Ablauf des Unterrichts und Einsatz der Materialien

Die Schülerinnen und Schüler sollen in dieser Unterrichtseinheit in arbeitsteiliger Gruppenarbeit die unterschiedlichen Arten der Wissensspeicherung und deren Entwicklung kennen lernen.

Die Arbeitsergebnisse sollen von den einzelnen Gruppen dem Klassenplenum präsentiert werden, wobei den Gruppen die Wahl der Präsentationsart größtenteils selbst überlassen bleibt. Die Schülerinnen und Schüler können zum Beispiel ein Handout, eine Wandzeitung, ein Plakat oder eine Präsentation erarbeiten.

Folgende Gegenstandsbereiche sollen in Gruppenarbeit thematisiert werden:

  • Höhlenmalerei
  • Keilschrift
  • Hieroglyphen und Papyrus
  • Pergament
  • Papier
  • Gutenberg und der Buchdruck
  • Die digitale Revolution
  • Informationsspeicherung und Langzeitarchivierung
Arbeitsblatt

Vertiefende Fragestellungen

Vergleich der historischen Trägermedien

Beim abschließenden Vergleich der verschiedenen Medien, erkennen die Schülerinnen und Schüler, dass die zu verarbeitende Informationsmenge, die in immer kürzerer Zeit einen immer größeren Empfängerkreis erreicht, im Laufe der Zeit zunimmt. Um die verschiedenen Speichermedien miteinander zu vergleichen, sollen folgende Kriterien angewandt werden:

  • Vergleicht jeweils den Aufwand, mit dem Textinformation konserviert wurde am Beispiel Hieroglyphen auf Papyrus, traditioneller Buchdruck und Word-Datei. Beachtet hierbei insbesondere die Zeitdauer, die man benötigt, um das jeweilige Medium zu erstellen und die Informationsmenge, die mit dem jeweiligen Medium transportiert werden kann und schließlich die Verfielfältigungsmöglichkeiten.
  • In welchem Maße (lokal, regional, global) können die Informationen -abhängig vom jeweiligen Speichermedium- verbreitet werden?
  • Wie schnell kann Information durch die unterschiedlichen Medien verbreitet werden?
  • Wer gehörte damals und wer gehört heute zu den potenziellen Empfängern schriftlicher Information?

Hausarbeit

Als zusammenfassende Hausarbeit kann die folgende Aufgabe zu bearbeiten sein: Begründet, warum man unsere Zeit als Informationszeitalter bezeichnet! Stellt die Vor- und Nachteile der heutigen "Informationsflut" dar.

Möglicher Ausblick

Probleme der zukünftigen Historikergeneration

Thematisiert werden könnte im Anschluss auch die Auswirkung der elektronischen Informationsspeicherung auf die spätere historische Forschung: Hier wird einerseits die Menge der archivierten Informationen als auch die begrenzte Lebensdauer und Zugänglichkeit (zum Beispiel wegen eines veralteten Datenformats) des Trägermediums zu berücksichtigen sein. Die Voraussetzungen zur Teilnahme an dieser Diskussion sollten die Schülerinnen und Schüler aber in der Gruppenarbeit bereits erworben haben.

Autor
Avatar Timo Elsner

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In Kooperation mit

ZfsL Düsseldorf

Entwickelt am ZfsL Düsseldorf, Seminar für das Lehramt an Berufskollegs

Ergänzende Unterrichtseinheiten