Deutsch in Willkommensklassen: Zeitformen

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit ist für den Einsatz in internationalen "Willkommensklassen" an weiterführenden Schulen bestimmt. Durch die Arbeit mit den Materialien lernen Jugendliche mit Migrationshintergrund die Zeitformen in der deutschen Sprache, ihre Anwendungsbereiche und die Regeln zur Bildung der jeweiligen Tempora. Notwendige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Durchführung der Unterrichtseinheit sind eine grundlegende Lesekompetenz und ein Basis-Wortschatz.

  • DaF / DaZ
  • Sekundarstufe I
  • 6 Unterrichtsstunden
  • Übung
  • 6 Arbeitsmaterialien

Beschreibung der Unterrichtseinheit

Erfahrungsgemäß lässt sich der Unterricht in "Willkommensklassen" nicht so präzise planen wie in Lerngruppen des regulären Schulsystems, wo die Schülerinnen und Schüler über ähnliche Vorkenntnisse und Lernvoraussetzungen verfügen. Internationale Klassen sind dagegen meist viel heterogener, da die Schülerschaft aus unterschiedlichen Kulturen, Werte- und Bildungssystemen stammt. Dies erfordert eine pädagogische, didaktische und methodische Flexibilität der Lehrkraft.

Durchführung der Unterrichtseinheit im DaF-Unterricht

Planen Sie für die Durchführung der Unterrichtseinheit circa sechs Schulstunden ein:

  • Material 1 bezieht sich auf die vergleichsweise "einfachen" Zeitformen Präsens und Präteritum; es ist aber umfangreicher als die folgenden Materialien und eignet sich daher für eine Doppelstunde.
  • Material 2 (Perfekt), Material 3 (Plusquamperfekt) und Material 4 (Futur I und Futur II) lassen sich ebenso wie Material 5 (Abschlussübungen zu allen Zeitformen) in Einzelstunden einsetzen. Die Reihenfolge der Materialien 2, 3 und 4 können Sie bei Bedarf ändern.

Didaktisch-methodischer Kommentar

  • Material 1 enthält einen zweiseitigen, zusammenhängenden Text mit einfachen und kurzen Sätzen in der Zeitform Präsens. Die Schülerinnen und Schüler erkennen zunächst die Zeitform, markieren dann die Verben und übertragen schließlich den Text in die Zeitform Präteritum.
  • Material 2 und Material 3 bieten Lückentexte, in denen die Zeitformen Perfekt beziehungsweise Plusquamperfekt korrekt einzutragen sind.
  • Material 4 stellt Textbausteine zur Verfügung, aus denen die Lernenden komplette Sätze in den Zeitformen Futur I und Futur II bilden.
  • Material 5 dient zur Wiederholung und Festigung: Die Schülerinnen und Schüler bestimmen die Zeitformen vorgegebener Sätze und übertragen diese in andere Tempora.

Alle Zeitformen der deutschen Sprache werden zu Beginn der Materialien, deren Gegenstand sie sind, kurz definiert. Zudem erhalten die Lernenden zu den "schwierigeren" Zeitformen Perfekt, Plusquamperfekt, Futur I und Futur II jeweils ein Orientierungsbeispiel.

Achten Sie unbedingt darauf, dass die Schülerinnen und Schüler den jeweiligen Arbeitsauftrag verstehen. Erfahrungsgemäß ist es empfehlenswert, die Lernenden individuell über die Arbeitsform entscheiden zu lassen: Manche Jugendliche wollen und können am besten allein arbeiten, andere bevorzugen Paar- oder Gruppenarbeit.

Hinweise für die Auswertungsphase

  • Lassen Sie die Arbeitsergebnisse von möglichst vielen Schülerinnen und Schülern laut vorlesen.
  • Korrigieren Sie mögliche Fehler gemeinsam mit den Lernenden.
  • Optimieren Sie die Aussprache.
  • Klären Sie unbekannte Wörter.
  • Halten Sie wichtige Vokabeln – parallel zur Besprechung – in einer Vokabelliste fest und notieren Sie zu allen Nomen den entsprechenden Artikel.
  • Überprüfen Sie die Arbeitsergebnisse in den Heften der Schülerinnen und Schüler.
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Vermittelte Kompetenzen

Fachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln grundlegende Kompetenzen im Umgang mit den Zeitformen der deutschen Sprache:

  • Sie kennen die Zeitformen Präsens, Präteritum, Perfekt, Plusquamperfekt, Futur I und Futur II sowie deren Funktionen im Sprachgebrauch.
  • Sie können die genannten Zeitformen in verschiedenen Sinnzusammenhängen korrekt bilden.
  • Sie sind in der Lage, Sätze in andere Zeitformen zu übertragen.

Sozialkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • übernehmen im Fall von Paar- und Gruppenarbeit Verantwortung für das Teamergebnis.
  • halten sich an feste Gesprächsregeln und kommunizieren fair miteinander.
  • präsentieren Arbeitsergebnisse im Plenum.

Autor

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Lars Fedeler

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