Internationaler Jugendwettbewerb "jugend creativ": Kunst und Kreativität Hand in Hand

Vor dem Hintergrund der Kreativitätsförderung porträtiert der Fachartikel "jugend creativ", den größten Jugendwettbewerb seiner Art weltweit. Dabei geht er auf dessen Ziele und Möglichkeiten der Einbindung in den Unterricht ein und regt zum Mitmachen an.

 

3 Personen mit Kamera und jugendcreativ-logo
Foto: BVR; Mandy Putz

Kreativität als Schlüsselkompetenz

"Ich male Dinge wie ich sie denke, nicht wie ich sie sehe", so der berühmte spanische Maler, Grafiker und Bildhauer Pablo Picasso. Kreativität definiert die Fähigkeit, traditionelle Denk- und Handlungsweisen zu überschreiten sowie neue und originelle Ideen, Methoden oder Dinge zu entwickeln. Sie ist ein zentraler Baustein in der Entwicklung jedes Individuums und elementar für die Persönlichkeitsbildung. In unserer Welt, in der Vorstellungskraft und Einfallsreichtum zunehmend in den Mittelpunkt rücken, wird Kreativität zu einer wichtigen Schlüsselkompetenz. Dabei kommt unter anderem auch der Schule die Aufgabe zu, diese zu fördern – und zwar über alle Schul- und Altersstufen hinweg. Eine Möglichkeit dafür bietet der Internationale Jugendwettbewerb "jugend creativ" der Volksbanken und Raiffeisenbanken.

Wirkung ohne Werbung: Die Ziele von "jugend creativ"

Ganz gleich, ob zu Themen wie Weltall, Familie, Freundschaft oder Architektur: Seit 1970 ist "jugend creativ" ein Experimentierfeld für Kinder und Jugendliche, beginnend im Schulalter der ersten Klasse bis zu 20-Jährigen, sich intensiv mit einem gesellschaftlich relevanten Thema zu befassen und sich dazu schöpferisch auszurücken. Dabei geht es um weit mehr als um die Förderung gestalterischer Kompetenzen. So richten die jungen Künstlerinnen und Künstler in der kreativen Auseinandersetzung ihren Blick über den berühmten Tellerrand hinaus und betrachten ein Thema aus einem anderen Blickwinkel. Dies sorgt für einen Erkenntnisgewinn auf inhaltlich-thematischer Ebene. Die internationale Ausrichtung des Wettbewerbs, nach der neben Deutschland auch Genossenschaftsbanken in Frankreich, Italien (Südtirol), Luxemburg, Österreich und die Schweiz "jugend creativ" veranstalten, trägt dem europäischen Gedanken Rechnung und fördert bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Toleranz und soziales Miteinander.

Darüber hinaus stärken Wertschätzung sowie Auszeichnungen auf Orts-, Landes und Bundes- und sogar internationaler Ebene das Selbstvertrauen. Dies und die Arbeit mit renommierten Filmemachern, Medien- und Kunstpädagogen im Rahmen der jährlichen Bundespreisträgerakademie für die begabtesten Nachwuchskünstlerinnen und -künstler auf nationaler Ebene unterstützen bei den Teilnehmern den Glauben an die eigenen Fähigkeiten. Dies kann mitunter sogar der Auslöser für eine künstlerische Karriere sein. Exemplarisch dafür steht Thomas Stellmach. Der erfolgreiche Trickfilmkünstler und Oscar-Preisträger entdeckte dank "jugend creativ" als Heranwachsender sein künstlerisch-kreatives Talent. Dort wurden seine Beiträge mehrfach ausgezeichnet. Er ist langjähriges Mitglied "jugend creativ"-Bundesjury in der Kategorie Kurzfilm und begleitete als Werkstattleiter "Trickfilm" auch schon vielfach Bundespreisträgerakademie des Jugendwettbewerbs.

Potenziale für den Unterricht

Kunst, Gesellschafts- und Sachkunde, im fachübergreifenden und fächerverbindenden Unterricht oder im Rahmen von Projektwochen: Der Wettbewerb "jugend creativ" ist bei zahlreichen Schulen in ganz Deutschland oft schon seit vielen Jahren fest in den Unterricht integriert. Vielmals entstehen dabei enge Kooperation mit den genossenschaftlichen Banken vor Ort, bei denen sich die Schulen für die entsprechenden Wettbewerbsrunde die Anmeldeunterlagen erhalten und ihre Beiträge einreichen. Die teilnehmenden Genossenschaftsbanken stellen darüber hinaus ein Magazin für Pädagoginnen und Pädagogen bereit, das weiterführende Informationen zu verschiedenen Aspekten des jeweiligen Wettbewerbsthemas bietet. Vor allem aber umfasst es nach Klassenstufen differenzierende Ideen, Anregungen und Empfehlungen zur Einbindung der Wettbewerbskategorien Bildgestaltung und Kurzfilm mit dem aktuellen Wettbewerbsthema in den Schulunterricht. Lehrkräfte können je nach verfügbarem Stundenumfang und Wissensstand ihrer Schülerinnen und Schüler daraus einzelne Ideen aufgreifen. Daneben finden sich altersspezifische Aufgabenstellungen sowie wichtige Informationen zum Wettbewerb. Informationen zum Pädagogenmagazin sowie den Bezugsmöglichkeiten sind auch onlline auf der Website von "jugend creativ" abrufbar.

Der aktuelle 52. Internationale Jugendwettbewerb 2021/2022

"Was ist schön!": Das ist das Motto der aktuellen Wettbewerbsrunde des Internationalen Jugendwettbewerbs. Er ist am 1. Oktober 2021 unter der Schirmherrschaft der beliebten Komikerin Ilka Bessin in seine 52. Runde gestartet. Kinder und Jugendliche werden mit der Frage "Was ist schön?" dazu aufgerufen, sich in Bildern und Kurzfilmen kreativ mit dem eigenen ästhetischen Empfinden zu beschäftigen, eigene Sichtweisen zu entwickeln und den Schönheitskult auch kritisch zu hinterfragen. Zudem können sie bei einem Quiz ihr Wissen rund um das Thema Schönheit unter Beweis stellen. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler der 1. bis 13. Klasse sowie Jugendliche bis 20 Jahre, die nicht mehr zur Schule gehen. Bundesweiter Teilnahmeschluss für alle Wettbewerbskategorien ist der 18. Febraur 2022. Nach Auszeichnungen auf Orts- und Landesebene werden die besten Bilder und Filme aus Deutschland von der Bundesjury in Berlin ausgewählt und die Siegerinnen und Sieger mit der Teilnahme an der Bundespreisträgerakademie ausgezeichnet. Eine Woche lang können die Kinder und Jugendlichen in Werkstätten wie Bildgestaltung, Fotografie oder Filmdreh ihrem Talent nachgehen, ihre Fertigkeiten vertiefen und neue Fähigkeiten entdecken. Die Akademie gilt seit Jahren als Talentschmiede für junge Künstler und Filmemacher.

Die Erstplatzierten in der Kategorie Bildgestaltung dürfen zusätzlich auf eine internationale Auszeichnung hoffen. Die internationalen Siegerinnen und Sieger werden im Rahmen einer internationalen Abschlussveranstaltung Mitte Juni 2022 in der Schweiz gekührt.

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Dieser Beitrag entstand mit Unterstützung des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

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