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Arbeitsblatt: Mit Ausbildung oder Studium Steuerberater/in werden

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Welche Hochschulen und Studiengänge bereiten auf die spätere Tätigkeit als Steuerberaterin oder Steuerberater vor? Welche Vor- und Nachteile haben Studium und Berufsausbildung? Als Einstieg befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit breit angelegten und spezialisierten Studiengängen, die für angehende Steuerberaterinnen und Steuerberater geeignet sind. Anschließend lernen sie die Eigenschaften eines dualen Studiums kennen, das Theorie und Praxis miteinander verbindet. Für einen selbst gewählten dualen Studiengang erstellen sie ein Handout, das sie im Plenum verteilen. Danach arbeiten sie anhand einer Tabelle heraus, wie sich Studium und Berufsausbildung in Bezug auf den Berufseinstieg unterscheiden. Schließlich setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit Meinungen aus der Praxis auseinander: Anhand der Aussagen junger Steuerberaterinnen und Steuerberater diskutieren sie, ob eher Studium oder Berufsausbildung sinnvoll als Einstieg in diesen Beruf ist. Der Steuerberaterberuf ist ein Job mit sehr guten Perspektiven: krisensicher, attraktiv bezahlt und mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten. Als Beruf mit großer Verantwortung ist er gesetzlich geschützt: Angehende Steuerberaterinnen und Steuerberater müssen eine fundierte Ausbildung und praktische Berufserfahrung vorweisen, um zum Steuerberaterexamen zugelassen zu werden. Die meisten entscheiden sich für ein Studium als Einstieg in den Beruf. Mithilfe des Arbeitsblatts erarbeiten die Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt, welche Studiengänge und Hochschulen für den Steuerberaterberuf infrage kommen. Dabei gehen sie auch der Frage nach, welcher Einstieg - Studium oder Beruf - am sinnvollsten wäre. Zitate junger Steuerberaterinnnen und Steuerberater stellen den Bezug zur beruflichen Praxis her und vermitteln einen realistischen Blick auf beide Berufswege. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen die Vor- und Nachteile breit angelegter und spezialisierter Studiengänge kennen. setzen sich mit Aufbau, Inhalten und Besonderheiten eines dualen Studiums auseinander. vergleichen Studium und Berufsausbildung als Einstiegsmöglichkeiten in den Steuerberaterberuf. erfahren anhand von praxisnahen Zitaten, wie der berufliche und der akademische Weg in den Steuerberaterberuf gelingen kann. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erstellen eine Übersicht über die Vor- und Nachteile breit angelegter und spezialisierter Studiengänge. erarbeiten ein Handout für einen dualen Studiengang ihrer Wahl. recherchieren anhand einer vorgegebenen Internetquelle die Vorteile von Studium und Berufsausbildung hinsichtlich des Einstiegs in den Steuerberaterberuf. diskutieren anhand von praxisnahen Zitaten, ob eher Studium oder Berufsausbildung geeignet ist, um Steuerberater oder Steuerberaterin zu werden. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben sich darin, in Partnerarbeit komplexe Sachverhalte auszuwerten und gemeinsam informative Übersichten zu erstellen. präsentieren ihre Arbeitsergebnisse strukturiert und verständlich dem Plenum. trainieren im Rahmen einer Diskussion aktives Zuhören und bringen eigene Argumente überzeugend ein.

  • Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Berufs- und Studienorientierung mit der Selbstcoaching-App DEEP!

Unterrichtseinheit

Schülerinnen und Schülern fehlt oft ein Fahrplan, um systematisch an die eigene Berufs- und Studienwahl zu gehen. Die DEEP!-App fasst sinnvolle Selbstreflexionsaufgaben, Tests und Informationen in einem Tool zusammen. Durch das vorliegende Unterrichtskonzept lässt sie sich kreativ in Ihr schulisches Berufsorientierungskonzept einbetten. Die App DEEP!-Berufs- und Studienorientierung bietet Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe II ein interaktives Selbstcoaching für die Wahl des Bildungswegs nach dem Abitur. Die App enthält vielfältige Übungen, die zum systematischen Nachdenken über eigene Ziele, Werte, Interessen und Kompetenzen anregen. Die Ergebnisse aus Selbstreflexionsfragen , Übungen und Tests werden in einem Profil zusammengefasst, welches als Grundlage zur Prüfung von Ideen genutzt werden kann. Darüber hinaus fasst die App wichtige Informationen von Gap Year über Bewerbungsfristen und Recherche bis hin zur Finanzierung zusammen. Das Konzept enthält zwei Doppelstunden. In der ersten findet eine Sensibilisierung für das Thema Berufs- und Studienwahl statt. Dabei werden Aufbau und Funktionen der App erläutert. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei die zehn Schritte der Berufs- und Studienwahl kennen, nach denen die App aufgebaut ist, und formulieren ihren aktuellen Stand und ihr Anliegen. In der zweiten Doppelstunde, nach circa vier bis sechs Wochen selbstgesteuerten Arbeitens mit der App wird die App im Unterricht wieder aufgegriffen. Hierbei werden die Mitschülerinnen und Mitschüler untereinander zu Profilern und tauschen ihre Ideen miteinander aus. Neben diesen zwei rahmenden Unterrichtseinheiten können thematische Zusammenfassungen der App im Unterricht aufgegriffen werden (zum Beispiel zum Thema Recherche in Datenbanken, Prototyping , Bewerbung und Finanzierung). Die Lernvideos aus der App sowie Erklärungstexte und Linklisten bieten dabei einen einfachen Einstieg in Ihre Unterrichtseinheiten. Die App besteht aus drei Bereichen: Steps (Schritte mit Texten, Hörbüchern, Lernvideos und Übungen), Profil (Ergebnisdarstellung der Übungen, Entscheidungsübungen, Ideenpool) und To-Do (Aufgabenplaner, Terminplaner und Notizbereich). Aufgaben ( To-Do ´s) werden als SMARTe Ziele angelegt. Auf der Startseite finden Sie auch Hinweise auf Beratungsangebote und Verlinkungen zu Themen in der App. Die Berufs- und Studienorientierung ist eine wichtige Querschnittsaufgabe für alle Fächer. Während es für die die Sekundarstufe I insbesondere für die Berufsorientierung mittlerweile eine Vielzahl von Konzepten und Materialien gibt, sind diese für die Sekundarstufe II schwerer zu finden. Doch gerade eine umfassende und frühe Orientierung in Bezug auf nachschulische Bildungswege ist ein unschätzbare Motivationsquelle für Schülerinnen und Schüler und eine wichtige schulische und gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Aufbauend auf ersten beruflichen Erfahrungen im Schülerbetriebspraktikum und Grundkenntnissen zur Bewerbung, rücken die beiden Unterrichtseinheiten und die App das Thema in das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler und geben praktische Hilfestellung. Didaktisches Ziel ist dabei, die Lernenden für das Thema zu sensibilisieren und eine Bestimmung des eigenen Entscheidungsstandes vornehmen zu lassen. Darüber hinaus vermittelt die App als E-Learningangebot wichtiges Überblickswissen zu nachschulischen Optionen von Gap Year über Ausbildung und duales Studium bis hin zum Studium. Die erste Einheit soll dabei einen Orientierungsprozess anstoßen, der in der zweiten Einheit wieder aufgegriffen wird. In dieser Einheit wiederum wird das kreative Potential und vorhandenes Vorwissen der Schülerinnen und Schüler aktiviert, indem sie gegenseitig zu Profilanalystinnen und -analysten werden und Ideen für die anderen entwickeln. Hierbei lernen sie indirekt, wie sie ihr eigenes Profil hinterfragen können und bekommen gegebenenfalls Ideen außerhalb ihres bisherigen Spektrums. Auch werden Kenntnislücken deutlich und es können Fragen (und ihre Relevanz) für weitere berufsorientierende Unterrichtseinheiten entwickelt werden. So integriert sich das Tool organisch in ihr schulisches Berufsorientierungskonzept. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage, ihren eigenen Berufs- und Studienwahlprozess zu planen. fassen ihr eigenes Profil in Bezug auf Kompetenzen, Interessen, berufliche Ziele und Persönlichkeit zusammen. stellen die Verbindung zwischen Profilen und Berufsmöglichkeiten her. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können Datenbanken zu Ausbildungsberufen und Studiengängen für die eigene Recherche zielorientiert unter Einsatz von Filtern nutzen. nutzen ihr Smartphone für interaktives E-Learning mit Texten, Videos und Audiofiles. verschaffen sich einen Überblick über öffentliche Informations- und Beratungsangebote zur Berufs- und Studienberatung und sind in der Lage, diese in Bezug auf Qualität und Nutzen einzuordnen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler reflektieren eigene Ziele, Werte, Interessen und Kompetenzen. geben Mitschülerinnen und -schülern kritisch-konstruktives Feedback. holen Feedback anderer ein und ordnen dieses ein.

  • Fächerübergreifend / Politik / WiSo / SoWi / Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe II

Meine ersten Schritte im Referendariat

Blog

Hey Leute, mein Referendariat hat nun begonnen und ich habe die erste Woche erfolgreich hinter mich gebracht. Ich möchte euch daher erzählen, wie der Einstieg als angehende Lehrkraft für mich verlaufen ist und was ich bisher erlebt habe. Bevor ich jedoch eifrig mit dem Erzählen beginne, gebe ich euch noch einen kurzen Überblick, was sich alles hinter dem Begriff berufsbildende Schule verbirgt. Ich denke, vielen – wie auch mir damals vor meinem Studium – ist gar nicht bewusst, welche Schulformen sich alle dahinter verbergen. Einen großen Teil stellt die Berufsschule mit der Vielzahl an verschiedenen Ausbildungsberufen dar. Unterscheiden lässt sich hierbei zwischen kaufmännischen und technischen Berufen. An meiner Schule wird ausschließlich Ersteres angeboten, das heißt, es gibt diese Klassen: Automobilkaufleute Bürokaufleute Bankkaufleute Lagerlogistik und viele weitere. Neben den Ausbildungsklassen, welche als duale Ausbildung angeboten werden, gibt es noch die vollzeitschulischen Ausbildungsangebote. Dies kann das berufliche Gymnasium, Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung, die Berufsfachschule und viele mehr umfassen. Ihr merkt, als Lehrer an einer berufsbildenden Schule kann man ein breites Spektrum an Klassen unterrichten.

  • Fächerübergreifend

Bionik: Ideen aus der Natur für Technik und Mobilität

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit erwerben die Schülerinnen und Schüler zunächst grundlegendes Wissen zur Bionik und erkunden deren Anwendungsfelder und Nutzen. Anschließend wenden sie ihr Wissen im Kontext Mobilität kreativ an und entwickeln eigene bionische Ideen. Bionische Erfindungen finden sich heute in vielen Produkten: vom Klettverschluss über selbstreinigende Oberflächen bis zu Flugzeugtragflächen und Leichtbau in Architektur, Automobilbau oder Prothetik. Die interdisziplinäre Verbindung von Biologie und Technik ist faszinierend und zukunftsweisend. Der Frage, worin die Faszination der Bionik liegt - in ihrer Vielfalt, Kreativität, Lösungskompetenz, Naturnähe oder Zukunftsfähigkeit - gehen die Lernenden nach, indem sie zentrale Argumente und zahlreiche Beispiele kennenlernen. Dabei befassen sie sich auch mit Grundlagen der Bionik, Entwicklung, Arbeitsweisen und Arbeitsbereichen der noch jungen Wissenschaft. Die Lernenden erschließen sich in arbeitsteiliger Gruppenarbeit das Wissenschaftsgebiet Bionik und präsentieren ihre Ergebnisse in einem Bionik Slam . Wie bionische Lösungen effizient, nachhaltig und ökonomisch sinnvoll sein können, erfahren sie unter anderem durch eine Videoreihe von Bremer Bionikstudierenden. Ein Artikel aus der von der Biologin und Unternehmensberaterin Janine M. Benyus gegründeten Bionik-Datenbank „AskNature" eröffnet den Blick auf ökonomische Hintergründe. Anschließend wenden die Lernenden ihr Wissen über bionische Innovationen an, indem sie wahlweise die Entwicklung eines Pkw oder eines Verkehrsflugzeugs simulieren. Im Fokus stehen dabei bionische Entwicklungen für Nachhaltigkeit, Funktionalität, Energieeffizienz sowie Materialkosten- und Abfallreduktion. Abschließend prüfen sie in einer Recherche zu Bionik-Studiengängen und einschlägigen technischen Ausbildungsberufen im dualen Studium, inwiefern die Zukunftswissenschaft Bionik für sie eine berufliche Perspektive bietet. Das Thema Bionik im Unterricht Unser Alltag und unsere Alltagsgegenstände werden ständig optimiert, zugleich wächst der Ruf nach ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Lösungen. Hier setzt die Bionik an: Sie überträgt Prinzipien aus der Biologie auf die Technik, um Produkte leistungsfähiger, ressourcenschonender und effizienter zu machen. Da dieser Innovations- und Wirtschaftszweig zunehmend an Bedeutung gewinnt, sollten Lernende bereits in der Schule einen Einblick in seine aktuelle und zukünftige Relevanz erhalten. Vorkenntnisse Grundlagen über biologische Systeme und deren Wechselwirkungen untereinander sind vorteilhaft zur Beurteilung der Wirksamkeit bionischer Ideen und Vorhaben. Eine grundlegende Vorstellung vom Begriff „Bionik“ sollte vorhanden sein. Idealerweise kennen die Schülerinnen und Schüler bereits Alltagsbeispiele wie Klettverschluss oder Lotus-Effekt als bionische Innovationen. Zudem sind grundlegende Englischkenntnisse erforderlich, da einige Materialien und Link-Tipps nur auf Englisch vorliegen. Didaktisch-methodische Analyse In dieser Unterrichtseinheit eignet sich vor allem Gruppenarbeit zum Kompetenz- und Wissenserwerb. Die Ergebnisse werden anschließend im Plenum besprochen oder präsentiert. Lediglich der Rechercheauftrag am Ende kann je nach Interesse in Einzel- oder Paararbeit erfolgen. Die Lernenden erweitern dabei nicht nur ihre fachlichen Kompetenzen in Biologie und Technik, sondern stärken durch vielfältige Arbeits- und Präsentationsformen auch ihre Sozial- und Medienkompetenzen. Die Einheit umfasst fünf Kapitel. Zu jedem gibt es ein Arbeitsblatt und gegebenenfalls Materialblätter mit weiterführenden Informationen. Grundsätzlich können einzelne Kapitel und Arbeitsblätter auch unabhängig eingesetzt werden, sofern das nötige Vorwissen (beispielsweise für Arbeitsblatt 4) anderweitig erarbeitet wurde. Innerhalb der Einheit bauen die Kapitel jedoch aufeinander auf und sollten in chronologischer Reihenfolge bearbeitet werden. Zu Beginn klären die Lernenden den Begriff Bionik und tauschen sich über ihre Grundlagen aus. Anschließend werden verschiedene Bereiche und Teilgebiete betrachtet sowie erforscht, wie die Bionik für effiziente und nachhaltige Entwicklungen und Innovationen sorgen kann. Abschließend wenden die Lernenden ihr Wissen in der Simulation eines Verkehrsmittels an. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler übertragen biologische Phänomene auf technische Anwendungen. wenden ihr Wissen über biologische Systeme und deren technische Nutzung an. analysieren biologische Phänomene hinsichtlich ihrer möglichen wirtschaftlichen Bedeutung. entwickeln begründet einen Standpunkt zu aktuellen Forschungstendenzen und -ergebnissen der Bionik. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen verschiedene digitale und analoge Medien zum Erkenntnisgewinn und als Diskussionsgrundlage. präsentieren Ergebnisse in verschiedenen Formaten. recherchieren selbstständig und bewerten Suchergebnisse hinsichtlich ihrer Aussagekraft. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler präsentieren Arbeitsergebnisse adressatengerecht. arbeiten gemeinsam in verschiedenen Sozialformen. nehmen Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer und respektieren Meinungen abseits der eigenen.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Technik / Sache & Technik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Themen, Kompetenzen und Karriere im Kfz-Handwerk

Fachartikel

Dieser Fachartikel beleuchtet wichtige Kompetenzen und aktuelle Themen in handwerklichen Berufen am Beispiel des Kraftfahrzeug-Handwerks. Thematisiert werden gefragte Fähigkeiten wie technisches Verständnis und analytisches Denken, das duale Ausbildungssystem sowie individualisierbare Karrierewege durch Fort- und Weiterbildungen. Zudem werden Möglichkeiten zur Selbsteinschätzung eigener Interessen und Stärken vorgestellt. Themen und Kompetenzen im Handwerk Kfz-Mechatroniker/-innen, Automobilkaufleute , Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/-innen – sie alle sind Beispiele einer Branche, die 2020 einen Anteil von 9,5 % am Umsatz der Gesamtwirtschaft in Deutschland ausmachte: der Handwerksbranche (vgl. Statistisches Bundesamt). Dabei bewegen, transformieren und erweitern aktuelle Entwicklungen in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik das Handwerk: Von Digitalisierung und Hightech über Fortschritt, Innovation und Zukunft bis Nachhaltigkeit . Diese Themen betreffen alle Handwerksbereiche – darunter auch den des Kraftfahrzeughandwerks – und erweitern die Kompetenzanforderungen an (angehende) Handwerkerinnen und Handwerker: Arbeitet man gern indoor oder/und outdoor? Ist man künstlerisch oder/und technisch veranlagt beziehungsweise begeistert? Arbeitet man gern mit Menschen oder/und mit Maschinen? Ist man physisch schwer oder eher weniger belastbar? Arbeitet man gern im Team oder/und allein? Gerade in der schulischen Berufsorientierung ist die Einschätzung eigener Kompetenz- und Interessensprofile für Schülerinnen und Schüler eine wichtige Ausgangslage, um zu ihnen passende Berufe zu finden. Berufsorientierung: Kompetenzen und Interessen von Schülerinnen und Schülern für einen Beruf im Kfz-Handwerk Das Kfz-Handwerk zum Beispiel bietet sich als mögliche Berufssparte für Schülerinnen und Schüler an, die handwerklich begabt und technikbegeistert sind. Wer sich schon in der Schule für die Fächer Physik, Mathematik und Werken begeistern kann, kann im Kraftfahrzeughandwerk richtig aufgehoben sein, denn es ist neben handwerklichem Geschick ein gutes technisches Verständnis sowie Begeisterung für Technik, Elektrik und zukunftsträchtige Technologien (Hightech) besonders relevant. Dabei kommt der Kompetenz des analytischen sowie kreativen Denkens besondere Bedeutung zu. Aber auch Schülerinnen und Schüler, die gerne in den kaufmännischen Bereich gehen möchten, haben in der Kfz-Branche sehr gute Möglichkeiten, denn Automobilkaufleute sind Allrounder im Autohaus und unterstützen in allen möglichen Bereichen (zum Beispiel Zuarbeit für Automobilverkäufer, Back-Office, Marketing und Verkaufsaktionen und vieles mehr). Schülerinnen und Schüler, die sich für eine Karriere im Kfz-Handwerk interessieren, sollten aber auch eine sorgfältige Arbeitsweise und ein hohes Verantwortungsbewusstsein mitbringen, denn beim Prüfen und Instandsetzen von sicherheitsrelevanten Bauteilen, wie den Bremsen eines Autos, bedarf es an Genauigkeit. Da man sowohl im Team zusammenarbeitet als auch häufig mit Kundinnen und Kunden in Kontakt tritt, ist eine aufgeschlossene Art hilfreich. Diese ist in jeglicher Zusammenarbeit und Kommunikation mit Menschen in diesem Handwerk sowie bei der Planung von Marketingkonzepten und Verkaufsaktionen relevant. Darüber hinaus ist eine Leidenschaft für Autos selbstredend treibend in allen Bereichen des Kfz-Handwerks. Lernende, die sich für diese Ausbildung entscheiden, sollten außerdem einen guten Schulabschluss (Haupt-, Realschulabschluss oder Gymnasium) besitzen. Die Ausbildung: Vorbereitung auf den späteren Berufsalltag Im Handwerk wird dual ausgebildet – so auch in der Kfz-Branche, die mit seiner rund 20 % Ausbildungsquote eine der größten Ausbildungsbranchen in Deutschland darstellt. Duale Ausbildung bedeutet: Einerseits wird man im Ausbildungsbetrieb für die handwerksspezifische oder kaufmännische Praxis ausgebildet, zum Beispiel in Autohäusern, Reparatur- oder Servicewerkstätten, bei Automobilherstellern oder Importeuren. Andererseits werden in der Berufsschule die ausbildungsspezifischen theoretischen Grundlagen vermittelt. Die Ausbildung ist vergütet und endet nach drei bis dreieinhalb Jahren mit einer Gesellen- oder Abschlussprüfung. Sie kann aber auch um bis zu zwölf Monate gekürzt werden, wenn ein Abitur oder ein anderer Ausbildungsabschluss vorliegt. Eine Ausbildung in Teilzeit ist möglich und drei bis vier Monate Probezeit gibt es zu Ausbildungsbeginn, in welcher die Ausbildung beidseitig ohne Grundangaben gekündigt werden kann. Ausbildungen können teilweise durch Schwerpunktsetzungen individualisiert werden. Beispielsweise bedeutet das in der Kraftfahrzeugmechatroniker-Ausbildung (m/w/d), dass die grundlegend vermittelten Fertigkeiten gleichbleiben, wählbare Schwerpunkte wie Personenkraftwagentechnik, Nutzfahrzeugtechnik, Karosserietechnik, Motorradtechnik sowie System- und Hochvolttechnik aber gesetzt werden können. Letztere gewann durch den Anstieg an neuen Elektroautos im Straßenverkehr vor allem in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung. Auch bei dem Ausbildungsberuf Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/-in werden zwei Fachrichtungen angeboten: Karosserieinstandhaltungstechnik und Karosserie- und Fahrzeugbautechnik. Individualisierte Karrierewege im Kfz-Handwerk Die Karriereleiter kann in handwerklichen Berufen individuell gestaltet werden, denn Handwerkerinnen und Handwerker können sich an die rasanten Wandlungsprozesse und veränderten Rahmenbedingungen sowie Interessens- und Kompetenzlagen in Handwerk und Technik anpassen. So gestaltet sich beispielsweise die aktuelle Entwicklung des stetig steigenden Anteils an elektronischen Bauteilen im Pkw rasant. Des Weiteren befindet sich die Elektromobilität auf dem Vormarsch. Für die Kfz-Branche bedeutet das daher: Der Absatz von Elektrofahrzeugen war noch nie so hoch, sodass auch der Bedarf an Reparatur- und Wartungsarbeiten von Elektro- und Hybridfahrzeugen in den nächsten Jahren deutlich wachsen wird – und damit auch das Knowhow im Kfz-Handwerk. Auch im kaufmännischen Bereich der Branche verändern sich Rahmenbedingungen und Prozesse stetig. Stichwort Digitalisierung. Daher werden auch hier Berufe und Weiterbildungsmöglichkeiten kontinuierlich modernisiert. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, können die beruflichen Qualifikationen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch Fort- und Weiterbildungen mitwachsen. Das ist beispielsweise in über 500 Bildungszentren möglich – von individualisierten Aus- und Weiterbildungen bis Auslandspraktika und Studium ohne Abitur. In der Kfz-Branche ist es möglich, vielfältige Weiterbildungen zu absolvieren – beispielsweise die Qualifikationen zum/zur Automobilverkäufer/-in oder Kfz-Servicetechniker/-in. Auch über Weiterbildungen hinaus sind weiterführende Qualifizierungen zum Beispiel mittels kaufmännischer oder technischer Bachelor-/Master-Studiengänge oder Qualifizierungen zum/zur Meister/-in Kfz-Techniker-Handwerk oder Betriebswirt/-in in der Kfz-Branche möglich. Erfahrungen sammeln und sich einschätzen lernen Erfahrungen in Handwerksbereichen, Ausbildungsberufen und -betrieben können Schülerinnen und Schüler in Form eines Schülerinnen- und Schüler-, Ferien- oder Berufspraktikums sammeln. Mögliche Praktikumsstellen können sie auf der Lehrstellenbörse oder über die App Lehrstellenradar finden, für das Kfz-Handwerk bietet sich der Betriebefinder an. Hilfreiche Checklisten für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Betriebe stellt das Kfz-Handwerk hier sowie der Zentralverband des Deutschen Handwerks hier zur Verfügung. Praktika werden stets von Selbst- und Fremdeinschätzungen begleitet, das heißt die Beurteilung der eigenen Stärken, Schwächen und Tätigkeiten erfolgt durch einen selbst sowie durch den Betrieb. Fragebögen zur Selbst- und Fremdeinschätzung können dabei Abhilfe schaffen und auch zur Vorbereitung auf das Praktikum dienen. Nützliche Checklisten zur allgemeinen Selbst- und Fremdeinschätzung während eines Praktikums und danach bieten zum Beispiel die Servicestelle Berufswahlpass und die Handwerkskammer Hannover . Ebenso können Interessenstest bei der Findung eines passenden Handwerkberufs hilfreich sein, zum Beispiel mithilfe des Berufe-Checker-Bots . Die einzelnen Berufsverbände bieten oft auch eigene Tests an, um den individuell passenden Tätigkeitsbereich im spezifischen Handwerk zu ermitteln. Fazit Gerade in Berufsorientierungsphasen in der Schule können Schülerinnen und Schüler eigene Kompetenzen und Interessen zum Beispiel mit Selbsteinschätzungsbögen definieren. Stellen sie Begabungen für analytisches und kreatives Denken fest und sind zudem Fahrzeug-, Technik-, Physik- und Mathematik-begeistert, könnte ihr Berufsweg zum Beispiel in das Kfz-Handwerk führen. Erste Erfahrungen lassen sich in Betriebspraktika sammeln; wird sich für eine (individualisierbare) Ausbildung entschieden, erfolgt diese in einem Betrieb sowie in der Berufsschule (dual). Durch aktuelle Entwicklungsprozesse in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik entwickeln sich Handwerksberufe stetig mit und ermöglichen dadurch persönliche Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten in wichtigen Themenbereichen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Hightech. Verwendete Internetadressen BMBF. "Stärken und Interessen erkunden". BMBF-Praktisch unschlagbar. Online: https://www.praktisch-unschlagbar.de/praktischunschlagbar/de/deine-entscheidung/staerken-und-interessen-erkunden/staerken-und-interessen-erkunden_node.html . Bundesagentur für Arbeit: "Checklisten für ein erfolgreiches Schülerbetriebspraktikum". https://www.schulewirtschaft.de/wp-content/uploads/2020/11/Checklisten-Schuelerbetriebspraktikum.pdf . Bundeagentur für Arbeit: "Restaurator/in – Kfz.technikerhw./M. Prof. Restaurierung". Online: https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/133415 . Das Handwerk: "Kraftfahrzeugmechatroniker/-in". Online: https://www.handwerk.de/infos-zur-ausbildung/ausbildungsberufe/berufsprofile/kraftfahrzeugmechatronikerin . Das Handwerk: "Passenden Ausbildungsberuf finden". Online: https://www.handwerk.de/infos-zur-ausbildung/ausbildungsberufe . Handwerkskammer: "Weiterbildung". Online: https://www.handwerkskammer.de/artikel/weiterbildung-5620,3,7.html . Handwerkskammer Aachen: "Praktika Handwerk". Online: https://www.hwk-aachen.de/artikel/praktika-im-handwerk-33,345,270.html . Fortbildung.net: "Kfz Mechatroniker Weiterbildung". Online: https://www.fortbildung.net/finden/kfz-mechatroniker-weiterbildung#moeglichkeiten . MeinUnterricht Redaktion. "Selbsteinschätzung der SuS fördern (inkl. Tipps & Unterrichtsmaterialien)". meinUnterricht GmbH. Online: https://www.meinunterricht.de/blog/selbsteinschaetzung-schueler-selbsteinschaetzungsbogen-vorlagen/ . Planet Beruf: "Kraftfahrzeugmechatroniker/in". Online: https://planet-beruf.de/fileadmin/assets/PDF/BKB/27297.pdf . Servicestelle Berufswahlpass: "Selbst- und Fremdeinschätzung". Online: https://berufswahlpass-sachsen.de/selbsteinschaetzung-fremdeinschaetzung-verschiedene-anforderungsniveaus/ . #wasmitautos: "Ausbildung". Online: https://www.wasmitautos.com/ausbildung/ . #wasmitautos: "Praktikum". Online: https://www.wasmitautos.com/praktikum/ . #wasmitautos: "Deine Zukunft & Karriere". Online: https://www.wasmitautos.com/zukunft-und-karriere/ . #wasmitautos: "Was muss ich über die Ausbildung wissen?". Online: https://www.wasmitautos.com/ausbildung/ausbildung-finden . #wasmitautos: "Deine Ausbildung zum Automobilkaufmann (m/w/d)". Online: https://www.wasmitautos.com/ausbildung/automobilkaufmann-frau/ . #wasmitautos: "Deine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker (m/w/d)". Online: https://www.wasmitautos.com/ausbildung/kfz-mechatroniker-in/ . #wasmitautos: "Deine Ausbildung zum Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker (m/w/d)". Online: https://www.wasmitautos.com/ausbildung/karosserie-und-fahrzeugbaumechaniker-in/ .

  • Fächerübergreifend
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