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Drohnen – Revolution in der Luftfahrt?

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Drohnen" erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler Grundlagen der modernen Drohnentechnik, wie diese entstand und was bei der zivilen Nutzung zu beachten ist. Drohnen – in der Fachwelt Unmanned Aircraft Systems (UAS) genannt – gelten für viele als Revolution der zivilen Luftfahrt. Sie können Baustellen inspizieren, Vermisste suchen, Blutkonserven transportieren oder eindrucksvolle Foto- und Videoaufnahmen liefern. Die Einsatzmöglichkeiten scheinen nahezu unbegrenzt, entsprechend dynamisch wächst der Drohnenmarkt. Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH verfolgt das Ziel, die Zukunft der neuen Verkehrsteilnehmer zu unterstützen und gleichzeitig die höchste Priorität, die Sicherheit im Luftraum, zu erhalten. Genaue Zahlen zur zivilen Nutzung von Drohnen liegen allerdings nicht vor, da in Deutschland nur eine Registrierungspflicht für Drohnen mit einem Startgewicht von mehr als 250 Gramm besteht. Einen wichtigen Rahmen setzt seit April 2017 die sogenannte „Drohnen-Verordnung“: Drohnenpilotinnen und -piloten müssen wissen, was erlaubt ist und was nicht – und sich im wörtlichen wie übertragenen Sinne versichern. Denn selbst kleine Multicopter können großen Schaden anrichten. In dieser Unterrichtseinheit steht deshalb die zivile Nutzung von Drohnen im Mittelpunkt. Die militärische Nutzung wird bewusst nur am Rande behandelt. Die vielfältigen zivilen Einsatzmöglichkeiten sind bereits für sich ein komplexes Thema, das in der Lerneinheit möglichst vielschichtig beleuchtet wird. Die Unterrichtseinheit beginnt zunächst mit der Einschätzung der Tragweite. Revolutioniert die Drohnentechnik tatsächlich die Luftfahrt? Bei der Erörterung dieser und vieler weiterer Fragen hilft Ralf Heidger, Experte aus dem Drohnen-Fachteam der DFS. Nach der geschichtlichen Einordnung wenden sich die Lernenden den Drohnentypen zu, die hauptsächlich für die schwindelerregenden Absatzzahlen sorgen: den Multicoptern. Nachdem die Schülerinnen und Schüler die Bauteile eines Multicopters erforscht und weitere Ausführungen von Drohnen kennengelernt haben, beschäftigen sie sich mit den zivilen Einsatzgebieten der unbemannten Luftfahrzeugsysteme. Deutliche Symbolkraft besitzen auch die Zeitungsschlagzeilen im Anschluss, die sich mit den Gefahren der zunehmenden zivilen Drohnennutzung befassen. Den Blick der Deutschen Flugsicherung auf das Thema Drohnen lernen die Schülerinnen und Schüler im großen Interview mit Ralf Heidger kennen. Mit welchen Angeboten sich die Gesetzeslage erschließen lässt, erfahren sie im Anschluss. Zum Abschluss dieser Unterrichtseinheit befassen sich die Lernenden noch mit Berufsperspektiven im Bereich der Luftfahrt. Das Thema "Drohnen" im Unterricht Die zivile Nutzung von Drohnen beziehungsweise Multicoptern nimmt immer weiter zu. Nicht nur privat werden Multicopter genutzt. Auch kommerziell kommt den unbemannten Flugobjekten eine immer größer werdende Bedeutung zu. Beispielsweise stoßen Paketlieferdienste an ihre Grenzen in der Zustellung. Hier wird bereits mit Multicoptern und einer kontaktlosen Zustellung experimentiert. Was wird in Zukunft möglich sein und wo sind technische, aber auch gesetzliche Grenzen? Für die Schülerinnen und Schüler lohnt es sich, wenn sie bereits frühzeitig einen Blick in die Zukunft werfen, um sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Vorkenntnisse Fachliche und sprachliche Vorkenntnisse sind nicht nötig. Fachbegriffe und Abkürzungen werden gesondert in einem Glossar erklärt. Selbstständige Arbeit in (Klein-)Gruppen sollte jedoch vorausgesetzt werden. Didaktisch-methodische Analyse In dieser Unterrichtseinheit eignet sich die Gruppenarbeit für den Kompetenz- und Wissenserwerb. Eine Ausnahme bildet der Informationsteil am Ende: Da hier lediglich ein Informationstext gelesen wird, bietet sich Einzelarbeit – etwa als Hausaufgabe – an. Trotzdem ist eine Variation der Sozialformen in den anderen Phasen möglich. Gemeinsam ist allen Phasen eine anschließende Plenumsphase, in der die Lerngruppe Ergebnisse zusammenführt und diskutiert. Die Einheit umfasst sieben Kapitel. Zu jedem Kapitel gibt es ein Arbeitsblatt sowie bei Bedarf Materialblätter mit Zusatzinformationen. Die Kapitel und Arbeitsblätter sind unabhängig voneinander nutzbar und bauen nicht aufeinander auf. Dadurch können sie in beliebiger Reihenfolge eingesetzt, für Differenzierung kombiniert oder weggelassen sowie auf verschiedene Gruppen verteilt werden. Die Bearbeitung der gesamten Einheit mit allen Arbeitsblättern dauert etwa 4 bis 6 Unterrichtsstunden – abhängig vom Umfang der Auswertungs- und Diskussionsphasen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen bedeutende Erfindungen der Luftfahrt kennen. erarbeiten, wie Multicopter aufgebaut sind. unterscheiden zwischen Starrflüglern und Hybridsystemen. benennen zivile Einsatzgebiete und die damit einhergehenden Gefahren. machen sich mit der Gesetzlage zur Drohnennutzung vertraut. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen verschiedene digitale und analoge Medien zum Erkenntnisgewinn und als Diskussionsgrundlage. präsentieren Ergebnisse in verschiedenen Formaten. recherchieren selbstständig und bewerten Suchergebnisse hinsichtlich ihrer Aussagekraft. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler präsentieren Arbeitsergebnisse adressatengerecht. arbeiten gemeinsam in verschiedenen Sozialformen. nehmen Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer und respektieren Meinungen abseits der eignen.

  • Technik / Sache & Technik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Bionik: Ideen aus der Natur für Technik und Mobilität

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit erwerben die Schülerinnen und Schüler zunächst grundlegendes Wissen zur Bionik und erkunden deren Anwendungsfelder und Nutzen. Anschließend wenden sie ihr Wissen im Kontext Mobilität kreativ an und entwickeln eigene bionische Ideen. Bionische Erfindungen finden sich heute in vielen Produkten: vom Klettverschluss über selbstreinigende Oberflächen bis zu Flugzeugtragflächen und Leichtbau in Architektur, Automobilbau oder Prothetik. Die interdisziplinäre Verbindung von Biologie und Technik ist faszinierend und zukunftsweisend. Der Frage, worin die Faszination der Bionik liegt - in ihrer Vielfalt, Kreativität, Lösungskompetenz, Naturnähe oder Zukunftsfähigkeit - gehen die Lernenden nach, indem sie zentrale Argumente und zahlreiche Beispiele kennenlernen. Dabei befassen sie sich auch mit Grundlagen der Bionik, Entwicklung, Arbeitsweisen und Arbeitsbereichen der noch jungen Wissenschaft. Die Lernenden erschließen sich in arbeitsteiliger Gruppenarbeit das Wissenschaftsgebiet Bionik und präsentieren ihre Ergebnisse in einem Bionik Slam . Wie bionische Lösungen effizient, nachhaltig und ökonomisch sinnvoll sein können, erfahren sie unter anderem durch eine Videoreihe von Bremer Bionikstudierenden. Ein Artikel aus der von der Biologin und Unternehmensberaterin Janine M. Benyus gegründeten Bionik-Datenbank „AskNature" eröffnet den Blick auf ökonomische Hintergründe. Anschließend wenden die Lernenden ihr Wissen über bionische Innovationen an, indem sie wahlweise die Entwicklung eines Pkw oder eines Verkehrsflugzeugs simulieren. Im Fokus stehen dabei bionische Entwicklungen für Nachhaltigkeit, Funktionalität, Energieeffizienz sowie Materialkosten- und Abfallreduktion. Abschließend prüfen sie in einer Recherche zu Bionik-Studiengängen und einschlägigen technischen Ausbildungsberufen im dualen Studium, inwiefern die Zukunftswissenschaft Bionik für sie eine berufliche Perspektive bietet. Das Thema Bionik im Unterricht Unser Alltag und unsere Alltagsgegenstände werden ständig optimiert, zugleich wächst der Ruf nach ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Lösungen. Hier setzt die Bionik an: Sie überträgt Prinzipien aus der Biologie auf die Technik, um Produkte leistungsfähiger, ressourcenschonender und effizienter zu machen. Da dieser Innovations- und Wirtschaftszweig zunehmend an Bedeutung gewinnt, sollten Lernende bereits in der Schule einen Einblick in seine aktuelle und zukünftige Relevanz erhalten. Vorkenntnisse Grundlagen über biologische Systeme und deren Wechselwirkungen untereinander sind vorteilhaft zur Beurteilung der Wirksamkeit bionischer Ideen und Vorhaben. Eine grundlegende Vorstellung vom Begriff „Bionik“ sollte vorhanden sein. Idealerweise kennen die Schülerinnen und Schüler bereits Alltagsbeispiele wie Klettverschluss oder Lotus-Effekt als bionische Innovationen. Zudem sind grundlegende Englischkenntnisse erforderlich, da einige Materialien und Link-Tipps nur auf Englisch vorliegen. Didaktisch-methodische Analyse In dieser Unterrichtseinheit eignet sich vor allem Gruppenarbeit zum Kompetenz- und Wissenserwerb. Die Ergebnisse werden anschließend im Plenum besprochen oder präsentiert. Lediglich der Rechercheauftrag am Ende kann je nach Interesse in Einzel- oder Paararbeit erfolgen. Die Lernenden erweitern dabei nicht nur ihre fachlichen Kompetenzen in Biologie und Technik, sondern stärken durch vielfältige Arbeits- und Präsentationsformen auch ihre Sozial- und Medienkompetenzen. Die Einheit umfasst fünf Kapitel. Zu jedem gibt es ein Arbeitsblatt und gegebenenfalls Materialblätter mit weiterführenden Informationen. Grundsätzlich können einzelne Kapitel und Arbeitsblätter auch unabhängig eingesetzt werden, sofern das nötige Vorwissen (beispielsweise für Arbeitsblatt 4) anderweitig erarbeitet wurde. Innerhalb der Einheit bauen die Kapitel jedoch aufeinander auf und sollten in chronologischer Reihenfolge bearbeitet werden. Zu Beginn klären die Lernenden den Begriff Bionik und tauschen sich über ihre Grundlagen aus. Anschließend werden verschiedene Bereiche und Teilgebiete betrachtet sowie erforscht, wie die Bionik für effiziente und nachhaltige Entwicklungen und Innovationen sorgen kann. Abschließend wenden die Lernenden ihr Wissen in der Simulation eines Verkehrsmittels an. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler übertragen biologische Phänomene auf technische Anwendungen. wenden ihr Wissen über biologische Systeme und deren technische Nutzung an. analysieren biologische Phänomene hinsichtlich ihrer möglichen wirtschaftlichen Bedeutung. entwickeln begründet einen Standpunkt zu aktuellen Forschungstendenzen und -ergebnissen der Bionik. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen verschiedene digitale und analoge Medien zum Erkenntnisgewinn und als Diskussionsgrundlage. präsentieren Ergebnisse in verschiedenen Formaten. recherchieren selbstständig und bewerten Suchergebnisse hinsichtlich ihrer Aussagekraft. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler präsentieren Arbeitsergebnisse adressatengerecht. arbeiten gemeinsam in verschiedenen Sozialformen. nehmen Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer und respektieren Meinungen abseits der eigenen.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Technik / Sache & Technik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Interkulturelle Handlungskompetenz als Schlüsselqualifikation im Berufsleben

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit möchte die Schülerinnen und Schüler zum Aufbau interkultureller Handlungskompetenz anleiten, um kultureller Vielfalt im Alltag und im späteren Berufsleben positiv zu begegnen. Sie lernen, welche sozialen, fachlichen, strategischen und persönlichen Schlüsselkompetenzen in kulturellen Überschneidungssituationen helfen und wie Missverständnisse vermieden werden können. Kulturelle Vielfalt prägt unseren Alltag – in Schule, Beruf und Gesellschaft. Sie bereichert das Zusammenleben, stellt aber auch Herausforderungen. Die Fähigkeit, sich in andere kulturelle Kontexte hineinzuversetzen und respektvoll zu handeln, ist eine Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts und eine zentrale Aufgabe von Schule dies zu vermitteln, besonders in der Berufsvorbereitung angesichts von Globalisierung und Internationalisierung. Ausgehend von eigenen Erfahrungen mit anderen Ländern und Kulturkreisen definieren die Lernenden den Begriff 'Kultur' und berücksichtigen dabei sichtbare (z.B. Kleidung, Sprache, Essen) und verborgene Aspekte (z.B. Werte, Auffassungen). Über ein Erklärvideo nähern sie sich dem Begriff der interkulturellen (Handlungs-)Kompetenz und diskutieren, welche sozialen Kompetenzen in kulturellen Überschneidungssituationen hilfreich sind und Interaktionen positiv beeinflussen. Welche Bedeutung interkulturelle Kompetenzen im Berufsleben haben, erschließen die Schülerinnen und Schüler über Steckbriefe von Mitarbeitenden der Deutschen Flugsicherung. In Kleingruppen recherchieren sie weitere Berufe mit hoher interkultureller Anforderung und erstellen dazu eine digitale Präsentation. Ein Interview mit einem Business-Trainer verdeutlicht typische kulturelle Besonderheiten in Geschäftsbeziehungen und -verhandlungen und sensibilisiert für künftige interkulturelle Begegnungen. Abschließend reflektieren die Schülerinnen und Schüler schriftlich, ob sie sich ein berufliches Umfeld vorstellen können, in dem interkulturelle Kompetenz gefordert ist, und halten Reiz und Herausforderungen eines solchen Arbeitsfeldes fest. Das Thema "Interkulturelle Kompetenz" im Unterricht Durch die zunehmende Globalisierung entstehen immer mehr interkulturelle Überschneidungssituationen im beruflichen wie privaten Alltag. Wenn Eigen- und Fremdkultur aufeinandertreffen, entsteht ein Zwischenraum der Uneindeutigkeit. Häufig neigen wir dazu, fremdes Verhalten mit unseren eigenen Maßstäben zu bewerten. Aus kultureller Prägung oder Unwissenheit resultieren so Fehlinterpretationen und Missverständnisse. Deshalb müssen Perspektivwechsel und interkulturelle Handlungskompetenz mit Schülerinnen und Schülern gezielt eingeübt werden. Ziel ist der Transfer dieser Kompetenz auf unbekannte Situationen – etwa durch Aushandlungsprozesse zwischen Interaktionspartnern – sowie der Ausbau sozialer Kompetenzen wie Offenheit, Wertschätzung, Unvoreingenommenheit, Toleranz und Empathie. Die Unterrichtsbausteine sensibilisieren zudem für weitere Job-Kompetenzen in interkulturellen Kontexten: fachliche Kompetenz (z. B. Gestaltung von Arbeitsabläufen, Kenntnis der Infrastruktur), strategische Kompetenz (Organisationsfähigkeit, Problemlösestrategien) und individuelle Kompetenz (Arbeitsmotivation, Lernbereitschaft). Die Einheit eignet sich besonders für Berufsvorbereitungsklassen, da konkrete Berufsfelder vorgestellt werden, in denen internationale Einsätze und interkulturelle Handlungskompetenz zentral sind. Vorkenntnisse Die Schülerinnen und Schüler sollten geübt darin sein, Informationen aus Videos, (Schau-)Bildern, Modellen, Texten, schriftlichen Interviews sowie Steckbriefen zu entnehmen. Didaktisch-methodische Analyse Die Unterrichtseinheit umfasst vier aufeinander aufbauende Bausteine, die in der vorgesehenen Reihenfolge durchgeführt werden sollten. Ausgehend von eigenen interkulturellen Erfahrungen nähern sich die Lernenden den Begriffen kulturelle Diversität und interkulturelle Kompetenz, die immer wieder mit Beispielen aus ihrem Alltag und aus der Berufswelt mit internationaler Ausrichtung verknüpft werden. Wechselnde Sozialformen, vielfältige Medien (Video, Texte, Interviews) und kooperative Lernformen (Expertengruppen, Diskussionsrunden) sorgen für abwechslungsreichen Unterricht. Der Zeitumfang liegt bei mindestens 8 Unterrichtsstunden und kann je nach Diskussionsbedarf, Rechercheaufwand und Präsentationszeit erweitert werden. Optional kann eine Person aus einem internationalen Arbeitsumfeld, etwa ein Kommunikationstrainer oder eine Kommunikationstrainerin, in den Unterricht eingeladen werden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entdecken und benennen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen eigener und fremden Kulturen und können grundlegende Facetten des Kulturbegriffs sowie den Begriff der Interkulturalität beschreiben. benennen anhand eines Modells die Teilbereiche interkultureller Handlungskompetenz (Fach-, soziale, strategische und individuelle Kompetenz) und erläutern diese an konkreten Beispielen. wenden Problemlöse- und Entscheidungsstrategien in neuen, auch interkulturellen Situationen an. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren gezielt Informationen in digitalen Medien und werten diese aus. erstellen adressatengerechte digitale Präsentationen (zum Beispiel PowerPoint). reflektieren Medieninhalte kritisch und ordnen Informationen ein. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kommunizieren konstruktiv und arbeiten kooperativ in Klein- und Großgruppen zusammen. begegnen anderen Kulturen mit Offenheit, Toleranz und Unvoreingenommenheit. zeigen Empathie und Perspektivübernahme gegenüber Menschen aus anderen Kulturen.

  • Pädagogik / Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe II

Action-Painting als kreative Pause mit Fantasiereise

Video

In dieser Fantasiereise verteilen die Schülerinnen und Schüler in Gedanken Farben auf eine Leinwand und regen dadurch ihre Kreativität an. Zuhören, entspannen und auf ins eigene geistige Atelier! Dieser vierminütige Audio-Track bietet eine angeleitete Fantasiereise für Kinder und Jugendliche und eignet sich ideal für den Einsatz im Kunstunterricht , in Vertretungsstunden , an Projekttagen oder für kreative Ruhephasen im Schulalltag. Die Übung unterstützt Entspannung, Konzentration, Vorstellungskraft und kreatives Denken . In der Fantasiereise stellen sich die Zuhörenden vor, vor einer riesigen weißen Leinwand zu stehen. Um sie herum leuchten kräftige Farben, die sie mit einem Pinsel frei auf die Leinwand auftragen. Die Farben dürfen fließen, sich mischen und großflächig verlaufen. So entsteht im Kopf ein individuelles Kunstwerk, das am Ende bewusst betrachtet und gedanklich festgehalten wird. Der Audio-Track verbindet kreative Entspannung mit einem niedrigschwelligen Zugang zum freien künstlerischen Gestalten und kann als Impuls für anschließende praktische Arbeitsphasen genutzt werden. Was ist Action-Painting? Action Painting ist eine kreative Methode des freien Malens, bei der Farbe spontan und experimentell eingesetzt wird – zum Beispiel durch Tropfen, Spritzen, Schleudern oder großflächiges Auftragen . Anders als bei gegenständlichen Darstellungen steht hier nicht ein konkretes Motiv im Vordergrund, sondern der künstlerische Ausdruck, die Bewegung und der kreative Prozess . Im Kunstunterricht fördert Action Painting insbesondere: Kreativität und Experimentierfreude freies Gestalten ohne Leistungsdruck individuellen Ausdruck Wahrnehmung von Farbe, Bewegung und Wirkung Die Methode eignet sich besonders gut, um Schülerinnen und Schülern einen offenen und motivierenden Zugang zur Kunst zu ermöglichen. Die Methode "Fantasiereise" Die Fantasiereise ist eine vielseitig einsetzbare Methode zur Entspannung, Aktivierung der Vorstellungskraft und Förderung kreativer Prozesse . Sie kann nicht nur im Kunstunterricht, sondern auch in vielen anderen schulischen Kontexten eingesetzt werden – etwa in Vertretungsstunden , bei Klassenausflügen , an Projekttagen oder als kreative Pause zwischendurch . Mehr Hintergrundinfos finden Sie im Fachartikel "Fantasiereisen: Wie funktioniert die Methode?" sowie im Artikel "Fantasiereisen: Einsatz im Unterricht und Hörbeispiele" . Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler entwickeln ihre Vorstellungskraft, indem sie innere Bilder zu einer angeleiteten Fantasiereise aufbauen und weiterführen. setzen sich mit der Methode des Action-Paintings auseinander und verstehen kreative Gestaltung als offenen, experimentellen Prozess. schulen ihre Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit, indem sie Farben, Stimmungen und Bildwirkungen bewusst erleben und reflektieren. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler nutzen einen Audio-Track aufmerksam und zielgerichtet als Impuls für kreative und entspannungsfördernde Prozesse. entnehmen gesprochenen Anleitungen wesentliche Informationen und setzen diese in innere Bilder und künstlerische Vorstellungen um. erfahren ein auditives Medium als Unterstützung für Konzentration, Entspannung und kreatives Arbeiten. Sozialkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler stärken ihre Fähigkeit, sich auf ruhige und angeleitete Situationen einzulassen. entwickeln Offenheit für individuelle Ausdrucksformen und respektieren unterschiedliche kreative Vorstellungen und Ergebnisse. fördern ihre Selbstwahrnehmung und innere Ruhe durch bewusstes Erleben von Entspannung und Kreativität.

  • Kunst / Kultur / Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Marine Ökosysteme im Wandel

Unterrichtseinheit

Am Beispiel von Seegraswiesen in Kambodscha untersuchen Schülerinnen und Schüler Wechselwirkungen in Lebensgemeinschaften sowie Stoff- und Energieflüsse in Ökosystemen. Authentische Einblicke in ein Meeresschutzprojekt der Organisation Marine Conservation Cambodia (MCC) und den Einsatz einer deutschen Freiwilligen vor Ort im Rahmen ihres weltwärts-Freiwilligendienstes verbinden biologische Fachinhalte mit Globalem Lernen. Mithilfe kooperativer Methoden analysieren die Lernenden Umweltprobleme und entwickeln eigene Handlungsmöglichkeiten im Sinne des Nachhaltigkeitsziels SDG 14 "Leben unter Wasser". Die Einheit verknüpft die Lehrplanthemen "Wechselwirkungen und Dynamik in Lebensgemeinschaften" sowie "Stoff- und Energiefluss durch Ökosysteme und menschliche Einflüsse". Sie macht ökologische Prozesse ganzheitlich sichtbar – von der inneren Dynamik biologischer Systeme bis zu realen Eingriffen und beispielhaften Lösungsansätzen der Organisation Marine Conservation Cambodia (MCC) auf der Insel Koh Ach Seh in Kambodscha. Herausgeberin dieser Lehreinheit ist Engagement Global mit ihrer Koordinierungsstelle weltwärts. weltwärts ist ein entwicklungspolitischer Freiwilligendienst, gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die Einheit basiert auf authentischem Material aus lokalen Projekten von MCC sowie der deutschen Freiwilligen-Entsendeorganisation VIA e.V.. Am Beispiel von Seegraswiesen und deren Gefährdung durch anthropogene Einflüsse führt die vorliegende Unterrichtseinheit die Lernenden über authentische Impulse in die ökologische Bedeutung von Ökosystemen ein. Berichterstattungen über die deutsche Freiwillige Nora, Teilnehmerin des weltwärts-Freiwilligendienstes, und ihr Engagement bei MCC auf Koh Ach Seh Island bilden zusammen mit einem authentischen Video einen motivierenden Einstieg und eröffnen die Leitfrage, warum Meeresverschmutzung für jede und jeden relevant ist. Die Lernenden erwerben mithilfe von Arbeitsblatt 1 die Grundlagen des Ökosystems Seegraswiese. Sie betrachten Seegras als Primärproduzent sowie dessen Bedeutung für Biodiversität, Küsten- und Bodenschutz. Auf Arbeitsblatt 2 analysieren sie anhand der Think-Pair-Share-Methode zentrale anthropogene Belastungsfaktoren, Versauerung und Fischerei und reflektieren anschließend lokale Lösungsansätze. Arbeitsblatt 3 ist optional einsetzbar und erweitert die Perspektive auf Handlungsmöglichkeiten im Kontext der Agenda 2030. Die Lernenden erschließen Grundzüge des Nachhaltigkeitsziels 14 (Sustainable Development Goal SDG 14), entwickeln eine Maßnahmen-Checkliste und formulieren ein gemeinsames Klassenziel. Die Einheit verbindet ökologische Fachinhalte mit globalen Bezügen und handlungsorientierten Elementen. Nora als Freiwillige vor Ort in Kambodscha schafft dabei einen lebensnahen Zugang zu den Themen Meeresschutz und globales Engagement. Ergänzend unterstützt das Material Lehrkräfte, die Agenda 2030 sowie globales Lernen zu integrieren. Die Einheit erleichtert den Zugang zur Thematik, führt die Lernenden fachlich wie emotional an globale Fragen heran und kann ihr Interesse an eigenem Engagement wecken. Die didaktischen Prinzipien der Einheit fördern ein aktives, eigenständiges und reflexives Lernen. So regt das Prinzip der Problemorientierung die Lernenden dazu an, sich mit realen ökologischen Fragestellungen auseinanderzusetzen und ihre eigene Verantwortung im Kontext globaler Herausforderungen zu erkennen. Die wiederholte Anwendung der Think-Pair-Share-Methode fördert die kooperative Reflexion und Diskussion der Lerninhalte, was zu einem besseren Verständnis und einer stärkeren Verankerung des Gelernten führt. Durch die Verbindung von Fachinhalten mit realen, lokalen Beispielen werden die theoretischen Konzepte der Einheit unmittelbar greifbar gemacht, was zur Förderung des Interesses und der Motivation der Lernenden beiträgt. Diese Praxisorientierung hilft, den Lernenden die Alltagsrelevanz der Thematik zu vermitteln und ihr Umweltbewusstsein zu steigern. Zudem zeigt die Auseinandersetzung mit lokalen Renaturierungsprojekten konkrete Handlungsmöglichkeiten auf und fördert das Verständnis für praktische Lösungsansätze. Das Prinzip des Globalen Lernens wird durch die Auseinandersetzung mit den globalen Nachhaltigkeitszielen (am Beispiel des SDG 14) verstärkt, wodurch die Lernenden ein Bewusstsein für globale Zusammenhänge entwickeln. Die Reflexion individueller Handlungsoptionen stärkt ihre Selbstwirksamkeit und ihr Verantwortungsbewusstsein im Hinblick auf den Meeresschutz. Die wiederkehrende Figur Nora dient als verbindendes Element der Einheit und schafft Kohärenz. Zudem bietet sie den Lernenden einen realen Bezugspunkt, ohne dabei die fachlichen Inhalte zu überlagern. Dies trägt dazu bei, dass die Lernenden die komplexen ökologischen Zusammenhänge besser begreifen und ihre eigenen Handlungsoptionen in diesem Kontext erkennen. Durch diese didaktischen Prinzipien erlangen sie ein vertieftes Verständnis für ökologische Zusammenhänge und werden für globale Herausforderungen sensibilisiert. Gleichzeitig werden sie motiviert, ihr eigenes Handeln im Sinne des Meeresschutzes nachhaltiger zu gestalten. Für die Vorbereitung der Einheit und zur Unterstützung können Informationen herangezogen werden, welche bei den externen Links weiter unten zu finden sind. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können Aufbau, Funktion und ökologische Bedeutung von Seegraswiesen erklären. können zentrale anthropogene Belastungsfaktoren und deren Auswirkungen erläutern. können Maßnahmen zum Meeresschutz im Kontext der Agenda 2030 (SDG 14) beschreiben. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können digitale Informationen (zum Beispiel aus einem Video) gezielt erschließen. können fachliche Inhalte adressatengerecht schriftlich darstellen. können Online-Informationen kritisch bewerten. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können in kooperativen Lernformen konstruktiv zusammenarbeiten. können unterschiedliche Standpunkte respektieren und begründet einordnen. können eigene Handlungsmöglichkeiten zum Meeresschutz reflektieren und begründen.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt
  • Sekundarstufe II

Lehrerhandreichung Fliegen: Luftfahrt im Unterricht praxisnah vermitteln

Kopiervorlage

Fliegen dient nicht nur der Fortbewegung, sondern ist ein komplexes Zusammenspiel von Naturwissenschaften, Technik, Wirtschaft und Umwelt. Das Arbeitsbuch "Fliegen" bietet vielfältige Materialien, um in Ihrem MINT-Unterricht abzuheben. Durch praxisnahe Aktivitäten und anschauliche Experimente erforschen Schülerinnen und Schüler die physikalischen Grundlagen des Fliegens, verstehen die Technik moderner Flugzeuge und analysieren die wirtschaftlichen sowie ökologischen Auswirkungen des Luftverkehrs. Ob Aerodynamik, Meterologie, Flugrouten oder Emissionsvermeidung: Das Arbeitsbuch "Fliegen" bietet spannende, handlungsorientierte, lehrplankonforme und fächerübergreifende Unterrichtsmaterialien. Nicht allein für das Fach Physik werden Sie viele Anregungen für den Unterricht finden, sondern auch für die Fächer Biologie, Geographie, Englisch, Wirtschaftskunde, Technik oder Chemie. Das Arbeitsbuch ist zugeschnitten auf Gymnasien und Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe. Luftfahrt als Lern- und Arbeitsfeld der Zukunft entdecken Der Flugverkehr ist ein wesentlicher Bestandteil des modernen Lebens und der globalen Konnektivität. Er stellt nicht nur einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar, sondern spielt auch eine zentrale Rolle in der globalen Mobilität und im internationalen Handel. Daher ist es sinnvoll, junge Menschen für die verschiedenen Themengebiete und Aufgaben in der Luftfahrt zu interessieren. Während Naturwissenschaften und Technik (Flugphysik, Meteorologie, Strömungslehre) eine grundlegende Rolle spielen, sind auch viele soziale, wirtschaftliche und umweltpolitische Fragen relevant. Zu allen genannten Punkten finden sich Unterrichtsideen im vorliegenden Handbuch. Obwohl die Deutsche Flugsicherung eine breite Palette an Berufsmöglichkeiten für Fluglostinnen und Fluglotsen , Ingenieurinnen und Ingenieure und Informatikerinnen und Informatiker bietet, ist sie als Ausbildungsstätte weitgehend unbekannt. Deshalb ist es umso wichtiger, jungen Menschen diese attraktive und sichere berufliche Perspektive näherzubringen. Aufbau des Arbeitsbuchs "Fliegen" Kapitel 1: Geschichte (Geschichte des Fliegens, Geschichte der Flugsicherung) Kapitel 2: Geographie (Flugbewegungen, Flugrouten und Flugzeit, Zeit und Zeitzonen, Navigation) Kapitel 3: Englisch – Sprache der Luftfahrt (Funkverkehr, Phraseologie) Kapitel 4: Flugverkehr (Flugverkehr – ein gigantisches Unterfangen, Pilot und Tower am Start / bei der Landung, Kontrolle des Luftraums) Kapitel 5: Fluggeräte und Technik (Impuls, Impulserhaltung, Hubschrauber, Flugzeuge, Wir bauen ein Flugmodell, Navigationssysteme (ILS) und Radar) Kapitel 6: Biologie (Biologie des Fliegens, Vogelflug – die größte Flugschau der Welt, Insekten als fliegende Liebesboten, Pollenflug, Sporenverbreitung durch die Luft) Kapitel 7: Strömungslehre (Einführung in die Strömungslehre, Dynamischer Auftrieb, Luftwiderstand, Profilpolare, Wirbel) Kapitel 8: Meteorologie (Alle reden vom Wetter, Enteisung, Luftdruck, Fronten, Vulkanismus und Luftfahrt, Luftlöcher) Kapitel 9: Chemie (Chemie des Fliegens, Federn: Leichtgewichte mit Potenzial, Der Stoff, aus dem die Flügel sind, High Tech – Low Weight, Schweben – leichter als Luft) Kapitel 10: Human Factors (Fähigkeiten für die Karriere, Teamfähigkeit, Leistungsvermögen, Eigenanalyse der Schwächen und Stärken, Selbstbewusstsein stärken, Körpersprache – Eigenregie – Resilienz, Stressbewältigung, Zeitmanagement) Kapitel 11: Flugphysik (Die Mechanik des Fliegens, Kräfte und Bewegungsphasen, Leitwerke und Ruder, Fahrwerk, Steuerorgane – Flugverhalten, Trimmung, Flugfiguren) Kapitel 12: Fliegen und Umwelt (Fliegen und Umwelt – ein Widerspruch in sich?, Zero Emission – Wasserstoff im Tank, CO 2 – Das Unsichtbare sichtbar machen, Bio-Kerosin – Aufwind durch Rapsfelder?, Billigflieger – Vom Monopol zur Marktwirtschaft, "Greenwashing" – Ökomeilen statt Bonusmeilen?, Fliegen und Lärm – der Kampf um die Dezibels (dB)) Kapitel 13: Biology (Biology of Flight, Bird flight, Insects, Pollen flight, Air-borne spore dispersal) Kapitel 14: Human Factors (career capabilities, Mutual respect and disregarding your own feelings, Human performance, Body language – self-assurance – resilience, Stress management) Zu allen Themen finden Sie Bauanleitungen, Versuchsbeschreibungen, Aufgaben, Lösungen, Fotos und Grafiken sowie Zusatzmaterialien.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Chemie / Natur & Umwelt / Geographie / Jahreszeiten / Physik / Astronomie / Technik / Sache & Technik / Geschichte / Früher & Heute / Wirtschaft
  • Sekundarstufe II

Kleine Teilchen im Modell: Vertiefung am "Karton-Versuch"

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit zum Teilchenmodell gehen die Lernenden durch einen Versuch Schuhkartons der Frage nach, wie kleine Teilchen aussehen und ob das überhaupt festzustellen ist, wenn diese Teilchen doch für uns nicht sichtbar sind. Dabei erkennen sie, dass ein Modell im Chemie-Unterricht wie das der kleinen Teilchen eine Hilfe zur Vorstellung ist, aber nicht die Wirklichkeit zeigt. Mit diesem Unterrichtsmaterial vertiefen die Schülerinnen und Schüler im Anschluss an die Einheit " Einführung in das Teilchenmodell: kleine Teilchen " ihre Kenntnisse zum Aufbau der Stoffe. Die Lernenden finden im "Karton-Versuch" so viel wie möglich über einen Gegenstand im Karton heraus, ohne dass sie diesen sehen können. Dabei merken sie, dass sie nach dem Versuch viel, aber nicht alles über diesen Gegenstand wissen. Ihre Beschreibung des nicht sichtbaren Teils stimmt nicht genau, aber sie reicht aus, um sich den Gegenstand genauer vorzustellen. Dieses Verständnis wird übertragen auf das Thema "Kleine Teilchen", um zu vermitteln, dass das Teilchenmodell im Chemie-Unterricht nicht zeigt, wie kleine Teilchen tatsächlich aussehen, sondern eine Hilfe für die Vorstellung sein soll. Es werden dazu verschiedene Gegenstände wie kleine und große Kugeln aus unterschiedlichem Material (zum Beispiel Würfel, ein kleiner quadratischer Karton, runde und eckige Stifte, Lineal…) in Schuhkartons versteckt. Wichtig ist, dass die Lernenden einige Eigenschaften der Gegenstände erkennen beziehungsweise vergleichen können (ungefähre Form, Masse, Länge…) und andere nicht (Farbe, Beschaffenheit der Oberfläche, genaue Form…). In Gruppen versuchen sie dann möglichst genau zu beschreiben, was sich wohl in dem Karton verbergen könnte. Die Schülerinnen und Schüler erkennen in dieser Einheit, dass alles aus kleinen Teilchen besteht. Im Anschluss an den Versuch zeichnen sie kleine Teilchen von Salz, Eisen und Wasser selbst auf einem Arbeitsblatt und vertiefen damit ihr Modell-Verständnis. Das Thema "Kleine Teilchen" im Unterricht Die Struktur der Materie begreiflich zu machen ist eine der schwierigen Aufgaben des Chemie-Unterrichts der Sekundarstufe. Die kleinen Teilchen können nur mit Modellen vorstellbar gemacht werden. Allerdings wird über die Vermittlung von Modellvorstellungen kontrovers diskutiert, unter anderem da bei den Lernenden Modelle und Wirklichkeit oft vermischt werden und die Modelle im Verlauf des Unterrichts stark verändert werden (müssen). Zumindest sollte also allen Lernenden klar sein, dass das Teilchenmodell nicht zeigt, wie diese Teilchen tatsächlich aussehen, sondern eine Hilfe für die Vorstellung sein soll. Dann ist es für den Anfangsunterricht im Fach Chemie ein brauchbares Modell. Vorkenntnisse Die Lernenden kennen verschiedene Eigenschaften von Stoffen und ihre Untersuchung. Didaktische Analyse Die selbst hergestellten Knet-Modelle der Einheit " Einführung in das Teilchenmodell: kleine Teilchen " motivieren die Lernenden dazu, herauszufinden, ob eines der Modelle der Wirklichkeit entspricht. Eine wissenschaftlich korrekte Antwort auf diese Frage ist zu diesem Zeitpunkt des Chemie-Unterrichts leider unmöglich, stattdessen muss jede Lehrkraft für sich überlegen, wie sie sich der Antwort nähern kann und gleichzeitig die Grenzen des Zeit- und Lehrplans nicht sprengt. Dieser Versuch mit Schuhkartons bringt den Lernenden daher näher, dass sie nicht sichtbare Dinge auch nicht vollständig beschreiben können, jedoch eine grobe Vorstellung entstehen kann. Diese Erkenntnis wird anschließend auf die Vorstellung der kleinen Teilchen übertragen. Methodische Analyse Die Knet-Modelle der oben genannten Einheit können als Einstieg dienen und die Erinnerung an das Ergebnis der vergangenen Stunde aktivieren. Daraus entsteht die Frage, wie die kleinen Teilchen von Zucker denn wirklich aussehen und ob eines der Knet-Modelle "richtig" ist. Der Versuch in dieser Stunde und die entsprechende Auswertung bringen eine Annäherung an die Antwort. Am Ende steht die Einigung auf ein Modell für die kleinen Teilchen, mit dem im Chemie-Unterricht vorerst gearbeitet werden kann, auch wenn es nicht vollständig der Wirklichkeit entspricht. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Phänomene und Vorgänge mit einfachen naturwissenschaftlichen Konzepten. verwenden bei der Beschreibung naturwissenschaftlicher Sachverhalte Fachbegriffe angemessen und korrekt. beobachten Phänomene nach vorgegebenen Kriterien und unterscheiden zwischen der Beschreibung und der Deutung einer Beobachtung. beschreiben einfache Modelle zur Veranschaulichung naturwissenschaftlicher Zusammenhänge und geben Abweichungen der Modelle von der Realität an. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lesen altersgemäße Texte mit naturwissenschaftlichen Inhalten wie die Informationen zum Thema "Kleine Teilchen" Sinn entnehmend und fassen sie sinnvoll zusammen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten bei dem "Karton-Versuch" mit einer Partnerin, einem Partner oder in einer Gruppe gleichberechtigt, zielgerichtet und zuverlässig zusammen.

  • Chemie / Natur & Umwelt / Physik / Astronomie
  • Sekundarstufe I

Magnetismus mit Experimenten untersuchen

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit zum Magnetismus lernen die Schülerinnen und Schüler in einfachen Experimenten die magnetische Wirkung, Magnetfelder sowie die Einsatzmöglichkeiten von Magneten im Alltag kennen. Das Thema Magnetismus kann im Physikunterricht durch diverse überraschende Experimente vermittelt werden. So erleben die Schülerinnen und Schüler mit dieser Einheit den Unterricht aktiv und lernen die Polgesetze, Magnetfeldlinien, das Magnetfeld der Erde sowie am Beispiel Kompass den Einsatz magnetischer Wirkung kennen. Sie entdecken die Kraft der Magnete im Alltag wie zum Beispiel bei der Magnetschwebebahn und sammeln in der Gruppe weitere Einsatzmöglichkeiten sowie Vorteile von Magneten. Desweiteren besprechen die Lernenden das Magnetfeld der Erde und probieren einen Kompass nach entsprechender Anleitung selbst aus, sodass sie die Grundlagen eines physikalischen Phänomens ganzheitlich erarbeiten. Ein Vorschlag für eine Leistungskontrolle als Test oder Klassenarbeit rundet die Einheit ab. Das Thema "Magnetismus mit Experimenten untersuchen" im Unterricht Das Thema Magnetismus spielt im Physikunterricht von der Grundschule bis zur Sekundarstufe eine große Rolle. Für das Verständnis der Lernenden ist es durchaus sinnvoll, grundlegende Experimente, die mit einfachen Mitteln eindrucksvoll und gut zu beobachten sind, bereits in niedrigen Klassenstufen durchzuführen. In dieser Unterrichtseinheit geht es daher zunächst im Ansatz darum, die magnetische Wirkung nachvollziehen zu können, um später auch zum Beispiel aktuelle technische Anwendungen wie die Datenspeicherung mit den Gesetzmäßigkeiten des Magnetismus erklären zu können. Didaktisch-methodische Analyse In dieser Unterrichtseinheit werden die Schülerinnen und Schüler zunächst mithilfe eines Videos in die Grundlagen des Magnetismus eingeführt, bevor sie diese dann in der anschließenden Experimentierphase vertiefen und dokumentieren. Die Ergebnisse werden in einem Handout zusammengefasst. Durch Versuche wie dem Magnetisieren einer Schere begreifen die Lernenden in der Gruppe die Elementarteilchen und ihre Ordnung. Das aktive Tun hilft im Sinne der Handlungs- und Produktionsorientierung dabei, Inhalte langfristig zu erinnern. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler experimentieren mit Magneten. lernen das Magnetfeld der Erde und den Kompass kennen. entdecken Vorteile von Magneten im Alltag und magnetisieren eine Schere. beurteilen die Anwendbarkeit eines Modells. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entnehmen einem Video wesentliche Informationen über Magnetismus. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler experimentieren in der Gruppe, sammeln gemeinsam Ideen und nehmen dabei Gedanken der anderen mit auf.

  • Physik / Astronomie
  • Sekundarstufe I

Reinstoffe, Stoffgemische und einfache Trennverfahren im Anfangsunterricht

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtssequenz zum Themenbereich "Mischen und Trennen" lernen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Trennverfahren in Lernendenversuchen kennen und trainieren das sichere Experimentieren. Einfache Trennverfahren gehören zu den Grundlagen im naturwissenschaftlichen Unterricht. Sie tauchen in vielen chemischen Versuchen auf und sind Voraussetzung für das Verständnis komplexerer Vorgänge. In der Unterrichtseinheit "Reinstoffe, Stoffgemische und einfache Trennverfahren im Anfangsunterricht" erfahren die Lernenden durch eigenes Handeln und genaues Hinschauen den Unterschied zwischen Reinstoffen und Stoffgemischen. Anschließend arbeiten sie über mehrere Stunden in Stammgruppen zusammen, um verschiedene einfache Trennverfahren kennenzulernen. Dabei kommt es nicht nur auf die Durchführung der Trennverfahren an, sondern auch auf die Sicherheit bei Versuchen, die Beachtung der Versuchsanleitungen und die Zusammenarbeit in einer Gruppe. Das Thema "Trennverfahren" im Chemie-Unterricht Trennverfahren gehören zu den ersten Themen im Anfangsunterricht und können sehr handlungsorientiert bearbeitet werden, da die fachlichen Inhalte überschaubar und verständlich sind, das Gefahrenpotential niedrig ist und die Lernenden gleichzeitig an eine sichere und konstruktive Gruppenarbeitsweise herangeführt werden. Vorkenntnisse Das Untersuchen und Erkennen von charakteristischen Stoffeigenschaften sowie die wichtigsten Laborgeräte müssen den Schülerinnen und Schülern bekannt sein. Sicherer Umgang mit dem Gasbrenner und Kenntnis der Sicherheitsregeln im Chemieraum werden vorausgesetzt. Didaktische Analyse Der Unterschied zwischen Reinstoffen und Stoffgemischen ist den Lernenden grundsätzlich bekannt, wenn auch nicht bewusst. Sie kennen einen großen Teil der verwendeten Stoffe und Trennverfahren aus ihrem Alltag, zum Beispiel vom Kochen und von der Mülltrennung. Die Betonung der Eigenaktivität sowie die verständlichen Inhalte der Unterrichtseinheit motivieren die Schülerinnen und Schüler zur Mitarbeit. Methodische Analyse Die Gruppenarbeit wird durch die Lehrkraft anfangs eng begleitet. Durch die wiederholten Abläufe über mehrere Stunden entsteht eine Ritualisierung und wachsende Selbstständigkeit bei den Lernenden. Die deutlich beschriebenen Aufgaben und Versuchsanleitungen beugen Verständnisproblemen vor; lange Erklärungsphasen durch die Lehrkraft können so vermieden werden. Umgang mit Fachwissen Die Schülerinnen und Schüler nennen Ordnungsprinzipien für Stoffe und teilen diese aufgrund ihrer Zusammensetzung in Reinstoffe und Stoffgemische ein. nutzen charakteristische Stoffeigenschaften zur Unterscheidung beziehungsweise Identifizierung von Stoffen. Erkenntnisgewinnung Die Schülerinnen und Schüler planen einfache Versuche zur Trennung von Stoffen in Stoffgemischen und führen sie sachgerecht durch. Kommunikation Die Schülerinnen und Schüler erstellen einfache Zeichnungen von Versuchsaufbauten. übernehmen Initiative und Verantwortung in Kleingruppen und erfüllen diese im verabredeten Zeitrahmen. lesen Texte mit chemierelevanten Inhalten Sinn entnehmend. Bewertung Die Schülerinnen und Schüler nennen geeignete Maßnahmen zum sicheren und umweltbewussten Umgang mit Stoffen und setzen diese um. beurteilen Trennverfahren nach ihrer Angemessenheit.

  • Chemie / Natur & Umwelt
  • Sekundarstufe I

Upcycling mit Plastiktüten und Strohhalmen: Warum fliegt ein Drache?

Unterrichtseinheit
14,99 €

In der Unterrichtseinheit "Upcycling mit Plastiktüten und Strohhalmen: Warum fliegt ein Drache?" erarbeiten die Lernenden das physikalische Prinzip "dynamischer Auftrieb" als eine zentrale Größe in der Strömungslehre und reflektieren die Folgen durch Plastikmüll für die Umwelt. Sie bauen pünktlich zum Herbst selbst einen Drachen aus einer Plastiktüte und Plastik-Strohhalmen und nähern sich damit dem Thema Fortbewegung in der Luft. Ein Verbot von Plastiktüten und Plastik-Strohhalmen in Deutschland bis 2021 rückt näher, doch bis alle Produkte durch eine entsprechende EU-Verordnung aus den Regalen verbannt sind, wird es lange dauern. Viele Plastiktüten und Plastik-Strohhalme sind täglich im Umlauf und landen als Wegwerfprodukt nach einmaliger Anwendung in der Mülltonne oder in der Umwelt. Beide Produkte tragen damit erheblich zur Verschmutzung der Meere und zum Klimawandel bei. Um auch den Lernenden dieses Problem bewusst zu machen, gehören die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit unbedingt auch in den Unterricht. Daher sollen die Schülerinnen und Schüler in dieser Unterrichtseinheit fächerübergreifend in Physik und Geographie auf die ökologisch negativen Wirkungen dieses Plastikmülls aufmerksam gemacht und für die Umwelterziehung sensibilisiert werden: Die Schülerinnen und Schüler bauen angeleitet durch ein Video einen Drachen aus Plastiktüten und Strohhalmen und hinterfragen seine Funktion. Die Kraft des dynamischen Auftriebs als physikalisches Grundprinzip für das natürliche Fliegen beispielsweise von Vögeln wird damit in besonderer Weise schülerorientiert erarbeitet. Das Thema "Upcycling mit Plastiktüten und Strohhalmen: Warum fliegt ein Drache?" im Unterricht Mit diesem Unterrichtsmaterial wird aufgezeigt, wie durch die physikalische Wirkung des dynamischen Auftriebs als Kraft im Bereich Mechanik die Plastik-Produkte in die Umwelt gelangen können. Nicht zuletzt soll dadurch im Unterricht für Alternativen zur Plastiktüte und zum Plastik-Strohhalm im Sinne von Nachhaltigkeit und verantwortungsbewusstem Handeln geworben werden. Das Thema eignet sich damit auch zum Beispiel für den Einsatz Rahmen eines Projektes zum Umweltschutz sowie zur Fortbewegung in Wasser und Luft. Darüber hinaus kann der selbst gebaute Drache insbesondere im Herbst auch vermeintlich leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler zur Mitarbeit motivieren und für Physik oder Geographie begeistern. Je nach Schwerpunktsetzung kann das Material ohne großen Aufwand angepasst und im jeweiligen Fach eingesetzt werden. Didaktisch-methodische Analyse Angeleitet durch ein Video bauen die Lernenden weitgehend selbstständig einen Drachen. Mithilfe von Arbeitsblättern strukturieren sie die wesentlichen Informationen und eignen sich das Wissen über das physikalische Prinzip des dynamischen Auftriebs sowie die Problematik um den Plastikmüll eigenverantwortlich an. Nach dem Prinzip des Kooperativen Lernens Think-Pair-Share sichern sich die Lernenden in der Partnerarbeit zunächst im geschützten Raum ab, bevor sie ihre Ergebnisse im Plenum zur Diskussion stellen und gemeinsam Alternativen zur Verwendung von Einwegprodukten aus Plastik formulieren. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verstehen Plastik-Strohhalme und Plastiktüten als ökologisches Problem. lernen das Prinzip dynamischer Auftrieb als physikalische Erklärung für den Drachenflug kennen. erarbeiten Alternativen zur Verwendung von Einwegprodukten aus Plastik im Sinne der Nachhaltigkeit. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entnehmen einem Video gezielt die wesentlichen Informationen und setzen die Anleitung zum Bau eines Drachen entsprechend um. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten konzentriert und zielgerichtet mit einer Partnerin oder einem Partner zusammen, nehmen Vorschläge der anderen auf und formulieren gemeinsam Ideen für den Umweltschutz.

  • Physik / Astronomie / Geographie / Jahreszeiten / Technik / Sache & Technik
  • Sekundarstufe I, Primarstufe
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