KEEP COOL mobil: Ablauf und Ziel des Spiels

Spielfeatures, Spielablauf und -ziel: Hier finden Sie detaillierte Informationen zu Ablauf und Ziel einer Spielrunde.

Allgemein

Das Spiel beginnt im Jahr 2000 und endet spätestens im Jahr 2100. Die tatsächliche Dauer eines Jahres wird durch die Lehrkraft beziehungsweise den Spielleiter definiert, um die Gesamtdauer eines Spiels vorab festzulegen. Das Spiel läuft automatisch fort, bis das Jahr 2100 erreicht ist, und wird nur durch die Klimakonferenzen pausiert. Während des gesamten Spiels sind die Spielerinnen und Spieler in Aktion.

Ablauf

Spieler und ihre Metropole

In "KEEP COOL mobil" übernimmt jeder Spieler die Rolle einer Metropole (zum Beispiel Sao Paolo, Berlin, Shanghai oder Mexico City). Die Metropolen sind dabei vier Ländergruppen zugeordnet:

  • Europa
  • USA & Partner
  • BRIC (Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China)
  • G77 (Entwicklungsländer)

Ausgeglichene Siegchancen

Die Wahl einer Metropole entscheidet über die Anfangsausstattung eines Spielers, wie zum Beispiel das Startbudget, die Zahl bestehender Fabriken, Emissionen zu Beginn sowie die Kosten für den Bau neuer Fabriken. Die Siegchancen sind dennoch ausgeglichen. Mit der Auswahl der Metropole ist gleichzeitig auch die Ausgangssituation des Spielers definiert. Zur Unterstützung der Auswahl des Spielers werden zu jeder auswählbaren Stadt folgende Details angezeigt:

  • Nation und Ländergruppe
  • Einwohnerzahl
  • Klimazone

Weiterführende Infos zu den Metropolen

Hat der Spieler eine Metropole ausgewählt, werden ihm zu der ausgewählten Metropole weiterführende Informationen präsentiert, wie

  • eine Kurzbeschreibung,
  • ein Bild,
  • eine Beschreibung des durchschnittlichen Klimas.

Aktionen in "KEEP COOL mobil"

Definierte Aktionen

Nachdem der Spielleiter das Spiel freigegeben beziehungsweise gestartet hat, können die Spielerinnen und Spieler definierte Aktionen durchführen.
Aktionen sind:

  • Fabriken oder Gebäude (Anpassungsmaßnahmen) bauen/abreißen
  • Forschungen betreiben (Forschungsfonds)
  • In Kontakt/Verhandlung treten mit einem anderen Spieler
  • Gelder anderen Spielern senden oder von anderen Spielern erhalten
  • Informationen zu anderen Spielern einholen (inklusive Einsicht ins Spielerprofil)
  • Eigene Statistiken und Ergebnisse betrachten

Weitere Aktionen

Weitere "Aktionen" ergeben sich aus weiteren formalisierten Kommunikationsmöglichkeiten (siehe Spielbausteine und -features):

  • Einflussnahme durch Abstimmen in der Konferenz
  • Forschungspartner suchen (andere Mitspieler/Städte)
  • Katastrophenhilfe gewähren/erbitten
  • Um Kredite bitten

Zufällige Extremereignisse

In unregelmäßigen Abständen und ohne vorherige Ankündigung werden die Jugendlichen in ihren Metropolen mit (zufällig eingestreuten) Extremereignissen wie zum Beispiel Dürren, Überschwemmungen, Stürme konfrontiert. Der Spieler muss nun potentiell reagieren, indem er beispielsweise Fabriken abreißen oder Geld bei anderen Spielern leihen muss, um die Schäden finanziell abzufedern.

Grundsätzliche Aktionen

Grundsätzliche Aktionen in "KEEP COOL mobil" sind also

  • Einkommen generieren
  • Bauentscheidungen treffen
  • An Abstimmungen teilnehmen
  • Klimawandel beobachten
  • Klimaschäden nachträglich beheben oder präventiv vermeiden

Spielziel

Ziel des Spiels ist es, durch definierte Aktionen und Reaktionen sowie Interaktionen mit anderen Spielern im Spiel Siegpunkte zu erlangen. Siegpunkte erreicht der Spieler durch das Erfüllen von politischen Forderungen (geheime Siegpunkte) oder den Bau von Fabriken (öffentliche Siegpunkte). Dabei können zwei Arten von Fabriken gebaut werden:

  • Schwarze Fabriken
  • Grüne Fabriken

Beim Abriss von diesen Fabriken gehen die Siegpunkte entsprechend wieder verloren.

Grüne und schwarze Fabriken

Grüne Fabriken sind CO2-neutral. Beide Fabriken erwirtschaften ein gleich hohes Einkommen, jedoch ist der Aufbau der jeweiligen Fabriken verschieden teuer. Der Spieler hat die Möglichkeit, durch Investitionen (Forschungen) in den jeweiligen Industrien die Kosten für den Aufbau einer Fabrik zu reduzieren oder den Ausstoß von CO2 einer Fabrik zu reduzieren. Zusätzlich besitzt der Spieler die Möglichkeit, sogenannte weiße Gebäude zu bauen, die eine Metropole vor Extremereignissen (wie Dürren, Überschwemmungen, Stürme) partiell schützen können.

Politischer Einfluss von Lobbyisten

Lobbygruppen vor Ort beeinflussen das strategische Vorgehen eines Spielers. So wird ein Spieler durch eine Forderung dazu getrieben, zum Beispiel stärker auf schwarze Fabriken als auf grüne Fabriken (oder anders herum) zu setzen. Man kann die Forderung der Lobbygruppe annehmen oder ablehnen.

Siegpunkte

Es gibt zwei verschiedene Typen von Siegpunkten:

  • wirtschaftliche Siegpunkte (öffentlich)
  • politische Siegpunkte (nicht-öffentlich)

Die öffentlichen Siegpunkte sind Siegpunkte, die durch wirtschaftliche Ziele (Bau von Fabriken) erreicht werden und für jeden anderen Spieler im Spiel sichtbar sind. Die politischen Punkte werden durch das Erfüllen von politischen Forderungen erreicht und sind für andere Spieler nicht sichtbar. In der Konsequenz kann kein anderer Spieler ermitteln, wer gerade tatsächlich nach Siegpunkten in Führung liegt.

Klimafolgen

Der Carbometer

Der globale CO2-Ausstoß durch schwarze Fabriken lässt die globale Mitteltemperatur steigen. Verändert sich die globale Mitteltemperatur um mehr als 4°C, so haben alle Spieler das Spiel zugleich verloren. Der Klimawandel wird im Spiel in Form des "Carbometers" dargestellt. Der Stand des Carbometers ist verknüpft mit:

  • der Eintrittswahrscheinlichkeit für Extremwetterereignisse
  • der Schadenshöhe durch Extremwetterereignisse
  • der Schadenshöhe durch den kontinuierlichen Klimawandel

Auftreten von Extremereignissen

Der Stand des Carbometers nimmt Einfluss auf das Auftreten von Extremereignissen (zum Beispiel Dürren, Überschwemmungen, Stürme), die Schaden verursachen. Der Zufall entscheidet, wann und welche Metropole von einem Extremereignis getroffen wird. Mit steigendem Carbometer nimmt sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch die Höhe des verursachten Schadens durch Extremereignisse zu. 

Zufallsgenerator entscheidet

Die Extremereignisse können jederzeit eintreten. Zu Spielbeginn ist die Wahrscheinlichkeit jedoch sehr gering, da der Klimawandel noch nicht weit fortgeschritten ist. Ein Zufallsgenerator entscheidet, ob ein Extremwetterereignis eintritt. Trifft die Stadt eine Naturkatastrophe, entsteht ein Schaden, den der Spieler reparieren oder bezahlen muss. 

Folgen der Extremereignisse

Mit steigender Carbometer-Säule steigen die genannten Variablen überproportional (nicht-linear) an. Dies entspricht der Charakteristik des realen Klimawandels. Verfügt ein Spieler über Schutzgebäude, so verringern sich die Eintrittswahrscheinlichkeit und der Schaden durch Extremereignisse. Kann der Schaden aus dem Budget des Spielers nicht ausgeglichen werden und erhält der Spieler von keinem seiner Mitspieler finanzielle Unterstützung, ist er gezwungen, Gebäude abzureißen.

Klimakonferenzen

Diskutieren und abstimmen

Auf den Klimakonferenzen kommen die Ländergruppen zusammen, um über klimapolitische Themen zu diskutieren und final über eine Entscheidung oder ein Handeln abzustimmen. Alle Spieler stimmen zu einem vorher bekannt gewordenen Thema über eine mögliche Reaktion/Handlung oder Entscheidungen ab. Es gibt vier mögliche Kategorien, aus denen die Politikvorschläge für die Klimakonferenz stammen können. Diese sind "grüne Industrien", "schwarze Industrien", "Klimaanpassung" und "übergreifende Politikvorschläge". 

Einfluss auf den Spielverlauf 

Die Spieler üben somit in der Rolle der Wirtschaftsmetropolen direkten Einfluss auf ihre Ländergruppe aus. Es braucht bei der Konferenz die Zustimmung mindestens einer Ländergruppe für die Verabschiedung eines Politikvorschlags - bei einem Veto durch eine Ländergruppe ist der Vorschlag abgelehnt. Die Ergebnisse beziehungsweise Entscheidungen aus den Konferenzen haben direkte Folgen auf den Spielverlauf - sowohl für den einzelnen Spieler als auch im Gesamtkontext auf den Klimaschutz.

Spielende

Das Spiel ist beendet, wenn

  • ein Spieler als erster eine definierte Anzahl an Siegpunkten erreicht hat,
  • eine zuvor definierte Zeit abgelaufen ist oder
  • alle verloren haben, weil die Erderwärmung um 2°C angestiegen ist.

Wird das Spiel nach einer definierten Zeit beendet, hat der Spieler gewonnen, der zu dem Zeitpunkt die meisten Siegpunkte hat.

Weiterlesen

Frei nutzbares Material
Die von Lehrer-Online angebotenen Materialien können frei für den Unterricht genutzt und an die eigene Zielgruppe angepasst werden.

In Kooperation mit

KEEP COOL mobil

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit "KEEP COOL mobil".

Gefördert von

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Diese Inhalte entstanden im Rahmen der Förderung durch die DBU.

Ergänzende Unterrichtseinheiten