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Von Pleiten, Pech und Pannen

Hallo zusammen! :-) Aller Anfang ist: holprig. Seit meinem Praxissemester vor einem Jahr stand ich nun das erste Mal wieder vor einer Klasse. "Und ab morgen übernehmen Sie", hieß es nach einer Woche Hospitation.

Ich sollte eine Reihe zu einem Film in der Oberstufe machen. Filmanalyse? Na ganz toll, so etwas habe ich noch nie gemacht. Und didaktisches Material zum Film gibt es natürlich auch nicht. Ein Glück, dass ein Wochenende dazwischen lag. Am Samstagmorgen habe ich mir den Film angeguckt und damit begonnen, passende Problemfragen zu entwickeln sowie Arbeitsblätter zu erstellen. Gar nicht so leicht, wie sich herausstellte. Ich habe den Film gefühlt 5 Mal gucken müssen, um mir den Inhalt zu verinnerlichen und Schlüsselszenen herauszuarbeiten. Immerhin fand ich den Film selbst sehr interessant und hatte das Gefühl, dass er auch den Schülern gefallen wird. Der Film zeigt sehr eindringlich am Beispiel von zwei Jugendlichen viele Probleme in den Vororten von Paris auf. Jetzt lag es an mir, die Reihe so aufzubauen, dass die Schüler die angesprochenen Themen im Film erkennen und auch darüber sprechen können. Allein für die erste Woche habe ich dann 4 unterschiedliche Arbeitsblätter erstellt: zur Ausgangssituation, zu den Protagonisten sowie zu den gezeigten Konflikten im Film.

Am Montag stand ich dann vor der Klasse und habe mich vorgestellt. Nachdem ich kurz die Schwerpunkte der neuen Unterrichtsreihe erläutert habe, wollte ich den Film starten. Und genau hier begann meine Serie von Pannen: Filme schaut man ja bekanntlich am besten im abgedunkelten Raum mit heruntergelassenen Jalousien. Mein Schlüssel passte auch in das Jalousienschloss, ich drehte ihn in die entsprechende Richtung und es wurde allmählich dunkler und dunkler. Soweit, so gut. Um das Abdunkeln zu stoppen, drehte ich den Schlüssel dann wieder in die andere Richtung, aber es funktionierte nicht - der Schlüssel klemmte anscheinend - und die Jalousien gingen immer weiter runter ... PANIK! Ich und Technik, oh mein Gott. Ich probierte es immer wieder! Der Klassenlehrer war nicht da, sodass ich komplett auf mich allein gestellt war. Letztlich - mit viel "Dreh-Gewalt" - hörte es auf. Mein Versuch, die Jalousien wieder ein Stück auf zu machen, scheiterten wieder. Hoch, runter, Schlüsseldrehen, Gewalt, Auf, Ab, Hell, Dunkel ... Partymodus im Klassenzimmer! Das Ganze ging bestimmt nur eine Minute, aber es fühlte sich wie eine ganze Ewigkeit an. Naja, im Nachhinein kann ich darüber nur lachen (by the way: habe heimlich trainiert und beherrsche das "Klassenzimmer-dunkler-und-wieder-heller-machen" jetzt sicher. :-)). Nachdem diese erste Hürde genommen war, lief der Film ohne weitere Probleme an und ich konnte währenddessen ein wenig durchatmen. Am Ende war es sogar noch eine schöne Stunde.;-) Ich hatte das Gefühl, dass sich die Schüler gut auf den Film eingelassen haben. Wenn ich auch in Zukunft die Jalousientechnik im Klassenzimmer in den Griff bekomme, mache ich nur noch Filmanalysen.

Die darauffolgenden Stunden verliefen zum Glück ohne blöde Zwischenfälle. Trotzdem hatte ich das Gefühl, mehr mit mir selbst (und auch der Technik) beschäftigt gewesen zu sein, als mit den Schülerinnen und Schülern. Es sind immer noch so viele Dinge, die mir durch den Kopf gehen und meine Konzentration für das Wesentliche rauben: Wie stelle ich die Fragen? Wie schreibe ich was an die Tafel? Wie heißt denn nochmal die Schülerin / der Schüler? etc.

Wie waren eure ersten Stunden vor der Klasse? Seid ihr da auch so sehr mit euch selbst beschäftigt gewesen? Ich erlebe mich jedenfalls oft wie eine absolute Anfängerin und lasse gefühlt kein Fettnäpfchen aus... :-D In welches Fettnäpfchen seid ihr denn schon getreten? :-)

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Hallo zusammen,

ich heiße Anna und mache gerade mein Referendariat an einer kleinen Schule in NRW. Meine Fächer sind Englisch und Französisch. So oft ich kann, blogge ich hier und berichte von meinem Weg ins Lehrerleben. Begleitet mich und schreibt mir gerne, wie es euch im Ref ergeht!

Eure Anna