klicksafe-Materialien: Kinder vor Cyber-Grooming schützen

veröffentlicht am 31.01.2017

klicksafe unterstützt Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen mit zahlreichen Materialien dabei, Kinder vor dem sogenannten Cyber-Grooming, also pädosexuellen Übergriffen im Netz, zu schützen.

Ob im herkömmlichen Chatportal, in Online-Spielen oder Sozialen Netzwerken: In Zeiten, in denen Nutzerinnen und Nutzer sich anonym im Netz bewegen können, ist auch Cyber-Grooming, die sexuelle Belästigung von Kindern im Internet, ein Problem. Laut KIM-Studie haben bereits sieben Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen problematische Kontaktversuche von Fremden im Internet erlebt; oftmals nach dem Muster, dass Täter schrittweise Vertrauen zu ihren minderjährigen Opfern aufbauen, um diese – wenn das Vertrauen einmal hergestellt ist – sexuell zu belästigen. Um Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen bei dem Schutz ihrer Kinder vor Cyber-Grooming zu unterstützen, stellt die EU-Initiative klicksafe kostenlos zahlreiche Materialien bereit: Wie führt man Kinder an die Gefahren im Netz am besten heran? Welche Maßnahmen und Regeln sollten Eltern und Pädagogen mit Kindern besprechen? Und was ist zu tun, wenn das eigene Kind oder der eigene Schüler tatsächlich sexuell im Netz belästigt wird?

Eltern- und Kinderbereich

Im Elternbereich von klicksafe finden Erwachsene so beispielsweise Tipps für die Nutzung von Chats, Sozialen Netzwerken und Messengern von jüngeren Kindern (bis zehn Jahre) und älteren Kindern (ab zehn Jahre). Im Kinderbereich von klicksafe gibt es zahlreiche Tipps zu guten Kinderwebsites, die vor allem für jüngere Kinder sichere Surfräume anbieten und in denen es erwachsenen Nutzerinnen und Nutzern nicht möglich ist, Kontakt zu Kindern aufzunehmen. Bei der Vereinbarung von Regeln zur Mediennutzung zu Hause kann auch das Angebot www.mediennutzungsvertrag.de helfen.

Flyer und Arbeitsblätter

Ebenso können sich Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen über die klicksafe-Flyer „Instagram, Snapchat, Facebook und Co.: Sicherer in Sozialen Diensten“ und „Datenschutz-Tipps für Eltern“ informieren. Im klicksafe-Themenbereich „Chat“ gibt es zudem unter „Risiken beim Chatten“ Informationen zu Cyber-Grooming. Für die Thematisierung im Schulunterricht eignet sich beispielsweise das Arbeitsblatt „Sexy Chat“ aus dem klicksafe-Modul „Let´s talk about Porno“. Alle Materialien und weitere Handreichungen sind kostenlos unter www.klicksafe.de zu finden.

Weitere Materialien und Anlaufstellen

Auch klicksafe-Partner bieten umfangreiches Material rund um das Thema Cyber-Grooming: jugendschutz.net hat die wichtigsten Regeln für Kinder und Jugendliche auf dem Poster „Sicher chatten!“ zusammengefasst. Erläuterung zu den einzelnen Tipps und Regeln finden sich im Elternbereich der Website Chatten-ohne-Risiko. Im Themen-Spezial „Cyber-Grooming – Sexuelle Belästigung in Chats“ des Jugendportals Handysektor erfahren Jugendliche, wie sie Cyber-Grooming erkennen und sich davor schützen können. Zudem ist das kostenlose und anonyme Beratungsangebot der Nummer gegen Kummer (Tel.: 116 111) eine Anlaufstelle, wenn Kinder und Jugendliche Hilfe brauchen oder sich eine erste Beratung holen wollen. 


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