Digitales Lehrwerk
Deutsch-deutsche Geschichte

Die Kirchen zwischen Widerstand und Anpassung

  • Geisteswissenschaften
  • Geschichte
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
  • Arbeitsblatt

In diesem Arbeitsmaterial werden mittels zweier Dokumentarfilme die Stellung der Kirchen in der DDR und ihre wichtige Rolle für die Oppositionsbewegung thematisiert.

Beschreibung

Kirchen standen in der DDR als ideologische Gegner der SED-Führung gegenüber. Zwar garantierte die Verfassung formal Glaubensfreiheit, jedoch zeugen die Proteste gegen die staatlichen Einschränkungen und für Meinungs-, Presse- und Informationsfreiheit von einem angespannten Verhältnis der beiden Instanzen. Anhand von zwei Filmausschnitten, die die Bundeszentrale für politische Bildung frei zur Verfügung stellt, diskutieren die Schülerinnen und Schüler über die Zensur der kirchlichen Zeitungen und über die Rolle der Kirchen als wichtiger Freiraum für die Friedens- und Umweltbewegung sowie für nicht staatskonforme Musik, Literatur und Kunst.

Vermittelte Kompetenzen

Sachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • geben die Einstellung der SED zu Kirchen und Religion wieder.
  • erklären die staatlichen Einschränkungen der Religions-, Meinungs- und Pressefreiheit.
  • beschreiben die Methoden der SED-Führung, Religion, Musik, Literatur und Kunst zu kontrollieren.
  • nennen Gründe, wieso die Kirchen in der DDR wichtige Freiräume für die Oppositionsgruppen darstellten.

Methodenkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erschließen aus den Filmausschnitten gezielt Informationen über die Rolle der Kirchen in der DDR und das Vorgehen des MfS gegen die Kirchen.
  • erschließen die Methoden, mit denen das MfS und die DDR Behörden gegen die Oppositionsgruppen in den Kirchen vorgehen.

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erörtern und reflektieren kritisch die Ideologie der DDR-Führung und das Verhältnis zu Kirchen und Religion allgemein.
  • bewerten die Rolle der Kirchen für die Opposition der DDR.
  • bilden sich ein Sachurteil darüber, wie und warum die DDR Musikerinnen und Musiker prüfte und warum bestimmte Bands nicht auftreten durften.

Gefördert durch

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Dieses Projekt wurde gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie www.bmwi.de

Projektbüro und Herausgeber

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (Bundesstiftung Aufarbeitung) koordinierte als Projektbüro das Projekt.

www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

Die Stiftung Jugend und Bildung ist der Herausgeber des Projekts.

www.jugend-und-bildung.de

Eigene Mappen

Lernraum

Informationen zum Lernraum

In Kooperation mit

Deutsche Gesellschaft e. V.

Die Deutsche Gesellschaft e. V. wurde als erster gesamtdeutscher Verein nach der Wiedervereinigung von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Ost und West mit dem Ziel gegründet, die Teilung zu überwinden, das Miteinander in Deutschland und Europa zu fördern sowie Vorurteile abzubauen. Der Verein setzt sich in mehr als 20 europäischen Staaten für Demokratie und Völkerverständigung ein.