Unterricht in Zeiten von Schulschließungen – Online-Learning für alle?

Fachartikel

Landesweite Schulschließungen, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu vermeiden, stellen Lehrkräfte, Schulleitungen und Eltern vor organisatorische Hürden. Wie kann ein Ersatz-Klassenraum aussehen, wie ein alternativer Unterricht gelingen? Wie können Lehrende und Lernende sowie Eltern weiterhin im Austausch bleiben und wie sollten Lernangebote nun aussehen?

 

Digitale Kommunikation:

Oberste Priorität sollte nach den landesweiten Schulschließungen in der Corona-Krise zunächst die Sicherstellung der Kommunikation unter allen Beteiligten haben, sei es über E-Mail, Klassenchats oder eine schulinterne Plattform. Verfügt die Schule über eine Schul-App wie beispielsweise notyz oder Sdui beziehungsweise über eine Lernplattform beziehungsweise ein Lern-Management-System (LMS) wie moodle, so können Lehrkräfte ihren Lerngruppen Aufgaben online zur Verfügung stellen. Diese werden digital bearbeitet und anschließend wieder in ein definiertes Ablagesystem hochgeladen oder für ein Feedback direkt zugeschickt. Auf diese Weise kann die Lehrkraft prüfen, wer gerade an welcher Aufgabe sitzt oder bereits fertig mit der Bearbeitung ist und anschließend die Lösungen zur Selbstkontrolle im Sinne des eigenverantwortlichen Lernens hochladen. Für leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler kann sie darüber hinaus auf Lern- beziehungsweise Erklärvideos verweisen oder den Kontakt via Mail, Webcam oder Telefon für Rückfragen anbieten. Gleichzeitig fungiert die Schul-App als Messenger-Dienst und kann alternativ zur E-Mail die Kommunikation aller Beteiligten über das Smartphone sicherstellen.

Schulen ohne Schul-Apps oder LMS können über verschiedene Wege die Kommunikation aller Beteiligten untereinander wahren: Nutzen Sie idealerweise Ihre Schul-Mailadresse für den Austausch im Kollegium, vor allem aber mit den Eltern und mit Ihren Lerngruppen. Dies ermöglicht auch die Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien, zum Beispiel über den Classroom Manager von Lehrer-Online, Dropbox oder ähnliche Cloud-Angebote. Über den generierten Link lassen sich dann Wochenpläne und Arbeitsaufgaben freigeben und herunterladen. Die Materialien werden entweder von den Eltern von Grundschülerinnen und Grundschülern eingesehen und ausgedruckt oder aber von Schülerinnen und Schülern der weiterführenden Schulen selbstständig am Rechner oder einem Endgerät bearbeitet. Via Mail können Sie die Lerngruppen über neue oder aktualisierte Aufgaben informieren. Auch können Sie als Lehrkraft Sprachnachrichten und Videos als Anhang in einer E-Mail versenden oder diese Formate zur Motivation und Themen-Einführung nutzen.

Geeignete Arbeitsformen und Methoden

Sollten Sie und Ihre Klassen noch keine Erfahrung mit kollaborativen Online-Tools haben, bieten sich individuelle oder klasseneinheitliche Wochenpläne an. Die Methode fördert die Selbstständigkeit der Lernenden, sie lernen die Verantwortung über den eigenen Lernprozess zu übernehmen. Die Zeiteinteilung sollte möglichst den Schülerinnen und Schülern selbst obliegen. So lernen sie zusätzlich, sich ihre Lernzeiten einzuteilen. Weitere Grundlagen und Vorteile des Offenen Unterrichts werden im Fachartikel Lernen mit dem Wochenplan erläutert. Beispiele für Wochenpläne finden Sie im Fachartikel Das digitale Klassenzimmer

Durch das Teilen von Musterlösungen nach einem bestimmten Zeitraum und die anschließende Selbs...

 

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