Fußball-EM: Gemeinsam schauen und auch mal abschalten

veröffentlicht am 10.06.2016

"SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht", der Medienratgeber für Familien, empfiehlt Eltern, auch zur EM ihre Kinder nur in Ausnahmen abends fernsehen zu lassen und auf den nötigen (sportlichen) Ausgleich zu achten.

Die EM begeistert Kinder wie Erwachsene gleichermaßen, bietet Gesprächsstoff und ist ein guter Anlass, um im Kreis der ganzen Familie das sportliche Ereignis zum Familienerlebnis zu machen. Hier bieten sich gemeinsame Tippspiele in der Familie an. SCHAU HIN! bietet dazu einen EM-Planer, bei dem jeder für alle Partien seinen Tipp eintragen kann sowie auf www.schau-hin.info/kicktipp ein Tipp-Gewinnspiel, bei dem Eltern Bücher und Spiele für ihre Kinder gewinnen können.

SCHAU HIN! Tipps

Fernsehzeiten planen und Prioritäten setzen
Wichtig ist, dass Eltern langfristig gemeinsam mit ihrem Kind planen, welche Spiele sie anschauen dürfen, die Wünsche der Kinder einbeziehen und Kompromisse suchen. Auch während der EM gibt es Pflichten, die erledigt werden müssen. Dazu gehören die Hausaufgaben als auch Zimmer aufräumen. Wichtig ist, dass diese Pflichten vor den Spielen erledigt werden. Auch darauf achten, dass wirklich nur der Sport im Mittelpunkt steht und nicht die Werbung oder lange Nachberichte. Spiel- bzw. fernsehfreie Tage sind wichtig, um auch einmal abzuschalten.

Abendspiel als Ausnahme
"Bei manchen Spielen können Eltern einmal ein Auge zudrücken. Wichtig ist aber, dass es bei einer Ausnahme bleibt und Kinder sich dessen bewusst sind", so SCHAU HIN!-Mediencoach Kristin Langer. So kann man vereinbaren, dass sie Spiele abends nur sehen dürfen, wenn die Lieblings-Mannschaft dabei ist oder wenn wichtige Spiele in der KO-Runde anstehen. Sonst Fernsehen vorm Zubettgehen vermeiden, da Kinder dann oft schlechter einschlafen, gerade wenn sie davor ein spannendes Spiel gesehen haben. Bei der Entscheidung spielt eine große Rolle, was am nächsten Tag ansteht, etwa eine Klassenarbeit. Am besten sprechen sich Eltern mit Lehrern und anderen Eltern im Klassenverbund ab. Ist die Übertragung zu spät für das Kind, gilt es konsequent zu bleiben und zu erklären, dass Schlafmangel zu schlechter Laune führt und die Schule am nächsten Tag noch anstrengender macht. Stattdessen kann die ganze Familie das Spiel in der Aufzeichnung ansehen.

Fairplay als Vorbild
Wollen Eltern oder jugendliche Geschwister nicht auf die Spannung einer spätabendlichen Live-Übertragung verzichten, versteht es sich, dass sie dies den Jüngeren nicht unter die Nase reiben. Das Spiel eignet sich auch gut, um über Fairplay sowie gute Verlierer oder Gewinner zu sprechen. Am besten versuchen Eltern als Vorbild in Gegenwart ihrer Kinder nicht zu viel zu fluchen.

Nach Regeln spielen
SCHAU HIN! empfiehlt generell Fernsehzeiten für Kinder festzulegen. Als Orientierung gilt, dass Kinder bis fünf Jahren maximal 30 Minuten sowie bis neun Jahren nicht länger als eine Stunde fernsehen sollten. Ab zehn Jahren können sie sich ein Wochenkontingent von etwa neun Stunden zunehmend selbst einteilen. Ist dieses Budget verbraucht, sollten sie dafür in den nächsten Tagen eine Fernsehpause einlegen. Damit lernen Kinder, Medien bewusst zu nutzen.

Emotionen teilen und selbst sportlich sein
Ein Fußballspiel kann sehr emotional sein. Auch Kinder fiebern bei Fußballspielen oft intensiv mit. Vor allem Grundschulkinder und Jüngere können sich noch nicht so von der Situation distanzieren und reagierten daher mitunter sehr emotional. Es ist wichtig, dass Eltern mit ihrem Kind diese Gefühle gemeinsam ausleben, es bei einer Niederlage trösten und Siege gemeinsam bejubeln. Wichtig ist auch der nötige Ausgleich, um sich auszutoben, etwa beim gemeinsamen Bolzen.

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