Handy, Laptop und Tablet im Unterricht: schulorganisatorische Überlegungen

Fachartikel

Dieser Artikel zur Nutzung von Tablets, Laptops und Smartphones im Unterricht fokussiert schulorganisatorische Überlegungen. "Get your own device" (GYOD) oder "Bring your own device" (BYOD): Was sind die Vor- und Nachteile der Arbeit mit eigenen oder geliehenen mobilen Geräten in der Schule?

 

Schulisches Lernen soll aktuell und möglichst nah an der Zielgruppe sein. Das bedeutet – insbesondere auch im Zusammenhang mit der KMK-Strategie "Bildung in der digitalen Welt" – nahezu zwangsläufig eine zunehmende Digitalisierung des Unterrichts: Angesichts der Herausforderungen des digitalen Wandels für den Bildungssektor sollen mithilfe eines Handlungskonzepts die Lehr-Lern-Szenarien des Fachunterrichts an allen deutschen Schulen systematisch und fächerübergreifend in digitale Lernumgebungen eingebettet werden.

Dabei stellt sich unweigerlich die Frage, an wessen mobilen Geräten die Schülerinnen und Schüler lernen sollen. Möglich sind in diesem Zusammenhang zwei unterschiedliche Konzepte, die in diesem Artikel aus schulorganisatorischer Perspektive erläutert und diskutiert werden: Die Arbeit an schülereigenen Handys, Laptops und Tablets oder die Arbeit an schuleigenen mobilen Endgeräten.

Get Your Own Device (GYOD)

Bei diesem Modell stellt die Schule den Schülerinnen und Schülern sowie auch den Lehrkräften alle mobilen Endgeräte kostenlos zur Verfügung. Die Lernenden können diese dann beispielsweise über ein bestimmtes Leihsystem dauerhaft oder aber auch nur stundenweise beziehen.

Vorteile

  • die Geräte verbleiben in der Schule 
  • das Schulnetz ist besser vor Viren geschützt
  • die Geräte sind entsprechend konfiguriert
  • die notwendige Apps und weitere Anwendungen sind enthalten
  • die Internetanbindung ist gewährleistet
  • keine finanzielle Belastung bei den Eltern
  • die Steuerung der Geräte über eine Klassenverwaltungs-App ist möglich

Nachteile

  • hoher Organisationsaufwand
  • die Zuständigkeiten sind zum Teil ungeklärt
  • der Ablauf von Reparaturen muss genau bestimmt werden
  • Ersatzgeräte müssen gegebenenfalls verfügbar sein 
  • hoher Beschaffungs- und Wartungsaufwand

Bring Your Own Device (BYOD)

Bei diesem Modell arbeiten die Schülerinnen und Schüler an ihren eigenen Geräten. Dabei kann es sich zum einen um technisch heterogene Geräte handeln oder zum anderen um Geräte, die einheitlich und primär für den Schuleinsatz konfiguriert sind und damit technisch homogen sind. Diese beiden Varianten von BYOD werden durch die Eltern finanziert. 

Vorteile

  • geringer administrativer Aufwand
  • die Verantwortung der Finanzierung und Wartung der Geräte liegt bei den Eltern
  • kein logistischer Aufwand vor Stundenbeginn (zum Beispiel Medienwagen buchen und ins Klassenzimmer transportieren oder einen geeigneten Raum reservieren)
  • die Geräte sind jederzeit verfügbar und einsatzbereit
  • Volumenlizenzen ermöglichen Bildungsrabatte für Schulen beim Software-Kauf

Nachteile

  • auf den eigenen Geräten kann auch "schulfremde" Software installiert sein
  • Haftungsfragen müssen geklärt werden
  • erhöhte Missbrauchgefahr
  • erhöhter Wartungsaufwand zur Arbeit an unterschiedlichen Betriebssystemen
  • Konkurrenz unter den Lernenden bei der Arbeit mit heterogenen Geräten
  • die Finanzierung ist nicht für alle tragbar

Weiterführende Überlegungen

Grundsätzlich gilt, dass die Entscheidung auf Grundlage der landesabhängigen Verordnungen...

 

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