Blind ist nicht blöd! - Umgang mit Behinderten

Veröffentlicht am 22.06.2004
  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I
  • variabel 4 bis 10 Unterrichtsstunden, einzelne Module: variabel 20 bis 90 Minuten
  • Ablaufplan, Arbeitsblatt, Didaktik/Methodik, Primärmaterial, Recherche-Auftrag
  • 2 Arbeitsmaterialien

Neulich am zentralen Busbahnhof einer mittelgroßen deutschen Stadt: Ein junger Mann spricht eine Gruppe ebenfalls junger Leute an und fragt nach dem Bus Nr. 312. Antwort: "Bist wohl blöd, Mann, da steht er doch." Blöd nicht, nur blind.

Beschreibung der Unterrichtseinheit

Oder: Ein freundlicher Zivi liest einer allein stehenden blinden Frau geduldig die Zeitung vor. Nach jedem Abschnitt oder Artikel fasst er den Inhalt des Gelesenen kurz zusammen. Dies wiederholt sich einige Male, bis die Frau sagt: "Junger Mann, ich bin doch nicht blöd." Im Gegenteil, es gehört längst zum Allgemeinwissen, dass Blinde oft mit höchster Intelligenz das fehlende Sehvermögen kompensieren, das Gehirn entwickelt erstaunliche Fähigkeiten bei der Verarbeitung anderer als optischer Sinnesreize, und die Beispiele berühmter blinder Persönlichkeiten mit herausragenden geistigen Leistungen in Geschichte und Gegenwart sind zahlreich.

Didaktisch-methodischer Kommentar

Im Alltagsleben gibt es Vorurteile und ungeschicktes oder verletzendes Verhalten blinden Menschen gegenüber. Die hier vorgestellte Unterrichtseinheit für die Sek I soll dies bewusst machen, Toleranz und Verständnis schaffen und Hinweise für den Umgang und das Zusammenleben mit Blinden geben. Die Unterrichtseinheit scheint auch in besonderer Weise für die Arbeit in Integrationsschulen geeignet.

 

Die Arbeitsblätter der Unterrichtseinheit können den Lernenden als Ausdruck, aber besser noch als Datei zur Verfügung gestellt werden. So können Links gleich aus der Datei heraus angeklickt werden.

Download

Vermittelte Kompetenzen

Inhaltliche Ziele

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • Verständnis für Blinde und (Seh-)Behinderte gewinnen und dieses vertiefen.
  • in Simulationen und Spielen das Sehen überhaupt und das eigene Sehvermögen reflektieren.
  • die Braille-Schrift kennen lernen.
  • sinnvolles Verhalten für den Umgang mit Blinden lernen.

Ziele aus dem Bereich Medienkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • das Internet als Basisressource für die Unterrichtsarbeit nutzen.
  • das Internet als interaktive Lernplattform für das eigene, autonome Lernen erfahren und nutzen.
  • eventuell: Diskussionsbeiträge oder Arbeitsergebnisse in einem Forum veröffentlichen oder auf einer Homepage präsentieren.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaBlind ist nicht blöd! Eine Unterrichteinheit zum Thema Blindheit und Sehbehinderung
AutorinBirgit Tramnitz
FachbereichReligion / Ethik
SchultypGymnasium, Gesamtschule, Realschule
ZielgruppeSek. I
Zeitraumvariabel 4 bis 10 Unterrichtsstunden, einzelne Module: variabel 20 bis 90 Minuten
MedienComputer mit Internetanschluss, ggf. Film (Kino, DVD, Kassette), ggf. Tücher oder Schals, ggf. ein 10-€-Schein (bleibt unversehrt!)

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Avatar Birgit Tramnitz

Birgit Tramnitz ist Studiendirektorin in Bonn und unterrichtet die Fächer Französisch und Erdkunde. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen neben der Koordination der Mittelstufe in den Bereichen Französisch in der Oberstufe, Schüleraustausch sowie Film- und Computereinsatz im Französischunterricht.

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