Soll die EZB Kredite an Staaten vergeben dürfen?

Unterrichtseinheit

Um die europäische Schuldenkrise zu lösen, werden zurzeit drei politische Strategien diskutiert: eine (zunehmend offen kritisierte) konsequente Sparpolitik, die Einführung von gemeinsamen Anleihen der Eurostaaten (sogenannte Eurobonds) und ein Monetarisierung der Staatsschulden durch die Europäische Zentralbank. Die Leitfrage dieser Unterrichtseinheit bezieht sich auf die dritte der diskutierten Alternativen.

  • Wirtschaft / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe II
  • 4 bis 6 Stunden
  • Ablaufplan
  • 1 Arbeitsmaterial

Beschreibung der Unterrichtseinheit

Führende europäische Politiker schlagen vor, die europäischen Verträge neu zu verhandeln. Sie wollen der Europäischen Zentralbank (EZB) erlauben, Staatsanleihen zu kaufen, um Staaten direkt Geld zu leihen. In Deutschland wird diese Forderung aus Angst vor einer Inflation von den meisten Politikern abgelehnt. Am Ende der Unterrichtseinheit können die Schülerinnen und Schüler begründen, ob sie für oder gegen den Vorschlag aus Frankreich, Italien und anderen europäischen Ländern sind.

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Vermittelte Kompetenzen

Fachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler können

  • Grundkenntnisse nutzen, um den Zusammenhang von Geldzirkulation, Geldmarkt und Geldschöpfung zu beschreiben.
  • die Forderung begründet unterstützen oder ablehnen, dass die Zentralbanken nicht über Privatbanken, sondern direkt an Staaten Kredite geben, indem sie deren Staatsanleihen kaufen (die Monetarisierung der Staatsschulden diskutieren).
  • reflektieren, wie wahrscheinlich es ist, dass Inflationsängste sich bewahrheiten.
  • einschätzen, ob mit der Monetarisierung das Ziel erreicht werden kann, die Schuldenkrise dauerhaft zu lösen.
  • Interessengruppen benennen, die von dem Vorschlag profitieren oder deren Interessen verletzt würden.
  • die politischen Ziele nennen, die mit dem Vorschlag oder seiner Ablehnung verfolgt werden.

Medienkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler können

  • Grafiken zu bestimmten Themenfeldern im Internet finden, analysieren und eventuell eigene Schaubilder am Computer erstellen.
  • einen offiziellen Brief mit einer Anfrage schreiben.
  • auf Basis von Texten aus dem Internet - auch quellenkritisch - Meinungen ableiten, Inhalte erarbeiten und Positionen herausarbeiten.
  • das Internet als differenziert zu betrachtende Informationsquelle nutzen.

Methodenkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler können

  • verschiedene Methoden der Wissenserarbeitung und -weitergabe anwenden.
  • ihr spontanes politisches Urteil strukturiert überprüfen und dabei Kategorien der politischen Urteilsbildung anwenden.
  • Abgeordnete ihres Wahlkreises (oder andere Politikerinnen und Politiker sowie Expertinnen und Experten ihrer Wahl) kontaktieren, um mit ihnen politische Fragen argumentativ zu erörtern.

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