Displaced Persons in Greven

  • Geschichte
  • Sekundarstufe II
  • circa 2 bis 3 Unterrichtsstunden
  • Ablaufplan, Arbeitsblatt
  • 2 Arbeitsmaterialien

Diese Unterrichtseinheit zum Thema "Displaced Persons in Greven" beschäftigt sich mit der Frage, wie Fremd- und Zwangsarbeiter nach Ende des Zweiten Weltkriegs von der einheimischen Bevölkerung wahrgenommen wurden, denn nicht alle von ihnen konnten sofort und aus eigener Kraft in ihre Heimatländer zurückkehren.

Beschreibung der Unterrichtseinheit

Während des Zweiten Weltkriegs waren zunehmend Kriegsgefangene und zwangsverpflichtete Ausländer zur Arbeitsleistung für die deutsche Kriegswirtschaft herangezogen worden. Da nicht alle von ihnen nach Kriegsende direkt in ihre Herkunftsländer zurückkehren konnten, stellte sich den Alliierten die Aufgabe, sie bis zu ihrer Repatriierung unterzubringen und zu versorgen. Die Alliierten richteten daher Sammellager für die nun als Displaced Persons (DPs) bezeichneten Personen ein. In Greven und Reckenfeld beispielsweise wurden für die Aufnahme der DPs Privathäuser evakuiert und Teile der Orte zu "Ausländerlagern" erklärt.

Die Reaktion der einheimischen Bevölkerung

Diese Maßnahmen trafen sicherlich bei den Familien, die ihre Häuser für die DPs räumen mussten, auf wenig Gegenliebe. Noch zwanzig Jahre nach Kriegsende ist der Zeitungsartikel (M2) über diese Zeit geprägt von negativen Zuschreibungen, Unverständnis und einer einseitigen Perspektive. So wird zum Beispiel das Leid der einheimischen Bevölkerung herausgestellt, die Lebensbedingungen der DPs, die sich keineswegs freiwillig in Deutschland aufhielten, jedoch weitgehend ausgeblendet.

Didaktisch-methodischer Kommentar

Präsentationstechniken schulen

Die vorliegende Unterrichtsidee bietet Material für etwa zwei Unterrichtsstunden. Durch gezielte Internetrecherche kann das Thema jedoch detaillierter behandelt und erweitert werden. Um auch die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu fördern, sollten die Arbeitsergebnisse beispielsweise als PowerPoint-Präsentation oder Website dokumentiert werden. Eine Vorstellung der Ergebnisse im Plenum oder vor anderen Schulklassen ist sinnvoll, um Präsentationstechniken zu schulen.

Ablauf

Arbeitsmaterial "Displaced Persons in Greven" zum Download

Vermittelte Kompetenzen

Fachkompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler

  • charakterisieren die Situation der ehemaligen Fremd- und Zwangsarbeiter gegen Ende des Zweiten Weltkriegs.
  • untersuchen, wie 20 Jahre nach Ende des Krieges in der deutschen Presse über die Einrichtung der Ausländerlager berichtet wurde.
  • hinterfragen die Lebenssituation der Displaced Persons und die Reaktionen in der deutschen Bevölkerung kritisch.

Medienkompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler

  • verfassen einen Zeitungsbericht über die Situation nach Kriegsende.
  • recherchieren allgemeine Informationen über Zwangsarbeit in Deutschland.
  • lernen, ihre Ergebnisse medial aufzubereiten und vor der Klasse zu präsentieren.

Der Exil-Club

Diese Unterrichtseinheit entstand im Rahmen des Exil-Clubs, der auf eine Initiative der Else-Lasker-Schüler-Stiftung zurückgeht. Er wurde 2002 in Zusammenarbeit mit Schulen ans Netz e. V. ins Leben gerufen und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Nach dem Ende der Projektlaufzeit stellt Lehrer-Online zentrale Inhalte des Exil-Clubs bereit.

Materialien zu Weihnachten
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