Zwei Lehrerinnen im Klassenzimmer im Gespräch
Tipp der Redaktion

Fächerübergreifend

 

Der nächste Elternabend steht vor der Tür und den gilt es, souverän zu meistern. Diese Tipps helfen Ihnen dabei, sich professionell vor- und nachzubereiten.

 

Tipp der Redaktion

Elternabend

Präsentation für Elternabende in der Weiterführenden Schule: Vorlage für Klassenlehrer
Tipp der Redaktion

Elternabend

Vorbereitung leicht gemacht: Mit dieser Präsentation führen Sie entspannt durch den Elternabend! Die Vorlage kann individuell angepasst werden.

Tipp der Redaktion

Die Schule der Zukunft: agile Unterrichtsgestaltung

Schule der Zukunft
Tipp der Redaktion

Die Schule der Zukunft: agile Unterrichtsgestaltung

In einem Interview klärt Berufsschullehrer und Lehrkräftefortbilder Dr. Jens Soemers darüber auf, wie zukunftsorientierter Unterricht aussehen kann.

  • Schulstufe2
  • Klassenstufe
  • Schulform
  • Fach
  • Materialtyp11
  • Quelle7
Sortierung nach Datum
Kacheln     Liste

Reichsbürger-Ideologie und Schule: Wann Lehrkräfte ihre Eignung verlieren

Fall des Monats

Ein Schulrechtsfall aus Baden-Württemberg zeigt, wie schnell persönliche Überzeugungen zur professionellen Grenze werden können. Wenn Lehrkräfte Staat, Gerichte und Verfassung infrage stellen, geht es nicht mehr um Privatmeinungen, sondern um Eignung, Verantwortung und den Schutz von Schülerinnen und Schülern. Schulen sind mehr als Lernorte und Orte demokratischer Sozialisation. Lehrkräfte prägen nicht nur Wissen, sondern auch Werte, Haltung und den Umgang mit staatlichen Institutionen. Gerade deshalb stellt sich immer wieder die Frage, wo die Grenzen persönlicher Überzeugungen von Lehrkräften verlaufen, insbesondere dann, wenn diese Überzeugungen die Geltung der Rechtsordnung oder die Legitimität staatlicher Institutionen infrage stellen. Ein aktueller Beschluss aus Baden-Württemberg zeigt, wie deutlich die Rechtsprechung hier Position bezieht. Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg hat am 07. Oktober 2025 (Az.: 9 S 485/25) die Beschwerde eines Lehrers zurückgewiesen, dem die Lehrtätigkeit untersagt wurde. Das Gericht bestätigte damit die Entscheidung der Vorinstanz (VG Stuttgart). Wie das Portal anwaltauskunft.de mitteilt, reicht bereits ein hartnäckiges, für Reichsbürger typisches Verhalten im außerschulischen Bereich aus, um die persönliche Eignung für den Schuldienst dauerhaft zu verneinen. Zwischen Physikunterricht und Staatsleugnung Der betroffene Lehrer unterrichtete an einer privaten Schule in Baden-Württemberg die Fächer Mathematik und Physik. Nach Erkenntnissen des Landesamts für Verfassungsschutz war er über längere Zeit durch Äußerungen und Handlungen aufgefallen, die der sogenannten Reichsbürger- und Selbstverwalter-Szene zugeordnet werden. Dazu gehörte unter anderem: Er verweigerte Rundfunkbeiträge mit der Begründung, das Grundgesetz sei seit 1990 erloschen, bezeichnete Polizisten bei Verkehrskontrollen als "Angestellte einer GmbH" und forderte von Richtern eine "alliierte Lizenz". Besonders brisant: Selbst im laufenden Verfahren verweigerte er die Annahme behördlicher Schreiben, weil die Adressierung als "Herr" angeblich fehlerhaft sei. Das Regierungspräsidium Stuttgart untersagte ihm die Tätigkeit, nachdem das Landesamt für Verfassungsschutz Erkenntnisse über den Mann übermittelt hatte. Sein Verhalten wurde wie folgt bewertet: Bestreiten der Existenz der Bundesrepublik Deutschland als Staat, Behauptung, das Grundgesetz sei nicht mehr gültig, Leugnung der hoheitlichen Befugnisse von Gerichten und Polizei, sowie aktives Verweigerungsverhalten gegenüber staatlichen Maßnahmen, etwa bei Gerichts- und Polizeikontakten. Die obere Schulaufsichtsbehörde untersagte daraufhin auf Grundlage von § 8 Privatschulgesetz Baden-Württemberg (PSchG) seine weitere Tätigkeit als Lehrer an der Ersatzschule und ordnete die sofortige Vollziehung an. Gegen diese Maßnahme wehrte sich der Lehrer gerichtlich, ohne Erfolg. Lehrer darf nicht mehr unterrichten - Schutz der Schüler wiegt schwere Der Verwaltungsgerichtshof stellte klar, dass § 8 PSchG der Schulaufsicht ein präventives Eingriffsrecht gibt. Es geht nicht um Bestrafung, sondern um Gefahrenabwehr. Maßgeblich sei, ob Tatsachen vorliegen, die eine Lehrkraft für den Schuldienst ungeeignet erscheinen lassen. Eine absolute Gewissheit sei dafür nicht erforderlich. Besonders deutlich wird das Gericht bei der charakterlichen Eignung: Lehrkräfte hätten eine Vorbild- und Schutzfunktion gegenüber minderjährigen Schülerinnen und Schülern. Wer die Geltung der Rechtsordnung ablehne und staatliche Institutionen nicht anerkenne, könne diese Rolle nicht erfüllen – unabhängig davon, ob entsprechende Äußerungen bereits im Unterricht gefallen seien. Auch außerschulisches Verhalten dürfe berücksichtigt werden, wenn es Rückschlüsse auf die innere Haltung zulasse. Das Gericht betonte zudem: Eltern dürften darauf vertrauen, dass auch an privaten Ersatzschulen Lehrkräfte auf dem Boden des Grundgesetzes stehen. Die Berufsfreiheit der Lehrkraft müsse hinter dem Schutz der Schüler, dem Elternrecht und dem staatlichen Bildungsauftrag zurücktreten. Mildere Mittel wie Auflagen oder Beschränkungen auf bestimmte Fächer seien nicht geeignet, da Lehrkräfte immer auch pädagogisch wirken. Bedeutung für den Schulalltag Die Entscheidung unterstreicht, dass politische oder weltanschauliche Überzeugungen dort ihre Grenze finden, wo sie die demokratische Grundordnung infrage stellen. Für Lehrkräfte, auch an Privatschulen, gilt: Die Schule ist kein wertneutraler Raum. Die Anerkennung von Staat, Recht und Verfassung gehört zu den grundlegenden Voraussetzungen des Lehrerberufs. Informationen: www.anwaltauskunft.de

  • Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Referendariat: Checkliste für die erste eigene Unterrichtsstunde

Kopiervorlage

Diese Checkliste bietet Referendarinnen und Referendaren Orientierung und Unterstützung bei der Planung und Vorbereitung ihrer ersten eigenen Unterrichtsstunde. Für die jeweiligen Bedingungen an der eigenen Ausbildungsschule und Lerngruppe kann die Liste selbstverständlich individuell angepasst oder erweitert werden. Was muss ich alles beachten, wenn ich im Referendariat das erste Mal als Lehrkraft vor einer Lerngruppe stehe oder gar meine erste eigene Lerngruppe übernehme? An wen kann ich mich an meiner Ausbildungsschule mit welchen Fragen wenden? Diese und weitere Fragen stellen sich viele Referendarinnen und Referendare zum Beginn ihres schulpraktischen Vorbereitungsdienstes. Unsere Checkliste soll sie dabei unterstützen, bestens informiert und top vorbereitet mit einem guten Gefühl in die erste eigene Unterrichtsstunde zu starten. Ergänzend hierzu kann auch unsere allgemeine Checkliste für Lehrkräfte zum Schuljahresbeginn den Start in den Schulalltag erleichtern. Da Referendarinnen und Referendare in ihren ersten eigenen Unterrichtsstunden ja nicht nur vor einer neuen Lerngruppe stehen, sondern sich auch in einem neuen Schulgebäude und einem neuen Kollegium zurechtfinden müssen, kann zum Einstieg ins Referendariat auch unsere Checkliste für Lehrkräfte an einer neuen Schule hilfreich sein. Vielleicht machen Sie Ihre ersten Unterrichtserfahrungen ja auch im Vertretungsunterricht? Dann schauen Sie sich doch gerne einmal unsere Checkliste für Vertretungsstunden an! Willkommen im Lehrerberuf - wir wünschen viel Erfolg und viel Spaß dabei!

  • Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Taking Care of Visitors

Unterrichtseinheit
14,99 €

Die Schülerinnen und Schüler lernen, Besucherinnen und Besucher im Unternehmen professionell zu empfangen. Sie üben typische höfliche Redewendungen, Small Talk, Identitätsprüfung, Getränke anbieten, Wegbeschreibungen geben und Besucherinnen und Besucher sicher zum Meeting Room zu begleiten. Durch Videoanalyse, interaktive Übungen, Rollenspiele und eine schriftliche Visitor Information Note trainieren sie praxisnahe Kommunikation, die in nahezu jedem kaufmännischen Beruf benötigt wird. Die Unterrichtseinheit vermittelt zentrale Kompetenzen für die professionelle Besucherbetreuung im Unternehmen. Im Mittelpunkt stehen: höfliche Begrüßung und Empfangssprache Small Talk in beruflichen Kontexten Identitäts- und Terminprüfung Serviceorientierung (Getränke, Wartebereich, Unterstützung) Giving directions (to the meeting room / office) professionelles Auftreten und Unternehmensrepräsentation Die Lernenden analysieren ein authentisches Video, identifizieren typische Formulierungen und üben diese in angeleiteten Dialogen und realitätsnahen Rollenspielen. Darüber hinaus schreiben sie eine "Visitor Information Note" – eine der häufigsten schriftlichen Tätigkeiten im Empfangsbereich. Ziel ist es, die Lernenden in die Lage zu versetzen, Besuchersituationen souverän zu meistern, höflich und sicher zu kommunizieren sowie das Unternehmen angemessen zu vertreten. Das relevante Fachvokabular wird systematisch aufgebaut, gefestigt und direkt angewendet. Durch Methodenvielfalt und praxisnahe Szenarien entsteht ein handlungsorientiertes Lernsetting mit hohem Berufsbezug, das langfristige kommunikative Routinen etabliert. Besuchende professionell zu empfangen ist eine Kernkompetenz im kaufmännischen Berufsalltag – unabhängig davon, ob die Lernenden später im Autohaus, im Büro, im Kundendienst, im Empfangsbereich, in der Verwaltung oder im Vertrieb tätig sind. Die Unterrichtseinheit greift diese Realität auf und verbindet sprachliche Grundlagen mit typischen Kommunikationsanforderungen im Beruf. Mindmapping aktiviert Vorwissen, baut Berührungsängste ab und verankert den Bezug zum Arbeitsalltag. Ein authentisches Video modelliert Besuchersituationen; Lernende erkennen wiederkehrende Phrasen und Abläufe (Begrüßung, Small Talk, Orientierung), erhalten auditiven Input und stärken Hörverstehen sowie situatives Lernen. In guided dialogues und Rollenspielen wird das Gelernte angewendet; der Wechsel zwischen Receptionist und Visitor fördert Perspektivenwechsel und Serviceorientierung. Schriftlich trainieren sie mit der Visitor Information Note eine typische Büroaufgabe. Binnendifferenzierung: schwächere Lernende erhalten Stützen (Lücken, Satzanfänge, Phrasen), stärkere erweitern Small Talk, improvisieren und nutzen komplexere Strukturen. Die Methodenvielfalt aus Videoarbeit, Dialogtraining, Quiz, Rollenspiel und Schreiben adressiert unterschiedliche Lerntypen und hält Motivation hoch. Vorbereitung: Video-Link testen, Materialien kopieren, QR-Codes und Rollenkarten bereitstellen, gegebenenfalls einen kleinen Reception Desk simulieren. Die Einheit verbindet situatives Lernen, aktives Sprechen und schriftliche Rückmeldung – und stärkt nachhaltig berufliche Handlungskompetenz. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler … empfangen Besuchende professionell und wenden typische Empfangs- und Small-Talk-Phrasen sicher an. überprüfen Termine und Identitäten korrekt. verfassen kurze, präzise Visitor Information Notes. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler … nutzen Videos, QR-Codes und digitale Übungsformate. erstellen Dialoge und Notizen strukturiert und mediengestützt. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler … arbeiten kooperativ in Paar- und Gruppenarbeit. reflektieren ihr Auftreten. geben und erhalten konstruktives Feedback.

  • Englisch
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe II, Erwachsenenbildung

Smartphone-Kompass – Unterrichtsmaterialien und Elterninformationen zur Medienkompetenzförderung

Fachartikel

Das hier vorgestellte Medienpaket "Smartphone-Kompass" des Informationszentrums Mobilfunk befähigt Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse dazu, Chancen und Risiken der Smartphone- und Internet-Nutzung eigenständig zu erkennen und verantwortungsvoll zu handeln. Lehrkräften werden dafür zwei Unterrichtseinheiten sowie ein Elterninfo-Paket zur Verfügung gestellt. Smartphones und soziale Medien sind aus dem Alltag von Lernenden kaum wegzudenken. Mit dieser digitalen Präsenz gehen Chancen, aber auch Risiken einher: Datenschutz, Cybermobbing, Privatsphäre und digitale Selbstbestimmung werden zu zentralen Feldern schulischer Medienbildung. Lehrkräfte benötigen deswegen passgenaue Materialien, um dieses Themenfeld im Unterricht zu verankern – altersgerecht, praxisnah und anschlussfähig an schulische Rahmenpläne.

  • Fächerübergreifend

Teilhabe und Empathie im Unterricht fördern

Fachartikel

Der Fachartikel zeigt Lehrkräften aller Schulstufen, wie die Themen Hören und Hörbeeinträchtigung im Unterricht genutzt werden kann, um Inklusion, Teilhabe und Empathie zu fördern. Mit Bezug zum Hörakustiker-Handwerk werden Unterrichtsideen vorgestellt – von Hörratespielen für die Grundschule bis zu Projekten zur Physik des Hörens in der Sekundarstufe. Das menschliche Gehör ist ständig im Einsatz und spielt eine zentrale Rolle für Kommunikation, Lernen und Teilhabe. Gerade Schülerinnen und Schüler sind tagtäglich zahlreichen Umweltgeräuschen und Lärm ausgesetzt, die das Gehör beanspruchen. Deshalb ist das Thema Hören in vielen schulischen Situationen präsent – sei es beim genauen Zuhören, beim Verstehen oder bei Störgeräuschen im Unterricht. Dieser Fachartikel beschäftigt sich daher mit dem Hörsinn im schulischen Kontext. Dabei werden besondere Eigenschaften des Gehörs, die Einzigartigkeit jedes Ohrs sowie wichtige Aspekte wie Hörhygiene und Inklusion betrachtet. Außerdem zeigt der Artikel auf, wie Teilhabe für hörbeeinträchtigte Schülerinnen und Schüler gefördert werden kann. Zur Vertiefung und für die Unterrichtsgestaltung eignet sich das Lernfeld des Hörakustiker-Handwerks, das praxistaugliche Anregungen bietet, um das Thema mit den Lernenden altersgerecht zu erarbeiten.

  • Fächerübergreifend
Latop mit einem Klassenzimmer auf dem Bildschirm

Digitale Klassenzimmer gestalten

Selbstlernkurs
35,00 €

Im Rahmen dieses Selbstlernkurses lernen Lehrkräfte, sich selbst ein digitales Klassenzimmer zu erstellen. Mithilfe von Genially, dem Einbinden anderer bekannter Webseiten und eigenen Avataren kann ein vielfältiges und personalisiertes Lernerlebnis geschaffen werden. Der Selbstlernkurs bietet Lehrkräften die Möglichkeit, ein virtuelles Klassenzimmer zu erstellen, um den Schülerinnen und Schülern eine interaktive und abwechslungsreiche Lernumgebung zur Verfügung zu stellen. Dies ist besonders nützlich für den Fall, dass planmäßiger Unterricht ausfällt. Der Kurs führt verständlich in die Grundlagen digitaler Klassenzimmer ein. Gleichzeitig wird der konkrete Nutzen für den Unterricht aufgezeigt – von der klaren Strukturierung bis zur effizienten Materialbereitstellung. Im Anschluss entsteht ein fachspezifisches digitales Klassenzimmer, das mithilfe der zentralen Funktionen von Genially praktisch umgesetzt wird. Abschließend wird der Unterrichtsraum um interaktive und spielerische Elemente wie Avatare, LearningApps und kreative Vorlagen erweitert. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie ein digitales Zertifikat in Form eines Online-Badges . Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Kurses erwerben Kompetenzen in den folgenden Bereichen auf der Grundlage des Europäischen Rahmens für die Digitale Kompetenz von Lehrenden ( DigCompEdu ): 2.1 Auswählen digitaler Ressourcen 2.2 Erstellen und Anpassen digitaler Ressourcen 2.3 Organisieren, Schützen und Teilen digitaler Ressourcen 3.2 Lernbegleitung 3.4 Selbstgesteuertes Lernen 5.2 Differenzierung und Individualisierung

  • 3 Lernschritte
  • 1,5 Stunden

Zukunftsorientierte Schulentwicklung mit dem Whole School Approach

Fachartikel

Wie kann Schule junge Menschen stark machen für eine Welt voller Unsicherheiten, ökologischer Krisen und gesellschaftlicher Umbrüche? Der Whole School Approach liefert die Antwort: ein ganzheitlicher Rahmen, der Nachhaltigkeit nicht als Projekt versteht, sondern als gemeinsame Aufgabe der gesamten Schulgemeinschaft. Die Handreichung zeigt, wie Schulleitungen, Lehrkräfte, Lernende, Eltern und regionale Partner gemeinsam eine Schule formen können, in der demokratische Teilhabe, ökologische Verantwortung und pädagogische Qualität fest verankert sind. Sichtbar im Unterricht, spürbar im Schulalltag und wirksam für die Zukunft. Schulen stehen heute vor der Aufgabe, junge Menschen in einer Welt voller Unsicherheiten, ökologischer Krisen, sozialer Spannungen und politischer Umbrüche handlungsfähig zu machen. Der Whole School Approach (WSA) bietet hierfür einen umfassenden, systemischen Rahmen. Er versteht nachhaltige Schulentwicklung nicht als Einzelprojekt oder Zuständigkeit weniger Engagierter, sondern als gemeinschaftliche Aufgabe aller Akteurinnen und Akteure im schulischen Umfeld – von Schulleitungsteams über Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler und Eltern bis hin zu Schulträgern und regionalen Partnerinnen und Partnern. Die Grundlage dafür liefert die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), wie sie in der Agenda 2030 und von der Kultusministerkonferenz (KMK) empfohlen wird. Nachhaltigkeit wird darin als Kern einer hochwertigen Bildung verstanden, die Schülerinnen und Schüler befähigt, Zukunft aktiv mitzugestalten. Schulen werden damit zu Lern- und Lebensorten, an denen demokratische Beteiligung, ökologische Verantwortung und soziale Gerechtigkeit selbstverständlich sind. Warum nachhaltige Schulentwicklung jetzt zentral ist Wie die Handreichung zeigt, ist der Wunsch nach einer zukunftsorientierten Ausrichtung der Schulen längst in der Praxis angekommen: 80 Prozent der Schulleitungen wünschen sich laut BNE-Monitoring, Nachhaltigkeit solle zur Kernaufgabe der Schule werden. Schülerinnen und Schüler fordern stärker denn je Räume, um gesellschaftliche Probleme zu verstehen und selbst wirksam an Lösungen mitzuwirken. Lehrkräfte erleben BNE als Chance, Unterricht relevanter, alltagsnäher und motivierender zu gestalten. Ein Whole School Approach verbindet diese Erwartungen, indem er nachhaltige Entwicklung konsequent auf allen Ebenen des Schullebens verankert – im Unterricht, in der Organisation, im Schulgebäude, im Gelände, in Entscheidungsprozessen und in der Schulkultur. Kernprinzipien des Whole School Approach Die Handreichung benennt fünf Grundprinzipien, die eine nachhaltige Schule auszeichnen: Kohärenz: Nachhaltigkeit muss sichtbar, spürbar und erlebbar sein – vom Unterricht über den Mensabetrieb bis zur Beschaffung. "Walk the talk“ wird zum Leitmotiv. Partizipation: Schülerinnen und Schüler gestalten Entscheidungen und Prozesse mit – nicht nur punktuell, sondern strukturell, etwa über Gremiensitze, Steuergruppen oder thematische Arbeitskreise. Kontinuierliches Lernen: Nachhaltige Schulentwicklung ist kein Projekt mit Enddatum, sondern ein fortlaufender Lernprozess, der Visionen regelmäßig überprüft, weiterentwickelt und anpasst. Verantwortungsübernahme: Verantwortung wird geteilt. Schulleitung, Kollegium, nicht-pädagogisches Personal, Eltern und Lernende übernehmen gemeinsam Aufgaben und Zuständigkeiten. Langfristiger Einsatz: Nachhaltigkeit wird als feste Leitlinie der Schule verankert – etwa im Leitbild, in Curricula oder im Schulentwicklungsplan. Zertifizierungen wie "Schools for Earth“ können diesen Weg sichtbar machen. Handlungsfelder nachhaltiger Schulentwicklung Der WSA macht Nachhaltigkeit in sechs zentralen Bereichen des Schulalltags erlebbar: Partizipative Steuerung und Schulentwicklung: Entscheidungen folgen dem Leitbild Nachhaltigkeit, werden partizipativ getroffen und durch klare Strukturen gestützt. BNE in Lehrplänen und Unterrichtspraxis: Nachhaltigkeit wird sowohl in Fächern als auch fachübergreifend behandelt. Lernende setzen sich mit realweltlichen Problemen auseinander und erleben Selbstwirksamkeit. Regionale Bildungslandschaft und Netzwerke: Kooperationen mit außerschulischen Partnerinnen und Partnern schaffen authentische Lerngelegenheiten und entlasten Lehrkräfte. Personalentwicklung: Fortbildungen, Teamzeiten und Entlastungsstunden fördern BNE-Kompetenzen im Kollegium. Kommunikation: Nachhaltigkeit wird sichtbar gemacht, etwa durch Schulkommunikation, Präsentationen oder Beiträge nach außen. Nachhaltiger Schulbetrieb: Gebäude, Gelände, Mobilität und Beschaffung werden ökologisch, sozial und wirtschaftlich verantwortungsvoll gestaltet. Wirksamkeit des Whole School Approach Die wissenschaftliche Begleitforschung zeigt eine hohe Wirkung des WSA. Mithilfe einer bundesweit eingesetzten WSA-Skala wurde gemessen, wie stark Lernende Nachhaltigkeit im Schulalltag erleben – und wie sich dies auf zentrale Bildungsziele auswirkt. Das Ergebnis: Lernende verhalten sich nachhaltiger. Sie fühlen sich motivierter und befähigter, Verantwortung zu übernehmen. Sie verfügen über mehr Wissen zu Nachhaltigkeit. Sie berichten von einem höheren allgemeinen Wohlbefinden. Auch Lehrkräfte profitieren: Fortbildungen, Austausch und gemeinsame Lernprozesse stärken die pädagogische Qualität und erhöhen die Zufriedenheit. Der WSA als Prozess – nicht als Projekt Der Whole School Approach vollzieht sich in drei Entwicklungsphasen: Visionsbildung: Standanalyse, gemeinsame Zielentwicklung, erste Impulse setzen. Implementierung: Teams bilden, Maßnahmen planen und umsetzen, Fortschritte sichtbar machen. Verstetigung: Nachhaltigkeit in Routinen überführen und regelmäßig evaluieren. Schulleitungen spielen in allen Phasen eine Schlüsselrolle. Die zentrale Rolle von Schulleitungen und Leitungsteams im WSA Für die erfolgreiche Umsetzung des Whole School Approach kommt Schulleitungen und Leitungsteams eine besondere Verantwortung zu. Sie prägen nicht nur strategische Rahmenbedingungen, sondern setzen auch die kulturellen Signale, die Nachhaltigkeit im Schulalltag möglich machen. In der Anfangsphase initiieren sie Prozesse, schaffen Transparenz über Ziele und stellen Räume zur Verfügung, in denen Beteiligte ihre Perspektiven einbringen können. Während der Implementierung agieren sie als Moderatorinnen und Moderatoren, Netzwerkerinnen und Netzwerker sowie als Initiatorinnen und Initiatoren: Sie verbinden Akteurinnen und Akteure, schaffen Zeitfenster für Kollaboration, priorisieren Maßnahmen und sorgen dafür, dass Fortschritte sichtbar und gewürdigt werden. Langfristig tragen sie dazu bei, dass Strukturen stabil bleiben, Verantwortlichkeiten geteilt werden und Nachhaltigkeit in Leitbild, Curricula und Entscheidungsprozessen verankert ist. Gerade ihre Fähigkeit, partizipative Steuerung zu leben – also Macht zu teilen, echte Mitbestimmung zu ermöglichen und Kontroversen konstruktiv zu begleiten – macht sie zu zentralen Treibern einer lernenden, zukunftsorientierten Schule. Vom Selbst-Check zur Ziel-Matrix: Werkzeuge für den Whole School Approach Die Handreichung stellt in Form eines Werkzeugkasten nützliche Schritte und Tools vor, mit dem Schulleitungen den Whole School Approach als Kreislauf aus Analyse, Vision, Planung, Umsetzung und Evaluation praktisch gestalten können. Zentrale Instrumente sind dabei der Selbst-Check und die Ziel-Matrix. Der Selbst-Check dient als gemeinsames Reflexionstool für alle Akteurinnen und Akteure der Schulgemeinschaft: Er hilft, den Ist-Stand der Schule in den verschiedenen Handlungsfeldern (z. B. Unterricht, Schulbetrieb, Personalentwicklung, Schulkultur, Netzwerke) realistisch einzuschätzen, sichtbar zu machen, was bereits gut läuft, und Handlungsbedarfe zu identifizieren. Aufbauend auf dieser Analyse unterstützen Visions- und Planungsmethoden wie "Schule der Zukunft“, "Theory of Change" oder "Backcasting" dabei, eine gemeinsame Zukunftsvision zu entwerfen und daraus konkrete Schritte abzuleiten. Die Ziel-Matrix überführt diese Überlegungen in eine strukturierte Planung, indem sie kurz-, mittel- und langfristige Ziele in allen Handlungsfeldern festhält, die möglichst SMART formuliert werden. Ergänzt wird dies durch eine Evaluierungsmatrix, mit der regelmäßig überprüft wird, was erreicht wurde, welche Maßnahmen wirksam waren und wo nachjustiert werden muss. So werden die Werkzeuge zusammengenommen zu einem praxistauglichen Instrumentarium, das den Whole School Approach für Schulleitungen umsetzbar und dauerhaft verankert. Fazit: Zukunftsfähige Schule bedeutet gemeinsames Gestalten Der Whole School Approach zeigt, dass nachhaltige Schulentwicklung mehr ist als ein Bündel einzelner Projekte. Er bietet einen klaren Rahmen, um Schule in Zeiten gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen neu auszurichten. Durch die Verbindung von pädagogischer Qualität, demokratischer Teilhabe und ökologischer Verantwortung werden Schulen zu Orten, an denen junge Menschen Zukunft nicht nur lernen, sondern aktiv mitgestalten. Der WSA stärkt die Selbstwirksamkeit von Schülerinnen und Schülern, fördert die Zusammenarbeit im Kollegium und vernetzt Schulen stärker mit ihrem Umfeld. Gleichzeitig erhöht er die Lern- und Anpassungsfähigkeit der gesamten Organisation. Schulen, die diesen Ansatz verfolgen, zeigen, wie Zukunftsfähigkeit im Alltag gelebt werden kann: partizipativ, verlässlich und getragen von einer engagierten Schulgemeinschaft. Er macht aus Schulen Orte, an denen junge Menschen erfahren: Nachhaltigkeit ist machbar – und sie selbst können dazu beitragen.

  • Fächerübergreifend

Dokumentation, Kontrolle und Bewertung der Freiarbeit

Fachartikel
5,99 €

Dieser Fachartikel zum Thema Freiarbeit beschäftigt sich mit den Kontrollmechanismen bei dieser Unterrichtsform. Außerdem erhalten Lehrkräfte Tipps, wie sie ihren Schülerinnen und Schülern Feedback zu deren Arbeitsverhalten geben und ihre Arbeitsergebnisse bewerten können. Zusätzlich erhalten sie einen sofort einsetzbaren Beobachtungsbogen. Wie behalten Lehrkräfte den Überblick bei der Freiarbeit? Während der Freiarbeit arbeiten die Schülerinnen und Schüler über lange Phasen selbstständig. Damit die Lehrkraft dennoch Bescheid weiß, wer wie viel, was und auf welchem Niveau bearbeitet und wie es ihr oder ihm dabei ergangen ist, sollte die Freiarbeit auf jeden Fall dokumentiert und reflektiert werden. Dokumentation der Freiarbeit Die Lehrkraft sollte von Anfang an darauf Wert legen, dass ihre Schülerinnen und Schüler in irgendeiner Form festhalten, welche Materialien sie während der Freiarbeit bearbeitet haben. Hierzu bieten sich verschiedene Systeme an: In Klasse 1: pro Material ein Punkt in der Farbe, die das Fach kennzeichnet In Klasse 2: pro Material ein Strich hinter dem Buchstaben für das jeweilige Fach (D II; M I) In Klasse 3/4: neben der Fachbezeichnung steht der Name des Materials und/oder die Nummer (Mathe: Einmaleins-Domino; Deutsch 15a) Freiarbeitsheft oder -hefter : Darin legt jedes Kind seine Arbeitsblätter ab und führt schriftliche Arbeitsaufträge aus. Außerdem ist darin eine Seite für die Dokumentation seiner Arbeit enthalten (Datum, Name, Nummer der Materialien). Freiarbeitsplaner : Im Klassenraum hängt für einen bestimmten Zeitraum (Woche, Monat, von Ferien zu Ferien) eine Tabelle aus, in der jedes Kind eine Spalte hat und nach der Freiarbeit einträgt, was es bearbeitet hat. Laufzettel : Sämtliche Materialien sind auf einem Laufzettel aufgeführt, den jedes Kind unter seinem Tisch oder in seinem Eigentumsfach verwahrt und auf dem es abhakt, was erledigt ist.

  • Fächerübergreifend

Erfolgreich Lernen: Lerntechniken für ein effizientes Verstehen, Verarbeiten und Behalten von…

Fachartikel
2,99 €5,99 €

Erfolgreiches Lernen hängt von verschiedenen Faktoren ab, aber das Wissen um unterschiedliche Lerntechniken kann dabei helfen, Informationen besser zu verstehen, zu verarbeiten und langfristig zu behalten. Neben den Klassikern, wie beispielweise Eselsbrücken, Mindmaps oder Karteikarten, gibt es noch viele weitere Lerntechniken, die vielleicht weniger bekannt sind, sich aber in der Praxis bewährt haben. Fünf dieser Lerntechniken werden im Folgenden vorgestellt. Verstehen, Verarbeiten und Behalten von Informationen: Techniken für ein effizientes Lernen Lernen ist ein zentraler Bestandteil des Lebens und spielt nicht nur innerhalb der Schule eine große Rolle, sondern auch außerhalb, da es die Grundlage für persönliches Wachstum und beruflichen Erfolg bildet. Dieser Fachartikel stellt fünf Lerntechniken vor, die Schülerinnen und Schüler dabei untertützen sollen, effizient(er) zu lernen. Sie helfen sowohl dabei, Wissen besser aufzunehmen als auch auch die langfristige Erinnerung und die Fähigkeit, Gelerntes anzuwenden, zu fördern. 1. Die Feynman-Methode Bei dieser Lerntechnik geht es darum, ein Thema so einfach wie möglich zu erklären, um so zu einem tieferen Verständnis zu gelangen. Im ersten von insgesamt vier Schritten wird versucht, (1) das gewählte Thema in eigenen Worten so einfach wie möglich zu erklären , sodass es auch Personen ohne Vorkenntnisse verstehen können. Hierbei sollte die Sprache einfach gehalten und anschauliche Beispiele gewählt werden. Während der Erklärung kann man dann seine (2) Wissenslücken identifizieren . Diese fallen auf, wenn man zum Beispiel beim Erklären stockt oder auf (zu komplexe) Formulierungen zurückgreift, die nicht von einem selbst stammen. In einem nächsten Schritt kann man diese (3) Wissenslücken durch erneute Recherche schließen und somit die Erklärung durch (4) anschließende Überarbeitung weiter vereinfachen. Es kann sein, dass die Schritte (2) bis (4) mehrfach wiederholt werden müssen, bis man das Thema verstanden und verständlich vermitteln kann. Richard Feynman, der Entwickler der Methode, sah einen wesentlichen Unterschied "zwischen dem Verstehen einer Sache und dem bloßen Nachplappern von Begriffen." (Stelzel 2023) Ziel ist es, vom bloßen Auswendiglernen wegzukommen und den Kern einer Sache zu durchdringen, um somit ein Verständnis für diese zu entwickeln. 2. Loci-Methode Bei der Loci-Methode geht man davon aus, dass sie bereits im antiken Griechenland zum Memorisieren von Reden verwendet wurde, und auch von Gedächtnisweltmeistern wird diese Methode heutzutage angewendet. Sie ist besonders geeignet, um sich Sachverhalte, Fakten und Ähnliches einzuprägen. Bei dieser Gedächtnistechnik werden Lerninhalte mit Orten/Stellen verknüpft, welche entlang einer Route liegen . Dies kann der Weg zum Supermarkt oder zur Arbeit sein, das eigene Wohnzimmer oder auch der eigene Körper. Auf dieser Route setzt man sich nun Ankerpunkte. Diese könnten auf dem Weg zur Arbeit zum Beispiel die Haustür, eine Bushaltestelle oder Bank auf dem Weg oder auch ein bestimmtes Gebäude sein. Am eigenen Körper könnte man einen Fuß, ein Knie, die Hüfte, den Bauch et cetera als Ankerpunkte setzen. Wichtig beim Setzen dieser Punkte ist, dass sie in einer klaren Reihenfolge aufeinanderfolgen , also dass sie zum Beispiel von unten nach oben, von links nach rechts, in einer geraden Linie oder im Uhrzeigersinn angeordnet sind, damit eine geradlinige Struktur gegeben ist. Jeder Ankerpunkt wird mit einer Information verknüpft. Für diese Verknüpfung sollte ein einprägsames Bild gewählt werden – je origineller und ungewöhnlicher die Bilder, desto besser kann unser Gehirn die Inhalte abspeichern. Würde man sich eine Einkaufsliste einprägen wollen, so könnte die Butter, die man kaufen möchte, mit der Haustür verknüpft werden. Dabei stellt man sich vor, dass die Haustür wie ein Stück gekaufte Butter in Folie eingewickelt ist, oder dass die komplette Tür mit Butter beschmiert ist. Wie gesagt: Je kreativer, ungewöhnlicher oder auch abwegiger die Bilder, desto besser prägt sich unser Gehirn die Inhalte ein. Im Fall der Körperroute könnte man sich vorstellen, dass man auf Stück Butter tritt und darauf ausrutscht. Somit wäre die Butter mit dem Fuß verknüpft. Beim späteren Abrufen der Inhalte wird die gewählte Route dann gedanklich abgegangen. 3. SQ3R-Methode Diese Methode ist eine fünfschrittige Lesetechnik, mit der sowohl das Textverständnis als auch das Behalten von Informationen verbessert wird. Das Lesen ist hierbei ein sehr aktiver Prozess. Zunächst verschafft man sich einen ersten Eindruck des Textes (= S urvey): Wie ist er strukturiert? Gibt es Überschriften, Zwischenüberschriften oder Visualisierungen, wie z. B. Schaubilder? In einem zweiten Schritt werden ausgehend von dem Vorwissen, das durch die Survey-Phase entstanden ist, Fragen an den Text gestellt (= Q uestion), wodurch die Aufmerksamkeit beim Lesen gesteigert und das Textverständnis gefördert wird. Man legt sich zurecht, was man genau in Erfahrung bringen möchte, welche Inhalte der Text liefern muss, damit er für die eigenen Zwecke brauchbar ist. Im Anschluss wird der Text gelesen (= R ead), wobei man gezielt Antworten auf die zuvor gestellten Fragen findet. Diesbezüglich wichtige Textstellen werden markiert und Notizen gemacht. Nach dem Lesen wird das Gelesene in eigenen Worten wiedergegeben (= R ecite), was sowohl schriftlich als auch mündlich geschehen kann. Bei längeren Texten eignet sich eine Zusammenfassung nach Sinnabschnitten. Abschließend überprüft man, ob man die wichtigsten Inhalte verstanden und auch behalten hat (= R eview). Die Fragen, die man sich in Schritt zwei gestellt hat, sollten nun erneut beantwortet werden, ohne dass man sie nachschlägt. 4. KAWA-Methode nach Birkenbihl und ABC-Methode KAWA steht für „Kreative Ausbeute von Wort-Assoziationen“. Dabei schreibt man das zentrale Thema oder Schlüsselwort waagerecht auf ein Blatt Papier. Es werden nun Begriffe gesammelt, die mit den Buchstaben des Schlüsselworts beginnen und auch mit ihm in Zusammenhang stehen. Dabei sollte man sich auf zentrale Inhalte konzentrieren und kann das KAWA auch zusätzlich mit Bildern visualisieren. Die ABC-Methode funktioniert ähnlich. Hierbei schreibt man das Alphabet s enkrecht auf ein Blatt Papier und sammelt zu den Buchstaben des Alphabets Begriffe zum gewählten Thema. 5. Spaced Repetition (= verteilte Wiederholung) Das Prinzip der verteilten Wiederholung zielt darauf ab, dass sich unser Gehirn Inhalte gut dauerhaft einprägen kann, wenn man sie in gewissen zeitlichen Abständen wiederholt . Die Abstände zwischen den einzelnen Wiederholungen werden dabei jedes Mal größer. Eine Wiederholungsfrequenz, die für alle Lernenden oder zu allen Themen passt, gibt es nicht. Eine erste Wiederholung sollte nach dem ersten Lernen stattfinden, also zum Beispiel nach einer Stunde. Bewährt hat sich das Wiederholungsintervall 1 Stunde, 1 Tag, 3 Tage, 1 Woche, das man individuell anpassen kann, indem man Intervalle vergrößert oder verkleinert. Stellt man etwa fest, dass bereits bei der ersten Wiederholung viele Inhalte nicht abrufbar sind, so sollte die nächste Wiederholung nicht erst am nächsten Tag, sondern früher stattfinden. Je häufiger wiederholt wird, desto besser können Inhalte im Langzeitgedächtnis verankert werden. (vgl. Krüger 2019) Fazit Der Einsatz und die Verwendung verschiedener Lerntechniken kann nicht nur die Effizienz des Lernens steigern, sondern auch Spaß und Motivation der Lernenden fördern. Dabei ist es wichtig, dass jede Schülerin und jeder Schüler diverse Techniken ausprobiert und individuell entscheidet, welche sich für sie oder ihn am besten eignet. Gelingt dies, können sie diese Technik(en) – auch über die Schule hinaus – für das Aneignen von Wissen und ihre persönliche Entwicklung nutzen.

  • Fächerübergreifend

Thema 3: Accountschutz

Unterrichtseinheit

Schülerinnen und Schüler nutzen auf ihren Smartphones eine Vielfalt von Anwendungen über das Internet. Sie haben gelernt, grundlegende Schutzmaßnahmen gegen potenzielle Bedrohungen in der digitalen Welt auf ihren Geräten einzurichten. Nun erfahren sie in dieser Unterrichtseinheit mehr dazu, wie sie gezielt und effektiv ihre Accounts schützen können. Mit dem Accountschutz wird die Barriere gegen einen fremden und nicht legitimierten Zugriff auf ihre sensiblen Daten aufgebaut. Das ist entscheidend, um den Missbrauch dieser Daten zu verhindern. Die Maßnahmen umfassen starke Passwörter und als weitere Sicherungsverfahren Passkey und eine Zwei-Faktor-Authentisierung bei der Anmeldung. Die Unterrichtseinheit ist der dritte Themenblock des Medienpakets zur Cybersicherheit und vertieft zuvor erworbene Grundlagen. Die Schülerinnen und Schüler bauen damit ihre Kenntnisse zur Accountsicherung weiter aus. Vorherige grundlegende Themen haben sich damit befasst, das Smartphone als Gerät abzusichern, sich in sicheren Netzen zu bewegen und über Updates für aktuelle Software ohne bekannte Sicherheitslücken zu sorgen. Damit werden schon viele Versuche vereitelt, auf fremde Geräte einzudringen. Hacker und Cyberkriminelle suchen jedoch noch andere Wege, um an fremde Daten zu gelangen. So versuchen sie häufig, Anmeldedaten von Accounts in Erfahrung zu bringen. Gelingt ihnen dies, haben sie Zugriff auf die sensiblen Daten in der jeweiligen Anwendung. Deshalb ist es unerlässlich, jeden Account bestmöglich zu schützen. Da nur Verfahren genutzt werden können, die der Diensteanbieter anbietet, vermittelt die Unterrichtseinheit betreffende Verfahren. Im einfachsten Fall ist das eine Anmeldung mit Benutzername und Passwort, wo der User nur die Möglichkeit hat, möglichst starke Passwörter zu verwenden. Auch muss für jeden Account ein anderes Passwort genutzt werden. Um die darüber anwachsende Zahl von Passwörtern zu beherrschen, helfen Passwortmanager. Sichere Verfahren sind hingegen Passkeys und 2FA. Sie werden erklärt, ihre Funktionsweise verständlich gemacht und die grundlegenden Schritte ihrer Verwendung werden vermittelt. Die erste Unterrichtseinheit behandelt das Thema Schutzmaßnahmen Smartphone- und App-Sicherheit und die zweite Unterrichtseinheit thematisiert die Cyberkriminalität . Kinder und Jugendliche unterschätzen Gefahren leicht. Sie können sich vielfach nicht wirklich vorstellen, warum ausgerechnet sie von einem Cyberangriff betroffen sein sollten. Da die Diensteanbieter die Anmeldung mit Nutzername und Passwort aber verlangen, müssen sie ihre Accounts natürlich sichern und beschränken sich dann aber meist auf sehr einfache Passwörter (was Erwachsene übrigens oft auch so machen). Die Unterrichtseinheit setzt deshalb didaktisch an zwei Punkten an: Einleitend wird herausgearbeitet, welche Daten aus Accounts abgegriffen werden könnten und was die Kinder und Jugendlichen für sich schützenswert finden. So bleibt Schutzwürdigkeit nicht auf dem Niveau abstrakter Begriffe wie Betrug, Diebstahl, Erpressung, sondern wird auf konkretere, auf Beispiele bezogene Schutzwünsche der Schülerinnen und Schüler heruntergebrochen und anschaulich gemacht. Die anfangs vielleicht als zu komplex und umständlich empfundenen Schutzverfahren werden auf einfache Weise in ihrer Wirkung erklärt. Es wird dargelegt, welchen Grad an Sicherheit sie bieten. So werden sie als nützlich und „machbar“ wahrgenommen und die Motivation gesteigert, sie auch tatsächlich anzuwenden. Methodisch ist die Einheit so angelegt, die Inhalte weitgehend selbstständig erarbeiten zu lassen. Auf jedem Arbeitsblatt erschließen sich die Schülerinnen und Schüler nach einem kurzen Beispiel und bewusst knapper thematischer Einführung den Wissensstoff aus Videos und Arbeitstexten des BSI. Daran knüpfen jeweils Fragestellungen und Aufgaben an. Für den Transfer in die Praxis gibt es am Ende jeden Arbeitsblatts kurze, nicht überfordernde Praxistipps. Diese Arbeitsweise begründet sich dreifach. Sie sorgt lernpsychologisch für hohe Wirksamkeit. Den Schülerinnen und Schüler werden authentische Fachinformationen des BSI auf aktuellem Stand zugänglich gemacht. Nicht zuletzt wird so eingeübt, was alle User digitaler Anwendungen zunehmend benötigen: sich in der schnell weiterentwickelnden digitalen Welt kontinuierlich relevante Informationen selbst zu erschließen. Der fachliche Inhalt umfasst Passwörter, Passwortverwaltung, Passkeys und Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA). Deren Funktionsweise und die grundlegende Handhabung werden jeweils erklärt. Je nach Gerät und System variiert die Einrichtung im Einzelnen. Hier kann ggf. noch Hilfestellung gegeben und die Schülerinnen und Schüler angeregt werden, sich für häufig genutzte Dienste zum Beispiel Passkeys einzurichten. Am Ende soll auch klar werden, dass sich die Schülerinnen und Schüler zwischen „nur Passwort“ plus 2FA oder Passkey als passwortlose Alternative entscheiden sollten. Das verbindet sich mit der Erkenntnis, dass vom Diensteanbieter jeweils angebotene höhere Verfahren auch genutzt werden sollten, um den Account bestmöglich zu schützen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kennen die Regeln für starke Passwörter und können selbst welche bilden. verstehen die Funktionsweise von Passkeys und kennen die dafür überall grundlegend gleichen Anmeldeschritte. wissen, wie die beiden Faktoren von 2FA bei der Anmeldung ineinandergreifen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können reflektieren, welche Inhalte ihrer Accounts ihnen persönlich wichtig sind und haben das Bewusstsein ausgebildet, dass sie diese schützen müssen. wissen, dass sie viele und komplexe Passwörter mit einem Passwortmanager verwalten können, der über ein Master-Passwort oder Passkeys gesichert wird. wissen, dass nur Anmeldeverfahren möglich sind, die vom Diensteanbieter angeboten werden und dass sie sich immer für das Verfahren mit der höchsten Sicherheit entscheiden sollten. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bauen ihre Fähigkeit aus, auch voneinander zu lernen und sich eigenständig Inhalte zu erschließen.

  • Informatik / Wirtschaftsinformatik / Computer, Internet & Co. / Fächerübergreifend / Wirtschaft
  • Sekundarstufe I

Unterrichtsmaterial und News für den fächerübergreifenden Unterricht in den Sekundarstufen

Hier finden Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II kostenlose und kostenpflichtige Arbeitsblätter, Unterrichtsmaterialien und interaktive Übungen mit Lösungsvorschlägen zum Download und für den direkten Einsatz im fächerübergreifenden Unterricht oder in Vertretungsstunden. Die Materialien verbinden Fächer miteinander oder thematisieren überfachliche Kompetenzen und Inhalte wie Medienkompetenz, Digitalisierung, Umwelterziehung, Nachhaltigkeit und Gesundheit. Dieser Fachbereich bietet Lehrerinnen und Lehrern jede Menge Unterrichtsideen, Bildungsnachrichten sowie Tipps zu Apps und Tools für ihren Unterricht. 

Nutzen Sie unsere Suche mit ihren zahlreichen Filterfunktionen, um einfach und schnell lehrplanrelevante Arbeitsmaterialien für Ihren Unterricht zu finden.

ANZEIGE

Aktuelle News für den fächerübergreifenden Unterricht in den Sekundarstufen