Größenbestimmung von Protuberanzen

Veröffentlicht am 07.04.2008
  • Astronomie / Physik
  • Sekundarstufe I
  • eine Doppelstunde
  • Projekt, Software, Ablaufplan

Mit Bildbearbeitungsprogrammen werden Fotografien der Sonne im H-alpha-Licht – selbst aufgenommen oder aus dem Internet – genutzt, um einen Umrechnungsfaktor zu ermitteln (Kilometer/Pixel), mit dem die Dimensionen von Protuberanzen in einer einfachen mathematischen Fingerübung bestimmt werden können.

Beschreibung der Unterrichtseinheit

Unsere Sonne erscheint nur äußerst selten als makellose Kugel am Firmament, obwohl dies über viele Jahrhunderte angenommen wurde. Bereits mithilfe einfacher und gefahrloser Projektionsmethoden lassen sich dunkle Sonnenflecken auf ihrer Oberfläche deutlich erkennen. Neben diesen Flecken sind Protuberanzen beliebte Objekte der Sonnenbeobachtung. Diese können mit H-alpha-Filtern beobachtet werden, die speziell für die Beobachtung der Sonne entwickelt wurden.

Didaktisch-methodischer Kommentar

Wenn keine eigenen Beobachtungen durchgeführt und so die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen nicht "vorgelebt" werden können, sondern lediglich beeindruckende Sonnenbilder aus dem Internet zum Einsatz kommen, besteht die Gefahr, dass insbesondere junge Schülerinnen oder Schüler auf die Idee kommen, einen Blick durch das Fernglas zu "riskieren". Die Bedingungen einer gefahrlosen Sonnenbeobachtung sollten daher - auch, und oder gerade wenn sie nicht praktiziert werden kann - eindringlich thematisiert werden.

Vermittelte Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • unterschiedliche Protuberanzenarten erkennen.
  • die Größe einer Protuberanz berechnen.
  • die Größe der Protuberanz mit der Größe der Erde vergleichen.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaGrößenbestimmung von Protuberanzen
AutorHeinrich Kuypers
FachAstronomie, Astronomie AG
Zielgruppeab Klasse 8
Zeitraumeine Doppelstunde
Technische VoraussetzungenComputer mit Bildbearbeitungsprogramm, zum Beispiel Paint oder GIMP (Infos und Links zu GIMP bei Wikipedia)

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Avatar Heinrich Kuypers

studierte in Düsseldorf Physik und Philosophie und in Tübingen und London Astronomie. Er unterrichtet heute an der Lore-Lorentz-Schule in Düsseldorf und bildet dort Physikalisch-technische Assistenten aus.

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