Arbeiten und Leben in der Fremde: von "Gastarbeitern" und "Vertragsarbeitern"

In den 1950er und 1960er Jahren kam es in der Bundesrepublik Deutschland aufgrund des rasanten Wirtschaftswachstums ("Wirtschaftswunder") zu einem Mangel an Arbeitskräften. Dieser konnte trotz der Zuwanderung aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten und der Migration aus der DDR nicht mehr bewältigt werden. Die Bundesrepublik warb in der Folge ausländische Arbeitnehmer an. Jedoch wurde die einheimische Wirtschaft zunehmend von den ausländischen Arbeitnehmern abhängig. Und so verblieben viele der sogenannten "Gastarbeiter" nicht wie ursprünglich geplant zeitlich befristet, sondern dauerhaft in Deutschland. Viele von ihnen holten ihre Familien nach.

Auch in der DDR gab es einen Mangel an Arbeitskräften - bis zum Mauerbau vor allem auch hervorgerufen durch den Flüchtlingsstrom in die Bundesrepublik. Anders als die Bundesrepublik Deutschland versuchte die DDR-Regierung jedoch, die fehlenden Arbeitskräfte mithilfe von Abkommen mit anderen sozialistischen Staaten in Form einer Überlassung von Arbeitskräften, den sogenannten "Vertragsarbeitern" zu decken. Ihr befristeter Aufenthalt war vor allem durch strikte Abschottung und gegenüber der Bevölkerung gekennzeichnet.

Dieser Themenschwerpunkt widmet sich den Rahmenbedingungen sowie den Motiven der Gast- und Vertragsarbeiter. Darüber hinaus geht es geht es um die Bedeutung von Sprache und Kultur für den Wunsch nach Migration, aber auch für eine gelingende Integration.

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Dieser Beitrag wurde gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (Bundesstiftung Aufarbeitung), bundesunmittelbare Stiftung des öffentlichen Rechts.

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Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit der Eduversum GmbH.

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