Neugeborenenpflege – Ankommen im Leben

Unterrichtseinheit
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Die Unterrichtseinheit vermittelt zentrale Grundlagen der Neugeborenenpflege mit Fokus auf Beobachtung, Einschätzung und pflegerisches Handeln in den ersten Lebenstagen. Anhand strukturierter Aufgaben, Fallbeispielen, Stationsarbeit und einem Rechercheauftrag vertiefen die Lernenden ihr Wissen zu physiologischen Anpassungsprozessen, pathologischen Entwicklungen, Beobachtungsschwerpunkten und pflegerischen Maßnahmen bei pathologischen Veränderungen.

  • Ernährung & Gesundheit / Gesundheitsschutz / Pflege, Therapie, Medizin
  • Berufliche Bildung, Erwachsenenbildung
  • 4 Unterrichtsstunden
  • Präsentation, Stationenlernen
  • 3 Arbeitsmaterialien

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Beschreibung der Unterrichtseinheit

Die ersten Lebenstage eines Neugeborenen stellen eine Phase intensiver körperlicher und funktioneller Anpassung an das Leben außerhalb des Mutterleibs dar. In dieser sensiblen Zeit müssen zentrale Körperfunktionen wie Atmung, Kreislauf und Thermoregulation stabilisiert werden, während sich gleichzeitig Ernährung, Ausscheidung und Schlaf-Wach-Rhythmus neu organisieren. Pflegefachpersonen übernehmen hierbei eine besondere Verantwortung für die kontinuierliche Beobachtung lebenswichtiger Funktionen, den Schutz des Neugeborenen vor Reizüberflutung beziehungsweise Überforderung sowie die Anleitung und Begleitung der Eltern in ihrer neuen Rolle.

Die Unterrichtseinheit greift diese pflegerischen Anforderungen systematisch auf und verbindet pflegefachliche Grundlagen mit praxisnahen Lernsituationen aus dem Pflegealltag. Die Lernenden setzen sich mit physiologischen Anpassungsprozessen, der Prioritätensetzung in den ersten Lebenstagen, der fachlichen Einschätzung von Beobachtungen sowie der Ableitung angemessener pflegerischer Maßnahmen auseinander.

Unterrichtsablauf

Inhalt
Sozialform / Material

Didaktisch-methodischer Kommentar

Das Thema der Unterrichtseinheit "Neugeborenenpflege" besitzt eine hohe Relevanz für die Pflegeausbildung, da Pflegefachpersonen Neugeborene sowohl auf Wochenbett- und Geburtsstationen als auch in pädiatrischen Versorgungsbereichen betreuen. Die Unterrichtseinheit fördert gezielt die Fähigkeit, zwischen physiologischen Anpassungsreaktionen, beobachtungsbedürftigen Situationen und kritischen Befunden zu unterscheiden und daraus angemessene pflegerische Maßnahmen abzuleiten.

Die Unterrichtseinheit orientiert sich an einer kompetenzorientierten Pflegeausbildung und fördert gezielt:

  • Fachkompetenz: durch das Erkennen und Einordnen physiologischer Anpassungsprozesse sowie das Unterscheiden zwischen unauffälligen, beobachtungsbedürftigen und kritischen Situationen in den ersten Lebenstagen.
  • Methodenkompetenz: durch strukturierte Analyse, Priorisierung pflegerischer Schwerpunkte sowie die Anwendung pflegerischer Dokumentation im Pflegebericht.
  • Sozial- und Kommunikationskompetenz: durch kooperative Lernformen (Posterarbeit, Stationenarbeit) sowie die Perspektivübernahme in elternbezogenen Pflegesituationen (zum Beispiel Umgang mit Unsicherheiten beim Stillen und Handling).

Methodisch ist die Einheit kompetenzorientiert aufgebaut und folgt einer klaren Progression: vom grundlegenden Verständnis zentraler Anpassungsprozesse über die strukturierte Einordnung pflegerischer Prioritäten bis hin zum sicheren Handeln in typischen Pflegesituationen.
Das integrierte Ablaufdiagramm zur Erstversorgung bei nicht spontan einsetzender Atmung unterstützt die Entwicklung von Handlungssicherheit und verdeutlicht, wie wichtig strukturierte Entscheidungsprozesse in dieser Lebensphase des Neugeborenen sind. Durch den Einsatz unterschiedlicher Methoden wie Arbeitsblätter, Fallbeispiele, Stationenarbeit und einem Rechercheauftrag werden verschiedene Lernzugänge angesprochen und der Theorie-Praxis-Transfer gezielt unterstützt.

Ein weiterer didaktischer Schwerpunkt liegt auf der Elternbegleitung in praktischen Pflegesituationen.
Das Rollenspiel zum ersten Wickeln des Neugeborenen ermöglicht den Lernenden, Anleitung, Sicherheit und empathische Kommunikation einzuüben. Dadurch wird die Rolle der Pflegefachperson als beratende und unterstützende Bezugsperson für Eltern praxisnah erfahrbar.

Die wiederholte Arbeit mit realistischen Fallsituationen unterstützt die Entwicklung pflegerischer Handlungssicherheit. Durch die klare Trennung von Beobachtung, Einschätzung und Maßnahme wird einer vorschnellen Pathologisierung entgegengewirkt.

Lernvoraussetzungen:

Vorausgesetzt werden grundlegende Kenntnisse zu Schwangerschaft, Geburt und Anatomie/Physiologie (zum Beispiel Atmung, Kreislauf, Thermoregulation nach der Geburt). Erste Praxiserfahrungen im Bereich Wochenbett-, Geburts- oder Kinderpflege sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Vorkenntnisse zur pflegerischen Beobachtung und Dokumentation unterstützen die Bearbeitung der Stationenarbeit und des Pflegeberichts.

Besonderheiten/ Hinweise:

  • Die Aufgaben sind modular einsetzbar und können je nach Ausbildungsstand gekürzt oder vertieft werden
  • Die Posterarbeit eignet sich als vertiefende Gruppenleistung (auch als Lernprodukt für eine Lernwand oder digitale Galerie). Der Zeitpunkt der Präsentationen kann flexibel an den Unterrichtsverlauf angepasst werden.
  • Das Fallbeispiel "Sarah" ist bewusst als beobachtungsbedürftige Situation angelegt, um pflegerische Maßnahmen (Wärmemanagement, Still-/Trinkunterstützung, Anleitung, Verlaufskontrolle) ableiten zu können.
  • Der Pflegebericht als Lernerfolgskontrolle ermöglicht die Überprüfung von Beobachtungskompetenz, Fachsprache und Strukturierung; eine stichpunktartige Bewertung anhand festgelegter Kriterien erleichtert die Korrektur.
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Vermittelte Kompetenzen

Fachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erkennen und beschreiben die physiologischen Anpassungsprozesse des Neugeborenen in den ersten Lebenstagen (zum Beispiel Atmung, Thermoregulation, Haut, Ernährung und Ausscheidung).
  • benennen zentrale pflegerische Beobachtungsschwerpunkte in der Neugeborenenpflege und leiten daraus angemessene pflegerische Maßnahmen ab.
  • unterscheiden zwischen physiologischen Anpassungsreaktionen, beobachtungsbedürftige Situationen und kritischen Befunden beim Neugeborenen.
  • erfassen Gewichtsveränderungen fachlich korrekt und ordnen diese im Hinblick auf den Anpassungsprozess ein.

Medienkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • recherchieren im Rahmen der Posterarbeit gezielt zu ausgewählten Themenschwerpunkten der Neugeborenenpflege und wählen geeignete, fachlich relevante Informationsquellen aus.
  • Bereiten pflegerische Inhalte adressatengerecht und übersichtlich auf (zum Beispiel Poster, Pflegebericht).

Sozialkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • arbeiten in Paar- und Gruppenarbeit kooperativ und zielorientiert zusammen.
  • berücksichtigen elterliche Unsicherheiten und Bedürfnisse in pflegerischen Situationen und reflektieren ihre Rolle in der Elternbegleitung.
  • tauschen sich im Rahmen von Fallarbeit, Stationenarbeit und Präsentationen fachlich aus und geben konstruktives Feedback.
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Autorin

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Juliane Sorg

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