Unterrichtsmaterialien zum Thema "Experiment"

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WebQuest im Chemie-Unterricht: Im Zweifelsfall für den Zimtstern?

Unterrichtseinheit

In diesem WebQuest setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit Zimt und dessen Inhaltsstoff Cumarin auseinander. In der Unterrichtseinheit ist auch ein Versuch zum Nachweis von Cumarin in Zimt mittels Dünnschichtchromatografie vorgesehen.Im Dezember 2006 wurde vor dem Verzehr zu vieler Zimtsterne gewarnt, da dies eventuell zu gesundheitlichen Schädigungen führen könnte. Dies bildet den Aufhänger für die Rahmenhandlung des Zimtsterne-WebQuests. Die Firma "Schmecktgut & Co.", die Zimststerne produziert, beruft in der Vorweihnachtszeit ein Meeting ein, bei dem vier Expertengruppen (Aroma-Expertinnen und -Experten, Medizinerinnen und Mediziner, Chemikerinnen und Chemiker sowie Verbraucherschützerinnen und -schützer) ein umfassendes Bild der Situation erstellen sollen. Das WebQuest ist als Teil einer Semesterarbeit Lehramtstudierender im Rahmen eines "Neue Medien"-Seminars an der Universität Frankfurt entstanden. Die Autorinnen sind für Rückmeldungen aus der Unterrichtspraxis dankbar. Zusatzmaterialien und -informationen zu diesem und weiteren WebQuests sendet Ihnen auf Anfrage gerne Frau Silke Weiß per E-Mail zu.Das WebQuest kann von Schülerinnen und Schülern der Oberstufe (bevorzugt Leistungskurs) bearbeitet werden. Inhaltlich knüpft es an das Thema "Aldehyde" an. Die Lernenden arbeiten zunächst in Expertengruppen und informieren sich gemäß der von ihnen übernommenen Rolle (Aroma-Expertinnen und -Experten, Medizinerinnen und Mediziner, Chemikerinnen und Chemiker sowie Verbraucherschützerinnen und -schützer). Die Ergebnisse ihrer Recherchen tragen sie den Mitschülerinnen und Mitschülern vor. Daraus ergibt sich eine anschließende Diskussion, deren Ergebnis in neuer Gruppenzusammensetzung (Gruppenpuzzle) als "Verbraucherinfo" in einem Dokument zusammengefasst wird. Das Heft "Unterricht Chemie" Nr. 108 des Friedrich Verlages (November 2008) enthält einen Artikel der Autorin, in dem die fachlichen und historischen Hintergründe zu dem Zimtsterne-WebQuest ausführlich dargestellt werden. Hinweise zum Unterrichtsverlauf Technische Voraussetzungen und Hinweise zum Einsatz des WebQuests sowie zur Präsentation der Ergebnisse Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler zeichnen und erläutern die Struktur des Zimtinhaltsstoffs Cumarin. legen dar, wie Cumarin auf den menschlichen Organismus wirkt. zeichnen und erläutern die Struktur des Zimtaldehyds. nennen und erklären eine Synthese-Möglichkeit von Cumarin. benennen Verwendungsmöglichkeiten für Cumarin-Derivate. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler exzerpieren und ordnen Inhalte aus Online-Dokumenten. verwenden den Computer zur Informationssuche. konzipieren ein Thesenpapier. stellen einen Vortrag, gestützt auf ein geeignetes Medium, zusammen und präsentieren ihre Ergebnisse. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler diskutieren auf der Basis des angeeigneten Wissens einen Sachverhalt gemeinsam. bringen Argumente vor, begründen und überprüfen diese. erarbeiten in Gruppenarbeit eigenverantwortlich Inhalte, wählen diese aus und präsentieren sie gemeinsam. Technische Voraussetzungen Die WebQuest-Materialien dieser Unterrichtseinheit sind HTML-Seiten, die mit jedem gängigen Browser betrachtet werden können. Für die Darstellung einer im Rahmen des WebQuests besuchten Webseite mit einer Videosequenz wird der Windows Media Player benötigt. Fachliche Voraussetzungen Der Themenbereich Aldehyde ist obligatorischer Bestandteil der Oberstufenchemie. Die Schülerinnen und Schüler sollten diese Substanzklasse schon kennen gelernt haben, bevor sie das WebQuest durchführen. Allgemeine Hinweise zur WebQuest-Methode Ausgehend von einem zentralen WebQuest-Dokument erarbeiten Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines WebQuests mithilfe des Internets ein Wissensgebiet und präsentieren anschließend ihre Ergebnisse. Allgemeine Informationen zu dieser Methode und ihrem Einsatz im naturwissenschaftlichen Unterricht finden Sie bei Lehrer-Online. Jede Expertengruppe soll auch eine Dünnschichtchromatographie verschiedener Zimtsorten durchführen. Die detaillierte Versuchsvorschrift (siehe Download auf der Startseite der Unterrichtseinheit) können die Lernenden auch im WebQuest-Dokument abrufen. Abb. 1 zeigt ein Ergebnis. Als Proben wurden Ceylonzimt (1), Cassiazimt (2) und Cumarin (3) aufgetragen. Die linke Teilabbildung zeigt das Chromatogramm im UV-Licht (256 nm). Die rechte Teilabbildung zeigt das Ergebnis nach vorheriger Behandlung des Chromatogramms mit ethanolischer Kaliumhydroxid-Lösung im UV-Licht (366 nm). Informationen und Materialien zum Thema Dünnschichtchromatographie finden Sie auch in dem folgenden Beitrag: Vortrag und Handout Mithilfe der Quellen soll ein Vortrag erarbeitet werden, der die wichtigsten Informationen zu den jeweiligen Schwerpunktthemen der Expertengruppen enthält. Welche Medien zur Unterstützung des Vortrags verwendet werden, soll gruppenintern abgesprochen werden. Der Vortrag soll die Dauer von zehn Minuten nicht überschreiten! Vortragsbegleitend soll von jeder Gruppe ein Handout vorbereitet und verteilt werden, das die wichtigsten Informationen zusammenfasst. Diskussion Nachdem alle Vorträge gehalten wurden, soll in einer Diskussionsrunde unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Gruppenarbeit eine Entscheidung für oder gegen die Produktion von Zimtgebäck in der Firma "SchmecktGut & Co." getroffen werden. Verbraucherinformation Abschließend soll das Ergebnis der Diskussion in einer Verbraucherinformation zusammengefasst werden. Der ein bis zwei Seiten lange Text wird in fünf Gruppen verfasst (etwa vier Personen je Gruppe). Die Gruppen werden so zusammengesetzt, dass in jeder Gruppe eine Vertreterin oder ein Vertreter aus jeder der vier Expertengruppen arbeitet. Arbeitsteilige Gruppenarbeit In der ersten Unterrichtsphase werden die vier Expertengruppen gebildet, die sich mit den jeweiligen Schwerpunkten beschäftigen. Die Zuordnung der Schülerinnen und Schüler zu den Gruppen erfolgt per Los. Aroma-Expertinnen und Experten Die Lernenden dieser Gruppe sollen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler über Definition und Eigenschaften von Aromastoffen und Gewürzen informieren. Was verleiht Aromastoffen ihren Duft und Gewürzen ihren Geschmack? Aus welchen Verbindungsklassen kommen diese Stoffe hauptsächlich? Chemikerinnen und Chemiker Diese Gruppe soll die Struktur und die chemischen Eigenschaften des Cumarins erläutern. Wie wird natürliches Cumarin in Pflanzen gebildet? Von welcher Verbindungsklasse leiten sich die Cumarine ab? Viele weitere Fragen sind in diesem Kontext möglich. Medizinerinnen und Mediziner Die Medizinergruppe soll darüber informieren, wie und wo Cumarin im menschlichen Körper wirkt. Welche potentiellen Gefahren bestehen für den Organismus? Mit welchen Stoffen steht Cumarin im Körper in Wechselwirkung? Wozu werden Cumarin-Derivate in der Medizin verwendet? Verbraucherschützerinnen und -schützer Die Verbraucherschützenden interessiert vor allem die Frage, wie Politik und Wirtschaft mit dem Problem "Cumarin in Zimt" zum Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten umgehen sollten. Selbstgesteuertes Arbeiten Die Arbeit mit dem WebQuest erfolgt in den Schülergruppen eigenständig und selbstgesteuert. Der Lehrkraft kommt die Rolle eines Lernbeobachters zu. Ergänzende Materialien Für ihre jeweiligen Forschungsgebiete stehen den Schülerinnen und Schülern im Quellenbereich des WebQuests ausgewählte Links zur Verfügung. Darüber hinaus ist es wünschenswert, wenn die Lernenden selbstständig in der Schul- oder Stadtbibliothek weitere Materialien beschaffen.

  • Chemie
  • Sekundarstufe II

Hörexperimente mit der Soundkarte

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit werden Hörexperimente mit der Soundkarte vorgestellt, die ein spannendes und fächerübergreifendes Thema (Physik, Mathematik, Biologie und Musik) sind, in das viele Aspekte aus der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler eingebracht werden können.Die Soundkarte ermöglicht Versuche, die auf herkömmliche Art nicht oder höchstens als aufwändige Demonstrationsexperimente möglich wären. Die Schülerinnen und Schüler messen Schallpegel, lernen die gesundheitlichen Auswirkungen von Lärm kennen, untersuchen "akustische Täuschungen" und die Synthese von Vokalen oder analysieren und komponieren mithilfe des Computers Obertonmusik. Die vorgestellten Schülerübungen sind spannend, preiswert, einfach und erfordern wenig Vorbereitung. Das hier vorgestellte Projekt wurde am Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften an der Universität Kiel entwickelt und an der Humboldt-Schule in Kiel mit einer 10. Klasse (Gymnasium) erprobt.Wird das Projekt (wie hier beschrieben) in die 10. Klasse eingebettet, so sollten die Schülerinnen und Schüler über grundlegende Vorkenntnisse in Bezug auf trigonometrische Funktionen verfügen, zum Beispiel den Graphen einer Sinusfunktion kennen und zeichnen können. Kenntnisse über Exponential- und Logarithmusfunktionen wären vorteilhaft, weil man dann zum Beispiel die Bezeichnung "dB" besser verstehen kann. Sie sind aber nicht unbedingt erforderlich. Projektverlauf Hinweise zur technischen Ausstattung, Einführung, arbeitsteilige Gruppenarbeit, Präsentation der Ergebnisse Erfahrungen und Ergebnisse aus der Erprobung Tipps zu den Hörexperimenten aus der Unterrichtspraxis, Screenshots aus den Programmen und Arbeitsergebnisse Die Schülerinnen und Schüler zeichnen akustische Phänomene mit einem Audio-Editor auf und analysieren sie. erarbeiten anhand exemplarischer Fragestellungen fächerübergreifendes Wissen, für das Inhalte aus der Mathematik, Physik, Biologie und Musik benötigt werden. setzen den Computer als Mess- und Auswertungsgerät sowie zur Darstellung der Ergebnisse (html-Seiten) ein. Kopfhörer Da unsere Schule nicht über Kopfhörer verfügte, haben wir die Schülerinnen und Schüler ihre (reichlich vorhandenen) Walkman-Kopf- und Ohrhörer mitbringen lassen. Die Qualität dieser Geräte reicht für das beschriebene Projekt völlig aus. Für die Abschlussvorträge sollte man über ein Paar besserer Lautsprecher verfügen. Mikrofone Für einige Versuche werden Mikrofone benötigt. Hier genügen dynamische Mikrofone aus dem Versandhandel für 5 bis 10 € pro Stück. (Bezugsquellen nennen Ihnen die Autoren gerne auf Anfrage). Fourier-Analyse und -Synthese "experimentell" Zunächst wurde die Schwingungsform einer Saite untersucht (Versuch: Ein Sinus-Generator regt über einen kleinen Motor ein Gummiband zu Schwingungen an). Ergebnis: Eine Saite kann nicht mit beliebigen Frequenzen schwingen, sondern nur mit bestimmten, diskreten Werten, die Vielfache einer Grundfrequenz sind. Vermutung: Schlägt man eine Saite an, setzt sich ihre Schwingung aus einzelnen Sinus-Schwingungen zusammen. Die einfachste Annahme ist: Die einzelnen Schwingungen werden addiert. Die Gültigkeit dieser Vermutung wurde nun erhärtet, indem umgekehrt (im Sinne einer Synthese) aus Sinus-Bestandteilen einfache periodische Funktionen wie Sägezahn und Rechteck genähert wurden (erst mit Bleistift und Papier, dann mit Excel). Durch einen Demonstrationsversuch wurde dann wieder gezeigt, dass in einer Rechteckschwingung tatsächlich Sinus-Anteile nachweisbar sind (erzeugt man eine Rechteckschwingung und fährt mit einem separaten Sinus-Generator die Frequenzen ab, entstehen bei den Vielfachen der Grundfrequenz Schwebungen). Im Vorgriff auf das eigentliche Projekt wurde abschließend gezeigt, dass eine Rechteckschwingung anders klingt als eine Sinus-Schwingung. Einführung in CoolEdit Die Schülerinnen und Schüler wurden anhand einfacher Aufgaben (Erzeugung von Schwingungen, Aufnahmen mit dem Mikrofon) mit der grundsätzlichen Bedienung von CoolEdit vertraut gemacht (siehe Arbeitsmaterialien/Online-Arbeitsblätter). In der ersten Stunde dieser Phase wurden die Rahmenbedingungen des Projekts erläutert und die Schülerinnen und Schüler sahen sich die Aufgaben aller Teilthemen an (siehe Arbeitsmaterialien/Online-Arbeitsblätter). Danach fand die Gruppeneinteilung statt und es wurde abgesprochen, bis wann die Gruppenarbeit spätestens beendet sein sollte. In den darauffolgenden Stunden fand nur bei Bedarf anfangs eine gemeinsame Besprechung statt. Hier wurden allgemeine Fragen beantwortet und die Lehrkraft gab Hinweise (zum Beispiel zur Strukturierung der Arbeit und zu den Maßstäben bei der Bewertung der Leistung). Ansonsten arbeiteten die Gruppen selbstständig an ihren Aufgaben und wurden nur, wenn sie es wollten, beraten. Jede Gruppe stellte den übrigen Schülerinnen und Schülern ihre Ergebnisse vor. Die Gruppenarbeit und die Vorträge wurden bewertet. Die Gruppen erhielten einen zusammenfassenden Bewertungsbogen und sollten folgende Gesichtspunkte berücksichtigen: fachliche Richtigkeit und Qualität Vortragsweise Veranschaulichung Ergebnissicherung Übersichtlichkeit Selbsteinschätzung des Lernprozesses Aktivität/Engagement Methodenkompetenz Alle Arbeitsblätter können Sie im Download-Modul herunterladen. Sollte Ihre Schule nicht über einen von allen Plätzen aus zugänglichen Internet-Anschluss verfügen, können Sie die heruntergeladene Datei entpacken und die html-Seiten auf Ihrem Server speichern. (Externe Links stehen dann nicht zur Verfügung). Dieses Verfahren empfiehlt sich auch, wenn Sie zwar einen Internetanschluss haben, die Zugriffszeiten aber zu lang sind. Es werden Audio-Editoren wie zum Beispiel CoolEdit oder GoldWave benötigt. Zur Umwandlung von MP3-Dateien ist unter Umständen noch ein entsprechender Dekoder erforderlich. Solche Dekoder befinden sich in großer Zahl als Share- oder Freeware im Internet. Das kostenpflichtige CoolEdit2000 kann schon von sich aus MP3-Dateien bearbeiten. Der Einsatz im Unterricht hat gezeigt, dass die Schülerinnen und Schüler mit der Aufgabenstellung und mit der Arbeitsform zurecht kamen und dass ihnen das Projekt Spaß bereitete. Es wurde insbesondere gesagt, dass das Thema "interessant" sei und dass man es gut fände, sich die Arbeit selbstständig einteilen zu können. Die während der Gruppenarbeit und im Rahmen der Vorträge gemachten Erfahrungen führten zur Änderung einiger Aufgabenteile. Diese Änderungen sind in die Schülermaterialien eingearbeitet worden. Im Einzelnen wurden folgende Beobachtungen gemacht: Thema "Lärm" Die Unterscheidung zwischen objektiver Lautstärke und subjektiver Lärmempfindung bereitete der bearbeitenden Gruppe Probleme. Wir haben daraufhin den einführenden Text in dieser Hinsicht klarer gestaltet. Thema "Akustische Täuschungen" Viele Schülerinnen und Schüler waren nicht in der Lage, die Kombinationstöne zu hören. Eventuell muss das Hörbeispiel noch verfeinert werden. Die Residuumtöne hörten dagegen alle. Thema "Tonintervalle" Es war für die Schülerinnen und Schüler schwierig, verschiedene musikalische Stimmungen zu unterscheiden beziehungsweise überhaupt in ihrer Bedeutung zu erfassen. Wir haben uns auf die pythagoreische Stimmung konzentriert. Ihre Frequenzverhältnisse bestehen zwar aus komplizierteren Brüchen als die der reinen Stimmung, dafür ist aber das Bildungsgesetz einfacher. Von der technischen Handhabung her erfüllte das Projekt alle Erwartungen: Die Schülerinnen und Schüler empfanden den Umgang mit CoolEdit als leicht und konnten ohne Schwierigkeiten die geforderten Hörbeispiele generieren. Mithilfe des Audio-Edtors CoolEdit96 entwickelten die Schülerinnen und Schüler einen Hörtest. Mit dem Hörtest nahmen die Schülergruppen bei Personen verschiedenen Alters Audiogramme auf. Alle Arbeitsblätter können Sie im Download-Modul herunterladen. Sollte Ihre Schule nicht über einen von allen Plätzen aus zugänglichen Internet-Anschluss verfügen, können Sie die heruntergeladene Datei entpacken und die html-Seiten auf Ihrem Server speichern. (Externe Links stehen dann nicht zur Verfügung). Dieses Verfahren empfiehlt sich auch, wenn Sie zwar einen Internetanschluss haben, die Zugriffszeiten aber zu lang sind. Hörbeispiele Hier können Sie einige Demonstrationsbeispiele downloaden. Weitere Hörbeispiele sind in den folgenden Schülermaterialien eingebunden. Hörvermögen Die Schülerinnen und Schüler sollen mit dem Audio-Editor einen Hörtest generieren, Hörtests durchführen und Audiogramme zeichnen. Lärm Hier beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Messung von Schallpegeln und lernen die gesundheitlichen Auswirkungen von Lärm kennen. Akustische Täuschungen Unter bestimmten Bedingungen nimmt man Töne wahr, die nicht von außen kommen. Diese "akustische Täuschungen" werden untersucht. Es werden Audio-Editoren wie zum Beispiel CoolEdit oder GoldWave benötigt. Zur Umwandlung von MP3-Dateien ist unter Umständen noch ein entsprechender Dekoder erforderlich. Solche Dekoder befinden sich in großer Zahl als Share- oder Freeware im Internet. Das kostenpflichtige CoolEdit2000 kann schon von sich aus MP3-Dateien bearbeiten. Prof. Dr. Manfred Euler ist Direktor der Abteilung Physikdidaktik am IPN und lehrt Didaktik der Physik an der Universität Kiel. Er ist derzeit vor allem im Rahmen verschiedener nationaler und internationaler Initiativen und Projekte zur Verbesserung der Qualität des naturwissenschaftlichen Unterrichts tätig.

  • Astronomie  / Physik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Das Stundenbuch des Duc de Berry

Unterrichtseinheit

Die neuen Medien und ihre vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten sind eine geeignete Plattform, um tradierte Bildgenres ins rechte Licht zu rücken. Ein schul- und fächerübergreifendes Projekt experimentiert mit alten Bildern und neuen Medien.In einer sprunghaft expandierenden Welt der Bilder ist Bildkompetenz etwas, was immer mehr den traditionellen Bereich der Kunst verlässt. Dem Kunstunterricht bietet sich in dieser Situation die Möglichkeit seine Kernkompetenzen in der Bildkultur auf weitere Fächer zu erweitern und sich sogar als Leitfach zu festigen. Die neuen Medien mit ihren vielfältigen Kommunikationsfähigkeiten sind eine geeignete Plattform, um auch tradierte Bildgenres ins rechte Licht zu rücken. Anhand des mittelalterlichen Stundenbuch des Duc de Berry wird ein schul- und fächerübergreifendes Projekt dargestellt, das bei alten Bildern mit neuen Medien experimentiert. Dieser Unterrichtsversuch entstand innerhalb des kubim-Projekts "Ikonothek", das eine webfähige Bild- und Materialdatenbank mit 100 Schlüsselbildern für den Geschichts- und Kunstunterricht bereitstellt. Handlungs- und Gestaltungskompetenz durch Vernetzung Fächer- und schulübergreifender Unterricht erzeugt bei allen daran Beteiligten durch die Verknüpfungen von Methoden und Inhalten einen Mehrwert an fachlichen und sozialen Fähigkeiten. Die darin enthaltenen vielschichtigen Anforderungen an die Schülerinnen und Schüler fördern Handlungs- und Gestaltungskompetenzen. Der Kunstunterricht in Verbindung mit dem Fach Geschichte ist didaktisch darauf angelegt, individuelle Bezüge mit vorhandenen kulturellen Formen zu verbinden. Findet dies darüber hinaus schulübergreifend statt, kann die strukturelle und kommunikative Anlage der neuen Medien sehr hilfreich sein: Die entstehenden soziokulturellen Lebenswelten der Jugendlichen werden mit den gewachsenen Kulturbedingungen verknüpft. Unterschiedliche Handlungs- und Haltungsebenen können dabei abgeglichen werden. Ästhetische Bildung und historisches Wissen dringen ins Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler. Die Projektplanung im Überblick Alle Projektschritte von den didaktisch-methodischen Überlegungen bis zu den Hard- und Softwaretipps. Inhaltliche Ziele Die Schülerinnen und Schüler sollen Bilder als Quellen erkennen und nutzen. sich das Stundenbuch als mittelalterliches Medium und historische Quelle erschließen. Einsichten in die bäuerliche und höfische Lebenswelt des Mittelalters am Umbruch zur Neuzeit erhalten. Einblicke in die Epoche des Hochmittelalters als eine Zeit weitreichender Veränderungen bekommen. eine Vertiefung der Wahrnehmung der heutigen eigenen Lebenswelt und Heimat erleben. fundamentale Unterschiede zwischen heutiger und mittelalterlicher Lebensrealität bewusst erfahren. Anknüpfungspunkte an ihre persönliche Lebenswelt entdecken. Ziele im Bereich der Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen Möglichkeiten ästhetischer Prozesse am Computer erkennen. persönliche Ausdrucksformen am Computer mit gestalterischen Regeln verbinden. die Anwendung von neuen Medien und Präsentationsformen üben. analoge und digitale Bildmedien vergleichen und verstehen. Bilder als unterschiedliche mediale Kommunikationsstrukturen erkennen und anwenden. Kommunikation als Austausch und Erweiterung von Wissen begreifen. schul- und fächerübergreifende Zusammenarbeit durch den Einsatz neuer Medien erleben. Das Stundenbuch des Duc de Berry Das Stundenbuch des Duc de Berry Les très riches heures / Raymond Cazelles; Johannes Rathofer. Mit einer Einführung von Umberto Eco, Sonderausgabe, Wiesbaden: Drei-Lilien-Verl., 2001 (Günstiger Nachdruck der Faksimileausgabe) Die "Très riches heures" Die "Très riches heures" von Jean, Duc de Berry / Bibliotheque de l'Image, Jean Dufournet. Aus dem Franz. übers. von Monika Zeutschel, Sonderausgabe, Köln: Parkland, 2003 (Günstiges Buch mit vielen Details, aber vor allem guten Scanvorlagen der einzelnen Monatsbilder) Doelker, Christian: Ein Bild ist mehr als ein Bild Doelker, Christian: Ein Bild ist mehr als ein Bild. Visuelle Kompetenz in der Multimedia-Gesellschaft, Stuttgart: Klett-Cotta, 1999 Bildkompetenz als zentrale Aufgabe In einer sprunghaft expandierenden Welt der Bilder ist Bildkompetenz etwas, was immer mehr den traditionellen Bereich der Kunst verlässt und als jedermann von jedermann übernommen wird. Die Ergebnisse sind dadurch entweder mangelhaft oder beliebig. Dem Kunstunterricht bietet sich aber gerade in dieser Situation die Möglichkeit, seine Kernkompetenzen in der Bildkultur auf weitere Fächer zu erweitern und sich sogar als Leitfach zu festigen. In schulübergreifenden Projekten wird deutlich, dass die dabei entstehenden Handlungs- und Kommunikationsprozesse in Formen gebracht werden müssen, deren Regeln auch in den Formen der "klassischen Kunst" zu finden sind. Decodierung der Bilder Bilder haben zwar keine feste semantische Bedeutung, sie enthalten nach Christian Doelker eine "grundsätzliche Polysemie", dennoch weisen sie eine mehr oder weniger festlegbare Anzahl von "Codes" auf. In der Kombination aus tradierten Bildformen und deren Übertragung in ein neues, digitales Medium überwiegt der Aspekt der "Decodierung" gegenüber dem der Verfremdung. Der Abgleich beider Wahrnehmungs- und Gestaltungsvariablen, das heißt die Abgrenzung der "klassischen" Bildform gegen die der "modernen", ist eine weitere Orientierung im Feld möglicher Missdeutungen. Persönliche Lebenswelt mit kulturellen Grundlagen verbinden Ein Bild in seinen geschichtlichen und gesellschaftlichen Zusammenhängen zu verstehen, kann für Schülerinnen und Schüler eine wichtige Orientierungshilfe in der Einschätzung ihrer eigenen Persönlichkeit in ihrem kulturellen Umfeld sein. Als pädagogischer Mehrwert erweist sich in diesem Zusammenhang die Anwendung der Techniken der neuen Medien: Die dabei geforderten ästhetischen Prozesse fördern kooperatives Denken und Handeln. Über das notwendige "vernetzte Denken" entwickeln sich zunehmend auch inhaltlich komplexe Kommunikationsstrukturen. So kann man darin "Kommunikation lernen" und "Lernen als Kommunikation" begreifen. Handlungs- und Verwertungskompetenz Die Einbindung digitaler Medien in den Unterricht verlangt eine enge Abstimmung von Handlungs- und Verwertungskompetenz. Die Arbeit am Computer stellt zuerst die Frage nach der technischen Beherrschung der Programme: "Wie geht das?". Doch bei nahezu jedem Mausklick entsteht die Frage, für welches gestalterische Ziel dieser technische Schritt gedacht ist: "Wozu ist das gut?" So entsteht bereits innerhalb der Arbeitstechnik ein komplexes Lernfeld ästhetischer Bildung. Bilder als Gestaltungs- und Kommunikationsanlass Die traditionelle Vorgehensweise des Faches Kunst, Bilder als Gestaltungsanlass zu gebrauchen, ist sicherlich nicht ungefährlich: Der Missbrauch der Bilder steckt latent schon im Begriff "Gebrauch". Dennoch ist die Vermittlung bestimmter kulturhistorisch tradierter Bilder in der Schule eine sinnvolle Hilfe bei der Orientierung im "medialen Dschungel". In diesen Bildern sind gewisse Schlüsselwerte in Form und Inhalt enthalten, die sie zu dem gemacht haben, was sie heute sind. Die "klassische" Bildtradition lebt geradezu von der symbolischen Vor- und Nachbezüglichkeit. Dem steht das digitale Bild im Netz gegenüber: im "medialen Dschungel" der gedächtnislosen Aspekte. Bewusste Wahrnehmung der heutigen Mediengesellschaft Dieser Argumentation zur Auseinandersetzung mit solchem "historischen Ballast" können die Schülerinnen und Schüler in der Regel kaum folgen. Die Anbindung an die gegenwärtigen Bildinteressen der Jugendlichen kann zum einen der "Speck sein, mit dem man Mäuse fängt". Zum anderen kann sie als ein Prüfstein für formale und inhaltliche Qualitäten beider Bildwelten herangezogen werden. So fördert eine Untersuchung, Gestaltung und Umgestaltung von historischen Bildern und ihren Spuren in der Gegenwart notwendig die bewusste Wahrnehmung von einer sich rasch verändernden Umwelt. Denn diesen tiefgreifenden Veränderungen und Umdeutungen, denen traditionierte, ikonografische Inhalte und Bildformen in der Gegenwart der heutigen Mediengesellschaft unterliegen, haben wir uns längst unterworfen: Sie sind Teil unserer sich ständig neu erschaffenden Kulturtradition. Veränderte Sprach- und Kommunikationsformen In einem Unterrichtsprojekt, in dem mithilfe neuer Medien auf die tradierten Bildinhalte eines mittelalterlichen Kalendariums zurückverwiesen wird, werden die Schülerinnen und Schüler gezwungen, ihre eigenen sich entwickelnden und verändernden Sprach- und Kommunikationsformen zu überprüfen und diese miteinander abzustimmen. Die Erkenntnis der Andersartigkeit des Anderen im Bild und in der Person steht anfänglich im Vordergrund. Doch die Leistung der gemeinsamen Sprachebene ist das erfolgreiche Ergebnis. Eigenschaften des digitalen Bildes Eines der besonderen Eigenschaften und oft als negativ beschriebenen Möglichkeiten von digitalen Bildern ist ihre Unabhängigkeit vom jeweiligen Bildträger. Ein digitales Bild existiert auf jedem Computer gleich und abhängig vom Monitor dennoch verschieden. In dieser digitalen Welt ist die permanente Abgleichung von statischen, werkkonsequenten Eigenschaften - und den durch die Digitalisierung entstandenen Variablen - ein notwendiger Anteil in jedem Wahrnehmungs-, Handlungs- und Gestaltungsprozess. Das Ergebnis ist eine raschere und flexiblere Ausdeutung verschiedener "Codes" bei Jugendlichen. Neue Funktions- und Gebrauchsweisen Diese flexible Ausdeutung erzeugt eine hohe Unabhängigkeit in der Wertung von Bildbotschaften. Sie führt zu verstärkten Erfahrungen im Prozesshaften und zum gelassenen Umgang mit verknüpfbaren und variablen Bildsystemen. Damit gelangt man zu den neuen Funktions- und Gebrauchsweisen der Bilder und auch der sozialen Realität, die das globale Dorf verlangt. Interaktion und folglich Sozialisation sind trotz vieler gegenläufiger Behauptungen ein wesentlicher Bestandteil des Umgangs mit den neuen Medien. Raum- und Zeitgrenzen überwinden Über Schulgrenzen hinweg mit- und untereinander zu kommunizieren, ist für Schülerinnen und Schüler bei einem solchen Projekt ein besonderer Gesprächsanlass: Die persönliche und regionale Lebenswelt und der Unterrichtsinhalt, das "Stundenbuch", werden zu einem gemeinsamen Gesprächsthema. Auch die Struktur der Ereignisse, damit beide Schulen in beiden Fächern sinnvolle und vertiefte Gesprächsanlässe und eine zielführende Nutzung der neuen Medien finden können, steht im Mittelpunkt der Unterrichtspraxis: Beide Schulen haben inhaltlich versetzt zu den anderen Schulen gearbeitet, so dass die entstandenen Unterrichtsergebnisse der einen Schule gleichzeitig Kommunikations-, Lern- oder Informationsmaterial für die jeweils andere Schule waren. Fächergrenzen auflösen Fächerübergreifender Unterricht in Verbindung mit Projektarbeit löst im Idealfall die Einzelstunde auf, verändert die Lehrerzentriertheit hin zum so genannten "Team-Teaching". So entsteht ein "Projekttag" oder sogar eine "Projektwoche". Für einen erfolgreichen, in den Schulalltag integrierten Projektunterricht ist es günstig, wenn die Geschichts- und Kunststunden aneinander angebunden sind und Freistunden so gelegt werden, dass ein wechselseitiger Besuch und damit ein die Fächergrenzen auflösender Unterricht möglich ist. Verzahnung der Fächer und Schulen Im Projektbeispiel konnte im wöchentlichen Turnus eine Art "Projektblock" verwirklicht werden: eine aufeinander folgende Reihe von Stunden beider Fächer, in der sich die beteiligten Lehrerinnen und Lehrer durch günstig gelegte Freistunden gegenseitig besuchen konnten. Entsprechend parallele Stunden konnten an der anderen beteiligten Schule wenigstens im Fach Kunst umgesetzt werden, so dass eine Verzahnung beider Fächer und Schulen grundsätzlich immer möglich war. Verbindung von gestalterischen und geschichtlichen Aspekten Die Monatsbilder des Stundenbuches des Duc de Berry wurden im gesamten Verlauf eines Halbjahres in den Geschichtsunterricht eingebaut. Die erforderliche erhöhte Bereitschaft zur Mehrarbeit und Flexibilität der Lehrkräfte, aber auch der Schülerinnen und Schüler, wurde durch die Qualität der Ergebnisse ausgeglichen. Für die Schülerinnen und Schüler haben sich in jenen Wochen die Fächergrenzen vollständig aufgelöst. Fragen der formalen Gestaltung wurden so selbstverständlich mit geschichtlichen Quellen- und Inhaltsfragen verbunden. Lebenswelten gestern und heute Berührungspunkte zwischen den Fächern Kunst und Geschichte ergeben sich naturgemäß vor allem aus den spätmittelalterlichen Darstellungen, die sowohl anschauliche Aspekte der Alltagsgeschichte zeigen als auch in kunsthistorischer Hinsicht interessante Einblicke bieten: beispielsweise erste perspektivische Darstellungen oder Schnittstellen zwischen mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Elementen. Auch unter dem Bezug "Lebenswelten gestern und heute" stellen die Bilder eine gemeinsame Ausgangsbasis in beiden Fächern dar. Koordination des Unterrichts Dennoch ist es bei der Koordination des Unterrichts in einzelnen Phasen sinnvoll innerhalb der Schulen eine Art "V-plus-X-Form" durchzuführen. Aus verschiedenen Gründen haben sich die Fächer partiell getrennt und sind an verschiedenen Punkten wieder zusammengekommen: Kunst kann länger an einem Thema bleiben als Geschichte, das an den chronologischen Aufbau gebunden ist. Das ist eine naturgemäße Grundverschiedenheit der Fächer. Diese Zusammenarbeit beider Fächer in X-Form oder in Form sich mehrfach tangierender Wellen hat sich inhaltlich und ökonomisch über weitere Projekte beider Fächer hinweg bewährt. Parallele Vermittlung von Grundkenntnissen Wichtig ist, dass beide Schulen sich in einem Vorlauf auf gemeinsame Inhalte und Kenntnisse der Schülerinnen und Schüler sowie auf Standards bis zum Beginn des eigentlichen Projektes festlegen. So sollten in diesem Projektbeispiel zu Beginn in einer parallelen Arbeitsphase Grundkenntnisse in PowerPoint, in der Benutzung des Internets, im Umgang mit digitalem Bildmaterial und in Ansätzen der Bildbearbeitung entstehen. Inhaltliche Grundkenntnisse dieser ersten Phase waren die Darstellung und Gestaltungsweise von Burgen, das Leben auf einer Burg, das Lehenswesen als staatliches und gesellschaftliches Ordnungsprinzip, der Feudalismus als Grundstruktur der mittelalterlichen Welt und das bäuerliche Leben als Kontrastierung zur Lebenswelt des Adels. Als Arbeitsmaterial stand allen beteiligten Schulen das Monatsbild "März" als Freiarbeitsmaterial im QuickTime-VR-Format sowie Abbildungen der zwölf Monatsbilder als Doppelseiten auf CD-ROM und deren Laserausdrucke auf DIN A4 zur Verfügung. Selbstverantwortung für den Unterricht Eines der Hauptziele war, mithilfe des Projektunterrichts die Schülerinnen und Schüler in einem pädagogisch schwierigen Alter in die Mit- und Selbstverantwortung für den Unterricht einzubinden. Viel zu oft und viel zu bereitwillig nehmen Lehrkräfte die Rolle des "sprechenden Lexikons" ein. Im Projekt sollten die beteiligten Lehrerinnen und Lehrer nur die Rolle des Zulieferers einnehmen. Den Unterrichtsverlauf und die Arbeitsgruppen, das Material und Ergebnis sollten die Schülerinnen und Schüler weitgehend selbst bestimmen. Die Lehrkräfte treten in diesen Phasen weitgehend als Moderator für Problemdiskussionen auf und nehmen sich in dieser Rolle im Verlauf ebenfalls zurück. So werden ausschließlich Hilfestellungen gegeben, die ein sich selbst organisierendes Lernen fördern. Formelle und informelle Netzstrukturen wechseln sich innerhalb der Unterrichteinheiten ab. Schulübergreifender Austausch von Animationen Diese offene Ziel- und Verlaufsorientierung hat im Projekt zu folgendem Ablauf geführt: Die erste Schule greift den Gesichtspunkt "regionale Lebenswelt" auf, überträgt ihn in die Gegenwart und präsentiert der anderen Schule in PowerPoint-Animationen die eigene Lebenswirklichkeit im Stil einer Set-Card: "Wer bin ich, was tue ich, wie lebe ich, was mag ich." Die zweite Schule hat mittlerweile PowerPoint-Animationen zu Themen der historischen Lebenswelt des Stundenbuchs hergestellt. Beide Animationen werden ausgetauscht und als Lernmaterial der anderen Schule zur Verfügung gestellt. Beide Klassen entwickeln die Animationen der jeweils anderen Klasse weiter oder erstellen neue Animationen als Antwort. Im gemeinsamen Chat werden Fragestellungen und Problemfelder diskutiert. Im Kommunikationsprozess entwickelte Spiele Der begonnene Kommunikationsprozess wird fortgesetzt: Beide Schulen entwickeln für Brettspiele PowerPoint-Animationen als Quiz, die den Wissens- und Kenntnisstand der jeweiligen anderen Schule überprüfen. Dabei sind persönliche Lebenswelten und -situationen, regionale Elemente und Ereignisse, Daten und Fakten der Jugendkultur genauso möglich wie die Inhalte des Stundenbuchs, solange sinnvolle Anbindungen und Bezüge erkennbar sind. Die Spiele werden ausgetauscht und von der anderen Schule auf ihre Anwendungsmöglichkeiten hin überprüft. Vor- und Nachteile einer Projektdokumentation Jedes Projekt sollte dokumentiert werden, denn die Dokumentation ist für die Beteiligten ein wichtiges Erfolgserlebnis. Darin liegt gleichzeitig eine große Gefahr für die Umsetzung des Projektgedankens: Präsentationsorientierung, Ergebnisdruck oder Erwartungshaltung durch die Projektleitung oder durch externe, übergeordnete Stellen, wie die Schulleitung und Sponsoren, können die Gestaltungsmöglichkeiten der Einzelgruppen und die Mitverantwortung für das Ergebnis so mindern, dass die Projektbeteiligten zu simplen Ausführungsgehilfen reduziert werden. Variable Präsentationsformen Abhilfe schafft eine variable Form der Präsentation, die in die Umsetzung gleich mit eingebaut wird: Eine Gruppe kann sich je nach Arbeitsverlauf und Ergebnis für die Präsentationsform Ausstellung, Referat, Präsentation, Theaterspiel, Film oder Musikstück entscheiden. Eine solche abschließende Darstellung kann auch für die Zielformulierung, Organisation und vor allem für die Motivation der einzelnen Gruppen von großer Hilfe sein. Die gemeinsame Abschlussdiskussion und Wertung ist dann ebenfalls von entscheidender Bedeutung für den Erfolg. Treffen und Austausch der Klassen In diesem Projekt wurde die bisherige "visuelle Kommunikation" wörtlich genommen. Dazu fand ein Treffen beider Klassen zum Austausch aller bisherigen Erfahrungen statt. Die zwei Klassen haben sich im Kulturpädagogischen Zentrum des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg getroffen. Neben dem persönlichen Kennenlernen und der Projektdiskussion in schulübergreifenden Kleingruppen stand als Ausblick der berühmte "Behaim-Globus" als Beispiel eines kunstgeschichtlichen Werkes an der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit im Zentrum der Betrachtung. Alternativ wäre auch ein wechselseitiger Besuch möglich, an dem beide Klassen sich ihre jeweilige Stadt zeigen. Handlungs- und Sozialkompetenzen Bei der Bewertung von Projekten sollten unbedingt die Handlungs- und Sozialkompetenzen der Schülerinnen und Schüler im Verlauf des Projekts mit einbezogen werden. Bei schwierig zu führenden Klassen oder kniffeligen Projektaufgaben ist dieser Aspekt höher zu bewerten als das eigentliche Ergebnis. Hilfreich sind dazu Mitschriften der Lehrkräfte über die Schülerinnen und Schüler. Impulse, Neugierde, Engagement, Kreativität Geduld, Ausdauer, Frustrationstoleranz Flexibilität, Aufnehmen und Weiterverarbeiten von Ideen Ergebnisorientierung, Entwicklung, selbstständige Verarbeitung Diskussionsbereitschaft, Fähigkeit zur Zusammenarbeit Hilfsbereitschaft, Offenheit, Verantwortung Detailkenntnisse, Sachverstand, zusätzliches externes Wissen Verständnis und Einordnung Handwerkliches Geschick, gestalterische und darstellerische Fähigkeiten Schüler wollen handeln Motivation erzeugt sich durch Produktion. Schülerinnen und Schüler wollen handeln. Wichtig ist für die Lehrkraft, gerade bei pubertierenden, ihre Kräfte an ihrer Umgebung auslotenden Kindern, den Begriff der "Mitverantwortung" wirklich ernst zu nehmen: Keine Angst (gerade am Anfang eines Projekts) vor Lärm und lauten Schülerinnen und Schülern. "Alles schweigt und einer spricht, das Ganze nennt man Unterricht", dies ist für die Lehrkraft zwar oft angenehm, verhindert aber wichtige Lernprozesse in der Klasse. Die Belohnung für diesen Schritt ist nach vielen Grundsatzdiskussionen ein entspanntes Arbeitsklima mit intensiven Ergebnissen. Sinnvolle organisatorische Abläufe Dennoch gibt es einige sinnvolle organisatorische Abläufe, die ein solches Ergebnis unterstützen. Denn häufig erweist sich die Wahl des Projektvorhabens und die Formulierung eines inhaltlichen oder technischen Ziels gerade in der Gruppe als schwierig und bedarf einer ausführlichen Such- und Orientierungsphase, deren Erfolg das ganze Projekt bestimmt. Es bleibt dem Geschick und vielleicht auch der Intuition des Einzelnen oder des Lehrerteams überlassen, an welcher Stelle eine Orientierungsphase durch eine Theorieeinheit und einen Informations- oder Organisationsblock zu ersetzen ist. Manches Scheitern im Projektverlauf leitet einen (vielleicht sogar schmerzhaften) Prozess der Diskussion für die Schülerinnen und Schüler ein: Dies ist die eigentliche lehrreiche Erfahrung. Lehrerzentrierte Orientierungsphase Sinnvoll ist in der Regel eine lehrerzentrierte Orientierungsphase zu Beginn: ein rasches "Warm-Up" durch die Lehrkraft, die Problemfelder anspricht, welche sich aus den Beobachtungen der Schülerinnen und Schüler ergeben. Möglich ist eine kurze Arbeitsbesprechung, die anknüpft an die Ergebnisse der letzten Stunde, das heißt an die Beobachtungen der Schüler beim Lernen und Gestalten. Dabei sollten Theorie und Praxisdemonstrationen flexibel aufeinander abgestimmt sein. Schüler als Co-Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler sollten aktiv am Projektverlauf beteiligt werden, indem man ihnen beispielsweise die Moderation übergibt. Schülerinnen und Schüler als Co-Lehrkräfte sind hohe Kompetenzen in der Unterrichtsgestaltung. Sind sie projektgeübt, so können sie auch die Anfangsphase und Gesamtorganisation übernehmen. In der Arbeitsphase sollten für divergierende Arbeitsziele eine Abwechslung und ein Nebeneinander digitaler und gestalterisch-praktischer Arbeitsformen möglich sein. Medienraum und mobile Medieneinheiten Für eine Internetrecherche, die zu Beginn eines solchen Projektes als Motivation dienen kann, ist bei einer Klassengröße von über dreißig Schülerinnen und Schüler ein eigener Medienraum nötig. Ebenso für die Auseinandersetzung mit dem im Projekt verwendeten QuickTime-VR-Freiarbeitsmaterial. Dabei sollten für eine selbsttätige Auseinandersetzung nicht mehr als drei Personen einen Computer nutzen. In späteren Arbeitsphasen haben die Einzelgruppen sehr unterschiedliche Anwendungsbedürfnisse: Von der kurzen Recherche für eine spezielle Problematik bis zur Ausarbeitung ganzer Präsentationen wurden zwei Laptops genutzt, die im Kunstraum ständig zur Verfügung standen. Diese wurden von den Arbeitsgruppen mit entsprechenden Hinweisen sehr sorgfältig auch direkt neben handwerklichen Tätigkeiten wie Malen, Kleistern und Hämmern genutzt. Ausstattung und Betreuung der Technik Zum Austausch von Dateien standen mehrere Memorysticks und ein CD-/DVD-Brenner zur Verfügung. Ähnliche Ausstattungen sind bei vielen Familien auch zu Hause vorhanden, so dass einige Schülerinnen und Schüler gerne als Co-Systembetreuer und Techniker fungierten. Die Erfahrung hat gezeigt, dass mobile Medieneinheiten aufgabenbezogen flexibel einsetzbar sind. Sie bieten optimale Bedingungen für einen fächerübergreifenden Unterricht. Die anstehenden Aufbau- und Installationsarbeiten werden gerne von den Schülerinnen und Schülern übernommen und in ihren Funktionsweisen an Mitschüler weitergegeben. So werden ganz nebenbei viele technisch weniger versierte Schülerinnen und Schüler mit medientechnischen Aspekten vertraut. Günstige Anschaffung von Standardprogrammen Für die Durchführung von Projekten unterstützen Microsoft-Bildungsinitiativen die Schulen beim Lernen mit neuen Medien. Über diese Projekte ist in der Regel auch ein günstiger Zugang zur Software möglich. Adobe Photoshop ist das Standardprogramm für die professionelle Bildbearbeitung. Die Anschaffung ist nicht billig. Aber gerade im Kunstunterricht, der ja auch im grafischen Bereich berufsvorbereitend wirken soll, macht die Anschaffung der Vollversion zumindest für einen Arbeitsplatz Sinn. Günstige Varianten von Photoshop sind beim Kauf von Hardware oft enthalten. Freeware, Bundle- und Trial-Versionen Inzwischen gibt es ein umfangreiches Softwareangebot an Open Source oder Freeware für die Bildbearbeitung. Freeware sind Programme, die im Internet kostenlos zur Verfügung stehen und auf den Computer heruntergeladen werden können (Download). Ein Beispiel dafür ist das Bildbearbeitungsprogramm GIMP. Häufig wird auch beim Kauf eines Scanners, Druckers oder einer Digitalkamera eine reduzierte LE-Version von Adobe Photoshop erworben. Eine andere Software in einer so genannten Bundle-Version, das heißt gebunden an ein Hardware-Gerät, ist acdsee. Viele Schulen haben auf diese Art und Weise schon eine umfangreiche Ausstattung an kostenloser Software erworben. Darüber hinaus verfügen viele Eltern mit dem Kauf eines solchen Gerätes ebenfalls über Bildbearbeitungssoftware. Viele Schülerinnen und Schüler haben sich damit zu Hause schon selbstständig grundlegendes funktionales Wissen über die Bildbearbeitung erarbeitet. Grundsätzlich ist es auch möglich, für einen begrenzten Zeitraum so genannte Trial-Versionen zu verwenden. Bei diesen Versionen muss erst nach einer Zeit von circa drei Monaten die Kaufgebühr entrichtet werden. Ein Beispiel dafür ist der GraphikCoverter.

  • Kunst
  • Sekundarstufe I

Wellness im alten Rom

Unterrichtseinheit

Wenn man ein Schwimmbad besucht, stellt man fest, dass der Luxus der Badefreuden nicht ohne die Technik möglich wäre, die im Laufe des vergangenen Jahrhunderts entwickelt wurde. Doch wie sah das im alten Rom aus?Dieser Beitrag liefert Anregungen, wie das Thema "Baden wie die alten Römer" multimedial vermittelt werden kann. Lässt man seine Gedanken nun 2.000 Jahre in die Vergangenheit schweifen, bemerkt man erstaunt, dass bereits die Thermaltechnik der Römer von einem großen technischen und architektonischen Wissen zeugte, und dass sie der unseren in mancher Hinsicht überlegen war.In fast allen modernen Latein-Lehrbüchern finden sich Lese- und Informationstexte zu den römischen Thermen. Aber auch wenn keine entsprechenden Lese- oder Informationsstücke im Lehrbuch vorhanden sind, bietet sich sicherlich eine Möglichkeit, die römische Badekultur im Unterricht zu behandeln. Ein Thermenmodell für "Schüler experimentieren" Ein Erfahrungsbericht: Für ein Schülerprojekt wurde im Netz recherchiert und per E-Mail kommuniziert. Sachanalyse Für die eigene Umsetzung: Hintergrundinformationen, die Ihnen den Einstieg erleichtern und einige Recherchearbeit abnehmen. Das Thema in den Lehrbüchern Lehrbuchanbindung: Die Autorin stellt vor, an welchen Stelle der Lehrbuchprogression die Arbeit an Online-Quellen zum Thema "Badekultur" Platz finden kann. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Gewohnheit des gemeinsamen Badens als kulturelles Erbe der Römer erkennen. das themenspezifische Vokabular kennen lernen. Fakten rund um die Geschichte des Badens kennen lernen. über diese Fakten Zugang zu authentischen Texten finden. Webseiten als Informationsquellen kennen lernen. Thema Baden wie die alten Römer - Römische Thermen Autorin Christine Groß Fach Latein; evtl. fächerübergreifend mit Geschichte, Kunst Zielgruppe Sek. I Medien Internet, Lateinlehrbücher, Jugend- und Sachbücher, Dias, CD/DVD-ROMs, Arbeitsblatt Technische Voraussetzungen Computer mit Internet-Zugang, Scanner, Drucker Eine Projektwoche, eine Arbeitsgemeinschaft oder die Teilnahme an einem Wettbewerb wie "Schüler experimentieren" oder "Jugend forscht" sind Gelegenheiten, die antike Technik begreifbar zu machen. In einem mehrfach preisgekrönten Wettbewerbsbeitrag eines Schülers meiner Latein-AG für "Schüler experimentieren" wurden die wesentlichen Elemente einer Thermenanlage in einem Modell der Kaiserthermen in Trier dargestellt. Das Modell sollte möglichst originalgetreu die Thermaltechnik der damaligen Zeit mit Hypokaustsystem (Fußbodenheizung) wiedergeben. Ein Klick auf das Bild zeigt das Modell der Kaiserthermen in Trier. Reduktion des Umfangs Aus Gründen der Übersichtlichkeit, der Stabilität und somit auch der Mobilität wurde der Gesamtkomplex jedoch teilweise gestaucht: Unfunktionelle Räume wie die Apodyteria oder raumintensive Teile wie die Palaestra wurden weggelassen. Ebenfalls fehlen die Sudatoria, die mit dem Tepidarium bis auf die Temperatur übereinstimmen, jedoch mit einem zweiten Praefurnium (Heizungsfeuer) gespeist werden müssten, was aber eine allgemeine thermale Instabilität zur Folge hätte. Als letzte Änderung wurde eine Verschiebung des Kaltwasserbeckens in das Frigidarium vorgenommen, was auf das Gesamtbild der Funktionsweise jedoch keine Auswirkungen hat und der Mobilität des Modells zugute kommt. Die grundsätzliche Problemstellung der Projektes waren die Temperaturentwicklung sowohl im Wasser als auch in der Luft und die Messung der Luftfeuchtigkeit. Recherche im Netz Die für die Rekonstruktion der Thermen nötigen technischen Angaben stellte der Schüler problemlos dank einiger Vitruv-Texte zusammen, die man in den gängigen Internet-Sammlungen lateinischer Autoren finden kann. In Ergänzung dazu studierte er diverse Internet-Seiten mit Texten und Abbildungen zur römischen Bautechnik und den Thermen. Projekt-Betreuung via E-Mail Da ich den Schüler nicht selbst unterrichte und in der Schule nur selten sah, kommunizierten wir während der Bauphase fast täglich per E-Mail. Durch diese im Vergleich zu Telefonaten weitaus kostengünstigere Variante wurde ich schnell über die Fortschritte des Modells informiert. Gleichzeitig stand ich jederzeit für Fragen zur Verfügung und gab Tipps zu Arbeitsmaterialien, -technik, Größenverhältnissen, Messgeräten für Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Neben der Herstellung des Modells war eine schriftliche Arbeit für den Wettbewerb vonnöten, die Vorgehensweise, Versuchsaufbau und Ergebnisse mit Tabellen und Schaubildern beinhaltet. Die einzelnen Kapitel erhielt ich zur Korrektur per E-Mail. Auf demselben Weg leitete ich die durchgesehene Fassung mit eingescannten Abbildungen an meinen Schüler zurück. Multimediale Präsentation Nach Fertigstellung des Modells und der schriftlichen Arbeit erstellte er schließlich eine computergestützte Präsentation für den Wettbewerbstag. Zusätzlich zu den obligatorischen Plakaten und einem Thermen-Würfelspiel für die Gestaltung des eigenen Standes setzte er die CD-ROM "Vitalis und Artula" (zu beziehen beim Rheinischen Landesmuseum und der Touristinformation Trier) ein, in der zwei virtuelle Stadtführer durch das römische Trier - auch zu den Kaiserthermen - führen. Außerdem speicherte er aus dem Internet ein 3D-Modell der Caracalla-Thermen in Rom. Teile davon wurden abwechselnd mithilfe des mitgebrachten Computers und Monitors der Jury und den Besuchern vorgeführt. Die römische Badekultur ist ein gutes Beispiel dafür, dass antike Bautechnik und Freizeitgestaltung auch nach 2000 Jahren nichts von ihrer Faszination verloren haben. Römische Thermen werden bis heute in Thermalbädern genutzt, der Gedanke, das Baden mit anderen entspannenden Freizeitaktivitäten zu verbinden, lebt in den heutigen Erlebnis- und Spaßbädern fort. Für die Behandlung der Thermen im Lateinunterricht eröffnet der Einsatz von Computer und Internet in Ergänzung zu den vorhandenen Lese- und Informationstexten der Lateinbücher für Lehrende und Lernende vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Neben der Recherche von Bildern , Sachinformationen und Texten lateinischer Schriftsteller sowie der Präsentation von Arbeitsergebnissen kann hier auch die Kommunikation bei der Exkursionsvorbereitung sowie bei der Online-Betreuung von Unterrichts-Projekten zum Tragen kommen. Betrachtet man die römische Thermaltechnik genauer, kann man, isoliert von den Umkleide- und Eingangsräumen und Kleiderspinden, ein immer gleiches System von Räumen entdecken, die den zentralen Badetrakt bilden: das Caldarium (Heißbad, ca. 33 - 42°C) das Tepidarium ((Lau)warmbad, ca. 23°C) das Frigidarium (Kaltbad ohne Heizung) und letztendlich die Palaestra (Sportplatz). Die ersten drei liegen innerhalb des Gebäudes, die letzte im Freien. Dazu kamen je nach "Ausstattung" weitere Räume. Nach Zahlen des Eintrittspreises, der für Frauen bei einheitlich ½ As und für Männer bei einheitlich ¼ As lag, betrat man den Eingangsraum und begab sich von da aus ins Apodyterium , den Umkleideraum, wo es Bänke und Ablagefächer gab. Nun begann der vielstündige Aufenthalt in den Thermen mit dem sportlichen Teil: Sport und Spiel fanden in der Palaestra statt, einer etwa 20 mal 50 Meter großen, teilweise überdachten Fläche. Nach den Leibesübungen betrat der Thermenbesucher nun das Sudatorium , den Schwitzraum, worauf er in das Caldarium , einen sehr heißen und humiden Raum mit alvei, teilweise in den dicken Estrichboden eingelassene Wannen, wechselte. Der Boden des Caldariums war so heiß, dass man dicke Holzsandalen anziehen musste. Danach ging man ins Tepidarium , das mit dem Sudatorium vergleichbar ist, jedoch eine geringere Wärme aufbieten sollte und konnte, da es als Abschwitzraum diente und mit der Restwärme des Caldariums gespeist wurde. Nach dem Aufenthalt hier hatte der Körper jedoch oft noch nicht aufgehört zu schwitzen. Schließlich folgte der reinliche Römer dem Rundgang ins Frigidarium*, wo sich entweder ein Kaltwasserbecken befand oder wo dieses als Durchgang zur *Piscina (Natatio), einem Kaltwasserbecken im Freien, fungierte. Zum römischen 'Wellness-Programm' in den Thermen gehörten zudem meist eine Massage, eine Friseur- oder Arztbehandlung, entspannendes Lesen in der Bibliothek, Vorträge - und ein Besuch der Taberne. In Ergänzung zu den hier vorhandenen Texten über Zirkusspiele und Theateraufführungen kann der Thermenaufenthalt als beliebte römische Freizeitgestaltung gewinnbringend im Unterricht behandelt werden. Dies könnten anhand von Informationen und Abbildungen aus dem Internet Dias ("Römische Thermen" von Klett) CD- oder DVD-ROMs ("Das alte Rom" von Alive) Sach- und Jugendbüchern (Sachbuch zu "FELIX", "Res Romanae", Macauly's "Eine Stadt wie Rom" von dtv) oder Lexika ("Der Kleine Pauly") geschehen. Lehrbuch Lektionen Lesestücke Informationstexte Bilder ROMA B 44 "In römischen Thermen" I-Stück, bilingualer Seneca-Text (Z-Stück) - FELIX B 37 "Badekultur - natürlich auch in Cambodunum" I-Stück Collage: Thermen von Cambodunum (Kempten) CURSUS CONTINUUS 3 "Hochbetrieb in den Thermen" "Thermen" Zeichnung SALVETE 4 «Rufus et Quintus thermas intrant», «Quis aquam frigidam timet? » - Stabianer Thermen ITER ROMANUM 30 «Im Bad von Baiae» "Im Bad von Baiae" Thermen von Baiae OSTIA ALTERA 18 «Der Kleiderdieb»,"In den Thermen" - Stabianer Thermen (heute und Rekonstruktion) LATEIN DREI 15, 16 "In den Thermen" (15), "Der Preis des Vergnügens" (16) Geschichte "Ein Tag in Rom 2" I-Texte in L 15 und 16 Caracalla-Thermen, Thermen des Diokletian (15), Trier, Thermen (16)

  • Latein
  • Sekundarstufe I