Tipp der Redaktion

Elternabend

Präsentation für Elternabende in der Weiterführenden Schule: Vorlage für Klassenlehrer
Tipp der Redaktion

Elternabend

Vorbereitung leicht gemacht: Mit dieser Präsentation führen Sie entspannt durch den Elternabend! Die Vorlage kann individuell angepasst werden.

Tipp der Redaktion

Die Schule der Zukunft: agile Unterrichtsgestaltung

Schule der Zukunft
Tipp der Redaktion

Die Schule der Zukunft: agile Unterrichtsgestaltung

In einem Interview klärt Berufsschullehrer und Lehrkräftefortbilder Dr. Jens Soemers darüber auf, wie zukunftsorientierter Unterricht aussehen kann.

Tipp der Redaktion

Workshop: Feedback geben und empfangen

Regeln für Feedback
Tipp der Redaktion

Workshop: Feedback geben und empfangen

In diesem Workshop lernen Schülerinnen und Schüler, konstruktives Feedback zu geben und Feedback anderer anzunehmen.

  • Schulstufe2
  • Klassenstufe
  • Schulform
  • Fach
  • Materialtyp11
  • Quelle8
Sortierung nach Datum
Kacheln     Liste

Können Eltern Schulen zu Sanktionen gegen Mitschülerinnen oder Mitschüler zwingen?

Fall des Monats

Werden Kinder von Mitschülerinnen oder Mitschülern gemobbt, verlangen Eltern sofortige Maßnahmen der Schule. Aus pädagogischen Gründen wird dagegen meist gezögert, oft wird aus Sicht der Eltern zu mild gehandelt. Können Eltern die Schule gerichtlich dazu zwingen, den Mitschüler zu suspendieren oder von der Schule zu verweisen? Das Hamburgische Oberverwaltungsgericht hat am 09. Januar 2026 (AZ: 4 Bs 128/25) entschieden, dass Schülerinnen und Schülern oder deren Eltern kein rechtlich durchsetzbarer Anspruch darauf zusteht, dass die Schule bestimmte Ordnungsmaßnahmen gegen Mitschülerinnen oder Mitschüler ergreift. Nach Auskunft des Rechtsportals "anwaltauskunft.de" des Deutschen Anwaltvereins (DAV) stärkt diese Entscheidung die pädagogische Autonomie von Schulen. Gleichzeitig werden den individuellen Durchsetzungsrechte im Schulverhältnis Grenzen aufzeigt. Das Gericht wies damit die Beschwerde von Antragstellern zurück, die im Wege des vorläufigen Rechtsschutzes die Bestrafung eines Mitschülers durch die Schulbehörde erzwingen wollten. Streit um staatliche Schutzpflichten Begonnen hatte das Verfahren nach einem Konflikt zwischen Schülern. Die Eltern verlangten, die Schule müsse zum Schutz der psychischen Gesundheit ihres Kindes zwingend gegen einen anderen Schüler vorgehen. Sie argumentierten, dass § 49 Abs. 4 des Hamburgischen Schulgesetzes (HmbSG) nicht nur dem öffentlichen Interesse, sondern auch dem Schutz der individuell beteiligten Personen diene. Aus der verfassungsrechtlichen Schutzpflicht für die körperliche und psychische Unversehrtheit leite sich daher ein subjektives Recht ab, bei schwerwiegenden Konflikten eine Sanktionierung des Störers zu verlangen. Nachdem das Verwaltungsgericht Hamburg den Eilantrag abgelehnt hatte, verfolgten die Antragsteller ihr Begehren mit der Beschwerde zum Hamburgischen Oberverwaltungsgericht weiter. Diese blieb ohne Erfolg, auch hier wurde die Beschwerde zurückgewiesen. Gericht: Ordnungsmaßnahmen als pädagogisches Instrument, nicht als Drittschutz Das OVG Hamburg stellt maßgeblich darauf ab, dass § 49 Abs. 4 HmbSG zwar Ordnungsmaßnahmen unter anderem "zum Schutz beteiligter Personen" ermöglicht, daraus aber kein subjektiv-öffentliches Recht eines betroffenen Schülerin oder Schülers folgt, Disziplinarmaßnahmen gegen andere Schülerinnen oder Schüler gerichtlich durchzusetzen. Nach der sogenannten Schutznormtheorie bedarf es einer Norm, die erkennbar (auch) Individualinteressen schützen soll. Dies verneint der Senat: Die Vorschrift diene primär der Sicherung des Bildungs- und Erziehungsauftrags sowie eines geordneten Schulbetriebs; etwaige Schutzwirkungen zugunsten Dritter seien reflexartig, nicht als einklagbarer Anspruch ausgestaltet. Zur Begründung verweist das Gericht besonders auf die Systematik des Gesetzes: Verfahrensrechte (zum Beispiel Anhörung, Vertrauensperson) seien in § 49 HmbSG nur für denjenigen vorgesehen, gegen den sich eine Ordnungsmaßnahme richtet – nicht aber für Dritte, die vom Fehlverhalten betroffen sind. Zudem spreche auch die gesetzliche Konzeption ("höchstens eine Ordnungsmaßnahme je Fehlverhalten") gegen ein nachträgliches "Nachfordern" strengerer Maßnahmen. Schließlich folge aus der staatlichen Schutzpflicht aus Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG nach Auffassung des Senats nicht, dass Betroffene einen gerichtlich durchsetzbaren Anspruch auf schulrechtliche Ordnungsmaßnahmen erhalten müssten; dem Gesetzgeber stehe hier ein weiter Gestaltungsspielraum zu. Die Konsequenz aus der Entscheidung Die Entscheidung verdeutlicht: Schulen und Behörden müssen Konflikte bearbeiten und Schutz gewährleisten. Betroffene können jedoch nicht ohne Weiteres gerichtlich erzwingen, dass und welche Ordnungsmaßnahme gegen andere Schüler ergriffen wird. Zugleich bleibt unberührt, dass Schulen bei Gefährdungslagen handeln müssen und ihnen hierfür ein Instrumentarium zur Verfügung steht. Rechtlich entscheidend ist jedoch, dass § 49 Abs. 4 HmbSG nach Ansicht des OVG Hamburg kein einklagbares Individualrecht Dritter begründet. Informationen: www.anwaltauskunft.de

  • Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Primarstufe

Lehr-KRAFT, Du bist die erste Stimmgabel im resonanten Klasse(n)-Zimmer!

Fachartikel
5,99 €

Wir spüren es beim Betreten des Klassenzimmers: Diese leise Schwingung zwischen uns und den Lernenden, die den Raum mit Klasse und Leben füllt. Dieser Beitrag ist eine Einladung, Schule als Resonanzraum zu erleben – als Ort, an dem echte Verbindungen den Ton angeben. Resonanzpädagogik und die wichtigsten Erkenntnisse zur Freisetzung von Lehr-KRAFT Lernen gelingt, wenn Du als Lehrkraft, deine Lernenden und der Lerngegenstand in einem fruchtbaren Wechselverhältnis zueinanderstehen. Wenn du das erreichst, entsteht Resonanz – als natürliches Phänomen beschreibt Resonanz einen grundlegenden physikalischen Mechanismus, der in vielen Bereichen vorkommt, von der Mechanik über die Akustik bis zur Teilchenphysik. Der Mediziner Joachim Bauer greift den Resonanzbegriff auf, um die elementaren Prozesse in der Entwicklung des Selbst zu beschreiben. Daraufhin entwickelt der Soziologe Hartmut Rosa die Resonanzpädagogik. Resonanz zu erzeugen, so meine Erfahrung, ist eine der wichtigsten Grundbedingungen für ein gelungenes Lernerlebnis. Für Rosa bedeutet Resonanz "In-Beziehung-Treten mit einer Sache", zugleich bildet Resonanz "ein Moment der Offenheit und Unverfügbarkeit […]" (Rosa und Endres 2026:7). Wie ist das im Unterricht möglich? Dazu bedarf es einer kleinen Exkursion in die Physik: Resonanz – wenn Schwingungen sich gegenseitig verstärken Resonanz beschreibt ein Phänomen, bei dem ein schwingungsfähiges System besonders stark reagiert, wenn es von außen mit der passenden Frequenz angeregt wird – nämlich mit seiner Eigenfrequenz . In diesem Moment überträgt sich die Energie der äußeren Kraft besonders wirkungsvoll auf das System. Die Folge: Die Schwingung wird deutlich stärker als die ursprüngliche Anregung. Wie Resonanz entsteht: Schwingungsfähiges System: Jedes System, das schwingen kann – sei es eine Brücke, ein Musikinstrument oder ein Molekül – besitzt eine oder mehrere Eigenfrequenzen, also "Lieblingsfrequenzen", auf denen es besonders leicht in Bewegung gerät. Äußere Anregung: Eine periodische äußere Kraft (zum Beispiel Wind, Schall, elektrische Impulse) wirkt auf das System ein und liefert Energie. Treffen der Frequenzen: Stimmen die Frequenz der äußeren Anregung und die Eigenfrequenz des Systems überein, kommt es zur Resonanz. Die Energieübertragung läuft dann besonders effizient. Verstärkte Schwingung: Das System reagiert mit einer deutlich größeren Schwingungsamplitude – es "schaukelt sich auf". Wie können wir uns diesen Mechanismus für unsere Lehr- und Lernstunden in jedem Fach zunutze machen? "Unterricht" war gestern – heute gilt "freedom to learn" (Carl Rogers) Carl Rogers forderte schon in den 1960er Jahren die Ermöglichung von Lernen. Sein Konzept von der Freiheit des Lernens bedeutet keineswegs Beliebigkeit. "Freedom to learn" meint, Vertrauen in die Lernenden zu haben, in ihre Entwicklung, ihrer Einsatzbereitschaft, die sich von Natur aus einstellt, wenn das physikalische Phänomen der Resonanz durch Neugier, persönlicher Ansprache und Kooperation anstatt Konkurrenz im Mittelpunkt stehen. Den Beginn des resonanten Klassenzimmers markiert das Interesse der Lernenden: Welche Fragen bringen sie mit? Was bewegt sie, bedingt durch das Alter, die Herkunft, die mentalen Dispositionen? Wichtig ist, zuerst sich selbst als Kraft des Lehrens und Lernens zu begreifen, dann erst sind die Bedingungen für energiereiches Lernen gegeben. Energie entsteht, wenn die Lernenden Fragen stellen. Schülerinnen und Schüler wollen wissen: Welche Relevanz für mein Dasein in der Welt kann ich in dem vorgegebenen Lernthema erkennen? Wenn du als Lehrkraft die Bedeutsamkeit des Lerninhalts personalisierst, indem du einen Inhalt auswählst, der eine vertiefende Auseinandersetzung mit dieser Frage möglich macht, werden deine Lernenden zu aktiven Gestalterinnen und Gestaltern ihres Lernprozesses, anstatt zu passiven Konsumierenden von bloßem Faktenwissen. Rogers humanistische Pädagogik und Rosas Resonanzpädagogik treffen sich an dieser Stelle, nämlich in der Annahme, dass Lernen ein lebendiges Beziehungsgeflecht ist. Wann gilt ein Lerngegenstand als "resonant"? Resonant wird ein Lerngegenstand, wenn er drei Bedingungen erfüllt: Bedeutsamkeit: Lernende erkennen im Lerninhalt ihre persönlichen Fragen, ihre Gegenwart und Zukunft. Ansprechbarkeit: Der Lerngegenstand ermöglicht das Sprechen über die Sache durch den Vorrang von affektiven Lernkanälen vor kognitiven Zugängen zum Inhalt. Unverfügbarkeit: Resonanz lässt sich nicht erzwingen – sie entsteht im Moment, in dem der Funke überspringt, allein durch Dich als schwingungsfähiges System und Führungskraft im Klassenzimmer, die ihre Lernenden in den Mittelpunkt ihrer pädagogischen Arbeit stellt. Ein Beispiel: Das Thema Soziale Gerechtigkeit bleibt abstrakt, solange es nur mit Ergebnissen aus sozialwissenschaftlichen Studien, Statistiken und Umfragen gefüllt ist. Sobald die Klasse jedoch vorhandene Privilegien reflektiert und eigene Handlungsmöglichkeiten diskutiert, wird der Lernraum zum Energieraum – also resonant – man spricht vom Globalen und wechselt die Perspektive hin zum Persönlichen. Es findet eine Bewegung statt: vom Abstraktem zum Erlebbaren. Der Effekt: Du als Lehrkraft fühlst dich lebendig, denn du bist Initiatiorin oder Initiator eines positiven Wirkungskreislaufs. Leuchtende Augen von Kindern und Jugendlichen blicken dich voller Wertschätzung und Freude an. Du fühlst dich wie ein Musikinstrument, das lauter klingen will. Drei Organisationstools für ein resonantes Klassenzimmer Resonanzräume lassen sich systematisch gestalten. Ich stelle drei Tools vor, die wie praktische Werkzeuge genutzt werden können: Sitzordnung: Meiner Erfahrung nach ist eine dezidierte Lerngruppenanalyse sehr hilfreich, um eine maximale Resonanz in den Arbeitsphasen zu erzeugen. Ich teile die Schülerinnen und Schüler in zwei unterschiedlichen Gruppen ein und setze sie nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip (bekannt aus der Biologie) zusammen. Hierzu hilft die Analyse des Lern- und Arbeitsverhaltens im Hinblick auf fachspezifische und überfachliche Kompetenzbereiche. Rituale der Verbindlichkeiten: Ritualisierte, zur Lerngruppe passende Kooperationsformen, wie zum Beispiel das Think-Pair-Share-Verfahren, das je nach Spezifika der Lerngruppe, unterschiedlich zu gestalten ist. Ebenso hat sich der Einsatz von Musik zu Stundenbeginn als sinnvoll erwiesen. So erhalten die Lernenden die Gelegenheit, sich auf das Lernen einzustimmen. Das Lernen im Klassenzimmer öffnen : Share-Phasen in den digitalen Raum verschieben. Nutze die digitale Plattform deiner Schule als Raum zur Initiierung von positiven Spiegelungs- und Wertschätzungsprozessen und stärke damit das Klassengefühl deiner Schülerinnen und Schüler! Diese und viele weitere Tools helfen dir, deine Lehr-Kraft zu spüren. Sie schaffen einen verlässlichen Rahmen, der Offenheit zulässt, ohne ins Chaos abzugleiten. Fazit Resonanzpädagogik erinnert daran, dass Schule mehr ist als eine Stätte für Wissensaneignung. Sie zeigt auf, wie Schule und Klassenzimmer zum Ort der echten Leistung durch authentische menschliche Verbindung wird. Entscheidend ist nicht die perfekte Inszenierung von "Unterricht". Es kommt auf die Haltung an: Eine Lehrkraft agiert kraftvoll, wenn sie selbst in Resonanz geht mit ihrem Fach, mit ihren Schülerinnen und Schülern und dem geht voraus, mit sich selbst. Resonanz erzeugt wechselseitige Dynamik – deine Lehr-Kraft bildet die Lern-Kraft deiner Klasse. Literaturverzeichnis Rogers, Carl R. (1969). Lernen in Freiheit. München: Kösel-Verlag. Rosa, Harmut und Wolfgang Endres (2016). Resonanz Pädagogik. Weinheim: Beltz Verlag.

  • Fächerübergreifend
  • Berufliche Bildung, Elementarbildung, Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Ferien-Mitbringsel

Kopiervorlage

Mithilfe dieses Arbeitsmaterials zum Thema "Ankommen nach den Ferien" fertigen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam aus kleineren Souvenirs ihrer Ferien eine Insel an. Nach den Ferien brauchen sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrkräfte einen Moment zum Ankommen im Schulalltag. Nach sechs Wochen Sommerferien beispielsweise gibt es nicht nur in der Grundschule viel zu erzählen: Was hast du in den Ferien erlebt? Wo hast du deinen Urlaub verbracht? Was ist deine schönste Erinnerung aus der unterrichtsfreien Zeit? Die Kinder haben sich lange nicht gesehen und strotzen vor Energie. Nutzen Sie diese Gelegenheit, und bieten Sie Ihren Lerngruppen Raum und Zeit über Ihre Erlebnisse im Urlaub oder auch zu Hause zu sprechen, indem Sie sie zunächst mit diesem Arbeitsmaterial dazu auffordern, Erinnerungen aus den Ferien mitzubringen. Auf diese Weise können Sie dem Gesprächsbedarf Ihrer Lernenden nach der unterrichtsfreien Zeit gerecht werden und diesen direkt für ein positives Lernklima in der Klasse zum Schulstart nutzen. In einem weiteren Schritt fertigen die Schülerinnen und Schüler dann gemeinsam aus ihren Mitbringseln eine Insel an und präsentieren diese schließlich in der Klasse. Mit diesem Arbeitsblatt fördern Sie demnach sowohl die Fähigkeiten Sprechen und Erzählen als auch Kreativität und Fantasie. Einsetzbar ist das Material in den Fächern Kunst und Werken, aber insbesondere in der ersten Woche nach den Ferien auch im Rahmen des Unterrichts beim Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin. Viel Spaß beim gemeinsamen Ankommen nach den Ferien! Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Erlebnisse aus den Ferien anhand ihrer Mitbringsel. vergleichen ihre Mitbringsel mit denen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihr Gruppenergebnis gemeinsam in der Klasse. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich untereinander über ihre Ferienerlebnisse aus. fertigen gemeinsam in der Gruppe aus ihren Souvenirs eine Insel an und nutzen dabei ihre Kreativität.

  • Kunst / Kultur / Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Ich und meine Welt
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Reichsbürger-Ideologie und Schule: Wann Lehrkräfte ihre Eignung verlieren

Fall des Monats

Ein Schulrechtsfall aus Baden-Württemberg zeigt, wie schnell persönliche Überzeugungen zur professionellen Grenze werden können. Wenn Lehrkräfte Staat, Gerichte und Verfassung infrage stellen, geht es nicht mehr um Privatmeinungen, sondern um Eignung, Verantwortung und den Schutz von Schülerinnen und Schülern. Schulen sind mehr als Lernorte und Orte demokratischer Sozialisation. Lehrkräfte prägen nicht nur Wissen, sondern auch Werte, Haltung und den Umgang mit staatlichen Institutionen. Gerade deshalb stellt sich immer wieder die Frage, wo die Grenzen persönlicher Überzeugungen von Lehrkräften verlaufen, insbesondere dann, wenn diese Überzeugungen die Geltung der Rechtsordnung oder die Legitimität staatlicher Institutionen infrage stellen. Ein aktueller Beschluss aus Baden-Württemberg zeigt, wie deutlich die Rechtsprechung hier Position bezieht. Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg hat am 07. Oktober 2025 (Az.: 9 S 485/25) die Beschwerde eines Lehrers zurückgewiesen, dem die Lehrtätigkeit untersagt wurde. Das Gericht bestätigte damit die Entscheidung der Vorinstanz (VG Stuttgart). Wie das Portal anwaltauskunft.de mitteilt, reicht bereits ein hartnäckiges, für Reichsbürger typisches Verhalten im außerschulischen Bereich aus, um die persönliche Eignung für den Schuldienst dauerhaft zu verneinen. Zwischen Physikunterricht und Staatsleugnung Der betroffene Lehrer unterrichtete an einer privaten Schule in Baden-Württemberg die Fächer Mathematik und Physik. Nach Erkenntnissen des Landesamts für Verfassungsschutz war er über längere Zeit durch Äußerungen und Handlungen aufgefallen, die der sogenannten Reichsbürger- und Selbstverwalter-Szene zugeordnet werden. Dazu gehörte unter anderem: Er verweigerte Rundfunkbeiträge mit der Begründung, das Grundgesetz sei seit 1990 erloschen, bezeichnete Polizisten bei Verkehrskontrollen als "Angestellte einer GmbH" und forderte von Richtern eine "alliierte Lizenz". Besonders brisant: Selbst im laufenden Verfahren verweigerte er die Annahme behördlicher Schreiben, weil die Adressierung als "Herr" angeblich fehlerhaft sei. Das Regierungspräsidium Stuttgart untersagte ihm die Tätigkeit, nachdem das Landesamt für Verfassungsschutz Erkenntnisse über den Mann übermittelt hatte. Sein Verhalten wurde wie folgt bewertet: Bestreiten der Existenz der Bundesrepublik Deutschland als Staat, Behauptung, das Grundgesetz sei nicht mehr gültig, Leugnung der hoheitlichen Befugnisse von Gerichten und Polizei, sowie aktives Verweigerungsverhalten gegenüber staatlichen Maßnahmen, etwa bei Gerichts- und Polizeikontakten. Die obere Schulaufsichtsbehörde untersagte daraufhin auf Grundlage von § 8 Privatschulgesetz Baden-Württemberg (PSchG) seine weitere Tätigkeit als Lehrer an der Ersatzschule und ordnete die sofortige Vollziehung an. Gegen diese Maßnahme wehrte sich der Lehrer gerichtlich, ohne Erfolg. Lehrer darf nicht mehr unterrichten - Schutz der Schüler wiegt schwere Der Verwaltungsgerichtshof stellte klar, dass § 8 PSchG der Schulaufsicht ein präventives Eingriffsrecht gibt. Es geht nicht um Bestrafung, sondern um Gefahrenabwehr. Maßgeblich sei, ob Tatsachen vorliegen, die eine Lehrkraft für den Schuldienst ungeeignet erscheinen lassen. Eine absolute Gewissheit sei dafür nicht erforderlich. Besonders deutlich wird das Gericht bei der charakterlichen Eignung: Lehrkräfte hätten eine Vorbild- und Schutzfunktion gegenüber minderjährigen Schülerinnen und Schülern. Wer die Geltung der Rechtsordnung ablehne und staatliche Institutionen nicht anerkenne, könne diese Rolle nicht erfüllen – unabhängig davon, ob entsprechende Äußerungen bereits im Unterricht gefallen seien. Auch außerschulisches Verhalten dürfe berücksichtigt werden, wenn es Rückschlüsse auf die innere Haltung zulasse. Das Gericht betonte zudem: Eltern dürften darauf vertrauen, dass auch an privaten Ersatzschulen Lehrkräfte auf dem Boden des Grundgesetzes stehen. Die Berufsfreiheit der Lehrkraft müsse hinter dem Schutz der Schüler, dem Elternrecht und dem staatlichen Bildungsauftrag zurücktreten. Mildere Mittel wie Auflagen oder Beschränkungen auf bestimmte Fächer seien nicht geeignet, da Lehrkräfte immer auch pädagogisch wirken. Bedeutung für den Schulalltag Die Entscheidung unterstreicht, dass politische oder weltanschauliche Überzeugungen dort ihre Grenze finden, wo sie die demokratische Grundordnung infrage stellen. Für Lehrkräfte, auch an Privatschulen, gilt: Die Schule ist kein wertneutraler Raum. Die Anerkennung von Staat, Recht und Verfassung gehört zu den grundlegenden Voraussetzungen des Lehrerberufs. Informationen: www.anwaltauskunft.de

  • Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Referendariat: Checkliste für die erste eigene Unterrichtsstunde

Kopiervorlage

Diese Checkliste bietet Referendarinnen und Referendaren Orientierung und Unterstützung bei der Planung und Vorbereitung ihrer ersten eigenen Unterrichtsstunde. Für die jeweiligen Bedingungen an der eigenen Ausbildungsschule und Lerngruppe kann die Liste selbstverständlich individuell angepasst oder erweitert werden. Was muss ich alles beachten, wenn ich im Referendariat das erste Mal als Lehrkraft vor einer Lerngruppe stehe oder gar meine erste eigene Lerngruppe übernehme? An wen kann ich mich an meiner Ausbildungsschule mit welchen Fragen wenden? Diese und weitere Fragen stellen sich viele Referendarinnen und Referendare zum Beginn ihres schulpraktischen Vorbereitungsdienstes. Unsere Checkliste soll sie dabei unterstützen, bestens informiert und top vorbereitet mit einem guten Gefühl in die erste eigene Unterrichtsstunde zu starten. Ergänzend hierzu kann auch unsere allgemeine Checkliste für Lehrkräfte zum Schuljahresbeginn den Start in den Schulalltag erleichtern. Da Referendarinnen und Referendare in ihren ersten eigenen Unterrichtsstunden ja nicht nur vor einer neuen Lerngruppe stehen, sondern sich auch in einem neuen Schulgebäude und einem neuen Kollegium zurechtfinden müssen, kann zum Einstieg ins Referendariat auch unsere Checkliste für Lehrkräfte an einer neuen Schule hilfreich sein. Vielleicht machen Sie Ihre ersten Unterrichtserfahrungen ja auch im Vertretungsunterricht? Dann schauen Sie sich doch gerne einmal unsere Checkliste für Vertretungsstunden an! Willkommen im Lehrerberuf - wir wünschen viel Erfolg und viel Spaß dabei!

  • Fächerübergreifend
  • Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Taking Care of Visitors

Unterrichtseinheit
14,99 €

Die Schülerinnen und Schüler lernen, Besucherinnen und Besucher im Unternehmen professionell zu empfangen. Sie üben typische höfliche Redewendungen, Small Talk, Identitätsprüfung, Getränke anbieten, Wegbeschreibungen geben und Besucherinnen und Besucher sicher zum Meeting Room zu begleiten. Durch Videoanalyse, interaktive Übungen, Rollenspiele und eine schriftliche Visitor Information Note trainieren sie praxisnahe Kommunikation, die in nahezu jedem kaufmännischen Beruf benötigt wird. Die Unterrichtseinheit vermittelt zentrale Kompetenzen für die professionelle Besucherbetreuung im Unternehmen. Im Mittelpunkt stehen: höfliche Begrüßung und Empfangssprache Small Talk in beruflichen Kontexten Identitäts- und Terminprüfung Serviceorientierung (Getränke, Wartebereich, Unterstützung) Giving directions (to the meeting room / office) professionelles Auftreten und Unternehmensrepräsentation Die Lernenden analysieren ein authentisches Video, identifizieren typische Formulierungen und üben diese in angeleiteten Dialogen und realitätsnahen Rollenspielen. Darüber hinaus schreiben sie eine "Visitor Information Note" – eine der häufigsten schriftlichen Tätigkeiten im Empfangsbereich. Ziel ist es, die Lernenden in die Lage zu versetzen, Besuchersituationen souverän zu meistern, höflich und sicher zu kommunizieren sowie das Unternehmen angemessen zu vertreten. Das relevante Fachvokabular wird systematisch aufgebaut, gefestigt und direkt angewendet. Durch Methodenvielfalt und praxisnahe Szenarien entsteht ein handlungsorientiertes Lernsetting mit hohem Berufsbezug, das langfristige kommunikative Routinen etabliert. Besuchende professionell zu empfangen ist eine Kernkompetenz im kaufmännischen Berufsalltag – unabhängig davon, ob die Lernenden später im Autohaus, im Büro, im Kundendienst, im Empfangsbereich, in der Verwaltung oder im Vertrieb tätig sind. Die Unterrichtseinheit greift diese Realität auf und verbindet sprachliche Grundlagen mit typischen Kommunikationsanforderungen im Beruf. Mindmapping aktiviert Vorwissen, baut Berührungsängste ab und verankert den Bezug zum Arbeitsalltag. Ein authentisches Video modelliert Besuchersituationen; Lernende erkennen wiederkehrende Phrasen und Abläufe (Begrüßung, Small Talk, Orientierung), erhalten auditiven Input und stärken Hörverstehen sowie situatives Lernen. In guided dialogues und Rollenspielen wird das Gelernte angewendet; der Wechsel zwischen Receptionist und Visitor fördert Perspektivenwechsel und Serviceorientierung. Schriftlich trainieren sie mit der Visitor Information Note eine typische Büroaufgabe. Binnendifferenzierung: schwächere Lernende erhalten Stützen (Lücken, Satzanfänge, Phrasen), stärkere erweitern Small Talk, improvisieren und nutzen komplexere Strukturen. Die Methodenvielfalt aus Videoarbeit, Dialogtraining, Quiz, Rollenspiel und Schreiben adressiert unterschiedliche Lerntypen und hält Motivation hoch. Vorbereitung: Video-Link testen, Materialien kopieren, QR-Codes und Rollenkarten bereitstellen, gegebenenfalls einen kleinen Reception Desk simulieren. Die Einheit verbindet situatives Lernen, aktives Sprechen und schriftliche Rückmeldung – und stärkt nachhaltig berufliche Handlungskompetenz. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler … empfangen Besuchende professionell und wenden typische Empfangs- und Small-Talk-Phrasen sicher an. überprüfen Termine und Identitäten korrekt. verfassen kurze, präzise Visitor Information Notes. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler … nutzen Videos, QR-Codes und digitale Übungsformate. erstellen Dialoge und Notizen strukturiert und mediengestützt. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler … arbeiten kooperativ in Paar- und Gruppenarbeit. reflektieren ihr Auftreten. geben und erhalten konstruktives Feedback.

  • Englisch
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe II, Erwachsenenbildung

Smartphone-Kompass – Unterrichtsmaterialien und Elterninformationen zur Medienkompetenzförderung

Fachartikel

Das hier vorgestellte Medienpaket "Smartphone-Kompass" des Informationszentrums Mobilfunk befähigt Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse dazu, Chancen und Risiken der Smartphone- und Internet-Nutzung eigenständig zu erkennen und verantwortungsvoll zu handeln. Lehrkräften werden dafür zwei Unterrichtseinheiten sowie ein Elterninfo-Paket zur Verfügung gestellt. Smartphones und soziale Medien sind aus dem Alltag von Lernenden kaum wegzudenken. Mit dieser digitalen Präsenz gehen Chancen, aber auch Risiken einher: Datenschutz, Cybermobbing, Privatsphäre und digitale Selbstbestimmung werden zu zentralen Feldern schulischer Medienbildung. Lehrkräfte benötigen deswegen passgenaue Materialien, um dieses Themenfeld im Unterricht zu verankern – altersgerecht, praxisnah und anschlussfähig an schulische Rahmenpläne.

  • Fächerübergreifend

Unterrichtsmaterial und News für den fächerübergreifenden Unterricht in den Sekundarstufen

Hier finden Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II kostenlose und kostenpflichtige Arbeitsblätter, Unterrichtsmaterialien und interaktive Übungen mit Lösungsvorschlägen zum Download und für den direkten Einsatz im fächerübergreifenden Unterricht oder in Vertretungsstunden. Die Materialien verbinden Fächer miteinander oder thematisieren überfachliche Kompetenzen und Inhalte wie Medienkompetenz, Digitalisierung, Umwelterziehung, Nachhaltigkeit und Gesundheit. Dieser Fachbereich bietet Lehrerinnen und Lehrern jede Menge Unterrichtsideen, Bildungsnachrichten sowie Tipps zu Apps und Tools für ihren Unterricht. 

Nutzen Sie unsere Suche mit ihren zahlreichen Filterfunktionen, um einfach und schnell lehrplanrelevante Arbeitsmaterialien für Ihren Unterricht zu finden.

ANZEIGE

Aktuelle News für den fächerübergreifenden Unterricht in den Sekundarstufen