Urbane Strukturen: Städte der Welt aus der Luft begreifen

Veröffentlicht am 19.02.2015
  • Geographie
  • Sekundarstufe I
  • 1 Unterrichtsstunde
  • Software, Didaktik/Methodik
  • 3 Arbeitsmaterialien

In der Unterrichtseinheit zu Stadtentwicklung und Stadtstrukturen lernen die Schülerinnen und Schüler, mit einem einfachen Analysewerkzeug der Fernerkundung aus einem digitalen Satellitenbild Ecken und Kanten abzuleiten und Aussagen in Bezug auf die räumlichen Strukturen von Städten zu formulieren.

Beschreibung der Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Strukturen von Städten in vier verschiedenen Kulturräumen der Erde. Das digitale Lernmodul ist so aufgebaut, dass die Schülerinnen und Schüler in einem ersten Teil mehr über die Entwicklung und innere Differenzierung von Städten in Mitteleuropa, den USA, Südamerika und den sozialistischen Staaten erfahren.

Die Unterrichtseinheit entstand im Rahmen des Projekts Fernerkundung in Schulen (FIS) am Geographischen Institut der Universität Bonn. FIS beschäftigt sich mit den Möglichkeiten zur Einbindung des vielfältigen Wirtschafts- und Forschungszweiges der Satellitenfernerkundung in den naturwissenschaftlichen Unterricht der Sekundarstufen I und II.

Didaktisch-methodischer Kommentar

Themenbereich Stadtentwicklung und Stadtstrukturen

Ein zentrales Thema des Erdkundeunterrichts im Lehrplan der Jahrgangsstufen 10 bis 13 stellt der Bereich der Stadtentwicklung und Stadtstrukturen dar. Dieser Themenbereich umfasst auch die Frage, wie sich die Städte verschiedener Kulturräume unterscheiden und ob man sie anhand von Idealtypen beschreiben kann. Hiermit wird Bezug auf die nationalen Bildungsstandards genommen, in denen folgende zwei Kompetenzbereiche angesprochen werden:

  • Sachkompetenz: Beschreibung der Genese städtischer Strukturen mit Bezug auf grundlegende Stadtentwicklungsmodelle

  • Urteilskompetenz: Bewertung städtischer Veränderungsprozesse als Herausforderung und Chancen zukünftiger Stadtplanung.

Ablauf

Anhand von Schrägluftbildern und schematischen Illustrationen können sich die Schülerinnen und Schüler eigenständig über die kulturgenetische Entwicklung der ausgesuchten Stadtmodelle informieren.

Im nächsten Schritt erfolgt der praktische Teil: Hier stehen den Schülerinnen und Schülern vier hochaufgelöste Echtfarben-Bilder des RapidEye-Satelliten zur Verfügung. Sie können diese Bilder mithilfe der so genannten "Edge Detection" (Kantendetektion) bearbeiten. So werden Kanten und Linien hervorgehoben, Flächen treten dagegen in den Hintergrund.

Anhand der sich abzeichnenden Struktur können die Schülerinnen und Schüler das Wissen über die spezifische Stadtentwicklung und die innere Differenzierung der ausgesuchten Kulturräume anwenden und Gemeinsamkeiten wie Unterschiede zwischen Realität und Idealtyp feststellen.

Unterrichtsmaterial "Urbane Strukturen" zum Download

Vermittelte Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler

  • beschreiben Stadtstrukturen.
  • erörtern Stadtmodelle unterschiedlicher Kulturräume.
  • orientieren sich mithilfe von Satellitenbildern räumlich.
  • wenden die Bildbearbeitungsmethode der Kantendetektion an.

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Avatar Autorenteam "Urbane Strukturen"

Andreas Rienow ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand in der Arbeitsgruppe Fernerkundung am Geographischen Institut der Universität Bonn. 

Ali Zubair Shah studiert Informatik mit dem Schwerpunkt Robotik. Er arbeitet als studentische Hilfskraft in der Arbeitsgruppe Fernerkundung am Geographischen Institut der Universität Bonn.

Henryk Hodam studierte Geographie an der Universität Göttingen. Zurzeit arbeitet Herr Hodam als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt "Fernerkundung in Schulen".

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