkraft weit genug im Vorfeld mit den Schülerinnen und Schülern einigt, welche Rollen vorkommen sollen. Vorbereiten auf die jeweilige Rolle Die Schülerinnen und Schüler, die für die Rollen in der Talkshow vorgesehen sind, müssen sich intensiv auf die Rolle vorbereiten, also Hintergrundinformationen über die Person haben und ihre Meinung zu wichtigen Themen kennen. Dies gilt in besonderer Weise für den Moderator oder die Moderatorin. Diese oder dieser hat mit den Fragen an die Gäste dafür zu sorgen, dass konkret zum Thema diskutiert wird und bestimmte Gesprächsregeln befolgt werden. Regeln für die Talkshow festlegen Gerade bei diesem sehr streitbaren Autor ist es wichtig, dass das Rollenspiel nicht in "Klamauk" ausartet. Die Regeln für die Talkshow müssen im Vorfeld festgelegt sein. Es sollte festgelegt werden, wie lange das Rollenspiel dauern soll. ob die Zuschauerinnen und Zuschauer Fragen stellen dürfen. ob die Gäste nur eine bestimmte Redezeit haben. wer die Fragen stellt. wer das Wort erteilt. welche Fragen abzuhandeln sind. Für Atmosphäre sorgen Es sollte die einer Talkshow angemessenen Atmosphäre herrschen. Der Raum sollte schon vor dem Rollenspiel hergerichtet sein, das heißt, Tische und Stühle müssen entsprechend umgestellt sein. Ferner kann - je nach Motivation der Klasse - mit kleinen Accessoires die Atmosphäre etwas authentischer gestaltet werden (Jinglemusik einer Sendung, Jackett für den Moderator oder die Moderatorin und Ähnliches). Beobachtungsaufträge verteilen Die Schülerinnen und Schüler, die nicht an der Talkrunde teilnehmen, erhalten Beobachtungsaufträge, die sich sowohl auf die darstellerische als auch auf die inhaltliche Leistung beziehen. Das Rollenspiel dokumentieren Auf Spielereien wie ein Mikrofon sollte verzichtet werden. Sinnvoll ist aber, das Spiel fotografisch zu dokumentieren. Die Fotos können noch sehr gut weiterverwendet werden, beispielsweise für eine Homepage oder für eine kreative Hausaufgabe (Fotos mit Sprech- und Denkblasen versehen). Rolle der Lehrkraft Die Lehrperson sollte sich ganz aus dem Rollenspiel zurückziehen. Durch eine festgelegte Zeitspanne und die Regeln für die Talkshow ist die Gefahr des Ausartens gering. Wird das Rollenspiel dagegen zu "flach", weil die Inhalte fehlen, ist es besser, das Spiel abzubrechen. Das Rollenspiel muss in jedem Fall ausgewertet werden. Zum einen erfolgt eine methodische Auswertung, bei der zunächst die Akteurinnen und Akteure, dann die Zuschauenden befragt werden, wie sie das Übernehmen einer Rolle/das Spiel insgesamt fanden. Zum anderen wird nach inhaltlichen Kriterien ausgewertet, wobei wichtige Aspekte der bisherigen Unterrichtsstunden nachgefragt und überprüft werden. Mattes, Wolfgang: Methoden für den Unterricht. 75 kompakte Übersichten für Lehrende und Lernende. Paderborn, Braunschweig 2002 (Schöningh-Verlag).

  • Deutsch
  • Sekundarstufe II

Die s-Laute: Regeln und Übungen

Unterrichtseinheit

Mit dieser Unterrichtseinheit können Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I ihre Rechtschreibkenntnisse im Hinblick auf die verschiedenen s-Laute trainieren. Gleichzeitig erlernen sie den Umgang mit der Korrekturfunktion des Textverarbeitungsprogramms "Word".Während nach der Rechtschreibreform "Biß" nun mit Doppel-s geschrieben wird, ändert sich an "Fleiß" in puncto Orthografie nichts. Die Unterscheidung zwischen stimmlosen und stimmhaften s-Lauten bleibt eine häufige Fehlerquelle bei der Rechtschreibung. Diese Unterrichtssequenz liefert Materialien, mit denen Ihre Klasse den Gebrauch der unterschiedlichen s-Laute trainieren kann. Rechtschreibregeln selbstständig erschließen Die Schülerinnen und Schüler sollen die Regeln der s-Schreibung im Rahmen des Unterrichts selbst erarbeiten und gleichzeitig ihre Medienkompetenz schulen, indem sie den Umgang mit Übungen und Informationen im Internet erproben und sich kritisch damit auseinander setzen. Anhand der Arbeitsblätter zur Unterrichtssequenz reflektieren sie selbstständig die Probleme der s-Schreibung. Verschiedene Übungen runden die Erarbeitung des Themenfeldes ab. Binnendifferenzierung im Blick Durch das Lernen an Stationen wird die Binnendifferenzierung in der Klasse gefördert. Die Schülerinnen und Schüler können ihr Lerntempo in dieser Arbeitsphase selbst bestimmen. Auch alle weiteren Übungen haben verschiedene Schwierigkeitsgrade, so dass die Lehrkraft die Erarbeitung gegebenenfalls binnendifferenzierend steuern kann. Beim (Partner-)Diktat am Computer ist ebenfalls die Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler gefragt. Grundkenntnisse im Umgang mit "Word" und dem Speichern von Dateien werden in der Lerngruppe dabei vorausgesetzt. Einführung in die s-Laute und ihre Regeln Die Zusammenhänge zwischen Lautung und Schreibung Training an Stationen Stationenlernen fördert Selbstständigkeit und Binnendifferenzierung Der sprachgeschichtliche Hintergrund Ein Exkurs zum ß, zum Duden und zur Rechtschreibreform Vertiefung und Sicherung Weitere Anwendungsübungen und ein Abschlussdiktat Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen die verschiedenen s-Laute (s, ss, ß) unterscheiden und wissen, wann welcher s-Laut verwendet wird. können die verschiedenen s-Laute sicher einsetzen und trainieren die richtige Schreibung von Wörtern mit s-Lauten. bekommen Einblicke in ausgewählte Aspekte der deutschen Sprachgeschichte (die Geschichte des ß, des Dudens und der Rechtschreibreform) (fakultativ). Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler trainieren ihre Medienkompetenz im Umgang mit digitalen Rechtschreibprogrammen, indem sie die Korrekturfunktion des Textverarbeitungsprogramms "Word" kennen lernen und nutzen. vergleichen verschiedene Online-Quellen und bewerten sie inhaltlich. Zum Einstieg ein Gedicht Als Hinführung zum Problem der s-Laute dient das Gedicht "Die s-Laute-Maus" von Günther Würdemann. Der Text steht sowohl im Internet als auch auf einem Arbeitsblatt (siehe Download) zur Verfügung und wird in einer späteren Übung als Lückentext aufgegriffen. Die Schülerinnen und Schüler lesen den Text laut vor und sollen anschließend sagen, was ihnen an dem Text auffällt. Leistungsstarke Klassen stellen vielleicht selbst den Bezug zwischen Lautung und Schreibung her und können so die Gesetzmäßigkeiten entdecken. Leistungsschwächeren Klassen hilft es dagegen, wenn die Lehrkraft konkrete Wortbeispiele herausgreift, an der Tafel / auf Folie fixiert und die Regeln gemeinsam abgeleitet werden. Online-Übungen Anschließend setzen sich die Schülerinnen und Schüler in Gruppen mit den Regeln der Rechtschreibung auseinander und trainieren mit Online-Übungen, die auf dem Arbeitsblatt "Einstiegsübungen" angegeben werden (Arbeitsblatt 2). Selbstständig üben und korrigieren Nach der Begrüßung bildet die Klasse einen Sitzkreis. Die Lehrkraft verweist auf die im Computerraum geltenden Regeln und stellt die einzelnen Stationen vor. Anschließend finden sich die Schülerinnen und Schüler paarweise zusammen und begeben sich zu den Stationen, mit denen sie beginnen möchten. Die Schülerinnen und Schüler haben für jede Station unterschiedlich viel Zeit. Das bedeutet, dass jede Station mehrfach aufgebaut sein muss. Nachdem eine Station bearbeitet ist, bekommen die Schülerinnen und Schüler von der Lehrerin oder dem Lehrer Lösungsblätter, damit sie ihre Übungen kontrollieren können. Idealerweise tauschen sie ihre Lösungen aus und korrigieren die Arbeit des Partners/der Partnerin, wenn sie diese Art des Teamworks gewohnt sind und gewissenhaft ausführen. Schwierigkeitsgrad variiert Die Reihenfolge der Stationen für die Schülerinnen und Schüler ist festgelegt und wird an der Tafel notiert. Ein Beispiel: Wer bei Station 4 beginnt, geht weiter zu Station 1 und so weiter. So entsteht kein Chaos, und es gibt keine unnötigen Streitigkeiten. Der Schwierigkeitsgrad der Stationen variiert ebenso wie die Bearbeitungsdauer: leicht: Station 3 (circa 5 Minuten) mittelschwer: Station 2 (circa 5 Minuten), Station 4 (circa 10 Minuten) schwer: Station 1 (circa 10 Minuten), Station 5 (circa 30 Minuten) Partnerdiktat am PC Da der Zeitumfang für das Partnerdiktat an Station 5 wesentlich größer ist als an den anderen Stationen, sollte diese Übung zum Schluss erfolgen. An dieser PC-Station erübrigt sich allerdings die Ausgabe von Lösungsblättern, da die Schülerinnen und Schüler hier mit der Rechtschreibkorrektur von "Word" arbeiten. Das komplett korrigierte Diktat sollten sie allerdings mit ihrem Namen abspeichern und zur Sicherung ausdrucken und ins Heft einkleben. ß, Duden und Rechtschreibreform Die Schülerinnen und Schüler eignen sich in dieser Doppelstunde einige allgemeine Kenntnisse der deutschen Sprachgeschichte an, indem sie eigenständig im Internet recherchieren, was es mit dem ß, der Rechtschreibreform und dem Duden auf sich hat. Einige Online-Quellen werden auf dem Arbeitsblatt "Sprachgeschichte" (Arbeitsblatt 3) bereits vorgegeben, doch die Klasse soll trotzdem allgemein darauf achten, wie brauchbar die Seiten sind und die jeweiligen Informationen miteinander vergleichen. Folgende Fragen können bei der Recherche ein Bewertungskriterium sein: Ist es eine private oder eine offizielle Website? Wer steht als Autor/Autorin hinter der Website? Gibt es ein Impressum? Gibt es Werbe-PopUps oder Banner? Gibt es weiterführende Links zu Seiten oder Quellen, die die Informationen stützen? Lassen sich die angegebenen Informationen mit anderen Seiten/Quellen abgleichen? Arbeitsteilig recherchieren die Schülerinnen und Schüler zu den Aspekten, die sie besonders interessieren, und präsentieren ihre Ergebnisse am Ende der Doppelstunde im Plenum. Erweiterung für leistungsstarke Lerngruppen Diese Doppelstunde bietet sich als thematische Erweiterung insbesondere im Gymnasium und in der Mittelstufe an, ist aber fakultativ. Gegebenenfalls kann Sie an das Ende der Sequenz gestellt werden. Nach der intensiven Arbeit an Stationen bietet sie jedoch eine willkommene Unterbrechung, um im Unterricht nicht mehrere Stunden hintereinander ausschließlich mit Rechtschreibübungen zu verbringen. Wörter und ihre Regeln Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre Rechtschreibung weiter verbessern, indem sie die Regeln zu den s-Lauten richtig anwenden. Jetzt reflektieren die den Gebrauch der s-Laute im Gedicht "Die s-Laute-Maus" eigenständig, indem sie nicht nur das Gedicht als Lückentext ausfüllen, sondern gleichzeitig die jeweiligen Regeln angeben. Arbeitsteilig werden die Worte aus jeweils drei Strophen erarbeitet. Anschließend tauschen die Schülerinnen und Schüler ihre Blätter aus, um ihre Lösungen gegenseitig zu kontrollieren. Zum Abschluss werden alle Lösungen im Klassenverband besprochen. Tipp- und Rechtschreibfehler im Focus Am Schluss der Sequenz steht ein weiteres Übungsdiktat. Die Schülerinnen und Schüler tippen den Text am PC ein und müssen ihn anschließend selbst korrigieren, indem sie das Korrekturprogramm nutzen. Unterscheiden müssen sie dabei zwischen einfachen Tippfehlern (die je nach Übungspraxis der Lerngruppe relativ häufig sein können) und Fehlern im Hinblick auf die s-Laute. Ist die Klasse bereits in der Anwendung der Rechtschreibkorrektur geübt, bietet sich auch die handschriftliche Übertragung des Diktattextes ins Heft an. Nach einer ersten Eigenkorrektur werden dann die Hefte mit dem Partner oder der Partnerin getauscht, die bei Fehlern allerdings nur Fragezeichen am Rand machen. Anschließend schaut sich jeder Schüler beziehungsweise jede Schülerin den Text noch einmal an und vergleicht ihn zu Hause mit der ausgeteilten Lösung. Die selbstständige Fehlerkorrektur soll so trainiert werden. Bei leistungsschwachen Schülerinnen und Schülern oder bei denen, die es wünschen, bietet es sich dennoch an, den Text anschließend zur Endkontrolle noch einmal einzusammeln. Das Diktat "Die Entdeckung der Steinkohle" zu den s-Lauten ist veröffentlicht in Kurt Schreiner: Diktate und Ergänzungsübungen. Deutsch, 5. bis 9. Klasse, Bassermann Verlag 2003. Auf Seite 53 findet sich der längere Übungstext. (Siehe externe Links)

  • Deutsch
  • Sekundarstufe I

Mit PowerPoint zur Konjugation

Unterrichtseinheit

Diese einstündige Unterrichtssequenz führt Schülerinnen und Schüler auf eine methodisch bekannte, medial aber neue Art und Weise an das System der a-, e- und konsonantischen Konjugation heran: Mithilfe einer interaktiven PowerPoint-Präsentation werden Regeln erkannt und gefestigt.In den Lehrbüchern der neuesten Generation (darunter ist beispielsweise das Lehrwerk Prima aus dem Verlag C.C. Buchners) werden als Verbformen zunächst die 3. Person Singular und Plural im Indikativ Präsens Aktiv der a-, e- und konsonantischen Konjugation eingeführt. Nach Einführung, Übung und Anwendung dieser Formen in mehreren Lektionen folgen dann bei Prima in Lektion 5 die 1. und 2. Person Singular und Plural. Grundidee: Die Werkzeuge Lupe und Legostein Die Übersetzung eines lateinischen Textes setzt fundierte morphologische Kenntnisse der flektierbaren Wortarten voraus. Ausgehend von der Beherrschung der Einzelformen, die in sinnvolle Ordnungsrahmen (Paradigmen) eingefügt sind, erkennen die Schülerinnen und Schüler das Gesamtsystem der Formen als regelhaftes Ordnungsgefüge. Ziel ist es, Sprache als ein wohlgeordnetes System kennen zu lernen (Baukastenprinzip). Daher haben die Schülerinnen und Schüler im Anfangsunterricht der Klassen 5 und 6 als Werkzeuge die Lupe und den Legostein als für den Lateinunterricht grundlegende Werkzeuge kennen gelernt: die Lupe zum Erkennen von Signalen die Legosteine stehen für das Baukastenprinzip (Wort- und Formenbildung) Vorgehensweise und Reflexion Nach der induktiven Einführung der 3. Person führt die PowerPoint-Präsentation die 1. und 2. Person deduktiv ein. Die Schülerinnen und Schüler sollen das Gesamtsystem der Flexionsformen als regelhaftes Ordnungsgefüge erkennen. Sprache als ein wohlgeordnetes System kennen lernen (Baukastenprinzip). das Bild der "Legosteine" als Hilfsmittel für das Baukastenprinzip (Wort- und Formenbildung) nutzen. Thema Das Baukastenprinzip - regelhaftes Ordnungsgefüge der a-, e- und konsonantischen Konjugation Autor Wulf Brendel Fach Latein Zielgruppe Schülerinnen und Schüler im Anfangsunterricht der Klassen 5 und 6 Zeitraum 1 Unterrichtsstunde Medien ein Laptop oder Computer mit Beamer Da die Deduktion eine gewisse Abstraktionsfähigkeit, Kenntnis bestimmter Sprachgesetze und Fähigkeit im Umgang mit Analogieschlüssen voraussetzt, ist die Abhebung des Neuen vom Alten und Bekannten absolute Voraussetzung. Die Präsentation des Neuen wird mittels einer PowerPoint-Präsentation vorgenommen. Auf Vorwissen wird in dieser interaktiven Präsentation zurückgegriffen Im Sinne der Schüleraktivierung sind handlungsorientierte Elemente integriert. Die Folie 1 wiederholt die den Schülerinnen und Schülern bekannten Werkzeuge Lupe und Legostein. Auf der Folie 2 sind einige Legosteine mit bekannten Endungen ungeordnet abgebildet. In der Choreographie der Stunde führt die Lehrkraft die Präsentation vor, stutzt an dieser Stelle "hier ist ja alles durcheinander" und fordert die Schülerinnen und Schüler auf, das Durcheinander zu ordnen. Mit der Taste "Esc" schaltet man in den Bearbeitungsmodus und fordert einen Schüler oder eine Schülerin auf, mit der Maus die Legosteine in die richtige Spalte zu ziehen. In der zweiten Zeile werden konkrete Formen aus den Bausteinen gebildet. Nach dem Speichern wird die Präsentation mit der Taste "F5" neu gestartet. Auf Folie 3 werden die Endungsmorpheme für die a-Konjugation eingeführt. Die Kontraktion der 1. Person Singular wird zunächst nicht thematisiert, sondern erst später von den Schülerinnen und Schülern im Text entdeckt und dann geklärt. Vor der Präsentation der Folie 4 lässt die Lehrperson die Lernenden Vermutungen aufstellen, wie die Endungen der e-Konjugation aussehen könnten. Bei der Folie 5 fordert der oder die Lehrende die Schülerinnen und Schüler auf, die Formen "Baustein Stamm + Baustein Personalendung" auszusprechen. Das führt zwangsläufig zu den Bindevokalen. Die Folie 6 sichert und überprüft das Verständnis der Formenbildung. Wieder wird im Bearbeitungsmodus mit den Schülerinnen und Schülern zusammengearbeitet. Festigung in Partnerarbeit Nach dieser Einführung werden die neu eingeführten Formen mit einem Tandembogen gefestigt. Diese Festigung erfolgt in einer Progression von der Einzelform bis zur Einbettung in kurze Sätze. Rezeption Die Einführung der Formen mithilfe dieser Präsentation war sehr effektiv. In gespannter Aufmerksamkeit dachten die Schülerinnen und Schüler - obwohl aufgrund der Unterrichtsanlage zunächst nur rezeptiv - mit. Festigung Die handlungsorientierten Elemente erwiesen sich als notwendige Variation in der Stundenchoreographie und erfüllten ihre Funktion der Aktivierung und Überprüfung. Print-Material Die Formen von "esse" wurden in der Print-Grammatik aufgesucht, die Analogien und der Unterschied (1. Person) beschrieben und systematisiert. Die Sicherung erfolgte ebenfalls über den Tandembogen.

  • Latein
  • Sekundarstufe I