Multiperspektivität fördern mit eTwinning

Multiperspektivität ist eine der zentralen Kategorien der Geschichtsdidaktik. Dank der Möglichkeiten der digitalen Medien kann Geschichte aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und besprochen werden: bei der Arbeit mit Partnerschulen.

Beschreibung

Ergänzend zu der Arbeit mit Quellen aus unterschiedlichen Blickwinkeln, wie sie sich in den meisten Lehrbüchern und im Unterricht finden, entstehen seit einiger Zeit Schulbücher wie das bereits erschienene bilaterale, deutsch-französische Geschichtsbuch. Ein vergleichbares Unternehmen läuft momentan zwischen Deutschland und Polen. Besondere Aktualität bekommt das Thema durch die anhaltende Diskussion über ein mögliches europäisches Geschichtsbuch. Diese Diskussion soll hier weder geführt noch kommentiert werden. Allerdings könnte der Einsatz von webbasierten Kommunikationswerkzeugen die Quellenarbeit mit Buch oder Kopien in einer europäischen Perspektive sinnvoll ergänzen. Eines dieser Werkzeuge soll hier nun vorgestellt werden.

eTwinning im Geschichtsunterricht - Einsatzmöglichkeiten

Lehrplananbindung

Die Erkenntnis - so der Lehrplan in Rheinland-Pfalz -, "dass die Darstellung von Geschichte immer von unterschiedlichen Perspektiven und Interessen geprägt ist", stellt die unabdingbare Voraussetzung für erfolgreiches Lernen im Geschichtsunterricht dar.

Möglichkeiten der Online-Nutzung

Speziell im Hinblick auf den Aspekt der Multiperspektivität als Bereicherung des Geschichtsunterrichts bietet eTwinning zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Durch die synchronen, also zeitgleichen Kommunikationsmöglichkeiten des TwinSpace - wie den Chat - und die asynchronen, also zeitversetzten Kommunikationsformen - wie das Forum - lassen sich historische Themen aus den verschiedenen (regionalen oder nationalen) Perspektiven diskutieren.

Interessante Einsatz- und Entwicklungsmöglichkeiten

Insgesamt lässt sich festhalten, dass eTwinning für den Geschichtsunterricht bisher wenig genutzte, jedoch interessante Einsatz- und Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Themenbezogene Kurzprojekte, die nur einige Schulstunden umfassen, lassen sich hervorragend in die Anforderungen von Lehrplänen und Schulalltag integrieren.

Literatur

Bergmann, Klaus (2000): Multiperspektivität. Geschichte selber denken, Schwalbach/Ts.

 

Eisenmenger*, Daniel (2007): "Internet und interkulturelles Lernen im Geschichtsunterricht", in: Geschichte, Politik und ihre Didaktik 35, S. 7-24

 

*Günther-Arndt, Hilke(2003): "Computer und Geschichtsunterricht", in: dies. (Hg.), Geschichtsdidaktik. Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II, Berlin, S. 219-232

 

Reeken, Dietmar von (2003): "Interkulturelles Lernen im Geschichtsunterricht", in: Günther-Arndt, Hilke (Hg.), Geschichtsdidaktik. Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II, Berlin, S. 233-241

In Kooperation mit

eTwinning

eTwinning fördert und unterstützt europäische Schulpartnerschaften.

Autor
Avatar Daniel Eisenmenger

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