Kontakte knüpfen im Referendariat: Kuchen als Eisbrecher

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Hey Leute, die ersten Wochen meines Referendariats sind nun vorüber und ich möchte euch von meinen weiteren Erlebnissen und Eindrücken berichten. Hierbei erzähle ich euch von meiner Suche nach einer Mentorin oder einem Mentor, der Eingewöhnungsphase im Kollegium und meinen Erfahrungen im Schullalltag.

Mein Plan: Ein süßer Einstieg ins Kollegium

Nach der ersten Woche war ich überwältigt von der Anzahl an Lehrerinnen und Lehrer an meiner Schule und zerbrach mir den Kopf, wie ich möglichst schnell alle kennenlernen könnte. Besonders bei einem großen Kollegium kann dies sehr zeitaufwendig und intensiv sein. Damit ich nicht länger das fremde Gesicht im Lehrerzimmer bin und mich bei jedem im Kollegium einzeln vorstellen muss, überlegte ich mir einen Plan, um auf mich aufmerksam zu machen. Ich entschied mich dazu einen Kuchen zu backen – mit der Hilfe meiner Freundin ;) – und diesen mit einem Schild zu versehen, auf dem "Lasst euch den Kuchen schmecken. Liebe Grüße, der neue Referendar" steht. Außerdem habe ich noch einen Steckbrief über mich geschrieben und in der Küche aufgehängt.

Es dauerte nicht einmal bis zum Ende der zweiten Pause und der Kuchen war komplett aufgegessen. Die Idee war simpel, aber wirkungsvoll. Der Kuchen kam extrem gut an und es entstand schnell ein lockerer Austausch untereinander. Es war ein wunderbarer Eisbrecher und innerhalber kürzester Zeit konnte ich viele wertvolle Kontakte knüpfen. Das Kollegium wusste nun, wer der Neue im Lehrerzimmer ist. :D

Eindrücke aus der Hospitationsphase

Aktuell hospitiere ich noch, da ich meine eigenen Klassen erst nach den Sommerferien übernehmen werde. Ein Vorteil des Hospitierens ist, dass man die Möglichkeit hat, in viele verschiedene Klassen reinzuschauen und viele unterschiedliche Kolleginnen und Kollegen zu begleiten. Es ist sehr interessant zu sehen, wie jede Lehrkraft ihren eigenen Unterrichtsstil hat und wie unterschiedlich die gleichen Klassen bei einer anderen Lehrkraft sein können. Bereits in diesen ersten Wochen konnte ich mir vieles abschauen, was ich später selbst in meinem Unterricht anwenden möchte.

Obwohl das Hospitieren sehr lehrreich ist und viele Vorteile mit sich bringt, kribbeln einem auf Dauer doch die Finger. Man möchte allmählich Initiative ergreifen und selbstständig unterrichten. Ich kann es deswegen kaum erwarten, bis ich nach den Sommerferien meine eigenen Klassen bekomme. Fürs Erste heißt es jedoch noch, die Füße stillzuhalten und mit den Augen zu lernen. Trotzdem werde ich in den nächsten Wochen den Versuch wagen, die eine oder andere Lehrkraft zu fragen, ob ich möglicherweise einzelne Stunden übernehmen darf.

Meine Fächer und Mentoren

In meinem letzten Beitrag hatte ich euch erzählt, dass ich aktuell auf der Suche nach Mentoren für meine zwei Schulfächer bin. Als betriebliches Fach habe ich Wirtschaft und Verwaltung und als Unterrichtsfach Politik. Für beide Fächer habe ich sogar schon einen Mentor und eine Mentorin gefunden. Hierbei war es mir wichtig, wenn möglich, sowohl eine Frau als auch einen Mann als Ansprechpartner zu haben. Beide sind wirklich großartig und ich bin mir sicher, dass sie mich gut durch das Referendariat begleiten werden. Auch vom Lehrertyp her habe ich mir einen Mix ausgesucht: einen jungen, dynamischen Lehrer, der erst seit kurzer Zeit selbst aus dem Referendariat raus ist, und eine erfahrene Lehrerin, die bereits mehrere Jahre Unterrichtserfahrung hat.

Bereits nach den ersten Wochen fühle ich mich als vollwertiger Teil des Kollegiums und genieße es sehr, an der Schule zu sein. Ich freue mich schon auf die nächsten Wochen und bin gespannt, was mich noch alles erwartet. Natürlich halte ich euch auf dem Laufenden und melde mich bald wieder mit neuen Eindrücken aus meinem Schulalltag.

Liebe Grüße

Euer Alex

Über mich

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Hey zusammen,

ich bin Alex und mache gerade mein Referendariat an einer berufsbildenden Schule in Hessen. Lest mit und begleitet mich auf meinem Weg ins Lehrerleben.