Unterrichtsmaterial Kohlekommission und Hambacher Forst: "Raus aus der Kohle, aber wie?"

veröffentlicht am 01.10.2018

Die Kohlekommission entwickelt Pläne für den Ausstieg aus der Kohle. Gleichzeitig plant der Energiekonzern RWE, den Braunkohletagebau auszuweiten. Dafür soll der Hambacher Forst weichen. Wie passt das zusammen? Was ist die Kohlekommission und wie arbeitet sie? Und welche unterschiedlichen Positionen vertreten ihre Mitglieder? Ein debattenorientiertes Unterrichtsmaterial zur aktuellen Diskussion.

Kohlekommission und Hambacher Forst

Eine Greenpeace-Aktivistin sprüht einen Baum an

Um die Klimaschutzziele zu erreichen, wurde am 6. Juni 2018 die "Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung", kurz Kohlekommission, von der Bundesregierung ins Leben gerufen. Die Kohlekommission hat die Aufgabe, ein Aktionsprogramm für einen sozial- und klimaverträglichen Ausstieg aus der Braunkohleverstromung aufzustellen. In ihr befinden sich 31 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Gewerkschaften, Wirtschafts- und Energieverbänden, Umweltverbänden sowie aus den Braunkohle-Regionen.

"Braunkohle ist das schlimmste Gift für's Klima", so Tobias Münchmeyer, stellvertretender Leiter der politischen Vertretung von Greenpeace in Berlin. Ein erheblicher Anteil der CO2-Emissionen in Deutschland wird durch Kohle verursacht. 

Aktuelles Unterrichtsmaterial online

Arbeitsblatt zum Thema Klimaschutz und Kohleausstieg

Bei dem Unterrichtsmaterial "Raus aus der Kohle – aber wie?" handelt es sich um eine zweiseitige Sonder-Einlage des Greenpeace-Bildungsmaterials "Klimaschutz und Klimapolitik - Alles Verhandlungssache?". Auf der ersten Seite von "Raus aus der Kohle – aber wie?" finden Lehrkräfte Impulse für ihren Unterricht, mit deren Hilfe sie die Debatte um den Kohleausstieg im Unterricht aufgreifen können. Dabei stehen insbesondere die unterschiedlichen Positionen innerhalb der Kohlekommission (aber auch innerhalb der Bevölkerung) im Vordergrund. Neben kurzen Hintergrundinformationen mit weiterführenden Links sind in den Materialien zahlreiche Vorschläge zur vielfältigen, multiperspektivischen und multimedialen Auseinandersetzung mit dem Thema enthalten.

Im zweiten Teil des Materials setzen sich die Schülerinnen und Schüler auf einem Arbeitsblatt mit den unterschiedlichen Positionen einzelner Vertreterinnen und Vertreter der Kohlekommission aus der Energie- und Wasserwirtschaft, den Gewerkschaften, der Wissenschaft, Umweltverbänden und Bürgerinitiativen auseinander. Dabei arbeiten sie das mögliche Konfliktpotenzial heraus, das es zwischen einzelnen Vertreterinnen und Vertretern geben könnte. 

Die Materialien eignen sich gut für den Einsatz in gesellschaftswissenschaftlichen Fächern, zum Beispiel Politik, Sozialwissenschaften, Geografie/Erdkunde oder Wirtschaft, lassen sich aber auch für fächerübergreifende Lernprojekte oder im Rahmen einer (Umwelt-)Projektwoche einsetzen. Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 an allen weiterführenden Schulformen.


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