Interaktive Übungen zu deutsch-jüdischen Migrationsbiografien: Albert Einstein und Levi Strauss

Diese interaktiven Übungen behandeln die persönliche Migrationsgeschichte der beiden deutschen Juden Levi Strauss und Albert Einstein. Das Material baut auf der virtuellen Ausstellung "Gemeinsame Geschichte(n) – deutsch-jüdische Lebenswege" auf.

  • Geschichte
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
  • Interaktives Quiz

Beschreibung

Diese interaktiven Übungen sind Teil der gleichnamigen Unterrichtseinheit "Bleiben oder gehen? Deutsch-jüdische Migrationsbiografien".

Die erste Online-Übung enthält acht Motive für Migrationsentscheidungen am Beispiel der Familie Strauss, die einem von zwei Ablagefeldern zugeordnet werden sollen: Handelt es sich jeweils um einen Push-Faktor (Erschwernisse in der alten Heimat) oder um einen Pull-Faktor (Hoffnungen für das Leben im Zielland)? Motive der Kettenwanderung (erste Mitglieder einer Gruppe erkunden das Zielland, andere folgen nach) können zur Vereinfachung den Pull-Faktoren zugeordnet werden.

Die Lernenden setzen sich mithilfe der angebotenen Motive und ihrer Zuordnung als Push- oder Pull-Faktor mit Migrationsentscheidungen auseinander. Sie werden Partei ergreifen für die Schaffung gerechter, freier Lebensbedingungen und Verständnis entwickeln für Migrationsprozesse.

Die zweite Online-Übung enthält einen Zeitungsartikel von Albert Einstein aus dem Jahr 1921, in dem er erklärt, wie er als säkular und assimiliert aufgewachsener deutscher Jude zum Einsatz für den Zionismus gelangte, also für die Schaffung jüdischer Einrichtungen.

Die Lernenden arbeiten diesen Entscheidungsweg heraus, indem sie eine strukturierte Zusammenfassung schreiben. Darin müssen 14 Kernbegriffe aus dem Text vorkommen. Dies prüft das interaktive Aufgabenformat. Eine Modell-Lösung kann zur inhaltlichen Überprüfung herangezogen werden.

Mit Albert Einstein können die Lernenden einen Idealtypus der jungen Weimarer Republik kennenlernen. Aber als erfolgreicher Wissenschaftler und engagierter Bürger erfuhr Einstein nicht nur Anerkennung. Auf Ausgrenzung reagierte er mit einer Neubesinnung auf seine jüdischen Wurzeln. Diesen Prozess der konstruktiven Identitätsbildung sollen die Lernenden im Rahmen einer Zusammenfassung aus der Quelle herausarbeiten. Auch die narrative Kompetenz der Lernenden wird trainiert.

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Friedrich Huneke

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