Unterrichtsmaterialien zum Thema ""

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Datenschutzrecht für und an Schulen: Grundlagen und Blick auf Videokonferenz-Systeme

Fachartikel

In diesem Fachartikel geht es um das Thema "Datenschutzrecht für Schulen" und seine Bedeutung für den Schulalltag. Dabei wirft Dr. Florian Schröder, Jurist und Experte für Schulrechtsfragen, auch einen Blick auf Videokonferenz-Systeme. Nicht nur Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch Eltern finden hier wissenswerte Informationen zu datenschutzrechtlichen Grundsätzen.Der vorliegende Beitrag ist Teil einer systematischen Einführung in das Schulrecht und in schulrelevante weitere Rechtsgebiete. Bereits erschienen sind Verfassungs- und grundrechtliches Fundament von Schule Einführung in das allgemeine Verwaltungsrecht für Schule Rechte und Pflichten der Schulleitung Rechte und Pflichten der Lehrkräfte Einführung in das Schulrecht: der rechtliche Rahmen der Konferenzarbeit Schulische Sanktionen gegenüber Schülerinnen und Schülern: Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen Einführung in das Schulrecht: Aufsicht und Haftung Einführung in das Schulrecht: Urheberrecht für Schulen Da das Schulrecht in wesentlichen Teilen Landesrecht ist, ist es nicht möglich, auf die Rechtslage jedes der 16 Bundesländer im Detail einzugehen. Dort, wo landesrechtliche Regelungen maßgeblich sind, wird in der Beitragsserie daher stellvertretend für die Flächenländer jeweils anhand des niedersächsischen Landesrechts erläutert, stellvertretend für die Stadtstaaten steht das hamburgische Landesrecht. Verfassungsrechtliche Grundlagen Grundlage des Datenschutzrechts ist (mittlerweile) die Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union (EU-DSGVO), die allerdings aufgrund vielfacher Öffnungsklauseln und unbestimmter Rechtsbegriffe einer landesrechtlichen und auch themenspezifischen Konkretisierung bedarf. Diese wurde in allen Bundesländern zum Mai 2018 (teilweise auch bereits mit neuerlichen Änderungen seitdem) umgesetzt, so in Niedersachsen in § 31 des Niedersächsischen Schulgesetzes (NSchG) und diversen ergänzenden Regelungen (zum Beispiel dem Runderlass "Aufbewahrung von Schriftgut in öffentlichen Schulen; Löschung personenbezogener Daten" und dem Runderlass "Verarbeitung personenbezogener Daten auf privaten Informationstechnischen Systemen (IT-Systemen) von Lehrkräften") und in Hamburg durch §§ 98 ff. des Hamburgischen Schulgesetzes (HmbSG) und der Schul-Datenschutzverordnung (Schul-DSV). Regelungsgegenstand Durch das Datenschutzrecht geschützt werden (nur) sogenannte "personenbezogene Daten". Diese definiert Artikel 4 der DSGVO wie folgt: "Personenbezogene Daten" [sind] alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person [...] beziehen; als identifizierbar wird eine natürliche Person angesehen, die direkt oder indirekt, insbesondere mittels Zuordnung zu einer Kennung wie einem Namen, zu einer Kennnummer, zu Standortdaten, zu einer Online-Kennung oder zu einem oder mehreren besonderen Merkmalen, die Ausdruck der physischen, physiologischen, genetischen, psychischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Identität dieser natürlichen Person sind, identifiziert werden kann." Datenschutzrechtliche Grundsätze Das Datenschutzrecht ist zumeist sehr ausführlich und kleinteilig geregelt. Um dabei den Überblick zu behalten, empfiehlt es sich, sich einige Grundsätze vor Augen zu führen, mittels derer sich in jeder Regelung der rote Faden erkennen lässt: Die Grundlagen des Datenschutzrechts stammen bereits aus dem sogenannten Volkszählungsurteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahre 1983. Danach ist Datenerhebung durch staatliche Stellen verboten, sofern es keine Erlaubnisnorm oder Zustimmung der Betroffenen gibt; dürfen nur so wenige Daten wie nötig erhoben werden (Grundsatz der "Datensparsamkeit"); darf die Datenverarbeitung nur zum ursprünglichen Zweck erfolgen (Grundsatz der Zweckbindung und Verbot von staatlichem "big data"); ist eine Weitergabe der Daten an Dritte nur mit Erlaubnisnorm oder Zustimmung der Betroffenen erlaubt. Aus späterer Rechtsprechung hat sich außerdem das "Recht auf Vergessen" ergeben, also ein Rechtsanspruch darauf, dass nicht mehr benötigte Daten gelöscht werden. Durch die EU-DSGVO erstmals mit Rechtsverbindlichkeit festgelegt wurden außerdem das Recht auf Datenkorrekturen auf Antrag Betroffener; die Pflicht zur Sicherstellung von IT- (und damit Daten-) Sicherheit und eine Meldepflicht (innerhalb von 48 Stunden!) gegenüber der/dem Landesdatenschutzbeauftragten bei Datenschutzverletzungen. Neue Instrumentarien aus der EU-DSGVO Neben einer Konkretisierung der zuvor dargestellten Grundsätze hat die DSGVO auch einige Neuerungen gebracht. Wesentlich sind dabei die Pflicht, Verzeichnisse der (Daten-) Verarbeitungstätigkeiten zu führen (Artikel 30 Absatz 1 DSGVO), Vereinbarungen zur Auftragsdatenverarbeitung mit dem Schulträger und etwaigen externen IT-Dienstleistern abzuschließen (Artikel 28 DSGVO) und Betroffene proaktiv über Datenverarbeitungen zu unterrichten (Artikel 13 DSGVO). In den landesrechtlichen Regelungen finden sich hierzu jeweils Konkretisierungen. Schulische Datenschutzbeauftragte Wie in jeder Behörde muss es auch in Schulen Datenschutzbeauftragte geben. Dies regelt zumeist nicht das Schulrecht, sondern das allgemeine Datenschutzrecht, zum Beispiel § 58 des Niedersächsischen Datenschutzgesetzes (NDSG). Es muss sich um eine fachlich geeignete und weisungsfreie Person handeln, die frei von Interessenkonflikten (also insbesondere nicht Schulleitungsmitglied oder IT-Systemadministrator/in) ist. Als Aufgaben nennen die Gesetze regelmäßig: Unterstützung, Beratung und Überwachung der Einhaltung des Datenschutzes und Zusammenarbeit mit den Landesbeauftragten für den Datenschutz. Speziell: Videokonferenz-Systeme Im Zuge der Corona-Pandemie hat (nicht nur) die schulische Bedeutung von Videokonferenzen exponentiell zugenommen. Hierbei wurden zunächst allenthalben die "Augen zugedrückt", wenn es um Fragen des Datenschutzes ging, da die Aufrechterhaltung eines geregelten Schulbetriebs als Priorität eingestuft wurde. Unterdessen ist etwas Ruhe eingekehrt und ein nüchterner datenschutzrechtlicher Blick angezeigt: Um allerdings beantworten zu können, ob die Nutzung datenschutzkonform ist, muss jedes einzelne Videokonferenz-System (Teams, ClickMeeting , Zoom, iServ, Big Blue Button, Gotomeeting, Jitsi et cetera) individuell durchleuchtet werden, wobei auch die jeweilige Konfiguration der an der einzelnen Schule genutzten Software und Software-Version einen Unterschied machen kann. Als grundsätzliche Linie lässt sich dabei nur festhalten, dass die Nutzung immer dann datenschutzrechtlich problematisch ist, wenn Daten außerhalb des Geltungsbereichs der EU-DSGVO verarbeitet und gespeichert werden, zum Beispiel in den USA. Für viele Schulen muss daher davon ausgegangen werden, dass das genutzte beziehungsweise vom Schulträger zur Verfügung gestellte System nicht vollständig datenschutzkonform ist. Kultusministerien und Schulbehörden sind (außer in Baden-Württemberg) bislang zurückhaltend mit etwaigen Eingriffen, dies dürfte sich aber künftig ändern. Weiterführende Literatur Schröder, Florian (2019). Handbuch Schulrecht Niedersachsen. Köln: Carl Link Verlag.

  • Fächerübergreifend

Handwerk liegt in der Natur des Menschen

Fachartikel

Dieser Fachartikel zeigt Möglichkeiten auf, wie der Wirtschaftsbereich Handwerk den allgemeinbildenden Unterricht im Rahmen der Lehrpläne bereichern kann. Darüber hinaus widmet er sich der Ausbildung im Handwerk in Deutschland und beschreibt diesen vielfältigen Berufszweig in seiner Aktualität und seinen Möglichkeiten. Es werden wesentliche Merkmale des Handwerks erläutert und wichtige Informationen auf dem Weg in einen Handwerksberuf gegeben. Handwerk in meinem Unterricht?! Ich bin doch Deutsch-Lehrkraft! Unterricht individuell auszurichten gestaltet sich nicht immer leicht, denn die Zeitfenster in den dichten Fachcurricula zeigen sich gewohnt eng. Aber wie ist es möglich, trotzdem auch zeitaktuelle, außer-curriculare Inhalte weiterhin einzubinden, die für die eigene Klasse, für die Region und gar Bundesländer von tragender Bedeutung sind? Kann man als Lehrkraft aus dem eigenen Unterrichtsgeschehen heraus tatsächlich einen Wandel mitgestalten, eine neue Perspektive eröffnen, an gesellschaftlichen Entwicklungen teilhaben? Lehrkräfte wissen, dass das möglich ist, denn sie greifen Impulse der Zeit auf, nehmen sie in ihren Unterricht und öffnen damit Augen und Ohren der Lernenden zu Belangen unserer Zeit. Und dies kann ganz unterschiedliche Themengebiete betreffen. Blickt man beispielsweise auf das Handwerk, so stellt man seit Jahren einen deutlichen Rückgang an Auszubildenden sowie eine kongruente Zunahme an unbesetzten Ausbildungs- und Lehrstellen fest (ZDH. Online). Überall fehlt es an qualifizierten Fachkräften; Handwerkerinnen und Handwerker sind daher begehrter denn je. In allen Bereichen des alltäglichen Lebens werden sie gebraucht und geschätzt, ihre beruflichen und finanziellen Erfolgsaussichten sind mithin äußerst gut. Erlerntes setzen sie dabei konkret um und sehen das eigens Geschaffene als Resultat ihres Werkens. Kann und sollte man als Lehrkraft dazu beitragen, den Schülerinnen und Schülern allgemeinbildender Schulen Handwerk näher zu bringen und wie kann dies geschehen? Ja, indem für Lernende interessante Themen mit Lebensweltbezug im Unterricht behandelt werden, die indirekt auch eine Schnittstelle zur Welt des Handwerks und zugleich zum Curriculum des jeweiligen Faches bilden. Das können Themen sein wie das Warmwasser , mit dem man sich morgens duscht – der Energiebedarf zur Erwärmung des Wassers lässt sich im Physikunterricht berechnen und seine Nachhaltigkeitspotenziale in gesellschaftswissenschaftlichen Fächern diskutieren. Themen wie der Dreisatz , den jeder und jede in den vielfältigsten Lebenssituationen anwenden kann, daher lehrplanrelevant im Fach Mathematik ist und darüber hinaus auch von Gerüstbauerinnen und Gerüstbauern genutzt wird. Oder einer der wichtigsten Identitätsfaktoren, vor allem im Jugendalter – die Haare – ist biologisch betrachtet eine wahre Wunderwelt, in der sich besonders Friseurinnen und Friseure galant bewegen. Handwerk steckt in mehr Themen als man denkt – und auch in mehr Regionen. Warum also nicht auch im Sinne außerschulischen Lernens den Satz des Pythagoras am frisch errichteten Gerüst um die Ecke visualisieren oder die Warmwasseraufbereitung in der Schule vor Ort erfahren? Sie sehen: Genau hier können Lehrkräfte ansetzen. Was ist Handwerk? Das Handwerk bezeichnet sich selbst als "die Wirtschaftsmacht von nebenan". In Deutschland hat die Branche über fünf Millionen Beschäftigte, eine Million Betriebe und erzielt einen Jahresumsatz von 650 Milliarden Euro (ZDH. Online). Das handwerkliche Gewerbe wird in Deutschland verbindlich durch das Gesetz zur Ordnung des Handwerks (Handwerksordnung) festgelegt und geregelt (HwO. Online). In fast allen Lebensbereichen werden die Fertigkeiten und das Know-how von Handwerkerinnen und Handwerkern gebraucht. "Die handwerkliche Tätigkeit, die von der industriellen Massenproduktion abzugrenzen ist, ist eine selbständige Erwerbstätigkeit auf dem Gebiet der Be- und Verarbeitung von Stoffen sowie im Reparatur- und Dienstleistungsbereich" (Gabler Wirtschaftslexikon. Online). Wolfgang Herzog, selbst erfahrener Handwerker, macht darauf aufmerksam, dass der Begriff "Handwerk" sich aus den beiden Wörtern "Hand" und "Werk" formt und dabei bereits das Wesentliche eines Handwerksberufs zusammenfasst: Nämlich mit den eigenen Händen etwas herzustellen, was einen Nutzen hat (Herzog 2012: 13). Dabei stehen den Händen heute vielfach hochinnovative, häufig digitale Werkzeuge zur Seite. Entscheidend ist und bleibt aber die individuelle Leistung oder Problemlösung des Handwerks im Gegensatz zur Massenproduktion.

  • Fächerübergreifend / Berufsvorbereitung /Berufsalltag / Arbeitsrecht
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Quiz zum UN-Nachhaltigkeitsziel 5: Geschlechtergleichstellung erreichen

Interaktives

Dieses Quiz zum UN-Nachhaltigkeitsziel 5 "Geschlechtergleichstellung erreichen" klärt auf: Wie steht es um Gleichberechtigung von Mann und Frau in der Welt? Das umfangreiche Quiz deckt Fehlvorstellungen auf und informiert Lernende über die aktuelle Faktenlage.Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen ist ein globaler Plan zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung . Bis zum Jahr 2030 sollen 17 Ziele erreicht werden, die unseren Planeten schützen, Wohlstand und Frieden fördern und globale Netzwerke der Zusammenarbeit aufbauen sollen. Das fünfte der 17 Ziele ist die Geschlechtergleichstellung und die Befähigung von Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung . Auch wenn Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt immer mehr Rechte erlangen und selbstbestimmter leben können. Dennoch ist und bleibt die Bestärkung von Frauen und Mädchen Daueraufgabe. Auch in Deutschland herrscht 2022 noch keine Gleichstellung aller Geschlechter. Das Quiz zum UN-Nachhaltigkeitsziel 5: "Geschlechtergleichstellung" hinterfragt die Gleichstellung von Männern und Frauen kritisch und informiert über die aktuelle Faktenlage. Zehn Fragen spielen auf weit verbreitete Fehlvorstellungen an. Jeder Quizfrage folgt eine Informationsseite, auf der Schülerinnen und Schülern die wichtigsten Hintergründe zur aktuellen Situation von Frauen und Mädchen in Politik, Wissenschaft, Berufsleben und Familie nachlesen können. Das Quiz ergänzt die Unterrichtseinheit "Geschlechtergleichstellung als Zukunftsziel" , in der die Lernenden arbeitsteilig zentrale Probleme und Lösungsansätze der Geschlechtergleichstellungsdebatte kennenlernen. Das Thema "Geschlechtergleichstellung" im Unterricht In Bezug auf die Gleichstellung von Männern und Frauen besteht auch im Jahr 2022 noch Handlungsbedarf. Auch wenn sich die Situation von Mädchen und Frauen in allen Teilen der Welt verbessert hat, sind auch heute noch lange nicht alle Probleme gelöst. Während der Corona-Pandemie ist die Zahl der Gewalttaten gegen Mädchen und Frauen weltweit gestiegen. Blickt man auf Deutschland, stellt man fest, dass auch hier Frauen gegenüber Männern immer noch im Nachteil sind. So übernehmen sie beispielsweise deutlich mehr Care-Arbeit als Männer und haben deswegen schlechtere Chancen auf beruflichen Aufstieg. Dennoch gibt es auch gute Neuigkeiten: In vielen Bereichen wird die Situation von Frauen und Mädchen deutlich pessimistischer eingeschätzt als sie eigentlich ist. Insbesondere junge Mädchen sollten sich solchen Fehlvorstellungen bewusst sein, damit sie die eigenen Chancen nicht geringer schätzen. Didaktische Analyse Die interaktive Präsentation mit Quiz fördert nicht nur das Fachwissen, sondern auch die Handlungskompetenz der Schülerinnen und Schüler. Neben fachlichen Inhalten wird ihnen auch aufgezeigt, wie sie sich im Alltag für die Geschlechtergleichstellung einsetzen können. Methodische Analyse Das interaktive Format bietet den Vorteil, dass die Lernenden das Quiz in ihrem eigenen Lerntempo durchführen können. Jeder Quizfrage folgte eine kurze Übersicht über die Auswirkungen, die der Fakt auf das Leben von Frauen und Mädchen und auf die Geschlechtergleichstellung hat. Über Links können die Schülerinnen und Schüler darüber hinaus eigenständig Hintergrundinformationen erkunden, wenn sie mehr zu einem Thema erfahren wollen. So bekommt das interaktive Quiz fachliche Tiefe und fördert gezielt Kompetenzen. Fachwissen Die Schülerinnen und Schüler lernen das UN-Nachhaltigkeitsziel 5 "Geschlechtergleichstellung" kennen. wissen, in welchen Bereichen Frauenrechte weltweit umgesetzt werden. wissen, in welchen Bereichen noch Verbesserungsbedarf in Bezug auf die Geschlechtergleichstellung besteht. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen eine interaktive Präsentation mit Quiz zum Wissenserwerb. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie sie sich im Alltag für die Stärkung der Gleichstellung aller Geschlechter einsetzen können.

  • Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik / Geographie / Jahreszeiten
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Cartoon der Woche: Toiletten rein digital

Witze & Cartoons

Marodes Schulgebäude? Eindeutige Vorteile einer Online Schule erkennt der Cartoonist Michael Hüter in unserem Cartoon der Woche.

  • Fächerübergreifend

Expertenstandard in der Pflege

Fachartikel

In der Pflege hört man immer wieder den Begriff "Expertenstandard". Aber was genau ist das? Und wozu ist ein Expertenstandard gut? Dieser Fachartikel geht jenen Fragen nach und bietet einen Einblick in die Hintergründe und Zielsetzungen von Expertenstandards in der Pflege. Umschreibung Unter einem Expertenstandard versteht man die strukturierte Dokumentation wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse, die bestimmte Qualitätskriterien in der Pflege umschreiben . Tatsächlich gibt es nicht nur den einen, sondern fast ein Dutzend Expertenstandards, die sich jeweils auf einen definierten Teilbereich der stationären und ambulanten Pflege beziehen. Zumeist stehen medizinisch-pflegerische Aspekte im Fokus, die zum Beispiel bei der Sturzprophylaxe oder der Pflege von Menschen mit chronischen Wunden zu berücksichtigen sind. Es werden aber auch Kriterien eher administrativer Aufgaben als Expertenstandard formuliert, die es zum Beispiel im Rahmen des Entlassungsmanagements umzusetzen gilt. Während Pflegestandards interne Vorgehensweisen einzelner Einrichtungen dokumentieren, sind Expertenstandards auf die bundesweite Anwendung in unterschiedlichen Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen ausgelegt und laut Sozialgesetzbuch "... für alle Pflegekassen und deren Verbände sowie für die zugelassenen Pflegeeinrichtungen unmittelbar verbindlich" ( www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbxi/113a.html ). Ziel Ziel eines Expertenstandards ist es, die Qualität einer bestimmten pflegerelevanten Tätigkeit zu verbessern, unabhängig davon, in welcher Einrichtung und durch welches Fachpersonal die Pflege erfolgt. Indem Fachkräften vereinheitlichte Pflegeziele und die für deren Umsetzung erforderlichen Tätigkeiten und Maßnahmen vorgegeben werden, tragen Expertenstandards zur Sicherung, Weiterentwicklung und Verbesserung der Qualität der pflegerischen Versorgung bei. Langfristig könnten Expertenstandards auch in Bereichen der psychiatrischen, palliativen und pädiatrischen Pflege Einzug halten (Bibliomed Pflege 2019). Herausgeber Herausgeber der Expertenstandards ist das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) unter Federführung eines multidisziplinären Teams aus Mitarbeitenden der Pflegewissenschaft, Pflegelehre und Pflegepraxis. Entwicklung, Einführung und Aktualisierung der Expertenstandards, die ausführlich im DNQP-Methodenpapier (2019) beschrieben sind, werden im Folgenden kurz skizziert. Entstehung Bevor ein Expertenstandard veröffentlicht wird, durchläuft er einen mehrstufigen Prozess. Dieser umfasst – neben der Themenwahl und der eigentlichen Entwicklung des Dokumentes – die modellhafte Implementierung und Evaluation einer vorläufigen Version sowie die abschließende Publikation der finalen Version. Zusätzlich werden bereits bestehende Expertenstandards in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

  • Ernährung & Gesundheit / Gesundheitsschutz / Pflege, Therapie, Medizin
  • Berufliche Bildung

Willkommensklasse für Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine: Landeskunde – ein erster Blick auf...

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit zielt darauf ab, geflüchteten Jugendlichen aus der Ukraine in Willkommensklassen an weiterführenden Schulen erste landeskundliche Einblicke in das Aufnahmeland Deutschland zu bieten – von geographischen Fakten und landschaftlichen Eindrücken über Wetter und Klima bis hin zu kulturellen Aspekten. Durch die Beschäftigung mit Sachthemen entstehen wertvolle Gesprächsanlässe, die zur Erweiterung des Wortschatzes, des Lese- und Hörverstehens sowie des Ausdrucksvermögens beitragen.Bildliche Impulse spielen bei dieser Einheit eine entscheidende Rolle. Sie sind verknüpft mit kurzen, einfachen Textpassagen sowie kompakten Aufgabenstellungen. Zentrale Wörter und Textbausteine sind ins Ukrainische sowie auch ins Russische übersetzt , sodass die Schülerinnen und Schüler je nach ihrer Muttersprache eine direkte Übersetzungshilfe erhalten. Diese steht in Klammern direkt hinter der entsprechenden deutschen Formulierung. In Verbindung mit visuellen Eindrücken sind die deutschen Wörter besonders gut lernbar. Auf der inhaltlichen Ebene bieten die eingeplanten Themen dieser Unterrichtseinheit natürlich nur punktuelle und tendenziell grobe Einblicke in die deutsche Landeskunde. Es geht um erste Eindrücke von einem Land, das den meisten ukrainischen Jugendlichen wahrscheinlich noch ziemlich fremd ist. An das hier erarbeitete Basiswissen können sie später – auf einem fortgeschrittenen Sprachniveau – zur Vertiefung anknüpfen. Für den Erwerb der deutschen Sprache leistet die vorliegende Einheit eine wichtige Unterstützung des reinen Sprachunterrichts. Die Verbindung mit inhaltlichen Schwerpunkten lässt die Sprachvermittlung dabei weniger "trocken" wirken und lockert den Schulalltag in einer Willkommensklasse somit erheblich auf. Selbst wenn der inhaltliche und sprachliche Lernzuwachs am Ende der Unterrichtseinheit bescheiden erscheinen mag: Es handelt sich um die berühmten "ersten Schritte", mit denen jeder lange Weg beginnt.Bei den Materialien dieser Unterrichtseinheit sind Bildelemente von zentraler Bedeutung . Sie sind kombiniert mit kurzen deutschen Texten mit einfachem Satzbau und Übersetzungshilfen ins Ukrainische und Russische , welche die Lernenden auch in den kompakt formulierten Aufgabenstellungen finden. Die Heterogenität der Schülerinnen und Schüler – die sich gegenseitig kaum kennen, eine unterschiedliche Lernmotivation mitbringen und vor allem in verschiedener Weise mit ihrer persönlichen Belastungssituation umgehen – erfordert ein Höchstmaß an Binnendifferenzierung . Gegebenenfalls bietet es sich, weitere Vokabelhilfen an die Hand zu geben, um verschiedenen Sprachniveaustufen gerecht zu werden. Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler daher individuell entscheiden, ob sie die Aufgaben einzeln beziehungsweise in Paararbeit oder in kleinen Gruppen bearbeiten. Gehen Sie während der Arbeitszeit durch die Klasse und verschaffen Sie sich einen Eindruck vom Zeit-bedarf der Lernenden, sodass Sie die auswertende Besprechung zu einem realistischen Zeitpunkt beginnen können. Es empfiehlt sich, den Schülerinnen und Schülern während der Aufgabenbearbeitung die Nutzung ihrer Smartphones als weitere Übersetzungshilfe zu gestatten. Dies gilt bei Bedarf auch für die Auswertungsphase. Achten Sie auf eine intensive Besprechung der Aufgaben . Trainieren Sie dabei die Aussprache der Schülerinnen und Schüler, notieren Sie Schlüsselwörter an der Tafel und sparen Sie nicht mit motivierendem Lob . Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten grundlegende Einblicke in folgende landeskundliche Themenbereiche: Wesentliche geographische Aspekte Deutschlands Landschaftsformen Wetter und Klima Sehenswürdigkeiten Traditionen und Feiertage Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten (bei Bedarf) in kooperativen Sozialformen. präsentieren Arbeitsergebnisse im Plenum. Sprachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihren deutschen Wortschatz. trainieren ihre Lesekompetenz. optimieren ihre Aussprache.

  • DaF / DaZ
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Die Schule der Zukunft: agile und zukunftsorientierte Unterrichtsgestaltung

Fachartikel

Zurzeit ist in vielen bildungspolitischen Debatten die Rede von der Schule der Zukunft. In diesem Interview klärt Berufsschullehrer und Lehrkräftefortbilder Dr. Jens Soemers darüber auf, wie zukunftsorientierter Unterricht aussehen kann. Besonders wichtig ist dabei eine Neuausrichtung der Lehr-Lern-Methoden sowie eine vertrauensvolle Lehrenden-Lernenden-Beziehung. Was versteht man unter dem Begriff "Schule der Zukunft"? Wir alle wissen, dass der schnelle gesellschaftliche und kulturelle Wandel unsere Lebens- und Arbeitswirklichkeiten rasant verändert. Damit wir deshalb auch in Zukunft handlungs- und wettbewerbsfähig bleiben, ist es wichtig, die schulischen Lehr- und Lernprozesse an diese Veränderungen anzupassen. Besonders bedeutend ist dabei die Digitalisierung. Schulen und Lehrkräfte stehen also zunehmend vor der Frage, in welchen aktuellen und zukünftigen zentralen Bereichen sich das Lernen in der digitalen Welt verändert und wie schulische Lehr- und Lernprozesse zukünftig gestaltet sein müssen. In welchen Bereichen muss sich Schule für das Lernen in der digitalen Welt verändern? Zunächst müssen die Schulen ein modernes Zukunftsbild des digitalen Lernens entwickeln, umsetzen und daran ständig weiterarbeiten. Dann müssen die Schülerinnen und Schüler mit ihren Persönlichkeiten und Einstellungen selbst auf die veränderten digitalen Lebens- und Arbeitswelten vorbereitet werden. Ein weiterer Bereich betrifft den Unterricht und die schulischen Lehr- und Lernprozesse. Diese müssen modern, digital und zukunftsgerichtet gestaltet werden und natürlich müssen auch die Lehrkräfte auf die veränderten Rollen vorbereitet und kontinuierlich professionalisiert werden. Was wird aktuell unternommen, um solche Zukunftsbilder für das Lernen in der digitalen Welt zu entwickeln? Ich beobachte aktuell, dass in den Schulen zahlreiche Innovationsteams gebildet werden, die an Leitbildern für die moderne Schule der Zukunft arbeiten. Dann wurden den Schulen im Rahmen der Fortbildungsoffensive Budgets zur Verfügung gestellt, die Schulleitungen, Moderatorinnen und Moderatoren der Lehrkräftefortbildung sowie Lehrkräfte dabei unterstützen sollen, das Lehren und Lernen in der digitalen Welt weiterzuentwickeln. Ganz besonders wichtig ist hier, dass bei den Lehrkräften Motivation zur Einleitung des Umbruch, also eine Aufbruchsstimmung zur Neuausrichtung von Lehren und Lernen erzeugt wird. Welche Unterrichtsmethoden unterstützen eine Neuausrichtung der Lehr- und Lernprozesse? Hier ist gerade der Ansatz des agilen Lernens sehr stark im Fokus der aktuellen Debatten. Methodisch kommen hierbei zum Beispiel die Methoden Scrum, Kanban und Design Thinking zum Einsatz. Der Lernprozess besteht beim agilen Lernen aus kurzen, immer wiederkehrenden Etappen, sogenannten Sprints. Die Erkenntnisse, die in diesen einzelnen Sprints gewonnen werden, werden in den darauffolgenden Etappen immer wieder berücksichtigt. So bekommt der Lernprozess viele Zwischenstopps und auch viele Zwischenziele . Die Idee dabei ist, dass die Schülerinnen und Schüler immer neue Lösungswege einschlagen und Veränderungen berücksichtigen. Lernen vollzieht sich dabei also durch Ausprobieren, Revidieren und Einschlagen neuer Lösungswege. Die Lerninhalte sind dabei zwar flexibel, der Ablauf des Lernprozesses ist durch die Kleinschrittigkeit aber sehr stark strukturiert. Was bedeutet das für die Schule der Zukunft? Agiles Lernen verlangt nach meiner Ansicht ein Umdenken von Lehren und Lernen und bedarf einer Abkehr von starren Regelwerken, vielen Hierarchie-Ebenen, umfassenden Dokumentationen, strengen Zuständigkeiten und akribischen Planerfüllungen. Der Blick sollte vielmehr verstärkt auf Individuen und Interaktionen, Gemeinsamkeiten und Miteinander, Begegnungen auf Augenhöhe, Gestaltung von Veränderungsprozessen, Erhöhung der Selbsttätigkeit der Lernenden und Zusammenarbeit aller am Schulleben Beteiligter innerhalb von schlanken Hierarchie-Ebenen gerichtet werden. Wie muss demnach eine zeitgemäße Prüfungskultur aussehen? Lehrkräfte und Lernende fokussieren sich zum Teil noch zu stark auf Tests, Klassenarbeiten und Prüfungen. Letztlich ist dabei das Problem, dass der Lernprozess mit solchen Leistungskontrollen zu statisch ist und mit Ablegen der Prüfung als beendet abgehakt wird. Lernen bedeutet aber eigentlich, sich weiterzuentwickeln und ist ein dynamischer Prozess. Eine zeitgemäße Prüfungskultur müsste also stärker die Entwicklung des Lernenden einbeziehen . Dies geschieht aber oft leider nur nebenbei, zum Beispiel in Gesprächen am Schuljahresende, wenn eine Rückmeldung zu den Leistungen gegeben und die Zeugnisnoten besprochen werden. Welche Möglichkeiten der alternativen Leistungsbewertung gibt es? Zunächst kann man bei der Leitungsbewertung Portfolios, Ergebnisse von kollaborativ und digital erbrachten Leistungen oder beispielsweise selbst geschriebene Erfahrungsberichte prüfen. Ich habe aber auch gute Erfahrungen mit Selbstbeurteilungen von Leistungen im Dialog mit den Lernenden gemacht. Diese Gespräche kopple ich aber nicht an die Zeit der Prüfungen oder Zeugnisse, sondern führe innerhalb kurzer Abstände auch im Tagesgeschäft verteilt Einzelgespräche. Dies hat den Vorteil, dass ich in diesen Gesprächen nicht nur die Arbeitsergebnisse thematisiere, sondern vor allem auch den Prozess, der dahintersteckt. In diesem Zusammenhang bespreche ich auch die Defizite, um diese für die Verbesserung in Zukunft zu nutzen. Ich habe den Fokus im Laufe der Jahre irgendwie verstärkt weg vom Feedback und mehr hin zum Feedforward gelenkt. Denn das beeinflusst den Lehr- und Lernerfolg maßgeblich. Wovon hängt der Erfolg des Lehrens und Lernens in einer Schule der Zukunft ab? Kontrolle, Leitungsbewertungen, viele Regeln und Vorschriften passen nicht zum gemeinsamen agilen Lernen in einer modernen Schule. Der Erfolg der Schule der Zukunft hängt für mich maßgebend vom Vertrauen innerhalb der Lehrenden-Lernenden-Beziehungen ab. Durch welche Merkmale zeichnen sich vertrauensvolle Lehrenden-Lernenden-Beziehungen aus? Aktuellen Studien zufolge ist die Lehr- und Lernatmosphäre ganz besonders wichtig. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler gemeinsam miteinander lachen und auch ernsthaft miteinander arbeiten. Dann ist das Ausmaß der Unterstützung der Lehrkraft beim Lernen wichtig. Das bedeutet, dass die Lehrerin oder der Lehrer allen einzelnen Lernenden gerne bei Lernproblemen hilft und bei allen Lernenden einen Lernzuwachs anstrebt. Alle am Unterricht Beteiligten sollten ihre ehrliche Meinung äußern und ihre Gefühle offen zeigen dürfen. Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler sollten sich Fehler eingestehen und die Eigenheiten der Anderen akzeptieren. Zudem sollten Lehrende und Lernende aufgeschlossen aufeinander zugehen und auf gegenseitige Anregungen eingehen. Und schließlich zeichnet eine respektvolle Lehrenden-Lernenden-Beziehung aus, dass viele persönliche Gespräche miteinander geführt werden und auch nonverbal miteinander kommuniziert wird. Die Merkmale des Vertrauens sind also maßgebende Faktoren für die geforderte zeitgemäße und moderne Gestaltung von Unterricht und schulischen Lehr- und Lernprozessen in der Schule der Zukunft.

  • Fächerübergreifend

Alter und Altern

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit zum Thema Alter(n) befasst sich mit den physiologischen und pathologischen Alterungsprozessen. Darüber hinaus wird der demografische Wandel thematisiert sowie unterschiedliche (Alters-)theorien. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Altersstruktur in Deutschland stark gewandelt. Die Bevölkerung wird immer älter. Dies ist sowohl dem medizinischen Fortschritt zu verdanken als auch den sich stetig verbessernden hygienischen Bedingungen, dem sich verändernden Ernährungsverhalten und den heutigen Wohn- und Arbeitsbedingungen. Die Unterrichtseinheit befasst sich daher mit den Facetten des Alter(n)s. Als Leitfaden für den Unterricht dient eine PowerPoint-Präsentation . Einführend diskutieren die Lernenden darüber, was sie mit dem Begriff "Alter" assoziieren. Daraufhin wird eine Stellwandbefragung durchgeführt, bei welcher die Schülerinnen und Schüler notieren, was sie mit den vorgegebenen Begrifflichkeiten verknüpfen. Es werden im Anschluss zwei Strategien für ein stabiles, subjektives Wohlbefinden erläutert. Es folgt eine Darstellung des SOK-Modells , welches die Lernenden daraufhin in einem Fallbeispiel anwenden. Als letzter Schwerpunkt wird der demografische Wandel thematisiert. Den Abschluss der Unterrichtseinheit bilden sechs Alterstheorien , die von den Lernenden erarbeitet werden. Zu der Unterrichtseinheit gehören drei interaktive Übungen und sechs zusammenhängenden Arbeitsblätter. Angesichts der alternden Bevölkerung ist es von hoher Bedeutung, sich über die damit in Verbindung stehenden gesellschaftlichen und individuellen Folgen bewusst zu werden. Die Unterrichtseinheit beleuchtet nicht nur den demografischen Wandel und die daraus resultierenden Folgen, sondern in erster Linie den Alterungsprozess und die Frage "Wie sieht (gesundes) Altern heute aus?" Der Unterricht wird sowohl durch wechselnde Sozialformen als auch durch verschiedene Informations- beziehungsweise Erarbeitungsangebote wie Arbeitsblätter, interaktive Übungen und eine Filmsequenz abwechslungsreich gestaltet. Darüber hinaus gibt es mehrere Diskussionsfragen, die im Plenum besprochen werden. Der zeitliche Rahmen wird mit etwa drei Unterrichtsstunden à 90 Minuten angegeben. Je nachdem, wie viel Raum für Diskussionen zur Verfügung steht und wie viel Zeit die Lernenden für ihre Recherchearbeit benötigen, kann diese Angabe variieren. Der Film " Altern ohne Last " ist ein Zusatzangebot für die Lernenden, ist aus didaktischer Sicht jedoch nicht von Nöten. Auf den insgesamt sechs zusammenhängenden Arbeitsblättern tragen die Schülerinnen und Schüler zunächst mögliche physiologische Veränderungen im Alter ein. Im Anschluss überlegen sie, welche Erkrankungen beziehungsweise pathologischen Veränderungen im Alter auftreten können, und notieren die Definition von Multimorbidität. In Aufgabe 4 überlegen die Lernenden in Paararbeit, was sie mit den Begriffen "finanziell", "gesellschaftlich", "biologisch", "biografisch" und "sozial" verknüpfen. Außerdem notieren die Schülerinnen und Schüler, welche Entwicklungsaufgaben mit zwei vorgegebenen Altersspannen in Verbindung stehen können. In Aufgabe 6 wenden die Lernenden ihre Kenntnisse über das SOK-Modell auf ein Fallbeispiel an. Aufgabe 7 thematisiert den demografischen Wandel. Die Lernenden überlegen, welche gesellschaftlichen und individuellen Folgen hiermit in Verbindung stehen. Abschließend recherchieren die Schülerinnen und Schüler in Gruppenarbeit zu einer der zugewiesenen Alterstheorien. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kennen die unterschiedlichen Alterstheorien und betrachten diese kritisch. kennen typische physiologische Veränderungen im Alter und erkennen pathologische Abweichungen. können das SOK-Modell anhand eines eigenen Beispiels erläutern. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren im Rahmen einer Gruppenarbeit eigenständig nach wissenschaftlichen Quellen im Internet. erarbeiten sich Lerninhalte mittels interaktiver Übungen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler führen eine konstruktive Diskussion miteinander. geben sich im Anschluss an die Präsentationen ein konstruktives Feedback.

  • Ernährung & Gesundheit / Gesundheitsschutz / Pflege, Therapie, Medizin
  • Berufliche Bildung

Ich und meine Umwelt

Unterrichtseinheit

In dieser aktualisierten Unterrichtseinheit befassen sich die Lernenden mit dem Thema Umwelt- und Klimaschutz, ausgehend von der Auseinandersetzung mit den Fragen der nachhaltigen Energiegewinnung und des sparsamen Energieverbrauchs. Sowohl das eigene Zuhause als auch die Schule haben sie dabei im Blick. In dieser Unterrichtseinheit "Ich und meine Umwelt" starten die Schülerinnen und Schüler ausgehend von der zunehmenden Bedeutung des Themas Umwelt- und Klimaschutz eine Umfrage, welche Umwelt- und Klimaschutzinitiativen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler kennen und wofür sich diese einsetzen. Die Ziele und Forderungen der Fridays-for-Future- Bewegung recherchieren sie anschließend sowie Natur- und Umweltschutzinitiativen in ihrer Region. Danach überlegen die Lernenden, wie Energie nachhaltig produziert und konsumiert werden kann. Dafür tragen Sie Möglichkeiten zur Gewinnung erneuerbarer Energien zusammen und berechnen ihren eigenen CO2-Fußabdruck. In einer Mindmap sammeln sie konkrete Möglichkeiten, Energie zu sparen. Den überlegten Verbrauch als auch die eigene Energieproduktion haben sie dabei im Blick. Schließlich eruieren sie konkrete Möglichkeiten, wie man in der Schule Energie einsparen kann.Die Unterrichtseinheit " Ich und meine Umwelt " ist Teil des Dossiers " An den Schaltstellen der Zukunft ". Sie bietet neben dem detaillierten Unterrichtsablauf und dem methodisch-didaktischen Kommentar auch die Unterrichtsmaterialien zum Download. Diese bestehen aus Informations- und Arbeitsblättern sowie Experimenten und Spielen. Zusätzlich geben Link- und Literaturempfehlungen Anregungen für eine weiterführende Beschäftigung. Sie können von Lehrerinnen und Lehrern auch als Recherche- und Vorbereitungsmaterial genutzt werden.

  • Mathematik / Rechnen & Logik / Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft / Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I

Berufsschule: Gastschul-Beiträge für Beschulte aus anderer Gemeinde?

Schulrechtsfall

Berufsschulklassen zu füllen ist deutlich schwieriger geworden. Daher hat nicht jede zuständige Berufsschule ein Interesse daran, dass Beschulte in einer anderen Gemeinde auf die Berufsschule gehen. Andersherum würden auch der Gemeinde der unzuständigen Schule Kosten entstehen. Ab wann muss eine Gemeinde Gastschul-Beiträge zahlen, wenn die Berufsschülerinnen und Berufsschüler eine Berufsschule einer anderen Gemeinde besuchen? Der konkrete Fall In dem Fall klagte die Universitätsstadt Gießen gegen den Lahn-Dill-Kreis wegen Zahlung von Gastschul-Beiträgen für mehrere Berufsschülerinnen und Berufsschüler. Sie hatten im Lahn-Dill-Kreis ihre Ausbildungsstelle, besuchten aber nicht die für sie eigentlich zuständige Berufsschule im Lahn-Dill-Kreis, sondern eine Berufsschule in Gießen. Der Lahn-Dill-Kreis verweigerte die Zahlung der Beiträge. Er sei nur dann zu einer Zahlung verpflichtet, wenn den Schülerinnen und Schülern der Besuch einer Berufsschule in Gießen zuvor durch die Schulaufsichtsbehörde im Benehmen mit dem Schulträger gestattet worden sei. Das war aber nicht geschehen. Ließe man allein den faktischen Besuch einer ausbildungsgebietsfremden Schule zur Begründung eines Anspruchs auf Gastschul-Beiträge ausreichen, so könnte der örtlich zuständige Schulträger gegen seinen Willen mit einer Verpflichtung zur Zahlung von Gastschul-Beiträgen belastet werden. Für den Schulträger sei es aber von zentraler Bedeutung, dass die Berufsschülerinnen und Berufsschüler in seinem Schulbezirk beschult würden, da nur so ein umfangreiches Angebot an Fachklassen für viele Ausbildungsberufe angeboten werden könne. Die Entscheidung des Gerichts Gastschul-Beiträge muss die eine Gemeinde an die andere nur dann zahlen, wenn der Besuch der Gastschülerinnen und Gastschüler auch tatsächlich in einem Verfahren gestattet wurde. Lässt die eine Schule einfach so den Besuch zu, geschieht dies auf eigene Kosten. Das Rechtsportal www.anwaltauskunft.de informiert über eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gießen vom 17. März 2022 (AZ: 7 K 5050/19.GI). Keine Gastschul-Beiträge für Berufsschülerinnen und Berufsschüler ohne formale Gestattung Mit dem bloßen, vorher nicht gestatteten Besuch einer "auswärtigen" Schülerin oder eines "auswärtigen" Schülers werde ein Gastschulverhältnis noch nicht begründet. Dann müssten auch keine Gastschul-Beiträge gezahlt werden. Es liege nicht im Belieben der jeweiligen Berufsschule, Schülerinnen und Schüler, für deren Beschulung sie nicht zuständig sei, aufzunehmen und diese hierdurch zu "Gastschülerinnen und Gastschülern" zu machen. Über die Aufnahme als Gastschülerin oder Gastschüler dürfe nur die Schulaufsichtsbehörde im Wege des Gestattungsverfahrens entscheiden. Diese müsse sich dann mit dem Schulträger ins Benehmen setzen. Die Schulen selbst seien hierzu nicht berechtigt, besäßen somit nicht die dafür notwendige Kompetenz. Schulleitungen, die sich über diese rechtlichen Vorgaben hinwegsetzen, handelten pflichtwidrig und machten sich gegebenenfalls schadensersatzpflichtig.

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