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Systemrelevanz und Zukunftsfähigkeit des Handwerks

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für das Fach Politik / Wirtschaft in den Klassen 9–10 thematisiert die individuelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung des Handwerks. Durch Recherche sowie die Analyse von Karikaturen und Grafiken erläutern die Schülerinnen und Schüler, wie das Handwerk zur Lösung aktueller Herausforderungen beiträgt und welche Zukunftsperspektiven in handwerklicher Kompetenz liegen. Tagtäglich profitieren wir von den Leistungen und Produkten des Handwerks. Welche Systemrelevanz dem Handwerk zukommt, zeigen aktuelle große gesellschaftliche Herausforderungen mehr als deutlich: Klima- und Mobilitätswende, Bauen und Wohnen, gesunde Ernährung, und mehr. Zudem ist das Handwerk Motor der deutschen Wirtschaft und bietet mit seinen vielfältigen Branchen die Möglichkeit zur individuellen Selbstverwirklichung und Selbstständigkeit. Den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung des Handwerks für ihren individuellen Alltag, aber auch unsere Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur näherzubringen und ihnen dabei aufzuzeigen, welche Chancen mit einer persönlichen Zukunft im Handwerk verbunden sind, ist Ziel dieser Unterrichtseinheit. In drei aufeinander aufbauenden Lernphasen setzen sich die Schülerinnen und Schüler vor diesem Hintergrund mit den Themenschwerpunkten "Das Handwerk und ich", "(K)eine Zukunft ohne Handwerk?!" und "Das Handwerk - mehr als ein 'Beruf'" auseinander und diskutieren über die Relevanz des Handwerks beziehungsweise Handwerkberufs für ihre unmittelbare Lebenswirklichkeit. Die Krisen der Gegenwart, allen voran die Corona-Pandemie, haben den Blick auf die Bedeutung des Handwerks für das Funktionieren unserer Gesellschaft und Wirtschaft bis hin zu unserem individuellen Alltag geschärft. Die Nachfrage nach und der Bedarf an qualifizierten Handwerksleistungen und -produkten steigt stetig, gleichzeitig wird die Klage über Fachkräftemangel und unbesetzte Ausbildungsstellen immer lauter. Die Auseinandersetzung mit der grundsätzlichen Bedeutung des Handwerks, den gegenwärtigen Problemen, sowie den potenziellen Auswirkungen dieser Schwierigkeiten bedeutet daher eine Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit ihrer unmittelbaren Lebenswelt und ihrer eigenen Zukunft . Die Verortung des Themas ist in den Bildungsplänen aller Bundesländer für die genannten Jahrgangsstufen möglich, insbesondere bietet sich die Einheit für den Einsatz in den Fächern Arbeits- oder Wirtschaftslehre, den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern oder Deutsch (Medien- und Recherchekompetenz, Karikaturanalysen, Berufsorientierung ) an. Die Unterrichtseinheit umfasst Aufgabenstellungen aus allen drei Anforderungsbereichen und ermöglicht das Arbeiten in unterschiedlichen Sozialformen und mit unterschiedlichen Medien. Die Erarbeitung erfolgt in drei Phasen: In einer ersten Phase ( Arbeitsblatt I: "Das Handwerk und ich" ) beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Frage, welche Bedeutung das Handwerk für ihre eigene Lebenswirklichkeit hat. Hierzu lernen die Schülerinnen und Schüler zunächst die Vielfalt handwerklicher Berufe und deren Bedeutung für unseren Alltag kennen. Nachdem sie sich in einen Alltag hineinversetzt haben, der ohne Produkte und Leistungen des Handwerks auskommen müsste, diskutieren sie gemeinsam über die Systemrelevanz des Handwerks. Die zweite Phase der Unterrichtseinheit ( Arbeitsblatt II: "(K)eine Zukunft ohne Handwerk?!" ) fokussiert zunächst auf die Erarbeitung wesentlicher Daten und Fakten zur wirtschaftlichen Bedeutung des Handwerks. Aufbauend auf den Ergebnissen einer Online-Recherche leiten die Schülerinnen und Schüler Trends ab, die sich auf die Zukunft des Handwerks und dadurch auch auf die Wirtschaft und Gesellschaft Deutschlands auswirken. Die Phase schließt ab mit der arbeitsteiligen Analyse ausgewählter Karikaturen, die die angesprochenen Trends und ihre Auswirkungen aufgreifen und zu einer vertiefenden Diskussion anregen. In der letzten Phase der Unterrichtseinheit ( Arbeitsblatt III: "Das Handwerk – mehr als bloß ein 'Beruf'" ) richten die Schülerinnen und Schüler ihren Blick auf die hohe Arbeits- und Lebenszufriedenheit, die aktuelle Studien bei Beschäftigten im Handwerk nachweisen konnten, und erörtern mögliche Ursachen hierfür mithilfe einer sozialwissenschaftlichen Theorie zur Arbeitsmotivation ("Zwei-Faktoren-Theorie" (Herzberg)). In einem abschließenden Schritt lernen sie die soziokulturellen Dimensionen des deutschen Handwerks kennen und erfahren darüber hinaus, inwiefern traditionelles Handwerk einen wesentlichen Anteil am Erhalt des kulturellen Erbes unserer Gesellschaft hat. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wissen, welche gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung dem deutschen Handwerk in der Gegenwart und Zukunft beigemessen werden kann (Systemrelevanz). kennen die Probleme, denen sich das Handwerk gegenwärtig ausgesetzt sieht, und diskutieren mögliche Auswirkungen. verstehen die Vielfalt der Aufgaben und Kompetenzen von Handwerkerinnen und Handwerkern und erkennen die möglichen Chancen, die mit einer Karriere im Handwerk verbunden sind. nutzen die "Zwei-Fakten-Theorie" nach Herzberg. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben sich im strukturierten Erfassen und Auswerten von Daten. nutzen Online-Medien zur Informationsgewinnung und trainieren dabei das kritische Recherchieren. nutzen formale Texte und erschließen deren Inhalte. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler fördern ihre Teamfähigkeit in Paar- und Gruppenarbeit. üben sich im sachlichen und konstruktiven Argumentieren. trainieren das Präsentieren von Arbeitsergebnissen vor der Gruppe. Systemrelevanz des Handwerks

  • Politik / SoWi
  • Sekundarstufe I

Struktur und Funktion von Haaren

Unterrichtseinheit

In der Unterrichtseinheit für das Fach Biologie in Klasse 5 beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Aufbau, den Aufgaben und der Vielfalt von Haaren. Sie erkunden, wie Haare bei Mensch und Tier Schutz, Wahrnehmung und Wärmehaushalt beeinflussen. In Gruppenarbeit vertiefen sie ihr Wissen und sammeln Daten und Fakten rund um das Thema Haare. Die Annäherung an das Thema "Wunderwelt Haare" erfolgt über die alltagsnahe Fragestellung "Warum haben Säugetiere eigentlich Haare?" . Diese Phase lässt den Schülerinnen und Schülern Raum für eigene Vermutungen und dient der Aktivierung von bereits vorhandenem Vorwissen. Die Lernenden sammeln Vermutungen und tauschen sich zum Thema aus. Anschließend überprüfen sie ihre Vermutungen mit Hilfe des Infotextes. In der ersten Erarbeitungsphase lernen sie den Aufbau des menschlichen Haares , dessen Bestandteile und Aufgaben anhand eines Infotextes mit zwei Abbildungen kennen, welche anschließend in einem Unterrichtsgespräch gesichert werden. In der zweiten Erarbeitungsphase erarbeiten die Schülerinnen und Schüler einen Teilaspekt zum Thema "Spannende Fakten aus der Wunderwelt der Haare" und werden zu Expertinnen und Experten für dieses Gebiet, welche ihr neu erworbenes Wissen in der anschließenden Gruppenphase (gemischte Gruppen) mit ihren Mitschülerinnen und -schülern teilen. Die kurzen Expertentexte gehen auf alltagsnahe Fragen ein und können somit das Interesse der Lernenden am Thema befördern. Die Ergebnisse dieser Phase werden in einem sichernden Unterrichtsgespräch nochmals gefestigt. Das Thema "Wunderwelt Haare" zeichnet sich durch einen hohen Bezug zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler aus. Viele jugendliche Lernende definieren sich über Frisuren und Haarfarben. Aus diesem Grund kann es für die Lernenden spannend sein, sich einmal genau mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die Bearbeitung dieses Materials erfordert den sicheren Umgang mit Sachtexten. Die Schülerinnen und Schüler sollten in der Lage sein, wichtige Informationen selbstständig zu erkennen und zu markieren. Das Material kann zusätzlich differenziert werden, indem wichtige Fachbegriffe hervorgehoben oder aber weggelassen werden. fremdsprachliche Fachbegriffe durch deutsche ersetzt werden. der Umfang der Informationstexte reduziert wird. Musterantworten im Vorhinein gegeben werden. Fragestellungen offener oder stärker gelenkt formuliert werden. die Sozialformen variiert werden. Die alltagsnahe Fragestellung "Warum haben Säugetiere eigentlich Haare?" ermöglicht einen spannenden Einstieg in die Thematik. Diese Phase lässt den Schülerinnen und Schüler Raum für eigene Vermutungen und dient der Aktivierung von bereits vorhandenem Vorwissen. Die Think-Pair-Share-Methode motiviert dabei auch introvertierte Lernende zu einer aktiven Teilnahme am Unterricht. Der zweite Teil "Der Aufbau unserer Haare" arbeitet mit alltagsnahen Vergleichen, um die naturwissenschaftliche Thematik zu veranschaulichen. Der dritte Teil "Spannende Fakten aus der Wunderwelt der Haare" gibt den Schülerinnen und Schülern Anlass zu einer gezielten Auseinandersetzung mit einem spannenden Teilgebiet. Die Methode des "Gruppenpuzzles" zielt darauf ab, dass alle Lernenden die Verantwortung für ihr Teilgebiet und somit für das Gruppenergebnis übernehmen. Die Lehrkraft kann die Abbildung und die Tabelle des Arbeitsblattes "Der Aufbau unserer Haare" in digitaler Form oder in Form einer Folie für die Phase der Ergebnissicherung vorbereiten sowie sich Gedanken über die Einteilung der Gruppen machen. Hier können Lose sinnvoll sein, um heterogene Gruppen zu gewährleisten. Ergänzende Arbeitsblätter Zur weiteren Vertiefung mit der Unterrichtseinheit stehen die Arbeitsblätter " Haarsorten im Vergleich " und " Warum werden Haare grau? zum Download bereit. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erklären die Funktion der Haarbestandteile selbstständig mit Hilfe eines Infotextes. können die Schichten eines Haares einer Abbildung zuordnen. können wichtige Informationen eines Sachtextes selbstständig beziehungsweise mit Hilfe von Fragestellungen entnehmen. können ihr neu erworbenes Wissen über ein Teilthema ihren Mitschülerinnen und Mitschülern verständlich erklären. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in heterogenen Gruppen zusammen. entwickeln in den Gruppen einen eigenständigen Ablauf. hören ihren Mitschülerinnen und Mitschülern zu und schreiben Informationen mit.

  • Biologie
  • Sekundarstufe I

Stadtentwicklung vom Mittelalter zur Moderne

Unterrichtseinheit

In der Unterrichtseinheit für das Fach Geschichte der Klassen 11–12 erforschen die Lernenden, wie sich Herrschaftsformen, gesellschaftliche Strukturen und Arbeitsteilung seit dem Mittelalter veränderten. Anhand der städtebaulichen Entwicklung erkennen sie Kontinuität und Wandel von Lebens- und Wirtschaftsformen – von den Zünften über die Industrialisierung bis zu heutigen urbanen Herausforderungen. Abschließend diskutieren sie, wie aktuelle Entwicklungen wie Energiewende, Digitalisierung und nachhaltiges Bauen die Stadtbilder von morgen prägen. Handwerkerinnen und Handwerker prägen die städtebauliche Entwicklung seit dem Mittelalter – erkennbar beispielsweise an Straßennamen, am Stadtbild oder an der Struktur. Immer wieder beeinflusst und gestaltet das Handwerk die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen, die sich in der unterschiedlichen Form, Gliederung oder Charakteristik der Stadtbilder spiegeln. Auch heute noch prägt vor allem das Handwerk die Gesichter unserer Städte: Die Energiewende verändert die Gestalt der Gebäude, die Mobilitätswende verändert die Gestalt der Straßen und Wege und gleichzeitig sorgen Handwerkerinnen und Handwerker für die nachhaltige Sanierung und Restaurierung historischer Bauwerke und somit für die Bewahrung historischer Stadtbilder. Am Beispiel der städtebaulichen Entwicklung schlägt diese Unterrichtseinheit im Sinne eines Längsschnitts eine Brücke vom traditionellen, historischen zum modernen, innovativen Handwerk. Die Unterrichtseinheit besteht aus drei Unterrichtsstunden zu je 45 Minuten. Da die Kontinuität und Veränderung des Handwerks in der städtebaulichen Entwicklung im Vordergrund der Unterrichtsreihe stehen, sind die Arbeitsblätter zeithistorisch betrachtet in einer chronologischen Reihenfolge. Die Lernenden arbeiten sich dementsprechend vom Hochmittelalter bis in die Gegenwart vor und erarbeiten Aspekte vergangener, gegenwärtiger und möglicherweise künftiger Gegebenheiten, die das Handwerk direkt oder indirekt betreffen. Durch verschiedene Impulse, die aus der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler stammen, sowie durch gezielte Querbezüge wird eine Berufsgruppe, die jungen Menschen mittlerweile nicht mehr so präsent ist wie in vergangenen Zeiten, wieder zugänglicher gemacht. In dieser Unterrichtseinheit gehen Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Sozialformen, mithilfe verschiedener Unterrichtsmethoden und anhand von vorgegebenem Quellen- und Darstellungsmaterial sowie selbstrecherchiertem Online-Material der historischen Entwicklung, der gegenwärtigen Lage und den zukünftigen Chancen und Herausforderungen des Handwerks für die städtebauliche Entwicklung nach. Der Unterricht im Fach Geschichte in der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe (KCGO Hessen 2021) zielt darauf ab, verschiedene Aspekte von Herrschaft und Gesellschaft im Mittelalter zu thematisieren und zu vertiefen. Nachdem die Schülerinnen und Schüler den Feudalismus, die Ständegesellschaft sowie das Bauerntum und die jüdische Minderheitsbevölkerung als gängige Leitperspektiven beziehungsweise Themenschwerpunkte üblicherweise bereits in Klasse 8 und in der E-Phase kennengelernt haben, geht der Aufstieg des städtischen Bürgertums in der Unterrichtspraxis gerne verloren. Mit dieser Unterrichtseinheit wird genau in der E-Phase Abhilfe geschaffen und ein Blick auf die Mittelschicht des Dritten Standes geworfen. Es bietet sich dementsprechend an, diese dreiteilige Unterrichtseinheit im Anschluss an die grundlegenden Aspekte von Herrschaft und Gesellschaft im Mittelalter zum Abschluss einer Unterrichtsreihe zu verwenden. Die Verknüpfung zum Unterricht im Fach Erdkunde/Geographie erschließt sich durch den Aspekt der Energie, welcher in diversen Inhaltsfeldern und Jahrgangsstufen (KCGO Hessen 2022) als Haupt- oder Nebenperspektive zum Tragen kommt. Die Entwicklung fachspezifischer Kompetenzen wird durch verschiedene Arten des Zugangs gewährleistet. Mit der Analyse von historischen Text- und Bildquellen sowie der gezielten Erarbeitung von Inhalten aus Sachtexten schärfen die Schülerinnen und Schüler ihre Analysekompetenz für Quellen und Darstellungen. Weiterhin tragen Rückbezüge auf historische Inputs sowie historische Vergleiche von Institutionen und Sachverhalten zur Ausbildung der Wahrnehmungskompetenz für Kontinuität und Veränderung in der Zeit bei. Kritische Ansätze, die zur Reflexion und Problemlösung auffordern, knüpfen ebenfalls an die Kontinuität und Veränderung in der Zeit an, jedoch vor dem Hintergrund der Ausbildung der Urteilskompetenz. Darüber hinaus wird durch die Abwechslung von individuellen und kooperativen Arbeitsphasen (Think-Pair-Share) der Aspekt der Arbeitsteilung, der selbst wiederum Teil des Unterrichtsgegenstandes ist, nicht nur selbst praktisch ausprobiert, sondern zum eigenen Vorteil genutzt. Die Schwierigkeitsprogression startet auf jedem Arbeitsblatt von neuem, sodass dem Prinzip der Strukturierung Rechnung getragen wird. Möglichkeiten der Binnendifferenzierung werden speziell durch die Arbeitsteilung auf dem zweiten Arbeitsblatt ermöglicht. Hier können leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler die politischen und wirtschaftlichen Aspekte des Handwerks aus einem Sachtext herausarbeiten, während weitere Schülerinnen und Schüler die städtebaulichen Aspekte des Handwerks herausfiltern. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entwickeln die Analysekompetenz für Quellen und Darstellungen. bilden die Wahrnehmungskompetenz für Kontinuität und Veränderung in der Zeit aus. bilden die Urteilskompetenz für Kontinuität und Veränderung in der Zeit aus. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler suchen, bearbeiten und bewahren weiterführende Informationen als Ergänzung zu vorgegebenem Quellen- und Darstellungsmaterial auf. produzieren Ergänzungen zu bereits erarbeiteten Inhalten und präsentieren diese in analoger oder digitaler Form einem Mitschüler / einer Mitschülerin (>>Mindmap). Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten sowohl in individuellen als auch in kooperativen Arbeitsphasen. teilen sich die Arbeit auf und produzieren mithilfe von Kommunikation paarweise eigene Denk- und Arbeitsprodukte, die dann wiederum der Lerngruppe zugänglich gemacht werden.

  • Geschichte
  • Sekundarstufe II

Schönheit zwischen Selbstbild und Fremdbild

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für das Fach Ethik in den Klassen 7–8 regt zur kritischen Auseinandersetzung mit Schönheitsidealen an. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten historische und gegenwärtige Schönheitsvorstellungen, reflektieren den Einfluss gesellschaftlicher Normen auf das Selbstbild und analysieren, wie kulturelle Unterschiede die Wahrnehmung von Schönheit prägen. Kreative Aufgaben und ein Interview vertiefen den persönlichen Zugang zum Thema. Mit Hilfe des Arbeitsblattes 1 "Was ist schön?" nähern sich die Schülerinnen und Schüler an das Thema an und erarbeiten eine gemeinsame Definition des Begriffs "Schönheitsideal". Der Einstieg in das Thema erfolgt über eine Brainstorming-Phase, in welcher die Lernenden zunächst einmal überlegen, was sie persönlich als schön empfinden. Diese Phase lässt den Schülerinnen und Schülern sowohl Raum für eine individuelle Auseinandersetzung mit dem Thema als auch für den Austausch mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern. Anschließend entwickeln sie ausgehend von ihren eingangs angestellten Überlegungen eine Definition des Begriffs "Schönheitsideal", welche sie daraufhin im Klassenverband diskutieren und abschließend mit Hilfe einer allgemeinen Definition vervollständigen. In der darauffolgenden Erarbeitungsphase lernen die Schülerinnen und Schüler anhand des Informationstextes "Schönheit im Wandel der Zeit" gängige Schönheitsideale unterschiedlicher Epochen kennen, welche sie in Form einer tabellarischen Übersicht festhalten. Anschließend folgt eine Recherche zu aktuellen Schönheitsidealen und die Lernenden wählen eine Epoche aus, mit der sie sich vertiefend auseinandersetzen möchten. Ihr recherchiertes Wissen halten sie in Form einer kreativen Text-Bild-Collage fest, welche sie in der darauffolgenden Stunde ihren Mitschülerinnen und Mitschülern im Rahmen eines Galerieganges vorstellen. Die Anfertigung der Text-Bild-Collage kann wahlweise entweder analog (ausgedruckte Bilder, Kleber, Schere, handgeschriebene Texte) oder digital (mit Hilfe einer App wie Goodnotes, Procreate oder Adobe Spark) erfolgen. Das Arbeitsblatt 3 "Frisuren im Wandel der Zeit" ermöglicht eine spielerische Auseinandersetzung mit den Trendfrisuren der vergangenen Jahrzehnte, welche die Lernenden zunächst zuordnen und ergänzen sollen, um das Interesse der Lernenden am Thema zu wecken. In einer abschließenden handlungsorientierten Phase sollen die Lernenden ein Interview mit einer Friseurin oder einem Friseur führen und dadurch den wechselseitigen Einfluss erfahren: Welchen Einfluss haben Friseurinnen und Friseure auf das Schönheitsideal einer Gesellschaft und welchen Einfluss hat das Schönheitsideal einer Gesellschaft auf die Tätigkeit der Friseurinnen und Friseure. Mithilfe des ergänzenden Arbeitsblattes wird das Thema Schönheitsideale vertieft und reflektiert, wie diese von den Schülerinnen und Schülern sowie in der Gesellschaft wahrgenommen werden. In Zeiten von Social Media werden Kinder und Jugendliche tagtäglich direkt oder indirekt mit Schönheitsidealen konfrontiert. Die folgende Unterrichtseinheit knüpft also direkt an die Lebenswirklichkeit der Lernenden an und gewährleistet somit einen persönlichen Bezug zum Thema. Die Einstiegsphase lässt den Schülerinnen und Schülern zum einen Raum für eine individuelle Annäherung an das Thema, zum anderen ist durch die Think-Pair-Share-Methode gewährleistet, dass auch die zurückhaltenderen Schülerinnen und Schüler sich einbringen können. Die Partnerphase bietet ihnen dabei einen geschützten Raum, um ihre Gedanken zu der sehr persönlichen Fragestellung "Was findest du an dir schön?" zu äußern. Die Einstiegsphase dient neben der persönlichen Annäherung an das Thema auch gleichzeitig der Vorbereitung für das Verfassen einer Definition des Begriffs "Schönheitsideal" und erlaubt somit eine induktive Herangehensweise an das Thema. Die anschließende Diskussion dient dem Austausch. Der Informationstext informiert die Lernenden über gängige Schönheitsideale im Wandel der Zeit und vermittelt ihnen einen einführenden Überblick. Die anschließende Rechercheaufträge ermöglichen eine vertiefende Auseinandersetzung und können sowohl in der Schule als auch zu Hause durchgeführt werden. Das Erstellen einer Text-Bild-Collage erlaubt darüber hinaus einen kreativen Zugang zum Thema. Das Arbeitsblatt "Frisuren im Wandel der Zeit" bietet eine Fülle an Bildmaterial, welches die Fragestellung anhand der Themen Frisur und Mode konkretisiert. Das abschließende Interview soll den Lernenden vor Augen führen, welche wechselseitige Wirkung kreative Berufe (hier: Friseurinnen und Friseure) und die Gesellschaft (hier: Kundinnen und Kunden) aufeinander haben. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler formulieren eine eigene Definition des Begriffs "Schönheitsideal". entnehmen Informationen aus einem Sachtext und gliedern diese. recherchieren fragegeleitet im Internet. bereiten Interviewfragen vor. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bedienen eine Suchmaschine und entnehmen Informationen zu einem vorgegebenen Thema. erstellen eine eigene Text-Bild-Collage mit Hilfe einer digitalen App (wahlweise). Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler einigen sich im Gruppenverband auf ein gemeinsames Ergebnis. führen ein Interview mit einer Friseurin oder einem Friseur durch.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I

Goldener Schnitt – Geometrie der Schönheit

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für das Fach Mathematik der Klassen 9–10 unterstützt Schülerinnen und Schüler die Definition und Eigenschaften des Goldenen Schnitts zur Berechnung und Konstruktion von Verhältnissen zu verstehen. Sie leiten das Streckenverhältnisses her, berechnen die Goldene Zahl, konstruieren Goldene Rechtecke und Dreiecke und befassen sich mit der Fibonacci-Spirale. Durch selbst gesteuertes Lernen mit differenzierten Aufgaben sowie realen Anwendungsbeispiel aus Architektur und Kunst werden die zentralen Prinzipien vertieft. Der Goldene Schnitt ist ein faszinierendes mathematisches Verhältnis, das in vielen Bereichen des Lebens (Körpermaße), der Kunst (Mona Lisa), Bildhauerei (Michelangelos David), der Architektur (Altes Leipziger Rathaus) und der Natur (Nautilus) auftaucht. In dieser Unterrichtseinheit für den Mathematikunterricht der Sekundarstufe I setzen sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit dem Thema "Goldener Schnitt" auseinander. Der erste Teil der Einheit vermittelt eine grundlegende Einführung in die mathematischen Aspekte des Goldenen Schnitts. Mithilfe verschiedener Aufgaben entdecken die Lernenden, in welchem Zusammenhang der Goldene Schnitt zur Mathematik steht. Im zweiten Teil liegt der Fokus auf der Architektur. Die Schülerinnen und Schüler recherchieren nach Gebäuden, die dem Goldenen Schnitt entsprechen, und überprüfen am Beispiel des Alten Rathauses in Leipzig, inwieweit es nach diesen Prinzipien errichtet wurde. Im dritten Teil wird das Thema auf das Steinmetz-Handwerk übertragen, wodurch den Lernenden eine praxisnahe und lebensweltbezogene Perspektive geboten wird. Hier setzen sie sich auch mit der Fibonacci-Folge auseinander und untersuchen Denkmäler auf die Anwendung des Goldenen Schnitts im Handwerk. Durch praxisorientierte Textaufgaben wird das Verständnis des Themas weiter vertieft. Ein begleitendes Informationsblatt unterstützt die Recherchearbeit. Zur Verfügung stehenden GeoGebra-Dateien erleichtern das Verständnis und bieten eine weitere Annäherung an das Thema. Diese Dateien stehen zum Download auf der Materialseite zur Verfügung. Neben dem Informationsblatt beinhalten die Arbeitsblätter teilweise Erklärungen und daran gekoppelte Aufgaben. Grundsätzlich wird auf das Informationsblatt als Quelle verwiesen. Die Arbeitsblätter bauen aufeinander auf, so dass die Schülerinnen und Schüler mit dem letzten Arbeitsblatt eigenständig den Goldenen Schnitt umsetzen können sollten. Die Unterrichtseinheit ist für einen Zeitraum von 12 bis 16 Unterrichtsstunden angelegt, wobei pro Woche ein Arbeitsblatt bearbeitet werden kann. Die Bearbeitungszeit kann sich durch die eigenständige Recherchearbeit mit dem Informationsblatt um ein bis zwei Wochen verlängern. Differenzierte Aufgabenstellungen bieten den Lernenden verschiedene Zugänge zum Thema und unterstützen sie in ihrer individuellen Herangehensweise. Der Unterrichtsverlauf folgt einer Struktur, die in drei Phasen unterteilt ist: Plenumsphase, Übungsphase und Rückmeldungsphase. Alternativ können die Aufgaben auch in Wochenplänen eingesetzt werden, was eine flexible Gestaltung des Unterrichts ermöglicht. Im Verlaufsplan werden die Phasen ergänzt, in denen die Lehrkraft die Inhalte präsentiert und den Lernenden Raum gibt, Fragen zu stellen. Die verbleibende Zeit ist für eigenständiges und selbstverantwortliches Lernen vorgesehen. Diese Phasen werden nicht gesondert aufgeführt. Diese Einheit basiert auf dem Prinzip des "eigenständigen" Lernens. Hierzu dienen Infokästchen und ausführliche Erklärungen zur Erarbeitung des Inhaltes. An diesen Erklärungen knüpfen differenzierte Aufgaben an, um verschiedene Leistungsniveaus abbilden zu können. Die vertiefenden Übungen dienen zur weiteren Differenzierung. Im ersten Schritt sollte das Informationsblatt erarbeitet werden. Die Arbeitsblätter 1 bis 2 sowie das Informationsblatt können in der Jahrgangsstufe 9 und 10 eingesetzt werden. Die Arbeitsblätter bauen aufeinander auf, so dass es sinnvoll ist, dass die Schülerinnen und Schüler die Arbeitsblätter chronologisch erarbeiten. Ebenfalls sollten die Schülerinnen und Schüler entsprechende Vorkenntnisse in Geometrie (insbesondere in Bezug auf Dreiecke und Vielecke) für die Arbeitsblätter mitbringen. Die Aufgaben mit vier Sternen sind für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler geeignet. Im Rahmen des selbstständigen Lernens mit Wochenplänen können diese Aufgaben als Zusatzaufgaben notiert werden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen und beschreiben geometrische Strukturen in der Umwelt. berechnen Streckenlängen, auch unter Nutzung von Ähnlichkeitsbeziehungen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler suchen, verarbeiten und bewahren Inhalte und Materialien auf. kommunizieren und kooperieren auf verschiedenen Ebenen miteinander. setzen digitale Werkzeuge zum Lösen von Problemen ein. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können sachlich kommunizieren. können gemeinsam Aufgaben bearbeiten und ausführen. können sich an Absprachen und Vereinbarungen halten.

  • Mathematik
  • Sekundarstufe I

Gestaltungsmerkmale von Epochen analysieren

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für das Fach Kunst der Klassenstufen 11-13 vermittelt Schülerinnen und Schüler die zentralen Merkmale der Bildhauerei verschiedener Epochen der Kunstgeschichte. Neben typischen Gestaltungsmerkmalen werden auch die Techniken des Bildhauerhandwerks in den Blick genommen. Die Lernenden erstellen einen kommentierten Zeitstrahl, analysieren bedeutsame Bildhauerarbeiten und gestalten schließlich eine eigene Figur nach dem Vorbild des Bildhauers Giacometti. Die Unterrichtseinheit thematisiert die Geschichte der Bildhauerei von der Altsteinzeit bis zur Moderne. Ausgangspunkt der Einheit ist der Fachartikel " Meilensteine des Bildhauerhandwerks ", der als Lesetext einen Überblick über Bildhauerei im Laufe verschiedener Kunstepochen verschafft. Im ersten Abschnitt der Unterrichtseinheit ( Arbeitsblatt 1 ) machen die Lernenden die kaum vorstellbare Zeitspanne von rund 37.000 Jahren Bildhauerei durch die Gestaltung eines Zeitstrahls anschaulich erfahrbar. Sie ordnen Epochen und exemplarische Werke der Bildhauerei chronologisch, erarbeiten typische Epochenmerkmale und setzen diese in einen historischen Zusammenhang. In einer arbeitsteiligen Gruppenarbeit (Gruppenpuzzle) übernehmen die Lernenden unterschiedliche Rollen: Während einige zu Künstlerinnen und Künstlern sowie deren Werken recherchieren, ermitteln andere zentrale Merkmale der Bildhauerarbeiten ihrer Epoche, ergänzen den historischen Kontext, beschreiben handwerkliche Aspekte oder koordinieren die Gestaltung des Zeitstrahls. Im zweiten Abschnitt der Unterrichtseinheit ( Arbeitsblatt 2 ) analysieren die Schülerinnen und Schüler ein ausgewähltes Werk der Bildhauerei. Ein Bewertungsraster unterstützt Lehrkräfte bei der Auswertung der Analysen der Lernenden. Im letzten Abschnitt der Unterrichtseinheit ( Arbeitsblatt 3 ) werden die zuvor gewonnenen Erkenntnisse praktisch umgesetzt. Die Lernenden sind aufgefordert, eine eigene Bildhauerarbeit nach dem Vorbild des Schweizer Künstlers Giacometti zu gestalten, ihr Vorgehen zu dokumentieren und den Einfluss handwerklicher Aspekte auf die Wirkung ihrer Figur zu erläutern. Abschließend werden alle Schülerprodukte in einem Galerierundgang präsentiert. Die Unterrichtseinheit vermittelt Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe II einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der Bildhauerei und führt sie zugleich schrittweise zu einer eigenen künstlerischen Position. Sie verbindet kunsthistorisches Wissen, analytische Kompetenz und praktisches Gestalten zu einer durchgängigen Lernspirale in drei Phasen. Geschichte der Bildhauerei und Zeitstrahl (Arbeitsblatt 1) Im ersten Teil der Unterrichtseinheit setzen sich die Lernenden mit der historischen Dimension der Bildhauerei auseinander, indem sie Epochen, Materialien und Techniken in einen chronologischen Zusammenhang bringen. Arbeitsblatt 1 legt das Fundament der Einheit. Das handlungsorientierte Medium des Zeitstrahls fördert nicht nur Orientierung und Überblick, sondern auch die Erkenntnis, dass jede Form der Geschichtsdarstellung eine Interpretation darstellt. Zentral ist der Umgang mit Maßstäben: Die Schülerinnen und Schüler erfahren, dass jede Darstellung von Geschichte eine Interpretation darstellt. Das führt zu einer kritischen Reflexion über die Möglichkeiten und Grenzen von Zeitdarstellungen. Der Zeitstrahl macht damit nicht nur kunstgeschichtliche Inhalte sichtbar, sondern fördert auch methodische und Urteilskompetenzen. Die arbeitsteilige Gruppenarbeit ermöglicht der Lehrkraft eine Differenzierung nach Interessen und Leistungsniveaus. Ein Expertentreffen fungiert als zentrales Element des Gruppenpuzzles: Es ermöglicht epochenübergreifende Vergleiche und vertieft das Verständnis für technische und stilistische Entwicklungen. Am Ende entsteht ein Produkt, das im Klassenraum sichtbar bleibt und als Grundlage für weitere Stunden (z. B. vertiefte Epochenarbeit, Analyse einzelner Werke) genutzt werden kann. Die Präsentation des Zeitstrahls schließt die Phase mit einer ersten gemeinsamen Reflexion ab. Diese arbeitsteilige Vorgehensweise fördert Kooperation, Verantwortungsübernahme und selbstständiges Arbeiten. Hinweise zur Gruppenbildung und zum Expertentreffen Für die Umsetzung der arbeitsteiligen Gruppenphase ( Arbeitsblatt 1 ) empfiehlt sich eine bewusste Steuerung der Gruppenbildung. Je nach Klassenzusammensetzung und Lernvoraussetzungen sind unterschiedliche Vorgehensweisen denkbar: Gezielte Zuordnung durch die Lehrkraft ermöglicht eine ausgewogene Zusammensetzung nach Leistungsniveau, Arbeitstypen und Geschlecht. Vorteil: klare Struktur und gleichmäßige Beteiligung. Selbstwahl nach Interesse fördert Motivation und Identifikation mit der gewählten Epoche. Vorteil: hohes Engagement, jedoch Risiko ungleicher Gruppenverteilung. Zufallsprinzip (z. B. Kärtchen mit Epochenbegriffen) sorgt für neue Arbeitskonstellationen und Durchmischung. Vorteil: schnell und unkompliziert. Empfehlung: Bei heterogenen Lerngruppen ist eine gezielte Zuordnung oft am effektivsten – die Lehrkraft kann dabei Interessen berücksichtigen, aber zugleich Ausgleich schaffen. Das Expertentreffen innerhalb des Gruppenpuzzles ist ein zentraler didaktischer Baustein. Es ermöglicht einen Perspektivwechsel und stärkt die Fähigkeit, Ergebnisse strukturiert zu kommunizieren. Lernende mit derselben Rolle (z. B. "Material-Expertinnen/-Experten") vergleichen epochenübergreifend ihre Erkenntnisse, erkennen Gemeinsamkeiten und Unterschiede und bereiten den Wissenstransfer in ihre Ausgangsgruppen vor. Dadurch werden Wiederholungen vermieden, Verständnislücken geschlossen und Verantwortungsbewusstsein gefördert. Das Expertentreffen schafft somit eine Brücke zwischen kooperativem Arbeiten, individueller Verantwortung und vertiefter Reflexion über künstlerische Prozesse. Analyse einer Bildhauerarbeit (Arbeitsblatt 2) Aufbauend auf dem Überblick der ersten Phase führt Arbeitsblatt 2 in die gezielte Werkbetrachtung ein. Die Lernenden wenden ihre Kenntnisse nun auf ein konkretes Beispiel an – etwa eine Skulptur aus Antike, Renaissance oder Moderne. Durch die Leitfragen zu Form, Raum, Material, Werkstattkontext, Inhalt und Wirkung üben sie, gestalterische Entscheidungen zu erkennen und deren Bedeutung zu deuten. Hier rückt das Verhältnis von Kunst und Handwerk in den Fokus: Wie beeinflussen Material und Technik die Wirkung? Eine kurze Vergleichs- und Feedbackphase stärkt kommunikatives Lernen, ohne die individuelle Analyse zu überlagern. Optional kann ein Plakat oder eine Ausstellungsarbeit gestaltet werden. Das fördert Präsentations- und Urteilskompetenz. Giacometti: Eine Figur im Raum gestalten (Arbeitsblatt 3) In der dritten Phase werden die zuvor gewonnenen Erkenntnisse praktisch umgesetzt . Die Lernenden übertragen zentrale Gestaltungsprinzipien Giacomettis – Reduktion, Proportion, Materialwirkung – auf eine eigene Figur. Zugleich erweitern sie den Auftrag um eine konzeptuelle Ebene: Der Schritt als Symbol für Bewegung, Entwicklung oder Übergang eröffnet Raum für persönliche Deutung und künstlerische Eigenständigkeit. Damit wird der handwerklich-praktische Prozess zum Mittel der Reflexion über das menschliche Dasein im Raum – ein zentrales Thema der modernen Bildhauerei. Das begleitende Statement ("Welchen Schritt zeigt meine Figur?") schult sprachlich-reflexive Kompetenz und sichert die inhaltliche Tiefe. Eine abschließende Ausstellung der Figuren schafft einen gemeinsamen Reflexionsraum über Ausdruck, Materialität und Symbolik. Gesamtziel der Einheit Die Einheit verbindet fachliche, methodische und gestalterische Kompetenzen. Sie ermöglicht ein Lernen vom Überblick zur eigenen Position und fördert dabei die Einsicht, dass Kunstgeschichte keine Abfolge isolierter Stile ist, sondern eine fortlaufende Auseinandersetzung mit Mensch, Raum und Material. Der Wechsel von historischer Einordnung, analytischer Untersuchung und eigenständiger Gestaltung stärkt Fachwissen, Urteilskraft und kreative Selbsttätigkeit – zentrale Ziele kunstpädagogischer Arbeit in der Oberstufe. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler ordnen zentrale Werke und Epochen der Bildhauerei zeitlich ein. beschreiben typische Merkmale der Bildhauerei unterschiedlicher Epochen und vergleichen Unterschiede. erkennen den Zusammenhang von Kunst, Handwerk, Gesellschaft und historischen Ereignissen. lernen, handwerklich-technische Aspekte mit inhaltlicher Deutung zu verbinden. verbessern ihr handwerkliches Können bei der Gestaltung einer Plastik. üben konzeptuelles Denken und Reflexion über künstlerische Ausdrucksformen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren in digitalen und analogen Quellen. wählen geeignete Bilder und Informationen aus und bereiten diese für die Visualisierung des Zeitstrahls auf. reflektieren Möglichkeiten und Grenzen digitaler und analoger Darstellungsformen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten arbeitsteilig in Gruppen zusammen. übernehmen Verantwortung für unterschiedliche Aufgaben (Recherche, Gestaltung, Koordination, Präsentation). führen die Ergebnisse zu einem gemeinsamen Produkt zusammen. präsentieren Ergebnisse in einer Ausstellung.

  • Kunst
  • Sekundarstufe II

Aggregatzustände und Aggregatzustandsänderungen

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für das Fach Physik der Klasse 7 vermittelt Grundlagenwissen rund um die Wärmelehre. Die Schülerinnen und Schüler erörtern die Begriffe Temperatur, Wärme und Aggregatzustand. Sie messen Temperaturen, wenden das Teilchenmodell zur Beschreibung von Stoffveränderungen an und erforschen anhand von praxisnahen Beispielen aus dem Alltag die Auswirkungen von Temperaturänderungen auf feste Stoffe, Flüssigkeiten und Gase. Die Unterrichtseinheit bearbeitet entsprechend des Hessischen Lehrplans für das Fach Physik das Thema “Aggregatzustände und Aggregatzustandsänderungen“. Konkret sind die behandelten Inhalte im Themenfeld “Wärmelehre“ verankert. Die Unterrichtseinheit bettet Beispiele und Anwendungen aus dem Sanitär-, Heizungs-, Klimahandwerk in das physikalische Themenfeld der Thermodynamik ein. In der ersten Doppelstunde wird zunächst anhand eines Experiments zum subjektiven Temperaturempfinden das Thermometer als Instrument zur Temperaturmessung eingeführt. Die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene Thermometer und Temperaturskalen kennen und üben den Umgang mit dem Thermometer im Experiment. Die Auswertung des Experimentes erfolgt angeleitet in Form eines Temperatur-Zeit-Diagramms. Anknüpfend an das Sanitär-, Heizungs-, Klimahandwerk wenden die Schülerinnen und Schüler ihr in der ersten Doppelstunde erworbenes Wissen an, indem sie Thermometer und Temperaturmessungen an der heimischen Heizungsanlage entdecken und beschreiben. In der zweiten Doppelstunde lernen die Schülerinnen und Schüler die drei Aggregatzustände anhand eines Videos kennen. Sie beschreiben diese mit Hilfe des Teilchenmodells und wiederholen dabei den Modellbegriff. In der letzten Doppelstunde wird anhand verschiedener Freihand-Experimente das Verhalten verschiedener Körper bei Wärmezufuhr zunächst experimentell untersucht und anhand dessen wesentliche Kenntnisse zur Volumenänderung von festen Körpern, Flüssigkeiten und Gasen bei Temperaturänderungen erworben und formuliert. Die im Experiment erworbenen Kenntnisse werden anschließend auf verschiedene Beispiele aus dem Heizungsbereich angewendet. Die in der Unterrichtseinheit enthaltenen Themenbereiche Wärme, Temperatur, Temperaturmessungen und Aggregatzustände begegnen den Schülerinnen und Schülern in ihrem Alltag. Physikalische Inhalte werden in einen für die Lernenden sinnvollen Kontext, in diesem Fall schwerpunktmäßig aus dem Sanitär-, Heizungs- und Klimabereich, eingebettet. Dadurch kann die Unterrichtseinheit das Interesse der Schülerinnen und Schüler wecken, da sie ihnen ermöglicht, physikalische Phänomene in ihrem täglichen Leben zu erkennen und besser zu verstehen. Vorkenntnisse zum Modellbegriff sind für die in der zweiten Doppelstunde vorgesehene Erarbeitung des Teilchenmodells von Vorteil. Wissenslücken in diesem Bereich können jedoch im Rahmen der Unterrichtseinheit optional wiederholt beziehungsweise nachgearbeitet werden. Dadurch können auch leistungsschwächere Lernende unterstützt werden. Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler erhalten an verschiedenen Stellen hingegen die Möglichkeit, über zusätzliche Aufgaben und Denkanstöße Inhalte zu erarbeiten, die eine Transferleistung erfordern. Im Bereich der Temperaturmessung in der ersten Doppelstunde ist es außerdem denkbar, besonders interessierte oder leistungsstarke Schülerinnen und Schüler als Referat oder Zusatzleistung das Thema “Kalibrierung eines Flüssigkeitsthermometers“ selbstständig vorbereiten zu lassen. In der Unterrichtseinheit werden verschiedene Methoden der Wissensvermittlung wie beispielsweise Einzel- und Gruppenarbeit und die Arbeit im Plenum angewandt, um eine Aktivierung aller Lerntypen zu erreichen. Das experimentelle Arbeiten als besondere naturwissenschaftliche Methode wird in dieser Einheit verstärkt angewandt und geübt. Im Bereich der Kommunikation üben die Schülerinnen und Schüler das Erschließen und Aufbereiten von Informationen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden zwischen Wärmeempfinden und Temperatur kennen das Thermometer als Instrument zur Temperaturmessung beschreiben die Aggregatzustände und Phasenumwandlungen mit Hilfe des Teilchenmodells beschreiben die Auswirkungen von Temperaturänderungen auf Festkörper, Flüssigkeiten und Gase Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entnehmen Informationen aus einem Video zu Aggregatzuständen und Phasenübergängen nutzen vorgegebene Internetquellen für die Recherche weiterführender Informationen können digitale Werkzeuge bedarfsgerecht einsetzen können Informationen aus einem Text aufgabengeleitet entnehmen und wiedergeben Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verbessern ihre Fähigkeiten ihre Erkenntnisse adressatengerecht zu präsentieren verbessern durch verschiedene Formen der Gruppenarbeit ihre Teamkompetenzen

  • Physik
  • Sekundarstufe I

Fünf Axiome der Kommunikation

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit für das Fach Deutsch der Klassen 11–13 erkunden die Schülerinnen und Schüler, inwiefern Kommunikation weit mehr ist als nur gesprochene Worte. Mit Paul Watzlawicks Kommunikationsmodell der 5 Axiome analysieren sie, wie verbale und nonverbale Elemente zusammenwirken und welche Missverständnisse entstehen können. Durch praktische Übungen entdecken sie die Bedeutung der Axiome für den Alltag und entwickeln ein tieferes Verständnis für gelungene Kommunikation. Die Annäherung an das Thema "Watzlawicks Kommunikationsmodell" erfolgt zunächst anhand mehrerer "stummer Interviews" mit fiktiven Beispielen aus dem Handwerk, welche die Schülerinnen und Schüler für die Bedeutung nonverbaler Kommunikationselemente sensibilisieren. Anschließend führen sie selbst ein stummes Interview durch, indem sie nur mit Gestik und Mimik auf Interviewfragen antworten. In der nächsten Phase erarbeiten die Lernenden die fünf Axiome der Kommunikation von Paul Watzlawick mit Hilfe eines Videos und erhalten damit ein Instrumentarium, um eine realen Kommunikationssituation zu analysieren. Dazu schlüpfen die Lernenden in unterschiedliche Rollen und stellen ein Bewerbungsgespräch für eine Ausbildungsstelle in einem Handwerksbetrieb szenisch dar, welches anschließend auf der Grundlage der fünf Axiome gemeinsam analysiert wird. Abschließend entwickeln sie auf der Grundlage ihrer Analyseergebnisse Tipps für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch . Das Thema "Kommunikation" zeichnet sich durch einen hohen Alltagsbezug aus. Wir kommunizieren jeden Tag und doch umfasst Kommunikation viel mehr als das gesprochene Wort. Aus diesem Grund kann es für die Lernenden spannend sein, sich einmal genau mit dem Thema auseinanderzusetzen. Im ersten Teil der Unterrichtsreihe "Sagen Sie jetzt nichts" nähern sich die Lernenden der Thematik mit Hilfe stummer Interviews. Ausgehend von der Analyse der Interviews sollen die Lernenden selbst stumme Interviews führen. Diese Phase soll die Schülerinnen und Schüler für die Wahrnehmung nonverbaler Kommunikationselemente sensibilisieren und ihnen Raum für eigene Vermutungen geben. Die Think-Pair-Share-Methode und die optionale Vorstellung der Interviews im Plenum ermöglichen dabei auch zurückhaltenden Schülerinnen und Schüler eine szenische Auseinandersetzung mit dem Thema in einem geschützten Rahmen. Im zweiten Teil "Paul Watzlawick – die fünf Axiome der Kommunikation" erarbeiten die Schülerinnen und Schüler ein Analyseinstrumentarium mit Hilfe eines Videos. Das Medium Video bietet dabei eine anschauliche und lebensweltnahe Auseinandersetzung und dient dazu, die Thematik zu veranschaulichen. Der dritte Teil "Rollenspiel – das Bewerbungsgespräch" ermöglicht den Schülerinnen und Schülern eine praktische und spielerische Anwendung der erarbeiteten Axiome. Dabei wird eine alltagsnahe Kommunikationssituation analysiert, nämlich ein Bewerbungsgespräch für einen Ausbildungsplatz in einem Handwerksbetrieb. Dieses ist dafür aus mehreren Gründen besonders gut geeignet: Persönlicher Bezug: Jeder Schüler wird im Laufe seines Lebens Bewerbungsgespräche führen. Praxisbezug: Die Lernumgebung "Unterricht" wird mit der realen Umgebung "Ausbildung / Beruf" verknüpft. Themenbezug: Ein Bewerbungsgespräch enthält alle Dimensionen, die für Watzlawicks Axiome relevant sind. Die Methode des "Rollenspiels" ziel darauf ab, dass die Lernenden ihr theoretisches Wissen anwenden und festigen. Dabei dient die Kleingruppe als geschützter Rahmen. Introvertierte Lernende können die Rolle des Beobachters wählen und tragen somit ohne szenisches Spiel zum Gruppenergebnis bei. Die abschließende Formulierung der Bewerbungstipps dient dazu, konkrete Handlungsanweisungen zu entwickeln, welche die Lernenden bei zukünftigen Bewerbungsgesprächen beherzigen sollen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler ... beschreiben und interpretieren Bilder anhand der darauf dargestellten Gestik und Mimik auf der Grundlage ihrer Alltagserfahrungen. entwickeln ein eigenes stummes Interview und interpretieren die nonverbalen Signale ihres Gegenübers. stellen ein Bewerbungsgespräch szenisch in verteilten Rollen dar. analysieren das Bewerbungsgespräch mit Hilfe der zuvor erarbeiteten fünf Axiome Watzlawicks. formulieren Bewerbungstipps auf der Grundlage ihrer Analyseergebnisse. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler... entnehmen und strukturieren die wichtigsten Informationen aus einem Kurzvideo. recherchieren aufgabengeleitet nach Sachinformationen im Internet. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler... arbeiten in Paar- oder Gruppenarbeit zusammen. arbeiten in heterogenen Gruppen zusammen. interpretieren die verbalen und nonverbalen Kommunikationselemente im Rollenspiel.

  • Deutsch
  • Sekundarstufe II

Warum Haare grau werden

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit für das Fach Biologie der Klassen 8–9 gehen die Schülerinnen und Schüler der Frage nach, warum Haare grau oder weiß werden. Sie untersuchen die Funktion der Pigmentzellen, werten Informationen zu den Ursachen des Ergrauens aus und recherchieren mögliche Wege zur Wiederherstellung der Haarfarbe. Dieses Arbeitsblatt kann unabhängig oder als Ergänzung zu den Unterrichtseinheiten "Wunderwelt Haare" und "Haare färben – für immer oder für eine bestimmte Zeit?" genutzt werden. Dabei geht es um die Frage: Warum werden Haare bei jungen und älteren Menschen grau beziehungsweise weiß? Dieser Fragestellung wird in einer Unterrichtsstunde in Einzel-, Paar- und Plenumsarbeit nachgegangen. Dazu gliedert sich das Arbeitsblatt in drei Phasen. Zunächst soll das eigene Wissen genutzt werden, um der Fragestellung "Warum ergrauen Haare?" nachzugehen. Dies erfolgt in Einzelarbeit. In einem zweiten Schritt geht es dann um das Analysieren eines kurzen Fachtextes, der die Ursachen für das Ergrauen darlegt. Die Informationen sollen laut Aufgabenstellung ausgewertet werden. Dazu kann Paararbeit hinzugezogen werden. Unter Aufgabe 3 geht es um einen problemlösenden Ansatz. Es soll mittels Internetrecherche ermittelt werden, wie man weiße Haare "renaturieren" kann – das heißt: Wie bekomme ich weiße Haare wieder farbig? Es bietet sich an, die entwickelten Ergebnisse im Plenum zum Ende der Unterrichtsstunde zu besprechen.

  • Biologie
  • Sekundarstufe I

Konjunkturzyklus und Konjunkturpolitik

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für das Fach Politik / Wirtschaft der Klasse 12 vermittelt Wissen über die Zusammenhänge und Grundlagen von Konjunktur und Konjunkturpolitik – von den Phasen des Konjunkturzyklus über wirtschaftliche Einflussfaktoren bis hin zu politischen Steuerungsinstrumenten. An Fallbeispielen aus dem Handwerk erkennen die Lernenden, wie konjunkturelle Entwicklungen Betriebe, Arbeitnehmende und Verbrauchende betreffen und welche Rolle die Konjunkturpolitik für die Stabilisierung der Gesamtwirtschaft spielt. Konjunkturelle Schwankungen gehören zum natürlichen Verlauf wirtschaftlicher Entwicklung. Doch was genau versteht man unter Konjunktur, welche Indikatoren zeigen sie an, und wie wirkt sich wirtschaftspolitisches Handeln auf konjunkturelle Veränderungen aus? Besonders kleine und mittlere Betriebe, wie viele Unternehmen im Handwerk, spüren konjunkturelle Auf- und Abwärtsbewegungen sowie ihre Folgen sehr unmittelbar, agieren sie doch besonders eng am Verbraucher und Auftraggeber. Gerade deshalb ist das Handwerk ein geeigneter Zugang, um abstrakte wirtschaftliche Zusammenhänge anschaulich zu vermitteln. In der Unterrichtseinheit erarbeiten die Schülerinnen und Schüler zunächst die Grundlagen der Konjunktur: Mithilfe einer Karikatur nähern sie sich dem Thema, lernen zentrale Indikatoren zur Messung konjunktureller Entwicklung kennen und setzen sich mit den Phasen des Konjunkturzyklus auseinander. Anschließend wenden die Schülerinnen und Schüler ihr erworbenes Wissen gezielt auf verschiedene Fallbeispiele aus dem Handwerk an. Sie untersuchen die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen konjunktureller Schwankungen auf verschiedene Handwerksbereiche. Dabei analysieren die Lernenden unter anderem am Beispiel des Kfz- und Karosseriebauerhandwerks insbesondere die Folgen der Covid-19-Pandemie und globaler Lieferkettenstörungen, diskutieren kurzfristige Nachholeffekte und ordnen die Beobachtungen in den Konjunkturzyklus ein. Darüber hinaus werten sie einen aktuellen Konjunkturbericht des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) aus. Abschließend vertiefen die Lernenden ihr Verständnis für die Rolle der Konjunkturpolitik, indem sie deren Ziele und Instrumente – insbesondere die Fiskal- und Geldpolitik – untersuchen. Sie reflektieren die Bedeutung dieser Steuerungsmaßnahmen für das Handwerk, indem sie konjunkturpolitische Forderungen aus dem Handwerksbereich einordnen, und deren erwartete Wirksamkeit kritisch diskutieren. Das vorliegende Unterrichtsmaterial eignet sich für den Einsatz in der gymnasialen Oberstufe im Fach Politik beziehungsweise Sozialwissenschaften oder Wirtschaft und kann im Rahmen der Themenfelder "Konjunkturanalyse und Konjunkturpolitik – Herausforderungen prozessorientierter Wirtschaftspolitik" (zum Beispiel in Hessen), "Konjunktur- und Wachstumspolitik" (zum Beispiel Berlin) oder "Konjunktur- und Wachstumsschwankungen" (zum Beispiel NRW) verwendet werden. Es vermittelt grundlegende wirtschaftspolitische Kenntnisse zur konjunkturellen Entwicklung, zu politischen Steuerungsinstrumenten sowie zur Rolle von Interessenvertretungen am Beispiel des Handwerks. Die Einheit verbindet theoretisches Wissen mit aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen und ermöglicht einen praxisnahen Zugang zu einem zentralen Feld der Wirtschaftspolitik. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, wie Konjunkturzyklen entstehen, wie sie sich auswirken, welche wirtschaftspolitischen Instrumente und Maßnahmen zur Stabilisierung und Absicherung eingesetzt werden können und welche Interessenlagen dabei eine Rolle spielen. Anhand von Fallbeispielen aus dem Kfz‑ und Karosseriebauerhandwerk, dem Bäckerhandwerk sowie der Baubranche wird verdeutlicht, wie einzelne Wirtschaftsbereiche und Gewerke von konjunkturellen Schwankungen betroffen sind. Der Einbezug wirtschaftspolitischer Positionen des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) fördert die Auseinandersetzung mit realen Forderungen und Argumentationsmustern – und schafft so die Verbindung zwischen Theorie, Anwendung und gesellschaftlicher Relevanz. Die Einheit ist kompetenzorientiert aufgebaut und fördert sowohl fachliche als auch überfachliche Kompetenzen. Die Schülerinnen und Schüler erläutern den Konjunkturzyklus, benennen wirtschaftspolitische Ziele und analysieren die Wirkung staatlicher Eingriffe auf die wirtschaftliche Entwicklung. Darüber hinaus setzen sie sich mit Positionen des Handwerks auseinander, interpretieren politische Positionen und bewerten diese auf der Grundlage ökonomischer Zielvorstellungen. Dabei werden auch Medien- und Sozialkompetenzen geschult, etwa durch Quellenanalyse, strukturierte Informationsverarbeitung und kooperative Arbeitsformen wie Paararbeit und Diskussion. Die Unterrichtseinheit gliedert sich in drei Arbeitsblätter – die aufeinander aufbauend oder einzeln eingesetzt werden können. Das erste Arbeitsblatt führt in das Thema Konjunktur ein und behandelt zentrale Indikatoren sowie den idealtypischen Verlauf des Konjunkturzyklus. Das zweite Arbeitsblatt überträgt dieses Wissen auf Fallbeispiele aus dem Handwerk und macht wirtschaftliche Zusammenhänge anhand realer Kriseneffekte greifbar. Die Schülerinnen und Schüler analysieren konjunkturelle Entwicklungen, ordnen sie ein und arbeiten mit einem Konjunkturbericht des ZDH. Das dritte Arbeitsblatt thematisiert die Ziele, Instrumente und Wirkungsweise der Konjunkturpolitik und lässt die Lernenden abschließend wirtschaftspolitische Forderungen des Handwerks im Kontext aktueller Konjunkturfragen analysieren und bewerten. Die Einheit eignet sich sowohl für den Einsatz im Grund- als auch im Leistungskurs. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erläutern den Konjunkturverlauf und das Modell des Konjunkturzyklus. erklären wirtschaftliche Veränderungen in Betrieben im Zusammenhang mit konjunkturellen Schwankungen. erläutern, welche gesellschaftlichen Folgen Rezessionen für Beschäftigte, Kundinnen und Kunden sowie Betriebe haben können. analysieren Effekte wie Preissteigerungen, Terminverschiebungen und Güterknappheit beispielhaft in drei Handwerksbereichen. erkennen, dass konjunkturpolitische Maßnahmen Auswirkungen auf Wirtschaftssektoren haben und wie diese Maßnahmen die Wirtschaft beeinflussen. erörtern Positionen zu staatlichen Eingriffen in marktwirtschaftliche Systeme. ordnen reale Forderungen aus verschiedenen Handwerksbereichen konjunkturpolitischen Forderungen zu. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler identifizieren relevante Quellen. arbeiten mit Primärquellen und analysieren diese. fassen Informationen zusammen, organisieren sie und bewahren sie strukturiert auf. interagieren auf Basis der Informationen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler geben Sach- und Werturteile ab. debattieren.

  • Politik / SoWi
  • Sekundarstufe II

Hidden Champions im Mittelstand erkunden

Unterrichtseinheit

In der Unterrichtseinheit für das Fach Politik / Wirtschaft der Klassen 11–12 lernen die Schülerinnen und Schüler sogenannte Hidden Champions kennen – mittelständische Unternehmen, die in ihrer Nische weltweit führend sind, aber kaum öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Die Einheit zeigt, wie Innovation und Unternehmergeist wirtschaftlichen Erfolg fördern und welche Rolle moderne Beschäftigungsformen und regionale Wertschöpfung im Mittelstand spielen. In der öffentlichen Wahrnehmung der deutschen Wirtschaft geht es oft um die Verlagerung von Produktionsstandorten, Massenentlassungen oder die Außenhandelsbilanz. Die allermeisten Betriebe in Deutschland sind davon jedoch kaum betroffen: So sind zum Beispiel die rund eine Million Handwerksbetriebe mit ihren durchschnittlich über 6 Beschäftigten eher regional ausgerichtet. Innovation ist aber ein zentrales Thema für das Handwerk . Die Innovationsleistung deutscher Handwerksunternehmen sucht weltweit ihresgleichen, das zeigen aktuelle statistische Werte zur Produktivkraft des deutschen Wirtschaftsstandorts und seiner Hidden Champions. Die Unterrichtseinheit besteht aus drei Unterrichtsstunden zu je 45 Minuten und drei nicht zwingend voneinander abhängigen Arbeitsblättern . Die Bearbeitung der Arbeitsblätter sollte dennoch in der individuell präferierten Reihenfolge stattfinden, um dem Prinzip der Strukturierung (vom Einfachen zum Komplexen) gerecht zu werden. Durch verschiedene Impulse, die aus der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler stammen, sowie durch gezielte Querbezüge wird eine Berufsgruppe, die in der medialen Darstellung sowie im Kontext Schule (insbesondere in der gymnasialen Oberstufe) häufig eine untergeordnete oder gar keine Rolle spielt, exemplarisch präsentiert. In dieser Unterrichtseinheit gehen die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Sozialformen, mithilfe verschiedener Unterrichtsmethoden und anhand von vorgegebenem Quellen- und Darstellungsmaterial sowie selbstrecherchiertem Online-Material den verschiedenen Beschäftigungsformen, der Thematik der "Innovation" und verschiedenen Praxisbeispielen (Hidden Champions) im Kontext "Handwerk" nach. Der Unterricht im Fach Politik und Wirtschaft in der Einführungs- und Qualifikationsphase (KCGO Hessen 2022) sowie in den meisten sozialwissenschaftlichen Fachkonstruktionen der gymnasialen Oberstufe in den deutschen Bundesländern zielt darauf ab, verschiedene Aspekte von Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und weiteren Leitperspektiven (zum Beispiel Medien, Recht, et cetera) zu vertiefen. Der Begriff "Handwerk" taucht im Curriculum jedoch nicht auf. Dies ist ein Problem, da das Handwerk einen elementaren Teil unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystems darstellt. Das Thema "Hidden Champions" bietet sich ideal an, um Beschäftigungsformen, Innovationen und erfolgreiche, global relevante Unternehmen zu thematisieren. Damit wird eine Einordnung in die Themenfelder "Q2.4 Arbeitsmarkt- und Tarifpolitik" und "Q3.2 Strukturwandel der Weltwirtschaft als Herausforderung ökonomischer Globalisierung" möglich. Die Entwicklung fachspezifischer Kompetenzen wird durch verschiedene Arten des Zugangs gewährleistet. Mit der Analyse von online recherchierten Daten sowie vorgegebenen Statistiken schärfen die Schülerinnen und Schüler ihre Analysekompetenz für Quellen und Darstellungen. Durch das Gruppenpuzzle wird einerseits die soziale Kompetenz durch kooperatives Arbeiten und Lernen geschult, andererseits die wissenschaftspropädeutische Kompetenz durch Nutzung, Bewertung und Reflexion von Perspektiven (Multiperspektivität) fachlichen Wissens ausgebildet. Darüber hinaus wird durch die Abwechslung und Variation von individuellen und kooperativen Arbeitsphasen (Think-Pair-Share beziehungsweise Think-Group-Square-Share) der Aspekt der Arbeitsteilung zum eigenen Vorteil genutzt. Der Aspekt der Nachhaltigkeit (Lebensweltbezug) wird hier speziell durch die sozial-ökologische Perspektive hervorgehoben. Durch die Gestaltung einer "Concept-Map" reduzieren Schülerinnen und Schüler selbst recherchierte Inhalte selbstständig auf ihre Kernaussagen, visualisieren und kontextualisieren diese und bilden somit schließlich eine neue Lernstrategie aus. Durch selbstständige Beurteilungen von Sachverhalten oder Aussagen schulen die Schülerinnen und Schüler ihre politischen, ökonomischen und sozialen Urteils- sowie Handlungskompetenzen. Die Schwierigkeitsprogression startet auf jedem Arbeitsblatt von neuem, sodass dem Prinzip der Strukturierung Rechnung getragen wird. Möglichkeiten der Binnendifferenzierung werden speziell durch die Arbeitsteilung auf dem zweiten Arbeitsblatt ermöglicht. Hier können Schülerinnen und Schüler, je nach individuellem Interessenschwerpunkt, entweder die ökonomische Perspektive auf das Thema "Innovation" aus dem Sachtext herausarbeiten oder stattdessen die sozial-ökologische Perspektive. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entwickeln die Analysekompetenz für Quellen und Darstellungen und lernen politische, ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Probleme, Konflikte, Handlungs- und Entscheidungssituationen mit Hilfe der Fachkategorien eigenständig wahrzunehmen und zu erschließen. beziehen eine eigenständige Position zu politischen, ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Handlungs- und Entscheidungssituationen und begründen diese argumentativ. Dabei stützen sie sich auf Analyseergebnisse. erlangen die Fähigkeit und Bereitschaft, eigene Positionen auf Grundlage von Analyseergebnissen und -vergleichen zu beziehen und im Diskurs zu vertreten sowie anderen Positionen tolerant und gegebenenfalls kritisch zu begegnen. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen vielfältige Arbeitstechniken und Methoden forschenden Lernens (Gruppenpuzzle) zur selbständigen und kooperativen Wahrnehmung, Analyse und Beurteilung der Lerngegenstände. diskutieren ihre Resultate und simulieren dadurch Kontroversverfahren, die einen realen Lebensweltbezug ermöglichen (Konfliktorientierung: Ökonomie versus Ökologie) Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler suchen, bearbeiten und bewahren weiterführende Informationen als Ergänzung zu vorgegebenem Quellen- und Darstellungsmaterial auf. produzieren Ergänzungen zu bereits erarbeiteten Inhalten und präsentieren diese in analoger oder digitaler Form vor der Lerngruppe (Concept-Map). Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten sowohl in individuellen als auch in kooperativen Arbeitsphasen. teilen sich die Arbeit auf und produzieren mithilfe von Kommunikation paarweise eigene Denk- und Arbeitsprodukte, die dann wiederum einem größeren Teil der Lerngruppe zugänglich gemacht werden.

  • Politik / SoWi
  • Sekundarstufe II

Vertrauen, Verantwortung und Teamfähigkeit

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für das Fach Ethik der Klassen 5–6 vermittelt zentrale soziale Kompetenzen wie Verantwortung, Kooperation und Verlässlichkeit. Mit Geschichten, praktischen Übungen und gemeinsamen Aufgaben lernen die Schülerinnen und Schüler, was Gemeinschaft stärkt, reflektieren Konsequenzen ihres Handelns und übernehmen Verantwortung für sich und andere. Anhand der Metapher des Gerüstbaus erfahren sie, wie Vertrauen entsteht und wie jeder Beitrag zählt, damit eine Gruppe tragfähig bleibt. Die Unterrichtseinheit eröffnet den Schülerinnen und Schülern einen strukturierten Zugang zu den sozialen Grundlagen gelingender Zusammenarbeit und macht erfahrbar, wie Vertrauen und Verantwortung Teamprozesse tragen. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, wie Vertrauen entsteht, warum Verantwortung wichtig ist und wie beides dazu beiträgt, dass eine Gruppe auch bei Herausforderungen stabilen Zusammenhalt erlebt – ähnlich wie ein Gerüst, das nur hält, wenn alle Teile sicher miteinander verbunden sind. Die Metapher des Gerüstbaus bietet einen anschaulichen, lebensnahen Zugang, der fachliche Bezüge zum Gerüstbauer-Handwerk herstellt, ohne die Schülerinnen und Schüler zu überfordern. Die Einheit ist handlungsorientiert aufgebaut und verbindet erzählende, kooperative und reflexive Elemente. Die Lernenden arbeiten mit Geschichten, führen praktische Übungen durch und gestalten gemeinsam Produkte, die ihre eigenen Beiträge zum Zusammenhalt sichtbar machen. In Arbeitsblatt 1 erfahren die Lernenden zunächst, was Vertrauen bedeutet und warum es die Grundlage jedes gelingenden Miteinanders ist. In Arbeitsblatt 2 setzen sie sich anschließend mit Verantwortung auseinander und erleben in einer Challenge, wie jedes Gruppenmitglied verlässlich zum gemeinsamen Erfolg beiträgt. Arbeitsblatt 3 verknüpft schließlich beide Begriffe und ermöglicht den Lernenden, ein gemeinsames „Klassen-Gerüst“ zu gestalten, das als Symbol für eine starke Gemeinschaft dient. Durch die wiederkehrende Gerüst-Metapher, die abschließenden Reflexionsphasen und den Transfer zum echten Handwerk wird deutlich, wie Vertrauen und Verantwortung in Schule, Alltag und Beruf zusammenwirken. Die Einheit fördert soziale Kompetenzen, stärkt Teamfähigkeit und unterstützt die Entwicklung eines positiven Klassenklimas. Die Unterrichtseinheit greift grundlegende soziale Kompetenzen auf, die für das Lernen und Zusammenleben in der Schule zentral sind. Vertrauen und Verantwortung bilden nicht nur die Basis erfolgreicher Kooperation im schulischen Alltag, sondern sind auch Schlüsselqualifikationen im späteren Berufsleben. Der Bezug zum Gerüstbauer-Handwerk ermöglicht es, abstrakte Werte anschaulich zu vermitteln und zeigt gleichzeitig, wie wichtig zuverlässiges Teamwork in realen Arbeitsprozessen ist. Die Lernenden bringen erste Erfahrungen mit Zusammenarbeit, Freundschaft und Verlässlichkeit aus ihrem Alltag mit. Gleichzeitig sind Begriffe wie "Vertrauen" oder "Verantwortung" oft unscharf besetzt und werden im kindlichen Sprachgebrauch uneinheitlich verwendet. Ziel der Einheit ist daher, eine präzise und erfahrungsbezogene Begriffsbildung, die durch anschauliche Situationen und konkrete Handlungsaufgaben unterstützt wird. Die Gerüstbau-Metapher fungiert als strukturgebendes didaktisches Prinzip. Sie ermöglicht es den Lernenden, abstrakte soziale Prozesse anhand eines einprägsamen Bildes zu verstehen: Ein Gerüst steht nur dann sicher, wenn alle Teile zuverlässig miteinander verbunden sind – ebenso wie ein Team nur durch Vertrauen, Verantwortung und Gewissenhaftigkeit stabil bleibt. Die Verbindung zum Gerüstbauer-Handwerk bietet nicht nur einen lebensnahen Bezug, sondern macht deutlich, wie diese Werte in einem realen Berufsfeld angewendet werden. Die Einheit folgt einem klaren didaktischen Aufbau mit sukzessiver Steigerung: Arbeitsblatt 1 setzt auf eine narrative Rahmung, die den Lernenden eine identifikationsfähige Situation bietet. Die Geschichte führt nachvollziehbar vor Augen, wie fehlende Absprache ein gemeinsames Ziel scheitern lässt und wie durch Kooperation Vertrauen wachsen kann. Die methodische Entscheidung für eine Geschichte basiert auf dem Prinzip der niedrigschwelligen Problemöffnung, die bereits in der Eingangssituation ein implizites Problem (wackelndes Gerüst) sichtbar macht. Eine anschließende praktische Übung ("Vertrauensübung mit verbundenen Augen") ermöglicht learning by doing: Die Lernenden spüren körperlich, wie es ist, auf andere angewiesen zu sein. Die Reflexionsphase stellt die Brücke zwischen subjektiver Erfahrung und Übertrag auf den Gerüstbau bzw. Alltag her. Damit wird Vertrauen nicht nur erklärt, sondern erlebt, reflektiert und sprachlich gefasst. Arbeitsblatt 2 erweitert das Lernfeld, indem die Lernenden den Begriff Verantwortung konkretisieren und auf ihre eigenen Alltagssituationen beziehen. Durch das Plakat/Poster "Verantwortung heißt für uns …" wird ein erster Schritt zur Begriffsbildung durch Strukturierung vollzogen. Die anschließende Gerüstbau-Challenge hat eine klar handlungsorientierte Funktion: Die Lernenden erleben Verantwortungsübernahme in klar definierten Rollen. Der Bezug zur Gerüstbau-Kolonne macht deutlich, dass erfolgreiche Arbeitsteilung Gewissenhaftigkeit und Absprache erfordert. Die Methode fördert die Fähigkeit zur Selbst- und Fremdwahrnehmung, da die Lernenden ihre Rolle nicht nur ausführen, sondern anschließend reflektieren. Die Reflexionsaufträge sind so gestaltet, dass die Lernenden ihre Beobachtungen aus der Challenge auf die Leitfrage des Arbeitsblattes sowie auf ihre alltäglichen Teamsituationen rückbinden. Arbeitsblatt 3 führt die beiden bisherigen Schwerpunkte zusammen und fokussiert die Leitidee des Teamworks. Der Autorentext liefert Hintergrundwissen zur Teamarbeit im Gerüstbau und stellt damit eine konzeptionelle Verknüpfung der vorherigen Lerninhalte her. Die kreative Gestaltungsaufgabe ("Klassengerüst") erfüllt mehrere didaktische Funktionen: Lernende reflektieren ihren eigenen Beitrag zur Gemeinschaft (Selbstwirksamkeit). Sie erleben durch das Zusammenfügen der Gerüstteile, wie viele individuelle Beiträge ein gemeinsames Ganzes ergeben (symbolische Verdichtung). Die entstandene Collage dient als sichtbares Produkt der Einheit und ermöglicht nachhaltige Erinnerung. Die abschließende Auswertung verknüpft alle drei Begriffe in einer integrativen Diskussion, die darauf abzielt, Transferleistungen zu erbringen: "Wie schaffen wir es, dass unser Gerüst stark bleibt?" Für die Vorbereitung empfiehlt es sich, Materialien zu den an die Gerüstbau-Metapher anknüpfenden Bastelarbeiten (Gerüstbau-Challenge und Collagieren des Klassengerüstes) bereitzulegen sowie ausreichend Zeit für Reflexionsgespräche einzuplanen. Ein strukturierter Ablauf und klare Aufgabenverteilung tragen wesentlich zum Gelingen der kooperativen Arbeitsphasen bei. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erklären die Begriffe Vertrauen, Verantwortung und Teamwork in eigenen Worten und setzen sie zueinander in Beziehung. erkennen anhand der Gerüst-Metapher, wie soziale Prozesse das Gelingen gemeinsamer Aufgaben beeinflussen. erschließen sich mithilfe konkreter Beispiele aus ihrem schulischen und individuellen Alltag Erkenntnisse über die Funktion von Vertrauen und Verantwortung. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen bereitgestellte Medien (Schaubilder und Texte) zur Informationsgewinnung und zur Unterstützung ihrer Gruppenaufgaben. reflektieren mithilfe visueller Darstellungen (Gerüstbauer-Rollen-Schaubild, Klassen-Gerüst) ihr eigenes Handeln und das Zusammenarbeiten in der Gruppe. gestalten einfache Produkte (Plakat, Collage) zur Darstellung gemeinsamer Ergebnisse und kommunizieren diese verständlich gegenüber der Klasse. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler übernehmen in Gruppenarbeit unterschiedliche Rollen und verstehen, wie individuelle Beiträge zum gemeinsamen Erfolg beitragen. üben Empathie und Rücksichtnahme, indem sie anderen zuhören, Vertrauen aufbauen und Herausforderungen gemeinsam meistern.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I
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