"KEEP COOL mobil": Das Multiplayer-Game zur Klimapolitik

Veröffentlicht am 27.09.2016
  • Biologie / Geographie
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung
  • variabel
  • Software, Didaktik/Methodik, Ablaufplan

"KEEP COOL mobil" fördert spielerisch die Weitsicht über den Zusammenhang von menschlichem Verhalten, politischen und wirtschaftlichen Strategien sowie über die Entwicklung unseres Klimas. Das Multiplayer-Game zeigt somit die Komplexität internationaler Klimapolitik auf sowie die gemeinsame Verantwortung für den Klimaschutz.

Beschreibung der Unterrichtseinheit

Als Entscheidungsträger einer großen Metropole agieren Jugendliche in "KEEP COOL mobil" auf mehreren Ebenen: Sie müssen "ihre" Region wirtschaftlich voranbringen, Geld verdienen und so Siegpunkte sammeln. Andererseits gilt es aber auch, den CO2-Ausstoß ihrer Fabriken und die Erderwärmung im Auge zu behalten - und sich in Verhandlungen der internationalen Klimapolitik einzubringen. Um das Spiel zu gewinnen, müssen sie einen gangbaren Weg zwischen wirtschaftlichem Erfolg, CO2-Reduktion und Schutzmaßnahmen finden, weil extreme Klimaereignisse sonst zu verheerenden Schäden führen können. Wird es auf der Erde zu warm, verlieren alle Spieler gemeinsam.

Didaktisch-methodischer Kommentar

"KEEP COOL mobil" bietet Lehrkräften einen großen Fundus an inhaltlichen Ankern im Spiel selbst, mithilfe derer zahlreiche Themen rund um den Klimawandel, Klimaschutz und die Internationale Klimapolitik in vielen Unterrichtsfächern vertieft werden können. Um das Spiel einzusetzen sind keine speziellen Vorkenntnisse seitens der Lernenden erforderlich. "KEEP COOL mobil" richtet sich an Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren und ist geeignet für den Unterricht in den Klassen 8 bis 13 an allgemein- und berufsbildenden Schulen sowie für Einrichtungen der außerschulischen Bildung und freizeitliche Jugendtreff-Angebote.

  • "KEEP COOL mobil" im Unterricht
    In dieser Sequenz finden Sie Informationen zur Lehrplananbindung, zur Kompetenzorientierung und zum Einsatz von "KEEP COOL mobil" im Unterricht.

Konzept und Spielfeatures

Metropolen als lokale Ebene des Klimawandels

  • Der Hauptanteil der globalen Emissionen entsteht in Metropol-Regionen.
  • Transnationale Netzwerke werden für den Klimaschutz immer bedeutender.
  • Klimaschutz findet auf mehreren politischen Ebenen statt.
  • Metropolen bieten Bezug zur lokalen Umgebung und Identifikationspotential.

Wie in der Realität: Die Uhr tickt!

  • Die Zeit läuft kontinuierlich ab - es gibt keine Spielrunden.
  • Die Temperatur steigt in Abhängigkeit von den Emissionen aller Spieler.
  • Klimafolgen und Wetterextreme treffen die Metropolen immer häufiger und stärker.

Wirtschaft & Politik: Siegpunkte sammeln

  • Die Spielerinnen und Spieler bauen Fabriken für das Wirtschaftswachstum.
  • Auf politischer Ebene sind sie mit Forderungen konfrontiert: Es sind kleine politische Ziele, die Lobbygruppen an die Spielenden herangetragen: "Eine Bürgerinitiative fordert mehr grüne Technologien. Investiere in grüne Forschung!"
  • Politische Forderungen setzen Anreize zu nicht-kooperativem Verhalten.
  • Siegpunkte erhält man für den Bau von Fabriken. Für das Erfüllen einer politischen Forderung sammelt man verdeckte Siegpunkte, von denen die Mitspielerinnen und Mitspieler nichts mitbekommen.

Der Klimawandel

Der Klimawandel wird in Form des Carbometers dargestellt. Das Carbometer zeigt die Erderwärmung an und ist verknüpft mit

  • der Eintrittswahrscheinlichkeit für Extremwetterereignisse.
  • der Schadenshöhe durch Extremwetterereignisse.
  • der Schadenshöhe durch den kontinuierlichen Klimawandel.

Klimakonferenzen: Hier geht's ums Ganze!

  • Internationale Klimakonferenzen unterbrechen das Spiel; hier wird über Politikvorschläge sowie über gemeinsame Anstrengungen für den Klimaschutz abgestimmt.
  • Die Spielerinnen und Spieler als Vertreter der Städte beeinflussen die Position ihrer Regierungen.
  • Die Beschlüsse der Konferenz haben Einfluss auf den Baupreis von Fabriken und den weiteren Spielverlauf.

Kommunikation - Voraussetzung für Abstimmungen und Kompromisse

  • Während des gesamten Spiels wird  verhandelt, abgestimmt und kommuniziert - dafür gibt es in "KEEP COOL mobil" ein Chat-System.
  • Damit zielgerichtet kommuniziert wird, verfügt das Spiel über Kommunikations-Templates, die den Haupt-Kommunikationszweck übermitteln.

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Das Projekt

Das Projekt "KEEP COOL mobil", das die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert, wird von Professor Klaus Eisenack, Umweltökonom an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, koordiniert. Hauptpartner ist das Service- und Informationsportal Lehrer-Online.

Der KEEP COOL mobil-Newsfeed - immer auf dem neuesten Stand

KEEP COOL berichtet über Neuigkeiten aus dem Projekt sowie aktuelle Entwicklungen in der Klimapolitik auf Facebook, Twitter und der Website www.climate-game.net/keep-cool-mobil.

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In Kooperation mit

KEEP COOL mobil

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit "KEEP COOL mobil".

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Diese Inhalte entstanden im Rahmen der Förderung durch die DBU.

Ergänzende Unterrichtseinheiten