Erste Schritte zur Orientierung am Sternhimmel

Veröffentlicht am 10.12.2008
  • Astronomie / Geographie / Physik
  • Sekundarstufe I
  • etwa 2-3 Unterrichtsstunden
  • Arbeitsblatt, Projekt, Software
  • 1 Arbeitsmaterial

Die kostenfreie Planetarium-Software Stellarium und die hier bereit gestellten Materialien zum Basteln einer drehbaren Sternkarte bilden eine ideale Grundlage für den Einstieg in die Orientierung am Himmel.

Beschreibung der Unterrichtseinheit

Viele Menschen, vor allem Kinder, sind vom Anblick des nächtlichen Sternenhimmels fasziniert. Nur wenige kennen jedoch die wichtigsten Sternbilder und die Möglichkeiten, deren Kommen und Gehen am Himmel zur räumlichen und zeitlichen Orientierung zu nutzen. Diese Unterrichtseinheit stellt Methoden und Materialien für eine solche Orientierung bereit. Im Unterricht entdecken die Schülerinnen und Schülern bei der spielerischen Arbeit mit der Software Stellarium die Sternbilder und die - je nach Jahreszeit und Beobachtungsort - unterschiedlichen Himmelsanblicke. Unterstützt von der drehbaren Sternkarte werden bei späteren Beobachtungen am realen Nachthimmel diese Aspekte wieder entdeckt. Mit älteren Schülerinnen und Schülern können sowohl mit Stellarium als auch mit drehbaren Sternkarten Betrachtungen zum äquatorialen Himmelskoordinatensystem angestellt werden.

Didaktisch-methodischer Kommentar

Stellarium

Die Open Source Software Stellarium ist ein einfach zu bedienendes Hilfsmittel für erste Schritte zur Orientierung am Sternhimmel. Das Programm erlaubt es zum einen, die zufällige Anordnung der Sterne durch die bekannten Sternbilder mit der Merkhilfe "Sternbildlinien" zu strukturieren. Zum anderen ermöglicht es Stellarium, Veränderungen des sichtbaren Himmelsausschnitts in Abhängigkeit von der Beobachtungszeit und vom Beobachtungsort zu erkennen. Daneben kann Stellarium das in der Astronomie oft verwendete äquatoriale Himmelskoordinatensystem veranschaulichen.

Die Drehbare Sternkarte zum selber Basteln

Die Orientierung bei realen nächtlichen Himmelsbeobachtungen erfolgt zumeist nicht mittels Computer, sondern mit einer drehbaren Sternkarte. Eine solche Sternkarte wird von den Schülerinnen und Schülern im Verlauf der beschriebenen Unterrichtseinheit selbst hergestellt, ihre Handhabung wird geprobt, und die mit Stellarium gewonnenen Erkenntnisse werden am Original-Sternhimmel wieder entdeckt und nachvollzogen.

  • "Trockenübungen" mit Stellarium
    Mithilfe von Stellarium "experimentieren" Schülerinnen und Schüler mit dem Himmel, lernen Sternbilder und das "bewegliche äquatoriale Koordinatensystem" der Himmelskugel kennen.
  • Orientierung am Himmel mit der drehbaren Sternkarte
    Hier finden Sie Kopiervorlagen, mit denen Schülerinnen und Schüler eine eigene Sternkarte basteln können, sowie eine Bauanleitung und Hinweise zur Nutzung der Karte.
Download

Vermittelte Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • sich in die Planetarium-Software Stellarium einarbeiten.
  • Sternbilder kennen lernen und diese später mit einer drehbaren Sternkarte am Abendhimmel wieder finden.
  • den mit den Jahreszeiten wechselnden Himmelsanblick mit Stellarium entdecken und diesen Wechsel mit der drehbaren Sternkarte nachvollziehen.
  • die Veränderung des Sternhimmels beim Wechsel des Beobachtungsortes erfahren.
  • eine drehbare Sternkarte aus einfachen Vorlagen selbst herstellen.
  • das Gradnetz des äquatorialen Koordinatensystems am Himmel kennen lernen.

Kurzinformation zum Unterrichtsmaterial

ThemaErste Schritte zur Orientierung am Sternhimmel
AutorPeter Stinner
FächerNaturwissenschaften ("Nawi"), Geographie, Klassenprojekte
ZielgruppeKlasse 5-10
Zeitraumetwa 2-3 Unterrichtsstunden
Technische VoraussetzungenComputer für Einzel- und Partnerarbeit, im Idealfall Präsentationsrechner mit Beamer; Laminiergerät, Schere, Locheisen oder Lochzange (Durchmesser 4 mm) zur Herstellung drehbarer Sternkarten
SoftwareStellarium (Planetarium-Software, kostenfreier Download)

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Avatar Peter Stinner

Peter Stinner ist Lehrer für Physik und Mathematik am Kopernikus-Gymnasium in Wissen (Rheinland-Pfalz). Mit der Wissener Astronomie-AG betreibt er die Sternwarte der Geschwister-Scholl-Realschule in Betzdorf.

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