Fließgewässer fächerübergreifend erforschen – eine Projektidee

Unterrichtseinheit

In der Unterrichtseinheit zu Fließgewässern wird in verschiedenen Teilprojekten naturwissenschaftliche Inhalte zum Gewässer, zu seinen Strömungsverhältnis und seinen Lebewesen multimedial verarbeitet. Dabei wird experimentiert, recherchiert und beobachtet und die Ergebnisse in einer Abschlusspräsentation zusammengetragen.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Geographie / Jahreszeiten / Technik / Sache & Technik
  • Primarstufe
  • Projektwoche: 14 bis 25 Unterrichtsstunden
  • Projekt, Didaktik/Methodik, Recherche-Auftrag, Außerschulischer Lernort
  • 1 Arbeitsmaterial

Beschreibung der Unterrichtseinheit

Das Projekt zu Fließgewässern verbindet Naturbeobachtungen mit wissenschaftlichen Inhalten. Ausgangspunkt ist eine biologische Gewässergütebestimmung, die anschließend in einer multimediale Projektpräsentation verarbeitet wird.
Fotografische Experimente eröffnen einen Blick auf die Komplexität der Strömungsverhältnisse in Fließgewässern und bereiten eine künstlerische Auseinandersetzung mit Formen und Strukturen des Fließens vor. Bei der Herstellung von Marmorpapier wird der Wirbel als Figur entdeckt und in einer Brunnenskulptur mit fließendem Wasser gestaltet. Oder es wird der Bach während einer Wanderung auf seinem Weg ins Tal oder in das nächstgrößere Gewässer beobachtet. Immer dabei ist die Smartphone-Kamera und liefert Ergebnisse für eine Abschlusspräsentation.

Die Unterrichtseinheit kann fächerübergreifend oder im Rahmen einer Projektwoche durchgeführt werden. Im Kunst-Unterricht ist es möglich, den Fokus auf die Gestaltung der Fotos oder das Zeichnen der Bilder zu legen und den Wirbel als Form in Kunst und Kultur zu thematisieren. Die Untersuchung von Gesetzmäßigkeiten bei der Entstehung der Formen bieten Zugänge zur Strömungsphysik und zur Chaostheorie für den naturwissenschaftlichen Unterricht.

Unterrichtsablauf

Inhalt
Sozial- / Aktionsform

Didaktisch-methodischer Kommentar

Ein ständiger Wechsel zwischen draußen (Naturbeobachtung) und drinnen (Erarbeitung einer Präsentation) prägt dieses interdisziplinäre Projekt, das nach partizipativen und kooperativen Prinzipien durchgeführt werden soll.
Erfahrungen und Erkenntnisse werden in einem ständigen Wechsel der Medien gewonnen.

Zu Beginn des Bachprojekts liefert eine Ideensammlung erste Ansatzpunkte. Das Fotografieren soll zu einem bewussten Akt der Bildgestaltung werden.
Nach der biologischen Gewässergütebestimmung dienen die Suche nach Wirbelformen in der natürlichen Umgebung, Bachwanderungen zur Entdeckung von Mäandern oder die Suche nach natürlichen Gefäßen für eine Brunnenlandschaft einer ständigen Rückbindung an natürliche Phänomene.
Für eine exakte Bestimmung der Gewässergüte sollten einzelne Abschnitte des Baches (etwa Quadratmeter) sehr gründlich nach allen Methoden (freies Wasser, Sediment, Blätter und Pflanzen, Steinunterseiten) untersucht werden.
Beim Marmorieren wird die gestalterische Auseinandersetzung mit dem Fließen wieder aufgegriffen und fortgeführt. Eingescannt können die Ergebnisse mit einem Grafikprogramm weiterverarbeitet werden (Ausschneiden, Neumontieren, Klappen, Spiegeln und Drehen der Wirbelformen).
Gegen Ende werden der Themenbereich Komplexität und das Wirken komplexer Systeme behandelt. Das Projekt mündet in die Entfaltung von Utopien zu Gewässerlandschaften: ausgehend von der Betrachtung historischer Flussverläufe werden in einem Experimentierbrunnen mit gestalterischen Mitteln Wasserlandschaften entwickelt. Hier kann auch der Landschaftsgenerator Terragen, der das Einlesen und Umwandeln von Satellitenfotos und Karten ermöglicht, zum Einsatz kommen.

Zum Schluss werden alle Teilprojekte miteinander verbunden und in einer multimedialen Abschlusspräsentation festgehalten.

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Vermittelte Kompetenzen

Fachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler 

  • entdecken einen Bach als Lebensraum.
  • entdecken Leben als Indikator für Gewässergüte.
  • lernen ein Gewässer bewerten.

Medienkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler 

  • setzen ihre Beobachtungen und Erkenntnisse in eine Präsentation um.
  • recherchieren zum Thema im Internet.

Sozialkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler 

  • erlernen kooperatives Arbeiten an einem Thema.
  • lernen unterschiedliche Perspektiven kennen und akzeptieren sie.

Literatur

  • Engelhardt, W. (2003): Was lebt in Tümpel, Bach und Weiher? Kosmos.
  • Graw, M. & Berg, R. (2004): Ökologische Bewertung von Fließgewässern. Schriftenreihe der Vereinigung Deutscher Gewässerschutz, Band 64, Bonn.
  • Waßmann, R. & Xylander, W.E.R. (1986): Ein neuer praxisbezogener Gewässergüteschlüssel für die Bildungsarbeit. Das Künanzhaus 11, Seiten 1-12.
  • Bauer, W. (1980): Gewässergüte bestimmen und beurteilen. Parey-Verlag, Hamburg.

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Günter Klarner

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